Nichtwissen

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Kommunikation ist genau deshalb eine emergente Qualtität der sprachlich vermittelten Interaktion von Personen, weil sie sich von den einzelnen Personen löst und als symbolisch konstruierte Korrelation (Verstehen) eine eigene Realität begründet.

Dennoch bleibt die Frage, warum Personen überhaupt kommunizieren. Die systemtheoretische Antwort ist zunächst verblüffend: Sie kommunizieren, weil sie eine Konstellation des Nichtwissens auflösen wollen: "... denn Kommunikation findet ihren Anlass ja typisch im Nichtwissen".

Es gibt ansonsten keinen vernünftigen Grund für Kommunikation. Kommunikation ist demnach die Basis von Wissen und von Wissensmanagement - jedenfalls aus systemischer Sicht. Systemisches Nichtwissen bezeichnet ein Nichtwissen, das sie Logik, die Operationsweise, die Dynamik, die emergente Qualität, die Ganzheit eines selbstreferenziell geschlossenen Zusammenhangs von Operationen betrifft.

Es ist nun leicht zu sehen, dass systemisches Wissensmanagement genau darauf zielt, Organisationen darin zu unterstützen, mit unvermeidbarem Nichtwissen und systemspezifischer Intransparenz besser umzugehen. Wissensmanagement dient auch dazu, Kompetenzen im Umgang mit Ungewissheit zu entwickeln.

Quellen

  • H. Willke: Einführung in das systemische Wissensmanagement (Seiten 52-54), Carl-Auer 2004
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