Information

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Definition nach Wilke

"Aus Daten werden Informationen durch Einbindung in einen ersten Kontext aus Relevanzen, die für ein bestimmtes System gelten. Eine Information ist nach der klassischen Definition von Gregory Bateson "a difference which makes a difference", "ein Unterschied, der einen Unterschied macht" (Bateson 1972, S. 453), also ein bedeutsamer Unterschied. Bedeutsam kann ein Unterschied nur am Massstab eines Kriteriums von Relevanz sein. Da es keine Relevanzen an sich gibt, sondern jede Relevanz systemspezifisch und Systemabhängig ist, folgt zwingend, dass jede Information nur systemrelativ sein kann. Eine Information ist nur dann vorhanden, wenn ein beobachtendes System über Relevanzkriterien verfügt und einem Datum eine bestimmte Relevanz zuschreibt. Nur wenn man so aufwendig und kompliziert rekonstruiert, hat man eine Chance zu verstehen, warum und worin Informationen Informationen sind.

Man kann sich die Arbeit der Herstellung von Informationen bildlich so vorstellen, dass ein Akteur sich ein Fischernetz bastelt, dessen Maschen und Muster aus Relevanzen und Gewichtungen, Prioritäten und Spezifizierungen gestrickt sind. Mit diesem Netz werden aus dem Ozean von Daten nur ganz spezifische herausgefiltert und selegiert, nämlich solche, die den Kriterien des Netzes entsprechen. In dieser Weise ermöglichen es Relevanzkriterien, die Komplexität von Daten zu Reduzieren und nur diejenigen Daten zu Informationen aufzuarbeiten, die für eine Person oder eine Organisation von Bedeutung sind."

Daten, Information und Wissen

Im Roloblog schreibt der Verfasser, dass bei Wissensmanagement immer zwei Bereiche gleichzeitig angesprochen seien: Wissensmanagement, als Massnahmen und Prozesse, die den Transfer von Wissen in Information unterstützten und Informationsmanagement als Technologien und Anwendungen, welche die effiziente Bewirtschaftung der notwendigen Informationen ermöglichten. Der Zusammenhang dieser beiden Bereiche, respektive der Generierung von Wissen aus Daten und Informationen wird anhand der auf einer Darstellung der Technischen Universität München basierenden Skizze dargestellt:

Bild:zeichen_daten_information_wissen.jpg

Abbildung 1: Daten werden zu Information; Information wird zu Wissen Ein Beispiel: Die Zahl 100 ist ein Datum. 100 CHF sind zwei Daten. 1 € = 165 CHF ist eine Information. Welchen Marktmechanismen die Währungen unterliegen, ist Wissen. Wenn dieses Wissen in geeigneter Weise niedergeschrieben wird, entsteht wiederum Information, die in persönlichem Kontext angewendet, wiederum zur Generierung von (weiterem) Wissen verwendet werden kann.

Quellen

Links

Persönliche Werkzeuge