08.07.2009

Prognose: Interaktives Marketing legt stetig zu

The Forrester Blog zeigt im Beitrag "Interactive Marketing Nears $55 Billion; Advertising Overall Declines" eine interessante Grafik mit den prognostizierten Ausgaben für interaktives Marketing bis 2014. Von aktuell gut $ 25 Milliarden wird eine Steigerung auf rund $ 56 Milliarden erwartet - und das bei gleichzeitig sinkenden Werbegesamtausgaben. Die Schätzungen teilen sich für das Jahr 2014 wie folgt auf:

  • Mobile Marketing: 2,3%
  • Social Media: 5,7%
  • E-Mail Marketing: 3,8%
  • Display-Werbung: 30,7%
  • Suchmaschinenmarketing: 57,5%

Verfasst von Hans Fischer um 14:05

29.06.2009

Twitter wird zum Muss für Unternehmen

Twitter beobachten wir schon eine Weile (s. frühere Beiträge) und haben die Nachhaltigkeit bezüglich Kommunikationsverhalten und das Potenzial für den Unternehmenseinsatz durchaus erkannt. Solcherlei wird im Artikel "Firmen-«Gezwitscher» - Chance oder Katastrophe?" bei InformationWeek aufbereitet. Der Schlussabsatz lautet

:"(...) So manches Unternehmen mag es deshalb vorziehen, auf das riskante «Gezwitscher» vorerst ganz zu verzichten. Das aber ist nach Ansicht der Experten keine Option: «Twitter ist extrem schnell extrem groß geworden. Es geht nicht mehr darum, ob oder ob nicht. Sondern darum, wie man es effizient und sinnvoll macht.» Skeptiker verweisen gern darauf, dass es noch gar nicht lange her sei, dass die Online-Welt «Second Life» auf ähnliche Weise als «Muss für Unternehmen» gepriesen wurde. Viele Firmen steckten Unsummen in die Plattform - die dann nie so bedeutsam wurde wie angekündigt. «Twitter ist eine ganz andere Nummer. Ich würde es als Revolution bezeichnen», betont Schwarz."
Apropos Twitter: Unter "200 Twitter Mashups" ist bei ProgrammableWeb.com u.a. TweeSpeed zu finden. Eine Spielerei, welche die Twitteraktivität in Anzahl Tweets je Minute anzeigt.

tweespeed.jpg

(Bildquelle: TweeSpeed)

Verfasst von Hans Fischer um 10:30

22.06.2009

Banken und Social Media ...

... keine Traumpaarung zwar, aber eine mit viel Potenzial, wie unter dem Begriff "Finance 2.0" gelegentlich schon dokumentiert war. Anbei der neueste Hinweis von internetworldbusiness.de im Artikel "Banken ignorieren Social-Media-Trend":

"(...) Anette Rehm, Geschäftsführerin vom Geld-Magazin, fordert deshalb von den Banken ein verstärktes Engagement in den Social-Media-Angeboten: "Banken, die in den öffentlichen Dialog mit den Kunden treten, und am besten noch den Kunden in die Produkt- und Konditionsgestaltung einbeziehen, werden in den nächsten zehn bis 15 Jahren eine wichtige Rolle in der Kreditinstitutswelt spielen. Alle anderen werden verlieren."

Verfasst von Hans Fischer um 15:35

17.06.2009

Web 2.0 als Krisenbewältigungs-Katalysator?

Welches Potenzial sogenannte "Web 2.0-Anwendungen" wie Wikis, Blogs, Social Networks und Co. für grosse, mittlere und kleine Unternehmen im Allgemeinen und im Bereich Wissensmanagement im Speziellen haben, ist hier in der entsprechenden Blog-Kategorie und auch im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki mannigfaltig festgehalten und dokumentiert.

Wer die Hintergründe und Möglichkeiten gerne kompakt, in einem gut strukturierten Artikel präsentiert haben möchte, findet Solcherlei u.a. bei All About Security im Beitrag "Web 2.0: Großes Potenzial für mittelständische Unternehmen".

Ausgangslage:

"Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Rezession in Europa sind die Unternehmen massiv gefordert, sich nach neuen Wegen zur Produktivitätssteigerung umzusehen. Den Schlüssel für erhebliche Kostensenkungen könnten Web-2.0-Lösungen liefern."
Hürden:
"Trotz der offensichtlichen Vorteile zögern manche Unternehmen, sich voll auf die Web-2.0-Tools einzulassen. Die Popularität des firmeninternen Intranets sowie Sicherheitsbedenken und die Sorge um das Bekanntwerden vertraulicher Informationen sind nur einige Hürden, mit denen der europäische Web-2.0-Markt zu kämpfen hat."
Kulturelles:
"In Europa herrscht das verbreitete Missverständnis, dass sich echte Leistung daran messen lässt, wie viel Kilo Papier jemand produziert und einem Kunden aushändigt“, erklärt Petruczynik. „Diese Einstellung behindert den Einsatz von Web-2.0-Lösungen, weil hier mehr Endprodukte in Form von Wikis oder Blogs geliefert werden."
Tipps:
"(...) empfehlen wir, klare und einfache Leitlinien zu implementieren sowie zu beschreiben, wie man soziale Medien richtig nutzt. So lassen sich Sicherheitsrisiken und die Weitergabe vertraulicher Informationen vermeiden und eine Unternehmenskultur schaffen, die Offenheit und Zusammenarbeit fördert. Außerdem sollten die Mitarbeiter darin geschult werden, wie sie die Web-2.0-Tools so nutzen können, dass sie noch produktiver und effizienter werden(...).“

Verfasst von Hans Fischer um 15:55

16.06.2009

Geschichte von Social Networking/Media

Unter dem Begriff "Social" finden sich alleine im Roloblog unzählige Beiträge und Links zu den Themen Social Networking, respektive Social Media. Die Begriffe sind zwar eher neu und mit "Web 2.0" assoziiert, die Prinzipien sind es aber nicht. iMedia Connection visualisiert im Artikel "Why Twitter will soon become obsolete" (an sich schon ein höchst spannendes Thema) die Geschichte von Social Networking und schreibt:

"(...) but the whole concept of the internet was based on social networking from the start -- going all the way back to bulletin boards, email, and forums right up to today's blogs, social networking sites, and, yes, Twitter. As far back as 1978, bulletin board systems were essentially doing the same thing that modern networks are doing. The big difference now is that the usability and usefulness of the newer networks are infinitely better."
Genau, handlicher sind die Anwendungen geworden, sozial war das Internet aber immer schon. Zumindest wollte das WWW-Erfinder (WWW ist eine Internet-Anwendung und nicht ein Synonym) Tim Berners-Lee so. Er erklärt, dass er das Web immer mehr für eine soziale, denn eine technische Erfindung gehalten habe. Er habe das Web für einen sozialen Zweck entwickelt, damit die Zusammenarbeit verbessert werde und nicht als technisches Spielzeug.

socialnetworks_history.gif
(Klick ins Bild für Grossansicht; Bildquelle: iMedia Connection)

Verfasst von Hans Fischer um 09:51

11.06.2009

Das 1-millionste Englische Wort

Laut BBC ("'Millionth English word' declared ") gebührt dem Term "Web 2.0" diese Ehre:

"(...) A US web monitoring firm has declared the millionth English word to be Web 2.0, a term for the latest generation of web products and services."
Logisch, gibt es Zweifel. By the way: Für eine anspruchslose Verständigung im Alltag sind laut einem älteren Beitrag von Werner Voigt 400 bis 800 Wörter nötig.

Verfasst von Hans Fischer um 14:06

Roloblog im HTR-Fokus über neue Web-Realitäten

Die Fachzeitung htr hotelrevue von hotelleriesuisse hat in der neuesten Ausgabe einen facettenreichen und spannenden Fokus über Internet-Entwicklungen und Auswirkungen auf Hotellerie und Gastgewerbe, die auch für andere Branchen gelten, geschrieben. Im Beitrag "Was heisst eigentlich ..." wird der Roloblog repräsentiert. Mit bestem Dank und ebensolchen Grüssen nach Bern ;-)

htr_rolo.jpg
(Bildquelle: htr hotelrevue)

Weitere Themen sind:

Verfasst von Hans Fischer um 10:31

09.06.2009

Twitter ist bloss Hype, ist es sicher nicht

Ja was nun? "10 Prozent der Twitter-Nutzer zwitschern 90 Prozent der Inhalte", titelt heise online heute und zitiert eine Studie der Harvard Business School (s. "New Twitter Research: Men Follow Men and Nobody Tweets"):

"(...) Sie haben herausgefunden, dass 10 Prozent der Twitterer 90 Prozent der Inhalte erzeugen. Über die Hälfte der Twitter-Nutzer "zwitschert" statistisch gesehen weniger als einmal in 74 Tagen."
Auch BBC ("Twitter hype punctured by study") relativiert die Bedeutung von Twitter und schreibt:
"(...) Micro-blogging service Twitter remains the preserve of a few, despite the hype surrounding it, according to research."
Eine völlig andere Perspektive nahm Umair Haque in seinem Harvard Business Publishing-Blog ("Twitter's Ten Rules For Radical Innovators") vor wenigen Tagen ein:
"(...) Is the hype justified? Yup: Twitter isn't just changing how we communicate — it is changing how we innovate.
Twitter is one of the world's most radical management innovators. It's revolutionary because it brings 21st Century DNA roaring raucously to life: it is a living expression of the new principles of organization and management we've been discussing."
Und zum Abschluss noch die Frage "Is the social web party over?" von The Financial Services Club Blog mit der Antwort:
"(...) Twitter, Facebook, MySpace and more could come and go as quickly as a politician’s seat in government, but their model of communication is here to stay. After all, these tools are just replacing Instant Messaging, Friendster and Friends Reunited with easier ways of socialising. In another few years, they may have been replaced again."

Verfasst von Hans Fischer um 14:28

26.05.2009

Social Media-Marketing-Mythen

Gestern haben wir "Social Media kompakt erklärt" (resp. erklären lassen). Heute nun geht es um Marketing-Mythen, die sich um Social Media und Social Networking ranken. BusinessWeek nennt im Artikel "Beware Social Media Marketing Myths" folgende Mythen:

  1. Social media sites are free: Gute gemachte Angebote brauchen Know-how und generieren teure Arbeitszeit.

  2. Social media sites are a great place to find new customers: Die meisten User der grossen Social Networks passen nicht ins Zielsegment und fokussieren ehedem auf private Interessen. Deutlich erfolgversprechender sind Engagements zu Gunsten spezialisierter Angebote und Communities.

  3. You need to be on all the big sites: Ein klarer Fokus bringt sehr viel mehr als breit gewalzter Aktionismus.

  4. Social networking sites are for marketing: Der Autor ist überzeugt, dass nicht Marketingbelange relevant sind, sondern Services, die dank der direkten Kommunikationswege schnell und glaubwürdig geleistet werden könnten (was dann natürlich doch wiederum Marketing-Relevanz generiert).

  5. Social networking is the future: Mitunter ein wichtiger, aber doch bloss ein Teil der Zukunft.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 10:24

25.05.2009

Social Media kompakt erklärt

Obwohl es von Artikeln, Studien und Postings (z.B. "Roloblog-Beiträge") zur Thematik "Social Media" und "Social Networks" nur so wimmelt, ist es gelegentlich sehr angenehm, gut verständliche Grundlagenartikel zu lesen. So sucht zum Beispiel Meedia nach Definitionen von Social Media, findet viele Ansätze und eine Essenz:

"Social Media bezeichnet interaktive Kommunikationsprozesse zwischen Individuen, die über verschiedene Plattformen des Internets ermöglicht werden."

Verfasst von Hans Fischer um 16:06

18.05.2009

Digital Natives, unsere Kinder und neue Realitäten

Unter anderem im Posting "Buchbesprechung: Digital Natives und Immigrants" haben wir auf die Generationen der "Digitial Natives" und die Annäherung von realer und virtueller Welt angetönt. Manager Magazin Online bringt unter "Die Revolution der Web-Eingeborenen" einen facettenreichen Einblick in die Welt, in welcher der Graben zwischen der Generation Web allen andern immer grösser wird. Die Essenz:

"(...) Menschen, die mit den digitalen Möglichkeiten aufgewachsen sind, lernen, arbeiten, schreiben und interagieren anders als noch die Generationen zuvor. Sie treffen und verlieben sich sogar online - im Netz kommunizieren sie mit Menschen, denen sie real vielleicht nie begegnen würden. Gegenüber den Generationen vor ihnen unterscheiden sich die digitalen Revolutionäre durch die vier folgenden Eigenheiten: 1. Die Digital Natives sind Netzbewohner, 2. Die Digital Natives sind Freigeister, 3. Die Digital Natives leben gleichzeitig, 4. Die Digital Natives sind medial."
Erklärungen und weitere Details finden sich in besagtem Artikel.

Verfasst von Hans Fischer um 09:41

Die gute alte Welt 1.0

Start in die Kurzwoche mit Geek and Poke (empfehlenswert):

20_cartoon.jpg

(Bildquelle: Geek and Poke)

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

13.05.2009

Twitter-Splitter

Auch wenn man persönlich auf die 140-Zeichen-Kommunikation problemlos verzichten kann und darf, kommt man nicht umhin festzustellen, dass Twitter derzeit einen unheimlichen Lauf hat (s. auch frühere Beiträge zum Thema). Anbei einige Twitter-News-Splitter:

  • The New York Real Times, Nicolas Carr's Blog
    "(...) Twitterification continues. Not only are other social networking sites, such as Facebook, scrambling to pour their members' energy into the realtime stream, but more traditional publishers are also adopting the Twitter model to firehose their content. Build your arks, my friends: The stream is going mainstream.

    Yesterday, it was the New York Times that took the realtime plunge with the launch of Times Wire, a jittery twittery service that the paper describes as "a continuously updated stream of the latest stories and blog posts."


  • Die Heilige Schrift im Twitter-Format, golem.de
    "(...) Die Geschichten der Heiligen Schrift sollen im Rahmen der evangelischen Twitter-Mission jeweils in nur 140 Zeichen zusammengefasst werden. Für die Aktion haben Theologen die Bibel in rund 3.000 Abschnitte aufgeteilt. Diese werden während des Kirchentags unter twitter.com/evangelisch_de getwittert. "

  • Pixelpark twittert für Lufthansa, Internet World Business
    "(...) Das deutsche Luftverkehrsunternehmen Lufthansa kommuniziert ab sofort über einen eigenen Twitteraccount mit seinen Kunden. (...) Lufthansa will zunächst einmal das Potential von Twitter austesten. Zunächst will der Konzern darüber aktuelle Angebote, reiserelevante Informationen und aktuelle News verbreiten."

  • What Twitter Needs to do for Personal Knowledge Management, FASTforward Blog
    "(...) Another part is the ability to use Twitter as a personal knowledge management system. I do this with my blog so I naturally started doing this with Twitter. I tweet or retweet links to things I want to go back to. Since it is Twitter, a social tool, I am also sharing them but in many cases that is secondary. Twitter does the social part fairly well. But the archive part is very primitive. It reminds me of del.icio.us. Once I got a few hundred links it became clumsy and I stopped using it."

  • Die Angst der Unternehmer vor Twitter, FAZ.net
    "(...) Wo Menschen sich unterhalten, wittern auch Unternehmen ihre Chance. Zum Beispiel Dell. Der amerikanische Computerbauer nutzt Twitter als Vertriebskanal und versorgt seine knapp 480.000 Follower mit speziellen Angeboten, die schon zu Umsätzen in Millionenhöhe geführt haben. Die amerikanische Kabelgesellschaft Comcast setzt Twitter für den Kundendienst ein, reagiert auf Beschwerden und kommuniziert mit Kunden. In Amerika hat sich Twitter in kurzer Zeit als Kommunikationskanal für Unternehmen etabliert."

Verfasst von Hans Fischer um 10:50

06.05.2009

Finance 2.0 - "Die erste Google-Bank"

Im Beitrag "User stehen auf Finanzen - Banker gefordert" finden sich viele weiterführende Links zur Kooperation von traditionellem Bankgeschäft und neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Manager Magazin Online bringt im Artikel "Die erste Google-Bank" nun einerseits einen Überblick über die wichtigsten Finance 2.0-Lösungen und andererseits Visionäres, da besagter Artikel auf dem Buch "Was würde Google tun?" von Jeff Jarvis basiert. Jarvis schreibt:

"(...) Banken könnten sicher etwas davon lernen. Warum sollte man nicht direkte Marktplätze einrichten, wo ich mir mein Portfolio selbst zusammenstellen kann, aus kleinen Geschäftsdarlehen, Hypotheken und Krediten an Studenten? Warum sollte man nicht die Infrastruktur einer Bank nutzen, wie Virgin Money und PayPal es praktizieren, um uns unsere finanziellen Transaktionen zu erleichtern? (...)

Auch für Finanzmärkte bietet das Internet neue Chancen. Online stehen uns neue Informationsquellen und Analysemöglichkeiten zur Verfügung, und zwar andere als die der Analysten, die im Auftrag von Kreditinstituten tätig sind. Investoren selbst können sich über Wissen, Daten, Strategien, Erfolge und Fehlschläge austauschen. Der CAPS-Service von Fool sammelt die Erkenntnisse von Investoren, um jedem Mitglied der Community behilflich zu sein. Ich habe in Covestor investiert, dort geben Börsenanleger Einblick in die nachweisliche Entwicklung ihres Handels, so dass andere an ihrer Seite investieren können. Jeder Investor kann selbst zu einem Anlagefonds werden. So kann ein erfolgreicher Investor obendrein davon profitieren, dass er richtig gelegen hat."

Der Artikel bietet viele weitere Aspekte und ist sehr zu empfehlen - das Buch selbstverständlich auch.

Verfasst von Hans Fischer um 09:31

05.05.2009

Schule der Zukunft ist virtuell und interaktiv

Auf Futurezone von ORF werden im Artikel "Soziale Netzwerke als Schule der Zukunft" Thesen zur Verschmelzung neuer Kommunikations- und Interaktionsformen mit dem Schulwesen beschrieben. Ein Auszug:

"(...) Die 14-Jährigen gestalten mit ihren Lehrern beispielsweise in Kleingruppen virtuelle Rundgänge über den Wiener Ring und lernen dabei etwas über die Geschichte der Stadt. Sie sehen die Gebäude wie Parlament und Rathaus via Google Earth und fügen die recherchierten Information daneben in einem Blog-Eintrag ein."
Ausserdem können dank Netzwerklösungen à la Facebook & Co. Themen von Schülern aus verschiedensten Klassen gleichzeitig und gemeinsam bearbeitet werden.

Dass Solcherlei spannender ist als viele der bisherigen E-Learning-Lösungen, liegt auf der Hand. Genauso wie die Tatsache, dass die Entwicklung der virtuellen Lernumgebungen noch am Anfang steht.

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

01.05.2009

Buchbesprechung: Digital Natives und Immigrants

Im Artikel "Wie Wikis der Wirtschaft nutzen" rezensiert Die Zeit die Bücher "Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen" und "Die Kunst, loszulassen", greift dabe interessante Aspekte auf und macht auf die Kluft zwischen Digital Natives und Digital Immigrants aufmerksam (s. auch Beitrag "Mitarbeiter-Loyalität dank Web 2.0-Toleranz").

Kleiner Exkurs zu Digital Natives und Digital Immigrants

Am Finance Forum 08 nannte Prof. Dr. Ewald Wessling die Generation der „Digital Natives“, also mit Internet und anderen Medien seit Kindheit an vertraute Konsumenten, als grosse Herausforderung für die Unternehmen und insbesondere für deren Marketing. Während die „Digital Immigrants“ früher im Schnitt 1,6 verschiedene Medien genutzt hätten, gelte für die Digital Natives (resp. die Web Generation) ein Schnitt von 5,4 parallel genutzter Medien.

Ein nicht „im Internetzeitalter Geborener“ könne trotz allergrösster IT- oder Gadget-Affinität nie zum Digital Native werden. Umso schwieriger gestalte sich die Aufgabe für Entscheidungsträger heutiger Marketingstrategien.

Leitmedium für Digital Natives – und damit für aktuelle und kommenden Kundengenerationen – ist laut Wessling das Internet. Nachfolgende Grafik zeigt das veränderte Medienverhalten:

wess_08.jpg

(Bildquelle: Wessling, Ewald (2008): Präs. Revolution 2.0, Seite 11)

Als Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Web 2.0-Anwendungen, respektive Interaktion und Mitarbeit der Digital Natives, nannte er:

  • Einfach – interaktiv – selbsterklärend (EIS)
  • Permanente Verfügbarkeit
  • Personalisierung
  • Authentische Kommunikation
  • Schnelle Kommunikationswege (zum Beispiel wird Instant Messaging der E-Mail vorgezogen)
  • Glaubwürde Marken
  • Gleichberechtigte Anerkennung aller User/Konsumenten/Prosumenten
  • Respekt

Verfasst von Hans Fischer um 09:58

24.04.2009

Web 2.0: Vom Affenhorden-Kritiker zum Twitterer

Über den Web 2.0-Kritiker Andrew Keen haben wir im Sommer 2006 im Beitrag "Web 2.0: Diktatur der Idioten" zum ersten Mal geschrieben. Wenn man sein Buch "The Cult of the Amateur: How Today's Internet Is Killing Our Culture" gelesen hat und nun das heute erschienene Interview mit Spiegel Online ("Bei Twitter entsteht eine neue Elite") zu Rate zieht, erkennt man einen beinahe schon radikal geläuterten Menschen, der in der Web-Sozialisierung nicht mehr nur eine Spielwiese für "Affen", sondern auch die Grundlage für eine "neue Elite" sieht:

"(...) In meinem ersten Buch konzentrierte ich mich auf das unendliche Geltungsbedürfnis der Internetnutzer. Jetzt geht es um die neuen Facts of Life. Viele Leute wollen nicht bei Web 2.0 mitmachen, weil es sie nervt. Aber sie haben keine andere Wahl. Idealismus wird durch Selbstmarketing ersetzt. Künstler, Journalisten, Musiker und Autoren der alten Schule haben keine Chance mehr. Wer überleben will, muss permanent an seinem Internet-Image feilen, seine eigene Ich-Tag aufbauen. Das Microblogging Twitter ist ein gutes Beispiel dafür. Hier ist eine neue Elite im Begriff zu entstehen. Die Hierarchie zwischen Talent und Publikum beginnt das Amateurhafte wieder zu verdrängen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:05

21.04.2009

Web 2.0, Networks & Co.: Was geht eigentlich ab?

Die Berichterstattung über soziale Netzwerke (s. frühere Blog-Postings), interaktives Marketing (s. u.a. E-Marketing wird salonfähig) und Co. hat eine hohe Pace angeschlagen. Der FAZ-Artikel "Google und Web 2.0 treiben klassische Portale in die Enge" bietet viel mehr, als der Titel vermuten lassen könnte: Einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen nämlich und damit die Chance, sich mal wieder in aller Unaufgeregtheit den Zukunftsanforderungen zu widmen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:56

20.04.2009

Einige Net-Häppchen, ...

... die während des Osterurlaubs im Newsreader hängengeblieben sind.

  • Bloggen mit gemischten Gefühlen, ECIN
    "(...) Über fünfzig Prozent der bereits bloggenden Unternehmer sehen im Bloggen vor allem eine Chance, die Interaktion mit ihren Kunden zu intensivieren. Weitere 23 Prozent der aktiv bloggenden Firmen möchten sich auf diese Weise an branchenrelevanten Debatten und Themen beteiligen. Nur 14 Prozent werten Blogs als Chance, das Firmenprofil zu stärken; elf Prozent nutzen Bloggen einfach als Mittel für die Suchmaschinenoptimierung. Nach Angaben der Studienmacher wissen zwar viele Unternehmen um die Potenziale von Blogs, könnten mit diesem Medium aber nicht umgehen, da sie den Vorteil der Transparenz fürchten."

  • Social Media Marketing: Mehr Umsatz in der Online – Community?, Business-on.de
    "(...) Millionen begeistertet Internetnutzer verbringen Unmengen von Zeit auf unzähligen Blogs und Foren, bilden Communities, posten Texte, Bilder und Videos. Die Kommunikationswege scheinen grenzenlos. Ein Grund warum sich Unternehmen mit Hilfe des Social Media Marketing an der Web 2.0-Vielfalt beteiligen wollen. Doch wo viele Wege, da auch viele Irrwege und Sackgassen. Noch will die Verkaufsansprache auf Social Networks nicht so recht gelingen."

  • Profit 2.0: Das neue Web wird gewinnbringend!, Computerwelt
    "(...) Die Anzahl jener, die Web 2.0 als reines Schlagwort ohne Substanz sehen, wird täglich geringer. Das „neue“ Web - eine Kombination aus geändertem Userverhalten und gereiften Technologien - ist längst Realität. Auch den Unternehmen ist mittlerweile klar, dass der Einsatz von Web-2.0-Elementen nicht per se zu besser funktionierenden oder neuen Geschäftsmodellen führt. Sie erkennen, dass aktuell der Erfolg im Web auf einer neuen Haltung aller Beteiligten basiert. Bei den Konsumenten sind massive Veränderungen im Informations- und Kaufverhalten bereits voll im Gange."

  • Banking 2.0: Finanzgeschäfte im Dialog, Horizont.net
    "(...) Während klassische Finanzinstitute mit Imagekampagnen den Ruf aufpolieren, sehen Anbieter wie Fidor oder Smava den Vertrauensverlust weiter Teile der Branche als Chance, um mit den Prinzipien des Web 2.0 beim Kunden zu punkten. Mit Banking 2.0 gewinnen Mitbestimmungs- und Mitverdien-Elemente an Fahrt."

  • Understanding the role of Enterprise 2.0 and moving towards a Social Business, FASTforward Blog
    "(...) In the last few years the concept of social software in the enterprise has matured significantly, but we are still grasping for a real understanding of its role, and what to call it. I believe that understanding the separation of social software and social strategies can bring us closer to seeing the complete picture."

Verfasst von Hans Fischer um 09:52

25.03.2009

Substanzielles zu Web 2.0 ...

... findet sich im bei Computerwoche im Interview mit Clay Shirky. Ein kleiner Auszug:

"(...) Der Wert, der von kooperierenden Individuen im Web geschaffen wird, wächst von Tag zu Tag. Damit Firmen davon profitieren können, brauchen sie eine bestimmte Kultur. In den nächsten fünf Jahren wird sich bei den Technologiefirmen die Spreu vom Weizen trennen und es wird sich zeigen, wer am besten aus diesem enormen Pool schöpfen kann."
Stichwort: Crowdsourcing.

Verfasst von Hans Fischer um 17:18

Corporate Getwitter wird intensiver

Unglaublich, wie viel Publizität ein auf 140 Zeichen limitierter Micro Blogging-Dienst erreichen kann. Artikel und Postings über Twitter feiern Hochkonjunktur. Neben der Tatsache, dass der grösste Teil der Tweets Ego-Content ohne nachhaltigen Wert transportiert, haben wir in bisherigen Beiträgen auch über Aspekte geschrieben, die für Unternehmen durchaus relevant (s. u.a. "How Companies Use Twitter to Bolster Their Brands") sein können. ECIN schreibt dazu unter "Twitter erobert die Geschäftswelt" heute:

"(...) O2 schätzt, dass mittlerweile über 700.000 Firmen mit twittern und somit Tag für Tag um die drei Millionen Nachrichten verschicken. (...) Fast zwei Drittel der befragten Unternehmer bekannten sich besonders beim Thema Marketing und Promoting zu Twitter und satte 42 Prozent nannten das Auffinden neuer Kontakte als Einstiegsgrund. (...) 34 Prozent der UK-Firmen bei denen die Erhebung durchgeführt wurde, überwachen auch die Twitter-Nachrichten („Tweets“) der Konkurrenz. (...) 28 Prozent der Befragten enthüllten, dass der ständige Kontakt untereinander und der Überblick, den man sich verschaffen kann, für mehr Selbstbewusstsein und positive Aussichten sorgen."
Das Ganze erinnert an die Anfangszeiten der Weblogs: Es dauerte eine Weile, bis sich gut und langfristig gemachte Coroporate Weblobs etabliert hatten und die entsprechenden Opportunitäten ausserhalb der Technology Evangelisten-Kreise wahrgenommen wurden. Ähnlich wird es sich mit Micro Blogging - oder auch Social Networks-Marketing - verhalten.

Twitter hat übrigens auch Bereiche wie Jobsuche (s. microjobs) und die Welt der Schönen und Reichen ("Why Celebrities twitter") erreicht. Wenn Sie den Twitter-Einsatz überlegen, sollten Sie diese "Liste der 20 grössten Twitter-Fehler" konsultieren.

Verfasst von Hans Fischer um 15:06

24.03.2009

E-Marketing wird salonfähig

Dass Marketing und Anwendungen wie Blogs, Micro Blogging, Wikis oder Social Networks hervorragend zusammenspielen (könnten), haben wir in einigen Beiträgen schon beschrieben und illustriert (s. Beispiele am Textende). Laut ECIN ("Marketer entdecken das Web 2.0 – endlich") hat eMarketer (s. "Marketers Moving to Social Media") festgestellt, dass die Marketingverantwortlichen langsam aber sicher die Scheu vor den neuen Kommunikationsmöglichkeiten verlieren:

"(...) Laut aktuellen Zahlen der Aberdeen Group wollen insgesamt 63 Prozent der Marketer ihr Web 2.0-Werbebudget erhöhen, 21 Prozent sogar um 25 Prozent des ursprünglichen Etats. 34 Prozent wollen keine Budgetänderung vornehmen, nur drei Prozent planen Kürzungen im Rahmen von einem bis zehn Prozent. Bei der Entwicklung von Web 2.0-Stragegien widmen die Marketer der Kommunikation mit den Konsumenten besondere Aufmerksamkeit: 39 Prozent möchten Methoden entwickeln, die Konsumenten in einen Dialog mit den Werbetreibenden treten lassen, 26 Prozent möchten verstärkt in sozialen Netzwerken werben.
Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 10:35

18.03.2009

Social Networks und die Invasion der Freunde

Sind Social Network-Freunde wirklich Freunde? Diese Frage steht im Zentrum des Zeit-Artikels "Freundschaft per Mausklick". Eines scheint klar, Network-Mitglieder mit Tausenden von virtuellen Kontakten scheinen vor allem (Eigen-)Marketingziele zu verfolgen. Die Zeit schreibt diesbezüglich:

"(...) Nur 150 Kontakte könne das menschliche Gehirn verwalten, behauptet der Anthropologe Robin Dunbar in einer Studie. Für mehr habe das Gedächtnis gar nicht die Kraft."

Verfasst von Hans Fischer um 09:41

17.03.2009

(Noch mehr) Gezwitscher bei Facebook

Dass das derzeit wohl angesagteste Social Network Facebook den Erfolge des Short-Message-Kommunikationsdienstes Twitter antizipieren wird, war klar. Wie, schreibt NZZ Online im Artikel "Facebook verändert sein Gesicht":

"(...) Die Neugestaltung der bisherigen Statuszeile ist die auffälligste Neuerung, weil sie ganz oben auf der Startseite steht. Der Frage nach den Gedanken folgte am Montag die Aufforderung: «Schreib drauf los!» Neu ist auch das Tempo, mit der diese Statuszeile jetzt auf den Seiten aller anderen Facebook-Mitglieder im virtuellen Freundeskreis auftaucht."
"Noch mehr belanglose Meldungen", ist man spontan versucht zu denken. Doch NZZ Online schreibt:
"(...) Während der Strom von manchmal interessanten, oft aber belanglosen Twitter-Infos weltweit für alle sichtbar ist, sind die Facebook-Mitteilungen nur innerhalb der eigenen Community sichtbar - also unter den «Followern», wie die «Freunde» bei Twitter genannt werden."
Und die lassen sich filtern. Besagter NZZ-Artikel beinhaltet zudem interessante Aspekte zur Entwicklung der Social Networks im Allgemeinen und Werbeanstrengungen im Speziellen.

Postings zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:04

10.03.2009

Facebook statt Krisenbewältigung

Verleger und Web 2.0-Co-Namensschöpfer Tim O'Reilly äusserte gemäss Futurezone von ORF gestern Abend während seiner Eröffnungsrede zur Emerging-Technology-Konferenz (ETech) in San Jose einen durchaus beachtenswerten Aspekt von Social Networks:

"Wir haben die schlimmste soziale Ungleichheit seit dem Ende des 19. Jahrhunderts", so O'Reilly, "und was machen unsere klügsten Köpfe? Sie schmeißen auf Facebook mit virtuellen Schafen um sich."
Dass Social Networks infantil machen, wie der Guardian geschrieben hat ("Facebook and Bebo risk 'infantilising' the human mind"), scheint gar dick aufgetragen. Dass Facebook und Co. aber häufig auf absolut unproduktive Weise während der Arbeitszeit genutzt werden, ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen.

Verfasst von Hans Fischer um 16:15

06.03.2009

Soziale Netzwerke werden Teil des Arbeitsalltags

Im Rahmen der CeBIT Global Conferences traten heute Verantwortliche von LinkedIn, Yahoo, Sevenload und Amazon auf. Bahnbrechendes sei nicht geäussert worden, ist in diversen Blogs zu lesen. Computerworld fasst die wichtigsten Statements unter "Plädoyers fürs Web 2.0" fest und schreibt unter anderem:

"(...) Für den Manager ist zudem klar, dass Social Networks keine vorübergehende Erscheinung sind, sondern eine wesentliche Komponente des Arbeitsalltags werden: "Jeder professionelle Anwender braucht ein künftig ein Netzwerk, weil er schneller arbeiten muss und sich Wettbewerbsvorteile verschaffen kann."

Verfasst von Hans Fischer um 16:54

05.03.2009

CH-Banken tun sich schwer mit Web 2.0

... schreibt Inside-IT in "Schweizer Retail-Banken: Web 2.0? Was ist das?" und begründet:

"(...) Laut IBM werden konkrete Möglichkeiten des Web 2.0 noch von praktisch keiner der untersuchten Banken genutzt. "Dabei wäre es durchaus denkbar, einen Kundenberater online anzuchatten und so unkompliziert mit der Bank in Kontakt zu treten. Diese Instrumente entsprechen heute den Gewohnheiten einer ganz neuen Generation, welche in den nächsten Jahren für die Banken immer interessanter wird", analysiert IBM."
Die Aussage von IBM Global Business Services basiert auf der Untersuchung der Sparkonto-Eröffnung bei 36 Schweizer Retail-Banken. Andere Bereiche wie E-Banking und Webauftritte werden aber ausdrücklich gelobt. Aus eigener Erfahrung wissen wir zudem, dass insbesondere in Banken-Intranets Web 2.0-Anwendungen wie Social Networks, Wikis oder Weblogs seit langer Zeit schon rege benützt werden. Entsprechende Hinweise zum Thema finden sich u.a. hier:

Verfasst von Hans Fischer um 15:25

Wissensmanagement 2.0

Das Fachmagazin "wissensmanagement" widmet die aktuelle Ausgabe Web 2.0 und dessen Einluss auf Wissensmanagement (ein Thema, das im WM 2.0-Wiki detailliert behandelt ist). Während der Hauptartikel "Quo vadis Web 2.0" keine neuen Erkenntnisse bringt (Hauptaussage: Informations- und Konsumverhalten der User hat sich verändert, Unternehmen dürfen diesen Trend nicht ignorieren), bergen Beiträge wie "Unified Communications verändert das Wissensmanagement" oder "Auf dem Weg zum Web der nächsten Generation" teilweise interessante Aspekte. Grundsätzlich tut sich das "Fachmagazin für Führungskräfte" schwer, die Thematik auf Praxislevel und auf neueste Entwicklungen herunterzubrechen. Unternehmensverantwortliche, die sich in kürzester Zeit neu ins Thema einlesen möchten, finden darin aber eine solide Informationsbasis.

Verfasst von Hans Fischer um 10:14

04.03.2009

Das Web als Kern der Veränderung

Über die derzeit laufende Cebit wird viel geschrieben. Ob Ausstellerschwund, Arnold Schwarzenegger oder technische Inhalte - wortwörtlich zentral bleibt die Tatsache, dass sich alles rund um das Internet dreht. Financial Times Deutschland arbeitet diesen Aspekt im Artikel "Überall im Netz, immer informiert" heraus und schreibt:

"(...) Rechner, die am Netz hängen, gibt es inzwischen überall: die Smartphones in den Hosentaschen, die kleinen Netbooks, die in die Handtasche passen, oder die Laptops, die sich über das Funknetz im Café ins Internet einwählen. Die Welt, die die Nutzer dort erwartet, ist noch vielfältiger als die Endgeräte: Soziale Netzwerke wie Facebook sind Treffpunkte und Informationsbörsen der digitalen Welt.

Eine junge, an die enorme Flexibilität des Internets gewöhnte Generation erwartet von ihren Arbeitgebern nun die gleiche technische Geschmeidigkeit. Sie will sich auch am Arbeitsplatz über soziale Netzwerke, Wiki-Software oder Chatprogramme vernetzten, auch wenn die Sicherheitsverantwortlichen in den Firmen deshalb Blut und Wasser schwitzen."

In der Blog-Kategorie "Web 2.0" finden sich viele weiterführende Informationen und Links.

Verfasst von Hans Fischer um 14:11

20.02.2009

Web 2.0 Killed the Media Star

Gestern haben wir im Posting "The New York Times setzt konsequent auf Web 2.0" über die Vorwärtsstrategie 2.0 der New York Times geschrieben. Die Änderungen müssen aber auf magerem Boden gedeihen: Manager Magazine Online schreibt heute unter "Verlagshaus in der Krise - "New York Times" streicht Dividende":

"(...) Mit dem Wegfall der Ausschüttung spart die New York Times Company nochmals rund 34,5 Millionen Dollar pro Jahr, nachdem sie im November die Dividende bereits massiv gekürzt hatte. Der Schritt gebe dem Konzern angesichts der unsicheren Aussichten mehr Spielraum, teilte Herausgeber Arthur Sulzberger am Donnerstagabend (Ortszeit) mit."
Spiegel Online treibt das Gedankenspiel deutlich weiter und resümiert über "Eine Welt ohne Presse":
"(...) Zeitschriften sterben, US-Zeitungshäuser beerdigen Regionalblätter - und die Zielgruppe lässt das völlig kalt. Viele Leser halten das Modell Presse für überholt. Aber wie würde eine Welt ohne Journalismus klassischer Prägung aussehen? Ein Szenario."
Falls der Titel irgendwie verwirrte, hier die Auflösung Anlehnung.

Verfasst von Hans Fischer um 16:51

19.02.2009

The New York Times setzt konsequent auf Web 2.0

Eine Ergänzung der Postings "Web 2.0: Tunnelblick der Finanzmedien" und "Der K(r)ampf der Medien": FAZ.net schreibt im Netzökonom-Blog unter "New York Times und die Revolution im Internet":

"Verleger müssen wie Google denken", rät Journalismus-Professor Jeff Jarvis den Printhäusern und meint damit die konsequente Vernetzung der Inhalte im Web 2.0 statt Isolation. Die New York Times geht diesen Weg so gradlinig wie bisher kein großes Printhaus (vielleicht mit Ausnahme des britischen Guardian). Die Zeitung stellt einen großen Teil ihrer Inhalte, zum Beispiel alle 2,8 Millionen Artikel, die seit 1981 geschrieben wurden, über eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung. Alle Internetseiten können sich darüber mit der New York Times verbinden, deren Inhalte kostenlos in ihre eigenen Seiten einbauen und sie mit anderen Inhalten zu sogenannten Mashups verknüpfen - genauso wie es Google mit seinen Landkarten oder Videos macht. Die New York Times wird also zu einem Anbieter von Daten, die von Maschinen und nicht nur von Menschen gelesen werden können."

Verfasst von Hans Fischer um 09:53

18.02.2009

Web 2.0: Tunnelblick der Finanzmedien

Über den "K(r)ampf der Medien" mit dem neuen Internet-Verständnis und den entsprechend angepassten Verhaltensweisen haben wir geschrieben. Über Negativberichterstattung klassischer Medien à la "Finanzkrise - jetzt geht's Web 2.0 an den Kragen" könnte beinahe täglich berichtet werden. Ein aktuelles Beispiel: "Web 2.0 im freien Fall" von Handelsblatt.com.

Im freien Fall sind die Bewertungen von Web 2.0-Unternehmen wie Facebook oder Twitter ja in der Tat, da muss der Redaktion durchaus zugestimmt werden. Versteht man "Web 2.0" aber als Komplex aus sozialen Nutzungsmustern und modernen Online-Technologien, dann ist Web 2.0 keinesfalls im freien Fall - vielmehr nehmen Akzeptanz und Nutzerzahlen laufend zu.

Attraktive Bewertungen von Jungunternehmen und Erfüllung von Venture Kapitalisten-Träumen fördern mitunter den Fortschritt, sind aber nicht Grundlage dafür (das hat schon Web 1.0 gezeigt). Also: "Bewertungen von Web 2.0-Unternehmen im freien Fall", müsste der Titel wenn schon lauten.

Verfasst von Hans Fischer um 11:11

13.02.2009

Börsen-Communities

Über Opportunitäten und Notwendigkeiten von Finance 2.0 informieren wir regelmässig. Boerse.ARD.de beschreibt im Artikel "Die neue Macht der Börsen-Communitys" die derzeit so angesagte Social Network-Thematik und hält fest:

"(...) Youtube, Flickr oder Facebook haben es vorgemacht. Nun wollen auch die Anleger-Portale und Online-Broker das Web 2.0 erobern. Sie wollen Anlegern eine Plattform geben, um sich auszutauschen und um voneinander zu lernen. Denn Tipps von Experten glaubt man inzwischen kaum noch."
Der ARD-Artikel ist zwar umfassend und informativ, die Schlussfolgerung bezüglich der Experten stimmt so wohl aber nicht. Erfahrungsgemäss diskutieren User untereinander und lassen die so evaluierten Tipps dann noch von einem Berufsmann checken - doppelt genäht, hält besser. Nur auf die Usermeinungen alleine verlassen sich die wenigsten. Die Phase der Interaktion während des Entscheidungsprozesses (gilt auch für andere Wirtschaftsbereiche) ist aber in der Tat sehr wichtig geworden und muss von den Unternehmen mit geeigneten Lösungen und Inhalten unterstützt werden.

Verfasst von Hans Fischer um 11:24

11.02.2009

Sammelstücke Teil 2: Semantik und Enterprise 2.0

Nach "CIO-Pflichten, Medien-Dilemma, Social Revolution" vom Morgen drängen weitere interessante Artikel auf Erwähnung:

  • Die Neuerfindung des Internets, Harvard Businessmanager
    "(...) Ein erschreckend hoher Prozentsatz von Geschäftsleuten hat noch nie vom Semantischen Web gehört. Das wirft nicht gerade ein gutes Licht auf ihre Fähigkeit, ein Unternehmen so aufzustellen, dass es mit den Folgen des Semantischen Webs umgehen oder gar dessen Chancen nutzen kann."

  • Enterprise 2.0: Gut geplant ist halb gewonnen, Silicon.de
    "(...) RSS, Blogs, Tags, Wikis, Intranet und Co.: Web-2.0-Techniken sind zwar in aller Munde. Doch wenn es um die Umsetzung geht, stehen viele Unternehmen vor einem riesigen Fragenberg. Dr. Berit Jungmann, Leiterin Stab der Geschäftsführung, und Stefan Ehrlich, Leiter der Business Unit Content and Collaboration Solutions, bei T-Systems Multimedia Solutions haben aufgezeigt, wie Web 2.0 erfolgreich in Unternehmen umgesetzt werden kann."
Zur letztgenannten Thematik passt das Posting "Die Essenz des interaktiven Marketings" (respektive die 10 konkreten Handlungsempfehlungen). Betreffend "Semantic Web" bietet der Blog zahlreiche Beiträge und weiterführende Links.

Verfasst von Hans Fischer um 14:15

CIO-Pflichten, Medien-Dilemma, Social Revolution

Manchmal ist die Zeit zum Bloggen etwas knapp, interessante Themen fallen aber immer an. Anbei einige Newsreader-Sammelstücke:

  • CIOs dürfen keine Rücksicht nehmen, CIO
    "(...) CIOs müssen in der Wirtschaftskrise den Anwendern Einschnitte beim IT-Komfort zumuten. Sie sind aus Kostengründen gezwungen, Service Levels herunterzufahren und nicht rentable Projekte gnadenlos zu streichen. Unternehmen handeln bisher kaum so, wie es die Krise verlangt."

  • "Wer überlebt, geht gestärkt aus der Krise hervor", Persoenlich.com
    "(...) Da für das laufende Jahr die Wachstumskurve des BIP nach unten zeigt, spricht PricewaterhouseCoopers von einer überproportionalen Erosion von Werbeaufträgen, welche die Schweizer Medienunternehmen in Bedrängnis bringt. Zu schaffen macht den Verlegern aber nicht nur die Rezession. Sie müssen auch auf ein stark verändertes Medien-Konsumverhalten und stetig fortschreitende technologische Entwicklungen reagieren."

  • FASTforward09: Charlene Li, FASTforward Blog
    "(...) main topic is how companies are being transformed by social technologies, starting with the statement that social media isn’t about the specific sites that are hot right now, but about engaging and forming relationships with your customers. This requires learning from the community of your customers and prospective customers by listening to what they want to do:"

  • Wie sich die digitale Zusammenarbeit verändert, Welt Online
    "(...) Allerdings haben neue Werkzeuge der Zusammenarbeit aus der Web-2.0-Welt wie Wikis, Blogs oder auch soziale Netzwerke im Büroalltag einen schweren Stand. Europaweit übersteigt die Nutzung dieser Hilfsmittel der Studie zufolge nicht die Quote von fünf Prozent. Ganz anders hingegen sieht es bei den etablierten Mitteln der elektronischen Zusammenarbeit aus: Telefonie, E-Mail, Instant-Messaging und zunehmend Web-Konferenzen sowie teaminterne Websites sind beliebt und werden häufig genutzt."

  • Knowledge Management and SME Growth, fibre2fashion
    "(...) Today success and worth of a business depend more on its intellectual capital than on its physical. Therefore, Knowledge Management (KM) has become a critical input in the growth of SMEs. Globalisation of supply chains, rapid technological advances, superior returns on intellectual capital, growing importance of knowledge-intensive industries make KM a strategic tool in the growth and success of businesses."

Verfasst von Hans Fischer um 10:42

09.02.2009

Die Essenz des interaktiven Marketings

"Was ist der Kern von Marketing 2.0?", fragte ein Leser. Im Kontext einer Nachdiplomarbeit haben Kollegen und ich u.a. geschrieben:

"Marketing 2.0 erweitert das mögliche Spektrum der Interaktion mit dem Kunden und schafft eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für interaktive Marketing-Lösungen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine offene Kommunikation und Kultur in den Unternehmen und die Bereitschaft, den Kunden als gleichwertigen Partner im Wertschöpfungsprozess anzusehen."
Aussderdem haben wir 10 konkrete Praxisempfehlungen vorgeschlagen, die nachfolgend beschrieben sind:

Potenzial-Analyse Der Einsatz von Web 2.0-Tools gilt es eingehend auf ihre Kompatibilität mit der Marketingstrategie und den daraus abgeleiteten Zielen zu analysieren. Grundsätzlich gilt zu ergänzen, dass die bis anhin verwendeten Zielgruppendefinitionen zur gezielten Ansprache mittels Massenmedien den Anforderungen nicht mehr genügen. Vielmehr hat die Segmentierung der relevanten Zielgruppen unter Berücksichtigung der Dimension „online Affinität“ zu erfolgen, um sicherzustellen, dass die angepeilten Käufergruppen auch tatsächlich mit diesen Web 2.0-Tools erreicht werden. Und noch eine generelle Feststellung: Komplexität und Dynamik der möglichen Web 2.0-Anwendungen erfordern, dass sich die Geschäftsleitung über die mögliche Tragweite des Einsatzes von Web 2.0-Tools bewusst ist und Marketing 2.0 zur Chefsache erklärt.

Ziel-Definition
Trial and Error macht im Internet Sinn. Web 2.0 und Marketing 2.0 sind aber mittlerweile so etabliert, dass diese Vorgehensweise nicht mehr zu empfehlen ist. Spott und Hohn ergiessen sich in der virtuellen Welt deutlich schneller über ungeschickt agierende Marketingabteilungen als im Offline-Geschehen. Wir erachten es deshalb als unumgänglich, konkrete Ziele für die Marketing 2.0-Vorhaben zu setzen, darauf die Weiterentwicklung und -planung zu basieren und die Ziele nach Inbetriebnahme der Lösungen auch zu kontrollieren. Drei mögliche Ziele unter Hunderten könnten lauten:

  • Der Webseiten-Traffic soll nach 3 Monaten Einführungszeit monatlich um 5 Prozent zunehmen.
  • Die durchschnittliche Verweildauer auf der Website soll bis in sechs Monaten auf mindestens 2 Minuten angehoben werden.
  • Nach 12 Monaten Einführungszeit werden monatlich 10 qualifizierte Leads erwartet.
Tool-Evaluation
Wenn Geschäftsleitungsmitglieder schon beim Wort „Weblog“ die Stirnen in Falten legen, macht es wenig Sinn, einen Auftritt in Second Life vorzuschlagen. Je nach Strategie, Zielen und vor allem auch Unternehmenskultur – Marketing 2.0 bedingt immer auch Change Management! – sind individuell passende Tools zu evaluieren. Grösstmehrheitlich werden Weblogs oder Wikis für Internet, Intranet oder Extranet gewählt werden. Gelegentlich machen auch offene oder geschlossene Social Networks Sinn. Die wenigsten Unternehmen werden sich von Beginn weg mit viralem Marketing oder mit RSS-Feed-Werbung auseinandersetzen – ausser, sie kooperieren mit externen Agenturen. Letzteres empfehlen wir aber nicht, da die Durchbrechung des klassischen Sender-/Empfänger-Kommunikationsmodells immer auch mit einem Kontrollverlust einhergeht. Es ist sicherlich besser, wenn sich Unternehmen die Marketing- und Web 2.0-Kompetenz selber aufbauen und sich nicht externen Stellen ausliefern.

Risiko-Bewusstsein
Auch im Internet gelten Gesetze und es existiert kriminelle Energie. Ausserdem ist es relativ einfach, sich mit ungeschickten Kommunikationsmassnahmen ins virtuelle Abseits zu stellen. Im besten Fall ist man wie BMW nach einigermassen stümperhaftem Suchmaschinenmarketing lediglich kurzzeitig Weg vom Fenster – respektive aus dem Google-Index –, im schlechtesten Fall ziehen ungelenke Aktionen massive Geschäftsschädigungen wie beim Klingeltonanbieter Jamba nach sich: Als die Blogosphäre festgestellt hatte, dass Jamba-Mitarbeitende unter Pseudonymen die eigenen Produkte lobten, donnerte eine virtuelle Schmählawine auf das Unternehmen ein, die noch heute Nachwirkungen zeitigt. Generell unterschätzt werden auch immaterialgüterrechtliche Belange. Für Marketing 2.0-Anwendungen zuständige Mitarbeitende ohne entsprechende Ausbildungen verwenden nicht selten ungefragt Personenbilder oder copyrightgeschützte Inhalte ohne entsprechende Abklärungen. Insbesondere in Deutschland und Österreich haben sich Juristen auf solche Belange – respektive auf Abmahnungen – spezialisiert. Generell ist festzustellen, dass im Bereich des Immaterialgüterrechtes ungleich grössere Toleranz gegenüber privaten Anwendern (zum Beispiel Bloggern oder Video-Produzenten) herrscht, als gegenüber Corporate Bloggern & Co. Letztere müssen besondere Vorsicht walten lassen. Was die eingangs erwähnte kriminelle Energie betrifft, sind Internetbetrug (zum Beispiel Nigeria-Connection), Phishing, Virenattacken oder Spionageangriffe hinlänglich bekannt. Es ist ein absolutes Muss, dass sich Unternehmen diesbezüglich weitreichende Gedanken machen und die Resultate bevorzugt auch in Form von verbindlichen Richtlinien für die (angestellten) Web 2.0-Anwender festhält.

Personal-Schulung
Es gibt nichts langweiligeres, als schlecht geschriebene Corporate Blogs, Wikis oder andere Web 2.0-Anwendungen. Ein Unternehmen kann sich äusserst schnell einen Imageschaden einhandeln, wenn Marketing 2.0 nicht von entsprechend befähigten Mitarbeitenden betrieben wird. Werden die Anwendungen vor allem für internes Marketing im Intranetbereich (zum Beispiel für Diskussionen unter Technikern und Vertrieb, etc.) eingesetzt, ist der Mitarbeiter-Know-how-Faktor sehr viel weniger wichtig als bei Anwendungen im öffentlichen Bereich. Nichtsdestotrotz braucht auch internes Marketing 2.0 Aufmerksamkeit, Kompetenz und entsprechende Ressourcen – wenn nicht, steht von Vornherein mit allergrösster Sicherheit fest, dass die Anwendungen kaum genutzt würden.

Pilot-Anwendungen
Im Sinne der bisher beschriebenen Handlungsempfehlungen liegt auf der Hand, dass strategie- und zielkonforme Anwendungen ausgiebig getestet werden müssen. Aus eigener Erfahrung ist hierfür ein möglichst heterogener Teilnehmerkreis zu wählen, der die künftigen Ziel- und Anwendergruppen gut repräsentiert oder zumindest simuliert. Bei Tests erkennen die zuständigen Mitarbeitenden, die teilnehmenden (künftigen) Konsumenten und die zuständigen Verantwortlichen in aller Regel viel Optimierungspotenzial – was als angenehmer Nebeneffekt die gefühlte Toleranz gegenüber diesen neuen Anwendungen signifikant erhöhen kann.

Lösungs-Etappierung
Strategie- und Zielabklärungen laufen idealerweise auf einer inhaltlich breiten Linie. Nach den Testläufen kristallisieren sich Bereiche heraus, deren Implementierung sich aus Sicht von Machbarkeit, Potenzial und Interessenslage aufdrängen. Verschiedene konkrete Erfahrungen im Gruppenbereich haben klar aufgezeigt, dass die Implementierung einer möglichst umfassenden, endgültigen Lösung wenig Sinn macht. Marketing 2.0 steht auch für Dynamik und laufende Weiterentwicklung. Schrittweises Implementieren, daraus lernen und weiterentwickeln ist Grundlage der möglichen Erfolgsgeschichte. Externe Beratungsunternehmen, die das Gegenteil behaupten, dürfen unseres Erachtens durchaus sehr kritisch hinterfragt werden.

Mitarbeiter-Einbezug
Wird hauptsächlich internes Marketing 2.0 betrieben, müssen die tangierten Mitarbeitenden zwingend, eingehend instruiert und geschult (E-Learning drängt sich in dem Zusammenhang auf) werden. Weiter ist stetige, kommunikative Begleitung unumgänglich, um Interesse, Akzeptanz und Interaktion erzeugen zu können. Unter anderem geht es um freiwilliges Preisgeben von Wissen – was häufig mit dem Gefühl des Machtverlustes einhergeht. Mentale Blockaden können nur aufgebrochen werden, wenn die Mitarbeitenden über Sinn, Zweck, Erwartungen, Chancen und Gefahren der Anwendungen informiert wurden und die Usability sehr gut ist. Komplizierte Anwendungen haben keine Chance auf Breitenwirkung. Werden die Marketing 2.0-Anwendungen hauptsächlich für externe Kommunikation und Interaktion eingesetzt, hat dieser Punkt der Instruktion und Information der Belegschaft nach wie vor volle Gültigkeit: Die Mitarbeitenden müssen strategie- und zielkonform Auskunft geben können, wenn sie von Aussenstehenden auf die Marketing 2.0-Anwendungen angesprochen werden.

Zielgruppen-Kommunikation
Dieser Punkt könnte von der Bedeutung her gesehen auch der erste sein. Kommunikation und Interaktion mit den Zielgruppen (intern, extern oder gemischt) sind absolut zentral. Ohne entsprechendes Engagement der zuständigen Manager und Mitarbeitenden kann sich kein Erfolg einstellen. Marketing 2.0 basiert auf Interaktion. Wenn User-Anregungen, -Fragen oder was auch immer nicht prompt, authentisch, transparent und kompetent bearbeitet und beantwortet werden, verpufft der ganze Marketing 2.0-Effekt, respektive kann sich sehr schnell eine Imageproblematik ausbilden. Unter diesem Gesichtspunkt verdeutlicht sich vorgängig formulierte Forderung nach ausreichend viel und kompetentem Personal.

Ziel-Überprüfung
Nichts ist für die Ewigkeit und im Internet wäre die Ewigkeit sowieso endlich und kurz. Das Internet als massentaugliche Plattform gibt es seit wenigen Jahren. Und trotzdem hat es sich zum Leitmedium emporgeschwungen. Diese ungeheure Dynamik setzt sich fort, weil eine riesengrosse Masse an der Weiterentwicklung mitwirkt, weil zukunftsträchtige Businessmodelle Start-ups initiieren und weil wenigstens ansatzweise das emergente Prinzip der Wisdom of Crowds zu funktionieren scheint. In diesem Kontext ist völlig klar, dass auch webbasierte Marketinglösungen eine relativ kurze Halbwertszeit besitzen. Die Wettbewerbs- und Internetentwicklung muss laufend im Auge behalten und analysiert werden. Die Zielsysteme sind entsprechend zu adjustieren und die Marketing 2.0-Massnahmen anzupassen. Wer die Kapazität oder Ressourcen für diesen laufenden Prozess nicht hat, sollte sich mit Web 2.0 nicht die Finger (oder wenigstens Kapital) verbrennen.

Verfasst von Hans Fischer um 14:26

Twitternde Web 2.0-Grössen

Ohne zu urteilen (und selber zu twittern), muss dem 140-Zeichen-Selbstdarstellungs-Gewitscher schon Respekt gezollt werden: Twitter ist derzeit äusserst angesagt (s. auch bisherige Beiträge). Verblüffend ist die Liste von twitternden Web 2.0-Spezialisten. Auf der von Susan Scrupski unterhaltenen Liste finden sich einige sehr klangvolle Namen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:42

06.02.2009

Social Software setzt den Siegeszug fort

Was Social Software wie Blogs, Wikis oder Social Networks sind und leisten (insbesondere auch in der Finanzbranche), findet sich in unzähligen Postings in der Web 2.0-Blogkategorie oder natürlich auch im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki beschrieben. Wie etabliert Social Software in den USA schon ist, schreibt Computerworld im Artikel "Social Software setzt sich durch":

"(...) 49 Prozent der befragten Unternehmen teilten mit, dass sie derzeit Social Software für den Aufbau sozialer Netzwerke einsetzen. Im Jahr 2007 waren es erst 27 Prozent gewesen. Die Zahl derjenigen Unternehmen, die angaben, keine Social-Media-Anwendungen einzusetzen, sank im Jahresvergleich von 43 Prozent auf 23 Prozent."
Befragt wurden in den Jahren 2007 und 2008 rund 210 Unternehmen aus der "Inc. 500"-Liste - am schnellsten wachsende Unternehmen in Privatbesitz.

Verfasst von Hans Fischer um 10:51

04.02.2009

Krisenwinnler Social Networks?

Das Social Network LinkedIn startet eine deutschsprachige Plattform und konkurrenziert damit in erster Linien XING. Details des Rollouts finden sich heute in unzähligen Medien (s. Google News). Manager Magazin Online spekuliert im Beitrag "Neuanfang im 'nuklearen Winter'" über Chancen in Krisenzeiten:

"Alle Angelegenheiten und Probleme, mit denen wir uns derzeit auf der ganzen Welt konfrontiert sehen, sind globaler Natur - also müssen auch die Lösungen global sein", wirbt Eyres. Er ist sich sicher: "LinkedIn wird die aktuelle Krise überstehen." Und nicht nur das: "Wir werden für viele Unternehmen Überlebensmechanismus sein."
Einen völlig anderen Ansatz wählt die Welt im Artikel "Online-Netzwerke pfeifen auf das einfache Volk". Beschrieben werden die Vorteile der Fokussierung auf Kader und Akademiker. In der Ausgrenzung von Handwerkern und einfachen Angestellten wird aber auch ein grosses Risiko gesehen:
"Am Ende komme es vor allem darauf an, wer die meisten Mitglieder habe, egal aus welcher Berufsgruppe. Die Business-Plattformen konkurrieren dabei immer mehr mit Massen-Portalen wie Facebook: Dort wird es künftig wohl neue Funktionen für Firmen geben."
Apropos Social Networks: Die Presse schreibt unter "Realitätsflucht: Arbeitslose stürmen Blogs und Web-Netzwerke":
"Die zunehmende Arbeitslosigkeit treibt immer mehr Menschen ins Internet. Während vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise die Zahl der Arbeitslosen steigt, nimmt gleichzeitig auch die Nutzung von Web-2.0-Angeboten zu. Jobsuchende, die unfreiwillig über deutlich mehr Freizeit verfügen, stürmen Blogs, soziale Netzwerke und Online-Games, um sich Ablenkung zu verschaffen. Wie das Wall Street Journal berichtet, spielen Online-Angebote für Arbeitslose eine wichtige soziale Rolle."

Verfasst von Hans Fischer um 13:22

30.01.2009

Kundenbindung im Online-Handel

Jüngst haben wir geschrieben:

"(...) Web 2.0 steht im Kern für ein verändertes User- und Kommunikationsverhalten. (...) Tools und Anwendungen verändern sich stetig, der veränderte Stellenwert des Internets als Kommunkations- und Interaktionsplattform, als Community-Arrangeur, als Wissensmanagement-Katalysator oder als Grundlage für Konsumentscheide aber bleibt."
Wem das zu wenig griffig ist, findet im Beitrag "Fünf Tipps zur Kundenbindung im Handel" von IT-Business handfeste Beispiele für die Auswirkungen der veränderten Internetwahrnehmung und -handhabung auf die reale Wirtschaft. Einige Auszüge:
"Der potenzielle Kunde möchte selber wählen, wie er sich informiert. Deshalb ist für einen professionellen Online-Auftritt die Kommunikation über mehrer Kanäle ein Muss. (...)

Potenzielle Käufer informieren sich heutzutage erst einmal im Internet über das Produkt. Dabei vertrauen sie den Ratschlägen von Dritten eher als denen des Anbieters. (...)

Mit der Recommendation-Funktion, wie beispielsweise Amazon sie eingesetzt, werden dem Kunden automatisch Produkte empfohlen, die mit dem aktuellen Suchbegriff oder einem zuvor schon einmal gekauften Artikel verwandt sind. (...)"

Die im letzten Zitat angesprochene Longtail-Thematik haben wir unter anderem im Posting "Verleger, Web 3.0 und Semantik-Wirrnisse" beschrieben und illustriert.

Verfasst von Hans Fischer um 15:24

28.01.2009

Mitarbeiter-Loyalität dank Web 2.0-Toleranz

Im Posting "Web 2.0: Unternehmen-Nutzen und Talent-Garantie" haben wir geschrieben, dass gewisse Web 2.0-Anwendungen für jüngere Arbeitnehmer schlicht und einfach ein Must seien. ZDNet.de zitiert im Artikel "Studie: Internet-Generation nutzt im Büro eigene Tools" nun eine Studie von Accenture mit folgenden Worten:

"(...) 14- bis 32-Jährige wollen im Beruf ihre eigenen Anwendungen verwenden und über Instant Messaging sowie Social-Network-Plattformen wie Facebook kommunizieren. Mindestens jeder dritte Berufstätige in dem Alter nutzt diese Kanäle für seine Arbeit. Etwa jeder zweite davon tut es ohne Wissen seines Arbeitgebers."
Das wussten (oder vermuteten) wir ja. Interessant ist die Schlussfolgerung:
"(...) "Der Umgang von Millennials mit Technologie fördert die Entwicklung, dass Unternehmen mehr Interaktionen und Prozesse internetbasiert und in Echtzeit abwickeln." (...) "Die Millennials werden den Wandel hin zu einer flexibleren und internetorientierten IT vorantreiben."
Und wenn man die Möglichkeiten der Millennials (oft auch "Digital Natives" genannt) einschränkt? Dann werden sie sich nach Kräften einen passenderen Arbeitgeber suchen, zeigen sich sowohl die Accenture-Verantwortlichen als auch andere Consultingsunternehmen überzeugt.

Verfasst von Hans Fischer um 15:51

Nervt "Web 2.0" oder doch bloss die Veränderung?

Seit die Finanzkrise wütet, richtet sich immer häufiger Frust gegen den Begriff "Web 2.0". "Nervig", "unnütz", "völlig überbewertet", etc. lautet der Kontext.

Nun, Web 2.0 steht im Kern für ein verändertes User- und Kommunikationsverhalten. Ob dies nun von Social Network-Anwendungen, Blogs, Wikis, Mashups oder was auch immer getragen wird, ist völlig egal. Tools und Anwendungen verändern sich stetig, der veränderte Stellenwert des Internets als Kommunkations- und Interaktionsplattform, als Community-Arrangeur, als Wissensmanagement-Katalysator oder als Grundlage für Konsumentscheide aber bleibt. So gesehen, kann der Begriff "Web 2.0" eigentlich nicht nerven. Ausser, man ärgert sich über die gesellschaftliche Veränderung an sich, was - aus subjektiver Sicht und entsprechend formuliert - natürlich absolut legitim ist.

Selbstverständlich gibt es auch sehr viele positive Artikel zu lesen (denen es gelegentlich ebenfalls an kritischer Distanz mangelt). Anbei eine kleine Sammlung neuerer Artikel beider Couleur:

Verfasst von Hans Fischer um 13:57

27.01.2009

Der K(r)ampf der Medien

Das Internet hat sich in Rekordzeit zum neuen Leitmedium aufgeschwungen und die Finanzkrise rüttelt an den Grundfesten der Traditionshäuser: Die alteingesessenen Medienunternehmen sehen sich zwangsläufig mit völlig neuen Denk- und Strategieansätzen konfrontiert. Zur Ausgangslage schrieb die NZZ anlässlich der Verlegertagung ("Die Zukunft der Medien"):

"(...) Es ist noch nicht so lange her, da konnten Schweizer Tageszeitungen auf den beiden Säulen Lesermarkt und Werbemarkt gut bestehen. Neben der gegenwärtigen Krise machen ihnen nun auch die Veränderungen in der Medienbranche zu schaffen. Vor kurzem lauerte die Gefahr noch in Form von Gratiszeitungen und dem Internet. Die Wirtschaftskrise hat die Probleme noch verstärkt, doch nun drängen auch noch neue Akteure in den Markt, weshalb rasch effiziente Geschäftsmodelle gefragt sind."
Die Financial Times Deutschland verdeutlicht die Thematik und schreibt im Artikel "Die Zukunft der Medien - Welt ohne Verleger":
"(...) Ein Zwei-Fronten-Krieg für die alteingesessenen Medienkonzerne: Sie werden von großen aber auch von kleinen, unabhängigen Inhalteanbietern attackiert, die Neuigkeiten über ihre Blogs oder Netzwerke verbreiten und praktisch keine Distributionskosten haben. Und sie konkurrieren um die Werbekunden im Netz nicht mehr nur mit den alten Wettbewerbern, sondern mit einer Fülle neuer Anbieter, die bei der Nutzung der neuen Möglichkeiten oftmals innovativer sind - etwa, wenn es gilt, die Werbung gezielt zu platzieren und mit dem Konsumenten zu kommunizieren."
Werden die inhaltliche Kompetenz und die Möglichkeiten der neuen Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten kombiniert und daraus neue, auf individuelle User-Bedürfnisse abgestimmte Inhalte aggregiert, haben hätten die traditionellen Medienunternehmen aber zweifelsohne eine hervorragende Ausgangslage.

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

21.01.2009

Cyborgs und die Versklavung durch Maschinen

Ein ziemlich abgefahrener Titel, zugegeben. Aber über Cyborgs haben wir ja schliesslich gelegentlich schon geschrieben. Unter anderem im Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" oder im Posting "Bang - und die Cyborgs rücken näher".

Nun wird es aber richtig spacig: Spiegel Online lässt im Artikel "EVOLUTION 3.0 - Wie Maschinen uns eines Tages versklaven könnten" die Evolutionstheoretikerin Susan Blackmore sagen:

"(...) Haben wir ungewollt einen dritten Replikator freigesetzt, der auf menschlichen Memen huckepack reitet? Ich glaube ja. Die Informationen, die diese Maschinen kopieren, sind nicht menschliche Sprache oder Bewegungsabläufe. Es sind digitale Informationen, die um den verfügbaren Platz in riesigen Servern und elektronischen Netzwerken konkurrieren, wobei sie durch elektronische Prozesse mit extrem hoher Güte kopiert werden. Wenn erst einmal alle drei Vorgänge – Kopieren, Variation und Selektion – von diesen Maschinen durchgeführt werden, wird meiner Meinung nach tatsächlich ein neuer Replikator entstanden sein. Wir könnten diese Replikatoren der dritten Ebene als "Teme" (technische Meme) oder "Treme" (tertiäre Meme) bezeichnen. Egal wie wir sie nennen, sie und ihre Kopiermaschinen sind nun da. Wir dachten, wir hätten schlaue Werkzeuge erfunden, die unserem eigenen Vorteil dienen, doch in Wirklichkeit haben uns blinde, unaufhaltsame evolutionäre Prozesse ausgenutzt, als Sprungbrett zur nächsten Ebene der Evolution."
Das ist doch mal wieder ein intellektueller Challenge ;-) Die Details finden sich in besagtem Artikel. Als "Mem" wird laut Wikipedia eine Gedankeneinheit bezeichnet, die sich durch soziologisch-dynamische Prozesse vervielfältigt (reproduziert) und auf diesem Weg ihre Existenz (als Replikator) sichert; z.B. ein Gerücht, das weiterverbreitet wird.

Verfasst von Hans Fischer um 14:35

20.01.2009

Virtuelle Ersatzeltern für Soldatenkinder

Klingt ziemlich abstrus, nicht? Heise online liefert die Erklärung im Artikel "Pentagon: Virtueller Ersatz für Vater oder Mutter im Kampfeinsatz":

"(...) Daher überlegt man sich auch, wie man mehr für die Kinder und Partner machen kann, wenn Vater oder Mutter bzw. Partner im Einsatz sind (...) Die Defense Centers of Excellence for Psychological Health and Traumatic Brain Injury glauben, eine Lösung gefunden zu haben. Besonders für die Kleinen könne es gut sein, wenn sie während der Abwesenheit des realen Elternteils zumindest einen virtuellen Ersatz hätten. In einer Ausschreibung (...) wird um Vorschläge für die Entwicklung eines multimedialen Computerprogramms gebeten, das es Kindern erlauben soll, mit dem virtuellen Elternteil zumindest einfache, aber überzeugende Gespräche führen zu können."
Da sässe John-Boy also vor dem Bildschirm und würde von seinem virtuellen Soldatenelternteil ein "Ich Dich auch, Süsser" auf die "Ich liebe Dich"-Aussage zu hören bekommen.

Diese Pentagon-Anfänge klingen zweifelsohne etwas plump. Sie läuten aber eine neue Qualität der Kommunikation ein, die in Science Fiction-Filmen in vielfältiger Art und Weise schon thematisiert wurde.

Verfasst von Hans Fischer um 11:26

16.01.2009

Hudson - und plötzlich machte Twitter(n) Sinn

Nicht zu Unrecht fragen sich viele, warum den meistens so unglaublich belanglosen, maximal 140 Zeichen langen Twitter-Inhalten überhaupt Beachtung geschenkt wird. Nun, Mikro-Blogging im unternehmensinternen oder -externen Einsatz hat fallweise natürlich absolut seine Berechtigung. Grösstmehrheitlich ist das Ganze aber Privatgezwitscher ohne Anspruch auf öffentliches Interesse.

Mit der Airbus-Notlandung auf dem Hudson River hat Twitter nun aber eine neue Dimension betreten. Spiegel Online schreibt im Artikel "Da ist ein Flugzeug im Hudson River. Verrückt.":

"(...) Es war eine Sternstunde für Twitter, den seltsamen Kurznachrichtendienst: Viel schneller als über die professionellen Medien verbreiten sich dort erste Informationen und Fotos über die Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River. Schlägt nun die Stunde des Bürgerjournalismus?"
In besagtem Artikel wird detailliert auf die "Feuertaufe als echtes Nachrichtenmedium" eingegangen. Letzteres bezieht sich vor allem auf die Geschwindigkeit der Nachrichtendistribution nach der Notwasserung, denn inhaltlich wurden schon einige Krisen- und Unglückssituation über Twitter kommuniziert.

Verfasst von Hans Fischer um 16:07

"Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube"

Eine spannende Ausstellung "Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube" hat von heute bis am 15. Februar in der kestnergesellschaft, Hannover, geöffnet - und ist auch im Internet mit spannenden Inhalten präsent. Die Verantwortlichen schreiben zur Ausstellung:

"Das Internet verändert unseren Umgang mit Wissen radikal. Wie wir Wissen heute schaffen und ihm eine Form geben, es verbreiten, archivieren und darauf zugreifen, unterscheidet sich in vielfältiger Weise von früheren Verfahren. Zugleich setzen die digitalen Möglichkeiten neben partizipativen Elementen auch eine Ästhetisierung in Gang, die vielfältige Erscheinungen von Wissen und neue Formen der ästhetischen Erfahrung schafft.

In Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) und der Leibniz Universität Hannover entzündet die Ausstellung »bookmarks | wissenswelten von der keilschrift bis YouTube« eine Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Wissenskultur am Beispiel ihrer populärsten Ausprägung YouTube – und konfrontiert sie mit 42 wertvollen Büchern, Schriften und Exponaten der vergangenen Jahrhunderte aus der Schatzkammer der GWLB, sowie einer Keilschrift aus der Sammlung des Museums August Kestner (MAK). Viele dieser Schätze können in der Form erstmals öffentlich gezeigt werden – Originale, die von Paradigmenwechseln in der Wissensproduktion vergangener Zeiten erzählen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

Social Senior Networking

Spiegel Online fasst im Artikel "Ansturm der Älteren" eine Studie des PEW Internet & American Life Project zusammen und hält fest:

"(...) Während sich die Zahl der Jugendlichen unter 18 Jahre in den sozialen Netzen nicht mehr groß verändert, ziehen also die Älteren nach - und das immer schneller.

(...) Eine Veränderung des Nutzerprofiles in Richtung einer zahlungskräftigeren, älteren Kundschaft käme ihnen [den Werbetreibenden] gelegen. In Bezug auf die US-Dienste scheinen sogar noch ganz andere Dinge möglich: Laut PEW-Studie bieten sich MySpace und Co. für die gezielte Ansprache spezifischer ethnischer Gruppen an. Denn in Social Networks seien Minoritäten überproportional vertreten. (...) Das alles, argumentiert Douglas MacMillan in einem aktuellen Beitrag der "Business Week", eröffne Chancen für zielgruppenspezifische Werbung."

Höchste Zeit, sich mit Marketing 2.0 - oder "interaktivem Marketing" für alle, welche die 2.0-Endung nicht mögen - beschäftigen.

Social Network für Senioren-Links finden sich u.a. im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 09:21

13.01.2009

Internet-Taschenrechner vom Feinsten

news.de verweist im Surftipp "Rechnen mit dem Web 2.0-Taschenrechner" auf den abgebildeten Web2.0-Calc und den vor allem bei Mathematikern und Informatikern beliebten eCalc.

web20ecalc.bmp

(Bildquelle: Web2.0calc.com)

Der erste Rechner trägt seinen "Web 2.0"-Namenszusatz übrigens aus folgendem Grund:

"(...) Bereits gelöste Probleme können unter einem selbstgewählten Namen samt Beschreibung abgespeichert werden. Auch der Vernetzungsgedanke trägt hier Früchte: Dem Anwender steht es mit der Funktion «Shared Calculations» frei, seine Ergebnisse mit anderen zu teilen oder Rechenweisen anderer Nutzer zu verfolgen."

Verfasst von Hans Fischer um 14:27

Marketing-Trends 2009 & Web 2.0-Bashing

Anderson Analytics hat die rund 2000 Mitglieder der Marketing Executives Networking Group nach den Marketing-Top-Trends 2009 befragt. Im Resultat der Befragung findet sich u.a. dieser Punkt:

"(...) Twice as many marketers are “sick” of hearing about Web 2.0 and related buzzwords such as “blogs” and “social networking” compared to last year’s survey; however, marketers still admit they don’t know enough about it. This was evident in the results of a social media study MENG released on November 6, 2008 showing 67% of executive marketers consider themselves beginners when it comes to using social media for marketing purposes."
Interessant ist nun, wie der Fachdienst ECIN das im Artikel "Fünf Marketing-Trends für 2009" übersetzt und zusammenfasst:
"(...) Der große Hype ums „Web 2.0“ ist für viele Marketer ein rotes Tuch geworden; Trend Nummer vier ist eine wachsende Ablehnung von Begriffen wie „Blog“ oder „soziales Netzwerk“. Die Diskussion über das Web 2.0 sei übersättigt und hat viele Erwartungen nicht erfüllt."
Den zweiten Teil, wonach die Marketingspezialisten grossen Nachholbedarf an Wissen um ebendiese Anwendungen und daraus resultierenden Marketingopportunitäten äusserten, haben die ECIN-Journalisten nicht mitgeliefert - was die Aussage verzerrt. Wahrscheinlich ist es zurzeit halt einfach opportun, die neueren, etablierten Internet-Verhaltensweisen und -Anwendungen zu bashen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:33

07.01.2009

Verleger, Web 3.0 und Semantik-Wirrnisse

Die NZZ in allen Ehren, aber in der Berichterstattung über die gestrige Verlegertagung ("Die Zukunft der Medien") ist folgende Passage wenig gelungen:

"(...) Der Schlüsselbegriff dazu heisst Web 3.0. Gemeint ist damit ein semantisches Verfahren, das die Bedürfnisse der Nutzer, etwa auf Grund des Klickverhaltens, erfasst. So bietet etwa der Online-Buchhändler Amazon den Kunden jeweils eine maschinell generierte Liste weiterer Bücher an, die sie interessieren könnten.

Die Daten errechnen sich in Sekundenschnelle aus Hunderttausenden von Kundenprofilen und die Trefferquote, das heisst die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein zusätzliches Buch gekauft wird, ist hoch. Der Vorteil eines solchen Verfahrens ist, dass auch Marginalien gefördert oder gefunden werden."

Was Web 3.0 dereinst wirklich sein könnte, ist unter anderem im Beitrag "Web 3.0 und die Bedeutung der Bedeutung" oder im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki festgehalten. Der Begriff "Semantik" selber steht für Bedeutungslehre. Beim Semantic Web geht es um:
"(...) Die Vision des semantischen Web von Tim Berners-Lee, dem Begründer des World Wide Web, sieht eine Erweiterung des WWW um maschinenlesbare Daten vor, die die Bedeutung der Inhalte beschreiben. Hinter die sichtbaren Online-Daten soll also eine zweite unsichtbare Informationsebene treten. Diese liefert in einer für Computersysteme verständlichen Sprache semantische Annotationen, letztlich genaue Definitionen von den online publizierten Daten und deren Zusammenhänge."
Und was im NZZ-Artikel im Zusammenhang mit Amazon und den Büchervorschlägen genannt wird, hat mit Web 3.0 nichts zu tun, sondern nennt sich The Long Tail:

long tail_422px.jpg

Im Zentrum steht die Ausnützung der Kostenvorteile im Internet. Bis zu einem gewissen Grenzkostensatz (vertikale Linie in der Abbildung oben) ist klassischer (stationärer) Versandhandel ökonomisch sinnvoll. Wenn eine Internetplattform gebaut und in Betrieb ist, sind die Kosten für den Verkauf von zusätzlichen Produkten minimal. Konkret: Ob eBay 1'000’000 oder 1'000'001 Produkte anbieten, resultiert in gleich hohen Betriebs- und Unterhaltskosten. Deshalb können Long Tail-Produkte angeboten werden. Bestellt man zum Beispiel bei Amazon einen Beststeller, werden Bücher als Tipps angezeigt, die teilweise Kleinstauflagen haben. Die Masse solcher Long Tail-Produkt-Bestellungen generiert aber enorme Umsätze ausserhalb der Bestsellerbereiche.

Verfasst von Hans Fischer um 09:43

05.01.2009

Vertrauensseeligkeit 2.0

Web 2.0 charakterisiert sich ja unter anderem durch die aus Kundensicht selbstverständliche und aus Unternehmersicht notwendige User-Interaktion. Wie Interaktion unter Kunden und Interessenten das Konsumverhalten beeinflussen kann, zeigt exemplarisch die Hotelbranche (s. "Web 2.0 in der Hotellerie"). Auch wenn sich Kaufentscheide vermehrt auf aggregierte Konsumentenmeinungen und nicht mehr auf Hochglanzpostillentexte der Unternehmen stützen, sollte der gesunde Menschenverstand dabei nicht vergessen werden. Welt Online schreibt dazu im Artikel "Bei Online-Empfehlungen ist Vorsicht geboten":

"(...) Viele Beiträge in Verbraucherforen, in denen jeder von der Auspuffanlage bis zur Zahnarztpraxis alles bewerten kann, lesen sich wie Werbebotschaften aus dem Prospekt. Zufall? Verbraucherschützer beklagen gezielte Manipulationen durch Unternehmen. "Man sollte diese Foren sehr kritisch nutzen", sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen."
Allzu offensichtlich "manipulierte" Angebote setzen sich langfristig ehedem nicht durch. Nachhaltiger Marketingnutzen wird nur erzielt, wenn die Angebote glaubwürdig und transparent sind und von den Usern entsprechend wahrgenommen und weitergereicht werden.

Verfasst von Hans Fischer um 09:55

23.12.2008

Gesunde "Soziale Schrumpfung"

Technology Review schreibt im Artikel "Gesunde Schrumpfung":

"(...) Wenn man derzeit einen Blick ins Silicon Valley wirft, stellt man schnell fest, dass die Luft aus der Blase, die in den letzten Jahren unter dem Label "Web 2.0" lief, langsam zu entweichen scheint. Abgelassen wird sie nicht nur durch die aktuell schwere wirtschaftliche Lage. Von größerer Tragweite ist, dass sich immer mehr Geschäftsmodelle als nur schwerlich umsetzbar erweisen. Nahezu alle Start-ups aus dem einst so heißen Bereich der Social Networks schrumpfen derzeit."
Nun, wenn der Wildwuchs an sozialen Netzwerken ausgedünnt wird, ist das noch lange nicht mit dem Niedergang von Web 2.0 gleichzusetzen. Web 2.0 ist weit mehr als Community-Plattformen und Blogs. Web 2.0 ist eine Haltung und hat viele Facetten. Dazu gehören Anwendungen, Technologien, neue Kommunikationsmodelle, interagierende User und angepasstes Konsumverhalten. Als Ganzes lässt sich die Zeit nicht mehr zurückdrehen: das Internet hat Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nachhaltig beeinflusst - Krise hin oder her.

S. auch: "Verfangen im Web 2.0", Financial Times Deutschland, 23.12.2008

Verfasst von Hans Fischer um 09:05

12.12.2008

Weniger Budget = > mehr Marketing 2.0

Blog-Leser wissen um Spielarten und Beispiele, die 10 wichtigsten Handlungsempfehlungen und andere Aspekte von Marketing 2.0. Die Kombination von Web 2.0 und Marketing nimmt in Zeiten der sinkenden Marketingkommunikations-Budgets massiv an Bedeutung zu.

Virale Kampagnen, externe Kommunikation mit Corporate Blogs oder Wikis, Social Network Marketing, etc. haben den Vorteil, dass die Unternehmen kostengünstig User und Kunden erreichen können. Nachteile: Die Kommunikationskontrolle im Rahmen des klassischen Sender-Empfänger-Kommunikationsmodelles geht verloren und vor allem funktioniert Marketing 2.0 nur, wenn die Massnahmen adäquat und gut sind. Virale Kampagnen sind Rohrkrepierer, wenn sie nicht ansteckend sind oder als manipulativ empfunden werden. Corporate Blogs sind ätzend, wenn die Verfasser keine journalistischen Kenntnisse haben. Interaktion in Social Networks bleibt Wunschgedanke, wenn den Community-Mitgliedern nicht echte Werte geboten werden.

Kurz: Im Marketing 2.0 kann man sich so schnell wie nachhaltig blamieren. Die Entscheidung pro/contra Marketing 2.0 sollte von höchster Stelle (mit-)getragen werden. Ausserdem muss intern Know-how aufgebaut werden. Angesichts des erwähnten Kontrollverlustes über die Information ist eine vollständige Auslagerung der Marketing 2.0-Aktivitäten sicherlich wenig empfehlenswert. Demgebenüber ist klar, dass Marketing 2.0 enormes Potenzial und bei gelungenen Aktivitäten einen höchst attraktiven ROI bietet.

Passender Medienbeitrag von heute:

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

25.11.2008

Auf ein Wort zum Web 2.0, 3.0. 4.0-Gebrabel

Computer Zeitung schreibt im Artikel "Trendforscher: Was uns im SmartWeb erwartet":

"(...) Web 3.0 steht vor der Tür und bietet große Chancen für Marken, Medien und Agenturen"
Das mit den Chancen stimmt durchaus. Nur steht Web 3.0 nicht vor der Tür. Die sogenannten Web 3.0-Anwendungen sind derzeit in etwas so semantisch, wie ein Autonavigationssystem intuitiv ist.

Tim Berners-Lee und viele andere kluge Köpfe forschen seit Jahren an der diesbezüglichen Weiterentwicklung des Internets. Den kurz bevorstehenden grossen Durchbruch zum begreifenden, Wissen repräsentierenden und Informationen automatisch in Beziehung setzenden semantischen Internet propagieren diese Forscher aber nicht. Trendforscher haben offensichtlich eine andere Perspektive.

Wie auch immer: In besagtem Artikel ist nicht viel mehr als eine Ansammlung von Schlagwörtern (unter anderem schon "Web 4.0") zu finden. Besser, man konzentriert sich aus Unternehmens-Perspektive derzeit auf Web 2.0; das bietet nämlich ausreichend Potenzial (s. auch Beiträge "10 Web 2.0-Handlungsempfehlungen" und "Online-Marketing, zweite Generation").

Verfasst von Hans Fischer um 10:34

10 Web 2.0-Handlungsempfehlungen

Im Rahmen einer Weiterbildung an der HSG wurde mit Kollegen das Potenzial von interaktivem Marketing (s. auch Beitrag "Online-Marketing, zweite Generation") analysiert. Dies auf der Basis von praktischen Erfahrungen (Erfolge und Misserfolge) sowie Einbezug der aktuellen Forschung. Neben vielen weiteren Aspekten resultierten unter anderem 10 konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmens- und Marketingverantworliche, die nachfolgend ohne Detail-Erklärungen abgebildet werden (Interessierte können die Ausführungen gerne kostenlos beziehen):

  • Analysiere Potenziale innerhalb der vier Kernaufgaben* des Marketings
  • Definiere konkrete Ziele
  • Evaluiere passende Tools
  • Mache Dir Risiken und Gefahren bewusst
  • Schule oder akquiriere entsprechend befähigtes Personal
  • Teste Tools und einzusetzendes Personal mit Pilotanwendungen
  • Etappiere auf Basis der Testergebnisse und wähle einen ersten Teilbereich
  • Informiere und instruiere die übrige Belegschaft vor dem Launch
  • Kommuniziere die Neuerungen und interagiere mit den Zielgruppen
  • Überprüfe laufend die Zielerreichung und adjustiere das Zielsystem
Wird nicht so oder ähnlich verfahren, ist die Wahrscheinlichkeit eines Flops erfahrungsgemäss sehr gross.

*Kundenakquisition, Kundenbindung, Leistungsinnovation, Leistungspflege

Verfasst von Hans Fischer um 10:06

24.11.2008

"Online-Marketing, zweite Generation"

FAZ schreibt im Artikel "Online-Marketing, zweite Generation":

"(...) 40 Mitarbeiter hat der Computerkonzern Dell abgestellt, die nichts anderes tun als mit Internetnutzern in Blogs oder Foren über die Produkte des Hauses zu kommunizieren. „Wir haben realisiert, dass unsere Kunden im Internet über uns und unsere Produkte sprechen, und wir haben die Chance, an dieser Konversation teilzunehmen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Sie weiß warum. Allein über den Micro-Blogging-Dienst Twitter habe Dell 500000 Dollar Umsatz generiert. Diese digitale Mundpropaganda hat sich zuerst in den Vereinigten Staaten, nun aber auch in Deutschland zu einem Teil des Marketings entwickelt, der sich nicht mehr ignorieren lässt."
Was mit dem konkreten Dell-Beispiel beginnt, wird mit vielen weiteren Aspekten ergänzt. Emfpehlenswert.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:47

21.11.2008

Virtuelles Krankenhaus "Second Health"

VDI nachrichten schreibt im Artikel "Medizin 2.0: Der Avatar im weißen Kittel":

"(...) Web-2.0-Technologien erlauben Gesundheitsvorsorge außerhalb des Wartezimmers. In virtuellen Kliniken und Praxen studieren Spezialisten digitale Krankenakten, schreiben Rezepte oder Überweisungen und teilen Befunde mit. Vorreiter ist Großbritannien, das mit Polikliniken und niedergelassenen Ärzten unterversorgt ist."
Die kommenden Generationen - die Digital Natives - werden reine Offline-Angebote schlicht nicht mehr akzeptieren. Das betrifft insbesondere auch die Finanzbranche, wie wir u.a. in folgenden Beiträgen und Fachartikeln festgehalten haben:

Verfasst von Hans Fischer um 10:57

20.11.2008

Youtube-Erfolge mathematisch entschlüsselt

YouTube kennen mittlerweile wohl alle. Die ETH Zürich schreibt im Beitrag "Youtube-Nutzung entschlüsselt" nun:

"(...) Weshalb werden einzelne Videos auf YouTube millionenfach angeschaut, während 90 Prozent der Beiträge nur einzelne Zuschauer finden? Eine neue Studie zeigt, dass die wachsende Aufmerksamkeit in sozialen Systemen wie der YouTube-Gemeinschaft nach bestimmten, wiederkehrenden Mustern verläuft. Mit mathematischen Modellen können diese beschrieben werden."
Details finden sich in besagtem Artikel von ETH life. Spannend ist insbesondere diese Schlussfolgerung:
"(...) Cranes Ergebnisse sind besonders für Anwendungen im Marketing interessant. Sein Modell könnte zum Beispiel für die Überwachung von Online-Buchverkäufen in Echtzeit genutzt werden. Durch stetigen Vergleich von Daten könnten Marketing-Fachleute frühzeitig erkennen, welches Buch aufgrund der Verkaufskurve das Zeug zum „Blockbuster“ hat. Der kritische Punkt, der sogenannte „Tipping Point“, an welchem ein viraler Effekt im sozialen System einsetzt und das Potenzial eines Buches tatsächlich in einem Blockbuster mündet, könnte danach mit den nötigen Werbemassnahmen bewusst provoziert werden."

Verfasst von Hans Fischer um 14:28

19.11.2008

Bankkunden wollen On- und Offline-Dienstleistung

CIO bringt im Artikel "Internet-Banking: Panik lässt sich nicht online abfangen" spannende Aspekte ans Licht und fasst zusammen:

"(...) Die Bankenkrise wirkt sich auch auf das Online-Banking aus. Plötzlich möchten die Kunden wieder den Mann mit Schlips am Schalter sehen. Durch den wachsenden Bedarf an persönlicher Beratung rücken technische Welt und die physische Realität zusammen. Die Angestellten der verschiedenen Vertriebskanäle müssten stärken miteinander kooperieren."
Wichtig, die Online-Bereiche werden nicht ersetzt. Wie geschrieben, rücken vielmehr reale und virtuelle Channels zusammen. Da die Kunden zwischen verschiedenen Kanälen wie Bankschalter, Online-Banking oder E-Mail-Kommunikation hin- und herwechseln, ist Multi Channel Marketing und Management gefragt. Eine anspruchsvolle Sache, insbesondere auch wegen häufig wenig harmonisierten Schnittstellen zwischen Marketing, Vertrieb und IT.

Verfasst von Hans Fischer um 09:45

17.11.2008

CEOs und Social Media

BusinessWeek schreibt in "CEOs take on Social Media":

"(...) Many CEOs use social media sites like Facebook, MySpace, YouTube and Twitter personally, but few use them to communicate with stakeholders. And while 29% say social media can be a very or extremely effective way for companies to communicate, just as many find it ineffective."
Warum werden Social Media-Anwendungen nicht mehr für die Kommunikation mit Stakeholdern verwendet? Die befragten CEOs geben als Gründe an:
  • 48 Prozent sehen keine Relevanz für die Ziel-Gruppen
  • 37 Prozent befürchten den Verlust der Kommunikationskontrolle
  • 28 Prozent sehen keinen vernünftigen Return on Investment
  • 23 Prozent glauben, dass dafür internes Know-how und Kapazität nicht gegeben seien
Nun, Social Media ersetzt über kurz oder lang die klassische PR-Kampagne und wird Standard im Bereich der internen Kommunikation. Aufgeschlossenheit und eine gewisse Experimentierfreude sind sicherlich angebracht.

Verfasst von Hans Fischer um 09:27

14.11.2008

Interaktive Werbung 2.0

Konkrete Marketing 2.0-Beispiel haben wir vor einiger Zeit publiziert. ECIN bringt nun im Artikel "Werbung 2.0 via Facebook" einen interessanten Aspekt aus der Welt der Sozialen Netzwerke:

"(...) Nutzer sollen von nun an nach dem Einloggen auf der Hauptseite aufgefordert werden, mit einer eingeblendeten Werbung zu interagieren, etwa durch Abgabe eines Kommentars. Über diesen werden daraufhin auch alle Freunde des Nutzers benachrichtigt. So sollen Kunden aktiv in die Gestaltung einer Markenbotschaft miteinbezogen und der Markendialog innerhalb der Community gefördert werden."
Passend auch zur Thematik: "Web 2.0 noch nicht vollständig ins Marketing integriert", ECIN, 14.11.2008

Verfasst von Hans Fischer um 09:32

10.11.2008

Massenverdummung 2.0?

Bei unseren ersten Blog-Beiträgen zu Web 2.0 vor rund 3 Jahren musste der Begriff noch erklärt werden. Heute ist den meisten klar, dass es sich um eine Denk- und Verhaltensweise mit grossem Einfluss auf soziale, technische und unternehmerische Aspekte unseres Lebens handelt. Während viele in Web 2.0 die Grundlage für eine effizientere, transparentere, wenn nicht sogar bessere Welt sehen, gibt es selbstverständlich Gegenparts. Jüngst hat golem.de im Artikel "Internetkritiker Keen: Web 2.0 macht dumm" dazu geschrieben:

"(...) Die Web-2.0-Revolution sei schuld daran, dass heutzutage Blogs, Wikipediaeinträge, Facebookseiten, Fotos auf Flickr oder Videos auf Youtube "verlässliche oder schöne Inhalte" verdrängten. Damit sei das Web zu einer "Kakophonie unkontrollierter, personalisierter, oft anonymer Meinungsäußerungen geworden, wo alle gleichzeitig reden, aber keiner dem anderen zuhört", so Keen. Das Ergebnis sei Massenverdummung und eine Kultur des digitalen Narzissmus, die die "traditionelle Meritokratie von bewährten Experten" ins Wanken brächten."
Eine ganz andere Meinung als Web 2.0-Kritiker Andrew Keen hat diesbezüglich James Surowiecki. Er sieht in Web 2.0 das Gegenteil eines Volksverdummungsinstruments. Sein Buch "The Wisdom of Crowds" handelt von der These, wonach in Gruppen aggregierte Informationen und gefällte Entscheidungen den einzelnen Gruppenmitgliedern, seien sie noch so brilliant, beinahe immer überlegen seien.

Verfasst von Hans Fischer um 09:28

03.11.2008

Finance 2.0-Fachartikel

Für den heute publizierten Netzguide IT in Finance 2009 haben wir den Fachartikel "Finance 2.0 - User machen Druck oder springen ab" und den damit zusammenhängenden Use-Case "Börseninformation intelligent verknüpfen" geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 10:30

27.10.2008

Cloud Computing, Web 2.0, Suche der Zukunft & Co.

Auch dieses Wochenende blieben wieder einige interessante Artikel im News-Reader hängen (s. auch Empfehlungsseite). Anbei eine kleine Auswahl:

  • Web 2.0 fürs Business, InfoWeekOnline
    "(...) Die augenfälligsten Beispiele stammen aus dem Marketing: Die «Kunden-Community» ist in einigen Branchen längst ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung und zur Steigerung der Attraktivität der Marke. Intern eingesetzt, können Web-2.0-Methoden nicht nur die Identifikation mit dem Unternehmen verstärken, sondern auch als Stimmungsbarometer dienen und Abläufe verbessern helfen. Im Support kommt schon länger ein Urahn des Web 2.0 zum Tragen: Diskussionsforen bieten Hilfeleistung bei Problemen und stärken quasi nebenbei die Identifikation mit dem Produkt."

  • Social Media Versus Knowledge Management: Generational War?, FASTforward Blog
    "(...) Along came Web 2.0 and social media which provided new technologies for the grassroots to simply not wait for some project manager to start a harvesting session which is then converted into retrievable assets from some application requiring significant custom coding. Instead, the notion of Wikis, blogs, microblogs, chats, forums and so on is to use the right tool for the purpose as the purpose arises. Some call it fun. We’ve thought of the new social media as the next generation Knowledge Management."

  • Die Suchmaschinen der Zukunft verstehen uns, Die Welt
    "(...) Die Zukunft der Suche geht daher weg von reinen Linklisten, die den Nutzer mit der Identifikation des für ihn besten Ergebnisses alleine lassen. Künftig wird es Suchergebnisse geben, die abhängig vom angefragten Inhalt Bilder, Videos, Nachrichten, Kaufempfehlungen oder Testergebnisse anzeigen."

  • A Reminder of What Web 2.0 Is, John Battelle's Searchblog
    "(...) ... value is migrating to a new kind of layer, which we now call Web 2.0, which consists of applications driven not just by software but by network-effects databases driven by explicit or implicit user contribution."

  • Web 2.0 and Cloud Computing, O'Reilly Radar
    "(...) So here's the real trick: cloud computing is real. Everything is moving into the cloud, in whole or in part. The utility layer of cloud computing will be just that, a utility, without outsized profits.

    But the cloud platform, like the software platform before it, has new rules for competitive advantage. And chief among those advantages are those that we've identified as "Web 2.0", the design of systems that harness network effects to get better the more people use them."

Verfasst von Hans Fischer um 09:41

24.10.2008

Unternehmensherausforderung 2.0

E-Business Community schreibt unter "Experte: Unternehmen müssen mit Web 2.0 umzugehen lernen" über eine Expertenrunde in Wien. Die Essenz:

"(...) Der Mythos der "Net Generation" und der aktuelle Hype um das Thema sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit der Einführung von Web 2.0 im Unternehmen massive Herausforderungen auf die Betriebe zukommen, erklärte Josef Herget, Leiter des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement an der Donau-Universität Krems."
Thematisiert wurden Gründe und Lösungen für Produktivitätsverluste durch ständige Ablenkung, die notwendigen Organisationsanpassungen in Unternehmen, der Einfluss der verändertern Kommunikationsgewohnheiten auf die Kundenbeziehung und Sicherheitsaspekte.

Verfasst von Hans Fischer um 14:06

23.10.2008

Web 2.0-Genuss braucht Security 2.0-Schutz

Im Interview mit wiwo.de ("Web 2.0 braucht Security 2.0 – auch im Bewusstsein des Nutzers") macht Symantec-Zentraleuropachef Andreas Zeitler auf die veränderte Bedrohungslage im Zuge der Web 2.0-Entwicklung aufmerksam:

"(...) Datenschutz muss eine ganzheitliche Strategie sein. Cyberkriminalität wird nicht durch ein paar verrückte Hacker organisiert, sondern durch professionelle kriminelle Organisationen. Die wissen genau, wie wir uns verhalten, wenn wir uns im Internet bewegen – und nutzen das aus. Letztendlich ist es dabei egal, ob der Datendieb über die Putzkolonne ins Unternehmen eindringt und Daten auf den USB-Stick zieht oder ob er über das Internet angreift."
Deswegen aber Web 2.0-Anwendungen wie Social Networks zu meiden, sei falsch. Es sei eine grosse Stärke der Technologie, dass Informationen und Dateien im Web mit anderen geteilt werden könnten. Damit Solcherlei nicht von Hackern ausgenutzt werde, brauche es "Aufklärung und einen ganzheitlichen Ansatz aus persönlicher Sensibilität und Softwareschutz".

Verfasst von Hans Fischer um 13:27

22.10.2008

Tim O'Reilly prophezeit viele Web 2.0-Pleiten

... wobei "prophezeit" ein zu starkes Wort ist. Dass die Finanzkrise als Katalysator bei der Web 2.0 Unternehmensstrukturbereinigung wirkt, liegt auf der Hand. Tim O'Reilly erklärt gegenüber FAZ.NET:

"(...) Am Beginn einer jeden Revolution gibt es immer viele Start-Ups, bevor die Konsolidierung einsetzt. Die wirtschaftliche Krise wird diese Entwicklung nur beschleunigen. Die Krise wird auch einiges Gutes bewirken. Zum Beispiel werden wir weniger soziale Netzwerke haben. Außerdem wird die Krise dazu führen, dass sich die Menschen auf neue Probleme konzentrieren, weil es keine Finanzierung mehr für irgendeine me-too-Firma gibt. Wir müssen uns darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Welche Geschäftsmodelle lösen echte Probleme und verdienen Geld?"
Und zu technologischen Entwicklung meint er:
"(...) Die größte Herausforderung ist das Web 2.0 auf dem Mobiltelefon. Google hat das schon sehr gut verstanden. Daher haben sie Android entwickelt. Sie wissen: Ihr Geschäftsmodell ist in Frage gestellt, denn das Mobiltelefon ist die nächste große Plattform."

Verfasst von Hans Fischer um 14:01

21.10.2008

Semantic Web als Dienstleistungs-Katalysator

Forbes erklärt im Artikel "Leveraging The Semantic Web", dass die "normale" Suchtechnologie mit den immer umfangreicher angebotenen Internet-Services nicht mehr klar kommt. Diese werden nur gefunden, wenn die Dienstleistungen in Prosa beschrieben und damit als Wörter für die Suchmaschinenroboter indexierbar sind. Was den Service per se ausmacht, könnten die Suchmaschinen nicht erkennen, weil sie deren Bedeutung nicht erfassen können. Der Autor des Artikels sieht hier einen wichtigen Anwendungsbereich des künftigen Semantischen Webs.

"(...) There are three main use cases for semantic service discovery. First, there is you and me wanting to do something. If a service could help us, how would we know? Second, there is the developer seeking to build an application using services. How can the right services be found? Third, there is the idea that an intelligent program could automatically assemble a new service or application based on a machine-readable semantic description. Is this even possible?"
Eine Sammlung an weiterführenden Links zum Thema findet sich u.a. im Beitrag "Semantisches Web - wenn's so einfach wäre".

Verfasst von Hans Fischer um 13:52

20.10.2008

Monatlich 10 Milliarden Wikipedia-Aufrufe

Wenn man Web 2.0 erklären und nicht lange über Sozialisierung, Interaktion und Technologie philosophieren will, dann drängt sich Wikipedia als erhellendes Beispiel ganz besonders auf. Die von heise online publizierten Zugriffszahlen unterstützen die Wahl dieses Web 2.0-Exempels: Im September wurden über 10 Milliarden Seiten der gemeinschaftlich aufgebauten und gepflegten Online-Enzyklopädie aufgerufen. Damit gehört Wikipedia zu den Top-Sites weltweit.

Wer sich für Statistiken interessiert, findet u.a. bei Internet World Stats eine gute Quelle. Inhaltlich anders aber auch einen Besuch wert ist Worldometers.

Verfasst von Hans Fischer um 14:05

17.10.2008

Literatur 2.0

Web 2.0 für einmal aus anderer Warte bei Deutsche Welle:

Wer die gewohnte Finance 2.0-Thematik vermisst, klicke auf den den Sammellink und sei versichert, das demnächst ein neuer Fachartikel zum Thema erscheinen wird.

Verfasst von Hans Fischer um 11:05

13.10.2008

Neues zur Internet-Zukunft und Marketing 2.0

Beim Durchstöbern des Wochenend-Newsfeeds sind einige interessante Beiträge aufgefallen (s. auch Empfehlungsseite). Anbei eine kleine Auswahl:

  • Seeking the next net generation, BBC News
    "(...) With an increasing number of businesses embracing Web 2.0 technologies, Ian Hardy met a webmaster hoping to turn his website idea into a revenue stream."

  • The End of Web 2.0, Beginning of Web Infinity, monkey_bites
    "(...) As our economy sours, more and more nervous technologists are writing off Web 2.0 as dead. We believe web 2.0 (whatever it really means) isn’t on the decline, the economy is. The web is evolving. In fact, there’s no sign it will ever stop."

  • Digitales Marketing ist gefragter denn je, Ecin
    "(...) Jedes vierte Unternehmen in Deutschland will in den nächsten 12 Monaten eine Marketing-Agentur mit größerer Expertise in digitalen Medien engagieren oder hat dies im letzten Jahr bereits getan. Soziale Medien und interaktive Kanäle gewinnen zunehmend an Relevanz gegenüber traditionellen Interaktionen. Zu diesen Ergebnissen kommt ein Report der Unternehmensberatung Sapient."

  • SALES 2.0: SOCIAL MEDIA FOR KNOWLEDGE MANAGEMENT AND SALES COLLABORATION, TMCnet.com
    "(...) As the proliferation of social computing has forever changed the way customers gain information and feedback concerning a particular company's products or services, sales representatives are challenged to sell to a prospect base that potentially knows as much, ifnot more, about the competitive landscape than the reps themselves.

Verfasst von Hans Fischer um 13:31

09.10.2008

Studie zu Finance 2.0

Ende Monat wird im neuen Netzgudie IT in Finance 2009 ein Fachartikel von uns zu den Auswirkungen von Web 2.0, respektive des veränderten User- und Konsumentenverhaltens, auf die Finanzbranche erscheinen.

Die Wartezeit kann thematisch passend verkürzt werden ;-) ibi research macht auf die Studie "Web 2.0 bei Finanzdienstleistern" aufmerksam. Ziele der Studie waren die Evaluation der Bedeutung der neuen Web Anwendungen und Technologien für die Branche der Finanzdienstleister, die Identifikation der relevante Herausforderungen und die Ableitung der möglichen Zukunftstrends.

ibi research hält unter"ausgewählte Ergebnisse" fest:

  • Institute schrecken vor "user content" generierenden Web 2.0 Anwendungen an der Kundenschnittstelle zurück. Lediglich 5 % der befragten Institute setzen beispielsweise Weblogs bzw. Communities ein.

  • Zwischen den Potenzialeinschätzungen der Experten und dem tatsächlichen Einsatz von Web 2.0 Diensten in der Internetpräsenz der Institute besteht eine große Diskrepanz.

  • Banken und Sparkassen investieren eher in die Usability der Webseite, als in die Stimme der Kunden mittles "user content" generierenden Web 2.0 Anwendungen.

  • 41 % der teilnehmenden Institute planen 2008 Investitionen in unternehmensinterne Wikis bzw. 43 % in die Erweiterung ihrer internen Weblog-Plattform.

  • Lediglich 17 % der Befragten Experten rechnen Peer-to-Peer Kreditplattformen eine realistische Marktchance zu.

Verfasst von Hans Fischer um 11:26

06.10.2008

Finanzkrise und Social Network-Korrelation

Aus Börsensicht geht ein Tag mit enormen Tagesverlusten zu Ende. Die NZZ beschreibt das Kursmassaker im Artikel "Dow Jones reisst Europas Börsen tiefer in den Keller". Einen interessanten Link zwischen Talfahrt, Arbeitsmarkt und Web 2.0-Anwendungen macht Wiwo unter "Banker suchen online dringend Freunde":

"(...) Seitdem in den Finanzzentren immer mehr Jobs kippen, entdecken die Banker dieser Welt eine lange ignorierte Spezies: ihren Nächsten. Soziale Netzwerke im Internet erleben einen Ansturm aus der Finanzindustrie. Viele Banker suchen jetzt Kontakte, die sie durch die Krise tragen. Der Erfolg ist fraglich."
Ob "fraglich" oder nicht: Chancen bieten die virtuellen Aktivitäten allemal.

Verfasst von Hans Fischer um 17:32

03.10.2008

"Web 3.0: Not Yet"

... titelt Forbes und Sramana Mitra, die Frau mit der Web 3.0-Formel Web 3.0 = (4C + P + VS), hält im Artikel fest, dass es wohl noch fünf bis sieben Jahre dauern werde, bis das Web 3.0-Stadium erreicht werden könne. Insbesondere beim "P" der Formel, der Personalisierung" hake es derzeit am meisten. Interessant sind auch die Ausführungen zum "VS", der vertikalen Suche und den vielen Initiativen diesbezüglich.

Verfasst von Hans Fischer um 14:29

02.10.2008

Web 2.0 trendiger als Wissensmanagement

... zumindest wenn man die beiden Begriffe "Web 2.0" und "Knowledge Management" bei Google Trends eingibt:

km_web20.png

(Bildquelle: Google Trends)

Welches Potenzial die Managementdisziplin Wissensmanagement hat, warum Web 2.0 mehr als ein publizistischer Begriff ist und wie das Fusionsprodukt Wissensmanagement 2.0 neue Wege ermöglicht, beschreibt u.a. das WM 2.0 Wissensmanagement Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 17:11

01.10.2008

Enterprise 2.0 verlangt adäquate Mitarbeitende

BITKOM stellt zwei interessante Studien kostenlos zum Download zur Verfügung:

"Enterprise 2.0 - Empirische Analyse: Weltweit werden Überlegungen angestellt, wie die Web-2.0-Technologien, die im privaten Bereich eine phänomenale Ausbreitung gefunden haben, auch im geschäftlichen Umfeld nutzbringend einzusetzen sind. Dafür hat sich der Begriff Enterprise 2.0 durchgesetzt. Mit der vorliegenden Studie will der BITKOM Entscheidungsträgern fundierte Informationen zu Stand und Perspektiven von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen und Organisationen zur Verfügung stellen. Die empirische Analyse ergänzt und konkretisiert das BITKOM-Positionspapier „Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0: Neue Unternehmensphilosophie gewinnt Konturen".

Enterprise 2.0 – auf der Suche nach dem CEO 2.0. Der Wandel zum Enterprise 2.0 ist die konsequente Antwort auf aktuelle Herausforderungen globaler und dynamischer Märkte. Enterprise 2.0 setzt auf die Talente von Menschen und unterstützt deren intelligente Vernetzung. So können Unternehmen schneller, flexibler und besser reagieren, Innovationszyklen verkürzen und sich im Kampf um Talente besser positionieren."

Verfasst von Hans Fischer um 09:53

30.09.2008

Web 2.0-Erfahrungsbericht von Cisco

Readers Edition bringt mit "Das Web 2.0 ist eine Chance" einen sehr informationen Einblick in die Cisco-Web 2.0-Unternehmenswelt:

"(...) Instant Messaging, Telefon- und Webkonferenzen seien an der Tagesordnung und auch oder besser gesagt gerade in der Aus- und Weiterbildung spielen sie mittlerweile eine entscheidende Rolle. “Web 2.0 bedeutet für mich, nicht hierarchisch Inhalte vorzugeben, sondern dass jeder welche dazu gibt”, erklärt er vor allem mit Blick auf das Erfindungsmanagement bei Cisco. Jeder könne dort seine Ideen und Vorschläge eingeben, die dann, ab einer gewissen Popularität, auf die nächste Stufe gestellt werden würden: “Survival of the Fittest” in Sachen Technologie und Kreativität, sozusagen.

(...) Auch könne jeder auf diese Weise sein eigenes Wissensmanagement zusammenbauen und die Infoströme auf seine speziellen Bedürfnisse hin filtern. Doch genau hier lägen auch die Probleme, gibt er zu. “Für uns ist es eine große Herausforderung die große Anzahl an Inhalten zu bewältigen.” Ideal wäre es, wenn die richtige Information zur richtigen Zeit den richtigen erreichen würde."

Verfasst von Hans Fischer um 10:08

29.09.2008

"Ohne soziale Netzwerke geht nichts mehr"

Wenn CIO - ein nicht unbedingt Trend setzendes Medium - so titelt, müssten nun langsam aber sicher auch die letzten Köpfe aus dem Sand gezogen werden. CIO schreibt in besagtem Artikel über die Folge von Ignoranz:

"(...) Unternehmen sind fester Bestandteil einer immer stärker vernetzten Gesellschaft. Das Beratungshaus Gartner warnt: Reagieren Firmen gar nicht oder zu langsam, kann das sehr teuer werden. Im schlimmsten Fall kann es das Ende des Unternehmens bedeuten."
Wer vertiefte Informationen und weiterführende Links sucht, findet diese hier.

Verfasst von Hans Fischer um 09:35

26.09.2008

Sicherheit und/versus Social Networking

Das Thema "Sicherheit und Datenschutz" wird insbesondere im Zusammenhang mit Social Networks (wie z.B. XING, LinkedIn, Facebook, StudiVZ, MySpace & Co.) zum Dauerbrenner. Heute stellt heise online in "Social-Networking-Portale gefährden Privatsphäre" eine Fraunhofer Studie vor und schreibt:

"(...) Social-Networking-Plattformen verlangen von ihren Nutzern bei der Registrierung viele private Daten, bieten aber nur wenig Möglichkeiten, diese persönlichen Informationen vor ungewollten Zugriffen zu schützen."

Irgendwie paradox, da geben Menschen bewusst private Daten auf öffentlichen Web-Portalen ein und fürchten sich dann um deren Sicherheit. Klar sind Schutzmassnahmen notwendig. Im Bereich von mehr oder weniger öffentlichen Social Networks sollte aber schon das Bewusstsein vorherrschen, dass die eingebenen Daten auch mehr oder weniger öffentlich sind. Anders verhält es sich selbstverständlich im Intranet.

Wer unsicher ist, sollte z.B. das Buch "Karrierefalle Internet. Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor andere es tun!" von Klaus Eck lesen. In die "Imagefalle Web 2.0" tappen laut Financial Times Deutschland übrigens auch Promis.

Jüngst habe ich im Posting "Seien Sie unbescheiden im Netz" erwähnt, dass eine völlige Abstinenz vom solcherlei Web-Angeboten auch nicht empfehlenswert sei:

(...) Zunehmend irritiert es Personalverantwortliche, wenn Sie nichts über jemanden im Netz finden. „Was haben Sie die letzten Jahre denn online gemacht? Können Sie nicht mit dem Internet umgehen oder waren Sie gar im Gefängnis?“ Mit derartigen Fragen werden heute in den USA Bewerber konfrontiert."

Verfasst von Hans Fischer um 14:19

25.09.2008

Enterprise 2.0-Erfolg mit passender Unternehmenskultur

Computerwelt.at bringt unter "Web 2.0 und das Business der Zukunft: Wiki, Facebook und Youtube für mehr Unternehmenserfolg" einen Rückblick auf den "talk the future"-Kongress in Form von Gedankensplittern weltweit führender Experten wie Don Tapscott, Andrew McAfee oder Bret Swanson. Ein kurzer Ausschnitt:

"(...) Enterprise-2.0-Technologien eröffnen den Unternehmen neue, innovative Wege zum Businesserfolg und ermöglichen es, neue Personengruppen anzusprechen, die über normale Netzwerke nie erreicht werden können. Interne Strukturen eines »Enterprise 2.0«, wie Funktionen, Workflow oder Informationsmanagement, sind nicht von vornherein festgelegt, sondern können von den Usern bzw. Mitarbeitern modifiziert werden. Will ein Unternehmen zum Enterprise 2.0 werden, muss es grundlegende Änderungen in der Firmenkultur vornehmen, so McAfee, der in den nächsten Jahren noch sehr viel mehr Innovationen kommen sieht."

Verfasst von Hans Fischer um 09:35

24.09.2008

Seien Sie unbescheiden im Netz

... rät PR Blogger Klaus Eck im Posting "Verzichten Sie lieber auf jegliche Bescheidenheit!". Einige Aussagen:

"(...) Wer seine persönliche Reputation im Berufsleben ernst nimmt, sollte lieber darauf verzichten, „bescheiden“ zu sein. Denn wer sich im Internet zurückhält und darauf achtet, keine digitalen Spuren zu hinterlassen, der verhält sich vermutlich ehrenwert, findet dann aber auch nicht statt oder tritt hinter andere Suchtreffer bei Google zurück.

(...) Zunehmend irritiert es Personalverantwortliche, wenn Sie nichts über jemanden im Netz finden. „Was haben Sie die letzten Jahre denn online gemacht? Können Sie nicht mit dem Internet umgehen oder waren Sie gar im Gefängnis?“ Mit derartigen Fragen werden heute in den USA Bewerber konfrontiert."


Ausgewählte Links rund um die Marketing 2.0-Thematik finden sich auch auf meiner Google Reader Empfehlungsseite.

Verfasst von Hans Fischer um 13:27

23.09.2008

Social Media- und Web 2.0-Trends

Awareness stellt einige interessante Whitepapers zur Verfügung. So jüngst "Trends and Best Practices in Adopting Web 2.0 in 2008". Wissensmanagement-Crack Bill Ives schreibt dazu:

"(...) The number of organizations that allow social networking for business purposes has increased dramatically to 69 percent in 2008 up from 37 percent last year.

Employers are finding the benefits of using social media: 63 percent are using social media to build and promote their brand, 61 percent are using it to improve communication and collaboration, and 58 percent re using it to increase consumer engagement.

Seventy five percent of employees are already using social networking sites such as Facebook, MySpace and LinkedIn for business purposes, up 15 percent from 2007. (...)

Use of internal-facing communities is on the rise with 6 percent of organizations already reporting they deployed internal-facing communities, while 33 percent indicate their organization plans to implement internal-facing social media initiatives.

Similarly external-facing communities are increasing: 27 percent of respondents said their companies were planning to deploy external-facing communities while only 13 percent indicated their organizations already have external-facing communities.

Online communities directed at specific interests and groups of people allow for more targeted marketing techniques and better results so for this reason 37 percent of organizations have specific areas of focus for their communities.

"

Verfasst von Hans Fischer um 16:24

22.09.2008

Finanzkrise und Web 2.0

Netzwertig.com beschreibt im Beitrag "Die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Web" Chancen und Risiken (wobei die Risiken zuerst genannt werden), verlinkt auf weiterführende Artikel und kommt zu folgendem Fazit:

"(...) Egal welche dieser Risiken und Chancen sich letztendlich bewahrheiten, so ist eines sicher: Auch das Web wird von den Folgen der Finanzkrise und des weltweiten konjunkturellen Abschwungs betroffen sein. Doch das Internet ist kein vorübergehender Trend sondern eine Wachstumsbranche mit enormem Potenzial für alle, Privatpersonen wie Unternehmen. Deshalb darf angenommen werden, dass Online einer schwachen Wirtschaftslage erheblich mehr entgegenzusetzen hat als andere Branchen.

Für Startups ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich für turbulentere Zeiten in Form zu bringen. Anders als zum Höhepunkt des New-Economy-Hypes vor acht Jahren sind heute nur sehr wenige Webunternehmen börsennotiert, weshalb ein weiterer Niedergang der Aktienkurse keine direkte Gefahr darstellt. Das ein oder andere Startup wird die kommenden Monate vermutlich trotzdem nicht überleben. Doch eine Konsolidierung würde in jedem Fall geschehen - mit oder ohne Finanzkrise. Dieser Prozess könnte nun beschleunigt werden; und wer gut gerüstet ist, wird am Ende profitieren."

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

19.09.2008

Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0

Drei Tage nicht im Büro und der Newsreader quilt über. Der Term "Web 2.0" dominiert in den Headlines. Als "Web 2.0" am 1. September 2006 in diesem Blog zum ersten Mal erwähnt wurde ("Web 2.0 zwischen Bashing und Euphorie"), musste man sich die Informationen noch relativ umständlich zusammensuchen. Wie geschrieben, sind Web 2.0-News und Studien heute Massenware. Viel davon ist natürlich Stuss, das liegt ob dem Hype 2.0 auf der Hand. Während der Kurzabwesenheit sind aber natürlich auch einige spannende Headlines aufgetaucht. Anbei eine Auswahl:

Verfasst von Hans Fischer um 10:44

12.09.2008

Banken + Web 2.0 = interimistische Ratlosigkeit

Das Thema Finance 2.0 finden Sie facettenreich dokumentiert. Was fällt am schnellsten auf? Genau, die Widersprüchlichkeit der Expertenmeinungen. "Banken und Web 2.0 geht gar nicht", die einen, "Gerade Banken können dank Web 2.0 User an sich binden", die anderen. Die Unsicherheit im Umgang mit dem sozialisierten Web spiegelt sich auch in der Studie von Datamonitor wieder, die unter "Banken scheuen Web-2.0-Technologien" bei pressetext zusammengefasst wird.

Fakt ist, dass sehr viele Banken Web 2.0-Anwendungen wie Social Networks, RSS für Dokumenten-Push, Weblogs oder Wikis im Intranet einsetzen, im Bereich des Internets aber noch sehr zögerlich agieren. In welcher Art sich das ändern könnte, ist in den "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen" festgehalten. Einige Auszüge:

"(...) In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen. Aus den heutigen Börseninformationsseiten werden Zugangsportale zur Steuerung persönlicher Börsennews-Shows. (...)

Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gerne wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die sogenannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden. Es braucht nicht viel Phantasie, die Folge dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. (...)

Der Blick in die nahe Zukunft: Schreibt ein Analyst einen Report über eine Branche oder ein Unternehmen, erkennt die semantische Suchmaschine im Hintergrund die Bedeutung der Aktivität und liefert laufend zum Kontext passende Informationen. Dabei handelt es sich um Dokumente aus dem eigenen Unternehmen, um Kolleginnen und Kollegen mit passender Expertise und Informationen aus dem Internet. Eine Reizüberflutung wird nicht stattfinden, da die Anwender die virtuellen Helfer tunen können. Mittels einfachen Klickbewegungen werden angezeigte Treffer markiert, von unnötig bis sehr wertvoll. Das System merkt sich die Parametrisierung und wendet die Erkenntnisse in Zukunft an. Die Kollaboration von Mensch und Maschine erreicht hocheffiziente Sphären."

Und dann gibt es natürlich noch viele, viele Marketingeffekte.

Verfasst von Hans Fischer um 10:04

08.09.2008

Social Network für Spione

Jüngst in "10 Gründe für Banken gegen Social Media" und diverse Male zuvor haben wir über Nützlichkeit und Effizienz von Social Networks als Kommunikationsmassnahme geschrieben. Von der Nützlichkeit sind nun offensichtlich auch die US-Geheimdienste überzeugt. Golem.de schreibt in "Social Network für US-Agenten":

"(...) Das System sei "ein Facebook und Youtube für Spione", erklärte Michael Wertheimer, Assistant Deputy Director of National Intelligence for Analysis bei CNN. Aber es sei auch viel mehr: Über das Portal sollen Agenten Überlegungen über Belange ihres Metiers wie Terrorismus oder Truppenbewegungen anstellen können. "Das ist ein Ort, wo Spione sich nicht nur treffen, sondern auf bisher nie dagewesene Art und Weise Informationen austauschen können. Das gibt ihnen zum ersten Mal die Möglichkeit, unter dem Schutz des A-Space unter ihresgleichen laut nachzudenken."

Verfasst von Hans Fischer um 13:01

05.09.2008

10 Gründe für Banken gegen Social Media

Wir sehen bekanntermassen grosses Potenzial für Finance 2.0 und haben eine ganze Reihe von Argumenten, Dokumenten und Links zusammengetragen. In Sachen Finanzbranche + Web 2.0 ist Christophe Langlois von Visible Banking in den USA und in Europa unterwegs , sieht enormes Potenzial und eben so grosse Widerstände.

Obwohl Opportunitäten wie Interakation mit Kunden, Markensupport (durch Kunden), Transparenz, Authentizität oder kundenbindendes Engagement auf der Hand lägen, gebe es immer noch viel zu wenig Social Media-Know-how und Web 2.0-Fürsprecher in der Branche. Langlois hat sich deshalb entschlossen, fortan 10 Gründe aufzulisten, warum Finanzunternehmen sich von Web 2.0, respektive Social Media, fernhalten sollten. In "Banking 2.0: 10 "good" reasons not to embrace social media" nennt er:

"1. We have already tried!
2. UGC is too risky (Anm. d. Red: UGC = user generated content)
3. No clear ROI
4. Limited Marketing budget, limited resources
5. Only good for small financial institutions and direct banks
6. The mighty Press Office and L&C departments
7. Personal branding & external blogging: loosing our best people
8. Wait! Our new online channel will deliver everything... eventually
9. Intranet 2.0 & Enteprise Search: confidential documents made visible
10. Focus on the basics: investment portfolio, single view of the customer...

Verfasst von Hans Fischer um 10:52

"Web 2.0 macht Google zu schaffen"

... titelt boerse.ARD.de und lässt im Interview Ralf Steinmetz, Leiter des Fachgebietes Multimedia Kommunikation der Technischen Universität Darmstadt, u.a. sagen:

"(...) Es ist uns noch nicht möglich tatsächlich Fragen zu stellen. Dazu arbeiten auch wir selbst in der Forschung an verschiedenen Ansätzen. Die Technologien der semantischen oder strukturellen Analyse spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich bin mir sicher, dass auch Google daran arbeitet. (...)

Meine Prognose lautet, dass Google noch in vielen neuen Feldern aktiv werden wird, die wir heute noch kaum kennen. Zudem, das zeigen die aktuellen Aktivitäten der Entwicklung des Browsers Chrome, adressiert Google auch etablierte Felder. Ich vermute aber, dass der Erfolg der Suchmaschine nicht erneut gelingen wird. Aber ich glaube, dass Google auch in fünf Jahren noch die Suchmaschine Nr. 1 sein wird. Ob das auch in zehn Jahren noch gilt, vermag ich nicht zu sagen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:44

28.08.2008

Marketing 2.0-Beispiele

1. Virales Marketing

Werbeanzeige.de: „Obwohl laut Jupiter Research bereits 24 Prozent der Werbeagenturen virales Marketing eingesetzt haben, gibt es keine Garantie für erfolgreiche Kampagnen. Marketingagenturen wollen jedoch weiterhin am Ball bleiben und versuchen, virale Werbekampagnen in Gang zu setzen. Virales Marketing wird meist zusätzlich zu traditionellen Werbeformen eingesetzt. Auch YouTube sei dabei behilflich. In der Werbebranche sehen 14 Prozent das Videoportal als den wichtigsten Ausgangspunkt für virales Marketing. Weniger Bedeutung wird hingegen MySpace, Yahoo und Open Social zugeschrieben. MSN wird sogar nur von drei Prozent als Nummer Eins für virale Kampagnen genannt.
Bei Facebook werden vor allem Fanseiten zum viralen Marketing genutzt. User können in dem Social Network diesen Seiten beitreten, die unter anderem Filme, Musik oder aber auch Konsumgüter zum Thema haben. So bekommen diese Produkte gratis Werbefläche auf den Profilseiten der Fans. Zudem profitiert die Marke von dem Image ihrer Fans, wenn diese beliebt sind und in ihrem Freundeskreis Vorbildwirkung haben.“

PR Blogger: „Auch wenn Marketing mit Hilfe von Social Tools darauf abzielt, virale Effekte auslösen, entstehen diese nicht von selbst. Stattdessen muss eine Grundaufmerksamkeit geschaffen werden. Dazu eigne sich vor Allem der Einsatz von bezahlten Onlineanzeigen. Erst wenn mit deren Hilfe eine kritische Masse erreicht wurde, verbreitet sich die Kampagne im Anschluss viral von alleine.“

Search Engine Journal: „Viral marketing is a technique that falls into that low risk high reward scenario, but the problem is it can also have a painfully high failure rate. Still many marketers swear by this form of online advertising because one home run campaign can be worth more than a number of failed campaigns combined would cost.
There are a number of key elements marketers need to take into account when they plan a viral marketing campaign including audience, message, distribution, and metrics. Marketers who have a solid grasp on these four key elements will have a better chance of launching a successful viral campaign than those marketers that neglect one or more of these items.“

Wikipedia – Virales Marketing: “Vor allem im Internet kann virale Verbreitung von Marketingbotschaften funktionieren. Ein besonders bekanntes Beispiel ist das kostenlose Werbespiel Moorhuhn, das ein Marketing-Instrument der Firma Johnnie Walker war. Das Spiel konnte auf der Internetseite der Firma kostenlos heruntergeladen werden und wurde zu einem absoluten Hit im Internet. (Es muss allerdings kritisch angemerkt werden, dass das Spiel sich zwar bemerkenswert weit verbreitet hat, ob bzw. in wie weit dies jedoch zu einer positiven Marketingwirkung für die Marke "Johnnie Walker" geführt hat, kann nicht beziffert werden.)
Weitere Beispiele sind der Film Blair Witch Project, der als Log-Budget-Produktion 1999 in die Kinos kam und ein großer Erfolg wurde. Der Erfolg beruhte darauf, dass es den Filmemachern gelang, für sehr viel Mundpropaganda im Internet, per E-Mail und auf Foren, zu sorgen. Ähnliche Methoden wurden auch von J. J. Abrams für sein Film-Projekt Cloverfield angewendet: es wurden viele Hinweise zur Vorgeschichte des Plots im Internet, u.a. im Sozialen Netzwerk MySpace verstreut. So wurde der Film noch vor seinem Start berühmt. Ebenso das Projekt Napster, eine Musik-Tauschbörse, die innerhalb kürzester Zeit 70 Millionen Nutzer vorweisen konnte. In letzter Zeit schafften auch manche Videos auf Video-Plattformen wie YouTube.com einen plötzlichen Aufstieg ins Rampenlicht.“

2. RSS-Feed-Werbung

Heise online: „Suchmaschinen-Betreiber Google hat am vergangenen Freitag den Werbedienst Adsense for Feeds ohne ausdrückliche Ankündigung gestartet. Bereits seit Mai 2008 war der Dienst einer kleinen Gruppe von Adsense-Benutzern zugänglich. Adsense for Feeds baut kontextabhängige Werbung in die RSS-Feeds ein und zeigt diese in RSS-Readern wie dem Google Reader an.
RSS-Autoren können mit Adsense for Feeds die Frequenz und die Platzierung der Werbung festlegen. Außerdem lässt sich bestimmen, ab welcher Länge der RSS-Nachrichten Werbung eingeblendet wird. Für die Auswertung steht den Adsense-Kunden das gleiche Channel-Tool bereit, das auch Werbeeinblendungen auf Webseiten analysiert.“

Internet World Business: „Nur mit aktuellen und wirklich relevanten Produkt- und Marktinformationen können Sie Besucher dauerhaft an Ihren Shop binden. Aber selbstgeschriebene Berichte kosten Zeit – und somit Geld. Hier kann die Einbindung von Fremdinhalten helfen, natürlich unter Beachtung der Urheberrechte. Viele bekannte Informationsquellen erlauben bereits heute die Anzeige der verlinkten Überschriften und bieten einen sogenannten RSS-Feed an.“

Internet World Business: „Wenn Sie einen Blog oder zusätzliche News-Seiten haben, die Sie regelmäßig mit neuen Inhalten füllen, sollten Sie in jedem Newsletter auf die Möglichkeit eines RSS-Feeds hinweisen - entweder mit einem prominenten Banner oder als Hinweis in der Kopf- oder Fußleiste. So bekommen Sie Kontakt zu Kunden, auch wenn Sie gerade keine Newsletter verschicken.“

3. Virtuelle Welten

Crealogix: „INOUK ist die faszinierende virtuelle Welt des Reiseunternehmers Kuoni. Die Namensgebung lässt auch schon einiges erahnen. So ist der Name INOUK die Umkehrschreibweise für KUONI. Hinter dem Konzept verbirgt sich der Anspruch, ein kompetenter Partner in allen Fragen zum Thema "Reiseerlebnisse" nicht mehr nur ausschliesslich in der realen sondern ab sofort auch in der virtuellen Welt gerecht zu werden.
So findet der interessierte Besucher auf der INOUK-Insel einem überdimensionalen "3D-Globe", welcher hilfreiche Reiseinformationen zu diversen Destinationen in Second Life aber auch in der realen Welt preisgibt. Ein frei verfügbares "Travel Book" versorgt seinen Besitzer in stets topaktuell mit den neusten Sehenswürdigkeiten aus dem First wie auch Second Life.
Wer den kurzen Spass für zwischendurch sucht kommt auf der INOUK-Insel ebenfalls nicht zu kurz. Der grosse Community-Bereich hält bereits heute diverse Attraktionen für seine Besucher bereit. So gilt es einen verborgenen Schatz in "The Labyrinth" zu entdecken und beim "Snowball Battle" wird die zu Ende gehende Winterzeit noch etwas verlängert. Dieser Bereich soll auch in Zukunft Platz für Ideen kreativer Zeitgenossen im Universum von Second Life bieten.“

WM 2.0 Wissensmanagement Wiki: „Web 2.0 und virtuelle Welten erfordern auch eine Anpassung seitens der Unternehmen. Nach Angaben des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner entwickelt sich virtuelle Erfahrung in den kommenden zehn Jahren zum größten Einflussfaktor in Bezug auf wirtschaftliches Handeln. So wird bis 2015 mehr Geld für Online- als für Offline-Marketing und -Vertrieb ausgegeben. Für die "Generation V" liefert die virtuelle Umgebung faire, wettbewerbsbedingte Voraussetzungen, wo Alter, Geschlecht, Klasse oder Einkommen eines Individuums weniger wichtig sind als Kompetenz, Motivation und Fleiss. Schließlich prognostiziert Gartner für 2017 mehr als 20 Millionen „Bots“ allein in den USA. Bots sind automatisch handelnde Avatare, die für eine reale Person stehen. Gartner rät Unternehmen, ihrerseits Bots einzusetzen, um Marketing, Kundenservice und Verkauf für diese Käufergruppe angemessen zu gestalten.“
Netzguide IT in Finance 2008: „’Second Life’ ist bei vielen Webverantwortlichen ein Reizwort. Einerseits testen Unternehmen wie die Deutsche Bank (Q110), IBM, Daimler Chrysler oder Axel Springer die Möglichkeiten eingehend aus, andererseits schaden sexuelle oder rassistische Pöbeleien innerhalb der dreidimensionalen, virtuellen Welt der Reputation. Es kann durchaus sein, dass «Second Life» wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden.
Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gern wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die so genannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden.
Es braucht nicht viel Fantasie, die Folgen dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte.“

4. Social Networks / Community Marketing

Handelsblatt.com: „Während einer Bank bei der Beobachtung und Analyse von Blogs und Communities eher eine passive Rolle zukommt, steht beim Chat mit internen Finanzexperten der unmittelbare Kontakt mit dem Kunden im Fokus. Dieser ist nach Ansicht der WG-Data durchaus wünschenswert - und auch die befragten Personen sehen hier ein großes Potenzial.“

BusinessWeek: „Greg Sterling, of Sterling Market Intelligence, considers social network sites primarily for meeting people, asking for advice or referrals and, carefully, doing online marketing. The uses vary by application or site, he notes: "Sites such as LinkedIn can be helpful in connecting with people you want to meet for one reason or another. Twitter and Facebook can be helpful when you're trying to notify a group of people about something you want to promote or about a happening of some kind.”

Internet World Business: „Unter www.n-lounge.de hat der Versandhändler Neckermann.de jetzt eine interaktive Kundencommunity gelauncht. Darauf können Mitglieder eigene Profile anlegen und individuell den eigenen Stil präsentieren. Um gleichzeitig aber auch den Produktverkauf im eigenen Onlineshop anzukurbeln, will die Plattform aber auch Mehrwert bei der Kaufentscheidung liefern: User finden auf der nLounge alle Multimedia-Inhalte des Unternehmens: Produktpräsentationen aus dem Online-Shop ebenso wie Imagefilme und Reportagen rund um neckermann.de. Diese können in die individuellen Profile und Lifestyle-Listen übernommen und mit persönlichen Videos und Fotos ergänzt werden.“

Persoenlich.com: „Obwohl knapp zwei Drittel der Jugendlichen und Twens in Deutschland Social Networks wie Facebook, MySpace oder SchülerVZ meist täglich besuchen, sind die möglichen Werbeeinnahmen solcher Plattformen zu relativieren. Dies ergibt eine Online-Erhebung des Jugend-Marktforschungsinstituts Youngcom. 63.6 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, oft oder sehr oft Social Communities zu besuchen. Ob es auf der Lieblings-Community Werbung für Unternehmen oder Produkte gibt, beantwortete knapp die Hälfte (47.1 Prozent) mit "Weiss nicht/achte nicht darauf".
54.4 Prozent geben an, Werbung in Social Communities noch nie angeklickt zu haben. Knapp ein Drittel (29.9 Prozent) klickt immerhin monatlich eine Werbung an. Noch weniger Anklang finden zugeschickte Werbeclips oder Links zu einer Website. 61.8 Prozent klicken solche nicht an oder können sich nicht daran erinnern, je einen solchen benutzt zu haben. Die Erhebung wurde im April bei 974 Jugendlichen zwischen 13 und 29 Jahren durchgeführt.“

Presse Box: „(…)„Soziale Netzwerke wie XING sind nicht nur nützlich, wenn man auf der Suche nach einem neuen Job oder alten Studienfreunden ist“, erklärt Elmar Bransch weiter. „Im Business-Bereich habe ich hier die Chance, Geschäftspartner wiederzufinden, die das Unternehmen gewechselt haben, oder gezielt nach bestimmten Dienstleistungen und Qualifikationen zu suchen.“

Werbeanzeige.de: „(…) „Kunden nutzen digitale Medien heute virtuos. In Communities bewerten sie Produkte und Firmen. Das Machtverhältnis zwischen Marketing und Konsumenten verlagert sich so klar zugunsten der Verbraucher”, so Gregor Harter, Marketing- und Vertriebsexperte und Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton. In der Praxis ziehen Marketer daraus jedoch noch nicht die nötigen Konsequenzen. Sie müssen Bedürfnisse und Verhaltensmuster von Kunden durch direkten Dialog erfassen und in harte, belastbare Daten umwandeln. “Ziel ist ein Marketing, das seinen Medienmix dem Verhalten der Verbraucher in Echtzeit anpasst”, so Harter.“

5. Handel & Shopping 2.0

Internet World Business: „Noch zögerlicher verhalten sich die Händler beim Thema Web 2.0: Insgesamt 60,1 Prozent der Befragten gaben an, in Web-2.0-Diensten Gefahren und Risiken zu sehen. Von allen sozialen Features haben in der Gunst der Händler interaktive Bewertungssysteme die Nase vorn. Sie haben 9,4 Prozent der Händler bereits integriert, bei weiteren 16,5 Prozent sind sie geplant. Auch Tag-Wolken, News-Feeds und Foren finden sich zumindest in einem kleinen Teil der Shops wieder.“

Fudder: „H&M, Zara, Esprit, Vero Moda, Mango: Eine handvoll Bekleidungsfirmen liefert nicht nur deutschland- sondern weltweit die gleichen Kollektionen aus. Und alle ziehen sie an. Abhilfe vom Einheitsbrei im Kleiderschrank schafft das Internet. Caro verschafft Euch den Überblick über die Modeseiten des Netzes.“
Ecin: „Unter den routinierten Online-Einkäufern sind 50 Prozent der Meinung, dass Produktbewertungen anderer Nutzer glaubhaft seien. Unter den Gelegenheits-Shoppern vertraut jedoch nur jeder Dritte solchen Informationsquellen. Während bei den Nutzern im Alter unter 20 Jahre rund 60 Prozent auf nutzergenerierte Produktbewertungen vertrauen, ist es bei den Usern ab 50 Jahre nur noch jeder Dritte. Immerhin 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass von Nutzern erzeugte Online-Inhalte manchmal bewusst manipuliert werden. Fast zwei Drittel bemängeln, dass der Wahrheitsgehalt dieser Inhalte schwer zu überprüfen sei.
Trotzdem bewerten ein Drittel der Befragten die nutzergenerierten Informationen oft als detaillierter und vielfältiger. Ein Grund weshalb auch die Bedeutung von nutzergenerierten Inhalten als Informationsquellen im Vorfeld eines Online-Kaufes relativ hoch ist. So sind für 47,8 Prozent der Befragten Nutzerkauflisten bei Online-Shops und für 45,7 Prozent Meinungsportale von Bedeutung. Die Statistik wird angeführt von den unabhängigen Testberichten mit 78,9 Prozent und Preisvergleich-Websites mit 58,7 Prozent.“

Ecin: „Für registrierte Nutzer ist es möglich, bis zu neun Freunde oder Bekannte in sein eigenes schnellig.de-Rudel einzuladen. Das Rudel kann einfach nach dem Einloggen angelegt, oder potenzielle Mitglieder mittels Formular angeschrieben werden. Rudelmitglieder bekommen bei Kaufabschluss eines Mitgliedes die Möglichkeit den gekauften Artikel zum selben Preis zu erlangen. Dazu muss man wissen, dass schnellig.de nicht wie andere Live-Shopping-Angebote neue Artikel um Mitternacht einstellt und zum Festpreis verkauft. Stattdessen startet es zu einer willkürlichen Tageszeit mit einem Preis , der sich mit jedem getätigten Kauf durch einen User sukzessive erhöht.“

6. Interaktion / Partizipative Werbung

Werbeanzeige.de: „Auch immer mehr Firmen und Werbeagenturen setzen auf die Macht der Partizipation und machen damit potenzielle Kunden zum Werbebotschafter für sich selbst.
Mit wenigen Klicks können Internet-User bei Online-Kampagnen von McDonald’s, Nokia oder Ballantineskann zum schuhplattelnden Bajuwaren, zum coolen Street-Dancer oder gleich zum Hauptdarsteller eines Werbespots für Whiskey werden. Das Prinzip ist einfach, der Effekt erstaunlich: Internetuser laden ihr Foto hoch, das persönliche Konterfei wird dann automatisch in Animationen oder Filme integriert.
(…) Doch selbst die witzigsten Kampagnen brauchen in der Regel Schützenhilfe, um zum Erfolg zu werden: “Partizipative Online-Werbung funktioniert meist nur in Kombination mit anderen Marketingmaßnahmen, die als Katalysator dienen.
(…) Dabei ist der partizipative Ansatz keineswegs auf Spaßelemente beschränkt. Zahllose Fachforen, Wikis und Communities auf Unternehmenswebsites zeigen, dass auch Kosumenten gerne zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Vorausgesetzt, man lässt sie und nimmt die so entstehenden Beziehungen ernst.
Am Ende zeigen partizipative Online-Kampagnen aber vor allem eines: Das klassische Ansprachemodell “Werbung trifft auf Konsumenten” ist in der Online-Welt durchlässiger denn je zuvor. Wenn der Konsument gleichzeitig Produzent, Hauptdarsteller und Zuschauer von Werbung wird, sind Produkt und Käufer, Markenidentität und Persönlichkeit schon vor dem Kauf vereinigt. Es entsteht eine Beziehung, mit der klassische Werbung kaum konkurrieren kann. Auch wenn aktuelle Web-Kampagnen diesen Effekt meist mit Ironie und Witz nutzen, wird hier eine tiefere Entwicklung sichtbar: Partizipation der Konsumenten wird immer mehr zu einem der wichtigsten Marketinginstrumente für Unternehmen.“

OpenPR: „(…) Werber und Marketingstrategen traditioneller Unternehmen neigen dazu, sich ausschließlich zu präsentieren. Dabei geht es in den sozialen Netzwerken ums Mitmachen, Mitarbeiten, Teilen und Kommunizieren.“
Der Nutzer beziehungsweise „Prosumer“ (aus Producer und Consumer) sei es gewohnt, in dieser Form aktiv zu sein. Diese Plattform müssten ihm die Unternehmen bieten: (…) „In Online-Kampagnen in sozialen Netzwerken entsteht immer ein Dialog zwischen dem Werbetreibenden und seiner Zielgruppe. Das kann verschiedene Formen haben: ein tatsächlicher Dialog, ein Wettbewerb oder ein Gewinnspiel. Auf jeden Fall geht es darum, eine Interaktion, eine Einbindung oder eine Begegnung mit der Marke herzustellen“, bestätigt Joel Berger, Deutschlandchef von MySpace.
Anzeigen haben gegenüber der Werbung 2.0 einen deutlichen Nachteil. Bewegt man sich in den Online-Gemeinschaften richtig, dann kommt man mit den potenziellen Kunden auch ins Gespräch. „Wenn ein Unternehmen zuhört und die Kunden ernst nimmt, kann es sich auf diese Weise teuer Marktforschung sparen“, sagte Klemens Skibicki, Marketing-Professor an der Europäischen Fachhochschule in Brühl, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) www.faz.net. Eifrige Internetbenutzer schreiben nämlich manchmal von selbst auf, was sie an einem Produkt schätzen und was sie geändert haben möchten. Die FAS nennt Beispiele, wie sich Unternehmen im Web engagieren: „BMW lädt Fahrer seiner Sportwagen-Serie ‚M’ in der ‚M Power World’ zum Chat mit Ingenieuren, der Autovermieter Sixt organisiert Fahrsicherheitstrainings für die Mitglieder seiner Online-Welt ‚Carmondo’, und der Tiernahrungshändler Fressnapf hat inzwischen 200.000 Mitglieder in seine Gemeinschaft für Tierfreunde gelockt.“

7. Corporate Weblogs

Handelsblatt.com: „Von besonderem Interesse seien die Bloggingfunktionen, die sich sehr gut als Marktforschungs- und Qualitätssicherungsinstrument einsetzen ließen. Dazu sollten die in den Blogs von Kunden geäußerten Ansichten genauestens analysiert werden, um anschließend gezielte Online-Marketing-Maßnahmen zu starten beziehungsweise die Qualität von Produkten und der Kundenbetreuung zu verbessern.“

Oetting, Martin (2008): „Um sich mit neuen Methoden der Internetkommunikation auseinander zu setzen, begann Frosta Ende Juni 2005 damit, ein eigenes Weblog einzurichten. Im ersten Blog-Eintrag erklärte Marketing- und Vertriebsvorstand Felix Ahlers damals: „Vor einigen Monaten las ich im ‚Economist‘ zum ersten Mal über das ‚Blogging‘ und dachte gleich, dass so ein ‚Internet-Tagebuch‘ gut zu unserer Markenphilosophie passen würde. Zwar sind wir bei FRoSTA alles andere als erfahrene ‚Blogger‘, aber seit wir bei unseren FRoSTA Produkten auf sämtliche Zusatzstoffe verzichten, möchten wir so direkt und so offen wie möglich über unsere tägliche Arbeit mit Lebensmitteln berichten und damit noch transparenter werden.”
Von Anfang an haben viele Blogger diesen mutigen Kommunikationsansatz des Unternehmens begrüßt und wohlwollend kommentiert - mit der Folge, dass das Blog sehr viel Aufmerksamkeit im Internet gefunden hat.“

8. Social Media Monitoring

PR Blogger: „Wenn Sie ein aktives Blog-Monitoring betreiben, lernen Sie neue Informationsquellen kennen und können proaktiv auf die Kundenwünsche eingehen und zeigen, dass Sie erreichbar sind. Dadurch wächst Ihre positive Online Reputation.“

Presseportal: „Noch nie war es so einfach, seine Zielgruppen kennen zu lernen: Im Mitmach-Internet geben Menschen unzählige Informationen über sich preis - freiwillig. Dennoch nutzen laut einer Studie des Software-Anbieters SPSS bisher nur zehn Prozent aller europäischer Unternehmen Informationen aus dem Web 2.0. Dies geht aus einem Bericht des Fachmagazins acquisa hervor.
Spezielle Programme durchsuchen das Internet oder zuvor definierte Websites und filtern Informationen über die Nutzer automatisch. Den meisten Nutzern ist nicht bewusst, dass sie im Web viele Spuren hinterlassen, die ausgewertet werden können. Das ist ein enormer Wissensschatz für Unternehmer, denn er verrät viel über die Interessen des einzelnen Kunden. So können mit den Daten aus dem Web 2.0 Marketing und Vertrieb optimiert werden.“

Webreputation: „Foren und Blogs liefern wichtige Informationen, wie Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte von Konsumenten gesehen und bewertet werden. Technische Unzulänglichkeiten Ihrer Produkte lassen sich durch diese Informationen früh identifizieren sowie Kundenwünsche und Bedürfnisse einfach erkennen.
Ein kontinuierliches Internet-Monitoring hilft Ihnen, rechtzeitig kritische Artikel zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dabei reicht die Nutzung von Suchmaschinen allein nicht aus, da diese nur einen kleinen und veralteten Teil wiedergeben (siehe Deep- Web).“

Online Marketing Blog: „Social media has simplified the art of the soapbox shout. Information is shared with the masses now using easy-to-use Web 2.0 tools and is recorded and cached for infinity. A shout out loud in social media has no geographic boundaries and is not time-limited. These two points make the non-stop monitoring of social media an important to-do for any brand owner. And monitoring social media does not just mean blogs. It should include video and image sharing sites and microblogging sites like Twitter, along with opinion and discussion forums.“

Presse Box: „(…) „Web-2.0-Funktionalitäten bieten den Unternehmen Möglichkeiten, die Nutzer interaktiv in Anwendungen einzubinden und dadurch einen tiefen Kundeneinblick zu erhalten“, erklärt der Geschäftsführer von Minkenberg Medien, Elmar Bransch, die Marketing-Aspekte der zweiten Web-Generation. „Außerdem kann man die in Blogs und Nutzerforen geäußerten Ansichten kompakt einfangen, um herauszufinden, wie die öffentliche Meinung zum Unternehmen oder zu bestimmten Fragestellungen ist.“ Dies eröffne ganz neue Chancen, aktive Marktforschung zu betreiben.“

Verfasst von Hans Fischer um 10:38

27.08.2008

Golfplatz oder Facebook & XING

Manager Magazin Online schreibt in "Golfen für die IT-Karriere", dass insbesondere jüngere Arbeitnehmer Social Networking dem realen Gang auf den Golfplatz mit Vorgesetzten und Kunden je länger je mehr vorziehen würden.

Business auf dem Golfplatz hat laut den Redaktoren nicht ausgedient. Social Networking nimmt aber eine mittlerweile bedeutende Stellung ein und sollte auch von Unternehmensverantwortlichen mit Single Handicap ernsthaft beobachtet werden.

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(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Verfasst von Hans Fischer um 09:18

19.08.2008

Wie überzeugt man Vorgesetzte von Social Media?

Obwohl der Nutzen für Kommunikation, Meinungsbildung, Motivation und Wissenstransfer längstens bewiesen ist, verkauft sich der Einsatz von Wikis, Intranet-Foren, Mailinglisten, Weblogs, Podcasting, Vlogs, Social-Bookmarking oder Social Tagging-Anwendungen (s. Web 2.0 im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki) im eigenen Unternehmen meistens schlecht. Chris Brogan kennt das zur Genüge und hat deshalb "Twelve Ways to Sell Social Media to Your Boss" verfasst:

  1. Social media tools like blogging, social networks, and social bookmarking are more effective in reaching the millions online than a traditional website.

  2. Blogging can act as a way to reduce customer service calls (if there’s helpful how-to information on the blog).

  3. Cost of implementing a blog is free or cheap. No more than $100 for a year of hosting. And most software is free. (There are some benefits from professional blogging software, but for most people, free is plenty fine).

  4. Social networks are now used frequently by your customers, your prospects, and your competitors. Connect with people, learn their business needs, and respond more simply and flexibly.

  5. Social media provides robust tools for listening, ranging in price from free to inexpensive, to reasonably expensive. Even the free tools help an organization find out who’s talking about them, so they can choose to respond.

  6. First steps can be simple, like establishing a blogger relations process to go along with your press relations process. You might find bloggers who will want updates on your space, and even this is a good first step.

  7. Internally, social media tools can be used to help with status information, training, project collaboration. Most tools like blogs, twitter-clones like identi.ca, etc can be set up internally instead of used on the public web, for more privacy.

  8. Building an online social media component to most marketing and PR efforts ensures a better reach for the media created, and potentially better tracking through clicks and other metrics captured online versus in traditional media (like TV, newsprint, magazines, radio).

  9. Blogging helps a business differentiate and establish a thought leadership position.

  10. Using social network sites helps in customer prospecting, HR background checks, product marketing, and community awareness.

  11. Building a social network group (either on someone else’s platform or around your primary site) encourages customer retention (a huge metric for lots of companies).

  12. Another way to help is to find other companies or organizations, either in your vertical, or similar, and present information on how they’ve used social media.

Verfasst von Hans Fischer um 10:10

18.08.2008

Grosses Potenzial für Finance 2.0

Angereichert mit aussagekräftigen Grafiken informiert die bank über "Web-2.0-Anwendungen bei Banken: Innovationen im Direktvertrieb".Die Redaktion zieht folgendes Fazit:

"Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich deutsche Finanzdienstleister, wenn es um die Interaktion mit den Kunden und anderen Internetnutzern via Web 2.0 geht, derzeit noch relativ zurückhaltend zeigen. Dennoch haben die im Verlauf der Forschungsarbeiten am Fraunhofer IAO gewonnenen Erkenntnisse gezeigt, dass die ausgewählten Anwendungen sowie die für die Nutzung dieser in Frage kommenden Nutzer ein sehr hohes Potenzial hinsichtlich des Einsatzes derartiger Lösungen mit sich bringen."
Als Wettbewerbsvorteile des Vertriebskanals Internet wurden u.a. die Optimierung der Leistungs- und Informationsbeschaffungsprozesse, die Gewährleistung unternehmensübergreifenden Wissenstransfers (s. Wissensmanagement) sowie neue Formen des Kundendialogs und des medialen Beratungsgesprächs genannt.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 10:25

14.08.2008

IT-Trends, Suchmaschine der Zukunft und Wissen

Am Morgen noch Käse, kommen die interessanten News nun im Sekundentakt. Eine Auswahl:

Verfasst von Hans Fischer um 16:17

07.08.2008

Übersicht: Social Media Marketing

Social Media im Intranet ("Angst vor sozialen Netzwerken in Unternehmen") sind das eine, Internet-Anwendungen das andere. Während im Intranet Wissensaustausch und -generierung im Vordergrund stehen, geht es im Internet um Informationsbeschaffung und Netzwerkpflege (Usersicht) und Umsatzgenerierung oder Exit Szenarien (Betreibersicht). Völlig klar, bietet das hervorragende Marketingschnittstellen. Forrester Research ("B2B Marketers Eye Social Media, Web 2.0 Tactics") hat US-Marketingverantwortliche über den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen befragt. Nachfolgend der E-Marketing-Mix-Überblick:

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(Bildquelle: Forrester Research)

Internet World Business ("Studie: Social Media Marketing steckt noch in den Kinderschuhen"; Link verfällt nach einigen Wochen) fasst das Umfrageresultat zusammen:

"(...) Rund 35 Prozent der US-Marketer nutzen Web-2.0-Technologien wie Blogs, Online-Foren, Videoclips, Podcasts oder nutzergenerierte Inhalte zu Marketingzwecken. (...) Ob ihre Social-Marketing-Aktivitäten erfolgreich sind, kann die Mehrheit der Umfrageteilnehmer indes noch nicht beziffern. (...) Trotzdem sollen bei 65 Prozent der Umfragteilnehmer unter den Web-2.0-Marketing-Features vor allem Video-Marketing und Online-Foren eine signifikante Rolle im Marketing-Plan für 2009 spielen. Indes sehen 55 Prozent der Marketer andere Technologien wie RSS-Feeds, Podcasting, Widgets oder virtuelle Welten als marginal bedeutend oder irrelevant für die Zukunft an."

Verfasst von Hans Fischer um 11:00

Angst vor sozialen Netzwerken in Unternehmen

... war Gegenstand einer Gartner-Untersuchung. ECIN schreibt dazu im Artikel "Keine Angst vor sozialen Netzwerken":

"(...) Laut einer Analyse von Gartner gehen immer noch viele Unternehmen der Verwendung sozialer Netzwerke aus dem Weg, meist aus Angst vor schlechtem Benehmen innerhalb der Community. Statt ihrer Angst nachzugeben, sollten sie jedoch derartiges Nutzerverhalten vorhersehen und passende Leitsätze zur Regelung solcher Netzwerke formulieren. Denn ihr Einsatz ist durchaus lohnenswert."
"Schlechtes Benehmen" im Intranet? Also, bitte. Werden für Gespräche in den Kaffeepausen auch Grundsätze gegen schlechtes Benehmen erlassen? Intranets sind überwacht und die Urheber "unpassender" Beiträge könnten jederzeit evaluiert werden. Wenn, dann braucht man vor der Inaktivität der Belegschaft Angst zu haben. Eine social networking-Lösung zu installieren, bedeutet nämlich noch lange nicht, dass diese auch aktiv genutzt wird. Es braucht eine sehr gute Lösung und eine noch viel bessere Einführungsplanung, damit sich die Anwendung zum sozialen Netzwerk belebt.

Verfasst von Hans Fischer um 10:12

06.08.2008

"What's Your Vision of the Future of the Web? "

... wollte Mozilla wissen. ReadWriteWeb publiziert einige der Visionen und fokussiert in dazugehörigen Videos auf den Aspekt "user interfaces". Es gebe wenig, das wichtiger sei als eine optimierte Schnittstelle zwischen Anwender und Internet.

Anbei eines der erwähnten Videos:


Aurora (Part 1) from Adaptive Path on Vimeo.

(Quelle: ReadWriteWeb)

Verfasst von Hans Fischer um 10:26

04.08.2008

Porsche, Manta-Witze und e-Marketing

"E-Marketing im Sog von Web 2.0", titelten wir jüngst und machten auf das Potenzial aufmerksam. Ein wunderbares Beispiel beschreibt Internet World Business im Artikel "Warum Porsche die Mantawitze erfand":

"(...) Porsche-Fans wird ein neues Enthüllungsvideo, das derzeit durch das Internet geistert, wenig Freude machen. Darin gibt kein geringerer als der Komiker Karl Dall zu, in einer Zeit der eigenen finanziellen Krise im Auftrag von Porsche Manta-Witze erfunden zu haben, um sich selbst über Wasser halten zu können. Porsche-Vertriebler Herbert R. erläutert hinter der Schattenwand in breitestem Schwäbisch die Gründe dafür: Manta sei technologisch so mächtig geworden, dass Porsche Gegenmaßnahmen ergreifen musste, um den weiteren Erfolg der Marke zu verhindern.

"Spiegel Online" suchte nach der Enthüllungsgeschichte zum Enthüllungsvideo, telefonierte mit Porsche und Manta und fand eine Auflösung: Zwei Filmstudenten drehten den Clip - ohne Wissen der beiden Automarken - und wollten so testen, wie sich Nachrichten über das Web verbreiten. Karl Dall machte mit, weil er das Projekt lustig fand, der Porsche-Vertriebler Herbert R. ist nichts als Fiktion."


(Quelle: Youtube)

Verfasst von Hans Fischer um 09:19

28.07.2008

"Banken zögerlich beim Einsatz von Web-2.0-Instrumenten"

... schreibt Businessportal24.com, zitiert das Beratungsunternehmen microfin und sieht die Situation recht düster:

"(...) Banken verschenken Chancen für die interne und externe Kommunikation, weil sie kaum Web-2.0-Instrumente einsetzen: (...) Dabei können sie mit ‚User-generated Content’ internes Wissen besser verfügbar machen, die Vernetzung innerhalb des Unternehmens fördern, kollaboratives Arbeiten ermöglichen und auch die Interaktion mit den Kunden verbessern“, erklärt Roland Hölscher, Partner der Unternehmensberatung microfin. Anders als in Branchen wie Pharma oder Reise stecken die Web-2.0-Aktivitäten der Banken noch in den Kinderschuhen, so die Erfahrung der Experten von microfin."
Viele Finanzdienstleister sind aber weit besser als von den Beratern dargestellt. Seit Jahren sind Wikis und Weblogs im Intranet im Einsatz, Versuche mit virtuellen Welten wurden gemacht und Social Networking ist genauso ein Riesenthema wie eMarketing-Analysen für aktuelle oder künftige Adaption. Anbei einige Beiträge zu Finance 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 15:52

Die Muppet Show-Opas stehen auf Web 2.0

Statler und Waldorf, die beiden Opas in der Loge der Muppet Show, sind begeistert vom Web 2.0:

(Gesehen bei Internet World Business; Quelle: Youtube)

Verfasst von Hans Fischer um 13:36

25.07.2008

Unternehmensspezifische Social Networks

... haben laut ECIN ("Soziale Netzwerke für Unternehmen") ein Marktvolumen von 1,3 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2013:

"(...) Möglich werden soll dies durch sogenannte „White Label Social Networks“, die von Software-Herstellern angeboten werden und individuell an die Unternehmensidentität angepasst werden können. Vor allem in den Bereichen Marketing und Kundenbeziehungs-Management sollen spezifische Enterprise Social Networks dann durch das Zusammenbringen von Beschäftigten, Kunden und anderen Interessengruppen von Nutzen sein."

Verfasst von Hans Fischer um 09:31

24.07.2008

Google's Knol stellt sich Wikipedia (nicht)

Die Abhandlungen über Web 2.0 und den Einfluss auf Konsum, Marketing, Wissensmanagement, Kommunikation, Gesellschaft und weiss Gott noch was alles, sind äusserst spannend. Unter dem Strich bleibt aber die Gewissheit, dass Web 2.0 eine Über-Anwendung hervorgebracht hat: Wikipedia. Der kritischen Stimmen (z.B. "Entwurzelung des Wissens", "Criticism of Wikipedia", "Wikipedia: Kritik") zum Trotz, hat sich Wikipedia neben Google's Suchmaschine in der höchsten massentauglichen Internetsphäre festgesetzt.

Mit Knol dringt Google nun aber in das Hoheitsgebiet von Wikipedia vor. Die Welt schreibt im Artikel " Wissensportale - Google startet Wikipedia-Herausforderer Knol":

"(...) Googles Wissensportal Knol setzt im Gegensatz zum Mitbewerber stark auf den einzelnen Autoren. (...) Die Community hat nicht das Recht, den Artikel zu verändern, sie darf dem Autor nur Vorschläge unterbreiten, (...). Allerdings sind im Gegensatz zu Wikipedia mehrere Artikel zum gleichen Thema möglich, (...). Um möglichst viele Autoren zur Mitarbeit zu bewegen, lockt Google mit Geld. Denn die Schreiber dürfen über Googles Werbeplattform AdSense an den Werbeumsätzen ihres Artikels teilhaben."

Verfasst von Hans Fischer um 11:05

22.07.2008

E-Marketing im Sog von Web 2.0

Viele wissen, dass Web 2.0 nicht ein technischer Begriff ist, sondern vereinfacht gesagt für verstärkte User-Interaktion und die veränderte Wahrnehmung des Internets steht. Manager Magazin Online hat dazu im Artikel "Social Commerce - Das Netz-Kaufhaus" geschrieben:

"(...) So wie sich das Internet von der ersten Version zum Web 2.0 entwickelte, verändert sich nun auch das Einkaufen im Netz. Der Kunde wird vom passiven Nutzer zum Berater, Verkäufer oder gar Produzenten. Klick für Klick ergreift er die Macht und stellt damit die herkömmlichen Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Kunden auf den Kopf."
Die Entwicklung wirkt sich massiv auf Marketing aus, wenn Marketing so umfassend verstanden wird, wie es die American Marketing Association in der neuesten Version vom Januar 2008 definiert:"
Marketing is the activity, set of institutions, and processes for creating, communicating, delivering, and exchanging offerings that have value for customers, clients, partners, and society at large."
Nachfolgend einige Pressehinweise zum Thema:
  • Behavioral Targeting mit Zukunftsausblick
    "Systeme für Behavioral Targeting verschaffen Marketern einen Überblick über Kundensegmente, Werbeerfolge und Profitchanchen. Nun sollen sie auch objektive Vorraussagen machen können." (ECIN)

  • Otto bloggt
    ""Die Emotionalisierung des Online-Shoppings und die Einbindung der User ist einer der strategischen Pfeiler unserer Innovationsoffensive E-Shopping 2.0", erläutert Rainer Hillebrand, Sprecher des Otto-Vorstands und verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und E-Commerce, die Ziele des Blogs." (Internet World Business)

  • Search, Social Media and Brands: Don’t Mess With the Brand Rep – Your Online Rep is Written on Your Superwall
    "Some brand marketers continue to think that online brand management is secondary to their overall reputation management campaigns." (searchviews)

  • Rudelkauf im Live-Shop
    "Um den Herdentrieb zu verstärken, setzt ein Live-Shopping-Anbieter auf den Kauf in der Gruppe. Dann sichert ein Käufer einen festen Preis für alle Mitglieder." (ECIN)

  • Versandhandel: Umsatzbringer Internet
    "Das Versandgeschäft in Deutschland wird in diesem Jahr doppelt so schnell wachsen wie im Vorjahr und damit die klassischen Kaufhäuser weit hinter sich lassen - dank des Internetbooms. Der Onlineverkauf touchiert erstmals die 20-Milliarden-Euro-Grenze und macht den Versandhandel somit fast zum Onlinehandel." (Manager Magazin Online)

  • Email Marketing Benchmark Guide 2008
    "The guide is best suited to those with some familiarity with email marketing and who want to move beyond the basics, ramp up their results, better understand the issues involved or gain awareness of the current position of the industry." (eMail-Marketing-Reports.com)
Auswahl eigener Beiträge:

Verfasst von Hans Fischer um 13:46

21.07.2008

Presseschau 2.0 (und 3.0) am Montag

Einige Fundstücke aus dem Newsreader-Fundus vom Wochenende und dem heutigen Morgen:

  • Finanzkommunikation - Verloren im Netz
    "Börsen, Banken und andere Finanzdienstleister haben Web-Videos für sich entdeckt und wollen damit neue Kundengruppen erschließen. Doch die ersten Schritte zeigen: Es ist schwer, Videos im Netz zu platzieren, ohne sich zu blamieren und Geld zu versenken." (Handelsblatt)

  • Musiksuchmaschinen: Dem Ohrwurm einen Namen geben
    "Ohrwürmer können gemein sein - diese eine Melodie will nicht aus dem Kopf heraus. Wenn man die Tonfolge irgendwo aufgeschnappt hat, aber weder Titel noch Interpret kennt, gibt es Hilfe im Internet. Spezielle Onlinedienste identifizieren namenlose Lieblingshits." (Manager Magazin Online)

  • Web 2.0 erleichtert Detektiven das Leben
    "Privatdetektive müssen heutzutage oft nicht einmal mehr ihren Schreibtisch verlassen, um den Aufenthaltsort einer Person herauszufinden. Web-2.0-Anwendungen wie Myspace, Twitter oder Flickr sind bei Nachforschungen außerordentlich hilfreich." (derStandard.at)

  • Erfolgreich Web 2.0-Communities aufbauen
    "Wie macht man sein Netzwerk attraktiv, welchen Zeitaufwand verursacht das Management der Community, wie stark soll man die nutzererstellten Beiträge kontrollieren? Mit welchen Messinstrumenten kann man den Erfolg des Projektes objektiv dokumentieren?" (ECIN)

  • Web 2.0 ist veraltet - Es lebe Web 3.0
    "Aus unscharfen und beeinflussbaren Suchmaschinen werden präzise wissenschaftliche Antwortmaschinen, die eigenständig Daten abgleichen und auf Konsistenz prüfen." (ONLINEWELTEN.COM)

  • Chinesische Internetnutzer laut Bericht an der Spitze bei Web 2.0
    "Heutzutage übertreffen die chinesischen Internet-Nutzer nicht nur zahlenmäßig die USA mit 2,7 Stunden täglich – oder kollektiv 570 Millionen Stunden pro Tag, sondern sie verbringen auch mehr Zeit online." (China Internet Information Center)

Verfasst von Hans Fischer um 10:09

18.07.2008

Internet als Lebensmittelpunkt

"Wo die Grenze zwischen einer normalen und einer exzessiven Nutzung liegt, ist schwer festzulegen", schreibt die NZZ im Kontext mit dem Internetkonsum von Jugendlichen unter "Wenn der Computer zum besten Freund wird". Eine interessante Auseinandersetzung mit einem Thema, das für viele Eltern an Bedeutung gewinnt.

Abgesehen von Problembereichen, bildet sich als Folge der verstärkten Internetnutzung durch jüngere Generationen ein neues Medienverständnis heraus, das Schulen, Universitäten und Arbeitgeber zu Anpassungen zwingt. Social Media-Anwendungen wie Blogs, Vlogs, Wikis, Social Bookmarking, Social Networking oder auch Instant Messaging-Dienste gehören zum normalen Kommunikationsspektrum. Potenzial- und Motivationsförderung geht nur unter Einbezug dieser Entwicklung.

Verfasst von Hans Fischer um 09:05

16.07.2008

Tag Clouds von Texten oder Blog-Feeds

Andrea Back, Direktorin des Learning Centers an der Universität St. Gallen, macht in ihrem neuesten Newsletter u.a. auf die interessante Anwendung Wordle.net aufmerksam. Gibt man einen beliebigen Text in das entsprechende Fenster ein, erhält man eine Tag Cloud, deren Layout und Schrift sich individuell anpassen lässt. Als Visualisierung des Inhaltes nimmt sich dies bei längeren Texten sicherlich ganz nett aus. Wordle.net verarbeitet auch Webseiten (wenn sie RSS oder Atom-Feed haben). Nachfolgend die Tag Cloud des Roloblogs:

roloblog_cloud3.jpg
(Bildquelle: Wordle.net

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

15.07.2008

Königsdisziplin 2.0 - Social Networking

Im Zusammenhang mit der Web 2.0- und Wissensmanagement 2.0-Berichterstattung haben wir Social Networking regelmässig erwähnt. Nun, die Interaktion in schwach oder stark segmentierten virtuellen Netzwerken kommt dem Web 2.0-Grundgedanken - im Sinne der verstärkten User-Interkation veränderte Internetnutzung - auch am nächsten. Kommt dazu, dass die Risikokapitalgeber den Social Networking-Betreibern (bisher) sehr zugetan waren.

ZDNet schreibt unter "Nutzung von Social Networking am Arbeitsplatz steigt" über weltweite Zahlen und das Gefahrenpotenzial bei der Nutzung am Arbeitsplatz.

Verfasst von Hans Fischer um 13:30

14.07.2008

"Warum der Mittelstand Web 2.0 braucht"

Computerwoche.de erklärt in "Warum der Mittelstand Web 2.0 braucht" Web 2.0, leitet über zu Enterprise 2.0, Corporate Weblogs, Wikis und Social Networks. Ein umfassender Artikel, der sich angenehm liest und die Notwendigkeit entsprechender Konzeptionen aufzeigt.

Weitere Informationen zur Thematik finden sich unter anderem im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0". Die erwähnten Begriffe werden im WM 2.0-Wiki erklärt und mit Beispielen unterlegt.

Verfasst von Hans Fischer um 09:05

09.07.2008

Internet schafft zwei neue Kundenklassen

In "Firmen der Zukunft" zitiert ECIN eine IBM-Studie über die Organisation der Unternehmen der Zukunft und deren Kundenanforderungen. In diesem Kontext wurden zwei wichtige Kundenklassen herausgestrichen:

"(...) Der Studie zufolge haben die Geschäftsführer zwei Kundenklassen beobachtet: der wissenshungrige Konsument und der sozial gesinnte Kunde. Der wissenshungrige Konsument* zeichne sich dadurch aus, dass er umfassend nach allen Informationen sucht und häufig seine Meinung und seine Erwartungen über das Internet mitteilt. Konsumenten werden damit gleichsam zu Produzenten, die innerhalb ihrer Peer-Groups oft eigene Unterhaltung und Werbung gestalten.

(...) Für die sozial gesinnten Kunden wollen die Unternehmen stärker auf die so genannte unternehmerische Verantwortung als wettbewerbliches Unterscheidungsmerkmal setzten. Immer mehr Kunden interessieren sich demnach für das soziale Profil eines Unternehmens und verlangen auch nach moralischen und sozialen Gesichtspunkten einwandfreie Produkte, Services und Lieferketten."

*Web 2.0-Kunde

Dem Thema widmet sich u.a. auch der Artikel "Unternehmen riskieren Umsatzflop ohne Web 2.0" (Pressetext, 9.7.2008).

Verfasst von Hans Fischer um 10:15

07.07.2008

Web 2.0: Unternehmen-Nutzen und Talent-Garantie

Forbes zeigt im Kommentar von Mike Schaffner ("Why Companies Need Web 2.0") sehr praxisnah auf, wie sich Web 2.0 positiv auf und in Unternehmen auswirken kann. Er zählt nicht nur Anwendungen wie RSS, Blogs, Wikis oder Mashups auf, er illustriert diese auch mit Beispielen.

Nach einem etwas gar familiären Einstieg bringt der Kommentator einen äusserst wichtigen Punkt zur Sprache. Die jüngeren Generationen wachsen mit einem Medienverständis auf, das eine restriktive Kommunikationsinfrastruktur in den Unternehmen schlicht nicht erlaubt. Bloggen, Twittern, Skypen, freier Internet-Zugang & Co. sind für diese jungen Mitarbeiter ein Must:

"(...) The point in all this is that there is a new generation of potential employees and customers that are accustomed to a variety of technologies being available, and they expect to see and use them in the corporate world. Whether and how we deploy these technologies likely will have an impact on our ability to attract new talent to our companies and to find and retain customers.
Eine Tatsache, die insbesondere auch einige Consulting-Unternehmen zu Anpassungen veranlasst hat - oder noch veranlassen wird. Ohne Kommunikationsfreiheit 2.0 suchen sich die Jungtalente nämlich sehr schnell neue Jobs oder sie entfalten ihr Potenzial nur teilweise.

Verfasst von Hans Fischer um 14:37

04.07.2008

Semantisches Web - wenn's so einfach wäre

Obwohl Manager Magazin Online meistens als sehr gute Quelle für qualitativ hoch stehende Inhalte dient, ist der Artikel "Semantic Web - das klügere Netz" sicherlich kein Meisterwerk. Nicht nur wird die Funktionsweise von traditionellen Suchmaschinen fälschlicherweise auf das Handling von Metadaten reduziert - die indexieren sehr viel mehr -, sondern auch der Eindruck vermittelt, das semantische Web stehe vor Vollendung. Der Fairness halber sei erwähnt, dass einige Beispiele sehr gelungen die Funktionsweise des Semantic Web erklären.

By the way: Die Idee des semantischen Web geht nicht nur auf Tim Berners-Lee zurück; er forscht nachwievor daran. Über den Stand der Forschungen, und damit über den wirklichen Entwicklungsstand des Semantic Web, gibt u.a. "W3C Semantic Web Activity" mit einer Sammlung an Spezifikationen, Publikationen, Präsentationen und Links zu Diskussionsgruppen Auskunft.

Weitere Artikel zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:36

30.06.2008

"Web 2.0 ist erst der Anfang"

... titelt silicon.de ein Interview mit Wolfgang Wahlster, CEO des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) und Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Themen sind u.a. semantisches Web, Web 2.0 und Web 3.0.

Semantisch passend, ein Suchmaschinen-Test von Telepolis ("Semantische Suchmaschinen - Ein Test") mit folgendem Fazit:

"(...) es steht zu vermuten, dass Google die Forschung etwa an einer "sematischen" Auswertung der Wikipedia verstärkt hat, seit Powerset hier viel Geld investiert. Aber Powerset ist nicht nur vom Index her wesentlich beschränkter als Google, sondern auch wesentlich langsamer - und Google findet selbst bei Wikipedia die genauer der Frage entsprechenden Ergebnisse. Cluuz bietet ein neuartiges Interface für eher visuell orientierte Benutzer, für die es sinnvoll ist, sich große Mengen an Dokumenten als miteinander vernetzte Icons anzeigen zu lassen und navigieren zu können; die Qualität des Top-Ergebnisses liegt jedoch unter der von Google, und auch Cluuz ist erheblich langsamer. Die interessantesten Alternativ-Dokumente im Vergleich zu Google liefert Hakia, die auch geschwindigkeitsmäßig gut mithält (...)."

Verfasst von Hans Fischer um 15:58

27.06.2008

Banken-Business Networks

In "Verwunderliche Studie zu Banken und Web 2.0" wurde zuletzt auf das Thema Finance 2.0 aufmerksam gemacht. Obwohl Beiträge wie "Die Unternehmen halten noch nichts von Web 2.0" (Medianet.at von heute) immer wieder zu fundamentaler Kritik (u.a. wegen Mediengewohnheiten künftiger Kunden) Anlass geben könnten, verweisen wir im Sinne einer Inspiration lieber auf den netbanker-Beitrag "Small Business Networks from American Express, Capital One, Advanta, Bank of America, QuickBooks, and HSBC" und damit auf Versuche von US-Finanzunternehmen mit Social Networks. Wie heisst es doch so schön: "Der Fortschritt geht nicht rückwärts."

Verfasst von Hans Fischer um 11:14

25.06.2008

Wider Community-Hysterie

Logisch, virtuelle Gemeinschaften sind absolut zeitgeistig und wichtig. Geht es um Risikofinanzierungen, haben Jungunternehmer mit Social Networking-Projekten auch mit Abstand die besten Karten. Wer aber glaubt, dass eine Community schnell aufgebaut und Garant für geschäftlichen Erfolg sei, sieht die Welt durch die rosarote Brille. Tausende von virtuellen Communities formieren sich aus einigen wenigen Teilnehmern. Und viele Communities haben zwar ansprechenden Zulauf, generieren damit aber bloss Kapitalerhöhungsbedarf.

Interessant sind die Bestrebungen verschiedener Medienhäuser. Sie reichen von Community-Hysterie bis bis zur totalen Verweigerung. Josef Joffe, Herausgeber der Zeit, gibt in "Klasse, nicht Klicks" einige interessante Gedankenanstösse wie zum Beispiel:

"(...) Aus Community lässt sich Cash machen (siehe Facebook), aber noch nicht Journalismus, jedenfalls kein guter. Wüten und Jubeln machen noch keine Öffentlichkeit".

Verfasst von Hans Fischer um 15:17

23.06.2008

Web 2.0 und die Tradition von Fehleinschätzungen

Kurzer Nachtrag zu der "Verwunderlichen Studie zu Banken und Web 2.0", respektive zur Tatsache, dass kapitale Fehleinschätzungen eine grosse Tradition haben. TEC CHANNEL listet "Die zehn größten IT-Irrtümer und -Fehlprognosen" auf:

  • „Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.“
    Manager von Western Union, 1876

  • „Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert.“
    Ein potenzieller Investor zur Erfindung des Radio in den 1920ern.

  • „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“
    Thomas Watson, IBM-Vorsitzender, 1943

  • „Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird ein Computer Schachweltmeister werden und innerhalb der nächsten zehn Jahre ein wichtiges und neues mathematisches Theorem entdecken und beweisen.“
    Herbert Simon, KI-Forscher und Nobelpreisträger, 1957

  • „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.“
    Ken Olson, Präsident, Vorsitzender und Gründer von Digital Equipment Corp., 1977

  • „Das zeitraubende Hin- und Hergeschiebe von Papier wird im Büro der Zukunft durch Informationsverarbeitung mit Computer ersetzt.“
    Prognose des Palo Alto Research Center , 70er Jahre

  • „Bill Gates hat MS-DOS entwickelt“
    Verbreitete „Binsenweisheit“

  • „E-Mail is a totally unsaleable product.”
    Ian Sharp, Sharp Associates, 1979

  • „OS/2 will be the platform for the 90s.“
    Bill Gates, Microsoft, 1989

  • „’Strg’ auf der deutschen PC-Tastatur steht für’String’“
    Binsenweisheit deutschsprachiger PC-Nutzer
Eine weitere Sammlung an Irrtümern hat janko.at zusammengestellt.

Verfasst von Hans Fischer um 13:16

Verwunderliche Studie zu Banken und Web 2.0

"Web 2.0 wird von Banken weitgehend ignoriert", titelt ECIN und zitiert eine Studie eines Beratungs- und Softwareunternehmens. Wie sollen die Befragten visionäre Antworten geben, wenn die Studienurheber Web 2.0 bloss als Sammelbegriff für Techniken und Anwendungen verwenden (und wohl auch verstehen)?

Web 2.0 bedeutet vor allem auch Sozialisierung des Webs, vermehrte Interaktion unter den Usern, Diskussionen über Produkte und die Tatsache, dass die User nicht einfach mehr nur willig konsumieren, was kommunikationsdiktatorische Manager ihnen vorzusetzen gedenken (s.auch "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen").

Fazit: Web 2.0 bedeutet vor allem, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten keine lineare Sender-Empfänger-Geschichte mehr ist. Und wer das nicht kapiert, kommuniziert an den Kunden - vor allem der jüngeren Generation mit dem ausgeprägten Web-Interaktionsverständnis - vorbei. Studien, die den Fokus auf Fragen à la "Setzen Sie Weblogs ein?" oder "Steigern Wikis ihren Return on Investment?" legen, sind zu simpel.

Ps. Die Finanzbranche setzte sehr früh schon Web 2.0-Anwendungen wie Wikis oder Social Networks ein. Das ist in relevanten Studien seit Jahren festgehalten.

PPs. Hier geht's zu diversen "Finance 2.0-Beiträgen und -Hinweisen"

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

19.06.2008

Und täglich locken die Social Networks

Wer einen Newsreader installiert hat (leiser Tipp: auch hier bietet DAS US-Suchmaschinenunternehmen wohl die beste Dienstleistung) und sich für Web 2.0, eMarketing und dergleichen interessiert, wird täglich mit Meldungen über Social Networking beglückt oder belästigt (leider können die Newsreader qualitativ gute von schlechten Nachrichten und Postings leider noch nicht unterscheiden). Wie auch immer: Die virtuellen Gemeinschaften nehmen einen zunehmend wichtigen Platz im sozialen Gefüge der User ein. Werbeanzeige.de schreibt dazu heute über die deutschen Nachbarn:

"(...) Neun Millionen Deutsche präsentieren sich in Online-Netzwerken: Bereits 12 Prozent der Bürger ab 14 Jahren veröffentlichen persönliche Infos in Communitys – eine Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr."
Etwas aussagekräftiger ist die Erhebung von Nielsen Online zu den "Top 10 U.S. Social Network Sites for May 2008":

nielsen-top-10-social-networks-may-2008.jpg
(Quelle Nielsen Online; Bildquelle: Search Engine Journal)

Wer es lieber in deutscher Sprache mag, findet neben den Grossen wie XING oder StudiVZ hier ein Verzeichnis mit 100 weiteren Social Networks.

Die virtuellen, sozialen Netzwerke haben längst auch schon den Weg in die Unternehmen selber gefunden. Ob eigene Applikation im Intranet oder in Miete bei einer Plattform, die Netzwerkerei fördert die Kommunikation und damit viele Wissensbausteine wie z.B. Wissenstransfer, -verteilung und -generierung - und natürlich auch Bottom-up-Verbesserungsvorschläge (wenn Entscheider aufgeschlossen genug sind).

Relevant ist die kaum zu übersehende Entwicklung selbstverständlich auch für Marketingabteilungen. Dazu mehr in einem späteren Beitrag.

Verfasst von Hans Fischer um 13:40

17.06.2008

"Bedrohen Wikis die Macht von Managern?"

... fragt Manager Magazin Online heute. Selbstverständlich nicht. Wikis festigen die Macht von Managern. Manager Magazin Online lässt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales im Interview über Chancen und Ängste sprechen. Ein Auszug:

"(...) Sie nutzen sie für jede Art von Wissensmanagement, bei der es auf offene, flexible und schnelle Zusammenarbeit ankommt - insbesondere wenn Mitarbeiter an weit entfernten Standorten arbeiten und gute Beziehungen zueinander aufbauen müssen.

(...) Ein Wiki ist ein wunderbares Werkzeug, mit dessen Hilfe Menschen schnell zu einem einvernehmlichen Beschluss kommen. Das funktioniert sowohl beim Entwurf einer Tagesordnung für das nächste Meeting als auch bei der Frage, wie man die Kunden am besten zufriedenstellt.

(...) Wikis können bei Führungskräften Bauchschmerzen auslösen, insbesondere in Unternehmen mit einer stark hierarchisch geprägten Kultur. (...) Aber es entwickelt ein vages Unbehagen, wenn es sieht, wie Mitarbeiter Probleme unter sich lösen, statt auf die Anweisungen ihrer Vorgesetzten zu warten."

Tja, den Zeitgeist gilt es zu antizipieren. Wikis sind aber keinesfalls für alle Inhalte geeignet. Es gibt verschiendenste Anwendungen für verschiedenste Anforderungen. Allen ist gemeinsam, dass sie preiswert, anwenderfreundlich und kollaborationsfördernd sind.

Im WM 2.0-Wiki finden sich viele weiterführende Informationen und Links zur Thematik.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

09.06.2008

Apropos Zukunft: "Business-Webs ersetzen Unternehmen"

Solcherlei äussert Don Tapscott in der FAZ:

"(...) Der kanadische Managementguru hat die Entwicklung im Internet zum Web 2.0, in dem Unternehmen mit Nutzern und Partnern viel stärker zusammenarbeiten als in der Alten Welt, auf Unternehmen übertragen. "Enterprise 2.0" heißt sein Modell folgerichtig, in dem Informationstechnik und speziell die Vernetzung im Internet eine zentrale Rolle spielen: Forschung, Produktentwicklung oder Innovationen finden nach seiner Ansicht künftig vor allem in Netzwerken statt. "Die Kosten der Kollaboration zwischen Unternehmen sinken im Internet. Unternehmen, die weiterhin alles allein machen wollen, fallen im Wettbewerb zurück", argumentiert Tapscott."
Und der Kunde? Dieser Aspekt sei besonders wichtig, hält Tapscott fest. Neu würden die Kunden nicht bloss Produkte kaufen, sondern diese mitunter auch mitentwickeln - dies insbesondere mittels Diskussion in Online-Communities.

Ein toller Artikel ("Business-Webs ersetzen Unternehmen") über die sich definitiv ändernden Rahmenbedingungen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:42

"Equity Research in the Age of Web 2.0"

Im O'Reilly Radar nennt Robert Passarella als einen wichtigen Grund für die Beachtung von Web 2.0 durch tangierte Banking-Bereiche u.a. die Expertise der User:

"(...) In certain domains, enthusiasts and experts are better informed than most analysts on the actual products, goods or services a company may provide. And they are sharing this knowledge and information with each other in open forums. And if you decide to graduate from lurker to participant the gains are even greater. An informed investment professional, that knows his tickers and sectors, can quickly digest this information into his investment process, just like his phone calls with a Gerson Lehman or Coleman Research expert. This type of high quality information can be found if you know where and how to look."
Die Schwierigkeit ist die Unterscheidung in gute und schlechte Quellen, automatisierte Alarmierung und Mustererkennungen sowie passende Aggregation der identifizierten Informationen. Dafür braucht es Erfahrung und passende Tools. Verzichtbar? Kurzfristig ja - Sie holen die Verspätung gegenüber den bereits agierenden Mitbewerbern irgendwann ja bestimmt wieder auf ;-)

Verfasst von Hans Fischer um 10:24

05.06.2008

Tupperware, E-Marketing und Web 2.0

Warum Web 2.0 Marketing beflügeln kann, erklärt für einmal nicht eine lange Abhandlung, sondern ein Beispiel, das auf den ersten Blick trivial erscheinen mag, spätestens auf den zweiten aber viel erklärt:

"(...) Tupperware-Chef Rick Goings setzt auf die Anziehungskraft der Stars, um seine Dosen zu verkaufen. Die Direktvertriebsfirma hat die Schauspielerin Brooke Shields für eine groß angelegte Marketingkampagne verpflichtet. Shields vermarktet für den US-Konzern die Internetseite "Chain of Confidence" (Kette des Vertrauens) - eine Art soziales Netzwerk, auf der Frauen sich über Alltagsprobleme wie Finanzen, Gesundheit oder Aussehen austauschen können. Ab sofort geben dort professionelle Finanz- und Ernährungsberaterinnen Tipps. Das Internetprojekt soll helfen, der Firma ein jüngeres Image zu verpassen. "Wir planen, demnächst auch eine deutsche Version der Seite ins Leben zu rufen", sagte Goings der WELT. "Momentan suchen wir nach dem richtigen deutschen Prominenten, der helfen kann, unser Image zu verjüngen."
(Quelle: Die Welt, Menschen und Märkte, Stand: 5.6.2008)

Verfasst von Hans Fischer um 10:24

27.05.2008

Wissensmanagement-Wiki wird ausgebaut

Das WM 2.0 Wissensmanagement Wiki, das vor Jahresfrist im Rahmen des Nachdiplomstudiums NDK Wissensmanagement (IKF Luzern) initiiert und gestaltet worden ist, erfreut sich mit vielen Besuchen und hervorragenden Suchmaschinenplatzierungen grosser Beliebtheit. Derzeit widmet sich eine zweite NDK-Gruppenarbeit der inhaltlichen Weiterentwicklung. Speziell am Wiki ist sicherlich die Tatsache, dass neben Wissensmanagement und Web 2.0 auch die Synthese Wissensmanagement 2.0 beschrieben wird.

Surfen Sie bei Gelegenheit vorbei und profitieren Sie von der für nachhaltigen Unternehmenserfolg so wichtigen Thematik. Zweifel?

Verfasst von Hans Fischer um 14:22

23.05.2008

Virtuelle Welt ist Pflicht - Second Life nicht

Spricht man von virtuellen Welten, denken die meisten an Second Life (s. diverse Beiträge) und rümpfen die Nase. Dabei geht nicht um Second Life per se, sondern vielmehr um die Tatsache, dass dreidimensionale Web-Darstellungen mit Interaktionsmöglichkeiten neue Kundenbeziehungen erlauben und notwendig machen. Oder verkürzt ausgedrückt: Es geht um die Zukunft. Nebensächlich, ob diese bei Second Life oder in einer unternehmenseigenen Umgebung stattfindet.

Ecin schreibt im Artikel "Vorsicht: Virtuelle Welt" über das Scheitern vieler Unternehmenslösungen, weil klare Zielvorstellungen und vertieftes Verständnis über Demographie, Einstellungen und Erwartungen der Nutzer virtueller Welten fehlen würden. Die Forscher von Gartner gehen mittelfristig aber davon aus, dass die Mehrheit der Unternehmen sich virtuell engagieren muss:

"(...) Unternehmen haben drei Möglichkeiten sich in virtuellen Welten zu engagieren. Zum einen gibt es die Möglichkeit auf bereits bestehende Angebote wie Second Life oder There zurückzugreifen. Zum zweiten eigene öffentliche Welten aufzubauen oder drittens eigene firmeninterne Welten zu kreieren. Bis 2012, so schätzt Gartner, sollen 70 Prozent der Unternehmen eigene, interne virtuelle Welten im Einsatz haben. Diese Welten sollen dann, aufgrund niedrigerer Erwartungen, klareren Zielen und besseren Randbedingungen auch erfolgreicher sein."
Über mögliche virtuelle Lösungsansätze für Finanzunternehmen haben wir u.a. im Fachartikel "Drei virtuelle Thesen zum Bank-Kunden von morgen" geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 08:53

20.05.2008

Online-Marketing als must-have

Das Online-Marketing Magazin werbeanzeige.de fasst eine Studie von Booz Allen Hamilton mit folgendem Fazit zusammen:

"(...) Marketingentscheider, die den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich digitale Medien zügig stärken. Denn Marken, die digitale Kanäle nicht intensiv nutzen, haben über kurz oder lang keine Chance, für medial emanzipierte Verbraucher attraktiv zu bleiben."
Die Ausgangslage war - genauso wie das Fazit - in anderen Worten gelegentlich schon in diesem Blog zu finden:
"(...) Marketingverantwortliche erkennen Neue Medien wie Online Communities oder Blogs und damit einhergehende radikale Änderungen des Konsumentenverhaltens als Herausforderung. Die Praxis hinkt dieser Erkenntnis jedoch gefährlich hinterher."
Details finden sich im Artikel "Online-Marketing: Weiter massive Kluft zwischen Theorie und Praxis".

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

15.05.2008

Zukunft gehört dem mobilen Web 2.0

... meinen die Marktforscher von Juniper Research. Der Branchendienst Ecin zitiert diese im Artikel "Großes Wachstum im mobilen Web 2.0":

"(...) wird der Markt für mobiles Web 2.0 und mobilen User-Generated-Content von 1,8 Mrd. US-Dollar in 2008 auf bis zu 11,2 Mrd. US-Dollar in 2012 emporschießen. Ian Chard von Juniper Research begründet dies mit der Entwicklung des Konsumenten zum Prosumenten. Das Mobiltelefon sei, so fährt er fort, durch seine ständige Erreichbarkeit die logische Erweiterung von sozialen Netzwerken und anderen Web 2.0-Anwendungen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:54

14.05.2008

Warum geben Menschen ihre Daten preis?

Spiegel Online geht im Artikel "Tiefes menschliches Bedürfnis" der Frage nach, warum viele Menschen im Rahmen von Web 2.0-Anwendungen persönliche Daten scheinbar hemmungslos preisgeben. Eine Tatsache, die viele Marketingstrategien beeinflussen wird. Der Soziologie-Professor Nicholas Christakis erklärt im Spiegel-Interview:

"(...) die Vorstellung von Privatsphäre befindet sich gerade in einem Umbruch. Junge Leute finden es völlig in Ordnung, alle möglichen persönlichen Informationen ins Netz zu stellen, ihr Tagebuch mit der Welt zu teilen oder Fotos von sich zugänglich zu machen, aber es gibt durchaus Verhaltensweisen, die sie nicht akzeptabel finden, etwa dass sie jemand online auf Schritt und Tritt verfolgt. Dann kann man zwar zu ihnen sagen: Warte mal, du selbst hast schließlich dein ganzes Leben ins Netz gestellt! Aber sie beharren darauf, dass das nicht Teil der Abmachung war"
Weitere Artikel zum aktuell so angesagten Social-Aspekt finden sich hier.

Verfasst von Hans Fischer um 13:39

13.05.2008

"Semantische Suchmaschine gestartet" ....

... titelt heise online, verweist auf Powerset und schreibt:

"(...) Die Startup-Firma Powerset aus San Francisco hat am Montag erstmals ihre Suchmaschine im Internet angeworfen. Der Start des Dienstes wurde seit Monaten erwartet, über die Erfolgschancen des wechselweise als "Google-Killer" oder Übernahmeziel für Microsoft gehandelten Dienstes bereits in zahlreichen US-Medien spekuliert."
Bei allem Respekt: Vom "Google-Killer" ist Powerset noch sehr weit entfernt. Nach einigen Testsuchläufen könnte man zudem den Eindruck bekommen, dass auch die Semantik bisher ziemlich bedeutungslos sei.

Weiterführende Informationen und Links zum Semantic Web finden sich unter anderem hier.

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

09.05.2008

Virtueller Friedhof als Social Network

Wer den Titel gelesen hat, wird die Stirn in Falten gelegt haben. Die Sache ist laut Internet World Business ("Tribute: Social Networking für Tote") aber todernst und wurde vom Monster-Gründer initiiert:

"(...) Jeff Taylor geht im Juni mit einer Social-Networking-Plattform für Verstorbene an den Start. Aktiv werden sollen aber natürlich die Hinterbliebenen, die dem Toten im Netz eine Gedenkstätte errichten. Geplant ist nicht nur, dort Traueranzeigen zu veröffentlichen, sondern auch eine Datenbank zu integrieren, in der nach Informationen über Verstorbene recherchiert werden kann. Hauptgeldgeber der Plattform ist das 'Wall Street Journal'."
Wenn sogar die Toten in den Social Networking-Fokus geraten, sollte eine Information über Möglichkeiten von vitalem Interesse sein. Sie finden diese u.a. im Beitrag "Nachhaltiger Erfolg nur mit Social Networking" oder im Kontext mit weiteren Web 2.0-Aspekten im Artikel "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0".

Verfasst von Hans Fischer um 10:58

05.05.2008

"Community = Vertrauen = Verkauf" ...

... titelt ECIN und schreibt über Preisvergleichsseite eDrugSearch.com, respektive über die positiven Effekte nach der Einführung von Community-Funktionen:

"(...) Mit der Community-Funktion bekommen Besucher auf eDrugSearch.com die Möglichkeit Medikamente und Apotheken zu bewerten sowie Einschätzungen zu verfassen oder zu lesen. Zudem können sie neueste Veränderungen in den Verordnungen der US Food and Drug Administration, den Medikamentenpreisen und anderen Neuigkeiten in Bezug auf Medikamentenbehandlungen einsehen. Ein Austausch der User untereinander über Behandlungen und Erfahrungen mit Medikamenten kann aber auch ganz direkt stattfinden."
Das Potenzial von Communities (resp. Social Networking) haben wir unter anderem in den Beiträgen "Konsumenten-Vernetzung & Unternehmer-Pflicht" oder "Kundenvertrauen 2.0" beschrieben.

Seit längerer Zeit eine Vorreiterrolle spielen diesbezüglich Hotelbewertungsangebote wie Cooleferien.com, HolidayCheck.de, Hotelcheck.de, Hotelkritiken.de, Travel-and-guide.de, Votello.de, Trivago.dehotelkritiken.de oder TripAdvisor. Wie eine Studie des Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH Anfang Jahr ergeben hat, sind die Onlinerezensioinen beim Management aber nicht beliebt:

"(...) Nur 30 Prozent der Hotelmanager klicken regelmäßig durch die Bewertungsportale, um die jüngsten Bewertungen ihrer Häuser in Erfahrung zu bringen."
Nun, diese Haltung wird sich zwangsläufig ändern.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

Nach Second Life - Büros werden virtuell(er)

Wie künftige Bankkunden virtuelle Welten nutzen könnten, haben wir unter anderem im Fachartikel "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen" (Netzguide IT in Finance 2007) beschrieben.

Dass die von vielen Unternehmen in Second Life (s. frühere Postings zum Thema) getesteten Möglichkeiten nun in den Intranet-Bereich Einzug halten, erstaunt wenig. BusinessWeek schreibt dazu im Beitrag "The (Virtual) Global Office", dass Second Life als Marketingplattform viele Unternehmen enttäuscht habe, virtuelle Welten aber hervorragende Möglichkeiten im unternehmensinternen Bereich - z.B. für Ausbildung, interne Kommunikation, Personalrekrutierung - bieten würden.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34

30.04.2008

Update zu Finance 2.0

... respektive zum Beitrag von gestern über die Web 2.0 Expo. Die Welt fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Expo und des aktuellen Web 2.0-Geschehens im Artikel "Das Web 2.0 ist aktueller denn je" zusammen und schreibt:

"(...) Kaum einer mag den abgedroschenen Begriff Web 2.0 heute noch verwenden. Doch das sogenannte Mitmach-Internet ist bedeutender denn je, wie ein Besuch der "Web 2.0 Expo" in San Francisco zeigt: Das Internet vernetzt Unternehmen und Kunden in bislang unbekanntem Ausmaß."
Oder in Kurzform: Wer es ignoriert, verliert.

Verfasst von Hans Fischer um 09:15

29.04.2008

Neues zu Finance 2.0

Die Presse.com schreibt im Artikel "Web 2.0 steht erst am Beginn" über die Web 2.0 Expo vergangene Woche in San Francisco unter anderem über den Finance 2.0-Bereich. Erwähnt sind Wesabe (kollektives Wissen für bessere individuelle Anlageentscheide) und Prosper.com (Kreditvermittlungsplattform von und für User).

Communities können für Banken eine gewisse Rolle spielen, vor allem bei der Kundengewinnung und -akquisition. Der öffentlich-transparente Gemeinschaftsgeist kollidiert aber auch mit regulatorischen und strategischen Rahmenbedingungen. Web 2.0-Anwendungen entfalten ihre positive Wirkung denn vor allem im internen Bereich als Wissensmanagement- und Kommunikations-Katalysatoren.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 14:35

"a digital lifestyle - leben und arbeiten mit social software"

... heisst das von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg publizierte Buch, das in der Online-Version kostenlos zur Verfügung steht. Wie dem Inhaltsverzeichnis entnommen werden kann, bietet das Buch neben Lifestyle-Aspekten auch Themen wie "social software im wissensmanagement 2.0" oder "wikis - die wissensmanagement-lösung".

Weiterführende Information zur Thematik findet sich im Roloblog und im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 10:20

28.04.2008

Web 2.0-Nachhilfe für Lehrer

Golem.de nimmt ein wichtiges Thema auf: Die massiv erhöhte Technologie- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen ("Lehreraufklärung: So funktioniert das Web 2.0"):

"(...) Schülerstreiche sind heutzutage immer häufiger elektronischer Natur. Um die Lehrer zu wappnen, hat der Verbund Europäisches Schulnetz (EUN) - ein Zusammenschluss von 28 europäischen Bildungsministerien - eine Internetseite namens teachtoday.eu ins Leben gerufen."
Andererseits hilft die Site beim Unterricht und soll Kindern und Jugendlichen zudem die notwendigen Fähigkeiten vermitteln, damit sie die Internet-Angebote sicher nutzen und vor möglichem Schaden bewahrt bleiben.

Verfasst von Hans Fischer um 13:28

Was kommt nach den heutigen Suchmaschinen?

... oder in den Worten von TechCrunch: "Is Keyword Search About To Hit Its Breaking Point?" Eine absolut zentrale Frage. Denn, obwohl es nicht ständig geschrieben wird, funktionieren Web 2.0, Wissensmanagement, Wissensmanagement 2.0, das Internet und immer mehr Intranets nur, wenn eine fallweise passende Suchmaschine zur Verfügung steht. Welche Nachhaltigkeit haben Grafiken, Abhandlungen, Analysen, Aktennotizen oder CRM-Bemerkungen, wenn sie nicht mehr gefunden werden? Keine. Eine gute Suchmaschine verhindert diese - in Arbeitsstunden gemessen - unendlich teuren Verluste.

In besagtem Artikel wird der Fakt beschrieben, dass die auf der Eingabe von Schlüsselwörtern basierenden Suchmaschinen wie Google der stetig wachsenden Datenmenge und auch den gestiegenen Anforderungen der Suchenden kaum mehr gerecht werden können. Keyword-Search generiere Heuhaufen und nicht die eigentlich benötigten Nadeln darin als Resultate, schreiben die Autoren.

Pauschal gilt diese Aussage sicherlich nicht. Als Enterprise Search-Spezialist wissen wir um die unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmensbereich. Während eine "normale" Indexsuche in einem Fall optimal sein kann, braucht es anderenorts semantische Funktionalität, die Aggregation von strukturierten und unstrukturierten Daten oder die enge Verknüpfungen mit Business Intelligence-Anwendungen.

Wie die Keyword basierte Suche abgelöst werden könnte, zeigt nachfolgende Grafik:

keyword-search-slide.png
(Bildquelle: TechCrunch)

Wer meint, der aktuelle Marktführer schaue der Entwicklung tatenlos zu, irrt sich natürlich. Passend zum Thema der heutige Beitrag "Google’s Vision of the Future of Image Search" vom Search Engine Journal.

Verfasst von Hans Fischer um 10:40

24.04.2008

Wikis in Unternehmen

Dass Wikis in Unternehmen wertvolle Dienste leisten können, haben wir vor zwei Jahren schon geschrieben ("Social Software im Untenrehmen"), seither immer mal wieder in Erinnerung gerufen (z.B. "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt") und selbstverständlich auch selber angewendet - in Intranet und Internet ("WM 2.0-Wissensmanagement Wiki").

Echo Online bringt im Artikel "Teamleistung zählt mehr als persönliche Erfolge" Erfahrungsberichte deutscher Unternehmen mit ein und endet mit der Idealvorstellung:

"(..) Während der Informationsaustausch entlang der Hierarchien oft langsam und fehleranfällig ist, kann ein Unternehmens-Wiki direkt in den Arbeitsablauf der Mitarbeiter integriert werden. Im Idealfall verbessert jeder einzelne permanent sowohl die Struktur, als auch die Inhalte der Informationsplattform."

Verfasst von Hans Fischer um 10:22

23.04.2008

Der Social Content Spitze

Social Content, von Usern erarbeitete Inhalte für die Web-Gemeinschaft, ist wichtiger Bestandteil der Web 2.0-Erfolgsgeschichte. Welche Höhen - respektive Niederungen - solcherlei soziales Publizieren erreichen kann, beschreibt Spiegel Online im Artikel "Meine Freundin hat die Katze geköpft". Es geht um die französische Seite Vie de merde und von Usern geschriebenen Texten wie diesem:

"Ich habe heute zwei SMS von meiner Freundin bekommen. In der ersten teilte sie mir mit, dass alles aus ist. In der zweiten, dass sie sich mit dem Adressaten vertan hat. Scheiß Leben."

Verfasst von Hans Fischer um 13:56

22.04.2008

Nachhaltiger Erfolg nur mit Social Networking

Laut Forrester Research werden Web 2.0-Anwendungen und insbesondere Social Networking zu den wichtigsten Anforderungen für die Unternehmen überhaupt ("Forrester: Social networking will be biggest enterprise 2.0 priority by 2013; Smaller businesses reticent"). ZDNet hat die Forrester-Studie illustriert, beschrieben und als Kernaussage festgehalten:

"(...) In Forrester’s view, the key hallmark of Web 2.0 is efficiency for end users, and the ultimate goal is to use technology like Ajax, rich Internet applications, blogs, wikis, and social networks to foster productive, advantageous behavior among employees, customers, partners, and other networks such as Social Computing, the Information Workplace, and collective intelligence."

Die Investitionen in Web 2.0-Awendungen werden sich laut Forrester Research bis zum Jahr 2013 verzehnfachen:

FR_web20.jpg
(Bildquelle: Forrester Research)

Erklärungen zu Begriffen wie RSS, etc. finden sich unter anderem im Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 10:05

14.04.2008

"Näher beim Kunden mit Web 2.0"

... titelt InfoWeekOnline und schreibt über das Grundsätzliche:

"(...) Dass es sich bei Web 2.0 nicht nur um einen PR-lastigen Hype wie um Second Life handelt, unterstreicht auch Gartner in einer aktuellen Studie: Die Analysten bewerten Web-2.0-Technologien in ihrem «Hype Cycle 2007» als Top-IT-Thema der nächsten Jahre."
Es folgt die - in diesem Blog oder im WM 2.0-Wiki schon oft gemachte - Verknüpfung von Web 2.0 und Wissensmanagement (zu Wissensmanagement 2.0):
"(...) Unternehmen stehen kontinuierlich vor der Aufgabe, Informationen und vor allem Wissen besser zu vernetzen. Vorausschauende Unternehmen wollen darüber hinaus das Wissen ihrer Mitarbeiter langfristig erhalten. (...) Bislang schlummert solches Know-how in Köpfen, Ablagen, Meeting-Protokollen und E-Mail-Archiven der Experten jeweiliger Abteilungen. Das Wissen ist streng hierarchisch und an Personen gebunden abgelegt. Der direkte Zugriff für andere ist nicht möglich. Der Einzelne hat die Wissenshoheit. Wer dieses Wissen braucht, muss zum Telefonhörer greifen oder eine E-Mail schreiben – sofern er überhaupt weiss, wer über das Wissen im Unternehmen verfügt. Einen Ausweg versprechen Web-2.0-Technologien und webbasierte soziale Netzwerke."
Und für die Skeptiker noch folgende Passage:
"(...) Wie hätte man wohl vor zehn Jahren auf folgende Wette reagiert? «Ich wette, dass in den nächsten zehn Jahren eine lose Web-Community die gesamte Encyclopaedia Britannica (und noch mehr) quasi ohne Budget und ohne zentrale Erfolgskontrolle im Web mittels einer recht simplen Technologie abbilden und kontinuierlich weiterentwickeln wird.» Das Beispiel Wikipedia veranschaulicht die Kraft der Veränderung, die darin liegt, Nutzermassen in Entwicklungsprozesse zu involvieren und diese so durch Nutzer lenken zu lassen. Diese Kraft wird in vielen Bereichen Auswirkungen haben."

Verfasst von Hans Fischer um 09:02

09.04.2008

Konsumenten-Vernetzung & Unternehmer-Pflicht

Im Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" (2007) haben wir geschrieben:

"(...) Dass das Internet die Kraft hat, mittels Vernetzung die Märkte und das Konsumverhalten zu beeinflussen, wurde bereits 1999 von den erfassern des berühmten «Cluetrain Manifesto» prophezeit."
Der starke Einfluss von Web 2.0-Aspekten auf das Konsumverhalten wurde im Fachartikel "Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen" aus Finanzbranchen-Sicht erläutert.

Im Artikel "Social Commerce - Das Netz-Kaufhaus" bezieht sich Manager Magazin Online heute ebenfalls auf die Cluetrain Manifesto-Aussagen und hält ganz grundsätzlich fest:

"(...) So wie sich das Internet von der ersten Version zum Web 2.0 entwickelte, verändert sich nun auch das Einkaufen im Netz. Der Kunde wird vom passiven Nutzer zum Berater, Verkäufer oder gar Produzenten. Klick für Klick ergreift er die Macht und stellt damit die herkömmlichen Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Kunden auf den Kopf."
Die Unternehmensverantwortlichen sind in der Pflicht - ausser ...

3affen.jpg
(Bildquelle: Uni Giessen)

Verfasst von Hans Fischer um 09:23

08.04.2008

Virtuelles Recht

Roloblog berichtet regelmässig über verschiedene Aspekte virtueller Welten. Abgesehen von der leidigen Abmahnerei in Nachbarländern geht der Aspekt Recht in virtuellen Welten oft vergessen. Diesem Thema hat sich laut heise online die Virtual Law Conference jüngst gewidmet. heise schreibt im Artikel "Virtual Law: Was ist Recht in virtuellen Welten?" über die Erkenntnisse.

Ähnliche Thematiken behandeln die heutigen Artikel "Soziale Netzwerke im Visier der Kriminellen" von heise online und "Soziale Netzwerke sind jetzt Unterrichtsfach" von Welt Online.

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

03.04.2008

"Auf dem Weg zum Hypernet"

Auf die Schnelle einen Hinweis auf einen kompakten und spannenden Beitrag zur Internet-Zukunft: "Auf dem Weg zum Hypernet". Don Tapscott, Bestsellerautor und Managementberater, erklärt:

"(...) Das alte Internet drehte sich um Websites, Klicks und passives Zuschauen. Es diente lediglich der Informationsbeschaffung und glich in vielen Bereichen den alten einseitig übertragenden Medien als dem modernen interaktiven Web. Mit der Vervielfachung der Rechenleistung und der Nutzerzahlen stehen nun einfach anzuwendende Werkzeuge zur Verfügung, sodass sich das Internet zu einem globalen, lebendigen Computer entwickelt, den jeder Nutzer praktisch selbst programmieren kann."
Die Auswirkungen - unter anderem auf Userverhalten, Marketing oder Geschäftsmodelle - sind enorm.

Verfasst von Hans Fischer um 09:33

26.03.2008

Web 2.0: "Gründerboom und leere Kassen"

Wer die regelmässige Berichterstattung über Web 2.0 oder z.B. den Fachartikel "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" gelesen hat, wurde auf Grundtendenzen aufmerksam gemacht, die zweifelsohne nachhaltig sein werden. So zum Beispiel der Willen der User zu mehr Interaktion und das damit gekoppelte Bedürfnis nach mehr Information und bedienungsfreundlichen Anwendungen - und auch Websites. Viele dieser Aspekte werden auch im spezialisierten Wiki WM 2.0 Wissensmanagement beschrieben.

Das Ganze hat natürlich auch Kehrseiten. Eine davon hat mehrere Facetten: Nur dank dem Unternehmergeist möglichst vieler Gründer, werden laufend neue Innovationen generiert. Andererseits können schlicht und einfach nicht alle dieser Start-ups erfolgreich sein. Kurz mal eine Community-Idee abzukupfern und auf die von selber hereinflutende Masse an Usern zu warten, geht in den meisten Fällen fürchterlich schief. ZDF hat diese Tatsache im Beitrag "Gründerboom und leere Kassen" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 14:15

18.03.2008

Tipps: Top Tools von Top Cracks

Im Newsletter E-Learning des Learning Center IWI-HSG (Universität St. Gallen) wird auf die Liste " Top 10 Tools for Learning Spring 2008" aufmerksam gemacht.

Die Aufstellung hat aber keinesfalls nur mit E-Learning zu tun. Die empfohlenen Tools der 128 internationalen Experten sind vielmehr eine wunderbare Inspirationsquelle für Web 2.0, E-Learning, Wissensmanagement & Co.

Viele der empfohlenen Anwendungen sind kostenlos.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34

12.03.2008

Unternehmen investieren in Web 2.0

Wer sein Unternehmen längerfristig nicht auf Grund fahren will, muss sich mit Web 2.0 auseinandersetzen. Warum dem so ist, wird unter anderem im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" erläutert. Im Artikel "Web 2.0 sichern statt blocken" bestätigt die Computer Zeitung diese Aussage und zitiert eine Gartner-Studie:

"(...) Das benutzerzentrierte Internet der nächsten Generation hält verstärkt in Firmen Einzug. Laut einer Gartner-Umfrage unter 1500 CIOs weltweit plant die Hälfte der Firmen, im Jahr 2008 zum ersten Mail Investitionen in das Web 2.0. Gartner rät daher: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter vom Web 2.0 nicht ausschließen, wenn sie von der beachtlichen Kreativität profitieren möchten, die das Next-Generation-Web 2.0 freisetzt."

Verfasst von Hans Fischer um 15:23

11.03.2008

Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0

Was ist Wissensmanagement, wie wird es durch Web 2.0 wiederbelebt und wie wirkt sich das Ganze in naher Zukunft auf unsere Gesellschaft aus? Nachfolgend einige Antworten:
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Web 2.0 ist Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels. Eine Entwicklung, die der Wissensgesellschaft neue Bedeutung und Aufgaben gibt. Werden sie nicht umgesetzt, scheitern Personen und Organisationen. Das zeigt eine Reise von den Anfängen bis hin zur total vernetzten Wissensgesellschaft.

Grundsätzliche Zweifel an Wissensmanagement sind nicht angebracht. Management-Visionär Peter F. Drucker brachte die Notwendigkeit im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar. (…) Nur wer über Informationen verfügt, kann sein Wissen einsetzen». Oder mit den Worten des englischen Philosophen Lord Francis Bacon (1561-1626) ausgedrückt: «Wissen ist Macht».

Boden, Arbeit, Kapital und Wissen

Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte? Obwohl Antwort und Analogie zur Gegenwart auf der Hand liegen, schenken viele Unternehmensverantwortlichen der Information – und dem darauf basierenden Wissen – nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Zweifelsohne verschenken sie dadurch einen Teil des möglichen Erfolges oder verbauen sich eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft ganz. Mit den Worten von Sokrates verdeutlicht: «Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser.»

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Über die Frage, was denn Wissen genau ist und ob man Solcherlei überhaupt managen kann, sollte man sich aus Unternehmerperspektive nicht allzu lange aufhalten. Die vermeintlich einfachen Fragen sind philosophischer Natur und werden in entsprechenden Kreisen auch mit Verve diskutiert. Kurz: Eine schlüssige Definition für Wissen gibt es nicht. Es steht aber fest, dass Daten die Grundlage für Informationen sind und diese wiederum die Grundlage für Wissen.

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Wissen ist nicht definiert, Wissensmanagement aber schon: Eine etablierte Version von Bukowitz und Williams (1999) lautet: «Wissensmanagement ist der Prozess, durch den eine Organisation Wohlstand aus ihren intellektuellen oder wissensbasierten Ressourcen schöpft». Da Wissen immer Kopfsache ist, stehen die Angestellten im Zentrum aller entsprechenden Anstrengungen. Vereinfacht gesagt, geht es vorrangig um die Förderung von Kommunikation und Interaktion mit Zielsetzungen wie Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewahrung und Wissensbewertung. Oder noch anders: Vorhandene Informationen werden so aufbereitet, dass sie den Mitarbeitenden im richtigen Moment in passender Form zur Verfügung stehen.

Mehrwert von Wissensmanagement

Für Unternehmensverantwortliche steht naturgemäss die Frage nach dem betrieblichen Mehrwert an oberster Stelle. Wissensmanagement-Spezialist Klaus North von der Fachhochschule Wiesbaden hat auf der Webseite «Modellprojekt zur Erprobung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen» den konkreten Nutzen von Wissensmanagement aus verschiedenen Perspektiven aufgelistet.

  • Prozessperspektive: Prozessbeschleunigung, Vermeidung von Redundanzen, Steigerung Prozesstransparenz, Re-Use von internem Wissen, Reduzierung von Fehlern, Zeitersparnis bei Routinearbeiten
  • Mitarbeiterperspektive: Motivationssteigerung, Verbessertes Teamwork, kürzere Einarbeitungszeiten, Kompetenzentwicklung, Steigerung persönlicher Marktwert, Erweiterung persönliche Wissensbasis
  • Kundenperspektive: Kürzere Reaktionszeiten, Qualitätssteigerungen (Produkte & Service), verbesserte Kommunikation, Steigerung Kundenzufriedenheit, Steigerung Kundenbindung, gesteigerte Informationstransparenz, Innovationsperspektive, Generierung neuer Geschäftsfelder, Angebot neuer Produkte/DL, Anwendung neuer Technologien, Trendforschung
  • Finanzperspektive: Steigende Umsätze, bessere Einschätzung von Risikofaktoren, höherer Marktanteil, sinkende Verwaltungskosten
Aus Mitarbeitersicht fehlt ein wichtiger Punkt: Betriebliches Wissensmanagement reduziert den sogenannten «Brain Drain». Fluktuationen erodieren die Wissensbasis eines Unternehmens. Geeignete Wissensmanagement-Massnahmen können diese – zumindest zeitweilige – Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit mildern. So oder so braucht es wenig Fantasie, um zu erkennen, dass für beinahe jede Unternehmensform potenzieller Nutzen vorhanden ist.

Dass Wissensmanagement positive Effekte auf Produktivität, Effizienz, Einnahmen und Kosten haben kann, ist seit längerer Zeit bekannt. Die erste grosse, softwareunterstützte Wissensmanagement-Welle ist trotzdem fundamental gescheitert; und das, obwohl enorme Summen in Datenbankanwendungen investiert wurden. Warum der Misserfolg? Profilangaben von sich oder spezifisches Prozesswissen in eine Datenbank einzugeben, widerspricht vielen Mitarbeitenden ganz grundsätzlich: Aus den Profilangaben könnten nämlich Schwächen herausgelesen werden und durch Bekanntgabe von spezifischem Wissen macht man sich zweifelsohne leichter ersetzbar. Wenn zu diesen fundamentalen Bedenken noch die Tatsache dazukommt, dass die Applikationen mühsam zu bedienen sind, wäre alles andere als ein Scheitern der Wissensmanagement-Initiativen eine Überraschung.

Warum soll nun aber funktionieren, was früher gescheitert ist? Warum sollen die Angestellten nun plötzlich gerne und freiwillige Wissen mit den Kolleginnen und Kollegen teilen oder persönliche Daten von sich abspeichern? Das Zauberwort heisst «Web 2.0».

Web 2.0 fördert die soziale Interaktion

Eines vorweg: Web 2.0 ist keinesfalls bloss Schlagwort und die viel beschworene Blase wird lediglich (wieder) im Kapitalbereich platzen. Wenn alle renommierten Beratungsunternehmen einhelliger Meinung sind, dürfte die Wichtigkeit einer Entwicklung bewiesen sein. Und wenn diese Entwicklung sowohl den Technologiebereich als auch die Gesellschaft - und damit das Kundenverhalten – beeinflusst, sollten Unternehmensverantwortlichen hinhören, adaptieren und profitieren. Der Begriff selber beschreibt laut dem Namensgeber Tim O’Reilly eine Haltung, einen qualitativen Wandel des Internets. Andréa Belliger, Co-Leiterin des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, konkretisiert: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet. Das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell wird aufgebrochen. Die vollständige Kontrolle der Unternehmenskommunikation hat als Zielsetzung ausgedient. Es geht nun vielmehr um Kooperations- und Kritikfähigkeit. User-Diskussionen über Produkte und Unternehmen lassen sich kaum mehr verhindern. Die Unternehmenskommunikation ist gefordert, die Diskussionen zu beobachten und wenn immer möglich positiv zu beeinflussen. Letzteres in transparenter Weise. Falschinformationen oder getarntes Mitdiskutieren von Unternehmensangestellten sorgen nach dem Auffliegen für in Windeseile ausgebreitetes Negativfeedback im sozialisierten Internet.

«Andere arbeiten lassen»

Diese Sozialisierung bietet aber viele Chancen. Denn bei Web 2.0 geht es auch um das «Aal-Prinzip» («Andere arbeiten lassen»). Ein Klassiker: Der Siegeszug von Amazon beruht unter anderem auf der Tatsache, dass die durch Kunden verfassten Buchbesprechungen einen enormen Mehrwert gegenüber Mitbewerbern darstellen. Ausgenutzt wird bei diesem und vielen anderen E-Business-Beispielen die Schwarmintelligenz. Marktvorsprung hat, wer das Wissen der Belegschaft, der Kunden und der Partnern zu Nutzen lernt. Wird dieses Wissen intensiv ausgetauscht, analysiert und angewendet, werden unter anderem Produkte verbessert, Markttests verkürzt, Streuverluste bei Werbung und Kommunikation verringert, Motivation erhöht und neue Ideen kreiert. Klassische Web 2.0-Unternehmen wie Threadless gehen soweit, dass sie die bestehenden und potenziellen Kunden in den Produktionsprozess einbeziehen. Konkret: Erst wenn ein T-Shirt-Motiv genügend User-Resonanz erzielt, geht es in die Produktion. «Social Commerce» in Reinkultur.

Communities als selbst organisierende Netzwerke

«Social» ist denn auch ein Web 2.0-Schlüsselbegriff. User vernetzen sich in «Social Networks», publizieren «Social Bookmarks» und generieren Inhalte dank «Social Software». Jede Interaktion, jeder neue Eintrag, jeder neue Inhalt stärkt die Netzwerke oder Communities. David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern verdeutlicht: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um ‚Hubs’ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen. Kriegers Aussage wird von Tim O’Reilly gestützt. In seinem berühmten Artikel «What Is Web 2.0?» hat er neben anderen Punkten als Kernkompetenzen von Unternehmen die Nutzung kollektiver Intelligenz und Errechen des «Long Tail» mittels Bildung von Communities festgehalten.

Finanzunternehmen adaptieren Web 2.0

Wenig Berührungsangst vor Web 2.0 zu Gunsten der Unternehmensmaximierung haben unter anderem Finanzunternehmen. Die deutsche Bank Dresdner Kleinwort setzt seit einigen Jahren schon Wikis und Weblogs ein. Während Wikis laut watersonline.com vor allem von der IT-, Compliance- und der Trading-Abteilung genutzt werden, tauschen sich Analysten, Händler und ausgesuchte Kunden auf über 120 verschiedenen Intranet-Weblogs aus. Selbstredend, dass mit jedem Beitrag und jedem Kommentar wertvolles Wissensmanagement betrieben wird.

Dem stellvertretend genannten Beispiel werden viele folgen, ist Andréa Belliger überzeugt: «Web 2.0 verändert Arbeitsprozesse, Unternehmensstrukturen und Kommunikationsverhalten.» Warum gibt sich die Kommunikationsforscherin so sicher? Warum schreiben so viele Bankangestellte in Wikis oder Weblogs? Warum bestehen die Hemmungen der Preisgabe von persönlichem Wissen nicht mehr? Im Grunde genommen, ist es eine Frage der Motivation und des gesellschaftlichen Wandels. Als Beispiel sei die realativ simple Web 2.0-Anwendung «Social Bookmarking» genannt: Hunderte, wenn nicht Tausende Favoriten oder Bookmarks waren bisher in den Browsern der Angestellten gespeichert. Darunter immer auch solche, die genau den Informationsbedürfnissen einer Kollegin oder eines Kollegen entsprochen hätten – wenn denn danach gefragt worden wäre. Dank Web 2.0 ist das nun anders: Favoriten lassen sich einfach speichern, mit Stichworten («Tags») etikettieren und für bestimmte Zielgruppen frei geben. Wenn nur ein Bruchteil der Belegschaft mitmacht, entsteht mit der Zeit ein Universum an qualifizierten, etikettierten Bookmarks – und damit klarer Mehrwert für das Unternehmen durch Förderung und Nutzung kollektiver Intelligenz.

Kleine Investitionen mit grossem Mehrwert

Beim genannten Beispiel müssen die Mitarbeitenden noch nicht einmal Texte verfassen. Dank Tools wie Weblogs oder Wikis ist aber auch das kein Hinderungsgrund für erfolgreiches Aggregieren von Informationen mehr. Insbesondere Weblogs, vor Jahrzehnten schon als Instrument zum Hinweis auf interessante Presseartikel erfunden, haben eine richtiggehende Schreibmanie ausgelöst. Im Unternehmen können Blogs verschiedenen Zielen dienen. Weblogs für externe Kommunikation bieten Mehrwert in den Bereichen Suchmaschinen-Marketing, Image und Branding, Produktinformation, Krisenkommunikation und Kundenbindung. Belebende Wirkung zeigen Weblogs im Bereich der internen Kommunikation. Dank attraktiver Aufmachung und Interaktionsmöglichkeit mittels Kommentarfunktion werden hierarchieübergreifende Diskussionen, Motivation und Innovationsprozesse gefördert. Im Gegensatz zu Foren oder auch zu Wikis bleibt bei Weblogs die publizistische Hierarchie unangetastet. Es gibt klar festgelegte Autoren, die sich in Layout und Gewichtung von den Lesern respektive den Kommentatoren abgrenzen. Der Wissenstransfer ist einfach im Handling und vor allem verschwinden die Informationen nicht in diversen E-Mail-Boxen. Sie sind vielmehr zentral in den Weblogs festgehalten und damit auch gleich archiviert. Ähnlich verhält es sich mit Projekt-Weblogs. Statt an alle tangierten Personen E-Mails Informationen zu senden, lesen die Berechtigten die Unterlagen im spezifischen Projekt-Weblog und schreiben ihre Kommentare direkt zu den Beiträgen. Auch nach Abschluss des Projektes kann die gesammelte Information mittels integrierter Suchfunktion abgefragt werden. Weblogs bieten eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten. Echter Mehrwert entsteht aber nur, wenn sie mit den Marketingstrategien der Unternehmen korrespondieren, die Inhaltsverantwortlichen entsprechende Fähigkeiten mitbringen und die Integration technisch optimiert ist.

Gleich verhält es sich mit Wikis. Die thematisch strukturierte und stark vernetzte Darstellung von Informationen ist äusserst effizient. Im Gegensatz zu Weblogs müssen sich die Mitarbeitenden für die inhaltliche Bearbeitung aber mit der spezifischen Syntax vertraut machen. Bei der Lancierung von Wikis ist ausserdem zu beachten, dass die Struktur sorgfältig geplant wird. Wenn nicht, wird die Navigation innerhalb des Wikis zu umständlich. Gut gemachte Wikis sind aber hervorragende und extrem preiswerte Wissensmanagement-Instrumente.

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Knowledge Worker haben andere Bedürfnisse

Neben dem Einsatz der passenden Tools ist die Rücksichtnahme auf die veränderten Eigenschaften der Angestellten für den Erfolg entscheidend. Laut David J. Krieger zeichnen sich die Knowledge Workers, Angestellte die für ihre Leistungserbringung vorab auf Wissen basieren, durch folgende Eigenschaften aus: «Sie identifizieren sich primär mit ihrem Beruf und nicht mit ihrem Arbeitgeber. Sie sind mobil und wechseln häufig die Stelle. Ihre Hauptmotivation ist Stolz in Bezug auf ihre eigenen Leistungen. Sie reagieren sensibler auf Anerkennung durch Peers als durch das Management. Sie haben eigene Meinungen und starke Persönlichkeiten und werden lieber ‚pulled’ als ‚pushed’. Sie kontrollieren und benchmarken sich selbst durch informelles Networking mit Peers innerhalb und ausserhalb der eigenen Firma.» In diesem Zusammenhang wichtig ist auch die Unterstützung von Wissensmanagement durch E-Learning. Knowledge Workers wollen und müssen sich laufend weiterbilden. Im Gegensatz zu klassischen Schulungen im Präsenzunterricht erlaubt E-Learning inhaltlich und zeitlich individuelles Lernen. Als Nebeneffekt können die Fähigkeitsprofile der Angestellten laufend adjustiert werden.

Mensch und Maschine verschmelzen

Wird die Menschheit durch das wachsende Neben- und Miteinander von Web 2.0, Wissensmanagement und E-Learning als Ganzes intelligenter? Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften. Und die nahe Zukunft? Der Kommunikationsforscher erklärt: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein ‚Leben’ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Hans Fischer, März 2008

Websites

Verfasst von Hans Fischer um 10:11 | Kommentare (1)

10.03.2008

Social Networking: Positives Marketingbeispiel

Viele Social Networks von Unternehmen oder Organisationen liegen bereits brach oder stehen kurz davor - weil sie den Usern schlicht und einfach zu wenig Mehrwert bringen oder die eigentliche Zielsetzung allzu plump verpackt ist.

Dass aus Communities positiver Marketingnutzen gezogen werden kann, beweist u.a. Nike mit seiner Community für Läuferinnen und Läufer. Internet World schreibt dazu im Artikel "Nike: Web-2.0-Community kurbelt Turnschuhverkauf an":

"(...) weltweit sind es eine halbe Million Sportler, die sich untereinander über ihre Trainingserfolge auf dem Laufenden halten. Und das macht sich am Umsatz bemerkbar. Seit dem Sommer 2006 stieg der Marktanteil an verkauften Sportschuhen von Nike in den USA von 47,4 auf 58 Prozent. Auch in Deutschland stiegen die Umsätze."

Verfasst von Hans Fischer um 11:04

07.03.2008

Wesentliches für Web 2.0 in Unternehmen

Ob Google Alerts, Newsreader, klassisches Surfen oder Lesen in Printmedien: Auf die Thematik Web 2.0 für Unternehmen - auch Enterprise 2.0 genannt - stösst man unweigerlich und oftmals im Kontext mit komplexen Analysen und weitreichenden Erklärungen. Gelegentlich macht eine Reduktion auf Basisfakten Sinn. Der Branchendienst ECIN hat dies auf der Grundlage einer Gartner-Studie getan und "Fünf Punkte für Web 2.0 in Unternehmen" beschrieben. Zusammengefasst lauten diese:

  • Der Einsatz sozialer Software muss vorgängig grundlegend untersucht werden

  • Die Bereitstellung von Web 2.0-Anwendungen alleine bringt nichts; sie müssen weiterentwickelt werden und die Angestellten müssen Verständnis dafür entwickeln können

  • Öffentliche Aufregung um das Gelingen oder das Scheitern von Web 2.0-Portalen (wie Facebook & Co.) ist für den Unternehmenseinsatz nicht relevant

  • Einige Anwender im Unternehmen werden sich "schlecht" verhalten; dagegen helfen vor allem Mitarbeitende, welche die Einhaltung der internen Regeln erwarten und fordern

  • Web 2.0-Anwendungen weichen die Trennlinien zwischen Freizeit und Arbeitszeit auf; entsprechende Regelungen müssen laufend evaluiert und angepasst werden

Verfasst von Hans Fischer um 09:27

20.02.2008

Die neuesten Web 2.0- und Search-Trends

Heute endet die FASTForward '08, die mutmasslich grösste Konferenz zur Thematik "Search-Driven Innovation". Die wichtigsten Aussagen der teilweise höchst interessanten Referenten sind im FASTForward Blog festgehalten. Von einigen stehen auch Video-Aufnahmen zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:11

18.02.2008

"Acht Trends für eine bessere IT"

... titelt Manager Magazin Online und verweist damit auf eine McKinsey-Studie, die acht Technologie basierte Trends mit Mehrwert für Unternehmen beschreibt. Es sind dies:

1. Innovationsprozesse aufteilen
2. Konsumenten werden zu Innovatoren
3. Talente von aussen holen
4. Mehrwert durch Interaktion
5. Mehr Prozessautomatisierung
6. Produktion und Lieferprozesse trennen
7. Informationen intelligent einsetzen
8. Bessere Geschäfte machen

Bei einigen Trends verraten es bereits die Titel, bei anderen die Erklärung im Artikel "Acht Trends für eine bessere IT": Zentrale Bestandteile der McKinsey-Fesstellungen sind Wissensmanagement und Web 2.0, respektive Wissensmanagement 2.0.

Weiterführende Informationen geben das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki, die Blogkategorien Wissensmanagement oder Web 2.0 und unsere Fachleute.

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

13.02.2008

E-Learning 2.0 fördert den Wissenstransfer

Für die aktuelle Netzwoche (3/2008) hat Rolotec ein Interview mit der E-Learning- und Wissensmanagement-Spezialistin Dr. Andréa Belliger geführt (PDF-Download, 657 KB). Das Gespräch fokussiert auf den Einfluss von Web 2.0 auf E-Learning - und damit auch auf die Konsequenz für betriebliches Wissensmanagement:

"(...) Im Sinne des Wissensmanagements bieten die Technologien Möglichkeiten für Wissenstransfer durch Interaktion und Kommunikation zwischen Mitarbeitenden. Einerseits ist eine lernende Organisation ohne Einsatz dieser Technologien kaum denkbar und andererseits profitiert das Unternehmen von der zugestandenen Eigenverantwortung in Form von Motivationssteigerung bei den Mitarbeitenden."

Verfasst von Hans Fischer um 10:15 | Kommentare (1)

06.02.2008

Web 3.0 - das dezentrale asynchrone Ich

Der Guardian-Artikel "Web 3.0 is all about rank and recommendation" veranlasste ReadWriteWeb im Beitrag "Web 3.0: Is It About Personalization?" zu einem kleinen aber feinen Exkurs über die Definition(en) von Web 3.0.

In diesem Zusammenhang wird Web 3.0 auch als "dezentrales asynchrones Ich" beschrieben:

"Web 1.0: Centralized Them. Web 2.0: Distributed Us. Web 3.0: Decentralized Me," he wrote. "[Web 3.0 is] about me when I don't want to participate in the world. It's about me when I want to have more control of my environment particularly who I let in. When my attention is stretched who/what do I pay attention to and who do I let pay attention to me. It is more effective communication for me!"
Oder anders: Dank semantischer Funktionalität splitten sich die Kommunikationsmöglichkeiten sowohl thematisch als auch zeitlich auf. Verschiedene Facetten der Persönlichkeit können zu verschiedenen Zeitpunkten mit inhaltlich passenden Gegenstellen kommunizieren. Personalisierung pur. Passend in diesem Zusammenhang auch eine Passage aus dem Fachartikel "Wissensgesellschaft 2.0 – mitmachen oder verlieren!":
"(...) Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt abliest, speichert, miteinander austauscht und mit den Menschen zusammenarbeitet.

Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da die Menschen ein Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein ‹Leben› besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 11:06

05.02.2008

Unternehmensgründung 2.0 an einem Wochenende ...

... mit dem finalen Ziel "New York Stock Exchange". Das Vorhaben soll an der CeBIT stattfinden und wird von t3n im Artikel "CeBIT 2008: Web-2.0-Startup in einer Woche gründen" beschrieben.

Startup von 0 auf 100 an einem Wochenende und dann mit Vollgas in eine Börsennotierung - irgendwie klingt das etwas gar sportlich.

Verfasst von Hans Fischer um 11:45

30.01.2008

Der Weg eines Blog-Beitrags

In "The Life Cycle of a Blog Post" zeigt WIRED MAGAZINE den "Lebensweg" eines Postings anhand einer zoombaren Map (die linke Maustaste gedrückt halten und die Map zoomt ein).

zurn.jpg
(Bildquelle: WIRED MAGAZINE)

Verfasst von Hans Fischer um 09:21

29.01.2008

Second Life: "Ein Jahr nach dem Hype" ...

... titelt Manager Magazin Online und verankert mit dem letzten Worten die Schlüsselbotschaft:

"(...) Der Hype um Second Life hat sich ein Jahr nach seinem Höhepunkt deutlich abgekühlt. Heute ist klar: Das "zweite Leben" ist noch nicht das Pixelparadies, bietet aber einen Ausblick darauf, wie das Internet in einigen Jahren aussehen könnte."
Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 16:06

25.01.2008

Schattenseiten der Sozialen Netzwerke

Social Networking gehört zu den beliebtesten Web 2.0-Anwendungen. Doch wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Im Artikel "Web 2.0: Produktivität und Bandbreite leiden" schreibt die Computer Zeitung unter anderem über den teilweise höchst unvernünftigen Umgang mit persönlichen Daten auf Social Networks:

"(...) Unter dem Pseudonym Natalie wurde ein Profil im deutschsprachigen Online-Netzwerk Wer-kennt-wen erstellt, inklusive dem Foto einer leicht bekleideten jungen Frau sowie einigen Angaben zu persönlichen Interessen und Vorlieben („für alles aufgeschlossen“.
Ziel des Versuchs war es herauszufinden, was innerhalb von fünf Minuten ohne eigenes Zutun mit einem solchen Profil passiert. Das Ergebnis: Die fingierte Single-Frau erhielt 19 sofort bestätigte Kontakte, 27 E-Mails mit Kontaktanfragen sowie 48 Nachrichten und damit freien Zugang zu den persönlichen Daten der anderen Mitglieder, wie zum Beispiel Adresse, Alter, Instant-Messenger-Namen und persönliche Interessen."
Apropos Personendaten. Heise online schreibt im Artikel "Neue Metasuchmaschine findet Personen" über 123people.com:
"(...) Eigene Crawler schickt 123people.com nicht durchs Netz. Vielmehr wird auf bestehende Datenquellen wie allgemeine Suchmaschinen, YouTube, Telefonbücher und Social Networking Sites wie Facebook, LinkedIn oder Xing zurückgegriffen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:34 | Kommentare (2)

23.01.2008

Virtuelle Post und Community-Kreditplattform

Gewusst, die Post hat einen virtuellen Postschalter? Wenn sich dereinst dazu noch Community- und Interaktionselemente gesellen, bewegt sich die Schweizerische Post in Richtung der "Drei Thesen zum virtuellen Bankkunden der Zukunft".

Apropos Community-Aspekt: Letzteren hat Zopa zur Basis aller Aktivitäten gemacht. Das englische Unternehmen hat sich dem "Social Lending" verschrieben. Eine Sonderform von Social Networking: Die Community-Mitglieder netzwerken nicht bloss, sie interagieren auch als Darlehensgeber und -nehmer. Die Funktionsweise lässt sich u.a. beim deutschen Pendant Smava nachlesen.

Logisch, dass grundsätzlich Vorsicht angebracht ist. Solcherlei Web 2.0-Opportunitäten locken immer auch schwarze Schafe. Wer sich in des Thema einlesen will, findet u.a. bei Exciting Commerce Unterlagen zu Internet Based Social Lending.

Verfasst von Hans Fischer um 09:57

18.01.2008

"Social Networking setzt Höhenflug fort"

... titelt Pressetext und schreibt:

"(...) Experian-Analysten gehen davon aus, dass die Unternehmen den allgemeinen Trend zu sozialen Netzwerken anzapfen wollen, indem sie ihre Services auf verschiedene Nischengruppen zuschneiden und dadurch die Aufmerksamkeit der Werbewirtschaft erregen."
Wer solche Marketingaktionen ohne grundlegenden Kenntnisse von Web 2.0, respektive des veränderten Userverhaltens startet, riskiert massive Kollateralschäden. Pressetext schreibt dazu:
"(...) Man schaue nur auf einige Marketingausrutscher im vergangenen Jahr, wo Social-Networking-Nutzer abgegriffene Kampagnen erkannt und regelrecht in Stücke zerfetzt haben, gibt Tony Mooney, geschäftsführender Teilhaber von Experian, zu bedenken. Diese Unternehmen hätten die Kultur des Web 2.0 nicht zu würdigen gewusst und im Gegenzug den Preis dafür bezahlen müssen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:51

16.01.2008

Wissensmanagement 2.0

Dass die kommunikations- und kollaborationsfördernden Web 2.0-Anwendungen innerbetriebliches Wissensmanagement befruchten können, liegt auf der Hand. Das spezialisierte WM 2.0-Wiki schreibt dazu:

"(...) Die Wirtschaftswelt ist sich einig: Wissen – und zwar genau das Wissen, das für eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird – ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Eine technische, organisatorische und kulturelle Infrastruktur, die den nutzbringenden Wissensaustausch erleichtert, ist dementsprechend für Unternehmen aller Grössen und Branchen heute ein Muss."
Das auf Wissensmanagement, Web 2.0 und Kombinationen davon spezialisierte Wiki bietet sehr viel mehr Information zum Thema. Spezifische Fragen beantworten auch gerne die Rolotec-Fachleute.

Verfasst von Hans Fischer um 16:26

15.01.2008

Web 2.0 und die praktischen Irrwege

Nach dem wortlastigen Beitrag gestern zu Web 2.0, 3.0 und anderen prophetischen Aspekten ist die Zeit nun reif für einen visuellen "Schwerpunkt":

web 2.0 cartoon.jpg
(Gesehen & Bildquelle: MEDINFO)

Verfasst von Hans Fischer um 10:35

14.01.2008

Web 3.0 und die Propheten

Manager Magazin Online schreibt im Artikel "Wenn Google überflüssig wird":

"(...) Eine Suchmaschine wie Google wäre dann überflüssig. Der Nutzer stellt stattdessen einfach seinem Handy eine Frage und es antwortet, anstatt eine Liste von unzähligen Suchergebnissen anzubieten."
Eine Vision mit Fehlschluss: Ob nun eine einzige Antwort oder eine Liste von Suchergebnissen angezeigt wird, im Hintergrund würden immer Suchalgorithmen arbeiten. Kommt das Semantic Web (s. "Web 3.0 und die Bedeutung der Bedeutung"), bedeutet das also keinesfalls automatisch das Aus für Google und Co. Solcherlei wurde u.a. letzten Oktober schon behauptet (s. "Web 3.0 - (sicherlich kein) Ende der Suche").

Web 3.0 ist auch nicht per se mit Semantic Web gleichzusetzen. Es dürfte sich dereinst wohl viel mehr um eine Mischung von Semantischen Technologien mit der aktuell unter dem Begriff Web 2.0 stattfindenden Internet-Sozialisierung handeln. Wichtig ist zudem der Wissens-Aspekt. David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, äusserte dazu im Fachartikel "Wissensgesellschaft 2-0 - mitmachen oder verlieren"):

«Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 14:37

20.12.2007

Studie über Banken und deren Web 2.0-Einsatz

Bank 2.0 macht im Posting "Einsatz von Web 2.0 im Bankenvertrieb" auf eine Studie über den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen bei knapp 100 Banken in Deutschland, Spanien und den USA aufmerksam. Besagter Beitrag bezieht sich auf den Artikel "Web 2.0-Dienste bei Banken: Einsatzszenarien im Vertrieb" der Zeitschrift die bank. Ein Auszug:

"(...) Der derzeitige Hype um Web 2.0 verstellt den Blick auf den eigentlichen Kern, der darin steckt. Dieser Kern ist weniger technologischer, sondern vielmehr kultureller Natur. Die neuen Technologien können die Beziehungen zwischen Anbietern und Abnehmern, Banken und Kunden dauerhaft verändern. Aber Web 2.0 als "Architektur der Mitwirkung aller" ist diametral zum heutigen Ansatz von Banken-Websites.

Ein demokratisch geprägter Wissensaustausch gerät schnell in einen Konflikt mit hierarchischen Unternehmenskulturen. Daher ist Web 2.0 bei Banken derzeit so selten zu finden. Will die Bank das ändern, muss sie zunächst prüfen, welche Teile der "Architektur" zum eigenen Hause passen - die eigentliche Umsetzung von Web 2.0-Technik kommt dabei zuletzt. Vorher muss die Bank eine Benutzerbeteiligung wirklich wollen. Dies ist eine Kulturfrage, mindestens aber eine Strategiefrage und hat mit Software-Programmierung wenig bis nichts zu tun."

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 08:47

18.12.2007

"Wissen als neuer Wachstumszweig des Web 2.0"

... titelt HT4U und schreibt:

"(...) Gleich drei große Unternehmen wollen dem neuen Trend "Wissensplattform" folgen und planen für das kommende Jahr entsprechende Angebote. Hier wäre auf der einen Seite der Suchmaschinenbetreiber Google mit Knol zu nennen, auf der anderen Seite der Spiegel und Medienriese Bertelsmann mit Spiegel-Wissen. Immer sollen zahlreiche Inhalte kostenlos an den Anwender weitergegeben werden — zum Teil durch die Unternehmen und zum Teil durch den Nutzer generiert."
Laut HT4U zeichne sich eine alternative Bewegung zu den aktuell tonangebenden Social Networking-Plattformen wie XING oder Facebook ab. Die neuen Angebote vernetzen die User zwar auch, dies aber mit dem Fokus auf Wissen, respektive auf dessen Generierung und den Transfer unter den Konsumenten.

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

13.12.2007

Die bekanntesten deutschen Web 2.0-Angebote

Die Reihenfolge (basierend auf der Anzahl Bookmarks bei del.icio.us) ist zwar kurios, die Liste "The 100 Most Popular Web 2.0 Sites From Germany" von BLOGNATION an sich ist aber inspirierend, was eine Surftour durch die Web 2.0-Angebots-Palette anbelangt.

Verfasst von Hans Fischer um 11:21

07.12.2007

Web 3.0 und die Bedeutung der Bedeutung

Computerwoche.de nimmt im Artikel "Web 3.0 – die Wiederkehr der semantischen Vision" ein Thema auf, von dem die meisten wissen, dass es sehr wichtig werden wird, inhaltlich aber noch nicht greifbar scheint. Computerwoche nimmt den Begriff Web 3.0 als Synonym für das semantische Web, dessen Entwicklung sich Tim Berners-Lee verschrieben hat. Die Kernaussage des Artikels:

"(...) Die Vision des semantischen Web von Tim Berners-Lee, dem Begründer des World Wide Web, sieht eine Erweiterung des WWW um maschinenlesbare Daten vor, die die Bedeutung der Inhalte beschreiben. Hinter die sichtbaren Online-Daten soll also eine zweite unsichtbare Informationsebene treten. Diese liefert in einer für Computersysteme verständlichen Sprache semantische Annotationen, letztlich genaue Definitionen von den online publizierten Daten und deren Zusammenhänge."
Oder anders: Die Computer erkennen nicht bloss einzelne Wörter oder Zahlen, sondern die Bedeutung dieser Wörter oder Zahlen.

Etwas griffiger erklärt der Artikel Web 3.0 - die Dimension der Zukunft aus dem Tagesspiegel die Zusammenhänge von Web 1.0 bis 3.0.

Weitere Postings zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:02

05.12.2007

«Here comes another Bubble»

Web 2.0 (und der Bewertungswahn) musikalisch erklärt. Gucken!


(Gesehen bei Medienspiegel; Quelle: YouTube)

Verfasst von Hans Fischer um 08:57

04.12.2007

Angst vor virtuellem Geheimnisverrat

Die Computer Zeitung schreibt im Artikel "Web 2.0 braucht dringend Security-Regeln":

"(...) Experten raten Unternehmen, ihre Policies zur Internetnutzung auf Social-Networking-Sites zu erweitern. Manche halten unter Umständen sogar ein Verbot für angemessen. Doch wesentlich zielführender ist es, Mitarbeiter bezüglich der Risiken zu schulen – dann geben sie auch in der Freizeit keine wichtigen Infos preis."
Hallo!? Wurde die Kommunikation erst mit Web 2.0-Anwendungen wie Social Networking erfunden? Klar, codifizierte Informationen halten sich hartnäckig im Netz und könnten - wenn sie denn wirklich so spannend wären - extrem schnell vernetzt und weitergegeben werden. Dennoch, die ganz grosse Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer äussert sich im direkten Gespräch sehr viel ungehemmter als in Weblogs, Wikis oder Social Networks. Da müssten Security Regeln folglich also unbedingt auch für das Parlieren während der Arbeits- und Freizeit erlassen werden. Fazit: Information der Mitarbeitenden über Verschwiegenheitspflichten und allfällige Gefahren in der virtuellen Welt ist wichtig, weiterführende Massnahmen sind aber pure Innovationskiller.

Verfasst von Hans Fischer um 13:02

29.11.2007

Parallelen von Web 2.0- und Jesuiten-Predigern

FAST forward Blog schlägt im Posting "The Jesuit Priests of Web 2.0" einen kühnen Bogen von der Gründung und Etablierung des Jesuitenordens hin zu Enterprise 2.0, respektive den Schwierigkeiten beim Integrieren von Social Computing-Anwendungen in Unternehmen.

Die Kernaussagen frei interpretiert: Regeln müssten laufend neu gegeben, überprüft, revidiert oder fallen gelassen werden. Die Arbeit als Enterprise 2.0 (Web 2.0 in Unternehmen) Evangelist sei hart und undankbar, da diese in den ersten Jahren kaum geschätzt werde. Aller Widrigkeiten der Gründungsjahre zum Trotz, habe sich der auf Gemeinschaft fokussierte Jesuitenorden aber als extrem erfolgreiche und innovative Community etabliert.

Ps. Die weltweit tätigen Jesuiten wurden so einflussreich, dass sie 1773 per päpstlichem Aufhebungsdokument aufgelöst wurden. Von solcherlei Schicksal sind die Web 2.0-Evangelisten noch weit entfernt.

Verfasst von Hans Fischer um 15:23

28.11.2007

Tim Berners-Lee zur Web-Zukunft

Tim Berners-Lee, populär ausgedrückt der Internet-Erfinder, äusserte sich jüngst (mal wieder) zur Internet-Zukunft. CNET.com schreibt im Artikel "Future of the Web coming fast and furious" unter anderem über die Tatsache, dass laut Berners-Lee persönliche Daten sehr bald schon nicht mehr in x-beliebige Social Networking-Angebote eingegeben werden müssten. Vielmehr werde es ein zentrales Profil geben, dass die entsprechenden Social Networks bedienen werde:

Though much of the future of the Web is wide open, one thing that will happen is that we won't be inputting our personal information into separate social networks, he said. In other words, we'll have one profile that compiles all information related to us and our social networks. "Right now, so many people are complaining that they have told one Web site who their friends are, and another one who their friends are...In five years time, I hope people will be programming not at the document level, but at the application level," he said. "You will have something which is an application which is consistent for looking at different aspects of people. It (will use) your role as their friend for putting together a very powerful, all-encompassing view of them (online)."
Zu diesem Zeitpunkt werden wir auch über einen persönlichen Avatar verfügen, der uns im Netz begleitet und nicht in jeder einzelnen Anwendung neu gestaltet werden muss.

Postings zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 13:59

23.11.2007

Gefahren und Potenziale von virtuellen Welten

Der Münchner Kreis hat sich an der Fachkonferenz „Virtuelle Welten im Internet“ mit dem "Anfang einer neuen Epoche der Informationsgesellschaft" beschäftigt. Einige Referate der namhaften Experten stehen Online zur Verfügung. In einer Pressemitteilung schreiben die Verantwortlichen unter anderem:

"(...) Fachlich sind diese virtuellen Welten eine Weiterentwicklung des Web 2.0, das dem Informationsaustausch unter Internetnutzern dient und die Bildung zahlreicher Nutzergemeinschaften („Communities“) fördert. Nunmehr bahnt sich eine dritte Dimension ihren Weg: Mit Hilfe moderner Computer- und Grafiksysteme entstehen wirklichkeitsnahe 3D-Darstellungen, die in den virtuellen Welten Verwendung finden und sowohl in der kommerziellen Szene als auch in der Spielebranche auf wachsendes Interesse stoßen. Nach Vorhersagen der amerikanischen Marktforschungsfirma Gartner werden in den nächsten vier Jahren 80 Prozent aller aktiven Internetnutzer in den virtuellen Welten angemeldet sein."

Weitere Postings zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 14:51

Nachteile von Sozialen Netzen

Soziale Netze, respektive Social Networking, gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Web 2.0-Anwendungen. Spiegel Online macht im Artikel "Die Fallstricke des sozialen Netzes" auf die (möglichen) negativen Seiten dieser oftmals sehr leutseligen Art und Weise der User-Interaktion aufmerksam und schreibt unter anderem:

"(...) Im sozialen Netzwerk entblößt sich der Surfer - in der Hoffnung auf Popularität und Anerkennung. Das Motto der digitalen Netzwerker heißt fast immer: Je mehr Freunde du in deiner Kontaktliste hast, desto wichtiger, einflussreicher und besser bist du. In ihrem Wunsch nach der längsten Freunde-Liste veröffentlichen die User jedoch oft sehr persönliche bis hin zu kompromittierenden Informationen über sich. Und das oft zusammen mit klar erkennbaren Profilfotos."
Die damit verbundenen Gefahren und Themenkreise sind unter den Stichworten "Digitale Dossiers", "Sammlungen zweitrangiger Daten", "Unfreiwillige Verlinkung", "Komplette Accountlöschung", "Gesichtserkennung", "Bildinhaltsbasierte Suche", "Rufschädigung durch Identitätsdiebstahl", "Stalking", "Mobbing", "Betriebsspionage", "Spam", "Viren, Würmer, Cross-Site-Scripting", "SNS Aggregatoren" und "Speer-Phishing" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:50

21.11.2007

Corporate Weblogs werden unverzichtbar ...

... meinen die IT-Veteranen Robert Scoble und Shel Israel im Artikel "Kommunikation 2.0" in Manager Magazin Online:

"(...) ist dieser Schritt längst unumgänglich: "Wir glauben, dass Blogging nicht nur für Firmen interessant ist, die gern näher am Kunden sein möchten, sondern dass es unverzichtbar ist", schreibt das Duo in seinem US-Bestseller "Naked Conversations. How Blogs are Changing the Way Businesses Talk with Customers". "Wir denken, dass Unternehmen, die nicht bloggen, in naher Zukunft bis zu einem gewissen Grad als zweifelhaft gelten, sodass sich die Leute fragen, ob diese Firmen etwas zu verbergen haben oder Angst vor dem haben, was ihre Mitarbeiter zu sagen haben".

Einige Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 08:55

16.11.2007

"Verlieren Sie nicht den Anschluss!"

Manager Magazin Online titelt "Verlieren Sie nicht den Anschluss!" und schreibt:

"(...) Während sich einige Firmen noch fragen, ob sie Web-2.0-Technologien wirklich nutzen wollen, verzeichnen andere schon erste Erfolge mit Blogs, Wikis und RSS. Das Zögern könnte schlimme Folgen haben, denn auch traditionellen Unternehmen droht neue Konkurrenz aus dem Netz."
Aufschlussreich ist diesbezüglich auch der Fachartikel "Wissensgesellschaft 2.0 - Mitmachen oder verlieren!".

Verfasst von Hans Fischer um 10:02

15.11.2007

Corporate Weblogs sind keine Erfolgsgaranten

Unternehmens-Weblogs werden teilweise extrem unkritisch oder gar als kommunikatives Allerheilsmittel betrachtet. Im Artikel "Weblogs wirken" schreibt firmenpresse.de zum Beispiel:

"(...) Als Gesicht für das eigene Unternehmen bezeichnen es die einen, als wichtigsten Kommunikationskanal mit dem Kunden betrachten es andere: Ein Weblog, kurz Blog, gilt in vielen Unternehmen mittlerweile als unverzichtbar."
Das stimmt so sicherlich nicht. Welches Unternehmens-Blog fällt Ihnen spontan ein? Herzliche Gratulation, wenn es mehr als 2 sind. Unverzichtbar sind Corporate Weblogs sicherlich nicht. Wenn die Unternehmensleitung aber offen ist und Unternehmens-Blogger entsprechend befähigt sind, kann über das Blog mit der Zeit eine Kundenbindung aufgebaut werden. Im Falle des Roloblogs äussert sich das u.a. durch eine Quote von über 40 Prozent an wiederkehrenden Usern. Der Aufbau einer lesenden Community dauert aber lange und im Gegensatz zu guten privaten Weblogs wird in Corporate Weblogs auch kaum kommentiert. Eine eigentliche Interaktion findet also nicht statt. Das Unternehmens-Weblog dient vielmehr als Kundenbindungs-, Informations-, Wissensmanagements-, Bookmarking- und gelegentlich auch als Unterhaltungsanwendung. That's all (und gleichzeitig viel).

Anders ist die Wirkung von Intranet-Weblogs. Richtig eingesetzt und moderiert, entsteht ein aktiver Dialog zwischen den Angestellten. Ähnlich dem so wichtigen Kaffeekränzchengespräch wird der Informations- und Ideenaustausch auf virtueller Ebene gefördert - im Unterschied zum Kaffeekränzchen sind die Inhalte aber kodifiziert, können wiedergefunden und mit anderen Elementen aggregiert werden.

Verfasst von Hans Fischer um 09:35

14.11.2007

"Web 2.0 verändert die Gesellschaft fundamental"

Nicht einfach wegklicken. Dieser Mann - Duane Nickull, Senior Technology Evangelist bei Adobe - hat wirklich etwas zu sagen:

"(...) Das Web 2.0 wirkt sich fundamental auf alle Aspekte der Gesellschaft auf diesem Planeten aus. Es beeinflusst, wie Menschen ihr Geld ausgeben, wie sie Informationen austauschen und wie in Zukunft gewählt wird."
Warum dem so ist, erklärt Duane Nickull im ausführlichen Interview "Web 2.0 verändert die Gesellschaft fundamental" gegenüber Golem.de.

Verfasst von Hans Fischer um 13:04 | Kommentare (1)

12.11.2007

Reminder: Intranet 2.0 Forum

(Posting vom 22. Oktober)

Am 7. Dezember findet im Marriott Zürich das Intranet 2.0 FORUM statt. Unter anderem wird Rolotec-Kollege Markus Häni über "Die Rolle des Intranet Leiters: Vom Webmaster zum moderierenden Wissensmanager" referieren. Thematisch wird das Forum wie folgt umrissen:

"(...) In der Diskussion um die Potentiale von „Hype-Themen“ wie Intranet 2.0 kommen die entscheidenden Erfolgsfaktoren oft zu kurz. Hier setzt das Intranet 2.0 FORUM an. Es zeigt erforderliche Grundlagen und innovative Beispiele aus der Praxis zu folgenden Fragen: Wie ist eine erfolgsversprechende Herangehensweise an Intranet 2.0? Welche Rolle spielen Unternehmenskultur, Hierarchien und Mitarbeiter? Wie kann das Unternehmen vom freien Wissenfluss profitieren? Welche technologischen Potentiale können ohne komplette Neugestaltung der Intranet-Plattformen erschlossen werden? Wie verändert Social Media bestehende Strukturen und Hierarchien? Wie wird die Intranet Governance beeinflusst? Welche Erfahrungen haben andere Unternehmen bereits gemacht?"

intranet_forum.bmp

Verfasst von Hans Fischer um 14:22

08.11.2007

Was sind Blogs, Social Bookmarks & Co.?

Hier eine Video-Erklärung einiger Begriffe. Weiterführende Informationen finden sich unter anderem im Wiki zum Thema.


(Videoquelle: sevenload)

Verfasst von Hans Fischer um 15:22

"Kollektives Wissen verkümmert"

Manager Magazin Online spricht im Artikel "Kollektives Wissen verkümmert" ein Problem der Kombination von Wissensmanagement und Web 2.0 Anwendungen (s. auch Wissensmanagement 2.0) an:

"(...) In vielen Unternehmen wird bereits mit Web-2.0-Instrumenten wie Blogs, Wikis oder Social Bookmarking experimentiert. Da auf eine unternehmensweite und von der Geschäftsführung gesteuerte Verbreitung dieser Technologien verzichtet wird, bleibt das kollektive Wissen jedoch weitgehend ungenutzt."
Siehe auch Fachartikel "Wissensgesellschaft 2.0 - mitmachen oder verlieren".

Verfasst von Hans Fischer um 13:17

07.11.2007

"Web 2.0 in der Schweiz"

Persoenlich.com schreibt über eine Web 2.0-Studie über die Nutzung entsprechender Prinzipien und Anwendungen in Schweizer Unternehmen ("Web 2.0 in der Schweiz - Wie Unternehmen Online-Anwendungen nutzen") und hält u.a. fest:

"(...) Knapp die Hälfte der Deutschschweizer Unternehmen, Verwaltungen und NGOs verfolgt Web-Inhalte ganz gezielt. Davon sind zwei Drittel täglich auf der Suche. 60 Prozent recherchieren intern mit Suchmaschinen, RSS-Abos oder spezieller Software. Bei den externen Monitoring-Lösungen stehen die klassischen Medienbeobachter mit 28 Prozent klar im Vordergrund. Wer Online-Monitoring betreibt, setzt eher Elemente des Web 2.0 für die eigene Arbeit ein. Dabei spielen Grösse oder Typ der Organisation kaum eine Rolle."
Interessiert an detaillierten Informationen und praktischen Anwendungesbeispielen? Kontakt.

Verfasst von Hans Fischer um 10:27

31.10.2007

Sinnvolles Social Networking für Finanzunternehmen

Finanzunternehmen und Web 2.0 ist ein Riesenthema. Warum? Weil die Finanzindustrie von Interaktionen lebt und sich der Web-Sozialisierung schlicht nicht entziehen kann (s. auch Fachartikel "Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen"). Ecin schreibt im Beitrag "Social Networking: Die Welle kommt" über den konkreten Nutzen im Fall von Charles Schwab:

"(...) Zum Beispiel Charles Schwabs Money and More Community in der Kategorie „Listening“. Ganz genau zugehört hat der Broker in dieser privaten Online-Community, die aus etwa 350 zwischen 25 und 40 Jahre alten Teilnehmern bestand - und noch keine Schwab-Klienten waren. Und dann mit den gewonnenen Einsichten Änderungen durchgeführt: Das Konto-Minimum gesenkt, einen so genannten „High Yield Investor Checking Account“ eingerichtet und eine spezielle Landingpage für diese Altersgruppe, die „Gen X“, eingerichtet. Im Ergebnis hat Schwab nach eigenen Angaben so 32 Prozent mehr Neukunden gewonnen, als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum."

Verfasst von Hans Fischer um 13:08

30.10.2007

"Management 2.0 und der intelligente Schwarm"

... titel Manager Magazin Online und schreibt u.a.:

"(...) Jene 10 Prozent der betrieblichen Avantgarde aber, denen der Umdenkprozess in Richtung Enterprise 2.0 gelingt, für die macht McAfee klare Vorteile aus. Sie verfügten durch den Einsatz von Social-Media-Plattformen über ein schärferes Profil und seien weniger gleichförmig."
Alles andere findet sich in der äusserst interessanten (Pflicht-)Lektüre.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

29.10.2007

"Crash 2.0" ...

... titelt Die Zeit und schreibt u.a.:

"Vielleicht sollte man statt von Web 2.0 von Techbubble 2.0 sprechen. Niemand weiß, wohin die Reise geht, wie gut es um die Aussichten auf Erfolg und Gewinn steht. Aber alle wollen dabei sein. Die bitteren Lehren der Vergangenheit sind vergessen, wie weggeblasen die Erinnerung ans unsanfte Erwachen, als die Internetblase vor gerade sechs Jahren platzte."
Den im Zeit-Artikel zitierten Autor Andrew Keen haben wir auch schon erwähnt (s. "Web 2.0: Diktatur der Idioten"). Keen braucht markige Worte und bleibt doch bloss Populist. Denn eines ist beim Web 2.0 genauso klar wie damals vor 6 Jahren: Wenn eine Blase platzt, dann eine Kapitalblase. Die inhaltlichen, gesellschaftlichen und technologischen Grundlagen überlegen nahezu unbeschadet.

Verfasst von Hans Fischer um 10:55

26.10.2007

Virtuelle Welten: the next generation

Wir haben über den Zusammenhang von virtuellen Welten und den Bankkunden der Zukunft geschrieben, heise online informiert heute über die nächste Generation der virtuellen Welten ganz allgemein.

Verfasst von Hans Fischer um 10:28

25.10.2007

Drei Thesen zum Bankkunden von morgen

Im jüngst publizierten Netzguide IT in Finance sind u.a. "Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen" (PDF, 177 KB) vertreten:

Die Bankkunden von Morgen tummeln sich heute in virtuellen Spielwelten und interagieren über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Diese Entwicklung wird von den Finanzunternehmen adaptiert werden müssen. Wie, zeigen drei Thesen zur anspruchsvollen Zukunft.

Von Hans Fischer

Der Begriff „Web 2.0“ soll erst gar nicht strapaziert werden. Es ist lediglich festzustellen, dass die Internet-User sich an zunehmende Interaktionsmöglichkeiten und handliche Anwendungen gewöhnen, und dass sich durch die Sozialisierung des Internets auch das Konsumverhalten ändert. Da täuscht keine noch so sorgfältig gestaltete Unternehmens-Website drüber hinweg: Die User vertrauen der Meinung von anderen Usern mehr als unkommentierten Aussagen der Unternehmen. Oder anders: Wenn den Usern die Möglichkeit der Teilnahme geboten wird, ist man für die nahe Zukunft gerüstet. Wohin die weitere Zukunft – fokussiert auf den Finanzbereich – führen könnte, wird in den nachfolgenden drei Thesen aufgezeigt.

1. Die persönliche Börsennews-Show

Das höchste der Börseninformationswebseiten-Gefühle derzeit ist die Aggregation von Börsennews und -kursen mit Videos zu Börsenthemen, Podcasts und mehr oder weniger handlichen Diskussions- und Kommentarfunktionen für die Leserinnen und Leser. Aber: Nicht einmal die führenden Websites in den USA sind intuitiv schnell nachvollziehbar. Es braucht einige Übung im Umgang mit den personalisierbaren Tools und dem Finden der Inhalte. Kurz: Die aktuell führenden Sites sind reich beladen, werden nur fragmentarisch genutzt und schöpfen das User-Potenzial nicht aus.

Im Zuge der semantischen Entwicklungen treten Suchmaschinen auf den Plan, die im Hintergrund nicht bloss nach Übereinstimmungen von Suchwörtern mit indexierten Webseiten-Inhalten fahnden, sondern gleichzeitig die Bedeutung der gestellten Suchanfragen analysieren. Dies mit dem Ziel, dass im Kontext passende, multimediale Inhalte aus dem Internet angezeigt werden, auch wenn die erwähnten Suchbegriffe darin nicht vorkommen. Dazu wird ein wenig künstliche Intelligenz beigemischt, indem durch die permanente Analyse der Suchanfragen und die Reaktion auf die Suchtreffer (Lesezeit, Klick von weiteren Links, etc.) das Interessenprofil der einzelnen User immer klarer wird. Entsprechend werden die Suchresultate immer besser auf die Persönlichkeiten abgestimmt. In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen. Aus den heutigen Börseninformationsseiten werden Zugangsportale zur Steuerung persönlicher Börsennews-Shows.

2. Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte

Second Life“ ist bei vielen Webverantwortlichen ein Reizwort. Einerseits testen Unternehmen wie Deutsche Bank (Q110), IBM, Daimler Chrysler oder Axel Springer die Möglichkeiten eingehend aus, andererseits schaden sexuelle oder rassistische Pöbeleien innerhalb der dreidimensionalen, virtuellen Welt der Reputation. Es kann durchaus sein, dass „Second Life“ wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden. Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gerne wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die sogenannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden. Es braucht nicht viel Phantasie, die Folge dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel.

3. Die semantische Research-Automation

Es ist bekannt, dass einige Finanzunternehmen die aktuelle Entwicklung forsch adaptieren. So setzt zum Beispiel die deutsche Bank Dresdner Kleinwort seit einiger Zeit – und mit Erfolg – schon Wikis und Weblogs ein. Andere Unternehmen können dem „Web 2.0-Hype“ nichts abgewinnen. Nun, das wird sich ändern. Insbesondere der Research-Bereich wird schnell profitieren. Im Zusammenhang mit den vorgängig erwähnten, semantischen Suchtechnologien werden sich Arbeitsabläufe stark anpassen.

Der Blick in die nahe Zukunft: Schreibt ein Analyst einen Report über eine Branche oder ein Unternehmen, erkennt die semantische Suchmaschine im Hintergrund die Bedeutung der Aktivität und liefert laufend zum Kontext passende Informationen. Dabei handelt es sich um Dokumente aus dem eigenen Unternehmen, um Kolleginnen und Kollegen mit passender Expertise und Informationen aus dem Internet. Eine Reizüberflutung wird nicht stattfinden, da die Anwender die virtuellen Helfer tunen können. Mittels einfachen Klickbewegungen werden angezeigte Treffer markiert, von unnötig bis sehr wertvoll. Das System merkt sich die Parametrisierung und wendet die Erkenntnisse in Zukunft an. Die Kollaboration von Mensch und Maschine erreicht hocheffiziente Sphären. Indirekt profitiert das Finanzunternehmen, da die Informationen und die draus resultierenden Aktionen der Angestellten kodifiziert und für die nachkommenden Angestellten verfügbar bleiben. Der in der Bankenwelt berühmte Braindrain reduziert sich massiv.

Zusatztext:
Semantische Suche

Internet-Erfinder Tim Berners-Lee forscht am künftigen Semantic Web. Auch die führenden Enterprise Search-Anbieter sind am Ball. John M. Lervik, CEO der norwegischen Fast Search & Transfer, hält auf Anfrage fest: "Enterprise search is not a commodity. It is mission-critical." Entsprechend wichtig ist Weiterentwicklung intelligenter Suchtechnologien. Derzeit funktionieren die meisten Suchmaschinen „relativ simpel“. Wird nach einem Stichwort gesucht und ist dieses von den Suchmaschinenrobotern indexiert worden, erscheint das entsprechende Dokument als Treffer; auch wenn das Stichwort bloss als Randbemerkung erwähnt ist. Laut Lervik ist das semantische Bestreben, dass die inhaltlichen Konzepte, die Bedeutung, von Suchanfragen und Web-Inhalten formal verstanden werden. Der erwünschte Effekt lässt sich vereinfacht wie folgt ausdrücken: Eine „normale“ Suchmaschine interpretiert eine vierstellige Zahl unabhängig vom Kontext als vierstellige Zahl. Künftig würde die Suchmaschine unterscheiden, ob die vierstellige Zahl zum Beispiel im Kontext mit einer Adresse, einem Geburtsjahr oder einer Artikelnummer gesucht wurde. Entsprechend exakt würde die Resultatausgabe ausfallen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:46 | Kommentare (2)

"Web statt Liebe"

Apropos Social Networking (s. "Der (wirklich) grosse Facebook-Deal"). Spiegel Online schreibt in "Web statt Liebe" unter anderem:

"(...) Einer wachsenden Zahl amerikanischer Heranwachsender reicht demnach offenbar das Web mit seinen social-networking-Angeboten als Ersatz für echte Beziehungen im realen Leben. Für eine gewisse Zeit, sagten demnach 24 Prozent der 9743 Befragten, könne das Web eine echte Beziehung zu einem Lebenspartner ersetzen - Surfen statt Liebe."

Verfasst von Hans Fischer um 14:25

Der (wirklich) grosse Facebook-Deal

Microsoft sticht Google aus, ist seit gestern Abend US-Börsenschluss allenthalben zu lesen. Kampfesbeute ist die Social Network-Plattform Facebook. Laut nt-v.de übernimmt Microsoft für 240 Mio. Dollar eine 1,6-prozentige Beteiligung an der Internet-Community. Die 1,6 Prozent sind kein Schreibfehler. Facebook, technisch kein Bijou, hat mit 47 Millionen Usern ein unglaubliches Potenzial. n-tv schreibt:

"(...) Die Vereinbarung sieht vor, dass Microsoft Internet-Werbung bei Facebook verkauft. Außerdem wolle Microsoft auch in anderen Bereichen mit Facebook zusammenarbeiten, sagte der für Online-Plattformen zuständige Manager Kevin Johnson während einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Offenbar ist Microsoft interessiert an der erfolgreichen Entwicklung von "Widgets" - das sind kleine Internet-Anwendungen, die sich in die persönlichen Seiten bei Facebook integrieren lassen. Bislang haben freie Entwickler rund 8'000 solcher Widgets für Facebook programmiert."

Verfasst von Hans Fischer um 08:47

23.10.2007

Blog mit 240'000 $ Monatsumsatz

Es ist bekannt, dass viele private Blogger gerne etwas Geld mit ihren Blogs verdienen würden. Für die Allermeisten bleiben solcherlei Bemühungen aber völlig erfolglos. Wie's gehen könnte (theoretisch), zeigt der Artikel "240'000 Dollar pro Monat" von Manager Magazin Online:

"(...) Begonnen hat Arrington alleine, heute beschäftigt "TechCrunch" acht Vollzeitkräfte und einen Geschäftsführer. Rund 240.000 Dollar (170.000 Euro) Umsatz pro Monat macht das Angebot allein mit Werbung, hinzu kommen Nebenverdienste durch die Organisation von Tech-Tagungen und Partys."
Wer bloggt und sich für (kaum vorhandenes) Blog-Werbebudget in der Schweiz interessiert, kann sich z.B. bei adImmersion oder trigami über Möglichkeiten desillusionieren informieren.

Verfasst von Hans Fischer um 12:44

Rückblick Web 2.0 Summit - Social Graph im Fokus

Wir haben den Web 2.0 Summit in San Francisco erwähnt. Technology Review bringt einen ausführlichen Rückblick (Der Siegeszug des "sozialen Graphen") und macht - man liest es aus dem Titel - als wichtigste Erkenntnis aus:

"(...) Die Anwesenheit großer Namen, die bisher um die Veranstaltung einen Bogen gemacht hatten, war ein sicherer Beleg dafür, dass sich der "Social Graph" – also die dynamischen Listen von angeblichen Freunden und Bekannten, deren Vorlieben und Aktivitäten – als neuester Trend etabliert hat. Das Abgleiten in den Mainstream sorgte bei zahlreichen Teilnehmern der nunmehr vier Jahre alten Web 2.0-Wallfahrt aber auch für Ernüchterung."
Den Social Graph hat Spiegel Online (Community-Fieber: IT-Giganten stricken am Menschen-Netz) wie folgt beschrieben:
"(...) Diesen sozialen Graphen muss man sich wie ein feines Netz von Linien vorstellen: Verbindungen, die den Globus umspannen. Information huscht diese Verbindungen entlang wie Aktionspotentiale die Nervenfasern. Nur dass die Knotenpunkte keine Nervenzellen sind, sondern Menschen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:06

22.10.2007

Wer sind die Web 2.0-Nutzer?

... fragt sich Manager Magazin Online, gibt Antworten und stellt dabei fest, dass das Web 2.0 folgenden Verhalten auf den Kopf stelle: Erwachsene verbreiten Wissen, Jugendliche lernen und nehmen dieses Wissen auf. Die Zahlen und Analysen in besagtem Artikel zeigen gegenteilige Tendenzen.

... Und es gibt immer noch Unternehmen, die sich nicht wenigstens zur Reflexion über die Thematik genötigt fühlen.

Verfasst von Hans Fischer um 12:51 | Kommentare (1)

Rolotec am Intranet 2.0 Forum

Am 7. Dezember findet im Marriott Zürich das Intranet 2.0 FORUM statt. Unter anderem wird Rolotec-Kollege Markus Häni über "Die Rolle des Intranet Leiters: Vom Webmaster zum moderierenden Wissensmanager" referieren. Thematisch wird das Forum wie folgt umrissen:

"(...) In der Diskussion um die Potentiale von „Hype-Themen“ wie Intranet 2.0 kommen die entscheidenden Erfolgsfaktoren oft zu kurz. Hier setzt das Intranet 2.0 FORUM an. Es zeigt erforderliche Grundlagen und innovative Beispiele aus der Praxis zu folgenden Fragen: Wie ist eine erfolgsversprechende Herangehensweise an Intranet 2.0? Welche Rolle spielen Unternehmenskultur, Hierarchien und Mitarbeiter? Wie kann das Unternehmen vom freien Wissenfluss profitieren? Welche technologischen Potentiale können ohne komplette Neugestaltung der Intranet-Plattformen erschlossen werden? Wie verändert Social Media bestehende Strukturen und Hierarchien? Wie wird die Intranet Governance beeinflusst? Welche Erfahrungen haben andere Unternehmen bereits gemacht?"

intranet_forum.bmp

Verfasst von Hans Fischer um 11:06

18.10.2007

Essenz des Web 2.0-Gipfels

Er war sehr schnell völlig ausverkauft, der Web 2.0 Summit 2007 in San Francisco. Logisch, bei der Präsenz aller Themen rund um den Begriff Web 2.0 und dem Hunger der Venture Capitalists. Der Run auf die Summit-Plätze ist auch angesichts der Referenten-Liste nachvollziehbar. Spannende, visionäre Menschen am laufenden Band, respektive Speech um Speech. Für die Zuhausegebliebenen bieten die Veranstalter mit "News & Coverage" einen tolle Möglichkeit, die - für alle Unternehmer wichtigen - Kernaussagen aus der Ferne aufschnappen zu können.

Verfasst von Hans Fischer um 08:33

17.10.2007

Banken in der virtuellen Welt

"die bank - Zeitschrift für Bankpolitik und Praxis" schreibt im Thema des Monats ("Second Life: Banken in der virtuellen Welt"):

"(...) Immer mehr Unternehmen eröffnen virtuelle Unternehmens-Filialen in Second Life, um dort für sich und ihre Produkte zu werben - auch Finanzdienstleister. Rund ein Dutzend Institute sind derzeit im "Zweiten Leben" mit Bankschaltern und virtuellen Repräsentanzen vertreten. Kunden können von der virtuellen Welt aus ihre realen Finanz-Portfolios managen."
Der Artikel erläutert Grundlegendes und Erfahrungen der Finanzunternehmen in der virtuellen Parallelwelt.

Bisherige Beiträge zum Thema Finanzunternehmen 2.0:

Verfasst von Hans Fischer um 10:31 | Kommentare (1)

16.10.2007

ICT-Trends 2008

So früh haben wir noch nie Trendmeldungen zum neuen Jahr gebracht. Egal. Ecin schreibt unter "Trends 2008" über die Aussagen von Gartner zu den wichtigsten strategischen Technologien für das nächste Jahr. Das Spektrum reicht von Green IT (Energieverbrauch und CO2-Emissionen im Zusammenhang mit Datenverarbeitung), über Real World Web (Grundlage: Ubiquitous Computing) bis hin zu Social Software. Ecin schreibt dazu:

"(...) Obwohl nach Gartner für das nächste Jahr eine klare Konsolidierung im Markt ansteht, werden Lösungen aus dem Bereich „Social Software“ wie Podcast, Blogs und Wikis weiter Einzug in die Unternehmen halten."

Verfasst von Hans Fischer um 17:35

15.10.2007

Bank of America lanciert Online-Community

Finanznachrichten.de macht im Artikel "BANKINGCLUB / Bank of America entdeckt das Web 2.0" auf die innovative Bank of America aufmerksam und schreibt:

"(...) Alle Macht dem User ist beim Onlinebanking oder einer Produktseite auch schwer zu verkraften. Nichtsdestotrotz kommt nun die erste Bank mit einer eigenen Community an den Start. Die Bank of America hat die smallbusiness online community ins Netz gestellt. Ähnlich wie Xing oder LinkedIN ist das Netzwerk keine auf eine einzige Zielgruppe zugeschnittene Plattform. Auch ist die Community nicht ausschließlich für Kunden gedacht. Auch (noch)nicht-Kunden können hier mit anderen ,,business machen".

Verfasst von Hans Fischer um 09:46

11.10.2007

Social Networking begeistert die Massen

ECIN schreibt im Artikel "Social-Networking mit ungleichen Aktivitäten":

"(...) Die europäische Social-Networking-Gemeinschaft erreicht im August mit 127,3 Millionen Einzelbesuchern insgesamt 56 Prozent der europäischen Internet-Gemeinde, wie eine Studie von comScore zeigt."
Besagte Studie zeigt auch auf, dass rund 20 Prozent der User gut 80 Prozent der Social-Networking-Aktivitäten ausmachen. Das Potenzial für Weiterentwicklungen bliebt also enorm gross.

Verfasst von Hans Fischer um 15:20

02.10.2007

Unternehmenskultur 2.0 fördert das Wissen

Im Interview („Web-2.0-Tools alleine verändern nicht die Kultur eines Unternehmens“) mit der Computer Zeitung erklärt Andrew McAfee von der Harvard Business School:

"(...) Gerade die Unternehmen mit siloartigen Funktionen haben meiner Erfahrung nach den größeren Bedarf an diesen Werkzeugen als unstrukturierte Firmen. Allerdings erfordert der kulturelle Wandel hier eine Menge Arbeit. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Die US-Geheimdienste sind ganz übel bürokratisch und hierarchisch – und sie hassen es, sich auszutauschen. Das trifft insbesondere auf den FBI und den CIA zu. Aber die Bekämpfung des Terrors hat diese Organisationen aufgerüttelt – und deren Analysten tauschen sich nun über solche Tools aus."
Und was für Geheimdienste recht ist, sollte auch für Unternehmen zwingend sein. Was bringt der Einsatz von Web 2.0-Tools? Andrew McAfee begründet:
"(...) Das Wissen wird im Unternehmen geteilt und vermehrt."

Verfasst von Hans Fischer um 14:10

01.10.2007

Web 2.0 in der Hotellerie

Die HTR hotel revue hat ein Dossier mit dem Titel "Gäste werden mächtiger" veröffentlicht. Im Zentrum steht der Einfluss von Web 2.0 auf die Hotellerie. In einem Interview erklärt die Kommunikationswissenschaftlerin Andréa Belliger:

"(...) Genau genommen ist es so, dass diese Branche eine Vorreiterfunktion in Sachen Web 2.0, also in der modernen Handhabung des Internets, hat. Und wahrscheinlich nimmt sie es gar nicht wahr. Ich erinnere gerne daran, dass die Hotel- und Reisebewertungsplattform Tripadvisor schon vor Jahren Reisende international vernetzte. Potenzielle Gäste lesen auf dieser Internetsite individuelle Bewertungen. Und das genau ist Web 2.0."
Neben dem Finanzsektor (s. "Die Finanzbranche entdeckt das Web 2.0") reiht sich also auch die Hotellerie in die Reihe der Branchen-Pioniere.

Verfasst von Hans Fischer um 09:49

Web 3.0 - (sicherlich kein) Ende der Suche

Letzte Woche titelte die wiwo.de zur Web 3.0-Thematik: "Internet der Zukunft verheisst Ende der Suche". Das ist Quatsch (obwohl der Artikel an sich äusserst spannend und empfehlenswert ist). Das im Artikel beschriebene Internet der Zukunft löst die Suche nicht ab, die Suche wird lediglich automatisiert und dank semantischer Funktionalität bezüglich Resultaten sowie Kontextanreicherung sehr viel präziser. Für eine Fachpublikation haben wir in diesem Zusammenhang u.a. geschrieben:

"(...) Im Zuge der semantischen Entwicklungen treten Suchmaschinen auf den Plan, die im Hintergrund nicht bloss nach Übereinstimmungen von Suchwörtern mit indexierten Webseiten-Inhalten fahnden, sondern gleichzeitig die Bedeutung der gestellten Suchanfragen analysieren. Dies mit dem Ziel, dass im Kontext passende, multimediale Inhalte aus dem Internet angezeigt werden, auch wenn die erwähnten Suchbegriffe darin nicht vorkommen. Dazu wird ein wenig künstliche Intelligenz beigemischt, indem durch die permanente Analyse der Suchanfragen und die Reaktion auf die Suchtreffer (Lesezeit, Klick von weiteren Links, etc.) das Interessenprofil der einzelnen User immer klarer wird. Entsprechend werden die Suchresultate immer besser auf die Persönlichkeiten abgestimmt. In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:25

21.09.2007

"Die Finanzbranche entdeckt das Web 2.0"

... schreibt YEALD - die interaktive Finanzzeitung und verweist im Artikel auf drei Finanzwebsites mit Web 2.0-Charakter. Es sind dies:

Weitere Roloblog-Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 10:04

20.09.2007

Bubble-Gebrabbel 2.0

"140 Start-ups in zwei Tagen" titelt heise online den Artikel über die TechCrunch40 Conference 2007. Wortwahl, Inhalt und angesprochene Üppigkeit lassen unweigerlich Erinnerungen an die gute alte Zeit vor dem Platzen der Internetblase (Version 1.0) aufkommen:

"(...) Auf der "TechCrunch40", die am Dienstag zu Ende ging, kam es zu einem Massenauflauf an Silicon-Valley-Neugründungen. Neben insgesamt 40 offiziell präsentierenden Firmen, die vor allem aus dem Web-2.0-Umfeld kamen, buhlten 100 weitere Jungfirmen um Aufmerksamkeit."
Falls neuerdings eine Blase platzen sollte (Version 2.0), dann würden wiederum übertriebene Unternehmensbewertungen schwer bestraft. Die Essenz von Web 2.0 würde, wie damals die Essenz des Internets, aber locker überleben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:55

17.09.2007

"Web 2.0 + Firma = Enterprise 2.0"

ZDNet.de titelt "IDC und die Zukunft der IT-Industrie: Web 2.0 + Firma = Enterprise 2.0" und schreibt, dass die Wortschöpfung "Enterprise 2.0" jüngst von IDC kreiert worden sei. Zwei Fehler: Richtig(er) müsste es heissen: "Web 2.0 + Unternehmen* = Enterprise 2.0" und zweitens wurde der Begriff nicht von IDC sondern von Andrew McAfee, Harvard Business School, im Zusammenhang mit der "Spring 2006 MIT Sloan Management Review" eingeführt. Diesen Spitzfindigkeiten zum Trotz, ist der Artikel aber sehr informativ und vielseitig. Im Kern steht die Aussage:

"(...) Demnach soll eine "neue Generation von ICT-Lösungen", die sich durch Konvergenz sowie offene und kollaborative Web 2.0–Umgebungen auszeichne, wie beispielsweise Blogs, RSS, Mashups und Wikis neue Geschäftsmodelle vorantreiben, Wertschöpfungsketten restrukturieren, existierende Grenzen aufbrechen und die Fähigkeit von Unternehmen revolutionieren, innovativ zu agieren und neue Werte hervorzubringen."
*Dass Firma bloss umgangssprachlich Unternehmen bedeutet, sollte auf Redaktion eigentlich bekannt sein.

Verfasst von Hans Fischer um 16:41

14.09.2007

"IT-Chefs müssen Wikis umarmen"

... schreibt die Computer Zeitung und fügt an:

"(...) Web-2.0-Anwendungen stellen nach Ansicht von IDC die nächste Welle von IT-Basisapplikationen für die Unternehmen dar. Daher dürften sich die IT-Organisationen dem Thema nicht länger verschließen. Sie sollten es vielmehr aktiv angehen – und am besten selbst mit deren Einsatz beginnen."
Unsere Worte.

Im Artikel ("Enterprise 2.0: IT-Chefs müssen Wikis umarmen") werden auch Hinderungsgründe für die Umsetzung genannt.

Verfasst von Hans Fischer um 14:36

Die heissesten Websites 2007

Zum 3. Mal publiziert die Nielsen-Tochter Adweek die “Digital Hot List 2007“ mit den (angeblich) aktuell besten Websites. Es sind dies:

Notabene: Alle erwähnten Sites setzen auf User-Interaktion und damit auf Web 2.0-Adaption.

Verfasst von Hans Fischer um 09:18

10.09.2007

Wiki zu Web 2.0 und Wissensmanagement

Das WM 2.0-Wiki steht nun auch allen interessierten Autorinnen und Autoren offen. Neue Artikel können erfasst, bestehende ergänzt oder geändert werden. Ganz nach Lust und Laune, ganz nach den Grundsätzen von Web 2.0. Einfach einen Benutzeraccount eröffnen und los. Wiki-Beiträge verfassen ist übrigens nicht schwierig. Wer Fragen hat, kann diese gerne direkt stellen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:13

05.09.2007

Aus dem Magazin Facts wird ....

... wohl eine News-Aggregationssite.

f22.jpg
(Bildquelle: Beta-Site)

Soweit bekannt, hat Yoda's Blog die noch nicht offizielle Neulancierung entdeckt und publik gemacht.

Update vom 7. September: Nun ist die Site offiziell lanciert (s. persoenlich.com - Facts 2.0 ist online)

Verfasst von Hans Fischer um 08:07

04.09.2007

Web 2.0: Darauf pfeifen oder darauf bauen?

Web 2.0 polarisiert. CIO titelt heute "Ohne Web 2.0 geht gar nichts mehr" und Pressetext stellt dem "Europas Unternehmen pfeifen auf Web 2.0" gegenüber.

CIO nimmt in seinem Text den Hype Cycle- und Trend-Report von Gartner auf, den wir im gleichnamigen Beitrag erwähnt hatten. Und das "Pfeifen auf Web 2.0" muss laut Pressetext auch stark relativiert werden:

"(...) Laut dem Experten befänden sich die meisten Unternehmen derzeit in einer Evaluationsphase. Die Ergebnisse des Surveys zeigen aber auch, dass sich ein Großteil der Unternehmen für den Unternehmenserfolg der immer wichtiger werdenden Web-2.0-Bedeutsamkeit bewusst ist. "Viele Unternehmen sind noch längst nicht soweit, Web 2.0 einzuführen. Dies hängt ganz wesentlich von dem Willen und der Offenheit ab."
Alles bloss eine Frage der Zeit also. Auf Zeitfragen sind wir nicht spezialisiert, auf Fachfragen aber durchaus - stellen Sie sie.

Verfasst von Hans Fischer um 09:14 | Kommentare (2)

03.09.2007

Finanzunternehmen und Web 2.0

Auf Wunsch werden die bisherigen Beiträge über Finanzunternehmen und Web 2.0 aufgelistet:

Hier finden sich sämtliche Beiträge über Web 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 14:32

Religon und Spiritualität in Second Life

Spiegel Online erläutert im Artikel "Lasset die Cyborgs zu mir kommen!" einen interessanten Aspekt: Die virtuelle Parallelwelt und die Religion, respektive Spiritualität. Rezitiert wird die Studie des Jesuitenpaters Antonio Spadora über Fluch und Segen der virtuellen Parallelwelt.

In einem früheren Beitrag ("Sponto geht in die Knie") hat sich Spiegel Online bereits der Thematik gewidmet:

"(...) Es gibt fast alles in "Second Life" (SL) - sogar Religion. Mit einer Gruppe von Forscherinnen hat Sponto sich auf den Weg gemacht, um die Spiritualität im zweiten Leben zu entdecken - und traf Buddhisten und Hochzeitsplaner, amerikanische Moscheebesucher und deutsche Juden."
Ps. Andere Cyborg-Aspekte haben wir im Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" und im Posting "Bang - und die Cyborgs rücken näher" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 13:55

31.08.2007

"Web 3.0 – die Dimension der Zukunft"

Robert Tolksdorf, Professor für Informatik an der Freien Universität Berlin, führt im Artikel "Web 3.0 - die Dimension der Zukunft" für den Tagesspiegel von der Begriffserklärung Web 2.0 über das semantische Web und Ontologien bis hin zum Begriff Web 3.0. Der Tagesspiegel-Artikel ist zu Beginn etwas gar wissenschaftlich gehalten, liest sich dann aber immer flüssiger und bietet schlussendlich einen guten Überblick der so wichtigen Thematik.

Verfasst von Hans Fischer um 11:19

30.08.2007

CIO.de lanciert Networking-Plattform

CIO.de hat sich mit Jubelmeldungen über Web 2.0 und Social Networking bisher nicht überschlagen. Doch nun ist die vornehme Zurückhaltung offenbar gewichen. Unter "CIO.de startet größte deutsche Networking-Plattform für IT-Entscheider" wird das CIO-Netzwerk angekündigt:

"(...) Das Kontakt-Management steht künftig im Mittelpunkt einer neuen Networking-Plattform auf CIO.de. Das Netzwerk setzt auf Web 2.0-Funktionen und basiert auf der bisherigen Profildatenbank des IT-Wirtschaftsmagazins. Mit mehr als 30.000 Einträgen ist die Plattform das größte Community-Angebot für IT-Entscheider im deutschsprachigen Raum. Hier erfahren Interessierte mehr über die IT-Verantwortlichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz."
Auf den ersten Blick kann CIO-Netzwerk nie und nimmer mit Mitbewerbern wie LinkedIn oder XING mithalten. Je nach Perspektive ist der klare Fokus auf IT-Entscheider aber sicherlich ein Vorteil gegenüber den grossen Social-Networking-Gemischtwarenläden.

Verfasst von Hans Fischer um 15:59 | Kommentare (1)

28.08.2007

Weiterbildung mit Social Networking

"Social Networking etabliert sich in Geschäftswelt" titelt pressetext.austria und schreibt u.a.:

"(...) Dank neuer Plattformen, die den Nutzern ermöglichen sich beruflich auszutauschen, scheint Social Networking zu einem wichtigen Bestandteil des Arbeitslebens zu werden, wie das Wall Street Journal* berichtet. So versammeln sich mittlerweile rund 25.000 Ärzte im Online-Netzwerk Sermo.com, um mit Kollegen über medizinische Fragen zu diskutieren und Informationen über spezifische Fälle einzuholen."
Über Social Networking haben wir u.a. auch schon im Zusammenhang mit Börseninformation geschrieben.

Ein weiterer - immer wichtigerer - Aspekt ist die Weiterbildung, für die Social Networking eingesetzt werden kann. Life PR hat dazu im Artikel "Web 2.0 verlinkt Weiterbildung mit Wissensmanagement" ausgeführt:

"(...) Das Web 2.0 schafft Räume im Internet, die Menschen gern besuchen. Lernplattformen im Sinne von Web 2.0 verteilen nicht nur Materialien, wie das oft beim traditionellen E-Learning üblich ist. Stattdessen tauschen die User Informationen aus und lernen in Kooperation."
Weitere Informationen finden sich im Artikel oder auf Anfrage auch sehr gerne in unserem Erfahrungsschatz.

*"Social Networking Goes Professional", WSJ, 28.7.2007 (nur am Erscheinungstag kostenlos abrufbar)

Verfasst von Hans Fischer um 16:33

22.08.2007

Banken und Web 2.0

Dass die neuen Kommunikationsformen das Konsumverhalten verändern, beschreibt heute auch CIO im Artikel "Banken und Web 2.0: Der Kunde wird zum Konkurrenten":

"(...) Für DB Research steht fest: Wer die Chance Web 2.0 verpasst, gerät ins Hintertreffen. Das beginnt schon bei der Medienbeobachtung: Informationen über das eigene Unternehmen sollten im Internet genauso gesucht und gesammelt werden wie in der Presse. Zumal Kunden von den Einträgen und Meinungen anderer Kunden deutlich mehr halten als von Informationen, die die Bank herausgibt."
Der Artikel fügt konkrete Tipps zur Web 2.0-Adaptierung und -Nutzung an. Warum das überhaupt nötig ist? (das fragen sich nachwievor tatsächlich einige):
"(...) Die Deutsche Bank ist davon überzeugt, dass Web 2.0 das Verhalten der Kunden bereits jetzt massiv verändert hat."
Und mit dieser Meinung steht die Deutsche Bank nicht alleine. Rolotec bietet einschlägiges Know-how und informiert auf Anfrage gerne über die Möglichkeiten.

Weitere Postings zur Thematik:

Verfasst von Hans Fischer um 10:43

Konsumenten vertrauen der Weisheit der Masse

medianet beschreibt im Artikel "Vertrauen 2.0" die durch Web 2.0 geänderten Konsumenten-Verhaltensmuster:

"(...) Konsumenten handeln immer öfter gemeinsam und koordiniert, entwickeln neue, sozialere Shopping-Praktiken, aus E-Commerce wird Social Commerce: Sie suchen, kaufen, bewerten und nutzen Sachen zusammen mit ihren Freunden, Bekannten und Wahlverwandten. Auf diese Weise verbindet das Internet die Menschen miteinander, schafft emotionale Nähe und produziert so letztlich Vertrauen."
Dem Anbieter und seinen Kommunikationsmassnahmen werde nicht mehr blind vertraut. Informationsaustausch mit anderen Konsumenten - der dank Web 2.0-Anwendungen leicht gemacht wird - nehme stark an Bedeutung zu; genauso wie das Vertrauen in die Weisheit der Masse (s. auch Posting "Social Networking mit privaten Börsendaten?").

Verfasst von Hans Fischer um 10:12

21.08.2007

Social Networking mit privaten Börsendaten?

be24.at schreibt über "Sharewise – neue web 2.0 Finanzcommunity":

"(...) Hier können sie nachträglich überprüfen, welche „Kollegen“ mit Ihren Investment-Prognosen für deutsche Aktien richtig gelegen sind. Haben sich also die Kaufempfehlungen gerechnet oder waren diese ein Flop?"
Da nimmt Web 2.0, respektive der Social Networking-Gedanke, neue Dimensionen an.

Die renommierte BusinessWeek hat dazu im Artikel "Social Networking Hits Investing" geschrieben:

"(...) Incorporating social media, or social networking, features such as message boards, blogs, live chat rooms, and podcasts works to the mutual advantage of both brokerages and their customers (...). Customers want guarantees that they're getting credible information from trustworthy sources, and brokerages realize their business will suffer if they can't ensure the legitimacy of the information and users on their Web sites."
Ein hartes Stück Arbeit, wenn Identität und Seriosität von Usern und deren Aussagen gewährleistet werden müssen. Fakt sei aber auch, dass networkende Trader höhere Umsätze und die kollektive Intelligenz durchaus auch Volltreffer generieren würde.

Schweizer Nachahmer werden nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Verfasst von Hans Fischer um 16:46 | Kommentare (1)

17.08.2007

Buchtipp: Wikinomics

Financial Times Deutschland empfiehlt das Buch "Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything" vom renommierten Autoren und Cyber-Spezialisten Don Tapscott. Um was geht es bei Wikinomics? FTD schreibt zum Kern:

"(...) "Wer Wissen, Mitarbeiter oder Denkkapazität benötigt, soll gar nicht erst den eigenen Betrieb bemühen - sondern sich gleich im Netz umschauen. Denn das Internet liefert den Zugang zu einer verlängerten Werkbank, die einfach alles kann. Ein Beispiel dafür ist Procter & Gamble (P&G). CEO Alan G. Lafley hat seine Organisation schon an die Wikinomics-Wirtschaft angepasst. 50 Prozent der Ideen für neue Produkte kommen heute nicht mehr von der Heerschar angestellter Entwickler - sondern von Dienstleitungsnomaden im Netz."

Verfasst von Hans Fischer um 10:41

14.08.2007

Banken-Crash in Second Life

Virtuelle Welten sind nicht bloss unterhaltsam, sie sind für viele Unternehmen, vor allem in Marketingbelangen, bald auch Pflicht. Doch auch im virtuellen Raum drohen reale Fallgruben. Spiegel Online hat im Artikel "Virtueller schwarzer Freitag" geschrieben:

"Ein virtueller Banken-Crash, eine gehackte Pixelbörse, ein realer Rechtsstreit um die Darstellung von Cybersex: "Second Life" ist ein Zerrspiegel der internationalen Finanz- und Geschäftswelt. Dabei stehen Hunderttausende echte Dollar auf dem Spiel."
Ein aufschlussreicher Artikel.

Bisherige Beitrage zu virtuellen Welten und Second Life:

Verfasst von Hans Fischer um 13:55

13.08.2007

Wer Web 2.0 nicht kapiert hat ...

... der findet dank Sommr.de ein perfektes Anschauungsbeispiel.

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(Bildquelle: Sommr.de)

Warum Sommr.de die ultimative Web 2.0-Anwendung sei, beschreiben die Macher so:

  • Fehlendes e im Namen

  • Farbverlauf im Logo

  • Social-Buttons auf der Seite

  • Beta-Hinweis (rechts oben)

  • Crowd-Sourcing: Die Benutzer stimmen über die Wunsch-Temperatur des nächsten Tages ab

  • AJAX-Technik zur Abstimmung

  • RSS-Feed für die aktuelle Wunsch-Temperatur

  • Durch kontextsensitive Anzeigen wird das große Geld verdient

  • Widgets

  • Voll Social: Es gibt wohl kein besseres Small-Talk-Thema als das Wetter
Wer nach dieser erfrischenden Aufklärung Detailwissen braucht, findet dieses in der Blogkategorie "Web 2.0" und natürlich im WM 2.0 Wissenswiki.

Verfasst von Hans Fischer um 14:56 | Kommentare (1)

11.08.2007

Wiki zu Wissensmanagement 2.0

Wissensmanagement + Web 2.0 = Wissensmanagement 2.0. Weiterführende Information findet sich im gleichnamigen Wiki. Reinschauen, es geht u.a. um die Zukunft.

Verfasst von Hans Fischer um 16:59

07.08.2007

Kundenvertrauen 2.0

PR Blogger macht im Posting "Studie: Vertrauen 2.0" auf eine Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts aufmerksam. Die Autoren schreiben u.a.:

"(...) Konsumenten vernetzen sich und informieren sich zunehmend unabhängig von Hersteller und Händler. Das Vertrauen in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt ab, das Vertrauen in Meinungswissen (z.B. Wikis) nimmt zu. Die Masse der vernetzten Kunden bildet eine Art «höhere Intelligenz» und wird damit zur wichtigsten Orientierungsinstanz, die jedem noch so brillanten Experten vorgezogen wird. Die Studie untersucht anhand aktueller Beispiele aus Konsumgüter-, Freizeit-, Medien- und Gesundheitsmärkten, wie kollektive Empfehlungs- und Bewertungssysteme funktionieren und wie Nischenprodukte ihr Publikum finden."
Rolotec hat die Thematik u.a. in den Fachartikeln "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" und "Wissensgesellschaft 2.0 - mitmachen oder verlieren!" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 15:59 | Kommentare (1)

06.08.2007

Finanzdienstleister und die Web 2.0-Pflicht

"Finanzdienstleister dürfen bei Web 2.0 nicht nur Beifahrer sein", titelt silicon.de und schreibt u.a.:

"(...) Innovative Techniken wie Blogs oder Wikis bestimmen die Geschäftswelt immer mehr und machen auch vor den Finanzdienstleistern nicht halt – gerade deshalb müssen sie die Technik einsetzen, bevor Kunden abwandern oder die interne Rolle von Web 2.0 zum ungeregelten Wildwuchs wird. Schließlich habe Web 2.0 in der Geschäftswelt eine externe und eine interne Seite. Und ein Blog könne nun mal entweder nützliche und gesicherte Informationen enthalten oder schädliches Geschwätz. Auch Financial Services Provider würden sich demnach mehr und mehr bewusst, dass sie viel mehr solche Werkzeuge anbieten müssen. Das internationale Marktforschungsunternehmen Gartner Research geht immerhin davon aus, dass bis zum Jahr 2012 drei Viertel der Anbieter finanzieller Dienstleistungen echte Social Networking Tools anbieten wird."
Wir haben in verschiedenen Postings (s. Blog-Kategorie "Web 2.0") und im Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" über die Notwendigkeiten und Synergien von Finanzwelt und Web 2.0 geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 11:22 | Kommentare (1)

Video-Archiv zur Web-Entwicklung

Am Standord Innovation Summit haben sich die sehr und die etwas weniger Wichtigen der Internetszene getroffen. Das Video-Archiv bietet einige höchst interessante - und kostenlose - Einblicke in die unausweichliche Zukunft (und Gegenwart).

Verfasst von Hans Fischer um 11:10

20.07.2007

Die besten Online-Helfershelfer

Terminvereinbarungen haben Sie wahrscheinlich schon mit Doodle gemacht. Wenn nicht, testen Sie diese kostenlose Dienstleistung.

COMPUTERWOCHE.de stellt im Artikel "Web 2.0: Die zehn besten Online-Tools für die tägliche Arbeit" weitere solche Goodies vor.

Verfasst von Hans Fischer um 08:32

17.07.2007

XING: Virtuelle Schwatzbude oder Karriere-Booster

XING (früher OpenBC) war - im Zusammenhang mit Social Networking - gelegentlich schon Thema im Blog. Manager Magazin Online bringt heute unter "Netzwerke: Falsch verbunden" einen so ausführlichen wie interessanten Hintergrund über die Schwächen und Stärken. Ein kleiner Auszug (der Hauptproblematik):

"(...) Mag sein, dass sich unter den zwei Millionen Profilen einige Vorstände und Geschäftsführer finden - doch in der Masse der Studenten, selbstständigen Präsentationsoptimierer und Webdesign-Assistenten fallen sie kaum auf. In Umfragen gab nur ein kleiner Teil der Nutzer an, bisher greifbare Gewinne aus Xing-Aktivitäten gezogen zu haben. Ohnehin nutzt der Großteil der Netzwerker Xing vor allem privat. Die erste Euphorie ist da meist rasch verflogen: Sind die alten Schulkumpel einmal gefunden, kommt schnell das große Schweigen."
Im Artikel werden aber auch die vielfältigen Chancen von XING und vor allem auch von exklusiveren Social Networking-Plattformen beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:45

06.07.2007

Kostenlose Quelle des Finanzwissens

Das berühmteste Wiki, die Online Enzyklopädie Wikipedia, kennen die meisten. Da viele unserer Leserinnen und Leser mit der Finanzwelt assoziiert sind, dürfte sie vielleicht das vom Institut für schweizerisches Bankwesen der Uni Zürich betriebene FinanceWiki interessieren. Eine Riesenfülle an Artikeln, Erklärungen und weiterführenden Links steht kostenlos zur Verfügung.

Wie geschrieben, hat Rolotec ebenfalls an einem Spezial-Wiki mitgearbeitet - dem Wissensmanagement Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

03.07.2007

"Es geht um die Nutzung kollektiver Intelligenz"

... bringt Tim O'Reilly gegenüber der Deutschen Welle die Web 2.0-Essenz auf den Punkt. Er führt weiter aus:

"(...) Die Informationen aus dem Internet werden auf viele verschiedene Arten zugänglich sein. Wir denken immer, es gibt Milliarden Computer da draußen – aber das stimmt nicht. Es gibt eigentlich nur einen, und darum geht es im Web 2.0. Alles wird mit allem verbunden. Und was wir heute unter einem Computer verstehen, ist eigentlich nur ein Zugangsgerät zu dem einen weltweiten elektronischen Gehirn das wir erschaffen."
Diesen Aspekt haben wir auch im Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 10:09

02.07.2007

Second Life: "Sturmfreie Bude"

"Sturmfreie Bude" titelt Manager Magazin Online und schreibt u.a.:

"(...) Vor etwa einem halben Jahr sorgte die Onlinewelt Second Life für gigantisches Aufsehen. Jeder wollte hinein, keiner der Letzte sein. In die Haut einer selbst erschaffenen Person zu schlüpfen und ein virtuelles Land zu erkunden, reizte viele Internetnutzer. Auch Unternehmen erlagen dem Reiz des Unbekannten: Anfang des Jahres verging keine Woche ohne Meldungen von Konzernen, die mit erheblichem personellen und finanziellen Aufwand den Einstieg in den Online-Erlebnispark planten. Heute ist es vergleichsweise still um das einstige Boomportal. Meldungen über Unternehmen, die virtuelle Ableger in Second Life gründen, sind rar geworden."
Weiterführende Information finden Sie im erwähnten Artikel und in unseren Second Life-Postings. Eines ist sicher: Die Weiterentwicklung von virtuellen Parallelwelten ist nicht beendet. Dass Second Life an "maximaler Langeweile" sterben könnte, wurde erwähnt. Es werden bessere Welten kommen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:17

28.06.2007

Profunde Web 2.0-Kritik

Technology Review schreibt im Artikel "Resozialisiert das Netz!" unter anderem:

"(...) "Wir sollten uns frei machen von der eng definierten Vorstellung von Innovation als Web 2.0", riet Carr den Unternehmern, Gründern und Financiers aus dem Silicon Valley. "Wir leiden unter einer sehr engstirnigen Art von Einfallsreichtum. Kostenlose oder durch Anzeigen finanzierte Dienste werden nicht die neue Ära definieren", warnte Carr. Dennoch waren so gut wie alle auf Supernova vertretenen "Innovatoren"-Firmen auf die üblichen Angebote im Web 2.0-Bereich beschränkt, die sich um Networking, Multimedia-Dateien, Kommunikation oder Anzeigen drehten."
Und die New-York-Times-Kolumnistin Denise Caruso erklärte:
"(...) Wer sich im Web finde, sei meist derselben Meinung – was der Lösungsfindung ungemein schade. "Das Web ist ein asoziales Medium, das wir resozialisieren müssen", forderte Caruso. Als Beispiel regte sie an, Anwendungen zu bauen, in denen sich nicht Gleichgesinnte, sondern Menschen mit Meinungsverschiedenheiten finden können."

Verfasst von Hans Fischer um 14:06

20.06.2007

Kompaktes zu Web 2.0

In der Web 2.0-Blogkategorie finden sich viele Anwendungsbeschreibungen, Definitionen und auch die Verknüpfung zu Wissensmanagement. Sehr kompakt und mit stetem Praxisbezug schreibt Manager Magazin Online im Dossier "Unternehmen 2.0" über die Thematik mit folgender Kernfrage:

"(...) In dem vorliegenden Beitrag wollen wir der Frage nachgehen, wie Kommunikation, Wissensmanagement, Marketing, Fortbildung, Entwicklung und Prozessmanagement von Web-2.0-Werkzeugen profitieren können - und wo deren Grenzen liegen."
Das Dossier beinhaltet neun Teile:

Verfasst von Hans Fischer um 08:58

18.06.2007

"Die kreativen Zerstörer" sind am Werk

Es gibt Entscheider, die halten Web 2.0 für einen schieren Hype und Wissensmanagement für einen akademischen Luxus. Gefährlich ist, wenn diese Einschätzung auf Intuition und nicht auf Sachkenntnis beruht. "Die kreativen Zerstörer" warten laut Manager Magazin Online nämlich nur auf die Möglichkeit, etablierte Geschäftsmodelle zu attackieren. Nimmt man diese Bewegung nicht ernst, ist man gefährdet. Die Medien- und Telekommunikationsbranche ist bereits mitten im Strudel. Manager Magazin Online schreibt:

"(...) Niklas Zennström ist Vorbild und Prototyp einer neuen Generation von Internet-Entrepreneuren. Frei nach dem Ökonomen Joseph Schumpeter könnte man sie als kreative Zerstörer bezeichnen: Sie suchen gezielt nach vermachteten Märkten. Nach Branchen, in denen ein Oligopol aus wenigen Anbietern die Preise hochhält und Innovationen verschleppt. Anschließend versuchen die Gründer, das Oligopol zu knacken.

Bedroht fühlen müssen sich von diesem Trend alle Unternehmen, deren Produkte auf digitalem Weg zum Kunden gelangen können; heute Telefonminuten, Popmusik und Computerprogramme, morgen vielleicht Fernsehfilme und Finanzdienstleistungen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

04.06.2007

"Web 2.0: Diktatur der Idioten?"

The Inquirer schreibt unter dem Titel "Web 2.0: Diktatur der Idioten?":

"(...) Die abendländische Kultur sieht Buchautor Andrew Keen in Gefahr angesichts von Horden tipsüchtiger Affen, die das Internet überfluten und dabei Meisterwerke, Talent, Erfahrung und Kenntnisse mit ihrem Buchstabensalat zuschütten würden."
Einen Lösungsvorschlag habe der Autor von "Cult of the Amateur" nicht zur Hand. Tja, man kann über "Schwarmintelligenz" ja geteilter Meinung sein (s. auch "Happy Birthday Wikipedia (machst Du blöde?)", aber Andrew Keens Abneigung gegen die Demokratisierung des Internets wirkt zumindest auf den ersten Blick so versnobt wie antiquiert.

Im vielbeachteten Posting "The amorality of Web 2.0" hat Nicholas Carr die Thematik bereits im Oktober 2003 sehr interessant analysiert - und damals den Zwischentitel "The Cult of the Amateur" gewählt.

Verfasst von Hans Fischer um 19:38

01.06.2007

Parallelen der Wall Street & Web 2.0

Im Beitrag "Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0" haben wir die Thematik schon einmal angesprochen. Einen interessanten Ansatz bietet Jimmy Gutermann im O'Reilly radar. Im Posting "Release 2.0.2: Web 2.0 Meets Wall Street" schreibt er über Parallelen von Web 2.0-Anwendungen und der Wall Street (als Symbol für die Finanzindustrie).

1. Latency
If, as some suggest, the latency of financial transactions is moving from milliseconds to nanoseconds, approaching zero, the business benefits of even incremental speed increases can be considerable. That’s why Automated Trading Desk moved equipment from South Carolina to New York: Gaining the handful of extra milliseconds made business sense. It’s all about speed. But speed doesn't necessarily make you smarter. As Warburg Pincus senior advisor (and O'Reilly board member) Bill Janeway puts it, “It’s cheaper, faster, and easier to buy the wrong stock.” Similarly, for many years the canonical Google front page was as bare as possible: a lighter page meant a faster load meant more reliable customers.

2. Connectivity
Connectivity is the liquidity of Web 2.0. Liquidity gives financial markets the lubrication to move; connectivity gives Web 2.0 an opportunity to exist. Your fastest, most efficient application won’t accomplish much if it can’t connect to the Net. No wonder so much effort is being put into Web 2.0 applications that can work offline -- it would change our definition of how we can do business in Web 2.0. Another way connectivity is like liquidity: The more desperately we need it, the less available it is.

3. Sensors and actuators
We all have access to the pretty much the same sensors. As Peter Bloom of General Atlantic notes, the trick is to extract the relevant signal from the avalanche of noise. It’s identifying the actuators and putting them to work in a timely manner that helps define business winners. We acknowledge that almost everything we need to know is in the cloud; the trick is to know where to look and how to act.

4. Reputation
Once upon a time, a stockbroker performed an almost curatorial role. He (it was usually a he) had access to the proprietary data and decided how best to distribute it. Now, with reputational systems ranging from eBay to SwiftTrade rating us in sundry parts of our business lives, we don’t have to believe someone has all the information. We have evidence. With this information, each stop in a transaction, whether in financial or Web 2.0 markets, can become a new point of innovation.

Verfasst von Hans Fischer um 13:25

30.05.2007

Web 3.0 - alles dreht sich ums Wissen

Semantic Web ist kein Nischenthema mehr. Auch der Begriff Web 3.0 erstaunt nicht mehr grundlegend. Im Roloblog finden sich verschiedene Beiträge zu den Thematiken. Im Artikel "Der Link zu präziserem Wissen" bringt der Österreichische Standard ein aussagekräftiges, griffiges Interview zum Thema mit Mark Greaves von Investor Vulcan. Ein Auszug:

"(...) Web 1.0 hat auf geschäftlichen Transaktionen und der Verbreitung von Content für ein breiteres Publikum aufgebaut. Web 2.0 dreht sich um Anwender und deren Einbindung in Netzwerke, die für Interaktion gedacht sind. Web 3.0 möchte jetzt Wissen flexibler verlinken."
Und auf die Frage, welche Rolle die Semantik dabei spiele antwortet Greaves:
"(...) Wenn ich heute meine Postadresse in einem Blog oder auf der Homepage anführe, ist das eine nur für Menschen lesbare Reihe von Zahlen und Buchstaben. Die neue Technologie erlaubt es, Zahlen und Buchstaben so zu verarbeiten, dass die Adresse ebenso von anderen Computern im Netz automatisch als solche erkannt und behandelt wird. So passiert das auch mit Produktnamen, Preisen oder Wetterinfos. Durch diese Labels werden gewisse Anwendungen im Internet gleich viel effizienter, wie beispielsweise Suche, E-Commerce oder Werbung."
Zweifel an den Zweifeln an der Wichtigkeit von Wissensmanagement sind mehr als nur angebracht.

Verfasst von Hans Fischer um 15:08

21.05.2007

Web 2.0 Zwischenbilanz aus CEO-Perspektive

Logisch, dass McKinsey schlussendlich auch auf den Web 2.0-Zug aufgesprungen ist. Wie der Branchendienst ECIN ("Web 2.0 als gelungene Unternehmensstrategie") geschrieben hat, publizierte McKinsey nun das Resultat einer Umfrage über Web 2.0-Investitionen unter 2847 CEOs. Ein Auszug:

"(...) Mehr als die Hälfte der Befragten war mit ihren Investitionen zufrieden, und beinahe drei viertel der Befragten planen, die Web 2.0-Investitionen auf einem gleich bleibenden Niveau zu belassen oder zu intensivieren. (...)

Auf die Frage, warum sie auf Web 2.0 setzten, antworteten die Befragten, um die Kundenbeziehungen zu intensivieren und um die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern im eigenen Unternehmen zu beflügeln. So setzen über ein fünftel der Befragten auf Blogs, um schnelles und ehrliches Feedback von ihren Kunden zu erhalten. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt auf Web 2.0-Technologien, um die Zusammenarbeit im Unternehmen voranzutreiben. Web-Services, P2P-Networking und RSS werden vor allen Dingen genutzt, um die Zusammenarbeit mit den Business-Partnern zu optimieren."

Verfasst von Hans Fischer um 10:22

16.05.2007

Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert

Für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007 haben wir folgenden Report (PDF, 201 KB) verfasst:

Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren

Web 2.0 dreht sich nicht bloss um Technologie. Web 2.0 ist auch Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels: Vernetzung total von Menschen und Informationssystemen. Eine Entwicklung, die auch Arbeitgeber und Pädagogen in die Pflicht nimmt.

Von Hans Fischer

Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Die Zukunft hat begonnen

Und heute? Die Entwicklung läuft bereits. Als Etikette wird oft und gerne der Begriff «Web 2.0» strapaziert. Wikipedia umschreibt den Begriff als «unscharf umrissener Oberbegriff für die Beschreibung einer Reihe neuer interaktiver Techniken und Dienste des Internets – speziell des WWW – und einer geänderten Wahrnehmung des Internets». Wichtig, wie im ersten Absatz geschrieben, ist insbesondere der zweite Teil: Die geänderte Wahrnehmung. IKF-Co-Leiterin Andréa Belliger verdeutlicht: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet.

Es gibt selbstverständlich Experten, welche Web 2.0 vorab auf Technologie reduzieren. Jüngst erklärte Professor Clemens Cap von der Universität Rostock, dass die wesentlichen technologischen Elemente bereits seit 2000 bekannt seien. Das stimmt durchaus. Doch werden diese Elemente von den Anbietern und den Usern heute mit einer völlig anderen Selbstverständlichkeit eingesetzt. Warum eröffnen Unternehmen wie Daimler Chrysler, Coca-Cola oder der Axel Springer Verlag Dependencen in der virtuellen Parallelwelt SecondLife? Bei weitem geht es dabei nicht bloss um Image-Building. Die Unternehmen interagieren mit den Usern, betreiben Markt- und Produktforschung und akquirieren neue Kundschaft. Die Technologie ist bei solchen Marketing- und Kommunikationsstrategien eher sekundär.

Basis für Wissensaustausch

Technisch wird noch viel Altes angepasst und Neues entwickelt werden, um die fortschreitende Vernetzung und das wachsende Bedürfnis nach Interaktion zu unterstützen. Diesbezüglich hält Lars Hinrichs, Gründer der Social Networking-Plattform XING (vormals OpenBC), fest: «Jedes Mal, wenn sich ein neues Mitglied XING anschiesst, wachsen Dynamik und Nutzen des Netzwerkes, jedes Mal vergrössert sich das Potenzial, passende Geschäftskontakte rund um die Welt zu finden und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.» David J. Krieger führt Hinrichs Gedanken weiter aus: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um „Hubs“ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen.

Wird die Menschheit durch diesen Wissensaustausch nun intelligenter? Theorien von kollektiver Intelligenz scheiden seit langer Zeit schon die Geister. Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften.

Unternehmer sind doppelt gefordert. Peter F. Drucker, einer der bedeutendsten Management-Visionäre des 20. Jahrhunderts, bringt die Notwendigkeit entsprechender Massnahmen im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar». Unternehmen müssen um Informations- und Wissensmanagement besorgt sein, sonst verlieren sie den Anschluss. Wir leben im Informationszeitalter. Information oder Wissen, je nach Definition, werden heute zu den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital dazugezählt.

Schule unter Anpassungsdruck

Neben infrastrukturellen Anpassungen sind Unternehmen auch im Personalbereich gefordert. Die Kids und Jugendliche wachsen mit der Vernetzung und mit grosser Medienerfahrung auf. Wer jugendlichen Nachwuchs hat, weiss um deren Aktivitäten in Cyberwelten, Online-Games, Weblogs, Wikis, Foto- und Videoplattformen. Noch stärker als Arbeitgeber werden Pädagogen in die Pflicht genommen. Kommunikationsforscherin Andréa Belliger ist überzeugt, dass die Rolle der Neuen Medien in der Informations- und Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind: «Nach einer Rangliste des OECD Projekts “Definition und Auswahl von Schlüsselkompetenzen“, die im Zusammenhang mit PISA entstanden ist, gehört Medienkompetenz zu den wichtigsten Kompetenzen in allen Bereichen der Gesellschaft.» Die Schule stehe in Bezug auf die Vermittlung von Medienkompetenz und die gezielte und wirksame Anwendung von Neuen Medien unter permanentem Anpassungsdruck. Rasante technologische Entwicklungen und neue Produkte ermöglichten es Jugendlichen, immer neuere Möglichkeiten der Informationsfindung und Kommunikation zu nutzen. Ziel müsse es sein, diese Kompetenzen für Bildungszwecke zu nutzen. Und das Fazit von Belliger: «Pädagogen und Schulen sollten sich die diese Nutzungsgewohnheiten und Medienkompetenzen orientieren und Lernumgebungen an denen anpassen, statt zu versuchen, Jugendliche in eine Welt, die schon vorbei ist, zu sozialisieren.» Darf nicht vergessen werden, dass diesbezüglich auch Eltern eine wichtige Rolle spielen.

Verfasst von Hans Fischer um 14:59

10.05.2007

Virtuelle Welten & Wissensmanagement & Zukunft

Manager Magazin Online informiert im Artikel "Was kommt nach Second Life?" in sehr zu empfehlender Weise über den aktuellen Stand und mögliche Entwicklungen der Parallelwelt - by the way: Second Life wird als Prototyp betrachtet. Eine interessante Passage betrifft den Bereich Wissensmanagement:

"(...)Auch bei der Wissenskommunikation punktet 3D. Die Ressource Wissen ist immer häufiger in Visualisierungen codiert. Das unaufhaltsam wachsende Universum zweidimensionaler Bilder, Filme, Chartgrafiken könnte – in 3D-Wolken schlüssig ausgebreitet und semantisch geordnet – einfacher als heute zu durchforsten sein."
Und:
"(...) Es eröffnen sich also vielfältige Möglichkeiten für neuartige Wertschöpfungsstrukturen. Besonders viel versprechend ist dabei das Cybersourcing, die Auslagerung von Funktionen und Services in eine 3D-Welt.

Hier könnte es beispielsweise sinnvoll sein, die Nutzer in virtuelle Beratungssituationen einzubinden, insbesondere bei Dienstleistungen, die gegenwärtig medial und äußerst unpersönlich erbracht werden. Statt der Stimme eines Callcenter-Agenten erwartet uns dann ein virtueller Spaziergang durch das Urlaubsparadies zusammen mit dem Reisebüro-Avatar.

Zu Ende gedacht entsteht die Vision von Myriaden Service-Avataren, die mit allen möglichen Diensten bereitstehen. Während wir bisher vor allem Dokumente und Wissensspeicher im Netz benutzen, sind dann die lebendigen Wissensträger als Problemlöser nur einen Klick entfernt."

Diesbezüglich hat Rolotec für den Fachartikel " Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren" (verfasst für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007) folgende Passage geschrieben:
"(...) Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 10:00

07.05.2007

Web 2.0 basierte Geschäftsmodelle

Über Web 2.0-Anwendungen als Beimischung für Wissensmanagement oder Unternehmenskommunikation informieren wir in der entsprechenden Blog-Kategorie regelmässig. Die FAZ nennt im Artikel "Gutes Geld für gute Inhalte" konkrete "Geschäftsmodelle 2.0". Ein Beispiel:

"(...) Geld mit Web 2.0 möchten aber auch traditionelle Unternehmen verdienen, zum Beispiel Nike. Der Sportartikelhersteller hat eine Läufer-Gemeinschaft aufgebaut. Dort können Läufer ihre Daten auswerten, neue Strecken herausfinden oder sich mit anderen Läufern verabreden können. „Die Marke wird zum täglichen Begleiter. Mit Web 2.0 lässt sich eine bisher nicht gekannte Nähe zum Konsumenten aufbauen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:36

03.05.2007

"Datenschutz als Generationenkonflikt"

Eine sehr interessante These ist bei heise online zu lesen: "Datenschutz als Generationenkonflikt". Ein Auszug:

"(...) Die traditionellen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen realer und virtueller Welt verschwämmen immer mehr. (...) Junge Leute stellten bedenkenlos alles über ihre Person ins Netz (...) So betrachtet, hätten die jungen Leute dann auch weniger Probleme mit staatlicher Überwachung: Da man selbst ja angeblich nichts zu verbergen habe und sich umfänglich in der Öffentlichkeit präsentiere, sehe man sich nicht als Opfer behördlicher Beobachtung und empfinde sie nicht als Beschneidung von individuellen Bürgerrechten."
Dann folgt ein kühner Link zur "Elterngeneration" mit Rock'n'Roll, Drogen und freier Liebe und schliesslich das finale Ende mit der Akzentuierung eines wichtigen Generationen-Unterschiedes:
"(...) dass es vor 40 Jahren noch die "Gnade des Vergessens" gegeben habe. Heute hingegen sei das, was einmal im Netz dokumentiert ist, dort für ewig gepostet und auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch abrufbar. Was die jungen Leute, die den "feinen Unterschied" heute ignorieren oder einfach nicht mitbekommen, dann sagen werden, wenn sie bei einer Bewerbung, Beförderung oder Berufung mit ihren eigenen Privatstories und Partyvideos von "anno dazumal" konfrontiert werden, stehe auf einem anderen Blatt."

Verfasst von Hans Fischer um 17:32 | Kommentare (1)

"Rezept für Wissensmanagement 2.0"

Ein spannender Artikel bietet Financial Times Deutschland über die Kombination von Wissensmanagement und Web 2.0-Anwendungen. Einige Auszüge:

"(...) Die Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass vom personengebundenen Wissen höchstens 10 bis 15 Prozent überhaupt in ein Informationssystem übertragen werden können.

(...) Das reicht allerdings nicht als Grund dafür aus, sich vom Thema Wissensmanagement komplett zu verabschieden. Fehler sind ja dazu da, um aus ihnen zu lernen. So sehen es jene Unternehmen, die intern das Wissensmanagement 2.0 eingeläutet haben."

Wie im Roloblog mehrfach schon erwähnt, wird in der Folge auf potenzielle Fehlinvestitionen (Datenbank-Friedhöfe) und den Einsatz von Wikis und andere Web 2.0-Anwendungen aufmerksam gemacht, die Mitarbeiter zu Interaktion und damit zu wertsteigernder Wissensarbeit motivieren können. Warum "wertsteigernd"? FTD schreibt dazu:
"Wissen ist in einer rohstoffarmen Hightech-Wirtschaft ein äußerst wichtiges Element im Wettbewerb und sollte daher in den Unternehmen zukünftig angemessen als Produktionsfaktor betrachtet werden."
Das haben wir den Management-Guru Peter F. Drucker im Beitrag "Informations- und Wissensmanagement - Must Have" auch schon verkünden lassen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:31

Fortsetzung: Banken & Web 2.0

Am 1. Mai haben wir auf einen entsprechenden Artikel des Handelsblatts aufmerksam gemacht, nun folgt CIO mit einer best practice-Berichterstattung ("Web 2.0 bietet Banken und Wertpapierhändlern Chancen"). Towergroup-Analyst Matt Nelson nennt 4 Hauptvorteile:

Informationsbeschaffung und Investment Research: Finanzdienstleister sollten regelmäßig Blogs beobachten - und sei es nur, um die Stimmungslage ihrer Kunden zu kennen.

Informationsverbreitung: Einige Wertpapierhändler haben bereits Podcasts, Blog Posts und RSS-Feeds eingerichtet. Damit sind sie auf dem Desktop der Kunden präsent.

Interaktion der Kunden: Das "programmierbare Netz" ermöglicht Kunden, über ein lightweight Interface Informationen über Portfolios, News und anderen user-spezifischen Content abzufragen und sich ein eigenes Bild zu machen. Zwar werden Finanzdienstleister nicht im engen Sinne innerhalb ihrer Kundenportale eigene soziale Netzwerke aufbauen können, aber Web 2.0 bringt die Usability solcher Kanäle voran.

Interaktion mit Geschäftspartnern: Software-Anwendungen für Verkäufer profitieren ebenfalls von Web 2.0, weil dadurch Benutzerschnittstellen entwickelt werden können, ohne die Funktionalitäten der installierten Desktop-Applikationen zu opfern.

Unseres Erachtens liegen die Hauptvorteile des Web 2.0-Einsatzes aber im Bereich Wissenstransfer. Diesen Aspekt hat Towergroup in einer früheren Studie (s. Posting "Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0") hervorgehoben.

Kurz ein Fazit gezogen: Web 2.0-Anwendungen können - bei gezieltem Einsatz - zur verstärkter Interaktion, Kommunikation und damit zur Kodifizierung von Wissen beitragen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Fachartikel-Sammlung oder natürlich auf Anfrage

Verfasst von Hans Fischer um 10:58

02.05.2007

Web 3.0 wird zum Thema

Viele haben sich eben erst an den Allerwelts-Term "Web 2.0" gewöhnt und schon gewinnt die Berichterstattung über die nächste Entwicklungsstufe an Intensität. Nach der Web 3.0-Formel (Web 3.0 = 4C + P + VS) fragt sich nun Readers Edition: "Ist Web 2.0 schon wieder out?" und schreibt:

"(...) Denn wenn die jüngste Evolutionsstufe des Internets “Web 2.0″ heißt, dann lugt schon der nächste Trend um die Ecke: “Web 3.0″."
Und:
"(...) Das semantische Web wird das Web 3.0. Zweck dieses neuartigen Webs ist es, das Internet “intelligenter” zu machen. Mit Hilfe der Deutung von Inhalten sollen Daten auf Rechnern und im Internet zugewiesen werden. (...)

Trend wird zum Beispiel der Abruf von Daten, die bestimmten komplexen Bedeutungen entsprechen. Suchmaschinen sind dann so “clever”, dass sie zum Beispiel diese Fragestellung bearbeiten können: “Ich will an einem warmen Platz Urlaub machen, habe ein Budget von 3000 Dollar und ein 11-jähriges Kind”. Im Idealfall erstellt das Web 3.0 dann ein komplettes Ferienpaket, das so akribisch geplant ist, als hätte es ein persönlicher Berater im Reisebüro erstellt."

Verfasst von Hans Fischer um 08:49

01.05.2007

"Banken sollten Chancen von Web 2.0 nutzen"

... schreibt Handelsblatt.com im gleichnamigen Artikel. Der Kern der - für einen Handelsblatt-Artikel eher mauen - Feststellungen:

"Finanzdienstleistungsinstitute sollten die mit Web 2.0 aufkommende Technologie vor allem zur Erweiterung und Modernisierung der Methoden in der Marktforschung, zur Optimierung der Strategien im Online-Marketing und zur Ergänzung herkömmlicher Vertriebsmaßnahmen nutzen", erläutert Günther. Auf der Basis der über die verschiedenen Web 2.0-Instrumente gewonnenen Informationen ließen sich ferner das Qualitätsmanagement verbessern sowie ein Wissenspool für Mitarbeiter und Kunden aufbauen."
Siehe auch den Beitrag "Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0".

Verfasst von Hans Fischer um 14:52 | Kommentare (3)

30.04.2007

Web 3.0 = (4C + P + VS)

Über die nächste Internet-Generation (z.B. subsumiert unter dem Begriff Web 3.0) haben wir gelegentlich schon geschrieben. sramana mitra liefert dazu eine Formel (und eine Handvoll Gedankenanstösse):

Web 3.0 = (4C + P + VS)
Web 3.0 ist die Summe von Content, Commerce, Community, Context plus Personalization plus Vertical Search.

Verfasst von Hans Fischer um 11:08

27.04.2007

Wikis und Weblogs wider die E-Mail-Flut

Rolotec machte und macht positive Erfahrungen mit der Konzeption und Integration von Weblog- und Wiki-Lösungen als Kollaborations-Instrumente (s. auch Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" und die Beiträge in den Blog-Kategorien Knowledge Management oder Web 2.0). Der Artikel "Hilfe gegen die E-Mail-Flut - durch Web 2.0?" von inside-it.ch erklärt die Grundlagen und Möglichkeiten sehr exemplarisch. Ein Auszug:

"(...) Die kontinuierliche Versorgung mit aktuellen und vor allem relevanten Informationen ist in der Wissensökonomie ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Informationen und Wissen werden dabei in einem Arbeitsumfeld ausgetauscht, das zunehmend in flexibel zusammengesetzten Teams organisiert ist. Der Versuch, sich gegenseitig in diesen vernetzen Unternehmensstrukturen auf dem Laufenden zu halten, führt nicht zuletzt zu heillos überfüllten E-Mail-Postfächern. Dabei ist in vielen Fällen nur ein Teil der Nachrichten für den Adressaten tatsächlich relevant. In der Mailbox nachträglich die Spreu vom Weizen zu trennen, ist jedoch ein zeitaufwändiger und unproduktiver Prozess, in dem wichtige Informationen verloren gehen können. Innovative Web 2.0-Technologien wie Weblogs oder Wikis können eine sinnvolle Ergänzung für den massenweisen Austausch von E-Mails sein und die Informationsflut beherrschbarer machen. (...)"

Verfasst von Hans Fischer um 14:12

23.04.2007

Welcher Blognutzer-Typ sind Sie?

Die Universität Leipzig und die Suchmaschine Ask.com
haben die Blogstudie 2007 erarbeitet. Wer sich nicht die detaillierten Resultate der Befragung von 600 Usern ansehen mag, findet nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse:


  • Blognutzer sind "investigative Multiplikatoren"

  • Es gibt fünf Typen von Blognutzern

  • Weblogs sind wichtige Impulsgeber für neue Ideen und die Meinungsbildung, aber schwer auffindbar
Die genannten fünf Blognutzer-Typen sind laut Welt-des-Wissens:
  1. Die "Wissensdurstigen" (23,7 Prozent). Sie nutzten Blogs vor allem, um Hintergrundinformationen zu suchen.

  2. Die "Informationssucher" (18,9 Prozent). Sie suchten aktuelle Nachrichten und bestünden eher aus Blog-Lesern/innen als aus Blog-Autoren/innen.

  3. Die "aktiven Konsumenten" (22,8 Prozent). Sie suchten Produktinformationen und bestünden eher aus Blog-Lesern/innen als aus Blog-Autoren/innen.

  4. Die "social networker" (17,7 Prozent). Sie nutzten Blogs vor allem, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, neue Bekanntschaften zu schließen und um sich mit anderen auszutauschen.

  5. Die "Selbstdarsteller" (17,7 Prozent). Sie behaupteten von sich, etwas zu sagen zu haben und möchten Ärger und Kritik loswerden.

Verfasst von Hans Fischer um 11:18

10.04.2007

"The Future of the Web"

Was wird im Zentrum dieser Web-Zukunft stehen? Das semantische Web (s. frühere Beiträge zum Thema), wird im Chor erschallen - erster Vorsänger ist übrigens Tim Berners-Lee himself.

Ob Zauderer oder Visionäre: Mit dieser Entwicklung müssen sich alle Entscheider zweifelsohne auseinandersetzen. Eine Gelegenheit dazu bietet unter anderem BusinessWeek online mit dem neuesten CEO Guide to Technology mit einer Auswahl an höchst interessanten Beiträgen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:49

04.04.2007

Web 2.0: "Rückkopplung"

Manager Magazin Online schreibt im Artikel "Rückkopplung" über die Chancen und Risiken von Unternehmen mit Web 2.0-Anwendungen:

"(...) Die Herausforderung besteht darin, die Chancen und Risiken richtig zu beurteilen, die sich den Unternehmen mit der Generation Always On bieten: Einerseits eröffnet das interaktive Internet die Chance, Zielgruppen mit chirurgischer Präzision zu bearbeiten. Andererseits entsteht in Tausenden von Blogs und Meinungsforen ein unkontrollierbares Bild des Unternehmens."
Und:
"(...) Fest steht: Die Macht der Unternehmen schwindet, ihre Marken nach eigenem Gusto und allein über die klassischen Kanäle und mit den eigenen Instrumenten zu gestalten.
T-Systems-Manager Schönefeld spricht vom Social Computing als einer Art kollektiver Kraft, die eine neue Dynamik ins Verhältnis von Kunde und Unternehmen bringt. "Das ist eine Machtverschiebung zuungunsten der Unternehmen, weil sie damit einen Teil ihrer Kommunikationshoheit verlieren."
Dem Themenbereich Chancen, Risiken, Interaktion und Kommunikationsverhalten hat sich auch der Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" gewidmet.

Verfasst von Hans Fischer um 11:24

26.03.2007

Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0

ECIN schreibt im Beitrag "Finanzhandel wird sozial" über den Einsatz von Web 2.0-Tools in der Finanzindustrie:

"(...) Das Potential von Web 2.0 liege vor allem in den Bereichen Wissensmanagement und Kollaboration. Wikis und Blogging-Tools könnten die Qualität und Aktualität innerhalb der Unternehmenskommunikation optimieren und die Kundenzufriedenheit verbessern.
Der Artikel basiert auf einer Studie von TowerGroup.

Sehr viel detaillierter über das Thema Web 2.0 im Bankenumfeld informiert der (nicht frei erhältliche) Artikel "Wissensmanagement für Informationsprofis" in der Fachzeitschrift wissensmanagement. Im Zentrum stehen die umfangreichen und vernetzten Massnahmen im Bereich Wissensmanagement bei der Deutschen Bank Research. Web 2.0-Tools wie Wikis, Weblogs oder Social Bookmarking harmonieren mit klassischen Massnahmen wie Best-Practice-Seminaren. Als Fazit steht unter anderem:

"(...) Das Erfolgsrezept liegt in einem ganzheitlichen Ansatz, der alle Dimensionen eines Teams miteinbezieht und seine Mitglieder in optimaler Weise sowohl virtuell als auch persönlich miteinander vernetzt."

In Zukunft wird das in der Unternehmenswelt Standard sein (müssen).

Verfasst von Hans Fischer um 17:46

Auf welche Tools & Anwendungen stehen User

Bill Ives macht im Posting "Who Uses What Online Tool for Which Reason: Oxford Study" auf eine interessante Studie (PDF, 531 KB) der Universität Oxford aufmerksam. Sie zeigt das Nutzungsverhalten von 1369 Usern vom 1. Dezember 2006 bis 16. Februar 2007 bezüglich Tools und Anwendungen wie Wikis, Weblogs, Social Bookmarking, Web based Office Tools (z.B. Google Text & Tabellen), Kalender-Anwendungen, File-Sharing, Instant Messaging uvm. Die Grafiken sind sehr interessant, auch wenn die Umfrage auf akademische Teilnehmer fokussiert war - die Resultate einer Umfrage im Unternehmensumfeld würden mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht allzu sehr abweichen.

Nachfolgend ein Ausschnitt der visualisierten Ergebnisse (Klick in das Bild für die Grossansicht):

km_rolotec.jpg

(Bildquelle: David White, JISC funded ‘SPIRE’ project 2007)

Verfasst von Hans Fischer um 16:14

23.03.2007

"The Future of Web 2."

Hype oder nicht Hype, das ist hier nicht die Frage - im so eigenwilligen wie unterhaltsamen Posting "The Future of Web 2.0" von Nat Torkington in O'Reilly Radar.

Verfasst von Hans Fischer um 14:40

22.03.2007

40 Jahre Blogging

Der Begriff Weblog gibt es seit 10 Jahren. Die Tätigkeit selber, Blogging, ist aber rund 30 Jahre älter. ZDnet.de schreibt dazu im Artikel "Wurzeln des Blogging reichen zurück in die siebziger Jahre":

"In einem aktuellen Interview anlässlich des zehnten Jahrestages des Begriffes Weblog hat sich Les Earnest erneut zu den Anfängen des Blogging geäußert. "Das Konzept geht zurück auf den Austausch von Nachrichten über das schwarze Brett. Mit der Einführung eines Computersystems an der Stanford University haben wir dieses Konzept auf eine Textdatei übertragen, auf die jedermann Lese- und Schreibzugriff hatte. Die erste darüber geführte Diskussion ging über das Thema, ob wir Menschen ins All schicken sollten. Das muss etwa 1967 oder 1968 gewesen sein", sagte Earnest."

Verfasst von Hans Fischer um 09:54

20.03.2007

ROI von Unternehmens-Weblogs?

CIO titelt "Der ROI von Firmen-Blogs ist nur schwer ermittelbar" und schreibt:

"Viele Unternehmen stehen derzeit kurz vor dem Sprung, ein eigenes Unternehmens-Weblog aufzubauen. Jedoch zögern sie noch zu springen. Andere wiederum, die bereits früh in die Welt der Weblogs eingetaucht sind, stehen jetzt vor der Aufgabe, bei ihren vorhandenen nachzuweisen, dass ihre Blogs nicht nur Geschäftsziele unterstützen, sondern auch einen direkten geschäftlichen Nutzen in Form eines konkreten Return on Investment bringen."
Da eine exakte ROI-Berechnung laut Forrester Research nicht möglich ist, dienten andere Modelle der Beschreibung des ökonomischen Einflusses des Bloggens auf ihre Geschäftstätigkeit. Was darunter zu verstehen ist, lesen Sie im CIO-Artikel.

Der Text schliesst mit kaum nachvollziehbaren Zahlenangaben. Obwohl die bewährtesten Software-Lösungen kostenlos oder zumindest sehr preiswert sind, rechnen die Forrester-Leute mit $ 25'000 bis 100'000 für Software-Auswahl und -Kauf, Aufbau sowie Schulung von Bloggern. Unter dem Strich wird gefolgert:

"Insgesamt gehen die Analysten von durchschnittlichen Gesamtkosten von 400'000 US-Dollar pro Jahr aus. Dem sollte in jedem Fall ein geschäftlicher Mehrwert in Höhe von 500'000 US-Dollar - also ein ROI von 25 Prozent - gegenüberstehen."
Erstaunlich. Wie auch immer: Rolotec betreute die Evaluation und Implementierung mehrerer Corporate Weblogs. Falls Sie an Erfahrungsberichten, mögliche Vorgehensweisen und realistischen Zahlenangaben interessiert sind, informieren wir Sie auf Anfrage sehr gerne.

Verfasst von Hans Fischer um 10:45

15.03.2007

User konsumieren aktiv(er)

Persoenlich.com zitiert im Artikel "Werber verlieren die Kontrolle" Wim Vermeulen, Direktor für digitale Innovation bei Ogilvy International:

"In Second Life stösst man auf keine Plakate, TV-Werbespots oder sonstige Werbung. Der Werber hat eine Insel und es sind die Leute, die zu ihm kommen müssen, nicht wie in der realen Welt, wo die Werbung zum Verbraucher kommt" (...)
Der Verbraucher gewinne entsprechend zunehmend die Kontrolle. Ob das blosser Hype sei oder nicht, wird als Glaubensfrage abgetan. IBM scheint jedenfalls grossen Glauben an den Erfolg zu haben, investiert laut Persoenlich.com in diesem Jahr 10 Millionen Dollar und veranstaltet auf seiner Second Life-Insel unter anderem Businessmeetings.

Virtuelle Unternehmens-Engagements zeitigen aber keinesfalls zwingenden Erfolg:

(...) "Das Schlimmste was einer Marke in SL passieren könne, sei, wenn die Marken-Insel leer bleibt. "Nissan ist ein gutes Beispiel dafür, was in SL nicht funktioniert: Nämlich die 1:1-Übertragung der realen Welt", betont Vermeulen. Nissan hatte neue Automodelle präsentiert und zu Testfahrten eingeladen."

Verfasst von Hans Fischer um 13:19

13.03.2007

Second Life-Whitepaper

PR Blogger macht auf das kostenlos erhältliche, 60seitige Whitepaper "Second Life und Business in virtuellen Welten" (PDF, 1.21 MB) von elephantseven aufmerksam und schreibt, dass das Whitepaper einen guten Überblick der soziodemografischen Daten der neuen Welt biete, einige Nutzungsszenarios für virtuelle Welten vorstelle und auch die Schwächen beleuchte. Das Whitepaper selber beginnt mit den Worten:

"Ende 2006 erlangte ein neues Internet-Phänomen rasch einen großen Bekanntheitsgrad: Second Life, eine virtuelle 3DWelt, die nicht nur enorme Wachstumsraten zu verzeichnen hat, sondern auch rasch zunehmendes Interesse von Weltunternehmen wie IBM, Sony BMG, Dell, Adidas, Toyota, Reuters, Nissan, MTV etc. Alle diese Unternehmen eröffneten in 2006 „Niederlassungen“ im „Metaversum“, der virtuellen Welt.

Die Frage bleibt offen, ob es sich hierbei um einen vorübergehenden Modetrend handelt, einen mittelfristig irrelevanten Hype, oder um einen wichtigen Trend, der die des Umgangs mit dem Internet dauerhaft beeinflussen wird. Die Chancen für Letzteres stehen nicht schlecht."

Eine Auswahl an bisherigen Postings zur virtuellen Parallelwelt:

Verfasst von Hans Fischer um 13:39

12.03.2007

Dritte Web-Dimension und der Think Tank

Die SonntagsZeitung schrieb im Artikel "Begegnungen der dritten Art":

(...) "Blau auf schwarz dreht sich im Webbrowser der Erdball von Google Earth. Im Sturzflug nähert sich der Nutzer einer 3-D-Kopie von Zürich, taucht ein in die Strassenzüge und landet vor einem Möbelgeschäft an bester Einkaufslage. Ein Mausklick, die Ladentür öffnet sich, und der Weg führt hinein in ein virtuelles Einrichtungshaus, das inklusive Angebot dem realen Vorbild täuschend echt nachgebaut ist.

So stellt sich Ansgar Schmidt, 32, die Zukunft im Internet vor. In Böblingen südlich von Stuttgart baut der Diplominformatiker bei IBM mit am Web 3D. «Das Hinzufügen der dritten Dimension», sagt Schmidt, «ist der nächste Umbruch im Internet.» Das Web soll sich am Bildschirm aus der Fläche zum globalen Dorf erheben, eine von Computern modellierte Parallelwelt."

Und die (über)nächsten Schritte?
(...) " In Böblingen bei IBM denkt Forscher Ansgar Schmidt derweil über das Web 3.0 nach. In diesem verstehen Suchmaschinen den Sinn von Suchanfragen. Damit können Onlineshops im Dauerbetrieb mit virtuellen Angestellten besetzt werden, die Besucher gewandt beraten. Noch etwas später sollen virtuelle Gegenstände fühlbar werden – Kunden können die Beschaffenheit von Produkten aus der Ferne prüfen. Das ist aber bereits Web 4.0."
Apropos Zukunft: Nachrichten.ch schreibt im Artitkel "Diese Trends werden uns morgen bewegen" über den "Trendradar 1.07" des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI). Selbstredend, ist das sich rasch ändernde User- und Kundenverhalten (s. auch Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt") Thema ist.

Verfasst von Hans Fischer um 08:47

10.03.2007

Suche & Community

Yahoo! ergänzt seine Suchmaschine mit Antworten von Yahoo! Clever. Heise online schreibt dazu im Artikel "Yahoo: Suche mit Community-Unterstützung":

Wer Yahoos Suchmaschine benutzt, erhält unterhalb der Treffer, die Yahoos Suchalgorithmus beisteuert, ab sofort auch solche, die aus Yahoos Frage-und-Antwort-Community Clever stammen. Auch Yahoo Clever selbst wurde erweitert: Mitglieder können in Zukunft sich jetzt auch zu Interessensgemeinschaften persönliche Gemeinschaften zusammenschließen, um sich gezielt zu individuellen Themen auszutauschen.
Eine zeitgeistige Entwicklung. Dazu haben wir im Posting "Hype-Gerede 2.0" geschrieben:
Völlig egal, ob die Technologien alt sind, neu erfunden oder demnächst durch andere abgelöst werden - unter dem Begriff Web 2.0 wird vor allem die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung subsumiert. Die Tatsache nämlich, dass eine immense Vernetzung unter den Usern stattfindet und der virtuose Umgang mit den neuen Medien - respektive mit der Medienkompetenz - zur Selbstverständlichkeit wird - vor allem auch in Ausbildung und Beruf.

Verfasst von Hans Fischer um 13:47

09.03.2007

"Second Life wird am Ende sterben"

(...) "Bei den echten Multiplayer-Online-Spielen geht es um Ruhm und Ehre - bei "Second Life" nur ums konsumieren. Das reale Universum wird am Ende an maximaler Unordnung ("Entropie") sterben. Das Parallel-Universum des "Second Life" wird an maximaler Langweile zu Grunde gehen."
Ein markanter Kontrapunkt zur derzeit vorherrschenden Second Life-Berichterstattung im Welt-Artikel "Warum 'World of Warcraft' spannender als 'Second Life' ist".

Verfasst von Hans Fischer um 10:52 | Kommentare (2)

08.03.2007

Und täglich grüsst die virtuelle Welt

Roloblog-Leserinnen und -Leser wissen um die Bedeutung von Plattformen wie Second Life im Allgemeinen und für Unternehmen im Speziellen (s. Blog-Kategorie "Web 2.0"). Die Medien nehmen selber teil oder schreiben wenigstens über die rasante Entwicklung. Eine kleine Auswahl an themenaffinen Artikeln von heute Donnerstag:

Verfasst von Hans Fischer um 16:31

05.03.2007

Second Life-Mainstream

Der Roloblog widmet sich seit einiger Zeit schon der virtuellen Parallelwelt Second Life (s. Posting-Auswahl). Mittlerweile erwächst ein richtiggehender Second Life-Medien-Hype. Das ist ok so, denn das Cyber-Doppelleben hat bekanntlich erst begonnen.

Wie auch immer: Heute bietet Manager Magazin Online im Artikel "Virtuelles Wirtschafts-Wunderland" eine Überblick und der Ringier-Konzern liess verlauten, dass die Abendzeitung "heute" eine virtuelle Inseldependance eröffnet hat. Der heute-Second Life-Blog berichtet über die neueste Ringier-Expansion.

Verfasst von Hans Fischer um 10:27

28.02.2007

«Werbeorakel» auf Web 2.0-Basis

Kleinreport schreibt im Artikel "Ein «Werbeorakel» zur die Zukunft des Marketings":

"Die Münchener Agentur Robert & Horst hat ein neuartiges Werbe- und Kommunikationstool für den Business-to-Business-Bereich entwickelt, das sich «Werbeorakel» nennt und als Kombination aus Wiki, Tag-Cloud und persönlicher Auskunft beschrieben wird."
Wird auf einen der Begriffe der Tag-Cloud geklickt, erscheint ein Eingabefeld für eigene Fragen. Da die Beantwortung die Eingabe von Namen und E-Mail bedingen würde, empfiehlt sich vorerst der Klick auf "WEITERE FRAGEN ZU DIESEM THEMA". Dadurch werden (ohne Registration) standardisierte Fragen und Antworten eingeblendet.

Ein zweifelsohne innovatives Konzept.

Verfasst von Hans Fischer um 14:21

27.02.2007

Frankreich-Wahlkampf in Second Life

Postings über Second Life häufen sich - nicht nur im Roloblog. Zu recht. Neueste Headline: "Sarkozy geht ins Netz" bei Spiegel Online. Ein Auszug:

Der Wahlkampf um die Nachfolge von Jacques Chirac läuft nicht nur in Frankreich, sondern auch in der virtuellen Welt von "Second Life" auf vollen Touren. Rechtsaußen Jean-Marie Le Pen war der erste - und zog prompt heftige Proteste auf sich. Danach folgte Segolène Royal, und jetzt wirbt auch Nicolas Sarkozy bei den Avataren um Stimmen für die reale Wahlurne.
Doch die Französischen Wahlkämpfer sind nicht die ersten Cyber-Politiker. Schweden sollte demnächst eine offizielle Botschaft in Second Life eröffnen und seit Anfang Jahr gibt es ein Cyber-Capitol. Spiegel Online berichtete in "Der US-Kongress wird virtuell".

Verfasst von Hans Fischer um 16:00 | Kommentare (1)

21.02.2007

Hype-Gerede 2.0

Testticker.de schreibt im Artikel "Web 2.0: Altes Produkt, neuer Hype ":

"Experten warnen vor dem Web 2.0-Hype. Die Technologie sei nichts Neues und auch die Zukunftsaussichten seien alles andere als rosig."
Diese Experten haben offensichtlich noch nicht bemerkt, dass bei Web 2.0 nicht Technologie im Vordergrund steht.

Völlig egal, ob die Technologien alt sind, neu erfunden oder demnächst durch andere abgelöst werden - unter dem Begriff Web 2.0 wird vor allem die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung subsumiert. Die Tatsache nämlich, dass eine immense Vernetzung unter den Usern stattfindet und der virtuose Umgang mit den neuen Medien - respektive mit der Medienkompetenz - zur Selbstverständlichkeit wird - vor allem auch in Ausbildung und Beruf.

Verfasst von Hans Fischer um 16:07

19.02.2007

Finden mit künstlicher Intelligenz

Passend zur "Umfrage Wissensgesellschaft 2.0" der Artikel "Künstliche Intelligenz für Suche gesucht" von heise online. Ein Auszug:

"Google arbeite an der künstlichen Intelligenz, da sie ein ideales Suchwerkzeug wäre: "Man könnte ihr jede Frage stellen, und sie würde die perfekte Antwort geben – basierend auf alles, was im Web verfügbar ist." Die ultimative Suchmaschine (von der bei Google schon vor fünf Jahren die Rede war) kann sich aber auch nur auf die Informationen stützen, die sie im Internet findet, und auch hier sieht Page Verbesserungsbedarf: Er rief die versammelten Wissenschaftler dazu auf, ihre Forschungsergebnisse als digitale Medien der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen."

Verfasst von Hans Fischer um 16:01

Umfrage: Wissensgesellschaft 2.0

Über den Einfluss von Web 2.0-Anwendungen und -Technologien auf Wissens- und Informationsmanagement schreiben wir im Blog regelmässig (s. Kategorien "Knowledge Management" und "Web 2.0").

In diesem Zusammenhang unterstützen wir eine Online-Umfrage zum Thema "Informations-/Wissensmanagement & Web 2.0. Die Verfasser schreiben dazu:

Die Umfrage ist Teil einer Team-Semesterarbeit im Rahmen des Nachdiplomstudiums Master of Advanced Studies in eLearning und Wissensmanagement (Universität Luzern / Institut für Kommunikationsforschung Luzern). Unter dem Titel "Informations-/Wissensmanagement & Web 2.0" werden Einfluss und Gemeinsamkeiten der beiden Bereiche untersucht.
Die Teilnahme dauert knapp 5 Minuten. Hier geht's zur Umfrage.

Verfasst von Hans Fischer um 11:06 | Kommentare (2)

16.02.2007

Mercedes-Benz in Second Life

Virtuelle Parallelwelten wie Second Life sind im Roloblog regelmässig Thema. Wer denkt, die Cyberwelten seien kurzfristige Zeiterscheinung, irrt sich. Laut golem.de geht nun auch Mercedes-Benz ins Second Life:

Die Mercedes-Insel im "District" South West (Koordinaten: 128.128.11) soll dann einzelne Fahrzeuge vorstellen, die die Bewohner gar auf einer eigenen Teststrecke ausprobieren können. Die Eröffnung wird mit einem Live-Konzert in der Phantasiewelt begleitet, das ab 22 Uhr (MEZ) startet.
Und zu was werden Cyber-Tester von Mercedes-Autos dann mit entsprechend erhöhter Wahrscheinlichkeit? Genau, zu realen Kunden.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 10:49

14.02.2007

Virtueller Einfluss auf reales Leben

Im Artikel ""Wie ein Urmensch, der einen Düsenjet steuert" erklärt der Kommunikationsforscher Tilo Hartmann gegenüber Spiegel Online unter anderem:

"Aus der Wahrnehmungsforschung wissen wir, dass Virtualität als real empfunden wird, weil die reale Welt selbst virtuell ist. Realität ist nur ein Wahrnehmungskonstrukt unserer Sinne. Wir wissen nicht genau, wie es da draußen aussieht. Wir können nur darauf vertrauen, dass das, was wir wahrnehmen, aussieht wie die Wirklichkeit. Virtuelle Welten funktionieren nach demselben Muster."
Die im Blog gelegentlich schon erwähnten Parallelwelten wie SecondLife oder die Avatarkultur wirken sich spürbar auf unser soziales Verhalten aus. Dazu Hartmann:
"Normalerweise würden wir wohl Techniken, die wir in Cyberszenarien gelernt haben, nicht in der Wirklichkeit anwenden. Aber in der Forschung ist der "Sleeper-Effekt" bekannt: Die Information, wo man etwas gelernt hat, wird relativ leicht vergessen, während das Gelernte selbst haften bleibt."
Eine spannende, sehr dynamische Entwicklung, die sich auf viele Bereiche auswirkt - nicht bloss auf Unternehmen und Schulen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:20

13.02.2007

Interviews mit Battelle, O'Reilly & Co.

Im Rahmen von FASTforward '07 - The Largest Business & Technology Conference Focused on Search lieferte der FASTforward Blog nicht nur laufend wirklich interessante Inhalte, sondern nun auch einen Rückblick mit einer Anzahl frei zugänglicher Interviews. Zum Beispiel mit:

Verfasst von Hans Fischer um 11:33

12.02.2007

Instant Einblick in die Pipes-Innovation

Die Lancierung der Betaversion von Yahoo! Pipes letzte Woche hat für viele Schlagzeilen in den klassischen Medien und grösstenteils wohlwollende Postings in der Blogosphäre gesorgt.

Wer den Feed-Aggregator noch nicht selber testen mag, findet im heutigen netzwelt-Artikel "RSS-Feeds remixen mit Yahoo Pipes Text und Visualisierungen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:52

09.02.2007

Verzeichnis Spezial-Suchmaschinen (Web 2.0)

Gefunden in John Battelle's Searchblog: Das Verzeichnis "Top 25 Web 2.0 Search Engines" von Online Education Database. Das Verzeichnis ist unterteilt in die Kategorien

  • Mashups and Tagging
  • Rich Internet Application Search Interfaces
  • Social Aspects: User Contribution, Recommendation, Social Networks
  • Visual Search
  • Audio/ Video Search
Prädikat: hinsurfen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:34

29.01.2007

Das Ende der einseitigen Unternehmens-Kommunikation

Im Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" hat Rolotec für den Netzguide Business Communications 2007 u.a. geschrieben:

Die Vernetzung erfordert ein Umdenken. Das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell wird aufgebrochen. Es geht um Kooperations- und Kritikfähigkeit und nicht mehr um vollständige Kontrolle der Kommunikation und Unternehmensgeheimnisse.
HANDELSBLATT verdeutlicht diesen Aspekt heute im Artikel "Auf dem Kopf". Ein Auszug:
Wie Procter & Gamble versuchen weltweit mittlerweile zahlreiche Unternehmen, die als Web 2.0 oder Social Software bekannten neuen Kommunikationsformen im Internet für ihr Marketing zu nutzen. Viele haben bereits Austauschforen mit ihren Kunden, sogenannte Corporate Blogs, installiert. Eine wachsende Zahl engagiert sich aber auch in bestehenden Netzwerken wie MySpace und Facebook oder gründet wie Procter & Gamble eigene Plattformen, deren Besucher über das Unternehmen, seine Produkte oder damit verwandte Themen diskutieren können.

Verfasst von Hans Fischer um 09:58

22.01.2007

"Web 3.0 in den Startlöchern"

Est zögerlich nehmen viele Entscheider die Chancen und Notwendigkeiten von Web 2.0-Anwendungen wahr (s. Fachartikel "Blind ist, wer ...") und schon folgen Abhandlungen über die nächste Stufe, genannt Web 3.0. Jüngst berichtete Manager Magazin im sehr interessanten Artikel "Web 3.0 in den Startlöchern" über die Entwicklung. Der Kern:

Nutzer werden im Web der Zukunft Anfragen über semantische Konzepte stellen und in Wissensbeständen navigieren können. Kontextadaptive Webanwendungen werden "intelligent" auf die jeweilige Situation reagieren, in der der Nutzer sich gerade befindet, um gezielt Informationen anzubieten, die seine aktuelle Bedürfnislage befriedigen beziehungsweise in der aktuellen Situation von Nutzen sein können.
Oder anders gesagt: Wer die Informationen beherrscht, befriedigt die Kundenbedürfnisse und damit die Anforderungen der Zukunft (respektive der Unternehmensverantwortlichen). Es ist sicherlich nicht zu früh, sich langsam aber sicher mit der Gegenwart oder der Zukunft - je nach Standpunkt - zu befassen.

Frühere Postings zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:48 | Kommentare (1)

18.01.2007

Blind ist, wer ...

Unter dem Titel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" hat Rolotec einen Trends, Thesen, Strategien-Artikel für den neuesten Netzguide Business Communications 2007 geschrieben. Ein Ausschnitt:

Die Vernetzung erfordert ein Umdenken. Das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell wird aufgebrochen. Es geht um Kooperations- und Kritikfähigkeit und nicht mehr um vollständige Kontrolle der Kommunikation und Unternehmensgeheimnisse.

Vor allem geht es auch um das «Aal-Prinzip» («Andere arbeiten lassen»). So beschränkt sich Ebay auf die Organisation der Interaktion zwischen den einzelnen Usern. Und der Siegeszug von Amazon beruht unter anderem auf der Tatsache, dass die durch Kunden verfassten Buchbesprechungen einen enormen Mehrwert gegenüber Mitbewerbern ohne Interaktionsmöglichkeiten darstellen. Die beiden Klassiker zeigen: Sie nutzen die kollektive Intelligenz aus. Marktvorsprung hat, wer das Wissen der Belegschaft, der Kunden und der Partner zu nutzen lernt. Wird dieses Wissen intensiv ausgetauscht, analysiert und angewendet, werden unter anderem Produkte verbessert, Markttests verkürzt, Streuverluste bei Werbung und Kommunikation verringert, Motivationen erhöht und neue Ideen kreiert.


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(Bildquelle: Netzguide Business Communications 2007)

Verfasst von Hans Fischer um 14:31 | TrackBack

15.01.2007

Happy Birthday Wikipedia (machst du blöde?)

Wikipedia feiert heute den sechsten Geburtstag. Heise online schreibt:

Heute vor sechs Jahren startete die freie Online-Enzyklopädie unter der Domain wikipedia.com. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Das damals verkündete Ziel, irgendwann einmal 100'000 Artikel zu erreichen, wurde schon in einem Jahr übertroffen. Heute enthält die Wikipedia weit über fünf Millionen Artikel mit zirka zwei Milliarden Wörtern. Die Enzyklopädie ist eines der beliebtesten Internetangebote der Welt: In der Statistik des US-Anbieters Alexa steht die freie Internetenzyklopädie heute auf Platz 12, noch vor kommerziellen Angeboten Amazon oder eBay.

Die Welt kredenzt zum Jubiläum den recht unorthodoxen Geburtstagsartikel "Macht Web 2.0 blöde?" und lässt "Technologiepopstar" Jaron Lanier über Wikipedia urteilen:
Wikipedia gilt als ein Beispiel für das, was inzwischen Modevokabular ist: Schwarmintelligenz. Macht einer einen Fehler, wird der aus der Menge heraus korrigiert. Doch Lanier glaubt nicht an die Selbstheilungskräfte des freien Informationsmarktes. Im Gegenteil: Für ihn hat das Web 2.0 nichts zu tun mit kollektiver Intelligenz, sondern mit Herdentrieb. Was irgendwer irgendwo zusammengeschrieben hat, schafft es gegebenenfalls auch in die Wikipedia. Das findet Lanier gefährlich, weil jeder nahezu alles bei Wikipedia ändern und auch verunstalten kann, die Internet-Enzyklopädie zugleich aber großes Vertrauen genießt. Er fürchtet die Diktatur der Doofen.

Verfasst von Hans Fischer um 16:53 | TrackBack

10.01.2007

Endzeit für das Internet

Im Artikel "End-Time for the Internet" äussert Jonathan Zittrain, Professor für Internet Governance and Regulation an der Oxford Universität, gegenüber dem Wired Magazin dunkle Zukunftsszenarien. Kurz: Wegen immer aggressiverer Malware wie Spyware und Viruse sowie Spam wanderten immer mehr User vom PC zu Applikationen wie BlackBerrys, iPods oder Xboxes ab. Die Migration hin in geschlossene Systeme - und damit in durch Hardware-Produzenten und Betreiber stark regulierte Communities - würde die Innovationskraft des Internets absterben lassen. Kommt dazu, dass laut Zittrain ein einziges apokalyptisches Virus gut und gerne das halbe Internet lahmlegen und die Festplatter der betroffenen User beschädigen könnte.

Eine der Kernaussagen, die dem Themenbereich Web 2.0 zuzuschreiben ist:

The problem is, we’re moving to software-as-service, which can be yanked or transformed at any moment. The ability of your PC to run independent code is an important safety valve.

Verfasst von Hans Fischer um 15:00 | TrackBack

08.01.2007

Web 2.0 & Marketing

Im sehr ausführlichen Artikel "Klicken statt Glotzen" bietet Manager Magazin eine Gedankenreise in das - von der derzeit so dynamischen Internetentwicklung infiszierte - Marketing der Gegenwart und Zukunft.

Verfasst von Hans Fischer um 10:59 | TrackBack

05.01.2007

"Sieben Vorteile von Web 2.0"

CIO nimmt die Gartner-Studie "Use this Checklist to Determine how Web 2.0 may affect your Organisation" vom Dezember auf und schreibt im Artikel "Sieben Vorteile von Web 2.0":

Web 2.0 bietet zahlreiche Vorteile für Firmen aus traditionellen Branchen. Dennoch schöpfen die Unternehmen das Potenzial nicht voll aus. "Gebranntes Kind scheut das Feuer. Unternehmen fürchten unprofitable Fehlinvestitionen der ersten Internet-Revolution nochmals zu begehen", sagt Gartner-Analyst Charles Abrahms. Viele Firmen würden Web 2.0 als rein technisches Phänomen sehen.

Die im Titel genannten sieben Vorteile sind:
  • Die Kernapplikationen eines Unternehmens werden viel effektiver durch den Einsatz von Web 2.0 Technologien.

  • Web-Plattformen der nächsten Generation arbeiten effizienter in den Bereichen Beschaffung und Verkauf.

  • Der erfolgreiche Umgang mit Web 2.0 Communities und sozialen Netzwerken kann ein Unternehmen in Schwung bringen. Das Gelernte kann bei der Zusammenarbeit umgesetzt werden und führt zu einer größeren Zufriedenheit bei den Mitarbeitern.

  • Semantisch-identifizierende Technologien können einen großen Einfluss auf die Navigation von internen und externen Informationen haben. Sie beeinflussen den Verbrauch und Gebrauch von Informations-basierenden Produkten.

  • Unternehmen haben die Möglichkeit Web 2.0 Communities für das Feedback zu neuen Produkten zu benutzen. Dadurch verkürzt sich die Produktentwicklung.

  • Blogger bestimmter Zielgruppen und andere einflussreiche Web User können den Ruf und die Bekanntheit eines Unternehmens positiv beeinflussen.

  • Falls Web-basiertes Marketing zur Norm wird, dann werden sich voraussichtlich die gesamten Marketing-Ausgaben verbessern.

Verfasst von Hans Fischer um 10:12 | TrackBack

22.12.2006

"Web 2.0 - Internet fürs Volk"

Web 2.0 und die einzelnen Anwendungen waren unbestritten ein Riesenthema 2006. Die Welt bringt im Artikel "Web 2.0 - Internet fürs Volk" einen tollen Jahresrückblick und schreibt einleitend:

Die zweite Generation des World Wide Web funktioniert so: Millionen arbeiten online, begeistert und unbezahlt. Den Firmen spült das Milliardenbeträge in die Kassen - und 2006 war erst der Anfang.

Verfasst von Hans Fischer um 14:22 | TrackBack

18.12.2006

Ökonomisch sinnvolle Online-Zusammenarbeit

Im Beitrag "Warum reisen, wenn es E-Kollaboration gibt?" haben wir im August über die zunehmende Wichtigkeit webbasierter Zusammenarbeit geschrieben. CIO schreibt heute im Artikel "Web Collaboration wird zum Wachstumsmarkt" unter anderem:

Von virtuellen Arbeitsräumen über Wikis und Weblogs bis Database Tools: Online-Zusammenarbeit ist ein Kuchen mit vielen Rosinen. Die Analysten haben ausgerechnet, dass im vorigen Jahr 682 Millionen US-Dollar damit verdient wurden. Ihre Prognose: Bis 2010 legt das Marktvolumen um 300 Prozent zu.
Und täglich grüsst das Web 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 14:19 | TrackBack

17.12.2006

Ihr seid "Person des Jahres"

Der Titel mag etwas eigen klingen, doch laut Time (Person of the Year: You) sind die Internet-User Person des Jahres. Die NZZ schreibt dazu:

«Time» vergibt seit 1927 den Titel an die Person, die nach Ansicht ihrer Redaktion im abgelaufenen Jahr den grössten Einfluss auf die Welt hatte. Die von Internet-Nutzern gebildeten Gemeinschaften hätten einen noch nie da gewesenen Grad der Zusammenarbeit entwickelt, begründete Redaktor Lev Grossman die Wahl.

«Es geht darum, wie die Vielen den Wenigen die Macht wegnehmen, sich gegenseitig kostenlos helfen und wie das nicht nur die Welt verändern wird, sondern auch verändert, wie sich die Welt verändert.»

Informationen zur angesprochenen Dynamik findet sich in der Blog-Kategorie Web 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 17:35 | TrackBack

14.12.2006

Web 2.0 - gewinnen werden nur Gewinner

Web 2.0-Studien gibt es viele. Wenn Manager Magazin Online über eine schreibt, besteht meistens grosses Potenzial für die Leserschaft, aus den Artikeln sinnvolle Information und Nutzen zu ziehen. So auch im Falle von "WEB-2.0-STUDIE: Nutzer an die Macht". Wer das Thema nicht laufend verfolgt, findet einen kompakten Statusreport mit folgender Essenz:

Die Möglichkeiten des Web 2.0 entwickeln sich mehr und mehr zu einem zweischneidigen Schwert. Eine Untersuchung der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton zeigt, dass das "Mitmach-Web" durchaus umsatzträchtig ist - für viele Unternehmen aber auch zum Verhängnis werden kann.

Verfasst von Hans Fischer um 14:29 | TrackBack

06.12.2006

XING - und das grosse Drumherum

Dass die Networking-Plattform XING (ehemals OpenBC) an die Börse geht, ist seit einiger Zeit in vielen - mehrheitlich unkritischen - Artikeln zu lesen. Im Artikel "Web 2.0 elektrisiert die Börsianer" ordnet die Welt den Börsengang von morgen Donnerstag in den Kontext des Web 2.0-Grundgedankens ein. Bezüglich XING-Börsengang wird folgendes Fazit gezogen:

"Sicher kann man mit Web 2.0 Geld verdienen. Es fragt sich nur, wer", sagt HVB-Analyst Thomas Friedrich. Fondsmanager haben ihre Zweifel, dass Anleger mit dem Börsenneuling Xing viel Geld verdienen können. "Bei der jetzigen Bewertung ist bereits ein immenses Wachstum eingepreist." Morgan Stanley zufolge vervielfachen nur zwei der jährlich an den Markt kommenden Technologiefirmen ihren Kurs.
Wie auch immer: Dynamik schafft Chancen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:57 | TrackBack

05.12.2006

Mehrwert zum Nulltarif

Was ist der Hauptnutzen des Einsatzes von Wikis oder Weblogs? Lassen wir die EU-Medienkommissarin Viviane Reding antworten:

Sie machen es viel einfacher, an der Produktion und der Verbreitung von Wissen teilzunehmen.
Obwohl Reding dies auf dem Jugendforum der Tagung "Telecom World" geäussert hat (heise online: "EU-Medienkommissarin: Web 2.0 fördert die Wissensverbreitung"), ist klar, dass insbesondere auch Unternehmen von dieser Tatsache profitieren können. Je mehr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über solche Tools kommunizieren, desto mehr in den Köpfen gespeichertes Wissen wird in wiederverwertbarer Weise festgehalten und vermehrt damit das intellektuelle Kapitel der Unternehmen. Ein Rieseneffekt zum Dumping-Preis - die Software ist mehrheitlich kostenlos und einfach zu integrieren. Anspruchsvoller sind Motivation und Moderation.

Über Konzepte, Software oder Integrationsfragen informieren wir auf Anfrage gerne.

Verfasst von Hans Fischer um 10:22 | TrackBack

04.12.2006

Web 2.0-Umfrage, -Kooperation und -Spezial

Laut Manager Magazin Online ("Fremdwort für Manager") haben sich 45 Prozent der Teilnehmer der Managementbefragung "Web 2.0 - Das neue Internet" noch nicht mit Web 2.0 beschäftigt. Der "wachere" Teil der Befragten kann Potenzial erkennen. Denn die Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) kommt unter anderem zum Fazit:

Insgesamt gehen 75 Prozent der Manager davon aus, dass durch vernetzte Technologien ganz neue Geschäftsideen entstehen werden.
Und zu den Risiken:
Am größten ist die Befürchtung, dass sich schon kleine Fehler oder Nachlässigkeiten blitzartig weltweit verbreiten und zu ungeahnten Schäden in den Unternehmen führen. Und: Gefahr gehe auch von Internetforen aus, die nicht kontrollierbar seien und in Form von Verleumdung oder Desinformation für Verwirrung sorgten.
Passend zum Thema auch der Artikel "Yahoo und Reuters kooperieren" von Financial Times Deutschland mit der Essenz:
Konzerne versuchen, mit Kooperationen und neuen Initiativen Kapital aus der anhaltenden Beliebtheit von Webseiten zu schlagen, die von den Nutzern erstellte Videos und Fotos präsentieren. So starten die britische Nachrichtenagentur Reuters zusammen mit dem US-Internetkonzern Yahoo das Gemeinschaftsprojekt "You Witness".
Und onlinekosten.de bietet aktuell ein umfassendes Web 2.0-Spezial; u.a. mit den Themen:

Verfasst von Hans Fischer um 13:31 | TrackBack

30.11.2006

Tim O'Reilly und der 3D-Drucker

Spiegel Online bringt nach "Wir betreten eine neue Welt" (s. Posting von gestern) heute nun den zweiten Teil des Interviews mit Tim O'Reilly unter dem Titel "3D-Drucker werden unser Leben verändern". Und die passende Sequenz:

Wir treten ein in das Zeitalter der Maßfertigung. Nehmen Sie den Bereich der synthetischen Biologie, wo sich diese Maßfertigung bis hinunter auf die Ebene der chemischen Prozesse und Stoffe erstrecken wird. Ganz zu schweigen davon, dass wir heute Dinge in relativ kleiner Stückzahl herstellen lassen können, in Ländern mit relativ niedrigen Lohnkosten. Es gibt immer ausgefeiltere Simulations- und Entwurfwerkzeuge. Leute konstruieren Dinge in "Second Life" oder mit Sketchup von Google. Solche Werkzeuge zur Gestaltung virtueller Objekte sind heute viel stärker demokratisiert, viel weiter verbreitet als je zuvor. Es gibt zum Beispiel Dienste, über die man sich seinen Avatar aus "Second Life" als 3D-Modell ausdrucken lassen kann. Das ist ein Aufbruch in neue Welten.

Verfasst von Hans Fischer um 17:10 | TrackBack

Die Semantik vom Heute und Morgen

Obwohl die über 40jährigen das Web 2.0 angeblich verschlafen, sollte man sich Gedanken über die Frage der Nachfolge machen. Viele sind überzeugt, dass das soziale Web 2.0 mit dem Semantischen Web zum Web 3.0 verschmelzen wird.

Hier die Kurzerklärung des Begriffes "Semantisches Web" oder "Semantic Web" (aus Wikipedia):

Informationen sollen zusätzlich zu der für Menschen lesbaren Form auch formal, in einer für Maschinen verarbeitbaren Form repräsentiert werden, damit Programme darauf operieren können, so dass Anfragen aufgrund ihres Bedeutungsinhalts anstelle ihrer Schreibweise bearbeitet werden können.
Ok, die Web 3.0-Verschmelzungstheorie ist Spekulation. Real sind derzeit Artikel über das Semantische Web wie "Semantisches Web im Kommen" oder "Das semantische Web in der Praxis". Sie stehen im Zusammenhang mit der Konferenz Semantics 2006, die heute in Wien zu Ende geht.

Verfasst von Hans Fischer um 16:30 | TrackBack

29.11.2006

Tim O'Reilly und die kollektive Intelligenz

Im Spiegel Interview "Wir betreten eine neue Welt" äussert Tim O'Reilly und anderem:

Viele Leute versuchen, den Begriff zu verfälschen und ihn in eine Neuauflage der Dotcom-Blase zu verwandeln. Ich sage immer wieder: "Nein, hier passiert etwas wirklich Wichtiges!" Viele der Gedanken, die in meiner Fassung des Begriffs "Web 2.0" stecken, sind ziemlich kompliziert. Es ist schön, dass sie sich trotzdem langsam durchsetzen. Dass die Leute verstehen: "Oh, es geht nicht nur um MashUps, es geht um die Idee, kollektive Intelligenz nutzbar zu machen." Die Leute fangen an, das zu begreifen. Von den PR-Typen und den Schaumschlägern versuche ich mich einfach fernzuhalten.
Yeah.

Verfasst von Hans Fischer um 11:26 | TrackBack

27.11.2006

Basics zu Corporate Weblogs

Für die aktuelle Ausgabe von Marketing & Kommunikation haben wir den Artikel "Corporate Weblogs: Hand in Hand von Technik und Inhalt" (PDF, 963 KB) über die Grundlagen von Unternehmens-Weblogs verfasst.

Verfasst von Hans Fischer um 10:58 | TrackBack

22.11.2006

Tim O'Reilly : "Der Web-Meister"

Die Bemerkung sei erlaubt: Wer die Augen vor der Web 2.0-Entwicklung verschliesst, ist blind. Der Einfluss - unabhängig von Begleiterscheinungen wie abstrus überbewertete Start-ups - ist zweifelsohne nachhaltig und die Berichterstattung entsprechend umfassend. Gestern haben wir Tim O'Reilly, den Mitinitianten des Begriffs Web 2.0, im Beitrag "Handfestes zur Google-Ära" erwähnt. Heute bringt Manager Magazin Online im Artikel "Der Web-Meister" weitere Facetten und Fakten zu Person und aktueller Entwicklung.

Verfasst von Hans Fischer um 08:59 | TrackBack

21.11.2006

Handfestes zur Google-Ära

"Nach IBM und Microsoft haben wir jetzt die Google-Äre", titelte die FAZ gestern einen Artikel über das Web 2.0 und dessen Namensgeber Tim O'Reilly. Sicherlich einer der besten und griffigsten Artikel zum Thema in jüngster Zeit. Einige Auszüge:

(...) Web 2.0 sei ein grundlegender Wandel in der Internetindustrie. „Unternehmen, die im Web 2.0 Erfolg haben, arbeiten alle nach den gleichen Prinzipien: Sie nutzen das Internet als Plattform, sie setzen die kollektive Intelligenz der Internetnutzer ein, und sie haben Zugriff auf einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen“, sagt O'Reilly.

(...) „Schon wieder fließt zuviel Geld der Investoren in einige Projekte. Und es gibt wieder Gründer, die hoffen, das nächste große Ding im Internet erfunden zu haben. Aber wir sind noch lange nicht wieder soweit wie im Jahr 2000“, gibt O'Reilly Entwarnung. Denn die Industrie habe aus dem damaligen Platzen der Spekulationsblase an den Börsen auch gelernt.

(...) Die Nutzung der kollektiven Intelligenz der Internetnutzer eröffne auch dem Marketing neue Möglichkeiten. „Social-Commerce-Seiten wie Threadless lassen ihre Nutzer über T-Shirt-Motive abstimmen. Und erst wenn ein Motiv genug Stimmen erhalten hat, wird das entsprechende T-Shirt produziert. Ich denke, diese Art der Just-in-Time-Produktion unter Beteiligung der Kunden wird in Zukunft auch in anderen Industrien stark zunehmen“, sagt O'Reilly.

Verfasst von Hans Fischer um 11:20 | TrackBack

15.11.2006

Web 2.0-Anwendungen etablieren sich in der Berufswelt

Marketing-BÖRSE.de schreibt im Beitrag "Hitliste der bekanntesten und aktivsten Web2.0-Portale":

Inzwischen kennen bereits über achtzig Prozent der Geschäftsleute das Online-Netzwerk openBC. Mehr als die Hälfte sind dort als Mitglied registriert. Am bekanntesten sind die Online-Enzyklopädie Wikipedia (97 Prozent) und das Videoportal YouTube (89 Prozent). Diese Daten ermittelte das Dienstleisterverzeichnis marketing-BÖRSE nach einer Befragung von knapp zweitausend Online-Marketern.
Die vollständige Hitliste findet sich hier.

Verfasst von Hans Fischer um 15:38 | TrackBack

08.11.2006

Push 2.0 für Wissensmanagement

"Das Chaos lieben lernen: Web 2.0 forciert Wissensmanagement", titelt ZDNet und schreibt unter anderem:

Mit dem Hype um Web 2.0 rollt jetzt eine neue Welle. Eine "Architektur der Partizipation zur Ausnutzung kollektiver Intelligenz" bildet den zentralen philosophischen Ausgangspunkt. Das enorme Wissen der Mitarbeiter, Kunden und Partner soll mit Hilfe von Web 2.0 systematischer und schneller als bisher genutzt werden.
Der Artikel gibt einen interessanten Überblick. Im Roloblog haben wir das Thema u.a. in den Beiträgen "Wikis im Intranet" und "Gedankenanstösse zum Wissensmanagement" gestreift.

Verfasst von Hans Fischer um 14:22 | TrackBack

03.11.2006

Wikis im Intranet

Im Artikel "Wiki hält Einzug im Intranet" schreibt contentmanager.de u.a.:

Gerade Wikis werden bald eine für Mitarbeiterportale nicht mehr wegzudenkende Stellung einnehmen", so Axel Wessendorf, Geschäftsführer von United Planet. Bisher wurde in den Unternehmensportalen das Wissen der Mitarbeiter überwiegend in strukturierter Form gesammelt. Für manche Anwendungen ist aber gerade das unstrukturierte Sammeln von Wissen, wie es bei einem klassischen Wiki üblich ist, von Vorteil. "Der Mitarbeiter kann selber bestimmen, wie sein eigenes Wissen präsentiert wird. Er kann seine Beiträge verlinken, kommentieren und eigene, dem Thema aus seiner Sicht angemessene Rubriken aufmachen" (...).
Rolotec verwendet Intranet-Wikis seit einiger Zeit selber und gibt gerne Auskunft über Erfahrungen und Möglichkeiten.

Im Roloblog haben wir u.a. in folgenden Beiträgen über diese so effiziente wie kostengünstige Form von Wissensmanagement geschrieben:

Verfasst von Hans Fischer um 14:02 | TrackBack

31.10.2006

"Die Blase 2.0"

"Die Blase 2.0", titelt Spiegel Online den Auftakt zu einer Artikelreihe über Web 2.0. Der Wechsel von Jubel- und Schwanengesängen auf Web 2.0 wird auch in der entsprechenden Blog-Kategorie festgehalten. Einige Beispiele:

Verfasst von Hans Fischer um 14:59 | TrackBack

26.10.2006

Lohnenswerte Selbstverständlichkeit

Golem.de schreibt im Artikel "Bloggen in Firmen tut Not":

Nach einer repräsentativen Umfrage der Technischen Universität Chemnitz ist das Thema Wissensmanagement auch im Mittelstand angekommen. 82 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen verbessern demnach derzeit den Informationszugang für ihre Mitarbeiter. 80 Prozent organisierten ein systematisches Lernen, um Projekterfahrungen besser zu vermitteln.
Im Artikel wird, wie hier im Blog desöftern schon beschrieben, die Brücke zwischen Wissensmanagement zu Web 2.0-Technologien geschlagen:
Der Bitkom-Verband lobt den Einsatz von Web-2.0-Techniken zum Wissensmanagement in Unternehmen. Während bei früheren Ansätzen die Mitarbeiter ihr Wissen in Datenbanken einhacken sollten, wozu ihnen oft die Motivation fehlte, soll mit Instant Messaging, Webkonferenzen, Blogs, Podcastings oder Wikis alles besser gehen.
Für Fragen oder Demonstrationen der Möglichkeiten stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 10:03 | TrackBack

23.10.2006

Total vernetzt (3.0)

Unter "Total vernetzt" schreibt das Handelsblatt über "das Interent von übermorgen". Der so informative wie anschaulich geschriebene Text verdeutlicht u.a. den Entwicklungsschwerpunkt Semantisches Web. Ein Auszug:

Anfragen wie „Wann muss ich morgen das Taxi nehmen, um den ersten Flieger nach Berlin zu bekommen?" werden im Semantic Web eine Kaskade verknüpfter Suchabfragen auslösen. Sie reichen von der Identifikation des aktuellen Standorts (über das im Notebook eingebaute GPS-Modul) sowie des nächstgelegenen Flughafens über die Abfrage von Flugzeiten, Preisen und freien Plätzen bis hin zur Suche nach einem Taxiunternehmen, das den Transport zum Flughafen übernehmen könnte. Findet der elektronische Assistent im Netz auf der Homepage des Taxiservice eine Faxnummer oder E-Mail-Adresse, kann er sogar selbstständig einen Wagen ordern.
Und zum Netz allgemein:
Bisher war der PC das wichtigste Tor zum Internet. Erfüllen sich die Voraussagen der Experten, streift die nächste Generation des Web diese Fessel ab. „Die Zeit, in der alleine Computer den Zugang zum digitalen Raum öffneten, geht zu Ende", ist Ed Chi vom Palo Alto Research Center des US-Technologiekonzerns Xerox überzeugt. „Im Web 3.0 werden alle Gegenstände des täglichen Lebens online vernetzt sein - vom Mobiltelefon bis zum Fotoapparat, vom Auto bis zur Stereoanlage. Die Menschen werden das Netz um sich herum nicht mehr spüren - es wird einfach da sein."

Verfasst von Hans Fischer um 14:10 | TrackBack

19.10.2006

Der veränderte Nutzer 2.0

Über die Medientage München schreibt ZDNet im Artikel "Medientage: So verändert das Web 2.0 Nutzer und Anbieter":

Auf den Medientagen München stand wie zu erwarten unter anderem das Web 2.0 im Fokus des Interesses. Das Panel 7.1 stellte die Frage "Wie verändert sich das Internet?" und gab zur Antwort: "Von King Content über King User zu King User Generated Content".
Wer mehr als diese Essenz erfahren will, findet in der Mediathek sehr interessante Text-, Bilder-, Video- und Audiobeiträge zum kostenlosen Download.

Verfasst von Hans Fischer um 17:06 | TrackBack

16.10.2006

"Der zweite Goldrausch im Internet"

Die Welt am Sonntag titelte gestern einen Artikel über den Google/YouTube-Deal, Web 2.0-Fakten und Zukunftsaussichten mit "Der zweite Goldrausch im Internet". Die Essenz:

Konzerne kaufen Internetfirmen für Milliardenbeträge, neue Onlinekonzepte sollen das Netz zu einer Geldmaschine ohnegleichen machen. Alles schon einmal da gewesen? Vielleicht. Aber vieles spricht dafür, dass dieser Internetboom nachhaltiger ist als der erste.

Verfasst von Hans Fischer um 10:32 | TrackBack

10.10.2006

Evolution oder bloss Umetikettierung 2.0

Den Begriff Web 2.0 und verschiedene darunter subsumierte Bereiche sind in der entsprechenden Blog-Kategorie beschrieben. Als Gastkommentator bringt Mathias Mertens in der Financial Times Deutschland unter "Aus Alt mach Neu" seine so kritische wie lesenswerte Sicht der Dinge. Er schreibt unter anderem:

Bertolt Brecht hat in den 30er Jahren schon einmal so etwas ausgerufen: Das Radio solle kein bloßer Empfänger mehr sein, sondern ein Sender von allen für alle. Und Hans Magnus Enzensberger meinte in den 70er Jahren, dass mit den elektronischen Medien nun "die massenhafte Teilnahme an einem gesellschaftlichen und vergesellschafteten produktiven Prozess" möglich sei. Den CB-Funk und die Videokamera gibt es nun schon seit ein paar Jahrzehnten - aber haben sie gesellschaftlich etwas verändert?

Woran diese Utopien immer schon krankten, war die Tatsache, dass die Menschen zwar in Strukturen lebten, in denen sie zu reiner Rezeptionstätigkeit gezwungen waren, dass ihre Befreiung daraus sie allerdings nicht alle zu Produzenten macht. Denn die wenigsten wären dazu bereit. Die Allermeisten nutzen ihre Freiheit dazu, weiter das zu konsumieren, was andere produzieren.

Verfasst von Hans Fischer um 14:38 | TrackBack

02.10.2006

Hand in Hand von Technik und Inhalt

Im Rahmen einer externen Anfrage haben wir u.a. folgenden Kurzartikel zu Corporate Weblogs verfasst:

Dank Corporate Weblogs in wenigen Wochen in die Spitzenränge von Google? Und das ohne nennenswerte Investitionen? Man nehme eine Prise Technik und eine grosse Portion Inhalt. Et voilà.

Artikel in Print- und Online-Medien über Weblogs haben inflationär zugelegt. Der Unternehmensbereich fristet in der Schweiz aber nach wie vor ein Nischendasein. In den USA ist dieses Stadium längst überschritten. Je nach Studie setzen 40 bis 70 Prozent aller US-Unternehmen Weblogs ein. Dies vor allem in den Bereichen interne und externe Kommunikation, Projektbegleitung und Wissensmanagement.

Für externe Kommunikation eingesetzte Weblogs haben einen angenehmen Nebeneffekt (gelegentlich auch Haupteffekt): Erfüllt der Blog-Content die Bedürfnisse der Suchmaschinen-Roboter, werden sehr schnell Verbesserungen in den Indices erreicht. Wichtig ist, dass das Unternehmens-Weblog in die bestehende Website integriert wird. Nur so wird maximale Stimulation von Suchmaschinen-Platzierung und User-Wahrnehmung erreicht. Unternehmen, die das Weblog isoliert führen, zum Beispiel bei einem Bloganbieter mit Hosting-Service, können mit dem Weblog zwar durchaus gute Resonanz erzielen. Ob diese Resonanz aber automatisch auch zu mehr Traffic auf der Website führt, ist mehr als fraglich. Da normalerweise auf den Websites die für Akquisition oder E-Commerce relevanten Informationen zu finden sind, ein höchst relevanter Punkt.

Was die Software anbelangt, wird zwischen Anbietern von gehosteten Services und reiner Software unterschieden. In der Schweiz ist das Zürcher Unternehmen Kaywa führend im Bereich der Volldienstleister. Bei Bedarf werden Kaywa-Weblogs aber auch in die Infrastruktur von Unternehmen integriert, was, wie einleitend geschrieben, für den Erfolg des Weblogs von entscheidender Bedeutung ist. Weitere Anbieter von Blog&Hosting sind zum Beispiel Blogger.com oder Twoday.net. Wer die entsprechenden Keywörter in eine gängige Suchmaschine eingibt, findet reichlich Auswahl an Übersichts- und Vergleichsdienstleistungen.

Die meisten Unternehmen werden eine Software direkt in die vorhandene Infrastruktur einbinden wollen. Seit einiger Zeit führend sind als Software-Anbieter Movable Type und WordPress. Angesichts der boomenden Web 2.0-Industrie ist klar, dass es eine Unmenge an weiteren Anbietern geben muss. PlasticWiki bietet einen Überblick in Deutsch und Blog Software Breakdown in englischer Sprache. Die letztgenannte Site beinhaltet zusätzlich umfangreiche Vergleichsmöglichkeiten.

Wie geschrieben, trägt nicht die Technik den Löwenanteil zum Erfolg eines Weblogs bei, sondern inhaltliche Aspekte. Die Roboter der Suchmaschinen werden insbesondere stimuliert durch die Kombination von Inhalt, Verlinkung und Aktualität. Bietet ein Weblog regelmässig aktualisierte Inhalte mit vielen Schlüsselwörtern und Verweisen, sind die Suchmaschinen-Roboter „begeistert“ und schauen öfter mal vorbei um die Site zu indexieren. Statische Seiten werden entsprechend seltener besucht. Selbstredend, dass sich dies direkt auf die Platzierung auf den Resultatseiten der Suchmaschinen auswirkt. Wer sich für die Funktionsweise von Suchmaschinen interessiert, findet dazu ein grosses Angebot an kostenlosen Informationsseiten im Internet.

Sehr gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Verfasst von Hans Fischer um 14:43 | TrackBack

Web 2.0 und "Internet-Versprechen"

Keine Ahnung, wer wem was genau versprochen hat, der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat jedenfalls recht, wenn er im Artikel "Web 2.0 löst Versprechen des Internet endlich ein" äussert:

Weblogs, Videoblogs, RSS-Feeds und anderes werden laut BVDW-Gesamtvorstand Andrea Schulz nach und nach Einzug in die Kommunikationsstrategien der Unternehmen halten.
Und:
Schulz verwies darauf, dass das neue Web eine Haltung sei und keine Technologie; schließlich sei das Internet heute schon Dreh- und Angelpunkt für viele Geschäftsprozesse von Unternehmen. Das Web 2.0 soll die Prozesse intern und extern noch dialoggetreuer machen, sagte sie. Jedoch gibt sie zu bedenken: "Unternehmen werden sich mittelfristig darauf einstellen müssen, dass sie die Kontrolle über ihr öffentliches Bild nicht behalten können. Sie können lediglich Plattformen anbieten, um den Überblick zu behalten und sich in die Kommunikation von Kunden, potentiellen Kunden oder Nicht-Kunden einzuklinken."

Verfasst von Hans Fischer um 13:28 | TrackBack

25.09.2006

Web 2.0: Kommerz & O'Reilly-Interview

Die Welt titelt "Web 2.0: Endlich geht es ums Geld" und schreibt:

Das weiter entwickelte Internet mit seinen kruden Videoschnippseln und Bloggern ist mitnichten der Gegenentwurf zum Mainstream. Denn längst ist Normalität eingekehrt auf YouTube, MySpace und Co. Kaum beachtet wird indes, wie geschickt Profis Web 2.0 nutzen.
Der Kommerz-Gedanke ist wahrlich keine Überraschung. Der letztgenannte Aspekt, die Nutzung von Web 2.0-Anwendungen durch Profis, ist aber durchaus inspirierend.

Die Zeit bringt unter "Neue Wetten in Silicon Valley" ein Interview mit Tim O’Reilly, der den Begriff Web 2.0 geprägt hat. Ein kleiner Ausschnitt:

Für Unternehmen wird die Qualität ihrer Daten künftig entscheidend sein. Wir betreten eine Welt, in der sich Vorteile am Markt aus die Herrschaft über Datenquellen ergeben.

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20.09.2006

Neues vom viralen Marketing

Unter "Unfreiwillige Werbe-Blogger" schreibt Spiegel Online einmal mehr und sehr illustrativ über das Thema virales Marketing. Ein Ausschnitt:

Da zeigen sich die Gefahren des Viralen Marketings: Wer versucht, mit solchen Mitteln die Mundpropaganda beziehungsweise Mailpropaganda für ein Unternehmen oder Produkt anzuregen, muss auch damit rechnen, das die ganze Sache nach hinten losgeht. Und sich dann - bedingt durch die Mechanismen des Internet - dennoch nicht mehr stoppen lässt.

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11.09.2006

CEO Guide: Social Networks

Über Soziale Netzwerke und Soziale Software haben wir im Zusammenhang mit Web 2.0 gelegentlich schon geschrieben. BusinessWeek Online stellt nun einen CEO Guide to Social Networks zur Verfügung. Kompakt, unter verschiedenen Gesichtspunkten und mit viel Praxisbezug werden Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt.

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04.09.2006

"Web 2.0 - Waffe der Verbraucher"

Manager Magazin Online bleibt beharrlich am Thema Web 2.0. Dieses Mal mit dem Artikel "Waffe der Verbraucher". Der Schlussabsatz:

Die Skepsis gegenüber dem Modewort "Web 2.0" sollte nicht den Blick dafür verstellen, dass das Internet, die Medien, Marketing und E-Commerce reale Wandlungsprozesse durchläuft, die zum Teil bereits in den Mainstream diffundieren. Web 2.0, mobiles Web, Agententechnologie, semantische Intelligenz – die nächsten Konvergenzen deuten sich bereits an. Teilweise werden alte Geschäftsmodelle unter Druck kommen, Crowdsourcing und nutzergenerierte Inhalte werden da und dort in die Wertschöpfung eingreifen und alte Strukturen aufbrechen. "Web 2.0" erweist sich dabei immer mehr als Weckruf: Althergebrachte Konzepte kommen auf den Prüfstand, im Marketing, im Handel, in der Medienbranche, im Vertrieb. Web 2.0 – Hype oder Quantensprung? Wer die Spreu sorgfältig vom Weizen trennt, stellt fest: Es ist einiges dran.

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31.08.2006

"Das Individuum stärkt das Kollektiv"

Im Essay "Das Individuum stärkt das Kollektiv" beleuchtet Freitag Die Ost-West-Wochenzeitung die Web 2.0-Diskussion von einer spannenden Seite. Ein Auszug:

"Das Kollektiv zu stärken, stärkt in keiner Weise die Individuen - andersherum schon. Es kann sehr nützliche Rückkopplungsschleifen zwischen Individuen und dem kollektiven Geist geben, aber der kollektive Geist ist zu chaotisch, um mit sich selbst kurzgeschlossen zu werden."

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25.08.2006

"Angst vor der Dotcom-Blase"

Im Artikel "Angst vor der Dotcom-Blase" relativiert Focus Online den Web 2.0-Hype in den USA gegenüber Deutschland (vergleichbar mit der Schweiz). In unserer Blog-Kategorie "Web 2.0" finden Sie etliche Jubel- und Warnmeldungen zum Thema; u.a. auch den Beitrag "Bis die Blase platzt".

Verfasst von Hans Fischer um 13:39 | TrackBack

24.08.2006

NZZ lanciert Studenten-Blog

Im Zentrum der von der NZZ lancierten neuen Plattform "Studium und Karriere" steht ein Weblog. Persoenlich.com schreibt:

Im Moment sind es die NZZ-Hochschul-Blogger, die den eigentlichen Aufhänger der Website "Studium und Karriere" ausmachen. Hierfür wurden zehn Studierende von Hochschulen aus der deutschsprachigen Schweiz ausgewählt, die exklusiv über das Leben an den Universitäten und Fachhochschulen berichten. Zudem schreibt ein Headhunter in seinem NZZ-Weblog über seine Erfahrungen aus der Praxis.

Verfasst von Hans Fischer um 13:02 | TrackBack

Checken Sie Ihre Passwörter

Auf der Site des Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich können Sie die Qualität Ihrer Passwörter abchecken. Bei den Allermeisten dürfte (im besseren Fall) so was in der Art resultieren:

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Tipps zum Umgang mit Passwörtern gibt u.a. NETPLANET.

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22.08.2006

"Was ist wirklich dran an Web 2.0"

Diese Frage stellen sich viele - und täglich werden es mehr. Auch Manager Magazin sucht nach Antworten.

Umfassende Information zum Thema finden Sie u.a. in unserer Kategorie "Web 2.0"

Verfasst von Hans Fischer um 10:50 | TrackBack

18.08.2006

"Weblogs - Trotz Hypes kaum genutzt"

CIO titelt "Weblogs - Trotz Hypes kaum genutzt" und schreibt u.a.:

Corporate Weblogs bieten auch aus Sicht von Unternehmen eine technisch kostengünstige Möglichkeit, eine bestimmte Zielgruppe direkt zu erreichen und schnell auf Nachrichten zu reagieren. In einer aktuellen Untersuchung von Jupiter Research mit dem Titel "Corporate Weblogs: Deployment, Promotion, and Measurement" sagen die Marktforscher einerseits einen rasanten Anstieg von Unternehmens-Blogs voraus. Andererseits werden Coroprate Blogs bisher nur unzureichend für Marketingzwecke genutzt.
Umfassende Information zum Thema finden Sie u.a. in unserer Kategorie "Weblogs" - oder natürlich im unverbindlichen Gespräch über Einsatzmöglichkeiten und technische Grundlagen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:53 | TrackBack

10.08.2006

Aktueller Reifegrad der IT-Technologien

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(Für Grossansicht auf das Bild klicken. Bildquelle: COMPUTERWOCHE.de)

Gartner hat die neueste Ausgabe des "Hype Cycle for Emerging Technologies" publiziert. Top-Trendthemen sind Web 2.0, Real World Web und Softwarearchitekturen. COMPUTERWOCHE.de führt Details unter "Gartner beurteilt Reifegrad neuer IT-Techniken" auf.

Verfasst von Hans Fischer um 15:10 | TrackBack

Der qualitative Wandel des Netzes

Contentmanager.de kündigt unter "Was hat es auf sich mit Web 2.0?" einen entsprechenden Report des deutschen Think Tanks Z_punkt The Foresight Company an. Der Auslöser für die Ausarbeitung des Reports:

Der Hype um Web 2.0 nimmt kein Ende. Nüchterne Analysen allerdings, was es mit dem "neuen Netz" eigentlich auf sich hat, fehlen.
Eine der Kernaussagen der Autoren:
"Die meisten der gegenwärtigen Neugründungen werden sich sicherlich als Eintagsfliegen erweisen. Dennoch steht Web 2.0 für einen qualitativen Wandel des Netzes." Die Zukunftsforscher verweisen auf die neue Rolle der Webnutzer, die aktiv wie nie das Netz mitgestalten. 70 Millionen Blogs wurden für den Juli 2006 gemeldet, Tendenz weiter steigend. Auch die Online-Enzyklopädie Wikipedia, deren Wissensbestand zu 100% auf den Beiträgen von Usern beruht, wächst täglich weiter. "Partizipation wird zum Mainstream-Phänomen", sagt Willi Schroll. "Das verändert das Geschäft. Unternehmen müssen sich auf Web 2.0 einstellen."
Der Report erscheint im Oktober 2006 und kann vorbestellt werden.

Umfassende Informationen und weiterführende Links finden sich auch in der entsprechenden Roloblog-Kategorie.

Verfasst von Hans Fischer um 10:26 | TrackBack

09.08.2006

"Bis die Blase platzt"

Manager Magazin schreibt:

Für Start-ups werden wieder Mondpreise gezahlt, Schlagwörter ersetzen Geschäftsmodelle. Und Google überweist MySpace-Eigner Rupert Murdoch 900 Millionen Dollar, nur um in dessen Internet-Imperium präsent zu sein. Der Überschwang kehrt zurück in die Online-Branche.
Im ausführlichen Report ("Bis die Blase platzt") wird jedoch längst nicht nur schwarz gemalt. Leser finden einen tollen Statusbericht mit viel Praxisbezug.

Verfasst von Hans Fischer um 09:51 | TrackBack

07.08.2006

State of the Blogosphere, August 2006

Wie auch immer man zu Weblogs steht: Die Kurve (und der Report State of the Blogosphere August 06) ist ziemlich beeindruckend.

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(Bildquelle: Sifry's Alerts)

Verfasst von Hans Fischer um 17:22 | TrackBack

03.08.2006

"Die Community verliert ihre Unschuld"

Einen guten Informations-Update über die Web 2.0-Entwicklungen, illustriert mit vielen Anwendungen, bietet Manager Magazin Online unter "Die Community verliert ihre Unschuld". Der Schlusssatz:

Es sieht so aus, als ob die Idee des Geldverdienens im sozialen Netz nicht allen zuwider ist. Spannend wird, was übrig bleibt, wenn die Profis damit fertig sind.
Umfassende Informationen zum Thema finden sich auch in den Blog-Kategorien Web 2.0 und Weblogs.

Verfasst von Hans Fischer um 14:43 | TrackBack

21.07.2006

"Web 2.0 auf dem Weg ins Unternehmen"

Wir informieren seit einiger Zeit in der Kategorie "Web 2.0" über entsprechende Entwicklungen. Wer den Newsreader mit entsprechenden Parametern ausgestattet hat, findet eine enorme Frequenzssteigerung der Berichterstattung über den Unternehmensbereich vor. Heute schreibt CIO unter "Web 2.0 auf dem Weg ins Unternehmen" differenziert über die Entwicklung. Die Essenz:

Zwölf Prozent der Unternehmen werden voraussichtlich bis 2010 Web-Anwendungen einsetzen. Laut einer Analyse des Beratungsunternehmens Experton Group wird bei den Privatanwendern in vier Jahren sogar jede dritte Anwendung online genutzt werden.

Verfasst von Hans Fischer um 14:06 | TrackBack

Drei Ansätze zur Suche der Zukunft

Im Bereich des Suchen und Findens innnerhalb der Unternehmen (s. auch Knowledge Management) steht die Einführung der proaktiven Suche an. Relevante Informationen sollen den passenden Angestellten ohne vorherige Eingabe von entsprechenden Suchbegriffen zugestellt werden. Unser Partner Autonomy gehört zu den Vorreitern.

Andreas Rossner, Geschäftsführer unseres anderen Knowledge Management-Partners, G10 Software / Svizzer, hat einen sehr interessanten Artikel über "Suchfavoriten als Konkurrenz zu Internetsuchmaschinen" (PDF, 93 KB) geschrieben. Nach einer umfassenden Darstellung der aktuellen Situation kommt er auf die Zukunft in Form von individuell konfigurierbaren Internetsuchen zu sprechen. Ein Auszug:

Anders als bisher stellt sich der Benutzer aber nun seine Suchquellen selbst zusammen. Der Benutzer ist plötzlich Herr über seinen Suchraum und kann bestimmen, welchen Quellen er seine Suchbefehle anvertraut und welche Quellen völlig unberücksichtigt bleiben sollen. Er bekommt deutlich weniger Suchergebnisse mit deutlich höherer Qualität als bisher. Er bekommt dafür weder Schmutz, noch Schund, noch Viren und wird auch nicht das Opfer von Phishing-Angriffen.
Sehr interessant wäre dieser Paradigmenwechsel selbstverständlich auch für Unternehmen; u.a. in Form von neuen Marketing- und Kommunikationsmöglichkeitern.

Ein dritter interessanter Aspekt zur Suche der Zukunft hat Read/WriteWeb unter "Search 2.0 vs. Traditional Search" veröffentlicht. Fünf Vertreter (Swicki, Rollyo, Clusty, Wink, Lexxe) der dritten Suchmaschinen-Generation werden vorgestellt. Hauptcharakteristika der Lösungen:

These so-called "search 2.0" companies are combining the scalability of existing internet search engines with new and improved relevancy models; they bring into the equation user preferences, collaboration, collective intelligence, a rich user experience, and many other specialized capabilities.
Kurz: Suchtechnologie und Web-Sozialisierung verschmelzen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:33 | TrackBack

18.07.2006

Innovation dank Blogs und Wikis

Passend zum Beitrag "Financial Times & Web 2.0-Skeptiker" der Artikel "Blogs und Wikis sorgen für Innovation im Unternehmen" von silicon.de. Ein Auszug:

"Die Wissensmanager hatten schon jede Hoffnung begraben, an die Reichtümer in den Köpfen der Mitarbeiter heranzukommen und sie profitabel einzusetzen", beschreibt er das augenfälligste Problem. "Social Networking Tools erlauben jetzt jedem Chef, die Schätze in den Köpfen der Mitarbeiter endlich zu heben." Mit Social Networking sei es nicht mehr notwendig Informationen, Erkenntnisse und Verknüpfungen umständlich in eine Datenbank einzutragen und dort zu sortieren.
Über die notwendigen Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz von Social Software wie Blogs und Wikis haben wir unter "Social Software im Unternehmen" geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 13:30 | TrackBack

Financial Times & Web 2.0-Skeptiker

Unter "Nutzer mit grenzenlosem Einfluss" schreibt Financial Times Deutschland über Web 2.0-Anwendungen und inbesondere über den Einsatz von Wikis in Unternehmen. Auch Web 2.0-Skeptiker - und davon gibt es reichlich - sollten einen Blick auf Passagen wie diese hier werfen:

Um die Zusammenarbeit zu fördern und zu beschleunigen, verwenden auch Konzerne wie Walt Disney, Nokia und Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) die Wiki-Technologie.
Oder:
Der Vormarsch von Wikis und anderen webbasierten Anwendungen in die Unternehmen - von Eingeweihten mittlerweile unter dem Begriff "Enterprise 2.0" zusammengefasst - ist nach Ansicht von Experten nicht mehr aufzuhalten.
Auf Anfrage geben wir sehr gerne über Möglichkeiten und realisierte Referenzinstallationen Auskunft.

Verfasst von Hans Fischer um 11:19 | TrackBack

13.07.2006

Social Software im Unternehmen

Wissensmanagement - Das Magazin für Führungskräfte hat einen interessanten Artikel über "Social Software im Unternehmen - (k)ein Strohfeuer" veröffentlicht. Ein Auszug:

Social Software bietet die Möglichkeit, durch einfache technische Tools wie Blogs oder Wikis den Wissensaustausch in Unternehmen so attraktiv zu gestalten, dass er eine lebendige Kommunikation unter großer Beteiligung der Mitarbeiter ermöglicht. Vorbilder dazu sind aktive Diskussions- und Tauschforen im WWW, Blogs oder Wikis, vor allem aber die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Noch ist allerdings offen, inwieweit es gelingen kann, diese Vorbilder auf den Wissensaustausch in Unternehmen erfolgreich zu übertragen.

Das vorläufige Fazit:
Damit der Einsatz von Social Software im betrieblichen Wissensmanagement eben mehr als nur ein Strohfeuer wird, müssen Unternehmen erst Bedigungen schaffen, die dazu anregen, wichtige Beiträge zu leisten und auf die Beiträge anderer zu reagieren. Dass dabei wichtige und qualitativ hochwertige Informationen ausgetauscht werden, ist nicht selbstverständlich.

Rolotec beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wissensmanagement und bietet auch im Bereich des Einsatzes, der Beratung und der Massschneiderung von Social Software-Lösungen wertvolle Erfahrung, die wir gerne zu Ihren Gunsten einsetzen.

Die Titelstory besagten Magazins lautet übrigens: "Aller Anfang ist schwer: Wie wähle ich eine geeignetes Wissensmanagement-System aus?" Auch für die individuell richtige Beantwortung dieser Fragestellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:16 | TrackBack

11.07.2006

Web 2.0 wird ausgeblendet

Europäische Unternehmen würden die unter dem Begriff Web 2.0 subsumierte Entwicklung verpassen, schreibt COMPUTERWOCHE.de unter "Gartner: Europas Firmen verschlafen Web 2.0". Ein Auszug:

Web-Seiten für die soziale Interaktion und Micro-Applikationen im Web könnten schließlich dazu beitragen, die Inhalte und Erfahrungen der Menschen als mächtige Ressource für das eigene Geschäft zu nutzen. Davon betroffen sei nicht nur die exponierte Medienbranche, sondern alle Sektoren, die durch eine Vielzahl von Interaktionen etwa mit Endkunden geprägt sind.

Verfasst von Hans Fischer um 13:46 | TrackBack

26.06.2006

Wikipedia-Gründer-Interview & künstliche Intelligenz

Zwei sehr interessante Artikel bietet Die Welt heute. Einerseits das Interview "Wir glauben an das Gute" mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Ein Auszug (zum Thema Social Content):

Wikipedia ist zwar als Institution in vielerlei Hinsicht egalitaristisch und basisdemokratisch - aber andererseits sind wir Wikipedianer auch elitär. Wir glauben, daß manche Leute Idioten sind und besser nicht an einer Enzyklopädie mitschreiben sollten.

Der zweite Artikel "Der Begriff von der Künstlichen Intelligenz wandelt sich" ist nicht minder interessant.

Bezüglich Künstliche Intelligenz wurde im Blog jüngst auf auf den RoboCup 2006 aufmerksam gemacht.

Verfasst von Hans Fischer um 08:48 | TrackBack

11.06.2006

Geheimdienste analysieren Social Content

"Social Networking weckt Neugierde der Geheimdienste" titelt heise online und schreibt über eine wenig bedachte Facette der "Web-Revolution: Sozialisierung". Ein Auszug:

Recherchen des US-Magazins "New Scientist" zufolge finanziert die National Security Agency (NSA) Forschungsarbeiten, um personenbezogene Informationen en gros aus sozialen Netzwerken herunterzuladen und zu verarbeiten. Der US-amerikanische Geheimdienst war Anfang des Jahres ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, als herauskam, dass die NSA über Jahre hinweg ohne rechtliche Legitimation Terrorverdächtige überwacht hat. Weiterhin ist schon länger bekannt, dass die NSA verstärkt auf Methoden zur sozialen Netzwerkanalyse setzt.

Spiegel Online schreibt dazu unter "MySpace, Datenmine der Geheimdienste?" u.a.:

Heraus kommen regelrechte Soziogramme, die interessengebundene Netzwerke von Gleichgesinnten offenbaren. Solche Daten, behauptet "New Scientist", versuchten die Geheimen mit anderen Datenpools zu kombinieren. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos: Die Kombination mit Finanzdaten von Banken, Grundbucheinträgen, Einkaufs-Rabattkarten, Handy- und Kreditkartenabrechnungen verspräche mittelfristig, die Bürger durch selbst zugelieferte Daten wahrhaft transparent zu machen.

Verfasst von Hans Fischer um 19:59 | TrackBack

07.06.2006

"CEO Guide to Technology - Web 2.0"

Mit dem Dossier "CEO Guide to Technologie - Web 2.0" bietet BusinessWeekOnline einen kompakten und interessanten Überblick über Inhalte und Anwendungen, die unaufhaltsam in den Vordergrund rücken. Wer nicht selber lesen will, kann höhren - u.a. den Podcast (=> Begriff) "O'Reilly's Guide to Web 2.0". Tim O'Reilly ist Web 2.0-Namensgeber.

Einen ausführlichen, deutschsprachigen Statusbericht liefert TELEPOLIS unter "Lass das doch die Community machen".

Verfasst von Hans Fischer um 08:48 | TrackBack

21.05.2006

"Die digitale Wirtschaft kommt mächtig in Fahrt"

Net-tribune.de schreibt unter "Die digitale Wirtschaft kommt mächtig in Fahrt" über das Resultat einer Dienstleisterbefragung durch den deutschen Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Ein Auszug aus der Langzeitstudie:

"Der Langzeitvergleich zeigt bei vielen Indikatoren den gut erholten Zustand der Digitalen Wirtschaft", erklärt BVDW-Forscher Dr. Bernd Henning zur Entwicklung der Branche. Demnach haben die laufenden Etats für die Dienstleister gegenüber dem Projektgeschäft weiter zugenommen. Kerngeschäft der Dienstleister sind weiterhin die Bereiche Design und Programmierung. Nach Einschätzung der befragten Unternehmen ist die Investitionsbereitschaft der Auftraggeber, die vor allem aus der freien Wirtschaft stammen, deutlich gestiegen. Auch werden Dienstleister aus Niedriglohnländern kaum als unmittelbare Konkurrenz gesehen. Insgesamt sprechen die Indizien für eine überdurchschnittliche und nachhaltige Konjunkturbelebung.

Verfasst von Hans Fischer um 16:56 | TrackBack

09.05.2006

Web Revolution 2: Sozialisierung

Die aktuellen Entwicklungen rund ums Internet bezeichnen nicht wenige als "Hype" und sehen weg - oder zumindest nicht genauer hin. Eine wahrscheinlich falsche Haltung. Die TIMES, nicht wirklich Prototyp einer avantgardistischen Publikation, schreibt als Essenz eines Kommentares:

THE FUTURE of the internet is becoming clearer. Aside from myriad technological developments, it is safe to predict that there will be remarkable advances in “online community”. While e-mail and the web have transformed our communication and information-seeking habits, online community will revolutionise the ways we work together and socialise.
The underpinning idea is straightforward — if we are all plugged into the same network, we can easily commune and collaborate with people across the world; whether you are fascinated by the law on long negative prescription or perhaps by regional train timetables, there will be others out there who share your enthusiasm.

Passend: Gestern hat die FAZ unter "Aus E-Commerce wird Social Commerce" u.a. geschrieben:
Die Zeit der Monotonie im Electronic Commerce, als wenige große Anbieter wie Ebay, Amazon oder Otto den Handel im Netz beherrschten, ist vorbei. Denn jetzt drängt eine neue Generation von Online-Händlern auf den Markt, die auf die Mechanismen des Web 2.0 setzen: Nicht mehr die Shoppingseite des Händlers ist die zentrale Anlaufstelle, sondern die Produktangebote verteilen sich auf viele kleine Internetseiten und Blogs, die eine persönliche Beziehung zu ihren Nutzern aufgebaut haben.

Verfasst von Hans Fischer um 08:51 | TrackBack

02.05.2006

Tech Blogs von ZDNet

ZDNet hat seinen umfangreichen Blog-Bereich neu gestaltet. Mittels Mouseover-Effekt lassen sich die Namen der Blogger und deren jüngste Beiträge anzeigen. Eine angenehme Neuerung und teilweise hervorragende Inhalte sowieso.

Verfasst von Hans Fischer um 11:51 | Kommentare (1) | TrackBack

Netz als Betriebssystem

Den Begriff Ajax (Asynchronous Javascript and XML) haben wir als Web 2.0-Fragment erläutert. Unter dem Title "Auf Wiedersehen, Word" schreibt Spiegel Online heute unter anderem:

Ein Zauberwort geistert durch die Entwicklerszene, das dass Netz zum Betriebssystem für jeden Rechner machen soll. "Ajax" macht es leicht, Anwendungen im Webbrowser laufen zu lassen - mancher träumt schon von einer Zukunft ohne Word und andere Office-Anwendungen.

Und ein Microsoft-Statement:
"Für den Privatanwender bringt das mehr Interaktivität ins Web", erklärt der Microsoft-Software-Experte Dirk Primbs, "denn Ajax verlagert einige Aktivitäten vom Server auf den Client." Microsoft gehörte Ende der neunziger Jahre zu den Pionieren dieser Art von Webdesign und hat die Technik für die Online-Ausführung seines E-Mail-Programms Outlook genutzt. Inzwischen gibt es innerhalb der Software-Plattform .NET eine eigene Ajax-Umsetzung von Microsoft mit der Bezeichnung Atlas. In seinem neuen Web-Portal live.com bastelt der Software-Marktführer gerade an seinem Angebot für das "Web 2.0", wie der Trend im Augenblick oft genannt wird (...).

Sowie die "Gegenseite":
Der Ajax-Programmierer Michael Robertson, einst führender Kopf der MP3-Pioniere mit dem Portal mp3.com, bastelt zurzeit eifrig an Web-Programmen für Office-Anwendungen. Unter der Überschrift "Bye bye Microsoft Word" schrieb er in seinem Blog: "Mein Plan ist es, überladene teure PC-Software durch ein System zu ersetzen, das Software dynamisch auf den Computer lädt, wenn sie gebraucht wird, und das völlig kostenlos." Dabei wird es gleichgültig, unter welchem Betriebssystem der Computer läuft - ob Windows, Linux oder Mac. Letztlich wird so das Internet im Browser zu einer Art Betriebssystem.

Verfasst von Hans Fischer um 11:15 | TrackBack

01.05.2006

Yahoo! Tech

Das Web erlebt eine äusserst dynamische Phase. Laufend werden neue Dienstleistungen aufgeschaltet. Im Blog wurde über einige berichtet. Nun startet Yahoo! eine Site, die sich auf Consumer Technology spezialisiert. The New York Times schreibt:

The site, called Yahoo Tech (tech.yahoo.com), will feature blogs on technology and a weekly video program. It will also republish articles and product reviews from several magazines and accept comments contributed by users.

Verfasst von Hans Fischer um 09:39 | TrackBack

27.04.2006

"Das soziale Netz"

Dem Thema Web 2.0 haben wir eine eigene Kategorie gewidmet. Spiegel Online widmet der Entwicklung (mal wieder) eine Bestandesaufnahme unter dem Titel "Das soziale Netz". Genannte Unternehmen sind u.a.:
MySpace, del.icio.us, OpenBC, Qype.com, Yelp.com.

Verfasst von Hans Fischer um 17:18 | TrackBack

21.04.2006

"Die Ne(x)t Generation ist da"

Themen wie neue IT-Trends, Web 2.0-Anwendungen oder die Zukunft des Internet haben in jüngster Zeit inflationär an Bedeutung und Wahrnehmung zugelegt. Einen guten Überblick über die Entwicklung bietet Manager Magazin mit dem Artikel "Die Ne(x)t Generation ist da". Der Einstieg:

Die Net Economy ist erwachsen geworden und mit ihr die Gründer und Investoren in diesem Bereich. Die turbulenten Zeiten der Net Economy sind zum Glück vorbei. Eine Branche, zu der sich in den letzten Jahren nur noch wenige bekannt haben, bietet wieder eine solide Basis für neue Perspektiven.

Verfasst von Hans Fischer um 09:40 | TrackBack

11.04.2006

MySpace - Wahnsinn, neue Welt, neue Geschäftsmodelle

"Wahnsinn im Kinderzimmer", hat Welt am Sonntag (Wams) - im Kultur-Ressort notabene - den Artikel über Plattformen wie MySpace, YouTube oder FaceBook getitelt. Wer also wissen will, wo sich der Nachwuchs im Internet tummelt, findet in besagtem Artikel einschlägige Hinweise.

Zur Grundcharakteristik dieser Web 2.0-Anwendungen schreibt Wams:

Ursprünglich 2004 als Plattform für Nachwuchsmusiker und Schauspieler gegründet, funktioniert MySpace im Grunde sehr einfach. Jeder kann kostenlos Mitglied werden und sich ein Profil zulegen. Das heißt: Bilder laden, Hobbys, Interessen und Persönliches eintragen. Und vor allem: Nachrichten verschicken, eine Art Tagebuch (Blog) führen, Freunde finden.
Die Anzahl der "Friends" und die Regelmäßigkeit, mit der diese sich zu Wort melden, ist die entscheidende Währung auf MySpace.

Doch weit gefehlt wer glaubt, dass sich bloss Teenager in den virtuellen Social Networks tummeln:
(...) Denn natürlich ist MySpace auch ein gigantischer Marktplatz. Der eine möchte Pornoproduzent werden, der nächste Platten verkaufen, die andere ihre Nacktfotos an die Männer bringen. Und Talkmasterin Ophra Winfrey, wie viele Prominente MySpace-Mitglied, will ihre Zeitschrift und Tickets für ihre Show bewerben.

Unter "The MySpace Economy" schreibt Wired News:
Like mega-sites eBay and Google before it, MySpace is creating its own economic ecosystem, populated by small businesses that do everything from helping users decorate their profiles to creating tools that let advertisers target MySpace users.

Gekennzeichnet sind MySpace und verwandte Plattformen von der Tatsache, dass die User nahezu hemmungslos persönliche Informationen preisgeben. Dass solcherlei Offenheit nicht nur gut gesinnte Freunde anlockt, ist klar. MySpace-Besitzerin News Corporation hat gemäss heise online jüngst über 200'000 Profil-Seiten gelöscht.

Wer sich für business-orientierte Social Network-Lösungen* wie OpenBC oder LinkedIn interessiert, findet hier eine Angebotsliste.

*Selbstredend, dass auf diesen Plattformen das Preisgeben persönlicher Information individuell gesteuert wird und grundsätzlich recht dezent gehalten ist.

Verfasst von Hans Fischer um 13:10 | TrackBack

05.04.2006

"How I Work: Bill Gates"

Unabhängig von der Pro- oder Anti*-Microsoft-Glaubensfrage ist zweifelsohne interessant, Einblick in das Arbeitsleben von Bill Gates zu erhalten. Auf CNNMoney.com/Fortune wird unter "How I Work: Bill Gates" eben dieser - persönlich gehaltene - Einblick gestattet. Ein kleiner Auszug:

(...) If you look at this office, there isn't much paper in it. On my desk I have three screens, synchronized to form a single desktop. I can drag items from one screen to the next. Once you have that large display area, you'll never go back, because it has a direct impact on productivity.
The screen on the left has my list of e-mails. On the center screen is usually the specific e-mail I'm reading and responding to. And my browser is on the right-hand screen. This setup gives me the ability to glance and see what new has come in while I'm working on something, and to bring up a link that's related to an e-mail and look at it while the e-mail is still in front of me.(...)

*hier ein Beispiel.

Verfasst von Hans Fischer um 09:07 | TrackBack

29.03.2006

Web 2.0 Awards - nützliche Liste der Dienstleister

Das Search Engine Optimization Beratungs-Unternehmen SEOmoz hat die Web 2.0 Awards verliehen. Obwohl dem Award substanziell keine grosse Bedeutung zukommt, ist die Liste der nomminierten und ausgezeichneten Dienstleister als Wegweiser durchaus sehr hilfreich.

Dies unabhängig von der Diskussion, ob der Begriff Web 2.0 bereits nächstes Jahr nicht mehr existent sein wird (s. BusinessWeek Online), oder ob wir unsere Zweifel ablegen und lernen müssen, Web 2.0 zu schätzen (s. BBC).

Einen interessanten Kommentar zu den Awards und der Web 2.0-Bewegung allgemein hat WSJ-Kolumnist Jeremy Wagstaff in seinem Weglog unter "It's Downhill From Here: Web 2.0 Awards" geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34 | TrackBack

17.03.2006

"Das Netz ist der Computer"

Unter "Das Netz ist der Computer" schreibt NZZ heute:

Dank Breitband und Pauschaltarifen bietet sich das Internet zusehends als Arbeitsplattform an. Wie Pilze schiessen neue Anwendungen und Dienste aus dem Boden, für deren Nutzung nur ein Browser nötig ist. Auch Microsoft und Google treiben die Entwicklung voran, bei welcher der Web-Desktop den PC auf die Rolle eines Sprungbretts ins Internet reduziert.

Und wie lautet der Sammelbegriff dieser Entwicklung? Genau, Web 2.0. Die NZZ scheut sich zwar, diesen Begriff allzu sehr zu strapazieren, bietet aber eine sehr empfehlenswerte Bestandesaufnahme der Entwicklung.

Verfasst von Hans Fischer um 13:40 | TrackBack

02.03.2006

Web 2.0 Presse-Rauschen

Über die unter dem Begriff Web 2.0 bekannte Entwicklung haben wir im Allgemeinen und im Spezifischen geschrieben. Letzeres wird in loser Folge fortgesetzt.

Heute nun rauscht ein Web 2.0-Artikel in qualitativ quantitativ imponierender Weise durch den deutschen Blätterwald. Getitelt mit "Generation Google - ein neues Internet dank "Web 2.0"?" in der COMPUTERWOCHE.de, ist derselbe Artikel unter anderem zu finden bei Handelsblatt, Focus Online, Stuttgarter Zeitung, Rhein-Zeitung oder bei Web.de.

Einen qualitativ sehr guten und detaillierten Überblick über die Inhalte der Web 2.0-Entwicklung hat Golem.de Ende Jahr geliefert.

Und wer kritische Stimmen sucht, findet diese unter anderem bei Don Alphonso (Deutsch) und Nicholas Carr (Englisch). Eine recht launige Abhandlung hat NZZ Online unter "Web 2.0 - Droge, Religionsersatz oder Zukunftstechnologie?" geschrieben (und Nicholas Carr-Ansätze aufgenommen).

Verfasst von Hans Fischer um 13:32 | TrackBack

20.02.2006

Telekurs Financial bloggt

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Nach Weblogs für den Intranet-Bereich realisierten wir für Telekurs Financial (TKF) einen Weblog für externe Kommunikation.

Den neuen in Englisch gehaltenen TKF-Weblog erreichen Sie über die angezeigten Headlines auf der Homepage oder durch Klick auf "WEBLOG" in der Navigationsleiste. Finanz- und High-Tech-Interessierte finden eine neue, vielfältige Informationsquelle.

Die Verantwortlichen schreiben zur Lancierung:

Telekurs Financial decided at the end of 2005 to set up a weblog at this company site. A new addition to the news window, it will feature Telekurs news on products, services and events enriched with content from the banking, high tech and business sectors.

In collaboration with Telekurs software subsidiary Rolotec AG, Telekurs Financial developed the weblog in the course of a rapid two-month project. During the first stage, the weblog editor used a test blog to gain experience with the new news format and become familiar with the very easy-to-use content management system. Posting frequency soon rose sharply, often reaching two weblog news entries per day. The technical integration of the weblog into the existing website was equally quick and problem-free.

Telekurs Financial's corporate weblog at now serves customers and other interested people as a source of useful information on the latest issues from the IT and banking worlds.

Verfasst von Hans Fischer um 15:35 | TrackBack

30.01.2006

"Quo vadis, Internet?"

Wenn Sie hierher gesurft sind, dann dürfte die im Titel gestellte Frage auch für Sie relevant sein: Unter "Quo vadis, Internet?" lässt Focus Online die Referentinnen und Referenten des Digital Lifestyle Day 2006 über die Zukunft sinnieren - darunter hat es sehr interessante Thesen von spannenden Menschen.

Apropos "Digital Lifestyle Day": FAZ.NET hat heute eine Nachschau unter dem Titel "Das nächste große Ding im Internet" veröffentlicht. Einige Fragmente wurden im Zusammenhang mit "Web 2.0" hier im Weblog bereits erwähnt oder verdeutlicht.

Digitale Zukunft
Das nächste große Ding im Internet
Von Holger Schmidt

30. Januar 2006 Gründerprofi Alexander Samwer hat eine Vorahnung: "Vielleicht eine Handelsplattform für Fonds". Internet-Guru Esther Dyson weiß schon mehr: "Das nächste große Ding im Internet sind Communities, in denen sich Individuen mit gleichen Interessen vernetzen". Und Marissa Mayer, Chefentwicklerin von Google, sieht die "Internetsuche per Spracherkennung am Telefon" als die nächste große Idee im Netz an, nach der die wiedererstarkte Internetbranche auf dem von Hubert Burda veranstalteten zweiten "Digital Lifestyle Day" in München fieberhaft suchte.

Zehn Jahre, nachdem Pierre Omidyar Ebay erfunden hat, setzen die Gründer wieder auf die Netzeffekte einer großen Gemeinschaft. "Im Internet wird eine Architektur der Interaktion gebaut. Unternehmen wie OpenBC setzen auf Menschen, die sich der Präsenz ihrer Artgenossen versichern wollen", sagt Andreas Weigend, ehemaliger Forschungschef von Amazon. Diese sozialen Netzwerke verzeichnen rasanten Zulauf. OpenBC, gegründet vom gerade einmal 29 Jahre alten Deutschen Lars Hinrichs, hat ein Netzwerk zwischen einer Million Manager geknüpft.

Zielgruppe: Jugendliche

Die meisten dieser Community-Angebote haben Jugendliche als Zielgruppe. "Cyworld erreicht in Südkorea 90 Prozent aller Jugendlichen", sagt Rick Kim, der das internationale Geschäft für Cyworld leitet. Dort können sich die Nutzer Wohnungen virtuell einrichten. Auch Schwedens Jugend trifft sich im Internet: "85 Prozent der Schweden zwischen 18 und 24 Jahre nutzen Lunarstorm.se", sagt Berater Ola Ahlvarsson.

Auch deutsche Start-ups sind im Web 2.0 aktiv. Felix Petersen und Stefan Kellner haben ihre Internetseite Plazes.com vor einem Jahr gestartet, die zu den "Metromedien" gehört. Dort beschreiben die Menschen die Orte, an denen sie sich gerade befinden, und was sie dort tun. Eine Software setzt die "Plazes" dann zusammen, damit sich Menschen mit gleichen Interessen leicht finden können. "Graswurzel-Lokalisierungstool" nennt Petersen die Idee, die später einmal lokal zugeschnittene Online-Werbung anziehen soll. "Gut 19.000 Plazes sind schon in unserer Datenbank. Jeden Monat wächst die Zahl um 20 Prozent", sagt Petersen. Das Unternehmen ist in 120 Ländern vertreten; besonders gut kommt die Idee in den Vereinigten Staaten an.

Popularität zu Umsatz und Gewinn

Anders als während der ersten Web-Welle vor sechs Jahren läßt sich diese Popularität im zweiten Anlauf in Umsatz und vor allem Gewinn umwandeln: Dank moderner Breitbandverbindungen boomt die Online-Werbung ebenso wie der Verkauf digitaler Inhalte wie Musik oder Spiele über das Netz. In den Vereinigten Staaten wurden im vergangenen Jahr mehr als 15 Milliarden Dollar Umsatz allein mit Online-Werbung erzielt. 85 Prozent Reichweite in einer wichtigen Zielgruppe - das überzeugt auch die Vertreter der "Old Economy".

Medienmogul Rupert Murdoch hat für 580 Millionen Dollar das Internet-Unternehmen Myspace.com übernommen. In Amerika ist Myspace mit knapp 50 Millionen Mitgliedern längst Kult und wird in einem Atemzug mit Ebay, Google und Amazon genannt. "In fünf Jahren ist Myspace mehr wert als Bertelsmann", prophezeit Oliver Samwer, der sich zusammen mit seinen Brüdern Marc und Alexander nach dem Verkauf des Auktionshauses Alando an Ebay und des Klingeltonanbieters Jamba an Verisign abermals mit auf die Suche nach der ultimativen Geschäftsidee gemacht hat.

Traditionelle Medien zu digitalen Medien

Neben den Communities treiben die selbsterstellten Inhalte der Nutzer die Phantasie im Web 2.0 an. Viele Millionen Menschen schreiben inzwischen Online-Tagebücher (Blogs), produzieren Audiodateien (Podcasts) oder Filme (Video-Podcasts). Obwohl beim "Digital Life-style Day" keine tragfähigen Geschäftsmodelle für deren Vermarktung zu sehen waren, zeigten sich doch alle einig, daß die neuen Inhalte - in Verbindung mit Breitbandverbindungen - die Geschäftsmodelle vieler klassischer Medienunternehmen beeinflussen werden.

"Erfolgreiche traditionelle Medien müssen digitale Medien werden. Die Unternehmen müssen ihre Kompetenzen eben ins Netz transformieren", sagt Dyson, die nicht nur als Autorin für den Branchendienst Cnet, sondern auch mit ihrer Investition in die später an Yahoo verkaufte Bilder-Gemeinschaft Flick Scharfsinn bewies.

Viele klassische Medienunternehmer wieder nicht vorbereitet

Die Transformation in die digitale Welt haben die meisten Medien aber bisher gescheut, mahnte Karstadt-Quelle-Chef Thomas Middelhoff. Viele klassische Medienunternehmer seien abermals nicht auf das Internet vorbereitet, und Investitionen in Internet-Unternehmen könnten sich die klassischen Medien angesichts der gestiegenen Bewertungen heute nicht mehr leisten.

"Ich bin nach wie vor überzeugt, daß immer noch nicht alle Manager, die den Attacken aus dem Internet ausgesetzt sind, inzwischen verstanden haben und gewillt sind, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Wir haben das wunderbare Beispiel der Musikindustrie gesehen. Nun ist die Filmindustrie dran, und danach kommt das Free-TV. Ich hoffe wirklich, daß inzwischen jeder weiß, was es bedeutet, wenn von Momentum gesprochen wird", warnt Middelhoff, der als Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Bertelsmann bis zum Jahr 2002 zu den Vorreitern der Internet-Wirtschaft gehörte.

Das werbefinanzierte Fernsehen steht gleich doppelt unter Druck: Schon heute schichten Unternehmen ihre Werbegelder vom Fernsehen in das Internet um. In naher Zukunft können die Telekommunikationsfirmen - unter dem Stichwort Triple Play - die Programme über ihre schnellen Breitbandverbindungen direkt in die Haushalte bringen.

In Europa zuwenig Risikokapital

Nicht nur die Samwers als ewige Gründer wollen es in der zweiten Web-Welle noch einmal wissen. Auch Martin Varsavsky ist zurück in der Szene. Der unkonventionelle Argentinier ist ebenfalls ein Gründerprofi: Mit Viatel, Jazztel und Ya.com hat er drei große Unternehmen auf die Beine gestellt. Auf dem Höhepunkt der Internet-Begeisterung im Jahr 2000 hat er Ya.com für 550 Millionen Euro an T-Online verkauft, "weil ich das Angebot nicht ablehnen konnte", sagte er damals. Jetzt setzt er auf die drahtlose Funktechnik W-Lan, die Hochgeschwindigkeitszugänge ins Internet ermöglichen. Wie es sich für das Web 2.0 gehört, baut Varsavsky eine Online-Community auf. "Die Mitglieder teilen sich die W-Lan-Kapazitäten", sagt Varsavsky. Wer also - wie Christiane zu Salm - ihren Zugangspunkt in München anderen Mitgliedern der Gemeinschaft zur Verfügung stellt, kann die W-Lans der anderen Mitglieder kostenlos nutzen.

Zwar sind viele Rahmendingungen für die zweite Gründerwelle ungleich besser als in der ersten Welle. Eines hat sich aber ins Negative geändert: "In Europa steht viel zuwenig Risikokapital zur Verfügung. Alles wandert nach Amerika", sagte Loic Le Meur, einer der bekanntesten Blogger der Szene, der selber für den amerikanischen Blog-Dienst Six Apart arbeitet. Kritik kam in München auch von der EU-Kommissarin Viviane Reding, die scharfe Worte gegen die Pläne der Bundesregierung fand, das VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom den Wettbewerbern zu verschließen. "Ich hoffe, daß speziell die deutsche Regierung nicht dem Druck nachgeben wird, einseitige Lösungen zu finden, die fundamentale Probleme mit sich bringen werden." Die resolute Kommissarin machte aber klar, daß sie den Wettbewerb auf dem deutschen Markt sehr genau beobachten werden. Und so bleibt der Internet-Wirtschaft im Web 2.0 nur eine große Sorge: daß der Google-Kurs abstürzt.

Text: F.A.Z., 30.01.2006, Nr. 25 / Seite 21

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19.01.2006

Die Kehrseite der Vernetzung

Die Süddeutsche Zeitung schreibt unter dem Titel "Ansteckende Tagebücher" über Unternehmen, die in einen blogosphärischen Negativstrudel geraten. Die Essenz:

(...)Die Wissenschaftler am Information Dynamics Lab der Computerfirma Hewlett-Packard (...) haben herausgefunden, dass sich Informationen über die vernetzten Weblogs nach denselben Mechanismen ausbreiten wie Virusepidemien in der realen Welt. Wenn ein Unternehmen da fünf Tage bis zu einer Reaktion braucht, ist die Epidemie schon weit fortgeschritten.(...)

Wie solcherlei Negativ-PR vermieden werden kann, wird im Artikel beschrieben. Die einfachste Methode: Selber in der Blogosphäre präsent sein oder zumindest immer mal wieder mittels einer gängigen Suchmaschine nach Einträgen zum eigenen Unternehmen fahnden. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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18.01.2006

Web 2.0 Fragmente - Podcasts

Die Frankfurter Rundschau Online macht heute auf einen Wettbewerb der besonderen Art aufmerksam. In dessen Zentrum steht die Aufgabe: "Der Schwiegermutter erklären, was ein Podcast ist". Nun, warum gerade Schwiegermütter zur Hauptzielgruppe erklärt werden, sei dahingestellt. An der Aktualität der Fragestellung herrschen aber kaum Zweifel. In der Web 2.0-Diskussion gehören Podcasts (zusammengesetzt aus iPod und Broadcasting) zu am stärksten akzentuierten Elementen. Wenn sogar das renommierte "Echo der Zeit" von Schweizer Radio DRS die Sendungen als Podcasts anbietet, scheint der schiere Hypevorwurf entkräftet.

Wie Inhalte erstellt und vor allem mittels Podcaster-Software (die bekannteste ist iTunes) automatisch auf den MP3-Player geladen werden können, wird bei podcast.de detailliert beschrieben. Im Ideal(modell-)fall sitzen Sie am Morgen in den Zug und hören sich die wichtigsten News und Branchenkommentare an, die automatisch auf Ihren MP3-Player geladen wurden. Die Quellen: Die erwähnte Site podcast.de führt am rechten Seitenrand eine grosse Anzahl deutschsprachige Podcasts auf. Dank Kategorien- und Stichwortsuche bietet Podster.de mehr Komfort beim Aufspüren der passenden Inhalte. Internationales Pendant wäre z.B. Podcast.net. Yahoo! schliesslich bietet eine Podcast-Suchapplikation an.

Den aktuellen "Marktwert" von Podcasts und Podcasting belegt die Tatsache, dass der New Oxford American Dictionary "Podcast" zum Wort des Jahres 2005 bestimmt hat. Diese und weitere Information bietet einmal mehr Wikipedia (übrigens ebenfalls eine klassische Web 2.0-Anwendung).

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Web 2.0 Fragmente - AJAX

Im Zusammenhang mit der unter dem (umstrittenen) Begriff Web 2.0 subsumierten Entwicklung taucht "AJAX" regelmässig auf. Es steht für "Asynchronous Javascript and XML" und wird bei Wikipedia definiert mit:

Ajax ist ein Akronym für die Wortfolge Asynchronous Javascript and XML. Es bezeichnet ein Konzept der Datenübertragung zwischen einem Server und dem Browser, welches es ermöglicht, dass die HTML-Seite nicht mit jeder HTTP-Protokoll-Anfrage komplett neu geladen werden muss. Das eigentliche Novum besteht in der Tatsache, dass nur gewisse Teile einer HTML-Seite sukzessive bei Bedarf nachgeladen werden. (...)

Wer sich mit AJAX auseinandersetzen und gleichzeitig tiefer in die allgemeinen Web 2.0-Gefielde eindringen will, findet im online kostenlos zur Verfügung stehenden Lehrbuch "AJAX - frische Ansätze für das Web-Design" wertvolle Hilfeleistung.

Verfasst von Hans Fischer um 11:11 | TrackBack

13.01.2006

Auch Lycos sozialisiert sich

Dass sich Lycos - vor vielen Jahren Innovationstreiber - mit einer (social) Expertenplattform-Lösung in den Sog der Web 2.0 Entwicklung begibt, hat heise online gestern gemeldet. Spiegel Online liefert unter "Jeder Surfer kann Experte werden" nun Hintergründe und die Einbettung von Lycos IQ in die Angebote der Mitbewerber wie Yahoo! Anwers oder Google Answers.

Verfasst von Hans Fischer um 15:16 | TrackBack

12.01.2006

Corporate Weblogs - neue Chancen nutzen!

Nach den Beiträgen für Netzguide IT in Finance ist Rolotec im neuen Netzguide Business Communications mit einem Fachartikel über Corporate Blogging (=> Artikel als PDF, 140 KB) vertreten.

Der Netzguide, mit vielen interessanten Beiträgen zur aktuellen und künftigen Kommunikationswelt, kann bei der Netzmedien AG in Papierform bestellt oder kostenlos in der Vollversion als PDF (13 MB) heruntergeladen werden.

Verfasst von Hans Fischer um 14:10 | TrackBack

09.01.2006

Web 2.0 zwischen Bashing und Euphorie

Gleich vorneweg: Web 2.0 ist nicht Ausdruck für das wieder erstarkte Internet, kein Produkt und auch nicht Synonym für Semantic Web. Web 2.0 ist vielmehr die mehr oder weniger geschickte Namensgebung (Kritiker sprechen von einem bedeutungslosen Marketing-Slogan) für eine vor langem gestartete, stete Entwicklung. Eine Entwicklung, die nun immer mehr an Fahrt aufnimmt und über die Schnittstelle Internet die Menschen miteinander verbindet. So gesehen, könnte Web 2.0 auch für eine signifikante Verhaltensänderung der User stehen. Der Fachjournalist Mario Sixtus definiert in markigen Worten:

"Web 2.0 ist ein Konzept, eine Methode, ein Gedanke, vielleicht ein Plan. Ganz vielleicht sogar eine Philosophie. Es hat mit Offenheit zu tun, mit Vertrauen, mit Authentizität, mit Kollaboration, damit, dass wir im Netz in der Summe eben mehr sind als eine Horde Halbaffen, die vor Fernsehern mit Schreibmaschinen sitzen."

Eine verdeutlichende Präsentation (=> Klicken wie bei einer Powerpoint-Präsentation) bietet Andy Budd. Eine gute Quellensammlung zum Thema hat wie gewohnt Dr. Web Weblog zusammengestellt. Nicht zu vergessen als Grundlage ist selbstverständlich die umfassende Erklärung von Tim O'Reilly, von einem der Namensgeber himself.

Die Web 2.0 Indegrenzien, resp. Anwendungen wie AJAX, Weblogs, Folksonomies, Tagging, Social Software, Podcasts, RSS, uvm. (s. Mindmap unten) werden in Zukunft vertieft beschrieben.

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(Klick für Grossansicht; Bildquelle: Wikipedia)

Verfasst von Hans Fischer um 15:22 | TrackBack

04.01.2006

Blogosphärischer Endlos-Blondinenwitz

Wer noch nicht selber darauf gestossen ist, sollte in einer spezialisierten Suchmaschine den Begriff "Blondinenwitz" eingeben. Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit landet man - statt bei einem Witz - in einer wahnwitzigen Link-Endlosschlaufe. Ob der Ursprung gefunden wird und warum durch diese Aktion die echten Blondinenwitze aussterben werden, erläutert Spiegel Online unter "Blogger feiern besten Blondinenwitz aller Zeiten".

Apropos Blondinenwitz: Wikipedia beschäftigt sich mit diesem Thema selbstverständlich ernsthaft und liefert (nebst Beispielen) u.a. folgende Erklärung:

Ein Blondinenwitz ist ein Beispiel für Witze, bei denen tatsächliche oder angebliche Eigenschaften (hier Beschränktheit) von vermeintlichen Randgruppen aufs Korn genommen werden.

Sozialpsychologisch gesehen richtet sich der Blondinenwitz zum einen gegen das Unschuldige, Naive. Durch die endlose Variation seiner Erscheinung wird das Blondinenvorurteil zur Plattform des ganzen Spektrums von Witzen, von geistreich bis tief unter die Gürtellinie. Unterschwellig wird ein Abgrenzungswunsch gezeigt.

Verfasst von Hans Fischer um 10:50 | TrackBack

01.12.2005

CASH-Online mit weiteren Weblogs

Nach dem Wolf-Blog konnte Rolotec für CASH-Online drei weitere Weblogs einrichten und live schalten. Es sind dies:

Lucky Luke's

Die CASH-Wildwest-Redaktoren Lukas Hadorn, Ernst Solèr und Luzi Weber berichten hier über ihre Erlebnisse aus der Welt des Zockens. Für "Lucky Luke's" frequentieren sie Fussballstadien, Online-Casinos und Hotelbars - immer auf dem Suche nach dem letzten Trend, dem schnellsten Geld und dem schönsten Blickfang.

AnnettesWorld
Society-Betrachterin Annette Pawlu berichtet über die VIPs der Business-Welt. Sie ist dabei wenn die Reichen und Schönen der Wirtschaftswelt zusammen kommen.

Haupt
Kurt Haupt gibt in seiner CASH-Kolumne «Helpmail» Rat bei Fragen zu Internet, Computer und Betriebssystem. Und er hilft bei Ärger mit Hard- und Software. Wenn einem beim iPod plötzlich Hören und Sehen vergeht, PowerPoint sich unansehnlich präsentiert und Word wirr wird: Hier hilft Haupt.

Verfasst von Hans Fischer um 11:29 | TrackBack

29.11.2005

Intranet-Weblogs für Telekurs Financial Information Ltd.

Über den Nutzen von Corporate Weblogs haben wir mehrfach geschrieben. Gestern veröffentlichte die Harvard Business School einen passenden Artikel mit dem Titel "Does Your Company Belong in the Blogosphere?"

Nebst den in besagtem Artikel erwähnten Anwendungen für externe Kommunikation sind weitere Einsatzmöglichkeiten denkbar und wichtig. Am häufigsten nachgefragt werden Projektleitungs-Weblogs und Weblogs für interne Kommunikation.

Letzteres durften wir jüngst für Telekurs Financial Information Ltd. (TKF) realisieren. Der wöchentlich erscheinende Research-Bericht von TKF wird den Mitarbeitenden der Ländergesellschaften nicht mehr als E-Mail-Beilage zugestellt, sondern steht als Intranet-Weblog in Deutsch und Englisch zur Verfügung. Hauptvorteile: Einfaches Handling für Autoren, Interaktionsmöglichkeit aller Beteiligten durch Kommentarfunktion, zentrale Archivierung mit Suchfunktion sowie direkt den entsprechendnen Textpassagen zugewiesene Ablage von PDF-Dateien.

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TKF-Intranet-Weblog Deutsch (Klick für Grossansicht)

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TKF-Intranet-Weblog Englisch (Klick für Grossansicht)

Verfasst von Hans Fischer um 15:21 | TrackBack

16.11.2005

Wie funktionieren Suchmaschinen?

Im Zusammenhang mit der signifikant verbesserten Suchmaschinenplatzierung der Rolotec-Site seit Aufschalten unseres Weblogs wird - nebst dem "wie?" - häufig nach der grundsätzlichen Funktionsweise von Suchmaschinen gefragt.

Nun, die Algorithmen der einzelnen Suchmaschinen-Anbieter kennen wir selbstverständlich nicht - u.a. auch deshalb, weil die Algorithmen laufend verändert und angepasst werden. Interessierte finden hier eine Erläuterung zum (ursprünglichen) PageRank-Algorithmus von Google.

Wer sich für das Funktionieren der Suchmaschinen allgemein interessiert, findet bei Internet-Kompetenz hervorragende Informationen. Das Buch "Informationsbeschaffung im Internet" ( Werner Hartmann / Michael Näf / Peter Schäuble, Orell Füssli Verlag 2000) ist online frei verfügbar. Obwohl für Internet-Belange schon recht alt, ist das Schmökern in dieser Lektüre sehr zu empfehlen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:54 | TrackBack

09.11.2005

CASH-Online bloggt - by Rolotec

CASH-Online bloggt nun auch und schreibt dazu:

In den Blogs von CASH-Online blicken Journalisten von CASH hinter die Kulissen und schreiben über ihren Alltag, über Erlebnisse und Erfahrungen, über Leute und Produkte. Die Blogs sind viel persönlicher als normale Nachrichten und Berichte. Sie sind vergleichbar mit Kolumnen oder einem Tagebuch.

Den Anfang macht «Wolf»:
IT-Experte Peter Wolf berichtet hier täglich von seinen Erlebnissen im Cyberdschungel und Erfahrungen mit Mobil-Kommunikation und -Komplikation. Zudem finden Sie hier Gerätetests und kritische Produktankündigungen.

Rolotec zeichnet verantwortliche für das Aufsetzen und die Integration von«Wolf» und die zukünftigen CASH-Online-Weblogs.

Wenn Sie sich über Weblogs als effiziente und preiswerte Kommunikations- und Marketing-Opportunität oder über die positiven Auswirkungen auf die Platzierungen Ihrer Site in den Suchmaschinen informieren lassen möchten, stehen wir jederzeit und gerne für Sie bereit.

Verfasst von Hans Fischer um 09:11 | TrackBack

26.09.2005

Wider der unscheinbaren Existenz im Heuhaufen

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(Bildquelle: Uno)

Warum ein Unternehmens-Weblog? Eine häufig gehörte Frage trotz recht hoher Frequenz an Fachartikeln wie zum Beispiel von der NZZ oder von Computerworld.

Die Frage nach dem "Warum" kann auch mit Fakten beantwortet werden: Rolotec bloggt seit drei Wochen. Gehen Sie auf Google und geben Sie das Suchwort "Börseninformation" ein. Resultat: Rolotec erscheint auf der ersten Trefferseite (funktioniert sowohl auf Google.ch als auch Google.de). Ein weiteres Tätigkeitsgebiet von uns ist Knowledge Management. Geben Sie den weltweit verwendeten Begriff ein. Nach Einschränkung der Resultate auf "Seiten auf Deutsch" erscheint Rolotec auf der vierten Trefferseite. Werden die Suchresultate auf "Seiten aus der Schweiz" eingeschränkt, steht Rolotec in den Toprängen auf der ersten Seite - und das bei mehr als 1,8 Millionen gefundenen Treffern. Gleich verhält es sich mit "Operating".

Sie können versichert sein, dass Rolotec vor Liveschaltung des Weblogs von solchen Platzierungen weit entfernt war. Selbstredend gibt es andere Suchmaschinen, die nicht so schnell "anspringen", respektive die aktiv angegangen werden müssen. Doch Hand aufs Herz: Spitzenplätze bei Google sind doch erst mal ganz attraktiv.

Um den geschriebenen Effekt erreichen zu können, gilt es einige inhaltliche und technische Regeln zu beachten. Welche, und wie Sie Ihre Website mit minimalem Aufwand aus der Anonymität führen, verraten wir Ihnen sehr gerne. Nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Verfasst von Hans Fischer um 11:30 | Kommentare (1) | TrackBack