01.07.2009

Enterprise Search mit Finanzbranchen-Fokus

Über die Studie "Enterprise Search - Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss" haben wir im Posting "Schweiz ist ein Enterprise Search-Entwicklungsland" aufmerksam gemacht. Rolotec war als Co-Sponsor und als Lieferant für finanzbranchenspezifische Beiträge beteiligt. Es stellte sich z.B. heraus, dass der Bedarf nach effizienten Suchlösungen in der Finanzbranche besonders gross ist, und dass Studienteilnehmer aus der Finanzbrache offensichtlich mehr Erfahrung mit Suchmaschinen haben als Teilnehmer aus anderen Branchen:

wm_studie_finance.jpg
(Klick ins Bild für Grossansicht)

Lösungen über alle Quellen hinweg sind insbesondere aufgrund regulatorischer Anforderungen untervertreten: Ein gemeinsamer Index über alle Daten und Informationen einer Bank zu erstellen, ist heikel. Vielfältige Vorschriften sind zu beachten und Chinese Walls zwischen Abteilungen, Länderorganisationen und Hierarchiestufen dürfen nicht aufgeweicht werden. Nicht zuletzt aus diesem Grund finden sich in vielen Finanzunternehmen unterschiedliche Lösungen im Einsatz, die für sich ansprechende Resultate liefern, nicht aber zentral optimiert werden können.

Diese Aussage gilt natürlich nicht generell. Einheitliche Lösungsansätze mit tadellos funktionierender Berechtigungsregelung und vielen Zusatzfunktionen sind teilweise im Einsatz und werden sich weiter etablieren. Da diese Komplettlösungen den unterschiedlichen Bedürfnissen angepasst werden müssen, empfiehlt sich der schrittweise Aufbau von spezifischen Nutzungsszenarien auf Basis einer gemeinsamen Suchtechnologie.

Solcherlei spezifische Nutzungsszenarien können zum Beispiel sein:

  • Marktanalysen durch die Aggregation von internen und externen Quellen mit Alarmierung bei spezifischen Ereignissen
  • "360 Grad"-Kundensicht über verschieden Systeme
  • Erschliessung verschiedener Know-how-Quellen für den Kundensupport
  • Management Cockpit zum Überwachen und Steuern der Kunden-Kommunikation
  • Compliance mittels Mustererkennungsfunktionalität
Auf Anfrage informieren wir gerne pesönlich über die Enterprise Search-Studie im Allgemeinen und die Finanzbranchenaspekte im Speziellen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:01

23.06.2009

"Schweiz ist ein Enterprise Search-Entwicklungsland"

Im Posting "Was bringen unternehmensinterne Suchmaschinen" haben wir auf die Studie "Enterprise Search - Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss" aufmerksam gemacht. Heute nun wurden die Studienergebnisse vorgestellt (s. "Einladung zum Enterprise Search-Frühstück").

Als Co-Sponsor informiert Rolotec Interessierte gerne persönlich über die wichtigsten Erkenntnisse. Einige ausgesuchte Inhalte werden wir auch im Blog präsentieren. Anbei schon mal die Pressemitteilung zur heutigen Studienpräsentation:

"Wer Daten und Informationen nicht effizient bewirtschaftet, steuert ins unternehmerische Niemandsland. Im Informationszeitalter ist der professionelle Umgang mit diesen Ressourcen notwendig – und damit auch der Einsatz von unternehmensspezifisch angepassten Suchlösungen. Eine Schweizer Studie hat sich dem Thema „Enterprise Search“ angenommen und liefert Antworten auf hochaktuelle Fragen.

Effizienter und effektiver Umgang mit Daten, Informationen und Wissen ist im Informationszeitalter eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Und Basis aller entsprechenden Handlungen und Prozesse ist der optimierte Zugriff. Was nützen die besten Daten und Informationen, wenn niemand davon weiss oder sie nicht gefunden werden? Für den Internetgebrauch ist völlig klar, dass besagter Zugriff möglichst einfach und effizient sein muss: Für jedes Suchvorhaben und jede persönliche Präferenz stehen denn auch passende, sich stetig weiterentwickelnde Suchmaschinen zur Verfügung.

Man könnte nun annehmen, dass das im Unternehmenseinsatz ebenso der Fall sein müsste. Dem ist nicht so. Die von sieber&partners durchgeführte und den Spezialisten Eurospider, Namics und Rolotec unterstützte Studie „Enterprise Search – Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss“ kommt unter anderem zum Schluss, dass mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen nicht wissen, wie viel Zeit ihre Mitarbeitenden mit Suchen verbringen – mit entsprechender Kostenfolge. Und wenn denn Suchlösungen vorhanden sind, hat mehr als die Hälfte der Verantwortlichen keine Ahnung, ob und wie intensiv diese genutzt werden. Kurz: Die Schweiz ist ein Enterprise Search-Entwicklungsland.

Besagte Studie widmet sich vielen Facetten rund um den Themenkreis Suchen im Unternehmen. Neben der Beschreibung der empirischen Studienergebnisse und daraus resultierender Handlungsempfehlungen finden Interessierte auch Hintergrundtexte, Know-how-Vermittlung, Praxisbeispiele und Meinungen von versierten Experten aus Praxis und Forschung."

Verfasst von Hans Fischer um 09:44

08.06.2009

Einladung zum Enterprise Search-Frühstück

Rolotec hat die Studie "Enterprise Search - Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss", durchgeführt von Dr. Pascal Sieber & Partners AG, als Sponsor begleitet. Die Resultate würden wir Ihnen anlässlich eines Informations-Frühstücks am 23. Juni ab 8 Uhr im Hotel Schweizerhof in Zürich (vis-à-vis Hauptbahnhof) sehr gerne persönlich vorstellen. Das Programm:

  • 8 Uhr: Eintreffen der Gäste, Frühstück
  • 8.35 Uhr: Referat von Dr. Pascal Sieber
  • 9.15 Uhr: Diskussion im Plenum
  • 9.30 Uhr: Einzelgespräche/Ausklang
  • ca. 10 Uhr: Ende der Veranstaltung
Der Anlass bietet Gelegenheit, mit uns und den anderen anwesenden Fachleuten über allgemeine oder spezifische Enterprise-Search-Fragen (s. auch frühere Beiträge) zu diskutieren.

Sehr gerne laden wir Sie an das Informations-Frühstück nach Zürich ein. Bitte bestätigen Sie ihre Teilnahme mit einer Rückmeldung per E-Mail oder Telefon (032 344 86 00).

Verfasst von Hans Fischer um 09:46

02.06.2009

Wenn schon Bing, dann auch Clusty

Am Freitag haben wir die neue Internet-Suchmaschine Bing von Microsoft im Posting "Cyberware, Wave und Bing" erwähnt. Nun kann die Beta-Version getestet werden (die deutschsprachige Version verfügt noch nicht über alle Features).

Und wenn schon getestet wird: Unbedingt die Suchmaschine Clusty auch ausprobieren. Nach Eingabe der Suchbegriffe werden die Resultate am linken Bildschirmrand thematisch eingegrenzt. Was für führende Enterprise Search-Lösungen gut ist, eben dieser Cluster-/Entitäten-Ansatz, kann im Internet nur hilfreich sein.

Verfasst von Hans Fischer um 11:16

28.05.2009

"Semantische Suche ist kein Wundermittel"

... schreibt Die Zeit und verdeutlicht:"

(...) Doch einen Google-Killer, wie der britische Mathematiker Stephen Wolfram seine Plattform Wolfram-Alpha im Internet angepriesen hat, wird sicherlich kein Programmierer so schnell aus dem Boden stampfen. Doch wer mit Entwicklern über semantische Suchmaschinen spricht, stellt rasch fest, dass dieses Ziel auch niemand verfolgt. Vielmehr geht es allen darum, große, komplexe Datenmengen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens zu strukturieren (...)."
Neben Hinweisen auf Suchmaschinen mit semantischen Ansätzen finden sich im Artikel Konzept-Erläuterungen und weitere interessante Aspekte wie zum Beispiel die Hoffnungsträger "Soziale Suchmaschinen" (deren erstes Paradepferd Wiki Search nach kurzer Zeit wieder vom Netz genommen wurde).

Dass semantische Suche kein Allerheilsmittel ist und vor allem erst am Anfang der Entwicklung steht, haben wir in verschiedenen Beiträgen geschrieben. Anbei einige Beispiele:

Verfasst von Hans Fischer um 09:06

20.05.2009

Wissensmanagement: Ja klar, aber

Zur Abwechslung mal wieder Wissensmanagement-Basics. Basics nicht im Sinne von Wissensmanagement-Grundlagen oder der Gleichung Wissensmanagement x Web 2.0 = Wissensmanagement 2.0. Nein, Basics im Sinne der unternehmerischen Pflicht, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen (s. auch "Und plötzlich ist das Wissen im Unternehmen weg"), respektive den Gründen, dass dies eben nicht oder zumindest nicht lange gemacht wird. CIO schreibt im Beitrag "Wenn Wissen nicht weitergegeben wird":

"Mitarbeiter geben ihr Wissen zu spät oder gar nicht weiter. Außerdem scheitert Wissensmanagement an schlechter Kommunikation und Wissensgenerierung. Und das, obwohl der Stellenwert von Wissensmanagement ist in Unternehmen sehr hoch ist."
Ein durchaus interessanter Artikel.

Weiterführende Informationen finden sich im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki und in der entsprechenden Blog-Kategorie.

Verfasst von Hans Fischer um 14:36

12.05.2009

Wenn Suchmaschinen wirklich finden (werden)

Beim Recherchieren für ein Enterprise Search-Konzept stiess ich bei SmartBlog On Social Media auf folgende, interessante Passage:

"Greg Papadopoulos, CTO of Sun Microsystems, said that now we’re impressed when Google searches a sea of information for us in mere seconds but we should be dissatisfied with this mode of search. In the future, he and Robinson said, search will be done for us. Every electronic device we buy will connect to a network and our search results will be based on things like our location to our preferences and past behaviors. Search engines will know what we mean, not just the definitions of the words we use to describe it."
Eine durchaus attraktive Vision. Eine andere ist im etwas älteren Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" festgehalten und lautet:
"(...) dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff "Pervasive Computing" bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: "Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine."

Verfasst von Hans Fischer um 16:05

03.04.2009

Wissensbilanzen - Status Quo und Perspektiven

Im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki beschreiben wir "Wissensbilanzierung" als "Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren." Auch im Posting "Wissen ist Macht - Bilanzierung erhält diese" finden sich Erklärungen und weiterführende Links zu diesem für nachhaltigen Unternehmenserfolg so wichtigen Thema.

Einen hervorragenden Überblick über aktuellen Stand, internationale Entwicklungen und Zukunftsperspektiven bietet Prof. DI Günter Koch, The New Club of Paris, im Artikel "Wissensbilanzierung - Quo Vadis?" bei Bildungs Spiegel. Für die nächsten zwei Jahre erwartet der Autor schwergewichtig folgende Änderungen:

  1. Wissensbilanzen werden zertifizierbar und damit vergleichbar.
  2. Die immateriellen Werte von Unternehmen, Abteilungen, Stellen, Personen und Qualifikationen werden sich weitgehend vollständig in Euro berechnen lassen und Eingang in die Finanzberichtserstattung finden. Ein Treiber dazu wird das Gesetz zur Bilanzrechtserneuerung in Deutschland sein.
  3. Es werden standardisierte Prozesse zur Ermittlung von Unternehmenswert(anteile)n eingeführt, die dazu dienen, das Unternehmen performant und zugleich gesetzeskonform zu steuern und dazu alle notwendigen Dokumentationen und Bewertungen zu liefern.
  4. Personalinformationen werden qualitativ angereichert, um möglichst gut und fair den „echten" Wert eines MitarbeiterInnen-Leistungsbeitrags (Beitrag zur „Humankapitalsteigerung") zu ermitteln.
  5. Die gängigen Transformationen zwischen Human-, Beziehungs- und Strukturkapital werden modellierbar und lassen sich quantitativ bestimmen.
  6. Datenbasen und Software a) zum Managen aller Informationen und b) um die zugrundeliegenden Modelle zu verwalten werden im Zuge von „Business Intelligence"- Erweiterungen verfügbar.

Verfasst von Hans Fischer um 14:12

30.03.2009

Auf dem Weg zur allwissenden Supersuchmaschine

Am Freitag haben wir über das Modethema (ok, nicht ganz so angesagt wie Twitter-Beiträge) Semantic Search geschrieben ("Semantic Search - Geschwafel mit Potenzial"). Im Interview mit Michael Alvers, Mitentwickler der Biomedizin-Suchmaschine gopupmed.org, illustriert heute.de die Zukunft der so bedeutenden Thematik. Dass "echte" Semantik noch auf sich warten lässt, bestätigt auch Alvers:

"(...) Wir stehen am Anfang der Entwicklung. Vielleicht wird es in 20 Jahren tatsächlich eine Art allwissende Suchmaschine geben. Aber: Zauberei gibt es nicht. Im Endeffekt kommt es auf den Sucher an; der muss die richtigen Fragen stellen."
Apropos allwissende Suchmaschine. Im Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" haben wir geschrieben:
"(...) Er* ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff "Pervasive Computing" bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: "Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine." Da Menschen Teil davon seien, folgert er: "Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein 'Leben' besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen."
*David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern

Verfasst von Hans Fischer um 11:19

10.03.2009

Finance 2.0 – neues Wissen aus alten Dokumenten

Für das Fachmagazin "Professional Computing" haben wir den Artikel "Finance 2.0 – neues Wissen aus alten Dokumenten" verfasst:

User-Interaktion und zeitgemässe Web-Angebote ermöglichen neue Wege des Dokumenten- und Wissensmanagements: Inhalte werden nach individuellen Bedürfnissen aggregriert und visualisiert. Die Finanzbranche gehört zu den Wegbereitern.

Dokumentenmanagement ist etabliert. Enterprise Search ebenso. Über Wissensmanagement wird immer mal wieder lamentiert, die grundsätzliche Wichtigkeit und der potenzielle Nutzen stehen aber ausser Frage. Vereinfacht gesagt, geht es darum, dass Informationen zur passenden Zeit, am passenden Ort, in passender Form den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen und somit als Grundlage für Wissensprozesse dienen.

Web-2.0-Anwendungen fördern die Prozesse. Inhalte für Corporate Wikis, Weblogs oder Social Networks zu produzieren, fällt vielen Mitarbeitenden leicht. Werden so generierte Informationen mit Dokumenten sowie Daten aus weiteren Quellen angereichert, entsteht nachhaltiger Mehrwert für Anwender und Unternehmen. Auf diesem Prinzip fusst unser Lösungsansatz: Wir aggregieren strukturierte und unstrukturierte Daten mithilfe intelligenter Suchtechnologien und visualisieren deren Abhängigkeiten und Zusammenhänge.

Automatische Kontextanzeige

Gestartet haben wir mit Suchmaschinenlösungen, zum Beispiel für die Eidgenössische Steuerverwaltung oder SRG/TSR. Letztere betreibt mit PACTE Multimedia ein sogenanntes «Search Driven Portal». Um die spezifischen Bedürfnisse von Kunden aus der Finanzbranche erfüllen zu können, haben wir Suchtechnologien, Dokumentenmanagement und Börseninformationssoftware kombiniert. Die daraus resultierenden Möglichkeiten sind vielfältig. Ein Beispiel: Während des Verfassens eines Textes erkennt die Suchmaschine die Bedeutung der bisher geschriebenen Worte und liefert inhaltlich passende Zusatzinformationen. Dies in Form von Dokumenten oder Hinweise auf passende Expertise im Unternehmen. Die in strukturierten und unstrukturierten Daten kodierte Unternehmensinformation wird dadurch optimal genutzt.

Spannende Möglichkeiten eröffnen sich auch im Bereich der Kundenbeziehungen: So können aufgrund von User-Präferenzen auf Internetseiten Inhalte individuell passend aggregiert und visualisiert werden. Klickt ein User einer Bankenwebsite zum Beispiel häufig auf Nachrichten des Bereiches Pharma und hat er in seinem Portfolio ein entsprechendes Schwergewicht gebildet, werden ihm die wichtigsten Nachrichten und Community-Meinungen zu diesen Sektoren angezeigt, ohne dass er spezifische Suchwörter eingeben muss. Dank Mustererkennung könnte auch mitgeteilt werden, welche Aktien-User mit ähnlichen Profilen handeln oder welche Branchen, Währungen oder Einzeltitel im Vergleich zur Community oder zur taktischen Asset Allocation der Bank untergewichtet sind. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

User-Bindung & Visualisierung

Vielfach reichen aber bereits relativ einfache Visualisierungen, um wertvolle Dienstleistungen zu bieten und User damit an die Sites zu binden. Das abgebildete Beispiel zeigt die Darstellung der SMI-Titel in Abhängigkeit von Tagesvolumen (Grösse der Blasen) und Sentiment (rot = negativ, grün = positiv) der Nachrichten.

Bubble chart 1.jpg

Die beschriebenen Mechanismen sind selbstverständlich auch für andere Branchen anwendbar. Für alle bleibt die Erkenntnis, dass solcherlei Vorhaben nur erfolgreich sind, wenn sie von oberster Stelle getragen und in Projektetappen realisiert werden.

Verfasst von Hans Fischer um 10:28

05.03.2009

Wissensmanagement 2.0

Das Fachmagazin "wissensmanagement" widmet die aktuelle Ausgabe Web 2.0 und dessen Einluss auf Wissensmanagement (ein Thema, das im WM 2.0-Wiki detailliert behandelt ist). Während der Hauptartikel "Quo vadis Web 2.0" keine neuen Erkenntnisse bringt (Hauptaussage: Informations- und Konsumverhalten der User hat sich verändert, Unternehmen dürfen diesen Trend nicht ignorieren), bergen Beiträge wie "Unified Communications verändert das Wissensmanagement" oder "Auf dem Weg zum Web der nächsten Generation" teilweise interessante Aspekte. Grundsätzlich tut sich das "Fachmagazin für Führungskräfte" schwer, die Thematik auf Praxislevel und auf neueste Entwicklungen herunterzubrechen. Unternehmensverantwortliche, die sich in kürzester Zeit neu ins Thema einlesen möchten, finden darin aber eine solide Informationsbasis.

Verfasst von Hans Fischer um 10:14

26.01.2009

Wissen ist Macht - Bilanzierung erhält diese

"Wissen ist Macht", wusste der englische Philosoph Lord Francis Bacon (1561-1626) zu sagen. Dies gilt insbesondere auch in unternehmerischem Umfeld. Doch Macht ist vergänglich, wenn dem organisatorischen Wissen nicht Sorge getragen wird.

Ein taugliches Instrument wider die Wissens- und Machterosion sind Wissenbilanzen. Laut WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki stellen diese das intellektuelle Kapitals einer Organisation dar und unterstützen die Weiterentwicklung. Ausserdem zeigen Wissenbilanzen die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf.

Der 6. und letzte Teil" der Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung" von perspektive mittelstand widmet sich einem Expertengespräch mit der Schlussfrage, wie sich die Wissensbilanzierung bei den mittelgrossen Unternehmen in den nächsten drei Jahren durchsetzen wird:

"Kriessl: Ich bin der Meinung, dass die Wissensbilanzierung an Bedeutung erheblich gewinnen wird. Insbesondere in den Unternehmen, in denen Know-how erforderlich und Wissen ein ganz entscheidendes Gut ist. Also somit auch bei jedem Mittelständler.

Koch: Ich wünsche der Wissensbilanz eine ähnlichen Erfolg wie der Balanced Score Card. Erfolgsfaktor zur weiteren Verbreitung ist eine wirtschaftliche Erstellung. Die Wissensbilanz hat das Potenzial, sich als integratives Tool zu entwickeln. Da die Verständlichmachung von Produkten und Verfahren immer schwieriger wird, weil die Wirtschaft sich in Bereiche verlagert, die nicht mehr so anschaulich materiell sind wie vor Jahrzehnten, könnte ein solches oder ähnliches Tool für die „neue Ökonomie“ erfolgreich werden.

Schütterle: Ich denke, dass der Anteil der Unternehmen, die mit einer Wissensbilanz arbeiten, sich erhöht, auch wenn die Unternehmen immer wieder andere Probleme zu lösen haben. Veranstaltungen wie diese werden dazu beitragen, die Wissensbilanz stärker in den Köpfen zu verankern.

Augenstein: In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird gesagt, dass der Produktionsfaktor Wissen an Bedeutung zunimmt. Unternehmen, die kein Wissensmanagement betreiben, werden früher oder später nicht mehr überleben. Ich denke, dass strukturierte Verfahren, wie die Wissensbilanzierung, in der unternehmerischen Wirklichkeit stark verankert sein werden.

Hirschmann: Ich denke, die Wissensbilanz wird sich durchsetzen. Auch deshalb, weil das Thema mehr in die Öffentlichkeit kommen wird und die Banken die Wissensbilanz als Teil des Ratings ansehen werden. Die Wissensbilanzierung wird sich entwickeln, allerdings nicht so stürmisch, weil der Mittelstand sich primär mit anderen Aufgaben zu beschäftigen hat."

Die Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung":

Verfasst von Hans Fischer um 10:47

20.01.2009

Was bringen unternehmensinterne Suchmaschinen?

.... Viel, sind wir überzeugt (s. Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart"). Heute startet eine Befragung zum Thema Enterprise Search und soll Antworten liefern zu Fragen wie: Geht wirklich 30 Prozent der Arbeitszeit für Suchen verloren oder welche Möglichkeiten bieten Suchtechnologien heute und in Zukunft?

Die Studie "Enterprise Search - Suchen&Finden" wird von sieber&partners durchgeführt und von Rolotec unterstützt. Wir würden uns freuen, wenn Sie bei der Online-Befragung (Zeitaufwand ca. 15 Minuten) mitmachen würden. Als Dank für Ihre Teilnahme erhalten Sie die Studienresultate kostenlos.

Verfasst von Hans Fischer um 13:35

16.01.2009

"Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube"

Eine spannende Ausstellung "Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube" hat von heute bis am 15. Februar in der kestnergesellschaft, Hannover, geöffnet - und ist auch im Internet mit spannenden Inhalten präsent. Die Verantwortlichen schreiben zur Ausstellung:

"Das Internet verändert unseren Umgang mit Wissen radikal. Wie wir Wissen heute schaffen und ihm eine Form geben, es verbreiten, archivieren und darauf zugreifen, unterscheidet sich in vielfältiger Weise von früheren Verfahren. Zugleich setzen die digitalen Möglichkeiten neben partizipativen Elementen auch eine Ästhetisierung in Gang, die vielfältige Erscheinungen von Wissen und neue Formen der ästhetischen Erfahrung schafft.

In Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) und der Leibniz Universität Hannover entzündet die Ausstellung »bookmarks | wissenswelten von der keilschrift bis YouTube« eine Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Wissenskultur am Beispiel ihrer populärsten Ausprägung YouTube – und konfrontiert sie mit 42 wertvollen Büchern, Schriften und Exponaten der vergangenen Jahrhunderte aus der Schatzkammer der GWLB, sowie einer Keilschrift aus der Sammlung des Museums August Kestner (MAK). Viele dieser Schätze können in der Form erstmals öffentlich gezeigt werden – Originale, die von Paradigmenwechseln in der Wissensproduktion vergangener Zeiten erzählen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

15.12.2008

Und plötzlich ist das Wissen im Unternehmen weg

Wir haben es im Posting "Know-how der Mitarbeiter wird ignoriert" und in vielen weiteren Beiträgen der Wissensmanagement-Kategorie geschrieben: Wird das Wissen der Mitarbeitenden nicht systematisch erfasst und transferiert, lassen sich Unternehmen enormes Synergiepotenzial entgehen und verlieren beim Abgang von Mitarbeitenden Erfahrungswissen - und damit ganz massiv Geld.

Stuttgarter Nachrichten Online zeigt die Notwendigkeit von Wissensmanagement im Artikel "Alles im Kopf abgespeichert" in praxisorientierter Art auf.

Detaillierte Informationen über Wissensmanagement, Anwendungen und die Kombinationsmöglichkeiten mit Web 2.0 bietet u.a. auch das kostenlose WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 14:06

07.11.2008

"Know-how der Mitarbeiter wird ignoriert"

Über Wissensmanagement sind im Blog oder im Wissensmanagement-Wiki viele Facetten und Informationen zu finden. Abendblatt.de bringt die Essenz - Wissensmanagement ist ein Must - mit dem Übersichtsartikel "Wissensmanagement -
Deutsche Unternehmen verschwenden Milliarden – Know-how der Mitarbeiter wird ignoriert
" zumindest im Titel auf den Punkt. Ein kleiner Auszug:

"(...) 80 Prozent sind der Meinung, dass sie in Bezug auf das Thema Wissensmanagement „verbesserungswürdig“ oder sogar „unzureichend“ aufgestellt sind. Das hat eine Studie der von Studnitz Management Consultants und der Nordakademie ergeben. Das Resümee der Forscher: Unternehmen stehe in den nächsten Jahren ein regelrechter „Wissens-Exodus“ bevor – mit unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen."
Wie sagte doch Sokrates: ""Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser." So viel zum Thema Ignoranz.

Passend auch zum Thema: "Topmanager im Dialog: Geteiltes Wissen bringt Vorsprung" von do-it.online.

Verfasst von Hans Fischer um 10:40

27.10.2008

Cloud Computing, Web 2.0, Suche der Zukunft & Co.

Auch dieses Wochenende blieben wieder einige interessante Artikel im News-Reader hängen (s. auch Empfehlungsseite). Anbei eine kleine Auswahl:

  • Web 2.0 fürs Business, InfoWeekOnline
    "(...) Die augenfälligsten Beispiele stammen aus dem Marketing: Die «Kunden-Community» ist in einigen Branchen längst ein wichtiges Instrument zur Kundenbindung und zur Steigerung der Attraktivität der Marke. Intern eingesetzt, können Web-2.0-Methoden nicht nur die Identifikation mit dem Unternehmen verstärken, sondern auch als Stimmungsbarometer dienen und Abläufe verbessern helfen. Im Support kommt schon länger ein Urahn des Web 2.0 zum Tragen: Diskussionsforen bieten Hilfeleistung bei Problemen und stärken quasi nebenbei die Identifikation mit dem Produkt."

  • Social Media Versus Knowledge Management: Generational War?, FASTforward Blog
    "(...) Along came Web 2.0 and social media which provided new technologies for the grassroots to simply not wait for some project manager to start a harvesting session which is then converted into retrievable assets from some application requiring significant custom coding. Instead, the notion of Wikis, blogs, microblogs, chats, forums and so on is to use the right tool for the purpose as the purpose arises. Some call it fun. We’ve thought of the new social media as the next generation Knowledge Management."

  • Die Suchmaschinen der Zukunft verstehen uns, Die Welt
    "(...) Die Zukunft der Suche geht daher weg von reinen Linklisten, die den Nutzer mit der Identifikation des für ihn besten Ergebnisses alleine lassen. Künftig wird es Suchergebnisse geben, die abhängig vom angefragten Inhalt Bilder, Videos, Nachrichten, Kaufempfehlungen oder Testergebnisse anzeigen."

  • A Reminder of What Web 2.0 Is, John Battelle's Searchblog
    "(...) ... value is migrating to a new kind of layer, which we now call Web 2.0, which consists of applications driven not just by software but by network-effects databases driven by explicit or implicit user contribution."

  • Web 2.0 and Cloud Computing, O'Reilly Radar
    "(...) So here's the real trick: cloud computing is real. Everything is moving into the cloud, in whole or in part. The utility layer of cloud computing will be just that, a utility, without outsized profits.

    But the cloud platform, like the software platform before it, has new rules for competitive advantage. And chief among those advantages are those that we've identified as "Web 2.0", the design of systems that harness network effects to get better the more people use them."

Verfasst von Hans Fischer um 09:41

21.10.2008

Semantic Web als Dienstleistungs-Katalysator

Forbes erklärt im Artikel "Leveraging The Semantic Web", dass die "normale" Suchtechnologie mit den immer umfangreicher angebotenen Internet-Services nicht mehr klar kommt. Diese werden nur gefunden, wenn die Dienstleistungen in Prosa beschrieben und damit als Wörter für die Suchmaschinenroboter indexierbar sind. Was den Service per se ausmacht, könnten die Suchmaschinen nicht erkennen, weil sie deren Bedeutung nicht erfassen können. Der Autor des Artikels sieht hier einen wichtigen Anwendungsbereich des künftigen Semantischen Webs.

"(...) There are three main use cases for semantic service discovery. First, there is you and me wanting to do something. If a service could help us, how would we know? Second, there is the developer seeking to build an application using services. How can the right services be found? Third, there is the idea that an intelligent program could automatically assemble a new service or application based on a machine-readable semantic description. Is this even possible?"
Eine Sammlung an weiterführenden Links zum Thema findet sich u.a. im Beitrag "Semantisches Web - wenn's so einfach wäre".

Verfasst von Hans Fischer um 13:52

02.10.2008

Web 2.0 trendiger als Wissensmanagement

... zumindest wenn man die beiden Begriffe "Web 2.0" und "Knowledge Management" bei Google Trends eingibt:

km_web20.png

(Bildquelle: Google Trends)

Welches Potenzial die Managementdisziplin Wissensmanagement hat, warum Web 2.0 mehr als ein publizistischer Begriff ist und wie das Fusionsprodukt Wissensmanagement 2.0 neue Wege ermöglicht, beschreibt u.a. das WM 2.0 Wissensmanagement Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 17:11

25.09.2008

Semantik auf dem Weg in die Praxis

Im Zusammenhang mit Wissensmanagement und Suchmaschinen wurde der Begriff "Semantik" im Blog mehrfach schon erwähnt (s. Sammelbeitrag "Semantisches Web - wenn's so einfach wäre"). Vereinfacht gesagt, geht es im Kontext mit dem Internet darum, dass Webinhalte so aufbereitet werden, dass nicht nur Schlüsselwörter erkannt werden, sondern die Bedeutung des Contents. Man kann sich leicht vorstellen, wie u.a. die Internet- oder Intranetsuche revolutioniert würde.

Im Artikel "Semantik (nicht nur) für das Militär" schreibt heise online über die European Semantic Technology Conference (ESTC2008) und bringt ein konkretes Beispiel:

"(...) Aber auch Normalsterbliche sollen laut Davies von semantischen Anwendungen profitieren. Seiner Einschätzung nach wird es in ein bis drei Jahren wesentlich einfacher sein, einen Urlaub im Internet zu buchen. Anstatt zahlreiche Webseiten persönlich durchstöbern zu müssen, werde der Reisewillige nur Parameter wie gewünschtes Klima und bevorzugte Hotelkategorie angeben müssen. Ein Computer werde dann selbstständig im Web nach passenden Angeboten suchen. Herman ist sicher, dass heute noch manuell durchzuführende Abfragen verschiedener Datenbanken mit jeweils unterschiedlicher Struktur in Zukunft automatisiert erfolgen könnten. Allerdings dürften semantische Techniken nicht mit künstlicher Intelligenz verwechselt werden."

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

15.09.2008

Resultate der Wissensmanagement-Studie

Wie geschrieben, hat Rolotec als Co-Sponsor die Studie “Wissens-Management – Lehren aus 20 Jahren Erfahrung“ unterstützt. Die Studie wurde nun publiziert und kann bei sieber&partners bestellt werden. Anbei Auszüge aus dem Management Summary:

"(...) Die Antworten der Teilnehmer dieser Studie suggerieren, dass das Motivationstief durch überhöhte Erwartungen durchschritten ist und dass diese Management-Disziplin wieder an Aktualität gewinnt. (...)

Gleichwohl ist die Thematik noch nicht breit akzeptiert: Die grössten Herausforderungen für ein aktives Wissens-Management scheinen nach wie vor die Verankerung im Geschäftsalltag und in der Organisationskultur sowie die Rechtfertigung der Aufwendungen mittels adäquater Erfolgsmessungen und daraus abgeleiteten Darstellungen des Nutzens zu sein. (...)

Insgesamt zeichnet sich ein ziemlich eindeutiges Bild des Wissens-Managements im deutschsprachigen Europa ab: Diese Management-Disziplin wird vor allem zur Effizienz- und Qualitätssteigerung eingesetzt. Eine grosse strategische Bedeutung im Sinne des ressourcenbasierten Strategieansatzes wird ihr – nach wie vor – nicht beigemessen. Die Ressourcenausstattung und die Selbständigkeit des Wissens-Managements sind eher gering. Das Wissens-Management wird vor allem von den Mitarbeitenden und den unteren Kaderstufen mitgetragen. Dank deren Engagement ist die methodische Integration auf einem guten Stand, verglichen mit der organisationalen, prozessualen und kulturellen Integration, die ausserhalb ihrer Einflussmöglichkeiten liegen.

Vielfältige Informationen über Wissensmanagement und Wissensmanagement 2.0 bietet auch das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 15:14

05.09.2008

Wie viel Wert hat das Wissen der Mitarbeitenden?

Kurzversion der Antwort: Ohne Wissen der Mitarbeitenden kann man einpacken. Punkt.

Die ausführlichere Variante: perspektive mittelstand schreibt:

"(...) Das immaterielle Vermögen, bestehend aus den Fähigkeiten der Mitarbeiter, den Strukturen des Unternehmens und den externen Beziehungen trägt massgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei, findet sich aber in keiner herkömmlichen Bilanz. Die Wissensbilanz schliesst diese Lücke."
Wissensbilanz, was auf den ersten Blick abschreckend klingen mag, ist eine so smarte wie effiziente Sache. perspektive mittelstand zeigt die Grundlagen und Möglichkeiten in der sechsteiligen Serie zum Thema Wissensmanagement und -bilanzierung auf. Bisher erschienen sind:
Im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki finden sich Erklärungen zu Begriffen wie Wissen, Wissensmanagement, Bilanzierung von Wissen oder Wissensmanagement 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 09:14

14.08.2008

IT-Trends, Suchmaschine der Zukunft und Wissen

Am Morgen noch Käse, kommen die interessanten News nun im Sekundentakt. Eine Auswahl:

Verfasst von Hans Fischer um 16:17

30.07.2008

"James" checkt Wissensmanagement nicht

PR in Ehren, aber wenn in einer Pressemitteilung "In der Versicherungswirtschaft, die ja nicht den allerbesten Ruf genießt, fehlt ein Wissensmanagement, das objektive Informationen liefert" steht und auf der so propagierten Seite mit "James ist Ihr Wissensmanagement der Versicherungsprodukte" nachgedoppelt wird, dann möchte man den Seitenverantwortlichen zurufen, doch kurz mal die Bedeutung des Begriffes Wissensmanagement nachzulesen und erst dann an die Öffentlichkeit zu treten.

Ps. Definition laut Bukowitz und Williams (1999): «Wissensmanagement ist der Prozess, durch den eine Organisation Wohlstand aus ihren intellektuellen oder wissensbasierten Ressourcen schöpft». Mit dem Wissensmanagement-Verständnis der James-Leute, hat das herzlich wenig zu tun.

Verfasst von Hans Fischer um 16:26

E-Learning in Second Life

Second Life steht nicht mehr im Web 2.0-Berichterstattungsfokus (s. frühere Beiträge). Und E-Learning wurde - fälschlicherweise (s. «Die Technik ist im Zuge der 2.0-Revolution sozial geworden») - massentauglich nie mit Web 2.0 verwoben.

do-it.online bringt unter "Game-Based Learning - Wie lernt man in Second Life und anderen virtuellen Welten?" nun eine spannende Synthese der vernachlässigten Themen:

"(...) Interessanterweise nutzen viele Non-Profit-Organisationen und Universitäten die virtuelle 3D-Welt Second Life als Plattform um Wissen zu vermitteln. Außerdem bekannte Organisationen wie die NASA, die dort per informellem Lernen Wissen über den Weltraum und ihre Arbeit verbreitet. Ansonsten ist das Bild von einer großen Schar kleiner Bildungsanbieter und Berater geprägt. Ein deutsches Leuchtturmprojekt ist die vhs-Goslar, sie hat sogar den renommierten E-Learningpreis eureleA 2008 gewonnen."
Also, wenn selbst die NASA experimentiert, ist unreflektiertes Naserümpfen nicht angebracht. Virtuelle, dreidimensionale Lernumgebungen werden sich als Standard etablieren.

Verfasst von Hans Fischer um 15:36

21.07.2008

"Der Kampf um das Wissen hat begonnen" ...

... titelt Computerwoche.de und schreibt über Grundlegendes zu Wissensmanagement:

"(...) Der demografische Wandels und der Fachkräftemangel zwingen Unternehmen Strategien zu entwickeln, wie sich das Know-how ihrer Mitarbeiter bewahren und vermitteln lässt."
Als wichtigste Trends werden genannt:
  • Techniken des Web 2.0 halten Einzug im Unternehmen.
  • Der demografische Wandel löst vermehrt Wissenstransfer-Initiativen aus.
  • Die Integration von Echtzeitkommunikation, Telefonie und Kollaboration wird Wissensarbeitsplätze nachhaltig verbessern.
  • Neue Suchtechniken erobern die Unternehmen.
  • Lebenslanges Lernen findet zunehmend dezentral in sozialen Netzen und selbstorganisiert statt.
Weiterführende Informationen finden sich im Fachartikel "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0", in der Blog-Kategorie Knowledge Management und im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 15:45

15.07.2008

Wissensmanagement-Grüsse aus Österreich

Heute haben wir eine E-Mail vom Know-Center Graz erhalten, die unseren Weblog in gefälligen Worten rühmt und bittet, die von ihnen betriebene "größte deutschsprachige Plattform zum Thema Wissensmanagement! <www.pwm.at>" in unsere Linkliste aufzunehmen.

Linkliste? Nun, wir führen keine Linkliste (Blogroll). Offensichtlich haben die Verantwortlichen unseren Weblog doch nicht so gut angeschaut. Und in der Linkliste von PWM fehlen übrigens sowohl unser Blog als auch das von uns initiierte WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki - in das die E-Mail-Absender gestern Werbung zum "Wissenstag Österreich 2008" eingetragen haben.

Wir stellen fest: Es geht um eMarketing. Egal, die PWM-Plattform ist interessant und der Wissenstag Österreich am 3. September sicherlich auch; die Links sind hier ja nun zu finden.

Verfasst von Hans Fischer um 10:37

09.07.2008

"Wissen, wo das Wissen sitzt"

... unter diesem Titel bringt die FAZ heute einen interessanten und aufschlussreichen Grundsatzartikel über Wissensmanagement und dessen absolute Notwendigkeit für die Unternehmen. Ein häufiger Stolperstein bei der Umsetzung wird wie folgt beschrieben:

"(...) Wissen ist Macht, diese Gleichung gilt im Beruf erst recht. Deshalb neigen wir dazu, es zu horten und zu hüten. (...) Denn eigentlich ist es kaum tragbar, dass ein Geschäft, ein Produkt, ein Arbeitsablauf im Zweifel von einem einzelnen Mitarbeiter abhängt. Vom Computer-Freak zum Beispiel, der sich als Einziger in die neue Software eingefuchst hat. Oder von der Sekretärin, die bewusst dosiert, in welche Zusammenhänge sie andere einweiht und welche sie für sich behält. Unverzichtbar machen sich beide, ob unfreiwillig oder berechnend. Schön für sie, schlecht fürs Unternehmen (...)".
In diesem Kontext wird klar, dass Intranet-Lösungen nicht per se Wissensmanagement-Heilsbringer sein können. Für eine erfolgreiche Einführung braucht es benutzerfreundliche Anwendungen und begleitenden Massnahmen. Der Nutzen liegt auf der Hand: Wird Wissen geteilt und steht in passender Form (= Information), an passender Stelle, zur passenden Zeit zur Verfügung, wird - im wahrsten Sinn des Wortes - kostbare Zeit gespart und qualitativ besser gearbeitet.

=> Siehe auch "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0"

Verfasst von Hans Fischer um 10:54

01.07.2008

Auch Google will Fragen beantworten

Jüngst waren Suchmaschinen ("Flash wird auffindbar von und in Suchmaschinen"), sematische Suche ("Web 2.0 ist erst der Anfang") und Suchmaschinenmarketing ("Bessere Suchmaschinen-Platzierung") Themen im Roloblog. Die Häufigkeit hat ihre Gründe: Wir leben im Informationszeitalter und da spielt das Auffinden derselben eine absolut zentrale Rolle - übrigens auch unternehmensintern (s. "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0").

Logisch, steht der Branchenprimus da nicht abseits. Die Welt hält im Artikel "Google krempelt seine Suchmaschine um" fest:

"(...) Google kehrt zurück zu seinen Wurzeln: Der US-Konzern arbeitet derzeit emsig daran, seine Suchmaschine kräftig auszubauen. Statt nach einzelnen Suchbegriffen sollen Internet-Nutzer zunehmend ganze Fragen bei Google eintippen – und eine präzise Antwort erhalten."
Dazu kommen weitere Dienstleistungen, welche das Cyberlife vereinfachen (und im Sinne von Googles Vormachtstellung) vereinheitlichen sollen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:20

17.06.2008

"Bedrohen Wikis die Macht von Managern?"

... fragt Manager Magazin Online heute. Selbstverständlich nicht. Wikis festigen die Macht von Managern. Manager Magazin Online lässt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales im Interview über Chancen und Ängste sprechen. Ein Auszug:

"(...) Sie nutzen sie für jede Art von Wissensmanagement, bei der es auf offene, flexible und schnelle Zusammenarbeit ankommt - insbesondere wenn Mitarbeiter an weit entfernten Standorten arbeiten und gute Beziehungen zueinander aufbauen müssen.

(...) Ein Wiki ist ein wunderbares Werkzeug, mit dessen Hilfe Menschen schnell zu einem einvernehmlichen Beschluss kommen. Das funktioniert sowohl beim Entwurf einer Tagesordnung für das nächste Meeting als auch bei der Frage, wie man die Kunden am besten zufriedenstellt.

(...) Wikis können bei Führungskräften Bauchschmerzen auslösen, insbesondere in Unternehmen mit einer stark hierarchisch geprägten Kultur. (...) Aber es entwickelt ein vages Unbehagen, wenn es sieht, wie Mitarbeiter Probleme unter sich lösen, statt auf die Anweisungen ihrer Vorgesetzten zu warten."

Tja, den Zeitgeist gilt es zu antizipieren. Wikis sind aber keinesfalls für alle Inhalte geeignet. Es gibt verschiendenste Anwendungen für verschiedenste Anforderungen. Allen ist gemeinsam, dass sie preiswert, anwenderfreundlich und kollaborationsfördernd sind.

Im WM 2.0-Wiki finden sich viele weiterführende Informationen und Links zur Thematik.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

27.05.2008

Wissensmanagement-Wiki wird ausgebaut

Das WM 2.0 Wissensmanagement Wiki, das vor Jahresfrist im Rahmen des Nachdiplomstudiums NDK Wissensmanagement (IKF Luzern) initiiert und gestaltet worden ist, erfreut sich mit vielen Besuchen und hervorragenden Suchmaschinenplatzierungen grosser Beliebtheit. Derzeit widmet sich eine zweite NDK-Gruppenarbeit der inhaltlichen Weiterentwicklung. Speziell am Wiki ist sicherlich die Tatsache, dass neben Wissensmanagement und Web 2.0 auch die Synthese Wissensmanagement 2.0 beschrieben wird.

Surfen Sie bei Gelegenheit vorbei und profitieren Sie von der für nachhaltigen Unternehmenserfolg so wichtigen Thematik. Zweifel?

Verfasst von Hans Fischer um 14:22

26.05.2008

Veraltete Tools im Informationszeitalter

Im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" haben wir geschrieben:

"(...) Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte?"
Obwohl anders gefragt, geben zwei aktuelle Studien eine Antwort. ZDNet.de schreibt im Artikel "Studie: Kommunikationstechnik in vielen Firmen veraltet":
"(...) "Ein Unternehmen muss heute als die Summe seiner erfolgreich gelösten Aufgaben betrachtet werden. Doch das Aufgabenmanagement wird mit Werkzeugen bewältigt, die zum Teil über 20 Jahre alt sind. Das führt zu E-Mail-Fluten, sinnlosen Konferenzmarathons und telefonischen Abstimmungsorgien, die in der Summe kontraproduktiv sind, weil sie die Projektverantwortlichen ebenso wie die Arbeitsebene von der eigentlichen Arbeit abhalten, Aufgaben zu lösen", sagt Karl-Heinz Land, Chef des IT-Dienstleisters Exsolut."
Wie mehrfach schon im Roloblog erwähnt und mit Praxisbeispielen untermauert, setzen zeitgemässe Kommunikations- und Kollaborationsmassnahmen nicht zwingend Riesenbudgets voraus. Insbesondere interaktionsfördernde, leicht zu bedienende und vor allem auch preiswerte Web 2.0-Anwendungen haben - für Unternehmen jeder Grösse - neue Möglichkeiten eröffnet.

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

22.05.2008

Reminder: Einladung an den Suchmaschinen-Gipfel

Weil es für den künftigen Unternehmenserfolg so wichtig ist, erinnern wir gerne noch einmal an den Suchmaschinen-Gipfel von nächstem Mittwoch.
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Die Kombination von unternehmensinterner Suche in strukturieren UND unstrukturierten Datenbeständen war gestern ein Blog-Thema (und ist ein künftiges Must-have). Am diesjährigen FAST forward Search Summit am 28. Mai wird diese Thematik - neben anderen Aspekten - vertieft behandelt. Die Details finden sich in der nachfolgenden Einladung (gültig für alle Interessierten):

Suchmaschinen beschränken sich nicht auf die Anwendung im Internet. Auch im Unternehmenseinsatz bieten sie enormes Potenzial. Dies, wenn sie optimal auf die Unternehmenskultur und IT-Infrastruktur abgestimmt sind. Über Möglichkeiten, Bedingungen und Visionäres informiert der FAST forward Summit am 28. Mai im Hilton Zürich Airport Hotel. Zweiter Themenschwerpunkt ist die User Revolution – oder etwas griffiger ausgedrückt: das augenscheinlich veränderte Verhalten der User und die damit verbundenen Konsequenzen für Unternehmen. Führende Experten fesseln mit spannenden Referaten und stehen für Diskussionen oder Einzelgespräche zur Verfügung.

Gerne laden wir Sie nach Zürich ein. Bitte bestätigen Sie mit einer kurzen Rückmeldung per E-Mail an uns oder direkt im Anmeldeforumular bei unseren Partner Fast Search & Transfer.

Verfasst von Hans Fischer um 14:17

19.05.2008

Wie profitiert Marketing von Wissensmanagement?

Wenn wir die Begriffe Marketing zu "alle marktgerechten und marktgerichteten Aktivitäten eines Unternehmens" und Wissensmanagement zu "alle auf die Wissensbasis eines Unternehmens Einfluss nehmenden Aktivitäten" extrem komprimieren, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Zusammenspiel dieser beiden so erfolgsentscheidenden Bereiche.

Stan Garfield ist dieser Frage in seinem Weekly Knowledge Management blog nachgegangen und kam zu folgenden (gekürzten Schlüssen):

Using Web 2.0 technologies often associated with knowledge management, corporate marketing can better engage with both employees and customers. Here are ten ways to do so:

1. Threaded discussions: forums for carrying on discussions among subscribers on a specific subject, including online and email posts and replies, searchable archives, and discussions grouped by threads to show the complete history on each topic

2. Social software: a range of tools which facilitate social networking, typically personal web pages including bios, photos, interests, audio and video, links to friends, messages from friends, and personal networks; often referred to as Web 2.0 to include a broad range of tools such as blogs, wikis, and RSS feeds

3. Bookmarks and tags: information about information – data fields added to documents, web sites, files, or lists which allow related items to be listed, searched for, navigated to, syndicated, and collected

4. Community spaces: Collaboration sites to share files, hold meetings, conduct polls, and maintain lists

5. Portals: Unified user access interfaces and repositories of documents and information

6. Wikis: Web pages which can be edited by any user for interactive content development by multiple people

7. Webcasts and webinars: Web-based broadcasts of video, audio, and slides; allow questions to be entered anonymously

8. Blogs: Web logs to post news updates, solicit comments, and take advantage of RSS syndication capability

9. Podcasts: Recorded broadcasts available on demand or by subscription for those who prefer audio, like to listen while performing other tasks, or who are not usually connected to the network and subscribe for automatic downloads of the broadcasts through RSS syndication

10. Videos: Recorded videos available on demand for those who prefer video, when there is important visual content, or for special occasions

Die Ausführungen zu den internen und externen Aspekten aller Punkte finden sich im Originalbeitrag "What can knowledge management processes and tools do for corporate marketing?".

Verfasst von Hans Fischer um 10:57

16.05.2008

Einladung an den Suchmaschinen-Gipfel

Die Kombination von unternehmensinterner Suche in strukturieren UND unstrukturierten Datenbeständen war gestern ein Blog-Thema (und ist ein künftiges Must-have). Am diesjährigen FAST forward Search Summit am 28. Mai wird diese Thematik - neben anderen Aspekten - vertieft behandelt. Die Details finden sich in der nachfolgenden Einladung (gültig für alle Interessierten):

Suchmaschinen beschränken sich nicht auf die Anwendung im Internet. Auch im Unternehmenseinsatz bieten sie enormes Potenzial. Dies, wenn sie optimal auf die Unternehmenskultur und IT-Infrastruktur abgestimmt sind. Über Möglichkeiten, Bedingungen und Visionäres informiert der FAST forward Summit am 28. Mai im Hilton Zürich Airport Hotel. Zweiter Themenschwerpunkt ist die User Revolution – oder etwas griffiger ausgedrückt: das augenscheinlich veränderte Verhalten der User und die damit verbundenen Konsequenzen für Unternehmen. Führende Experten fesseln mit spannenden Referaten und stehen für Diskussionen oder Einzelgespräche zur Verfügung.

Gerne laden wir Sie nach Zürich ein. Bitte bestätigen Sie mit einer kurzen Rückmeldung per E-Mail an uns oder direkt im Anmeldeforumular bei unseren Partner Fast Search & Transfer.

Verfasst von Hans Fischer um 11:10

15.05.2008

Finden in strukturierten und unstrukturierten Inhalten

Suchmaschinen für den Unternehmenseinsatz (Enterprise Search) gibt es einige. Über die grundätzliche Notwendigkeit (wir leben im Informationszeitalter!) haben wir im Blog oder auch im Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart" geschrieben.

Wirklich effizient sind Suchmaschinen im Unternehmenseinsatz, wenn strukturierte Daten (z.B. XML, Datenbanken) und unstrukturierte Daten (z.B. Word-Dokumente, E-Mail-Texte) gefunden und dargestellt werden können. So könnte eine Anfrage zum Beispiel auf einem Data Warehouse basieren und dann mittels vertiefter Recherche in der unternehmenseigenen Dokumentenablage, E-Mails oder ausgesuchten Internet-Seiten fortgesetzt werden. Die Resultate werden zweifelsohne gehaltvoller. Ausserdem geht das in Dokumenten kodifizierte Wissen von Mitarbeitern nicht verloren. Hand aufs Herz: Ohne entsprechende Suchmaschinenfunktion - oder äusserst diszipliniertes Content Management - werden die meisten Unternehmensarchive sonst sehr schnell zur Terra incognita.

Ps. Zum Thema noch der Hinweis auf die aktuelle Studie "Nur wenige Unternehmen dokumentieren ihr vorhandenes Wissen und verspielen damit viele Chancen" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.

Verfasst von Hans Fischer um 14:58

02.05.2008

Gutenberg, Berners-Lee, Denkpause und die Suche

Im Newsreader hat sich über Auffahrt wortwörtlich Wissenswertes angesammelt. Ein (selten genug) lesenswerter Artikel über den Internet-Erfinder Tim Berners-Lee in der Rhein-Zeitung ("Web 2.0 ist ein alter Hut") beginnt mit folgenden Worten:

"Mit der Druckpresse des Johannes Gutenberg konnte man vor 550 Jahren erstmals Wissen schnell kopieren. Mit dem World Wide Web (WWW) des Tim Berners-Lee kann man es so einfach mit­ein­ander ver­knüp­fen, dass jeder daraus schlau werden kann. Kein Wunder also, dass der Brite Berners-Lee gele­gent­lich mit dem Mainzer ver­gli­chen wird, auch wenn sich sein Netz erst seit 15 Jahren rund um den Globus spinnt."
Die von Gutenberg und Berners-Lee so stark beeinflusste Wissensarbeit stösst aber an Grenzen. Pressetext schreibt dazu im Artikel "Denk-Pause für Wissensarbeiter":
"(...) Wissensarbeiter sind heute mit allen Methoden und elektronischen Werkzeugen ausgestattet um für andere in einer möglichst geringen Zeitspanne einen hohen Nutzen zu erbringen. Eingebettet in Meeting-Strukturen, zugeschüttet mit E-Mails und festgenagelt in fix programmierten Workflow-Prozessen laufen wir in Organisationen Gefahr intelligente Menschen zu überzüchteten "Wissensfließbandarbeitern" zu degradieren."
Und damit Wissensarbeiter ("Mitarbeiter, der mit Informationen, Ideen und Fachkenntnissen arbeitet", onpulson.de) arbeiten - effizient sein können, werden die Ansprüche an eine bestimmte Anwendung immer grösser: Die innerbetriebliche Suchmaschine. KM World schreibt dazu in "Whither Enterprise Search?":
"(...) Sue Feldman from IDC conducted a study called "The Hidden Costs of Information Work" This study revealed that knowledge workers spent the bulk of their time searching for, analyzing and assembling information. This process is incredibly inefficient. Workers must locate information in disparate systems, analyze it using various application interfaces and then compile the relevant and related pieces."
Moderne Suchsoftware verhindert solche Infeffizienz, kann mit strukturierten und unstrukturierten Daten umgehen, diese sinnvoll aggregieren, Muster erkennen und Beziehungen visualisieren. Zu viel Information auf ein Mal? Gerne zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten konkret und unverbindlich.

Verfasst von Hans Fischer um 10:12

29.04.2008

"a digital lifestyle - leben und arbeiten mit social software"

... heisst das von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg publizierte Buch, das in der Online-Version kostenlos zur Verfügung steht. Wie dem Inhaltsverzeichnis entnommen werden kann, bietet das Buch neben Lifestyle-Aspekten auch Themen wie "social software im wissensmanagement 2.0" oder "wikis - die wissensmanagement-lösung".

Weiterführende Information zur Thematik findet sich im Roloblog und im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 10:20

28.04.2008

Was kommt nach den heutigen Suchmaschinen?

... oder in den Worten von TechCrunch: "Is Keyword Search About To Hit Its Breaking Point?" Eine absolut zentrale Frage. Denn, obwohl es nicht ständig geschrieben wird, funktionieren Web 2.0, Wissensmanagement, Wissensmanagement 2.0, das Internet und immer mehr Intranets nur, wenn eine fallweise passende Suchmaschine zur Verfügung steht. Welche Nachhaltigkeit haben Grafiken, Abhandlungen, Analysen, Aktennotizen oder CRM-Bemerkungen, wenn sie nicht mehr gefunden werden? Keine. Eine gute Suchmaschine verhindert diese - in Arbeitsstunden gemessen - unendlich teuren Verluste.

In besagtem Artikel wird der Fakt beschrieben, dass die auf der Eingabe von Schlüsselwörtern basierenden Suchmaschinen wie Google der stetig wachsenden Datenmenge und auch den gestiegenen Anforderungen der Suchenden kaum mehr gerecht werden können. Keyword-Search generiere Heuhaufen und nicht die eigentlich benötigten Nadeln darin als Resultate, schreiben die Autoren.

Pauschal gilt diese Aussage sicherlich nicht. Als Enterprise Search-Spezialist wissen wir um die unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmensbereich. Während eine "normale" Indexsuche in einem Fall optimal sein kann, braucht es anderenorts semantische Funktionalität, die Aggregation von strukturierten und unstrukturierten Daten oder die enge Verknüpfungen mit Business Intelligence-Anwendungen.

Wie die Keyword basierte Suche abgelöst werden könnte, zeigt nachfolgende Grafik:

keyword-search-slide.png
(Bildquelle: TechCrunch)

Wer meint, der aktuelle Marktführer schaue der Entwicklung tatenlos zu, irrt sich natürlich. Passend zum Thema der heutige Beitrag "Google’s Vision of the Future of Image Search" vom Search Engine Journal.

Verfasst von Hans Fischer um 10:40

24.04.2008

Wikis in Unternehmen

Dass Wikis in Unternehmen wertvolle Dienste leisten können, haben wir vor zwei Jahren schon geschrieben ("Social Software im Untenrehmen"), seither immer mal wieder in Erinnerung gerufen (z.B. "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt") und selbstverständlich auch selber angewendet - in Intranet und Internet ("WM 2.0-Wissensmanagement Wiki").

Echo Online bringt im Artikel "Teamleistung zählt mehr als persönliche Erfolge" Erfahrungsberichte deutscher Unternehmen mit ein und endet mit der Idealvorstellung:

"(..) Während der Informationsaustausch entlang der Hierarchien oft langsam und fehleranfällig ist, kann ein Unternehmens-Wiki direkt in den Arbeitsablauf der Mitarbeiter integriert werden. Im Idealfall verbessert jeder einzelne permanent sowohl die Struktur, als auch die Inhalte der Informationsplattform."

Verfasst von Hans Fischer um 10:22

21.04.2008

Collaboration, E-Learning und Portale

"Collaboration und E-Learning setzen sich durch", titelt CIO und schreibt:

"(...) Durch den Einsatz von Collaboration, E-Learning und Portalen können Unternehmen eine Reihe von Zielen erreichen: Sie sparen Reisezeit und -kosten und ermöglichen ein räumlich und zeitlich unabhängiges Arbeiten. Zudem treffen so Menschen aufeinander, die sonst nur schwer zusammenzubringen wären. Die neuen Formen der Zusammenarbeit können außerdem inhaltlich und funktional auf individuelle Anforderungen eines Mitarbeiters oder Teams zugeschnitten werden."
Kommen natürlich viele weitere Aspekte des Wissensmanagements - resp. Wissensmanagements 2.0 - dazu, wie wir sie u.a. in der entsprechenden Blogkategorie regelmässig beleuchten.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:57

14.04.2008

"Näher beim Kunden mit Web 2.0"

... titelt InfoWeekOnline und schreibt über das Grundsätzliche:

"(...) Dass es sich bei Web 2.0 nicht nur um einen PR-lastigen Hype wie um Second Life handelt, unterstreicht auch Gartner in einer aktuellen Studie: Die Analysten bewerten Web-2.0-Technologien in ihrem «Hype Cycle 2007» als Top-IT-Thema der nächsten Jahre."
Es folgt die - in diesem Blog oder im WM 2.0-Wiki schon oft gemachte - Verknüpfung von Web 2.0 und Wissensmanagement (zu Wissensmanagement 2.0):
"(...) Unternehmen stehen kontinuierlich vor der Aufgabe, Informationen und vor allem Wissen besser zu vernetzen. Vorausschauende Unternehmen wollen darüber hinaus das Wissen ihrer Mitarbeiter langfristig erhalten. (...) Bislang schlummert solches Know-how in Köpfen, Ablagen, Meeting-Protokollen und E-Mail-Archiven der Experten jeweiliger Abteilungen. Das Wissen ist streng hierarchisch und an Personen gebunden abgelegt. Der direkte Zugriff für andere ist nicht möglich. Der Einzelne hat die Wissenshoheit. Wer dieses Wissen braucht, muss zum Telefonhörer greifen oder eine E-Mail schreiben – sofern er überhaupt weiss, wer über das Wissen im Unternehmen verfügt. Einen Ausweg versprechen Web-2.0-Technologien und webbasierte soziale Netzwerke."
Und für die Skeptiker noch folgende Passage:
"(...) Wie hätte man wohl vor zehn Jahren auf folgende Wette reagiert? «Ich wette, dass in den nächsten zehn Jahren eine lose Web-Community die gesamte Encyclopaedia Britannica (und noch mehr) quasi ohne Budget und ohne zentrale Erfolgskontrolle im Web mittels einer recht simplen Technologie abbilden und kontinuierlich weiterentwickeln wird.» Das Beispiel Wikipedia veranschaulicht die Kraft der Veränderung, die darin liegt, Nutzermassen in Entwicklungsprozesse zu involvieren und diese so durch Nutzer lenken zu lassen. Diese Kraft wird in vielen Bereichen Auswirkungen haben."

Verfasst von Hans Fischer um 09:02

11.04.2008

Nachtrag zum ECM forum 2008

... wie versprochen: Neben interessanten Lösungspräsentationen, verteilt über den ganzen Tag, boten insbesondere die beiden Panels am Nachmittag Substanz. Das deutschsprachige Panel "WM Studie deutschsprachiges Europa 2008" basierte auf Zwischenergebnissen der (von Rolotec unterstützten) Online-Umfrage, die noch bis am 25. April läuft. Die Essenz: 55 Prozent der Befragten betreiben aktiv Wissensmanagement, 15 Prozent planen entsprechende Massnahmen und 35 Prozent haben nichts in Planung. Als wichtigste Anforderung gilt der notwendige kulturelle Wandel in den Unternehmen oder Organisationen. So brauche es die Unterstützung von den Führungsspitzen genauso, wie die grundlegende Bereitschaft der Belegschaft, Wissen zu teilen. Peter Dahinden von KPMG Ltd. brachte in die Diskussion ein, dass eine neue Generation an Mitarbeitenden in die Berufswelt einsteige, die mit Web 2.0-Anwendungen sehr vertraut und in ständigem Kontakt mit ihrem social network sei. Die grundsätzliche Bereitschaft, Wissen zu teilen, sei diesbezüglich sicherlich nicht (mehr) das Problem - dafür rückten nun Sicherheitsprobleme und Regulationsfragen in den Vordergrund.

Das zweite Panel widmete sich internationalen Trends. Zentrales Themen neben Unternehmenskultur war u.a. die Messbarkeit von Wissensmanagementmassnahmen. Während Yvonne Ackermann von Ernst & Young meinte, grössere Investitionen in diesen Bereich würden wenig Sinn machen, hielt Dr. Geoff Turner von der European University Cyprus entgegen, dass unbedingt und zwingend in Bewertungsmöglichkeiten investiert werden müsse: "Wenn Wissensmanagement als strategische Anforderung definiert wird, muss auch eine Bewertung stattfinden." Das wäre sonst wie ein Mensch, der einen Marsch beschliesse, während des Laufens aber nicht feststellen könne, in welche Richtung er ginge, hielt Turner fest. Dr. Ashof Jashapara von der Royal Halloway University of London bezeichnete Balanced Scorecards als mögliches Mittel im sehr schwierigen Bereich. Jashapare erklärte zudem die Visualisierung von Wissen, respektive von aggregierter Information als wichtigen Zukunftstrend.

Verfasst von Hans Fischer um 10:53

09.04.2008

ECM forum 2008

Morgen besuchen wir das ECM forum 2008 im Kongresshaus Zürich. Das Programm wartet u.a. mit zwei wohl klingend angekündigten Panel-Gesprächen mit Wissensmanagement-Fokus auf. Mehr - wenn's denn wirklich so wohl klingt, wie angekündigt - am Freitag.

Apropos: Die Definition von ECM lautet gemäss Wikipedia:

"Enterprise-Content-Management (ECM) umfasst die Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen im Unternehmen."

Verfasst von Hans Fischer um 17:50

26.03.2008

Zwischenstand Wissensmanagement-Studie

Rolotec und das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki unterstützen bekanntlich die Online-Umfrage zu Wissensmanagement von iKnowledge und sieber&partners.

Von 599 Personen, welche die Startseite der Studie bisher besuchten, haben 122 alle der tw. anspruchsvollen Fragen beantwortet. Das ist ein sehr erfreulicher Wert.

Die Umfrage läuft noch bis am 27. April und richtet sich vorab an eine Zielgruppe, die sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat.

Verfasst von Hans Fischer um 10:55

18.03.2008

Tipps: Top Tools von Top Cracks

Im Newsletter E-Learning des Learning Center IWI-HSG (Universität St. Gallen) wird auf die Liste " Top 10 Tools for Learning Spring 2008" aufmerksam gemacht.

Die Aufstellung hat aber keinesfalls nur mit E-Learning zu tun. Die empfohlenen Tools der 128 internationalen Experten sind vielmehr eine wunderbare Inspirationsquelle für Web 2.0, E-Learning, Wissensmanagement & Co.

Viele der empfohlenen Anwendungen sind kostenlos.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34

11.03.2008

Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0

Was ist Wissensmanagement, wie wird es durch Web 2.0 wiederbelebt und wie wirkt sich das Ganze in naher Zukunft auf unsere Gesellschaft aus? Nachfolgend einige Antworten:
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Web 2.0 ist Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels. Eine Entwicklung, die der Wissensgesellschaft neue Bedeutung und Aufgaben gibt. Werden sie nicht umgesetzt, scheitern Personen und Organisationen. Das zeigt eine Reise von den Anfängen bis hin zur total vernetzten Wissensgesellschaft.

Grundsätzliche Zweifel an Wissensmanagement sind nicht angebracht. Management-Visionär Peter F. Drucker brachte die Notwendigkeit im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar. (…) Nur wer über Informationen verfügt, kann sein Wissen einsetzen». Oder mit den Worten des englischen Philosophen Lord Francis Bacon (1561-1626) ausgedrückt: «Wissen ist Macht».

Boden, Arbeit, Kapital und Wissen

Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte? Obwohl Antwort und Analogie zur Gegenwart auf der Hand liegen, schenken viele Unternehmensverantwortlichen der Information – und dem darauf basierenden Wissen – nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Zweifelsohne verschenken sie dadurch einen Teil des möglichen Erfolges oder verbauen sich eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft ganz. Mit den Worten von Sokrates verdeutlicht: «Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser.»

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Über die Frage, was denn Wissen genau ist und ob man Solcherlei überhaupt managen kann, sollte man sich aus Unternehmerperspektive nicht allzu lange aufhalten. Die vermeintlich einfachen Fragen sind philosophischer Natur und werden in entsprechenden Kreisen auch mit Verve diskutiert. Kurz: Eine schlüssige Definition für Wissen gibt es nicht. Es steht aber fest, dass Daten die Grundlage für Informationen sind und diese wiederum die Grundlage für Wissen.

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Wissen ist nicht definiert, Wissensmanagement aber schon: Eine etablierte Version von Bukowitz und Williams (1999) lautet: «Wissensmanagement ist der Prozess, durch den eine Organisation Wohlstand aus ihren intellektuellen oder wissensbasierten Ressourcen schöpft». Da Wissen immer Kopfsache ist, stehen die Angestellten im Zentrum aller entsprechenden Anstrengungen. Vereinfacht gesagt, geht es vorrangig um die Förderung von Kommunikation und Interaktion mit Zielsetzungen wie Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewahrung und Wissensbewertung. Oder noch anders: Vorhandene Informationen werden so aufbereitet, dass sie den Mitarbeitenden im richtigen Moment in passender Form zur Verfügung stehen.

Mehrwert von Wissensmanagement

Für Unternehmensverantwortliche steht naturgemäss die Frage nach dem betrieblichen Mehrwert an oberster Stelle. Wissensmanagement-Spezialist Klaus North von der Fachhochschule Wiesbaden hat auf der Webseite «Modellprojekt zur Erprobung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen» den konkreten Nutzen von Wissensmanagement aus verschiedenen Perspektiven aufgelistet.

  • Prozessperspektive: Prozessbeschleunigung, Vermeidung von Redundanzen, Steigerung Prozesstransparenz, Re-Use von internem Wissen, Reduzierung von Fehlern, Zeitersparnis bei Routinearbeiten
  • Mitarbeiterperspektive: Motivationssteigerung, Verbessertes Teamwork, kürzere Einarbeitungszeiten, Kompetenzentwicklung, Steigerung persönlicher Marktwert, Erweiterung persönliche Wissensbasis
  • Kundenperspektive: Kürzere Reaktionszeiten, Qualitätssteigerungen (Produkte & Service), verbesserte Kommunikation, Steigerung Kundenzufriedenheit, Steigerung Kundenbindung, gesteigerte Informationstransparenz, Innovationsperspektive, Generierung neuer Geschäftsfelder, Angebot neuer Produkte/DL, Anwendung neuer Technologien, Trendforschung
  • Finanzperspektive: Steigende Umsätze, bessere Einschätzung von Risikofaktoren, höherer Marktanteil, sinkende Verwaltungskosten
Aus Mitarbeitersicht fehlt ein wichtiger Punkt: Betriebliches Wissensmanagement reduziert den sogenannten «Brain Drain». Fluktuationen erodieren die Wissensbasis eines Unternehmens. Geeignete Wissensmanagement-Massnahmen können diese – zumindest zeitweilige – Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit mildern. So oder so braucht es wenig Fantasie, um zu erkennen, dass für beinahe jede Unternehmensform potenzieller Nutzen vorhanden ist.

Dass Wissensmanagement positive Effekte auf Produktivität, Effizienz, Einnahmen und Kosten haben kann, ist seit längerer Zeit bekannt. Die erste grosse, softwareunterstützte Wissensmanagement-Welle ist trotzdem fundamental gescheitert; und das, obwohl enorme Summen in Datenbankanwendungen investiert wurden. Warum der Misserfolg? Profilangaben von sich oder spezifisches Prozesswissen in eine Datenbank einzugeben, widerspricht vielen Mitarbeitenden ganz grundsätzlich: Aus den Profilangaben könnten nämlich Schwächen herausgelesen werden und durch Bekanntgabe von spezifischem Wissen macht man sich zweifelsohne leichter ersetzbar. Wenn zu diesen fundamentalen Bedenken noch die Tatsache dazukommt, dass die Applikationen mühsam zu bedienen sind, wäre alles andere als ein Scheitern der Wissensmanagement-Initiativen eine Überraschung.

Warum soll nun aber funktionieren, was früher gescheitert ist? Warum sollen die Angestellten nun plötzlich gerne und freiwillige Wissen mit den Kolleginnen und Kollegen teilen oder persönliche Daten von sich abspeichern? Das Zauberwort heisst «Web 2.0».

Web 2.0 fördert die soziale Interaktion

Eines vorweg: Web 2.0 ist keinesfalls bloss Schlagwort und die viel beschworene Blase wird lediglich (wieder) im Kapitalbereich platzen. Wenn alle renommierten Beratungsunternehmen einhelliger Meinung sind, dürfte die Wichtigkeit einer Entwicklung bewiesen sein. Und wenn diese Entwicklung sowohl den Technologiebereich als auch die Gesellschaft - und damit das Kundenverhalten – beeinflusst, sollten Unternehmensverantwortlichen hinhören, adaptieren und profitieren. Der Begriff selber beschreibt laut dem Namensgeber Tim O’Reilly eine Haltung, einen qualitativen Wandel des Internets. Andréa Belliger, Co-Leiterin des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, konkretisiert: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet. Das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell wird aufgebrochen. Die vollständige Kontrolle der Unternehmenskommunikation hat als Zielsetzung ausgedient. Es geht nun vielmehr um Kooperations- und Kritikfähigkeit. User-Diskussionen über Produkte und Unternehmen lassen sich kaum mehr verhindern. Die Unternehmenskommunikation ist gefordert, die Diskussionen zu beobachten und wenn immer möglich positiv zu beeinflussen. Letzteres in transparenter Weise. Falschinformationen oder getarntes Mitdiskutieren von Unternehmensangestellten sorgen nach dem Auffliegen für in Windeseile ausgebreitetes Negativfeedback im sozialisierten Internet.

«Andere arbeiten lassen»

Diese Sozialisierung bietet aber viele Chancen. Denn bei Web 2.0 geht es auch um das «Aal-Prinzip» («Andere arbeiten lassen»). Ein Klassiker: Der Siegeszug von Amazon beruht unter anderem auf der Tatsache, dass die durch Kunden verfassten Buchbesprechungen einen enormen Mehrwert gegenüber Mitbewerbern darstellen. Ausgenutzt wird bei diesem und vielen anderen E-Business-Beispielen die Schwarmintelligenz. Marktvorsprung hat, wer das Wissen der Belegschaft, der Kunden und der Partnern zu Nutzen lernt. Wird dieses Wissen intensiv ausgetauscht, analysiert und angewendet, werden unter anderem Produkte verbessert, Markttests verkürzt, Streuverluste bei Werbung und Kommunikation verringert, Motivation erhöht und neue Ideen kreiert. Klassische Web 2.0-Unternehmen wie Threadless gehen soweit, dass sie die bestehenden und potenziellen Kunden in den Produktionsprozess einbeziehen. Konkret: Erst wenn ein T-Shirt-Motiv genügend User-Resonanz erzielt, geht es in die Produktion. «Social Commerce» in Reinkultur.

Communities als selbst organisierende Netzwerke

«Social» ist denn auch ein Web 2.0-Schlüsselbegriff. User vernetzen sich in «Social Networks», publizieren «Social Bookmarks» und generieren Inhalte dank «Social Software». Jede Interaktion, jeder neue Eintrag, jeder neue Inhalt stärkt die Netzwerke oder Communities. David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern verdeutlicht: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um ‚Hubs’ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen. Kriegers Aussage wird von Tim O’Reilly gestützt. In seinem berühmten Artikel «What Is Web 2.0?» hat er neben anderen Punkten als Kernkompetenzen von Unternehmen die Nutzung kollektiver Intelligenz und Errechen des «Long Tail» mittels Bildung von Communities festgehalten.

Finanzunternehmen adaptieren Web 2.0

Wenig Berührungsangst vor Web 2.0 zu Gunsten der Unternehmensmaximierung haben unter anderem Finanzunternehmen. Die deutsche Bank Dresdner Kleinwort setzt seit einigen Jahren schon Wikis und Weblogs ein. Während Wikis laut watersonline.com vor allem von der IT-, Compliance- und der Trading-Abteilung genutzt werden, tauschen sich Analysten, Händler und ausgesuchte Kunden auf über 120 verschiedenen Intranet-Weblogs aus. Selbstredend, dass mit jedem Beitrag und jedem Kommentar wertvolles Wissensmanagement betrieben wird.

Dem stellvertretend genannten Beispiel werden viele folgen, ist Andréa Belliger überzeugt: «Web 2.0 verändert Arbeitsprozesse, Unternehmensstrukturen und Kommunikationsverhalten.» Warum gibt sich die Kommunikationsforscherin so sicher? Warum schreiben so viele Bankangestellte in Wikis oder Weblogs? Warum bestehen die Hemmungen der Preisgabe von persönlichem Wissen nicht mehr? Im Grunde genommen, ist es eine Frage der Motivation und des gesellschaftlichen Wandels. Als Beispiel sei die realativ simple Web 2.0-Anwendung «Social Bookmarking» genannt: Hunderte, wenn nicht Tausende Favoriten oder Bookmarks waren bisher in den Browsern der Angestellten gespeichert. Darunter immer auch solche, die genau den Informationsbedürfnissen einer Kollegin oder eines Kollegen entsprochen hätten – wenn denn danach gefragt worden wäre. Dank Web 2.0 ist das nun anders: Favoriten lassen sich einfach speichern, mit Stichworten («Tags») etikettieren und für bestimmte Zielgruppen frei geben. Wenn nur ein Bruchteil der Belegschaft mitmacht, entsteht mit der Zeit ein Universum an qualifizierten, etikettierten Bookmarks – und damit klarer Mehrwert für das Unternehmen durch Förderung und Nutzung kollektiver Intelligenz.

Kleine Investitionen mit grossem Mehrwert

Beim genannten Beispiel müssen die Mitarbeitenden noch nicht einmal Texte verfassen. Dank Tools wie Weblogs oder Wikis ist aber auch das kein Hinderungsgrund für erfolgreiches Aggregieren von Informationen mehr. Insbesondere Weblogs, vor Jahrzehnten schon als Instrument zum Hinweis auf interessante Presseartikel erfunden, haben eine richtiggehende Schreibmanie ausgelöst. Im Unternehmen können Blogs verschiedenen Zielen dienen. Weblogs für externe Kommunikation bieten Mehrwert in den Bereichen Suchmaschinen-Marketing, Image und Branding, Produktinformation, Krisenkommunikation und Kundenbindung. Belebende Wirkung zeigen Weblogs im Bereich der internen Kommunikation. Dank attraktiver Aufmachung und Interaktionsmöglichkeit mittels Kommentarfunktion werden hierarchieübergreifende Diskussionen, Motivation und Innovationsprozesse gefördert. Im Gegensatz zu Foren oder auch zu Wikis bleibt bei Weblogs die publizistische Hierarchie unangetastet. Es gibt klar festgelegte Autoren, die sich in Layout und Gewichtung von den Lesern respektive den Kommentatoren abgrenzen. Der Wissenstransfer ist einfach im Handling und vor allem verschwinden die Informationen nicht in diversen E-Mail-Boxen. Sie sind vielmehr zentral in den Weblogs festgehalten und damit auch gleich archiviert. Ähnlich verhält es sich mit Projekt-Weblogs. Statt an alle tangierten Personen E-Mails Informationen zu senden, lesen die Berechtigten die Unterlagen im spezifischen Projekt-Weblog und schreiben ihre Kommentare direkt zu den Beiträgen. Auch nach Abschluss des Projektes kann die gesammelte Information mittels integrierter Suchfunktion abgefragt werden. Weblogs bieten eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten. Echter Mehrwert entsteht aber nur, wenn sie mit den Marketingstrategien der Unternehmen korrespondieren, die Inhaltsverantwortlichen entsprechende Fähigkeiten mitbringen und die Integration technisch optimiert ist.

Gleich verhält es sich mit Wikis. Die thematisch strukturierte und stark vernetzte Darstellung von Informationen ist äusserst effizient. Im Gegensatz zu Weblogs müssen sich die Mitarbeitenden für die inhaltliche Bearbeitung aber mit der spezifischen Syntax vertraut machen. Bei der Lancierung von Wikis ist ausserdem zu beachten, dass die Struktur sorgfältig geplant wird. Wenn nicht, wird die Navigation innerhalb des Wikis zu umständlich. Gut gemachte Wikis sind aber hervorragende und extrem preiswerte Wissensmanagement-Instrumente.

WM_Kreislauf.jpg

Knowledge Worker haben andere Bedürfnisse

Neben dem Einsatz der passenden Tools ist die Rücksichtnahme auf die veränderten Eigenschaften der Angestellten für den Erfolg entscheidend. Laut David J. Krieger zeichnen sich die Knowledge Workers, Angestellte die für ihre Leistungserbringung vorab auf Wissen basieren, durch folgende Eigenschaften aus: «Sie identifizieren sich primär mit ihrem Beruf und nicht mit ihrem Arbeitgeber. Sie sind mobil und wechseln häufig die Stelle. Ihre Hauptmotivation ist Stolz in Bezug auf ihre eigenen Leistungen. Sie reagieren sensibler auf Anerkennung durch Peers als durch das Management. Sie haben eigene Meinungen und starke Persönlichkeiten und werden lieber ‚pulled’ als ‚pushed’. Sie kontrollieren und benchmarken sich selbst durch informelles Networking mit Peers innerhalb und ausserhalb der eigenen Firma.» In diesem Zusammenhang wichtig ist auch die Unterstützung von Wissensmanagement durch E-Learning. Knowledge Workers wollen und müssen sich laufend weiterbilden. Im Gegensatz zu klassischen Schulungen im Präsenzunterricht erlaubt E-Learning inhaltlich und zeitlich individuelles Lernen. Als Nebeneffekt können die Fähigkeitsprofile der Angestellten laufend adjustiert werden.

Mensch und Maschine verschmelzen

Wird die Menschheit durch das wachsende Neben- und Miteinander von Web 2.0, Wissensmanagement und E-Learning als Ganzes intelligenter? Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften. Und die nahe Zukunft? Der Kommunikationsforscher erklärt: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein ‚Leben’ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Hans Fischer, März 2008

Websites

Verfasst von Hans Fischer um 10:11 | Kommentare (1)

06.03.2008

Was macht Wissensmanagement erfolgreich?

Sehr kompakt beantwortet der Weekly Knowledge Management blog by Stan Garfield diese Frage:

  • Focus on the people, bring them together, get them comfortable with each other and match behaviors

  • Create opportunities for collaboration on activities that deliver value and make their jobs easier

  • Show how the knowledge management activities align with business priorities and generate benefits

  • Build an identity around your knowledge program to get people to feel part of it

  • Communicate widely and often, especially success stories

  • Develop Knowledge Platforms and capabilities in background (Networks, Behaviors, Processes, Tools and Infrastructure)

  • Find senior sponsors and lead facilitators who can transfer ownership and build a self-supporting network

  • Introduce fun and social aspects to your teams
Im Beitrag "What Good KM Looks Like, Why KM, Midwest KM Community Meeting, Here Comes Everybody" sind weitere interessante Aspekte zu finden; zum Beispiel bezüglich Fokus auf Menschen und Verhalten.

Viele der erwähnten Aspekte sind ausserdem in der Roloblog-Kategorie "Knowledge Management" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:00

21.02.2008

Online-Umfrage zu Wissensmanagement

Rolotec unterstützt als Co-Sponsor die heute mit einer Online-Umfrage gestartete Studie “Wissens-Management – Lehren aus 20 Jahren Erfahrung“. Die Urheber der Studie, iKnowledge und sieber&partners, schreiben dazu:

"(...) Wissen ist eine zentrale Ressource zur Sicherung der Wettbewerbsposition. Die Bedeutung dieser Ressource ist längst erkannt – das richtige Management und der Nutzen daraus ist jedoch nach wie vor Gegenstand intensiver Diskussionen. Gute Gründe herauszufinden, wie und mit welchem Erfolg Organisationen heute Wissens-Management-Massnahmen einsetzen."
Die Online-Umfrage dauert rund 25 Minuten und richtet sich vorab an eine Zielgruppe, die sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat.

Verfasst von Hans Fischer um 08:20

20.02.2008

Die neuesten Web 2.0- und Search-Trends

Heute endet die FASTForward '08, die mutmasslich grösste Konferenz zur Thematik "Search-Driven Innovation". Die wichtigsten Aussagen der teilweise höchst interessanten Referenten sind im FASTForward Blog festgehalten. Von einigen stehen auch Video-Aufnahmen zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:11

18.02.2008

"Acht Trends für eine bessere IT"

... titelt Manager Magazin Online und verweist damit auf eine McKinsey-Studie, die acht Technologie basierte Trends mit Mehrwert für Unternehmen beschreibt. Es sind dies:

1. Innovationsprozesse aufteilen
2. Konsumenten werden zu Innovatoren
3. Talente von aussen holen
4. Mehrwert durch Interaktion
5. Mehr Prozessautomatisierung
6. Produktion und Lieferprozesse trennen
7. Informationen intelligent einsetzen
8. Bessere Geschäfte machen

Bei einigen Trends verraten es bereits die Titel, bei anderen die Erklärung im Artikel "Acht Trends für eine bessere IT": Zentrale Bestandteile der McKinsey-Fesstellungen sind Wissensmanagement und Web 2.0, respektive Wissensmanagement 2.0.

Weiterführende Informationen geben das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki, die Blogkategorien Wissensmanagement oder Web 2.0 und unsere Fachleute.

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

13.02.2008

E-Learning 2.0 fördert den Wissenstransfer

Für die aktuelle Netzwoche (3/2008) hat Rolotec ein Interview mit der E-Learning- und Wissensmanagement-Spezialistin Dr. Andréa Belliger geführt (PDF-Download, 657 KB). Das Gespräch fokussiert auf den Einfluss von Web 2.0 auf E-Learning - und damit auch auf die Konsequenz für betriebliches Wissensmanagement:

"(...) Im Sinne des Wissensmanagements bieten die Technologien Möglichkeiten für Wissenstransfer durch Interaktion und Kommunikation zwischen Mitarbeitenden. Einerseits ist eine lernende Organisation ohne Einsatz dieser Technologien kaum denkbar und andererseits profitiert das Unternehmen von der zugestandenen Eigenverantwortung in Form von Motivationssteigerung bei den Mitarbeitenden."

Verfasst von Hans Fischer um 10:15 | Kommentare (1)

28.01.2008

Unternehmen verschenken wertvolle Erfahrung

"Ältere Mitarbeiter veredeln Wissensmanagement", haben wir vor einiger Zeit geschrieben. CIO kommt zum Schluss, dass diese Option insbesondere im Management-Bereich zu wenig genutzt wird und titelt: "Firmen verschenken Wissen pensionierter Manager". Ein Auszug:

"(...) Das Know-how der ehemaligen Entscheider ist hierzulande nicht gefragt. 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ältere Mitarbeiter nach dem Ausscheiden aus ihrem Unternehmen dort keine Rolle mehr spielen. Nur 22 Prozent der Betriebe binden pensionierte, ehemalige Mitarbeiter in aktuelle Firmenentscheidungen ein. Weitere acht Prozent denken immerhin zurzeit darüber nach."
Die Konsequenz, dass pensionierte Managerinnen und Manager beruflich nicht zur Ruhe kommen sollten, wäre falsch. Mit geeigneten Wissensmanagement-Massnahmen wird das Wissen dieser Know-how-Träger aber weitestgehend systematisch erfasst und den nachfolgenden Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestellt. So sollte es jedenfalls sein. Fragen?

Verfasst von Hans Fischer um 14:44 | Kommentare (3)

21.01.2008

Hintergründe zum FAST- & Microsoft-Deal

Microsofts Ankündigung, die norwegischen Enterprise Search-Spezialisten von Fast Search & Transfer (FAST) für $ 1,2 Milliarden übernehmen zu wollen, sorgte für einiges Aufsehen. Im Artikel "Microsoft und FAST: Zu schnell für die Kunden?" bietet silicon.de nun eine ausführliche Beschreibung der Hintergründe und möglichen Szenarien. Im Zentrum der Spekulationen steht selbstverständlich die SharePoint-Veredelung dank der FAST-Suchtechnologie. Ein Auszug:

"(...) FAST verfügt heute über drei hervorragende Werte: Marktführerschaft und Vision; ein außergewöhnliches Team an talentierten Mitarbeitern; die besten Enterprise Search Technologies und -Innovationen ihrer Klasse. FAST heute zu kaufen heißt für uns, dass wir die Vorteile aus der wachsenden Akzeptanz rund um Microsoft Office SharePoint Server ziehen können."
(Peter Fischer, Product Marketing SharePoint & Enterprise Search Microsoft Deutschland GmbH)
Als FAST-Partner kennt Rolotec die Möglichkeiten der Software sehr genau. Jüngst haben wir die FAST-Software in die Internetplattform PACTE Multimédia von SSR SRG idée suisse eingepasst (s. "Rolotec realisiert PACTE Multimédia"). Ob in Verbindung mit SharePoint oder nicht: Gerne stehen wir für Ihre Fragen zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:21

17.01.2008

Was soll Wissensmanagement denn bringen?

... wurde kürzlich gezweifelt. Nun, Wissensmanagement schafft die Bedingungen dafür, dass die unten zitierte Erfahrung von Sokrates (470 - 399 v. Chr.) verstärkt wird und sich im Unternehmenserfolg niederschlägt:

"Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser."
Zum Thema noch ein interessanter Artikel ("Webbasiertes Wissensmanagement wird sich durchsetzen - Deutsche Forscher stellen Praxisrelevanz in den Mittelpunkt") von NeueNachricht.de. Ein Auszug:
"(...) Ideal wäre eine Wissensplattform, die eine intelligente, inhaltsbezogene semantische Suche in einem Themenfeld ermöglicht und darüber hinaus vorhandene mit neuen digitalen Quelldokumenten nutzerfreundlich verknüpfen kann."
Neben besagtem Artikel bieten die Kategorien Web 2.0 und Wissensmanagement weiterführende Informationen zur Thematik

Verfasst von Hans Fischer um 15:33

16.01.2008

Wissensmanagement 2.0

Dass die kommunikations- und kollaborationsfördernden Web 2.0-Anwendungen innerbetriebliches Wissensmanagement befruchten können, liegt auf der Hand. Das spezialisierte WM 2.0-Wiki schreibt dazu:

"(...) Die Wirtschaftswelt ist sich einig: Wissen – und zwar genau das Wissen, das für eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird – ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Eine technische, organisatorische und kulturelle Infrastruktur, die den nutzbringenden Wissensaustausch erleichtert, ist dementsprechend für Unternehmen aller Grössen und Branchen heute ein Muss."
Das auf Wissensmanagement, Web 2.0 und Kombinationen davon spezialisierte Wiki bietet sehr viel mehr Information zum Thema. Spezifische Fragen beantworten auch gerne die Rolotec-Fachleute.

Verfasst von Hans Fischer um 16:26

14.01.2008

Web 3.0 und die Propheten

Manager Magazin Online schreibt im Artikel "Wenn Google überflüssig wird":

"(...) Eine Suchmaschine wie Google wäre dann überflüssig. Der Nutzer stellt stattdessen einfach seinem Handy eine Frage und es antwortet, anstatt eine Liste von unzähligen Suchergebnissen anzubieten."
Eine Vision mit Fehlschluss: Ob nun eine einzige Antwort oder eine Liste von Suchergebnissen angezeigt wird, im Hintergrund würden immer Suchalgorithmen arbeiten. Kommt das Semantic Web (s. "Web 3.0 und die Bedeutung der Bedeutung"), bedeutet das also keinesfalls automatisch das Aus für Google und Co. Solcherlei wurde u.a. letzten Oktober schon behauptet (s. "Web 3.0 - (sicherlich kein) Ende der Suche").

Web 3.0 ist auch nicht per se mit Semantic Web gleichzusetzen. Es dürfte sich dereinst wohl viel mehr um eine Mischung von Semantischen Technologien mit der aktuell unter dem Begriff Web 2.0 stattfindenden Internet-Sozialisierung handeln. Wichtig ist zudem der Wissens-Aspekt. David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, äusserte dazu im Fachartikel "Wissensgesellschaft 2-0 - mitmachen oder verlieren"):

«Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 14:37

09.01.2008

Ältere Mitarbeitende veredeln Wissensmanagement

Theoretisch wäre es einleuchtend: Je grösser die Erfahrung, desto wertvoller ein Mitarbeiter, desto mehr Wissen gibt er an Kolleginnen und Kollegen weiter. Dass ältere Angestellte oftmals ungeachtet dieses Potenzials aus Prinzip jüngeren Platz machen mussten und müssen, ist hinlänglich bekannt. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kommt zum nahe liegenden Schluss, dass sich Unternehmen aufgrund des demografischen Wandels und eines dramatischen Fachkräftemangels mittel- bis langfristig auf immer mehr ältere Arbeitnehmer einstellen müssten. Bezüglich dem Eingangs erwähnten Wissensmanagement-Aspekts schreibt pressetext im Artikel "Ältere Arbeitnehmer: Unternehmen profitieren von Wissen":

"(...) Vor allem der große Erfahrungsschatz vieler langjährig Beschäftigter ist für die meisten Betriebe mittlerweile unerlässlich geworden, wobei sich die Befürchtungen, die Belegschaften könnten dadurch weniger tatkräftig werden, als unbegründet erweisen."

Verfasst von Hans Fischer um 11:00

18.12.2007

"Wissen als neuer Wachstumszweig des Web 2.0"

... titelt HT4U und schreibt:

"(...) Gleich drei große Unternehmen wollen dem neuen Trend "Wissensplattform" folgen und planen für das kommende Jahr entsprechende Angebote. Hier wäre auf der einen Seite der Suchmaschinenbetreiber Google mit Knol zu nennen, auf der anderen Seite der Spiegel und Medienriese Bertelsmann mit Spiegel-Wissen. Immer sollen zahlreiche Inhalte kostenlos an den Anwender weitergegeben werden — zum Teil durch die Unternehmen und zum Teil durch den Nutzer generiert."
Laut HT4U zeichne sich eine alternative Bewegung zu den aktuell tonangebenden Social Networking-Plattformen wie XING oder Facebook ab. Die neuen Angebote vernetzen die User zwar auch, dies aber mit dem Fokus auf Wissen, respektive auf dessen Generierung und den Transfer unter den Konsumenten.

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

17.12.2007

Wir, kurz vor der 3. industriellen Revolution

Was, wie, wo, warum? Telepolis schreibt in "Marine Agrarkultur":

"(...) Als Mitte des 18. Jahrhunderts die Dampfmaschine erfunden wurde, löste das die erste Industrielle Revolution aus. Begleitet wurde die neue Technik von immensen kulturellen und gesellschaftlichen Umwälzungen. Die zweite Industrielle Revolution nahm Gestalt an, als Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Erfindungen in der Elektrotechnik das Leben und den Umgang der Menschen veränderten. Neue Kommunikationssysteme wie das Telefon oder das Radio krempelten das gesellschaftliche Leben um. Anfang des 21. Jahrhunderts befinden wir uns in der Startphase der dritten Industriellen Revolution. Ein weiteres Mal sorgen technologische und kommunikative Quantensprünge für massive Umbrüche."
Und was ist Triebfeder?
"(...) Wissensmanagement treibt die neue Industrierevolution an. Neue Ideen schwirren in Sekunden um den Erdball, Kontakte und Kooperationen haben sich potenziert. Erst mit Hilfe der modernen Kommunikationsformen konnte die Globalisierung so schnell wachsen."
Was das mit einer höheren Intelligenzebene (s. auch Beitrag "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert"), Plankton und mariner Agrarkultur zu tun hat, wird im erwähnten Artikel beantwortet. Und wir beantworten Fragen zum Einsatz von Wissensmanagement-Anwendungen im eigenen Unternehmen. Der Fundamentalzweifler werden übrigens immer weniger.

Verfasst von Hans Fischer um 09:56 | Kommentare (2)

11.12.2007

Weitere RFID-Anschauungsbeispiele

"RFID - Definition laut Logistik inside: RFID steht für "Radio Frequency Identification" und bezeichnet Identifizierungsverfahren per Funktechnologie. Diese Methode erlaubt, Daten kontaktlos zu lesen und zu speichern."
Wer keine Ahnung hat, was RFID (Radio Frequency Identification) kann und soll, steht unter einem gewissen Lerndruck. Warum? Weil RFID in unserem Leben immer wichtiger wird. Seit längerer Zeit schon können Beispiele auf RFID abc.de in deutscher Sprache angeschaut werden. EPC Global, Non-Profit Organisation zur Entwicklung von Standards, hat nun jüngst die Site "discover rfid", mit einleuchtenden Erklärungen und Anwendungsbeispielen in Englisch lanciert. Eine wertvolle Informationsquelle ist auch das Informationsforum RFID.

Wenn RFID noch mit Wissensmanagement-Anwendungen verknüpft wird, was ja eigentlich auf der Hand läge, dann könnten entsprechend agierende Unternehmen - und längst nicht nur die ganz grossen - wichtige Wettbewerbsvorteile generieren. Detailinformationen vermitteln wir am liebsten im persönlichen, auf reale Fragestellungen bezogenen Kontext.

Verfasst von Hans Fischer um 16:02

10.12.2007

Vom Webmaster zum Wissensmanager

Am Freitag referierte Rolotec-Kollege Markus Häni am Intranet 2.0 FORUM über den Wandel vom Intranet-Webmaster zum Wissensmanager. Die Essenz seines Referates (s. auch Präsentation, 1,22 MB) lautete:

"Aktuell, umfassend und effektiv, das sind Kriterien, die ein "gutes" Intranet erfüllen soll - und das Ganze natürlich mit minimalem redaktionellen Aufwand. Der klassische CMS-Weg stösst an seine Grenzen. Ein alternativer Ansatz, aus dem Internet übernommen, stellt der Zugang zur relevanten Information per Suche dar. Ergänzt mit Web2.0-Elementen wie Wikis, Weblogs und RSS entwickelt sich das Intranet zu einer Wissensmanagement-Plattform. Durch Usability und Vertrautheit ist bei den Mitarbeiter/innen die Hemmschwelle tief, solche Elemente auch zu nutzen. Der Intranet-Verantwortliche wird sich dabei in seiner Rolle vom Webmaster zum Wissensmanager entwickeln und mit neuen, spannenden Herausforderungen konfrontiert."

Verfasst von Hans Fischer um 09:58

07.12.2007

"Trends im Wissensmanagement"

... titelt Haufe.de heute und macht auf zehn Trends (PDF, 662 KB) des Bitkom-Arbeitskreises „Knowledge Engineering & Management“ aufmerksam. Im Roloblog waren diese (s. "Wichtige Trends in Wissensmanagement") schon am 11. November zu lesen. Weil sie so wichtig sind, wiederholen wir sie an dieser Stelle gerne:


Trend 1: Transformation zum Unternehmen 2.0 - Die Transformation zum „Unternehmen 2.0“, unterstützt durch eine partizipative Unternehmenskultur sowie durch Web-2.0-Lösungen und serviceorientierte IT-Architekturen, wird immer mehr als firmenstrategische Aufgabe gesehen.

Trend 2: Innovationsmanagement wird zur Standortfrage - Erfolgreiches Innovationsmanagement wird zur Standortfrage, deren Wissensmanagement-Aspekte die Politik aktiv aufgreift.

Trend 3: Wissensmanagement unterstützt Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels - Die allmählich sichtbar werdenden Effekte des demografischen Wandels lösen eine neue Welle von Wissenstransfer-Initiativen in Unternehmen und Organisationen aus – es muss aber noch deutlich mehr passieren.

Trend 4: Wissensmanagement bringt Green Computing voran - Web 2.0 und absehbare Tendenzen zu einem 3-D-Internet lassen die Menge an gespeicherter Information und den Bedarf an Rechenleistung weiter stark anwachsen. Zur Begrenzung unerwünschter Folgen nehmen Gegenstrategien an Bedeutung zu.

Trend 5: Wissensmanagement leistet zunehmenden Beitrag zur Lösung globaler Probleme - Experten und Teams werden in global verteilten Expertennetzwerken Vorschläge zur Lösung globaler Probleme wie zum Beispiel Ernährung, Gesellschaftsformen, Klima, Energieverbrauch und Umweltbelastung erarbeiten und mithilfe von transnationalen Einrichtungen und Nicht-Regierungs-Organisationen umsetzen.

Trend 6: Aktuell einsetzende Integration von Echtzeitkommunikation, Telefonie und Kollaboration wird Wissensarbeitsplätze nachhaltig verbessern - Wissensarbeiter werden stärker synchron kommunizieren und dafür Telefonie und Instant Messaging als Medien nutzen, die zukünftig in die Informationstechnik und Anwendungslandschaft voll integriert sein werden.

Trend 7: Serviceorientierte Architekturen (SOA) geben dem Wandel zur vorgangs- und aufgabenorientierten Arbeitsweise bei Wissensarbeit starke Impulse - Auf der Basis von SOA werden zukünftige Informationssysteme mittels deklarativer Prozessmodellierung eine flexible vorgangs- und aufgabenorientierte Wissensarbeit unterstützen und schrittweise die bisherige Orientierung an Dokumenten und Tools verdrängen.

Trend 8: Neue Suchtechniken erobern die Unternehmen - Metadaten, Social Tagging und semantische Verfahren werden die Qualität von Suchergebnissen nochmals deutlich erhöhen.

Trend 9: Lebenslanges Lernen findet zunehmend dezentral in sozialen Netzen und selbstorganisiert statt - E-Learning Angebote werden zunehmend mit informellen Web-2.0-Diensten integriert werden, und Lernmaterialien werden vermehrt durch die Nutzer selbst in “Social Learning Networks“ entstehe

Trend 10: Orientierungsrahmen für Wissensmanagement-Projekte erhöhen deren Zielorientierung und erleichtern ihren Erfolg - Neue, umfassende Strategie- und Steuerungs-Instrumente inklusive einer Prozess-Systematik für Wissensmanagement-Aktivitäten werden vermehrt als Orientierungsrahmen für Wissensmanagement-Projekte herangezogen werden. Dadurch erleichtern sie Planung und Controlling bei der Einführung von Wissensmanagement in Organisationen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:05

19.11.2007

"Digitale Demokratisierung des Wissens"

Web 2.0 macht das Wissen frei verfügbar - das die Idealformulierung dieses Aspektes der Internet-Sozialisierung. Die NZZ widmet sich den immer freier zugänglichen Informationen und Lehrmitteln im Artikel "Digitale Demokratisierung des Wissens" und schreibt unter anderem:

"(...) Ein Klick auf Google oder eine noch gezieltere Recherche in den Online-Enzyklopädien Wikipedia, Technorati oder im Multimedia-Tank YouTube etwa genügt, und schon ist man mitten im Wissen dieser Welt. Das neue interaktive Web 2.0 erlaubt es sogar, Inhalte zu kommentieren, zusätzlich zu vernetzen oder selbst anzureichern. Der Demokratisierung und Potenzierung von Wissen sind damit keine Riegel mehr gesetzt, was allerdings die Puristen des Urheberrechts ziemlich beunruhigt und auch die kommerziellen Anbieter von Lehr- und Lerninhalten provoziert."

Verfasst von Hans Fischer um 14:51

12.11.2007

Reminder: Intranet 2.0 Forum

(Posting vom 22. Oktober)

Am 7. Dezember findet im Marriott Zürich das Intranet 2.0 FORUM statt. Unter anderem wird Rolotec-Kollege Markus Häni über "Die Rolle des Intranet Leiters: Vom Webmaster zum moderierenden Wissensmanager" referieren. Thematisch wird das Forum wie folgt umrissen:

"(...) In der Diskussion um die Potentiale von „Hype-Themen“ wie Intranet 2.0 kommen die entscheidenden Erfolgsfaktoren oft zu kurz. Hier setzt das Intranet 2.0 FORUM an. Es zeigt erforderliche Grundlagen und innovative Beispiele aus der Praxis zu folgenden Fragen: Wie ist eine erfolgsversprechende Herangehensweise an Intranet 2.0? Welche Rolle spielen Unternehmenskultur, Hierarchien und Mitarbeiter? Wie kann das Unternehmen vom freien Wissenfluss profitieren? Welche technologischen Potentiale können ohne komplette Neugestaltung der Intranet-Plattformen erschlossen werden? Wie verändert Social Media bestehende Strukturen und Hierarchien? Wie wird die Intranet Governance beeinflusst? Welche Erfahrungen haben andere Unternehmen bereits gemacht?"

intranet_forum.bmp

Verfasst von Hans Fischer um 14:22

Wichtige Trends in Wissensmanagement

Im Positionspapier "Wichtige Trends im Wissensmanagement 2007 bis 2011" fasst das BITKOM zusammen:


Trend 1: Transformation zum Unternehmen 2.0 - Die Transformation zum „Unternehmen 2.0“, unterstützt durch eine partizipative Unternehmenskultur sowie durch Web-2.0-Lösungen und serviceorientierte IT-Architekturen, wird immer mehr als firmenstrategische Aufgabe gesehen.

Trend 2: Innovationsmanagement wird zur Standortfrage - Erfolgreiches Innovationsmanagement wird zur Standortfrage, deren Wissensmanagement-Aspekte die Politik aktiv aufgreift.

Trend 3: Wissensmanagement unterstützt Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels - Die allmählich sichtbar werdenden Effekte des demografischen Wandels lösen eine neue Welle von Wissenstransfer-Initiativen in Unternehmen und Organisationen aus – es muss aber noch deutlich mehr passieren.

Trend 4: Wissensmanagement bringt Green Computing voran - Web 2.0 und absehbare Tendenzen zu einem 3-D-Internet lassen die Menge an gespeicherter Information und den Bedarf an Rechenleistung weiter stark anwachsen. Zur Begrenzung unerwünschter Folgen nehmen Gegenstrategien an Bedeutung zu.

Trend 5: Wissensmanagement leistet zunehmenden Beitrag zur Lösung globaler Probleme - Experten und Teams werden in global verteilten Expertennetzwerken Vorschläge zur Lösung globaler Probleme wie zum Beispiel Ernährung, Gesellschaftsformen, Klima, Energieverbrauch und Umweltbelastung erarbeiten und mithilfe von transnationalen Einrichtungen und Nicht-Regierungs-Organisationen umsetzen.

Trend 6: Aktuell einsetzende Integration von Echtzeitkommunikation, Telefonie und Kollaboration wird Wissensarbeitsplätze nachhaltig verbessern - Wissensarbeiter werden stärker synchron kommunizieren und dafür Telefonie und Instant Messaging als Medien nutzen, die zukünftig in die Informationstechnik und Anwendungslandschaft voll integriert sein werden.

Trend 7: Serviceorientierte Architekturen (SOA) geben dem Wandel zur vorgangs- und aufgabenorientierten Arbeitsweise bei Wissensarbeit starke Impulse - Auf der Basis von SOA werden zukünftige Informationssysteme mittels deklarativer Prozessmodellierung eine flexible vorgangs- und aufgabenorientierte Wissensarbeit unterstützen und schrittweise die bisherige Orientierung an Dokumenten und Tools verdrängen.

Trend 8: Neue Suchtechniken erobern die Unternehmen - Metadaten, Social Tagging und semantische Verfahren werden die Qualität von Suchergebnissen nochmals deutlich erhöhen.

Trend 9: Lebenslanges Lernen findet zunehmend dezentral in sozialen Netzen und selbstorganisiert statt - E-Learning Angebote werden zunehmend mit informellen Web-2.0-Diensten integriert werden, und Lernmaterialien werden vermehrt durch die Nutzer selbst in “Social Learning Networks“ entstehe

Trend 10: Orientierungsrahmen für Wissensmanagement-Projekte erhöhen deren Zielorientierung und erleichtern ihren Erfolg - Neue, umfassende Strategie- und Steuerungs-Instrumente inklusive einer Prozess-Systematik für Wissensmanagement-Aktivitäten werden vermehrt als Orientierungsrahmen für Wissensmanagement-Projekte herangezogen werden. Dadurch erleichtern sie Planung und Controlling bei der Einführung von Wissensmanagement in Organisationen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:47

08.11.2007

"Kollektives Wissen verkümmert"

Manager Magazin Online spricht im Artikel "Kollektives Wissen verkümmert" ein Problem der Kombination von Wissensmanagement und Web 2.0 Anwendungen (s. auch Wissensmanagement 2.0) an:

"(...) In vielen Unternehmen wird bereits mit Web-2.0-Instrumenten wie Blogs, Wikis oder Social Bookmarking experimentiert. Da auf eine unternehmensweite und von der Geschäftsführung gesteuerte Verbreitung dieser Technologien verzichtet wird, bleibt das kollektive Wissen jedoch weitgehend ungenutzt."
Siehe auch Fachartikel "Wissensgesellschaft 2.0 - mitmachen oder verlieren".

Verfasst von Hans Fischer um 13:17

30.10.2007

Online Quiz: Wissensmanagement

Wissen Sie wirklich was Wissensmanagement ist? Wenn ja, erreichen Sie im online Wissensmanagement-Quiz, initiiert vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, bestimmt 12 von 14 möglichen Punkten. Falls nicht, empfehlen wir einen Surfausflug ins Wissensmanagement-Wiki oder ein unverbindliches Gespräch über die Wissensmanagement-Möglichkeiten in Ihren Unternehmen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:04

25.10.2007

Drei Thesen zum Bankkunden von morgen

Im jüngst publizierten Netzguide IT in Finance sind u.a. "Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen" (PDF, 177 KB) vertreten:

Die Bankkunden von Morgen tummeln sich heute in virtuellen Spielwelten und interagieren über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Diese Entwicklung wird von den Finanzunternehmen adaptiert werden müssen. Wie, zeigen drei Thesen zur anspruchsvollen Zukunft.

Von Hans Fischer

Der Begriff „Web 2.0“ soll erst gar nicht strapaziert werden. Es ist lediglich festzustellen, dass die Internet-User sich an zunehmende Interaktionsmöglichkeiten und handliche Anwendungen gewöhnen, und dass sich durch die Sozialisierung des Internets auch das Konsumverhalten ändert. Da täuscht keine noch so sorgfältig gestaltete Unternehmens-Website drüber hinweg: Die User vertrauen der Meinung von anderen Usern mehr als unkommentierten Aussagen der Unternehmen. Oder anders: Wenn den Usern die Möglichkeit der Teilnahme geboten wird, ist man für die nahe Zukunft gerüstet. Wohin die weitere Zukunft – fokussiert auf den Finanzbereich – führen könnte, wird in den nachfolgenden drei Thesen aufgezeigt.

1. Die persönliche Börsennews-Show

Das höchste der Börseninformationswebseiten-Gefühle derzeit ist die Aggregation von Börsennews und -kursen mit Videos zu Börsenthemen, Podcasts und mehr oder weniger handlichen Diskussions- und Kommentarfunktionen für die Leserinnen und Leser. Aber: Nicht einmal die führenden Websites in den USA sind intuitiv schnell nachvollziehbar. Es braucht einige Übung im Umgang mit den personalisierbaren Tools und dem Finden der Inhalte. Kurz: Die aktuell führenden Sites sind reich beladen, werden nur fragmentarisch genutzt und schöpfen das User-Potenzial nicht aus.

Im Zuge der semantischen Entwicklungen treten Suchmaschinen auf den Plan, die im Hintergrund nicht bloss nach Übereinstimmungen von Suchwörtern mit indexierten Webseiten-Inhalten fahnden, sondern gleichzeitig die Bedeutung der gestellten Suchanfragen analysieren. Dies mit dem Ziel, dass im Kontext passende, multimediale Inhalte aus dem Internet angezeigt werden, auch wenn die erwähnten Suchbegriffe darin nicht vorkommen. Dazu wird ein wenig künstliche Intelligenz beigemischt, indem durch die permanente Analyse der Suchanfragen und die Reaktion auf die Suchtreffer (Lesezeit, Klick von weiteren Links, etc.) das Interessenprofil der einzelnen User immer klarer wird. Entsprechend werden die Suchresultate immer besser auf die Persönlichkeiten abgestimmt. In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen. Aus den heutigen Börseninformationsseiten werden Zugangsportale zur Steuerung persönlicher Börsennews-Shows.

2. Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte

Second Life“ ist bei vielen Webverantwortlichen ein Reizwort. Einerseits testen Unternehmen wie Deutsche Bank (Q110), IBM, Daimler Chrysler oder Axel Springer die Möglichkeiten eingehend aus, andererseits schaden sexuelle oder rassistische Pöbeleien innerhalb der dreidimensionalen, virtuellen Welt der Reputation. Es kann durchaus sein, dass „Second Life“ wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden. Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gerne wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die sogenannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden. Es braucht nicht viel Phantasie, die Folge dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel.

3. Die semantische Research-Automation

Es ist bekannt, dass einige Finanzunternehmen die aktuelle Entwicklung forsch adaptieren. So setzt zum Beispiel die deutsche Bank Dresdner Kleinwort seit einiger Zeit – und mit Erfolg – schon Wikis und Weblogs ein. Andere Unternehmen können dem „Web 2.0-Hype“ nichts abgewinnen. Nun, das wird sich ändern. Insbesondere der Research-Bereich wird schnell profitieren. Im Zusammenhang mit den vorgängig erwähnten, semantischen Suchtechnologien werden sich Arbeitsabläufe stark anpassen.

Der Blick in die nahe Zukunft: Schreibt ein Analyst einen Report über eine Branche oder ein Unternehmen, erkennt die semantische Suchmaschine im Hintergrund die Bedeutung der Aktivität und liefert laufend zum Kontext passende Informationen. Dabei handelt es sich um Dokumente aus dem eigenen Unternehmen, um Kolleginnen und Kollegen mit passender Expertise und Informationen aus dem Internet. Eine Reizüberflutung wird nicht stattfinden, da die Anwender die virtuellen Helfer tunen können. Mittels einfachen Klickbewegungen werden angezeigte Treffer markiert, von unnötig bis sehr wertvoll. Das System merkt sich die Parametrisierung und wendet die Erkenntnisse in Zukunft an. Die Kollaboration von Mensch und Maschine erreicht hocheffiziente Sphären. Indirekt profitiert das Finanzunternehmen, da die Informationen und die draus resultierenden Aktionen der Angestellten kodifiziert und für die nachkommenden Angestellten verfügbar bleiben. Der in der Bankenwelt berühmte Braindrain reduziert sich massiv.

Zusatztext:
Semantische Suche

Internet-Erfinder Tim Berners-Lee forscht am künftigen Semantic Web. Auch die führenden Enterprise Search-Anbieter sind am Ball. John M. Lervik, CEO der norwegischen Fast Search & Transfer, hält auf Anfrage fest: "Enterprise search is not a commodity. It is mission-critical." Entsprechend wichtig ist Weiterentwicklung intelligenter Suchtechnologien. Derzeit funktionieren die meisten Suchmaschinen „relativ simpel“. Wird nach einem Stichwort gesucht und ist dieses von den Suchmaschinenrobotern indexiert worden, erscheint das entsprechende Dokument als Treffer; auch wenn das Stichwort bloss als Randbemerkung erwähnt ist. Laut Lervik ist das semantische Bestreben, dass die inhaltlichen Konzepte, die Bedeutung, von Suchanfragen und Web-Inhalten formal verstanden werden. Der erwünschte Effekt lässt sich vereinfacht wie folgt ausdrücken: Eine „normale“ Suchmaschine interpretiert eine vierstellige Zahl unabhängig vom Kontext als vierstellige Zahl. Künftig würde die Suchmaschine unterscheiden, ob die vierstellige Zahl zum Beispiel im Kontext mit einer Adresse, einem Geburtsjahr oder einer Artikelnummer gesucht wurde. Entsprechend exakt würde die Resultatausgabe ausfallen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:46 | Kommentare (2)

15.10.2007

Bank Austria Kreditanstalt profitiert von Wissensmanagement

CIO schreibt im Artikel "Mehr Erfolg bei weniger Kunden" über den erfolgreichen Einsatz von Wissensmanagement. Ein Auszug:

"(...) Grundlage für das Data Mining ist ein "Marketing Data Warehouse", in das aus den operativen Systemen Kundeninformationen eingespeist werden. Von hier fließen die Daten in einen analytischen Data Mart ein, der so genannte analysefähige Datensätze zur Weiterbearbeitung generiert und ohne redundante Speicherung in KXEN verarbeitet. Etwa zwei Millionen Kundendaten untersucht das Tool dabei auf Muster."
???? ? Wir informieren gerne über die Möglichkeiten.

Verfasst von Hans Fischer um 15:04

04.10.2007

KMU-Studie: Grosse Wissensmanagement-Defizite

Im Artikel "Studie: Mittelstand zeigt Defizite im strategischen Management" schreibt perspektive mittelstand unter anderem:

"(...) Trotz des weit verbreiteten Bewusstseins darüber, dass die Ressource „Wissen“ sowohl strategisch als auch operativ immer mehr die Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens bestimmt, zeigen dennoch 90 Prozent der KMU beim Wissensmanagement große Defizite. Nur jedes zehnte Unternehmen hat dieses organisatorisch fest verankert. Als größte Barrieren beim Wissensmanagement nennen KMU vor allem fehlende Zeit (63,2%), die mangelnde Transparenz des eigenen Wissens (39,9%) und die fehlende Bereitschaft innerhalb des eigenen Unternehmens zum Wissenstausch (34,2%)."
Wir kennen Lösungen die organisatorisch und finanziell passen. Gerne informieren wir auf Anfrage.

Verfasst von Hans Fischer um 13:26 | Kommentare (1)

02.10.2007

Unternehmenskultur 2.0 fördert das Wissen

Im Interview („Web-2.0-Tools alleine verändern nicht die Kultur eines Unternehmens“) mit der Computer Zeitung erklärt Andrew McAfee von der Harvard Business School:

"(...) Gerade die Unternehmen mit siloartigen Funktionen haben meiner Erfahrung nach den größeren Bedarf an diesen Werkzeugen als unstrukturierte Firmen. Allerdings erfordert der kulturelle Wandel hier eine Menge Arbeit. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Die US-Geheimdienste sind ganz übel bürokratisch und hierarchisch – und sie hassen es, sich auszutauschen. Das trifft insbesondere auf den FBI und den CIA zu. Aber die Bekämpfung des Terrors hat diese Organisationen aufgerüttelt – und deren Analysten tauschen sich nun über solche Tools aus."
Und was für Geheimdienste recht ist, sollte auch für Unternehmen zwingend sein. Was bringt der Einsatz von Web 2.0-Tools? Andrew McAfee begründet:
"(...) Das Wissen wird im Unternehmen geteilt und vermehrt."

Verfasst von Hans Fischer um 14:10

01.10.2007

Web 3.0 - (sicherlich kein) Ende der Suche

Letzte Woche titelte die wiwo.de zur Web 3.0-Thematik: "Internet der Zukunft verheisst Ende der Suche". Das ist Quatsch (obwohl der Artikel an sich äusserst spannend und empfehlenswert ist). Das im Artikel beschriebene Internet der Zukunft löst die Suche nicht ab, die Suche wird lediglich automatisiert und dank semantischer Funktionalität bezüglich Resultaten sowie Kontextanreicherung sehr viel präziser. Für eine Fachpublikation haben wir in diesem Zusammenhang u.a. geschrieben:

"(...) Im Zuge der semantischen Entwicklungen treten Suchmaschinen auf den Plan, die im Hintergrund nicht bloss nach Übereinstimmungen von Suchwörtern mit indexierten Webseiten-Inhalten fahnden, sondern gleichzeitig die Bedeutung der gestellten Suchanfragen analysieren. Dies mit dem Ziel, dass im Kontext passende, multimediale Inhalte aus dem Internet angezeigt werden, auch wenn die erwähnten Suchbegriffe darin nicht vorkommen. Dazu wird ein wenig künstliche Intelligenz beigemischt, indem durch die permanente Analyse der Suchanfragen und die Reaktion auf die Suchtreffer (Lesezeit, Klick von weiteren Links, etc.) das Interessenprofil der einzelnen User immer klarer wird. Entsprechend werden die Suchresultate immer besser auf die Persönlichkeiten abgestimmt. In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:25

19.09.2007

"Das Web als kollektives Gedächtnis"

A Min Tjoa gibt im Interview mit dem Standart ("Das Web als kollektive Gedächtnis") Auskunft über die Anforderungen an die Informatik und die Informationslösungen der Zukunft und erwähnt dabei unter anderem:

"(...) Durch Informationstechnologie wurde aber der Wissenstransfer verstärkt. Viele Menschen glauben immer noch, dass Informatik studieren nur Programmieren oder Software entwickeln heißt. Kein Mensch, der das nicht will, sollte je Informatik studieren. Er sollte sich aber auch mit dem besprochenen Wissenstransfer beschäftigen."
Und der Zusammenhang mit dem Titel? Laut A Min Tjoa sammelt jeder User im Laufe seines Internet-Lebens eine Unmenge an Daten. Wenn dieses Datenmaterial nie gelöscht werde (was meistens der Fall ist), dann sei unser Leben minutiös nachgezeichnet und das Web werde zum kollektiven Gedächtnis. Für die Zukunft gehe es darum, passende Teile im jeweiligen Kontext wiederzufinden und als Wissensgrundlage an Interessierte zu transferieren. ... Und wir betreten das grosse, weite, spannende und zukunftsträchtige Feld des Wissensmanagements.

Verfasst von Hans Fischer um 09:01

13.09.2007

Wissensmanagement wird erwachsen ...

... meinen die Forscher von DB Research (s. "Nur integriertes Wissensmanagement ist nachhaltig!") laut Silicon.de. Man soll sich nicht selber loben, aber DB Research zieht denselben Schluss, wie er im Roloblog oder in einigen Fachartikeln desöfteren schon zu lesen war:

"(...) Die Analysten bei DB Research rieten andererseits dazu, die Systeme, die für die regulären Arbeitsabläufe genutzt werden, zu integrieren. Dabei seien auch Ansätze wie Weblogs, Wikis, Social Networks und Tagging denkbar. Sie böten gute Potenziale, um vergleichsweise einfach und zielgerichtet Wissensmanagement-Maßnahmen zu unterstützen. Und sie haben noch eine gute Nachricht für den Markt: Knowledge Management habe sich von Anfang der 90er Jahre bis heute endlich auf das "Plateau der Produktivität" in Richtung zur Reife hin bewegt."
Wer noch keine geeignete Massnahmen in den eigenen Organisationen getroffen hat, sollte sich nun dazu überwinden. Mittel- bis langfristig geht es schlicht nicht ohne Informations- und Wissensmanagement.

Verfasst von Hans Fischer um 14:25

12.09.2007

Die persönliche, tägliche News-Show (kommt)

Unter "The Future of Spy Tools, Spidey Suits and Batman Toys" zeigt Wired 10 Bild-Legenden mit Zukunftsanwendungen. Die erste ist kein Spionage-Gadget, aber eine Anwendung, die auf Wissensmanagement basiert. Kurz zusammengefasst und übersetzt:

Die Suchmaschine der Zukunft findet individuell passende News, Bilder, Podcats und Blogs, stellt diese automatisch zu einer Nachrichtenshow zusammen und lässt sie von einem nach persönlichem Gusto gestalteten, virtuellen Moderator (s. Avatar) zum individuell gewählten Zeitpunkt präsentieren.
Harte Aussichten für unflexible Medien-Unternehmen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

10.09.2007

"Semantik füllt Wissenslücken"

... titelt die Computer Zeitung einen Artikel über die Fachkonferenz Triple I und erhärtet Ansichten, die auch in der Blogkategorie "Knowledge Management" und im "Wissens-Wiki" vertreten sind. Optimierte Wissensarbeit wird wie folgt beschrieben:

"(...) Dabei erkennt die Softwarelösung aufgrund der Aktivitäten eines Mitarbeiters, woran dieser gerade arbeitet, und stellt ergänzende Informationen bereit – noch bevor diese angefordert werden."
Genauso wird muss das in Zukunft ablaufen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:34

Wiki zu Web 2.0 und Wissensmanagement

Das WM 2.0-Wiki steht nun auch allen interessierten Autorinnen und Autoren offen. Neue Artikel können erfasst, bestehende ergänzt oder geändert werden. Ganz nach Lust und Laune, ganz nach den Grundsätzen von Web 2.0. Einfach einen Benutzeraccount eröffnen und los. Wiki-Beiträge verfassen ist übrigens nicht schwierig. Wer Fragen hat, kann diese gerne direkt stellen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:13

07.09.2007

Wissensmanagement: Fall und Wiederaufstieg

"Wiedergeburt eines Sorgenkinds" titelte der Bund gestern über eine Sonderseite, schrieb über den steilen Aufstieg, den famosen Fall und das aktuelle Revival von Wissensmanagement und hielt u.a.: fest:

"(...) Verlassen erfahrene Mitarbeiter den Betrieb, droht wertvolles Expertenwissen verloren zu gehen. «Wie fatal das sein kann, sah man anhand der Frühpensionierungswelle Ende der Neunzigerjahren», sagt Berater Thomas Auer. Damals hätten manche Firmen jene Wissensträger, die sie in den Ruhestand geschickt hatten, bald wieder zurückholen müssen – als Berater zu deutlich teureren Konditionen."
Die Bund-Redaktion fokussiert ziemlich stark auf humanes Wissensmanagement, direkter Wissenstransfer zwischen Menschen ohne technische Schnittstellen. Wie der Text "Sonst beginnen wir immer bei null" zeigt, setzt insbesondere die Post auf diese Ausprägung von Wissensmanagement.

Unseres Erachtens muss ein - zum Unternehmen passender - Mittelweg zwischen Personen- und Technikkreislauf (s. Abbildung unten) gefunden werden. Denn was nützen die besten Kaffeepausengespräche mit fantastischem Wissensaustausch, wenn das Wissen nicht kodifiziert wird und nach dem Abgang der beteiligten Personen für die Organisation verloren ist? Nichts. Es gibt fantastische, praxiserprobte Mittelwege.

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Verfasst von Hans Fischer um 10:34

28.08.2007

Weiterbildung mit Social Networking

"Social Networking etabliert sich in Geschäftswelt" titelt pressetext.austria und schreibt u.a.:

"(...) Dank neuer Plattformen, die den Nutzern ermöglichen sich beruflich auszutauschen, scheint Social Networking zu einem wichtigen Bestandteil des Arbeitslebens zu werden, wie das Wall Street Journal* berichtet. So versammeln sich mittlerweile rund 25.000 Ärzte im Online-Netzwerk Sermo.com, um mit Kollegen über medizinische Fragen zu diskutieren und Informationen über spezifische Fälle einzuholen."
Über Social Networking haben wir u.a. auch schon im Zusammenhang mit Börseninformation geschrieben.

Ein weiterer - immer wichtigerer - Aspekt ist die Weiterbildung, für die Social Networking eingesetzt werden kann. Life PR hat dazu im Artikel "Web 2.0 verlinkt Weiterbildung mit Wissensmanagement" ausgeführt:

"(...) Das Web 2.0 schafft Räume im Internet, die Menschen gern besuchen. Lernplattformen im Sinne von Web 2.0 verteilen nicht nur Materialien, wie das oft beim traditionellen E-Learning üblich ist. Stattdessen tauschen die User Informationen aus und lernen in Kooperation."
Weitere Informationen finden sich im Artikel oder auf Anfrage auch sehr gerne in unserem Erfahrungsschatz.

*"Social Networking Goes Professional", WSJ, 28.7.2007 (nur am Erscheinungstag kostenlos abrufbar)

Verfasst von Hans Fischer um 16:33

20.08.2007

Kein Führungsanspruch ohne Wissensmanagement

"Wenn wir die Überalterung der Gesellschaft nicht stoppen, wenn wir Deutschland nicht konsequent zu einer modernen Wissensgesellschaft umbauen, können wir angesichts der Konkurrenz vor allem aus Asien bald einpacken."
Das schreibt Utz Claassen in seinem neuen Buch "Mut zur Wahrheit". Eine These, die u.a. auch der renommierte Peter F. Drucker zu Lebzeiten immer wieder vertreten hat. Laut Financial Times Deutschland ("Aber uns fragt ja keiner") weiss Claassen aus praktischer Erfahrung, warum er Wissensmanagement solche hohe Priorität einräumt:
"(...) betrachtet es als überlebenswichtig, dass endlich die Prinzipien erfolgreicher Unternehmensführung zur Anwendung kommen - ein profundes Wissensmanagement etwa, mit dem nicht ganz zufällig Claassen selbst bislang drei Unternehmen saniert hat."

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

11.08.2007

Wiki zu Wissensmanagement 2.0

Wissensmanagement + Web 2.0 = Wissensmanagement 2.0. Weiterführende Information findet sich im gleichnamigen Wiki. Reinschauen, es geht u.a. um die Zukunft.

Verfasst von Hans Fischer um 16:59

07.08.2007

Wissensmanagement im Aussendienst

"Wissensmanagement macht in bestimmten Fällen sicherlich Sinn. Was soll das aber einer vertriebsorientierten Organisation bringen?", wunderte sich jüngst ein Unternehmensleiter. Nun, die Key Account Manager und Sales-Angestellten kennen (hoffentlich) ihre Kunden und deren Vorlieben. Im Idealfall wird solches Wissen, wenn ein Sales-Spezialist das Unternehmen verlässt, dem Nachfolger im Gespräch mitgeteilt. Eine Idealform des Wissenstransfers. Da Nachfolger aber nicht immer rechtzeitig zur Verfügung stehen oder Abgänge von Freistellungen begleitet sind, fällt diese Art der Wissensübertragung häufig weg.

Werden aber geeignete Mittel* zur Verfügung gestellt , damit die Angestellten die wichtigsten Erkenntnisse zumindest sporadisch schriftlich festhalten können, stehen diese in Form von weiterverwendbarer Information auch nach dem Ausscheiden zur Verfügung. Selbst wenn nur ein Teil des Wissens so wiederverwendbar ist, spart die Organisation signifikant Ressourcen und bewahrt Know-how.

*Wir informieren auf Anfrage gerne über die passenden Möglichkeiten

Verfasst von Hans Fischer um 14:14

16.07.2007

Informationen: Nutzen statt Ertrinken

Wenn es nicht so wichtig wäre, würden wir die Notwendigkeit von Informations- und Wissensmanagement nicht gebetsmühlenartig wiederholen. Da es aber nachwievor genügend viele Ignoranten gibt, sind wir zu solcherlei Publikationen gezwungen ;-) Heute unterstützt durch business-wissen.de mit dem sehr aufschlussreichen Beitrag "Wissensmanagement: Wie aus Information Kompetenzen werden". Ein Auszug:

"(...) Information ist der wichtigste Rohstoff der modernen Gesellschaften. Er wird durch die Menschen, die ihn nutzen, zu Wissen - für innovative Produkte, effiziente Prozesse, überzeugenden Kundenservice, nützliche Normen und vieles mehr."
Und:
"(...) Viele haben auf komplexe Software für das Wissensmanagement gebaut und erleben müssen, dass die Mitarbeiter sie nicht nutzen: zu komplex, zu aufwendig, zu wenig Nutzen. Doch in jüngster Zeit hat das Thema wieder einen Schub erhalten. Schlagworte wie Social Software oder Web 2.0 versprechen neue und praktikable Lösungen."
Detail-Information zur Thematik findet sich in der Blog-Kategorie Wissensmanagement oder im Wissens-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 09:29

11.07.2007

Wissensmanagement als Talentschmiede

Wie hängen Wissensmanagement, eLearning und Talentförderung zusammen? CHECKpoint eLearning bietet zum Thema das interessante Interview "Talentschmiede im HR durch Wissensmanagement". Thematisiert wird u.a. auch der - von uns propagierte - Einsatz von Web 2.0-Anwendungen für Wissensmanagement (und eLearning):

"(...) Web 1.0 ist – strategisch betrachtet - Vergangenheit. Zum Steuern von Lern- und Informationsprozessen wird es immer wichtiger, dialog- und netzwerkorientiert zu denken. Gefragte Web 2.0-Anwendungen wie die Integration von RSS-Feeds, Podcasts und anderen Dialogtools werden mittlerweile vor allem in Intranetportalen und virtuellen Universitäten eingesetzt."

Verfasst von Hans Fischer um 14:23

29.06.2007

Ohne Wissen geht (fast) gar nichts

Business.wissen.de schreibt im Artikel "Wissensmanagement: Warum es immer noch wichtig ist":

"(...) Der überwiegende Teil der Wertschöpfung in hoch entwickelten Volkswirtschaften basiert auf dem Rohstoff "Wissen". Experten schätzen, dass der Anteil bei über 60 Prozent liege."
Kurz, und wie wir mehrfach schon erwähnt haben: Organisationen die Wissen und Information nicht pflegen, haben in der Informationsgesellschaft (einige nennen sie auch Wissensgesellschaft) keine nachhaltige Überlebenschance.

Besagter Artikel hält aber auch fest, dass in der Vergangenheit Fehler begangen wurden:

"(...) Denn viele Experten des Wissensmanagements ließen in den letzten Jahrzehnten meistens den Eindruck aufkommen, dass es ein Selbstzweck sei. Sie stellten hohe Anforderungen an Mitarbeiter und Organisationen und entwickelten Lösungen, die kaum jemand beherrschte."
Mittlerweile ist klar, dass Wissensmanagement keine akademische Übung ohne maximalen Einbezug der Mitarbeitenden ist. Ebenso klar ist, dass insbesondere Web 2.0-Anwendungen wie Wikis, Weblogs oder Social Bookmarks so preiswerte wie effiziente Einstiegsmöglichkeiten bieten. Erfolgreiches Wissensmanagement funktioniert ohnehin nur, wenn es Schritt für Schritt, immer basierend auf den gemachten Erfahrungen, weiterentwickelt wird.

Konzepte und Lösungen sind auch für den KMU-Bereich erschwinglich und bedürfen keinesfalls zwingend Support durch teure Consultants. Gerne gegen wir in einem unverbindlichen und selbstverständlich kostenlosen Gespräch über die Möglichkeiten Auskunft.

Verfasst von Hans Fischer um 14:57

21.06.2007

"Kollaborieren oder Kollabieren"

Pressemeldungen.at schreibt im Artikel "Advanced Collaboration: Innovationsverstärker für den Mittelstand" u.a.:

"(...) Das Bewusstsein für die Bedeutung der Ressource Wissen hat dank der Verbreitung von Wissensmanagement in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dadurch ist Advanced Collaboration erst möglich geworden. Große Unternehmen und Konzerne agieren hier heute ganz selbstverständlich. Für den Mittelstand ist es nicht zuletzt deswegen besonders interessant, weil die erforderlichen Werkzeuge im Internet meist kostengünstig, wenn nicht gar völlig kostenfrei sind."
Roloblog-Lesern wird das nicht neu sein. Weiterführende Informationen finden sich in der Wissensmanagement-Kategorie.

Verfasst von Hans Fischer um 10:42

18.06.2007

"Die kreativen Zerstörer" sind am Werk

Es gibt Entscheider, die halten Web 2.0 für einen schieren Hype und Wissensmanagement für einen akademischen Luxus. Gefährlich ist, wenn diese Einschätzung auf Intuition und nicht auf Sachkenntnis beruht. "Die kreativen Zerstörer" warten laut Manager Magazin Online nämlich nur auf die Möglichkeit, etablierte Geschäftsmodelle zu attackieren. Nimmt man diese Bewegung nicht ernst, ist man gefährdet. Die Medien- und Telekommunikationsbranche ist bereits mitten im Strudel. Manager Magazin Online schreibt:

"(...) Niklas Zennström ist Vorbild und Prototyp einer neuen Generation von Internet-Entrepreneuren. Frei nach dem Ökonomen Joseph Schumpeter könnte man sie als kreative Zerstörer bezeichnen: Sie suchen gezielt nach vermachteten Märkten. Nach Branchen, in denen ein Oligopol aus wenigen Anbietern die Preise hochhält und Innovationen verschleppt. Anschließend versuchen die Gründer, das Oligopol zu knacken.

Bedroht fühlen müssen sich von diesem Trend alle Unternehmen, deren Produkte auf digitalem Weg zum Kunden gelangen können; heute Telefonminuten, Popmusik und Computerprogramme, morgen vielleicht Fernsehfilme und Finanzdienstleistungen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

12.06.2007

"Wissen, was man weiss"

Wissensmanagement ist für anhaltenden und künftigen Erfolg unumgänglich, diese Überzeugung haben wir mit verschiedenen Beiträgen in der entsprechenden Blog-Kategorie illustriert. Themen-Einsteigern bietet derStandard mit dem Artikel "Wissen, was man weiss" einen kurzen und gut verständlichen Einstieg. Ein Auszug:

"(...) Es geht um den effizienten Umgang mit Wissensträgern in Firmen, damit konkreter Nutzen entsteht. Im Mittelpunkt befinden sich Daten und Dokumente, aber auch Know-how von Personen. Letztlich sollen alle vorhandenen Informationen viel besser eingesetzt werden."
Einen guten und umfassenden Einstieg in Thema bietet auch das Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 08:52

30.05.2007

Web 3.0 - alles dreht sich ums Wissen

Semantic Web ist kein Nischenthema mehr. Auch der Begriff Web 3.0 erstaunt nicht mehr grundlegend. Im Roloblog finden sich verschiedene Beiträge zu den Thematiken. Im Artikel "Der Link zu präziserem Wissen" bringt der Österreichische Standard ein aussagekräftiges, griffiges Interview zum Thema mit Mark Greaves von Investor Vulcan. Ein Auszug:

"(...) Web 1.0 hat auf geschäftlichen Transaktionen und der Verbreitung von Content für ein breiteres Publikum aufgebaut. Web 2.0 dreht sich um Anwender und deren Einbindung in Netzwerke, die für Interaktion gedacht sind. Web 3.0 möchte jetzt Wissen flexibler verlinken."
Und auf die Frage, welche Rolle die Semantik dabei spiele antwortet Greaves:
"(...) Wenn ich heute meine Postadresse in einem Blog oder auf der Homepage anführe, ist das eine nur für Menschen lesbare Reihe von Zahlen und Buchstaben. Die neue Technologie erlaubt es, Zahlen und Buchstaben so zu verarbeiten, dass die Adresse ebenso von anderen Computern im Netz automatisch als solche erkannt und behandelt wird. So passiert das auch mit Produktnamen, Preisen oder Wetterinfos. Durch diese Labels werden gewisse Anwendungen im Internet gleich viel effizienter, wie beispielsweise Suche, E-Commerce oder Werbung."
Zweifel an den Zweifeln an der Wichtigkeit von Wissensmanagement sind mehr als nur angebracht.

Verfasst von Hans Fischer um 15:08

16.05.2007

Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert

Für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007 haben wir folgenden Report (PDF, 201 KB) verfasst:

Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren

Web 2.0 dreht sich nicht bloss um Technologie. Web 2.0 ist auch Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels: Vernetzung total von Menschen und Informationssystemen. Eine Entwicklung, die auch Arbeitgeber und Pädagogen in die Pflicht nimmt.

Von Hans Fischer

Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Die Zukunft hat begonnen

Und heute? Die Entwicklung läuft bereits. Als Etikette wird oft und gerne der Begriff «Web 2.0» strapaziert. Wikipedia umschreibt den Begriff als «unscharf umrissener Oberbegriff für die Beschreibung einer Reihe neuer interaktiver Techniken und Dienste des Internets – speziell des WWW – und einer geänderten Wahrnehmung des Internets». Wichtig, wie im ersten Absatz geschrieben, ist insbesondere der zweite Teil: Die geänderte Wahrnehmung. IKF-Co-Leiterin Andréa Belliger verdeutlicht: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet.

Es gibt selbstverständlich Experten, welche Web 2.0 vorab auf Technologie reduzieren. Jüngst erklärte Professor Clemens Cap von der Universität Rostock, dass die wesentlichen technologischen Elemente bereits seit 2000 bekannt seien. Das stimmt durchaus. Doch werden diese Elemente von den Anbietern und den Usern heute mit einer völlig anderen Selbstverständlichkeit eingesetzt. Warum eröffnen Unternehmen wie Daimler Chrysler, Coca-Cola oder der Axel Springer Verlag Dependencen in der virtuellen Parallelwelt SecondLife? Bei weitem geht es dabei nicht bloss um Image-Building. Die Unternehmen interagieren mit den Usern, betreiben Markt- und Produktforschung und akquirieren neue Kundschaft. Die Technologie ist bei solchen Marketing- und Kommunikationsstrategien eher sekundär.

Basis für Wissensaustausch

Technisch wird noch viel Altes angepasst und Neues entwickelt werden, um die fortschreitende Vernetzung und das wachsende Bedürfnis nach Interaktion zu unterstützen. Diesbezüglich hält Lars Hinrichs, Gründer der Social Networking-Plattform XING (vormals OpenBC), fest: «Jedes Mal, wenn sich ein neues Mitglied XING anschiesst, wachsen Dynamik und Nutzen des Netzwerkes, jedes Mal vergrössert sich das Potenzial, passende Geschäftskontakte rund um die Welt zu finden und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.» David J. Krieger führt Hinrichs Gedanken weiter aus: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um „Hubs“ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen.

Wird die Menschheit durch diesen Wissensaustausch nun intelligenter? Theorien von kollektiver Intelligenz scheiden seit langer Zeit schon die Geister. Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften.

Unternehmer sind doppelt gefordert. Peter F. Drucker, einer der bedeutendsten Management-Visionäre des 20. Jahrhunderts, bringt die Notwendigkeit entsprechender Massnahmen im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar». Unternehmen müssen um Informations- und Wissensmanagement besorgt sein, sonst verlieren sie den Anschluss. Wir leben im Informationszeitalter. Information oder Wissen, je nach Definition, werden heute zu den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital dazugezählt.

Schule unter Anpassungsdruck

Neben infrastrukturellen Anpassungen sind Unternehmen auch im Personalbereich gefordert. Die Kids und Jugendliche wachsen mit der Vernetzung und mit grosser Medienerfahrung auf. Wer jugendlichen Nachwuchs hat, weiss um deren Aktivitäten in Cyberwelten, Online-Games, Weblogs, Wikis, Foto- und Videoplattformen. Noch stärker als Arbeitgeber werden Pädagogen in die Pflicht genommen. Kommunikationsforscherin Andréa Belliger ist überzeugt, dass die Rolle der Neuen Medien in der Informations- und Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind: «Nach einer Rangliste des OECD Projekts “Definition und Auswahl von Schlüsselkompetenzen“, die im Zusammenhang mit PISA entstanden ist, gehört Medienkompetenz zu den wichtigsten Kompetenzen in allen Bereichen der Gesellschaft.» Die Schule stehe in Bezug auf die Vermittlung von Medienkompetenz und die gezielte und wirksame Anwendung von Neuen Medien unter permanentem Anpassungsdruck. Rasante technologische Entwicklungen und neue Produkte ermöglichten es Jugendlichen, immer neuere Möglichkeiten der Informationsfindung und Kommunikation zu nutzen. Ziel müsse es sein, diese Kompetenzen für Bildungszwecke zu nutzen. Und das Fazit von Belliger: «Pädagogen und Schulen sollten sich die diese Nutzungsgewohnheiten und Medienkompetenzen orientieren und Lernumgebungen an denen anpassen, statt zu versuchen, Jugendliche in eine Welt, die schon vorbei ist, zu sozialisieren.» Darf nicht vergessen werden, dass diesbezüglich auch Eltern eine wichtige Rolle spielen.

Verfasst von Hans Fischer um 14:59

14.05.2007

Wissen & Ignoranz & Wissens-Wiki

InfoWeekOnline schreibt im Artikel "Web 2.0 goes Enterprise":

"(...) Die Wirtschaftswelt ist sich einig: Wissen – und zwar genau das Wissen, das für eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird – ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Eine technische, organisatorische und kulturelle Infrastruktur, die den nutzbringenden Wissensaustausch erleichtert, ist dementsprechend für Unternehmen aller Grössen und Branchen heute ein Muss."
Ein tolles Zitat, wir streichen Informations- und Wissensmanagement auch regelmässig als Must Have hervor. Entgegen der gemachten Aussage ist die Wirtschaft aber über die Notwendigkeit überhaupt noch nicht einig. Obwohl wir längst in der Informations- respektive Wissensgesellschaft angelangt sind, erfolgt die Bewirtschaftung der (mittlerweile) klassischen Produktionsfaktoren Information und Wissen häufig liederlich oder überhaupt nicht. Die Bemerkung sei erlaubt: Welche Überlebenschance hätte ein Bauer der Agrargesellschaft gehabt, der den damaligen klassischen Produktionsfaktor Boden ebenfalls liederlich oder überhaupt nicht bewirtschaftet hätte?

Aber, alles wird besser. Wissensmanagement erlebt insbesondere durch den Einbezug von Web 2.0-Anwendungen ein Revival (s. auch "Das Wissen vom Wissen im Unternehmen von RP Online"). Im Zusammenhang mit einer Nachdiplomausbildung entsteht derzeit übrigens ein auf die Schnittmenge von Wissensmanagement und Web 2.0 spezialisiertes Wiki.

Informationsquellen gibt es ausreichend, Grund zum Handeln ebenfalls.

Verfasst von Hans Fischer um 14:11

10.05.2007

Virtuelle Welten & Wissensmanagement & Zukunft

Manager Magazin Online informiert im Artikel "Was kommt nach Second Life?" in sehr zu empfehlender Weise über den aktuellen Stand und mögliche Entwicklungen der Parallelwelt - by the way: Second Life wird als Prototyp betrachtet. Eine interessante Passage betrifft den Bereich Wissensmanagement:

"(...)Auch bei der Wissenskommunikation punktet 3D. Die Ressource Wissen ist immer häufiger in Visualisierungen codiert. Das unaufhaltsam wachsende Universum zweidimensionaler Bilder, Filme, Chartgrafiken könnte – in 3D-Wolken schlüssig ausgebreitet und semantisch geordnet – einfacher als heute zu durchforsten sein."
Und:
"(...) Es eröffnen sich also vielfältige Möglichkeiten für neuartige Wertschöpfungsstrukturen. Besonders viel versprechend ist dabei das Cybersourcing, die Auslagerung von Funktionen und Services in eine 3D-Welt.

Hier könnte es beispielsweise sinnvoll sein, die Nutzer in virtuelle Beratungssituationen einzubinden, insbesondere bei Dienstleistungen, die gegenwärtig medial und äußerst unpersönlich erbracht werden. Statt der Stimme eines Callcenter-Agenten erwartet uns dann ein virtueller Spaziergang durch das Urlaubsparadies zusammen mit dem Reisebüro-Avatar.

Zu Ende gedacht entsteht die Vision von Myriaden Service-Avataren, die mit allen möglichen Diensten bereitstehen. Während wir bisher vor allem Dokumente und Wissensspeicher im Netz benutzen, sind dann die lebendigen Wissensträger als Problemlöser nur einen Klick entfernt."

Diesbezüglich hat Rolotec für den Fachartikel " Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren" (verfasst für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007) folgende Passage geschrieben:
"(...) Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 10:00

08.05.2007

Wir sind am FAST Search Summit '07

Falls Sie morgen Mittwoch zufälligerweise in der Nähe von Zürich-Regensdorf sind und sich für Suchtechnologie und Wissensmanagement interessieren - was Sie grundsätzlich sollten - besuchen Sie uns doch am FAST Search Summit '07 im Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf. Sie können sich noch last-minute-Registrieren oder einfach vorbeischauen. Sie finden uns im Partner-Pavilion.

Verfasst von Hans Fischer um 19:45

04.05.2007

Return on Investment von Wissensmanagement

Einige werden sich nach dem Lesen des Titels sagen: "Gibt es nicht". Nun, wie soll "Wissen" - für das es noch nicht einmal eine verbindliche Definition gibt - denn auch gemessen werden können? Kommt dazu, dass wir von Peter F. Drucker gelernt haben:

"If you can’t measure it, you can’t manage it."
Besagter Peter F. Drucker hat aber auch auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass eine Organisation ohne ausreichendes Informations- und Wissensmanagement dem Untergang geweiht sein wird. Fazit: Berechnungsmöglichkeiten müssen her.

Da Wissen immer kontextgebunden und bereichsübergreifend ist, fällt die Bilanzierung schwer. Am geläufigsten sind Methoden wie Wissensbilanz, Wissensaudit, Balanced Scorecard oder die Markt-Buchwert-Relationen. Einen umfassenden Überblick bietet die Arbeit "Wissensbewertungsmethoden" (PDF, 976 KB) von Claus Schönleber.

Francoise Tourniaire beschreibt im Artikel "Paying for Knowledge Management" bei SSPA News einen durchaus pragmatischen Ansatz. Wer in den Suchmaschinen passende Begriffe eingibt, wird viele spannende Artikel und akademische Arbeiten entdecken. Wer sich ohne Suchmaschinen-Umweg informieren will, dem können wir ein Gespräch mit uns oder u.a. folgende Bücher empfehlen:

Wissenskapital - das unentdeckte Vermögen
Karl Erik Sveiby, verlag moderne industrie, 1998

Wissensbilanzen - Intellektuelles Kapital erfolgreich nutzen und entwickeln
Kai Mertins / Kay Alwert / Peter Heisig, Springer-Verlag GmbH, 2005

Wissensbewertung in Unternehmen - Bilanzierung von intellektuellem Kapital
Wladimir Bodrow / Philipp Bergmann, Erich Schmidt Verlag, 2003

Verfasst von Hans Fischer um 15:30

03.05.2007

"Rezept für Wissensmanagement 2.0"

Ein spannender Artikel bietet Financial Times Deutschland über die Kombination von Wissensmanagement und Web 2.0-Anwendungen. Einige Auszüge:

"(...) Die Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass vom personengebundenen Wissen höchstens 10 bis 15 Prozent überhaupt in ein Informationssystem übertragen werden können.

(...) Das reicht allerdings nicht als Grund dafür aus, sich vom Thema Wissensmanagement komplett zu verabschieden. Fehler sind ja dazu da, um aus ihnen zu lernen. So sehen es jene Unternehmen, die intern das Wissensmanagement 2.0 eingeläutet haben."

Wie im Roloblog mehrfach schon erwähnt, wird in der Folge auf potenzielle Fehlinvestitionen (Datenbank-Friedhöfe) und den Einsatz von Wikis und andere Web 2.0-Anwendungen aufmerksam gemacht, die Mitarbeiter zu Interaktion und damit zu wertsteigernder Wissensarbeit motivieren können. Warum "wertsteigernd"? FTD schreibt dazu:
"Wissen ist in einer rohstoffarmen Hightech-Wirtschaft ein äußerst wichtiges Element im Wettbewerb und sollte daher in den Unternehmen zukünftig angemessen als Produktionsfaktor betrachtet werden."
Das haben wir den Management-Guru Peter F. Drucker im Beitrag "Informations- und Wissensmanagement - Must Have" auch schon verkünden lassen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:31

27.04.2007

Wikis und Weblogs wider die E-Mail-Flut

Rolotec machte und macht positive Erfahrungen mit der Konzeption und Integration von Weblog- und Wiki-Lösungen als Kollaborations-Instrumente (s. auch Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" und die Beiträge in den Blog-Kategorien Knowledge Management oder Web 2.0). Der Artikel "Hilfe gegen die E-Mail-Flut - durch Web 2.0?" von inside-it.ch erklärt die Grundlagen und Möglichkeiten sehr exemplarisch. Ein Auszug:

"(...) Die kontinuierliche Versorgung mit aktuellen und vor allem relevanten Informationen ist in der Wissensökonomie ein zentraler Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Informationen und Wissen werden dabei in einem Arbeitsumfeld ausgetauscht, das zunehmend in flexibel zusammengesetzten Teams organisiert ist. Der Versuch, sich gegenseitig in diesen vernetzen Unternehmensstrukturen auf dem Laufenden zu halten, führt nicht zuletzt zu heillos überfüllten E-Mail-Postfächern. Dabei ist in vielen Fällen nur ein Teil der Nachrichten für den Adressaten tatsächlich relevant. In der Mailbox nachträglich die Spreu vom Weizen zu trennen, ist jedoch ein zeitaufwändiger und unproduktiver Prozess, in dem wichtige Informationen verloren gehen können. Innovative Web 2.0-Technologien wie Weblogs oder Wikis können eine sinnvolle Ergänzung für den massenweisen Austausch von E-Mails sein und die Informationsflut beherrschbarer machen. (...)"

Verfasst von Hans Fischer um 14:12

26.04.2007

Kommunikationsattacken & Informations-Overload

Das Nachrichtenmagazin FACTS schreibt im Artikel "Bitte nicht stören":

"Pro Jahr gehen über eine Milliarde Arbeitsstunden verloren. Schuld sind Technikstress und Kommunikationsattacken der Mitmenschen."
Mit Hilfe verschiedener Aussagen wird erklärt, dass die vielfältigen Kommunikationsformen von ausdauernd konzentrierter Arbeit ablenken und enorme Produktivitätsverluste nach sich ziehen würden.

Nun, bestimmt macht es Sinn, den Informations- und Kommunikationsfluss zu optimieren. Es ist aber wohl eher persönliches Problem, wenn sich Mitarbeiter von jedem neu eingetrudelten E-Mail ablenken lassen oder während komplexen Tätigkeiten ihr Handy nicht abschalten. Kommt dazu, dass im Artikel nicht erwähnt wird, dass Kommunikation sehr wohl produktive Aspekte hat: Informationsaustausch sorgt für Wissenstransfer und ist wichtige Grundlage für Innovationen, Teamgeist und Verhinderung von Know-how-Verlust bei Abgängen von Mitarbeitern.

Verfasst von Hans Fischer um 09:53

19.04.2007

Wissensmanagement = Nonsense? (Teil 2)

Die Frage im Titel könnte täglich mit Beispielen entkräftet werden - heute bei Manager Magazin Online im Artikel "Der lange Weg zum Wissensarbeiter". Ein Auszug:

"(...) Die tägliche Arbeit des "Wissensarbeiters" in einem virtuellen Büro besteht darin, dass er in einem oder gar in mehreren Projekten involviert ist. An seinem Arbeitsplatz, sieht der Wissensarbeiter auf einen Blick sein Team, die Aufgaben, die Informationen, den Fortgang eines Projekts, aber nicht im Sinne einer individuellen Organisationsanwendung, sondern auf das Team und dessen Mitglieder verteilt. Und genau in dieser Umgebung wird der Prozess der Produktion komplexer Inhalte optimiert. Gleichzeitig nimmt die Kreativität zu, da wesentlich mehr Personen an diesem Prozess beteiligt sein können.

Dieser "Information Worker-Ansatz" basiert auf der Annahme, dass die Hauptwertschöpfung heute darin besteht, Lösungen und neue Inhalte zu generieren und nicht in der Abwicklung von Routineprozessen."

Der renommierte Peter F. Drucker betrachtete die Etablierung und Förderung von Wissensarbeitern als absolutes Killerkriterium für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen. Oder anders ausgedrückt: Wer Information und Wissen in Unternehmen und Organisationen nicht die notwendige Sorgfalt schenkt, wird im Wettbewerb des Informationszeitalters nicht bestehen.

Ps. Ein Nachtrag zum genannten Artikel. Es gibt durchaus flexible, attraktive und ökonomisch sinnvolle Alternativen zur erwähnten Microsoft Sharepoint-Lösung. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 09:44

18.04.2007

Sie denken, Wissensmanagement sei Nonsense?

... dann wird Sie neben den in der entsprechenden Blog-Kategorie aufgeführten Argumenten vielleicht folgende Aussage von dieser nicht zutreffenden Annahme überzeugen:

"Schweizer Firmen gehören im Bereich des lebenslangen Lernens zu den führenden Ländern, im Bereich des Wissensmanagement sind sie aber bei den Schlusslichtern zu finden. Agoras erklärt, dass die Mitarbeitenden das eigene Wissen zu wenig ins Firmen-Know-how einfliessen lassen können. Der Transfer müsse also verbessert werden."
Und warum ist das u.a. wichtig? Der Artikel "Wenn die Chefetage in Pension geht" in der Berner Zeitung erläutert:
"Schweizer Unternehmen müssen sich besser auf den altersbedingten Wandel vorbereiten. Immer wieder gehen ganze Führungsteams gleichzeitig in Pension. So geht Know-how verloren. Das zeigt eine neue Adecco-Studie."
Wie wichtig diese Aspekte für das nachhaltige Gedeihen eines Unternehmens sind, hat u.a. der Beitrag "Informations- und Wissensmanagement - Must Have" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 13:21

28.03.2007

Wissensmanagement in der Tierwelt

Wie klassisches Wissensmanagement mit Web 2.0-Anwendungen aufgepeppt werden kann, steht in der entsprechenden Blog-Kategorie genauso, wie zum Beispiel auch ein Schema der lernenden Organisation zu finden ist. Noch nie aber wurde auf das Wissensmanagement in der Tierwelt verwiesen. Höchste Zeit, denn die NZZ Online liefert mit dem Artikel "Die verhängnisvolle Liebe des Kamels zur Klimaanlage" eine Steilvorlage und schreibt:

«Die Kamele haben gemerkt, dass aus Klimageräten Kondenswasser austritt, und suchen nun bei Häusern nach diesem Gerät», erklärt McGregor. Die Tiere spürten offenbar auch, wenn sich Wasser in Leitungen befinde, und seien durchaus in der Lage, Rohre zu zertrümmern. Überhaupt hätten sie einen sechsten Sinn für Wasser, so McGregor. Ein Zyklon, der unlängst durch Westaustralien gezogen sei, sei nicht der für Tropenstürme üblichen Bahn gefolgt, weshalb es an einem ganz anderen Ort als sonst geregnet habe: «Doch die Kamele spürten dies und begannen zu wandern.»
Die Australier können sich glücklich schätzen, dass es sich um implizites Wissen handelt. Würde das expliziert, könnte sich der kamelische Erfindungsreichtum nämlich ganz schnell auf andere Spezies ausbreiten.

(Bildquelle: Wikipedia)

Verfasst von Hans Fischer um 14:30 | Kommentare (1)

26.03.2007

Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0

ECIN schreibt im Beitrag "Finanzhandel wird sozial" über den Einsatz von Web 2.0-Tools in der Finanzindustrie:

"(...) Das Potential von Web 2.0 liege vor allem in den Bereichen Wissensmanagement und Kollaboration. Wikis und Blogging-Tools könnten die Qualität und Aktualität innerhalb der Unternehmenskommunikation optimieren und die Kundenzufriedenheit verbessern.
Der Artikel basiert auf einer Studie von TowerGroup.

Sehr viel detaillierter über das Thema Web 2.0 im Bankenumfeld informiert der (nicht frei erhältliche) Artikel "Wissensmanagement für Informationsprofis" in der Fachzeitschrift wissensmanagement. Im Zentrum stehen die umfangreichen und vernetzten Massnahmen im Bereich Wissensmanagement bei der Deutschen Bank Research. Web 2.0-Tools wie Wikis, Weblogs oder Social Bookmarking harmonieren mit klassischen Massnahmen wie Best-Practice-Seminaren. Als Fazit steht unter anderem:

"(...) Das Erfolgsrezept liegt in einem ganzheitlichen Ansatz, der alle Dimensionen eines Teams miteinbezieht und seine Mitglieder in optimaler Weise sowohl virtuell als auch persönlich miteinander vernetzt."

In Zukunft wird das in der Unternehmenswelt Standard sein (müssen).

Verfasst von Hans Fischer um 17:46

19.03.2007

Mensch & Wissensmanagement

Bei Diskussionen um Wissensmanagement, resp. Knowledge Management, stehen meistens Software und Tools im Zentrum. Wie jüngst im Beitrag "Wissensmanagement auf einen Blick" dargestellt, geht es bei nachhaltig erfolgreichem Wissensmanagement aber um eine Symbiose von Mensch und Tools. Der Artikel "Wenn Wissen in Rente geht" von finanzen.net fokussiert auf dem Kapital Mitarbeiter-Wissen und schliesst mit dem Fazit:

"Unternehmen jedenfalls, die beizeiten ihr Kapital Mitarbeiterwissen sichern, sind auch in zehn oder 20 Jahren noch fit für den Markt."

Verfasst von Hans Fischer um 18:21

09.03.2007

Wissensmanagement - auf einen Blick

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(Für Grossansicht ins Bild klicken)

An einem Workshop mit einem Kunden haben wir heute u.a. über die Implementierung eines Wikis und die personellen Konsequenzen gesprochen. Personelle Konsequenzen? Ja, unbedingt: Werden die Einführungen von Wikis, Weblogs oder anderen Tools und Anwendungen nicht von flankierenden Massnahmen auf personeller und organisatorischer Ebene begleitet, wird das gut gemeinte Projekt mangelns Motivation zur Teilnahme abstürzen.

Im Workshop wurde das oben gezeigte Schema skizziert. Es zeigt das Zusammenspiel von Technik und Menschen, respektive einen möglichen Idealfall einer lernenden Organisation: Die generierten Informationen werden aufbereitet, damit sie den Mitarbeitenden zur Anwendung bereitstehen. Das während den Anwendungen neu generierte Wissen wird mittels dokumentierter Gespräche (z.B. Lessons learned, best practice, etc.) oder Tool-Anwendungen (Wikis, Kollaborations-Software, etc.) wieder in den Kreislauf eingespiesen.

Die Wichtigkeit des Ganzen wurde u.a. im Beitrag "Informations- und Wissensmanagement - must have" erwähnt. Falls Sie davon überzeugt sind - oder eben nicht - dann bieten wir Ihnen gerne einen unverbindlichen Informationsanlass an.

Verfasst von Hans Fischer um 15:22

23.02.2007

"Wissensmanagement in der Mittagspause"

Wissens- und Informationsmanagement sind matchentscheidend für den Unternehmenserfolg. Die Zweifler geraten in die Minderheit. Es müssen aber nicht gleich von Beginn weg Organisationen auf den Kopf gestellt und allumfassende Tools eingesetzt werden. Manchmal helfen auch schon kleinere Innovationen, Wissen von Mitarbeitenden zu identifizieren, zu teilen und zu mehren. So schreibt wissen.org Katz & Partner im Beitrag "Wissensmanagement in der Mittagspause":

(...) "So nutzt ein Dienstleistungsunternehmen mit etwa 100 Mitarbeitern die Pausen, um den Erfahrungsaustausch zu fördern. Dabei stellen Mitarbeiter ihren Kollegen einmal pro Woche während der Mittagszeit neue Softwareprogramme, veränderte Dienstleistungsangebote oder allgemein die Aufgaben ihrer Abteilung vor. Die Teilnahme ist freiwillig.

(...) Dadurch wird Transparenz und Verständnis für die Unternehmensabläufe und die Funktion der einzelnen Bereiche geschaffen. Erfahrungswissen wird in seinem jeweiligen Kontext kommuniziert."

Beiträge über kleinere und grössere Lösungen, Basics und Zusammenhänge finden Sie u.a. in der Kategorie "Knowledge Management".

Verfasst von Hans Fischer um 14:50

19.02.2007

Finden mit künstlicher Intelligenz

Passend zur "Umfrage Wissensgesellschaft 2.0" der Artikel "Künstliche Intelligenz für Suche gesucht" von heise online. Ein Auszug:

"Google arbeite an der künstlichen Intelligenz, da sie ein ideales Suchwerkzeug wäre: "Man könnte ihr jede Frage stellen, und sie würde die perfekte Antwort geben – basierend auf alles, was im Web verfügbar ist." Die ultimative Suchmaschine (von der bei Google schon vor fünf Jahren die Rede war) kann sich aber auch nur auf die Informationen stützen, die sie im Internet findet, und auch hier sieht Page Verbesserungsbedarf: Er rief die versammelten Wissenschaftler dazu auf, ihre Forschungsergebnisse als digitale Medien der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen."

Verfasst von Hans Fischer um 16:01

Umfrage: Wissensgesellschaft 2.0

Über den Einfluss von Web 2.0-Anwendungen und -Technologien auf Wissens- und Informationsmanagement schreiben wir im Blog regelmässig (s. Kategorien "Knowledge Management" und "Web 2.0").

In diesem Zusammenhang unterstützen wir eine Online-Umfrage zum Thema "Informations-/Wissensmanagement & Web 2.0. Die Verfasser schreiben dazu:

Die Umfrage ist Teil einer Team-Semesterarbeit im Rahmen des Nachdiplomstudiums Master of Advanced Studies in eLearning und Wissensmanagement (Universität Luzern / Institut für Kommunikationsforschung Luzern). Unter dem Titel "Informations-/Wissensmanagement & Web 2.0" werden Einfluss und Gemeinsamkeiten der beiden Bereiche untersucht.
Die Teilnahme dauert knapp 5 Minuten. Hier geht's zur Umfrage.

Verfasst von Hans Fischer um 11:06 | Kommentare (2)

14.02.2007

Social Tagging - Wissensmanagement 2.0

Web 2.0-Anwendungen wie Wikis oder Blogs können als preiswerte Wissens- und Informations-Instrumente eingesetzt werden. Roloblog-Leserinnen und -Leser wissen das ;-) In diese Kategorie gehört u.a. auch Tagging. Manager Magazin Online schreibt im Artikel "Gemeinsam besser finden" über die Basics. Tagging kann aber selbstverständlich auch in Unternehmen angewendet werden.

In "Social Tagging" (Wissensmanagement / Heft 1 2007) schreibt Dr. Peter Schütt über die Möglichkeiten. Kurz zusammengefasst: Durch Taggen (~ Etikettieren) von Dokumenten entstehen mit der Zeit Folksonomien (Tag-Wolken). Diese Tag-Wolken bleiben beschreiben laut Schütt das Wissen im Unternehmen und bleiben aktuell - vorausgesetzt die Mitarbeiter taggen. Diesbezüglich sind die Erfahrung sehr positiv.

Verfasst von Hans Fischer um 15:34

13.02.2007

Interviews mit Battelle, O'Reilly & Co.

Im Rahmen von FASTforward '07 - The Largest Business & Technology Conference Focused on Search lieferte der FASTforward Blog nicht nur laufend wirklich interessante Inhalte, sondern nun auch einen Rückblick mit einer Anzahl frei zugänglicher Interviews. Zum Beispiel mit:

Verfasst von Hans Fischer um 11:33

06.02.2007

Informations- und Wissensmanagement - must have

Ein Nachtrag zu den Beiträgen "Wissen kann gar nicht gemanagt werden" und "Arbeit, Boden, Kapital und Wissen":

Peter F. Drucker, einer der bedeutendsten Management-Visionäre des 20. Jahrhunderts, bringt die Notwendigkeit entsprechender Massnahmen im Buch "Management im 21. Jahrhundert" (ISBN 3-430-12238-4) mit folgender Aussage auf den Punkt:

"Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar. Der Kontakt der Manager zu ihren Kollegen, zur ihren Organisationen und zu ihrem "Netzwerk" wird in Zukunft immer stärker von Informationen abhängen. Mit anderen Worten: nur wer über Informationen verfügt, kann sein Wissen einsetzen."

Verfasst von Hans Fischer um 17:25

05.02.2007

"Wissen kann gar nicht gemanagt werden"

Eine Aussage, oft gehört, die an sich stimmig ist. Für den "Begriff Wissen" gibt es auch keine allgemein gültige Definition. Zweifelsohne müssen Unternehmen aber Rahmenbedingungen schaffen, damit Mitarbeitende ihr Wissen mit anderen austauschen oder schriftlich festhalten. Geschieht letzteres, wird das Wissen in den Köpfen in maschinenlesbare Information gewandelt, die allen relevanten Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden kann.

Wenn Rolotec also über Wissensmanagement schreibt, dann sind immer zwei Bereiche gemeint:


  • Wissensmanagement: Massnahmen und Prozesse, die den Transfer von Wissen in Information unterstützen

  • Informationsmanagement: Technologien und Anwendungen, welche die effiziente Bewirtschaftung der notwendigen Informationen ermöglichen
Sehr gerne informieren wir eingehend über Thematik und Möglichkeiten.

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(Bildquelle: Technische Universität München)

Verfasst von Hans Fischer um 17:16

23.01.2007

Arbeit, Kapital, Boden und Wissen

Dass Arbeit, Kapital, Boden und (neuerdings auch) Wissen klassische Produktionsfaktoren sind, gehört zum volks- und betriebswirtschaftlichen Grundwissen. Paradox ist aber: Während der Agrargesellschaft war klar, dass Boden entscheidend für Erfolg oder Misserfolg ist. Für die Industriegesellschaft war es Arbeitskraft und für die Dienstleistungsgesellschaft Kapital. Diese mehr oder weniger klar Zuordnung gilt heute nicht mehr: Obwohl wir in der Wissensgesellschaft (viele erachten den Begriff Informationsgesellschaft als passender) leben, gehen viele Unternehmensverantwortliche mit dem entscheidenden Produktionsfaktor äusserst sorglos um. Unternehmensinterne Suchmaschinen, die das Finden von Informationen in nützlicher Zeit erlauben und die Produktion von Doppelspurigkeiten verhindern, sind trotz offensichtlichem Return on Investment noch selten. Erst recht fehlen vielerorts geeignete Massnahmen, welche das Wissen in den Köpfen der Mitarbeitenden in wiederverwendbarer Form festhalten und damit für Mitarbeitende und Nachfolger verfügbar machen.

Letzteres wird nun durch eine Entwicklung beschleunigt, die viele als schieren Hype bezeichnen: Web 2.0. Die Sozialisierung des Internets mit der damit verbundenen verstärkten User-Interaktion sorgt für eine Revitalisierung von Informations- und Wissensmanagement. Im Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" haben wir darüber geschrieben. Aktuell sorgt IBM mit der angekündigten Lancierung von Lotus Connections für einige Beachtung. Golem.de schreibt im Artikel "Web-2.0-Social-Software erreicht die Unternehmenslandschaft" u.a.:

Die Softwareplattform, die IBM als Lotus Connections vorgestellt hat, soll das so genannte "Social Computing" reif für den Alltagseinsatz im Unternehmensnetzwerk machen. Lotus Connections beinhaltet fünf Hauptkomponenten - Aktivitäten, Communitys, Lesezeichen, Profile und Blogs. Mit Lotus Connections sollen die Mitarbeiter Verbindungen zu Arbeitsgruppen im Unternehmen, aber auch zu Partnern und Kunden knüpfen und Informationen auf einfache Art und Weise zugänglich machen.

Auch die Suche nach Personen und Gruppen, die sich mit bestimmten Themen besonders gut auskennen, soll im Rahmen der Profilsuche möglich gemacht werden. Letztlich soll daraus eine Zeit- und Kostenersparnis resultieren, prognostiziert IBM.

Mit Lotus Connections sollen zum Beispiel auch Teams leichter zusammenarbeiten können, die geographisch verstreut miteinander arbeiten müssen. Die Zusammenarbeit soll damit auch leichter von der Hand gehen als mit starren Knowledgebase-Werkzeugen, deren praktischer Einsatzwert stark von der Akzeptanz der Anwender abhängt.

Das IBM-Beispiel sei stellvertretend für viele Möglichkeiten, von preiswerten Einzelmassnahmen bis hin zu komplexen Systemen, genannt. Informationen über die grundsätzlichen Möglichkeiten finden Sie u.a. in den Blogkategorien "Knowlegde Management" und "Web 2.0" oder gerne auch bei einem persönlichen Gespräch.

Verfasst von Hans Fischer um 14:09

05.12.2006

Mehrwert zum Nulltarif

Was ist der Hauptnutzen des Einsatzes von Wikis oder Weblogs? Lassen wir die EU-Medienkommissarin Viviane Reding antworten:

Sie machen es viel einfacher, an der Produktion und der Verbreitung von Wissen teilzunehmen.
Obwohl Reding dies auf dem Jugendforum der Tagung "Telecom World" geäussert hat (heise online: "EU-Medienkommissarin: Web 2.0 fördert die Wissensverbreitung"), ist klar, dass insbesondere auch Unternehmen von dieser Tatsache profitieren können. Je mehr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über solche Tools kommunizieren, desto mehr in den Köpfen gespeichertes Wissen wird in wiederverwertbarer Weise festgehalten und vermehrt damit das intellektuelle Kapitel der Unternehmen. Ein Rieseneffekt zum Dumping-Preis - die Software ist mehrheitlich kostenlos und einfach zu integrieren. Anspruchsvoller sind Motivation und Moderation.

Über Konzepte, Software oder Integrationsfragen informieren wir auf Anfrage gerne.

Verfasst von Hans Fischer um 10:22 | TrackBack

20.11.2006

Svizzer legt nach mit Version 3.5

Unser Partner G10 Software AG hat die neueste Version der Enterprise und Desktop Search Software Svizzer lanciert. Das Unternehmen schreibt zur Lancierung der Version 3.5:

SVIZZER 3.5 verfügt über eine Funktion namens Site Search, mit der Sie die Suche im Internet mit Hilfe von individuellen Suchlisten frei definieren können. Für diese Funktion gibt es seit heute auch ein Portal, auf dem Sie Ihre Suchlisten veröffentlichen, Listen anderer User betrachten und downloaden sowie mit anderen Anwendern in Kontakt treten können.

Verfasst von Hans Fischer um 16:07 | TrackBack

14.11.2006

Demo: E-Mail automatisch überwacht

Wir haben auf die Möglichkeit der automatischen E-Mail-Überwachung im Posting "Fachartikel, Kaffee und Finance Forum" aufmerksam gemacht. Mit Klick auf das untenstehende Bild startet eine kurze Demonstration im Flash-Format. Das Beispiel ist auf die Finanzbranche zugeschnitten, steht aber stellvertretend für mögliche Anwendungen in allen Branchen.

compliance_demo.jpg

Weiterführende Informationen finden Sie in den Fachartikeln "Compliance: Legal überwacht es sich nachhaltiger" und "Wider Geldwäsche und E-Mail-Missbrauch".

Für eilige Leserinnen und Leser: Nachfolgend eine mögliche Darstellung der Warnmeldung, die vor dem definitiven Versenden einer E-Mail mit allfällig nicht korrektem Inhalt erscheint.

alert.jpg

Für Fragen oder Detailabklärungen stehen wir gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 13:59 | TrackBack

08.11.2006

Push 2.0 für Wissensmanagement

"Das Chaos lieben lernen: Web 2.0 forciert Wissensmanagement", titelt ZDNet und schreibt unter anderem:

Mit dem Hype um Web 2.0 rollt jetzt eine neue Welle. Eine "Architektur der Partizipation zur Ausnutzung kollektiver Intelligenz" bildet den zentralen philosophischen Ausgangspunkt. Das enorme Wissen der Mitarbeiter, Kunden und Partner soll mit Hilfe von Web 2.0 systematischer und schneller als bisher genutzt werden.
Der Artikel gibt einen interessanten Überblick. Im Roloblog haben wir das Thema u.a. in den Beiträgen "Wikis im Intranet" und "Gedankenanstösse zum Wissensmanagement" gestreift.

Verfasst von Hans Fischer um 14:22 | TrackBack

03.11.2006

Wikis im Intranet

Im Artikel "Wiki hält Einzug im Intranet" schreibt contentmanager.de u.a.:

Gerade Wikis werden bald eine für Mitarbeiterportale nicht mehr wegzudenkende Stellung einnehmen", so Axel Wessendorf, Geschäftsführer von United Planet. Bisher wurde in den Unternehmensportalen das Wissen der Mitarbeiter überwiegend in strukturierter Form gesammelt. Für manche Anwendungen ist aber gerade das unstrukturierte Sammeln von Wissen, wie es bei einem klassischen Wiki üblich ist, von Vorteil. "Der Mitarbeiter kann selber bestimmen, wie sein eigenes Wissen präsentiert wird. Er kann seine Beiträge verlinken, kommentieren und eigene, dem Thema aus seiner Sicht angemessene Rubriken aufmachen" (...).
Rolotec verwendet Intranet-Wikis seit einiger Zeit selber und gibt gerne Auskunft über Erfahrungen und Möglichkeiten.

Im Roloblog haben wir u.a. in folgenden Beiträgen über diese so effiziente wie kostengünstige Form von Wissensmanagement geschrieben:

Verfasst von Hans Fischer um 14:02 | TrackBack

01.11.2006

Semantic Web macht Unternehmen effizienter

In nicht allzu ferner Zeit werden sich alle Unternehmen darum kümmern müssen, dass ihre Informationen und das Mitarbeiterwissen effizient gemanaged werden. Grundlegende Informationen dazu finden sich u.a. in der entsprechenden Roloblog-Kategorie oder zum Beispiel in der Studie "Semantische Technologien in der betrieblichen Anwendung" (PDF, 2,41 MB) vom Fraunhofer Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST). Der Informationsdienst Wissenschaft schreibt zur Studie:

(...) In betrieblichen Informationssystemen werden sie bisher nur in wenigen Bereichen, z.B. in Service, Vertrieb und Marketing oder bei Archiv- und Contentdiensten eingesetzt. Dennoch: bei richtiger Implementierung in die Geschäftsprozesse brachten semantische Technologien in Einzelfällen Effizienzsteigerungen von bis zu 50%.

Verfasst von Hans Fischer um 15:37 | TrackBack

29.10.2006

Gedankenanstösse zum Wissensmanagement

Zweifelsohne pauschalisiert und zugespitzt, entbehrt der Artikel "Jenseits der Datenbanken" von Financial Times Deutschland aber keinesfalls interessanter Gedankenanstösse zum Thema Wissensmanagement in Zusammenhang mit Sozialer Software. Ein Auszug:

Damit steckt Wissensmanagement in einer Zwangslage: Es gibt einerseits zu viel unnützes Wissen oder andererseits zu viel nutzbares Wissen, auf das Unternehmen keinen direkten Zugriff haben. Die Wissensarbeiter wissen durchaus, dass es ihr Wissen ist, das sie in Lohn und Brot hält. Zugleich sind sie darauf angewiesen, ihr Wissen auf den aktuellen Stand zu halten. Entsprechend wichtig ist ihnen der Austausch in Netzwerken, wobei die Unternehmensgrenzen oft zweitrangig sind. Die Arbeitgeber sind gefordert, wird in der Bitkom-Studie gewarnt, "mit zunehmender Aufmerksamkeit auf ungewollten Wissens- und Informationstransfer zu achten".

Hier baut sich ein Interessengegensatz auf. Die Unternehmen setzen nach wie vor primär auf Datenakkumulation. Das aber sei kein Wissen, kritisiert Schneider: "Für die Umsetzung in Können oder gar für souveräne Professionalität ist eine tiefer gehende Verarbeitung erforderlich." Genau die aber unterlaufen Unternehmen, wenn sie Arbeitspfade vorgeben, die Schritt für Schritt abzulaufen sind. Die "Taylorisierung der Wissensarbeit" schimpft Schneider, führe zu einem "Können ohne Hirn". Das sei das genaue Gegenteil eines Lern- und Wissensideals, das auf Verstehen zielt.

Patente Lösungen und Beispiele gibt es in der Praxis viele. Für Fragen oder weiterführende Information stehen wir und unsere Partner sehr gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 13:25 | TrackBack

27.10.2006

Testen Sie Ihr Wissen um das Denken

Wissensmanagement mal anders: GEO bietet den Wissenstest: Denken und Kreativität. Wenn Sie nicht wissen, wie viele Milliarden Nervenzellen im Gehirn tätig sind (sein sollten) oder glauben, dass Charles Lindbergh der erste Transatlantikflug gelungen ist, bietet der Test auch Ihnen interessante Aspekte.

Verfasst von Hans Fischer um 15:12 | TrackBack

26.10.2006

Lohnenswerte Selbstverständlichkeit

Golem.de schreibt im Artikel "Bloggen in Firmen tut Not":

Nach einer repräsentativen Umfrage der Technischen Universität Chemnitz ist das Thema Wissensmanagement auch im Mittelstand angekommen. 82 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen verbessern demnach derzeit den Informationszugang für ihre Mitarbeiter. 80 Prozent organisierten ein systematisches Lernen, um Projekterfahrungen besser zu vermitteln.
Im Artikel wird, wie hier im Blog desöftern schon beschrieben, die Brücke zwischen Wissensmanagement zu Web 2.0-Technologien geschlagen:
Der Bitkom-Verband lobt den Einsatz von Web-2.0-Techniken zum Wissensmanagement in Unternehmen. Während bei früheren Ansätzen die Mitarbeiter ihr Wissen in Datenbanken einhacken sollten, wozu ihnen oft die Motivation fehlte, soll mit Instant Messaging, Webkonferenzen, Blogs, Podcastings oder Wikis alles besser gehen.
Für Fragen oder Demonstrationen der Möglichkeiten stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 10:03 | TrackBack

25.10.2006

Fachartikel, Kaffee und Finance Forum

Dieses Jahr präsentieren wir am Finance Forum in Zürich, 7. und 8. November im Kongresshaus, unbestritten Zukunftsträchtiges: Wissensmanagement und automatisierte Compliance nämlich.

Was wir darunter verstehen, haben wir für den Netzguide IT in Finance geschrieben. Den Artikel "Compliance: Legal überwacht es sich nachhaltiger" (PDF, 180 KB) können Sie genauso herunterladen wie den Gesamtinhalt des Netzguide IT in Finance 2007 (PDF, 9,4 MB) und unseren zweiten Artikel "Wider Geldwäsche und E-Mail-Missbrauch" (PDF, 133 KB).

Vielleicht treffen wir uns auch einfach schnell auf einen Kaffee. Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, Sie an unserem Stand 25 begrüssen zu dürfen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:01 | TrackBack

20.09.2006

Gestutzte Cyber-Flügel

Persoenlich.com schreibt unter "Tamedia: Internetverkehr der Mitarbeiter wird überwacht":

Das Zürcher Medienhaus Tamedia lässt seit August den Internetverkehr seiner Mitarbeiter überwachen. Dies geht aus einer internen Mitteilung hervor, die "persoenlich.com" vorliegt. So wurde im August stichprobenweise kontrolliert, auf welchen Websites die Angestellten surfen. Dabei stellte die Unternehmensleitung klare Verstösse gegen die unternehmensinternen Richtlinien zur Verwendung elektronischer Arbeitsmittel fest.
Was für bekanntlich freiheitsliebende Redaktionen ein herber Schlag sein muss, ist in anderen Branchen längst Standard.

Im Zusammenhang mit automatisierten Compliance-Lösungen haben wir uns jüngst mit dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten über das Thema unterhalten. Unter Einhaltung der Richtlinien für die E-Mail- und Internetüberwachung am Arbeitsplatz sind Überwachungslösungen unter gegebenen Umständen durchaus sinnvoll und effizient. Rolotec fokussiert dabei insbesondere auf die Kombination von Wissensmanagement mit automatisierter Compliance. Letzteres sorgt zum Beispiel für stufengerechte Überwachung von E-Mail oder Instant Messaging. Die Alarmierung geschieht unmittelbar. So erhalten Mitarbeiter vor dem definitiven Versenden einer E-Mail eine Warnung, wenn Teile des Inhaltes gegen interne oder externe Verordnungen verstossen würden (oder könnten). Wahlweise könnten solcherlei Inhalte auch an Compliance-Verantwortliche weitergeleitet werden. Solcherlei Automatismen machen insbesondere in der Finanzbranche sehr viel Sinn.

Für den Netzguide IT in Finance 2007 hat Rolotec einen umfassenden Fachartikel zum Thema geschrieben. Der Netzguide wird am 25. Oktober erscheinen. Für persönliche Information stehen wir aber selbstverständlich heute schon zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 11:00 | TrackBack

23.08.2006

Warum reisen, wenn es e-Kollaboration gibt?

Ok, persönliche Treffen bleiben auch in Zukunft wichtig. Viele Sitzungen liessen sich aber deutlich effizienter und kostengünstiger mittels virtueller Zusammenarbeit durchführen. CIO hat sich dem Thema unter "Elektronische Zusammenarbeit effizient organisieren" angenommen und schreibt u.a.:

(...) Dagegen gehen mehr als zwei Drittel der Befragten davon aus, dass das Budget für E-Collaboration-Lösungen in den nächsten Jahren steigt. Das zusätzliche Geld wollen die IT-Verantwortlichen zunächst für Auf- und Ausbau vorhandener asynchroner E-Collaboration-Anwendungen ausgeben, um Mitarbeiter bei der verteilten Zusammenarbeit besser zu unterstützen. Dazu gehören Online-Dokumentenablagen, zentrale Wissensdatenbanken und E-Mail. In einer zweiten Welle soll vermehrt in synchrone E-Collaboration-Anwendungen wie Online-Telefon- und Videokonferenzen sowie Online-Screen-Sharing investiert werden.
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 10:41 | TrackBack

18.08.2006

Schluss jetzt mit der Geldverschwendung

Für den heute erschienenen Netzguide E-Government hat Rolotec den Artikel "Finden und automatisierte Compliance-Überwachung" (PDF, 115 KB) verfasst. Ein Auszug:

Genauso selbstverständlich wie für Internet-User sollten Suchmaschinen auch für interne Anwendung in Verwaltungen und Unternehmen sein. Alleine schon effizientes Suchen ermöglicht enorme Einsparungen. Opportunitäten sind insbesondere auch im Compliance-Bereich gegeben.
Und was sind das für Opportunitäten? Es geht insbesondere um die automatische Überwachung von E-Mail, Instant Messaging und Telefonaten in Echtzeit.
Die Alarmierung geschieht unmittelbar. So würden zum Beispiel Mitarbeiter vor dem definitiven Versenden einer E-Mail eine Warnung erhalten, wenn die Texte gegen interne oder externe Verordnungen verstossen würde (oder könnten). Dies reduziert die manuellen Tätigkeiten der Compliance-Abteilungen, spart Zeit und erhöht die Sicherheit.
Ps. Den gesamten Netzguide E-Government 2006 können Sie als PDF (7,89 MB) herunterladen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:02 | TrackBack

21.07.2006

Drei Ansätze zur Suche der Zukunft

Im Bereich des Suchen und Findens innnerhalb der Unternehmen (s. auch Knowledge Management) steht die Einführung der proaktiven Suche an. Relevante Informationen sollen den passenden Angestellten ohne vorherige Eingabe von entsprechenden Suchbegriffen zugestellt werden. Unser Partner Autonomy gehört zu den Vorreitern.

Andreas Rossner, Geschäftsführer unseres anderen Knowledge Management-Partners, G10 Software / Svizzer, hat einen sehr interessanten Artikel über "Suchfavoriten als Konkurrenz zu Internetsuchmaschinen" (PDF, 93 KB) geschrieben. Nach einer umfassenden Darstellung der aktuellen Situation kommt er auf die Zukunft in Form von individuell konfigurierbaren Internetsuchen zu sprechen. Ein Auszug:

Anders als bisher stellt sich der Benutzer aber nun seine Suchquellen selbst zusammen. Der Benutzer ist plötzlich Herr über seinen Suchraum und kann bestimmen, welchen Quellen er seine Suchbefehle anvertraut und welche Quellen völlig unberücksichtigt bleiben sollen. Er bekommt deutlich weniger Suchergebnisse mit deutlich höherer Qualität als bisher. Er bekommt dafür weder Schmutz, noch Schund, noch Viren und wird auch nicht das Opfer von Phishing-Angriffen.
Sehr interessant wäre dieser Paradigmenwechsel selbstverständlich auch für Unternehmen; u.a. in Form von neuen Marketing- und Kommunikationsmöglichkeitern.

Ein dritter interessanter Aspekt zur Suche der Zukunft hat Read/WriteWeb unter "Search 2.0 vs. Traditional Search" veröffentlicht. Fünf Vertreter (Swicki, Rollyo, Clusty, Wink, Lexxe) der dritten Suchmaschinen-Generation werden vorgestellt. Hauptcharakteristika der Lösungen:

These so-called "search 2.0" companies are combining the scalability of existing internet search engines with new and improved relevancy models; they bring into the equation user preferences, collaboration, collective intelligence, a rich user experience, and many other specialized capabilities.
Kurz: Suchtechnologie und Web-Sozialisierung verschmelzen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:33 | TrackBack

17.07.2006

E-Mail, Instant Messaging und Telefon automatisch überprüft

Beispiel: Ein Bankangestellter schreibt eine E-Mail oder eine Instant Message und erhält nach dem Klick auf "Senden" eine Mitteilung mit dem Inhalt: "Warnung: Dieser Inhalt könnte gegen die Vorschriften der Börsenaufsicht verstossen." Was für Compliance Verantwortliche hilfreich utopisch klingen mag, ist möglich. Aungate, das Tochterunternehmen unseres Partners Autonomy, bietet ebensolche Automatismen an, die sehr viel Zeit, Geld und Ärger einsparen können. Nachfolgend die Produkte-Eckpfeiler:

Real Time eMail; IM & Voice Monitoring and Alerting;
Automatically analyze incoming and outgoing enterprise communications.

Real Time Records Management Classification;
Evaluate documents for their fiscal, legal, operational and historic value automatically.

Real Time Policy Management;
Use the Policy Wizard to create keyword and conceptual policies or use content samples to train policies automatically.

Automated EDD & Production;
Automate the entire range of electronic document discovery processes.

Real Time Anti-Phishing
Enterprise and User Phishing attack detection in real-time.


Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, damit wir Ihnen detailliert Auskunft geben können.

Verfasst von Hans Fischer um 17:09 | TrackBack

13.07.2006

Social Software im Unternehmen

Wissensmanagement - Das Magazin für Führungskräfte hat einen interessanten Artikel über "Social Software im Unternehmen - (k)ein Strohfeuer" veröffentlicht. Ein Auszug:

Social Software bietet die Möglichkeit, durch einfache technische Tools wie Blogs oder Wikis den Wissensaustausch in Unternehmen so attraktiv zu gestalten, dass er eine lebendige Kommunikation unter großer Beteiligung der Mitarbeiter ermöglicht. Vorbilder dazu sind aktive Diskussions- und Tauschforen im WWW, Blogs oder Wikis, vor allem aber die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Noch ist allerdings offen, inwieweit es gelingen kann, diese Vorbilder auf den Wissensaustausch in Unternehmen erfolgreich zu übertragen.

Das vorläufige Fazit:
Damit der Einsatz von Social Software im betrieblichen Wissensmanagement eben mehr als nur ein Strohfeuer wird, müssen Unternehmen erst Bedigungen schaffen, die dazu anregen, wichtige Beiträge zu leisten und auf die Beiträge anderer zu reagieren. Dass dabei wichtige und qualitativ hochwertige Informationen ausgetauscht werden, ist nicht selbstverständlich.

Rolotec beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wissensmanagement und bietet auch im Bereich des Einsatzes, der Beratung und der Massschneiderung von Social Software-Lösungen wertvolle Erfahrung, die wir gerne zu Ihren Gunsten einsetzen.

Die Titelstory besagten Magazins lautet übrigens: "Aller Anfang ist schwer: Wie wähle ich eine geeignetes Wissensmanagement-System aus?" Auch für die individuell richtige Beantwortung dieser Fragestellung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:16 | TrackBack

31.05.2006

Mehrwert durch Business Intelligence

CIO schreibt unter "Business Intelligence verbessert geschäftlichen Umsatz" über eine Studie von IDC, die u.a. zu folgendem Schluss kommt:

Die Studie betont, dass BI nicht nur eine Reihe von Software-Tools darstellt, sondern auch dazu befähigt, Kunden und Produktdaten zu analysieren und auf sie einzuwirken. BI-Technologien dürften nicht nur zum Einsatz kommen, um zurückliegende Daten zu analysieren sondern auch um Vorhersagen für die Zukunft zu treffen.

Was genau ist Business Intelligence? Sarah Preuschoff schreibt in "Business Intelligence - Gegenstand, Ansätze und Technologien" (PDF, 618 KB):
Der Versuch Business Intelligence allgemein zu definieren hat bis heute kein Ende gefunden – die standardisierte Definition gibt es nicht. Bei Business Intelligence handelt es sich mehr um eine Art begriffliche Klammer, die verschiedene Ansatzmöglichkeiten miteinander vereint. So kann man sagen, dass es sich bei BI nicht um ein neues Produkt bzw. eine neue Dienstleistung handelt, sondern bereits bestehende Konzepte miteinander verknüpft wurden. „Neuer Wein in alten Schläuchen“ sozusagen. Der Wikipedia-Beitrag zu Business Intelligence bietet unter anderem folgendes drei-Phasen-Modell:
In der ersten Phase (data delivery) werden Eckdaten festgelegt und erhoben (quantitativer und qualitativer Art, strukturiert oder unstrukturiert). Diese Datenerfassung erfolgt entweder über ein "operatives" System (OLTP) oder in einem Data Warehouse.

In der zweiten Phase (discovery of relations, patterns, and principles) werden die Daten in Zusammenhang miteinander gebracht, sodass Muster und Diskontinuitäten sichtbar werden und mit etwaigen zuvor aufgestellten Hypothesen verglichen werden können, z. B. in Form von multidimensionalen Analysen oder Data Mining.

In der dritten Phase (knowledge sharing) werden die Erkenntnisse dann im Unternehmen kommuniziert, d. h. in das Wissensmanagement integriert. Die Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse soll dazu dienen, Entscheidungsgrundlagen für Maßnahmen und Aktionen zu liefern.


Über Zusammenhänge von Business Intelligence und Wissensmanagement haben wir jüngst geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 15:41 | TrackBack

17.05.2006

Information gewinnbringend einsetzen

Das koreanische Medienunternehmen chosun.com schreibt im Artikel "Knowledge Management, a Key to Corporate Success":

Conglomerates' competitiveness depends on how well they manage the knowledge of their staff, according to a report by the Korea Chamber of Commerce and Industry. The largest private business organization said what's called "knowledge management" will act as a key factor to corporate success in the future.

Dass der effiziente Umgang mit Information (und Wissen) in der Informationsgesellschaft von entscheidender Bedeutung ist, schreibt heute auch Top-Consultant.com im Beitrag "Business intelligence - a market on the up" mit folgenden Worten:
Information fuels the economy and plays an essential role in developing and maintaining a sustainable competitive advantage. The demands on a business today - increased global competition, lower barriers to entry, lower profit margins - are creating an ever-increasing need for access to data. The ability to get the right information to the right people at the right time is, therefore, more important than ever; however, the sheer volume of available data makes such a proposition increasingly challenging...

Ein äusserst wichtiger Part: Informationen im Unternehmen (wieder) finden - und das ohne Wulst an unnützen Suchresultaten und mit möglichst intelligenter Verknüpfung mit anderen relevanten Informationen. Die Grundlagen haben wir im Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart" beschrieben. Für individuelle Beratung stehen wir gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 14:09 | TrackBack

03.05.2006

"Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart"

Unter diesem Titel hat Rolotec einen Artikel (PDF, 259 KB) über Suchen & Finden im Unternehmen für den heute erschienenen Netzguide Business Software 2006 geschrieben.

Im Artikel finden Sie Hinweise, ob Ihr Unternehmen mit einer preiswerten Desktop Search-Lösung oder eher mit einer Enterprise Search-Lösung sehr viel Zeit und damit Geld sparen kann (was so oder so der Fall sein wird).

Verfasst von Hans Fischer um 09:54 | TrackBack

26.04.2006

Sicherheitsrisiko Desktop Search (?)

"Desktop Search risks deserve close management scrutiny", titelt Computerworld und fügt in der Unterzeile an: "Web-based services are dangerously attractive to end users". Laut Computerworld sind die grössten Gefahren von Desktop Search-Tools in Unternehmen:

(...) But these consumer-oriented tools also represent a potential risk to corporate networks if restricted files are shared or end users gain unauthorized access to improperly secured documents. Worse yet, some tools such as Google Desktop have features that let end users search across multiple computers by storing index information remotely on external servers. (...)

Was den Download und die Anwendung von Software aus dem Internet anbelangt, ist das Management für jeweils passende Richtlinien verantwortlich. Für die optimierte und sichere Implementierung von Desktop Search-Applikationen sollte ein erfahrener externer Partner zu Rate gezogen werden, falls keine oder keine entsprechend geschulte IT-Abteilung vorhanden ist.

Im Bereich des Desktop Search arbeiten wir mit G10 Software AG (Svizzer) zusammen. Bezüglich des Sicherheitsaspektes wurde im Interview zur Lancierung der Zusammenarbeit gesagt:

(...) Ein Grossteil unserer Kunden stammt aus der Finanzbranche. Wenn nun die Mitarbeiter einer Bank eine Desktopsuch-Lösung installieren würden, welche Daten auf einem externen Server indexiert, würde ein unglaublich grosses Risiko eingegangen. Im Sinne der IT- und Datensicherheit ist zwingend notwendig, dass Installationen entsprechend designed und integriert werden. (...)

Verfasst von Hans Fischer um 10:31 | TrackBack

13.03.2006

CIA mit Online-Recherche ausgehebelt

... wenn wir heute schon über Suchmaschinen schreiben (=> "Die Google Story" in Deutsch), dann darf der Scoop der Chicago Tribune vom Wochenende nicht fehlen: Dank des Einsatzes von öffentlich zugänglichen Quellen und intelligentem Data-Mining wurden laut Spiegel Online 2600 CIA-Agenten, Scheinfirmen, Flugzeuge und rund zwei Dutzend Standorte des Geheimdienstes enttarnt.

Verfasst von Hans Fischer um 13:47 | TrackBack

16.02.2006

Rolotec und Svizzer "finden" gemeinsam

Wir haben mit der Churer G10 Software AG, Herausgeberin der Suchmaschine Svizzer, eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Nebst der Software von Autonomy/Verity wird Rolotec ab sofort auch die G10-Produkte für die Kunden massschneidern und integrieren. Aus aktuellem Anlass geben Adrian Huzli, Leiter Verkauf und Marketing der Rolotec AG, und Alexander Rossner, CEO G10 Software AG, Auskunft.

Was verbindet Biel mit Chur?
Adrian Hutzli: Die SBB. Spass beiseite: Ganz bestimmt zwei starke Software-Unternehmen …
Alexander Rossner: … deren Zusammenarbeit den Kunden Mehrwert bringt.

Welchen Mehrwert?
Alexander Rossner: Rolotec hat eine während Jahren bewiesene Kompetenz im Bereich der Anpassung und Integration von Knowledge Management-Lösungen. Unser Fokus liegt auf der Weiterentwicklung klar fokussierter Produkte aus diesem Bereich.

Was beinhaltet die Produktpalette?
Alexander Rossner: Wir bieten zwei Desktopsuch-Lösungen für Privatpersonen und eine Enterprise-Lösung für Unternehmen.

Und welche Rolle spielt Rolotec in diesem Zusammenhang?
Adrian Hutzli: Unsere Spezialität ist es, die Produkte exakt den Betriebsabläufen, der IT-Architektur und den Bedürfnissen der Kunden anzupassen und in deren Infrastruktur zu integrieren. Svizzer bietet die notwendigen Schnittstellen, damit wir die kundenspezifischen Anpassungen vornehmen können.

Rolotec hat solcherlei auf der Basis der Software des Weltmarktführers Autonomy/Verity bereits gemacht. Warum nun die Kooperation mit G10?
Adrian Hutzli: Wir arbeiten weiterhin mit Autonomy/Verity zusammen. Benötigen Kunden komplexe Wissensmanagement-Systeme mit Schnittstellen zu weiteren Business Intelligence-Applikationen, ist diese Software gut geeignet. Falls aber das relativ einfache Suchen und Finden von Information Hauptbedürfnis ist, bietet G10 mit den Svizzer-Produkten eine ausgezeichnete Grundlage.
Alexander Rossner: Wir möchten uns nicht mit den Grossen wie Autonomy/Verity oder FAST vergleichen. Wir haben uns auf den Retrieval-Prozess spezialisiert, einen kleinen Teil des Wissensmanagements also, bearbeiten diesen aber konsequent und mit innovativen Lösungsansätzen…
Adrian Hutzli: … und mit preislich vorteilhaften Konditionen.

Auf Desktopsuche haben sich unter anderem auch die grossen Suchmaschinen-Betreiber spezialisiert. Bei Google oder Yahoo! können Desktop-Search-Applikationen kostenlos heruntergeladen werden. Wie wollen sich Svizzer/Rolotec da behaupten?
Adrian Hutzli: Ein Grossteil unserer Kunden stammt aus der Finanzbranche. Wenn nun die Mitarbeiter einer Bank eine Desktopsuch-Lösung installieren würden, welche Daten auf einem externen Server indexiert, würde ein unglaublich grosses Risiko eingegangen. Im Sinne der IT- und Datensicherheit ist zwingend notwendig, dass Installationen entsprechend designed und integriert werden.
Alexander Rossner: Kommt dazu, dass wir die Desktopsuche für Privatpersonen ebenfalls kostenlos anbieten.

Verfasst von Hans Fischer um 18:44 | TrackBack

06.02.2006

Yahoo! und die soziale Suche

Nach dem Artikel von CNNMoney.com über die Zukunftsszenarien von Google - die Prognosen reichen von Google is God bis Google is dead - liefert FOCUS Online heute unter "Revolution im Suchgeschäft" ein interessantes Interview mit Bradley Horowitz, Director of Technology Development von Yahoo! USA.

Nachfolgend einige Textauszüge:

Der Anwender könnte zum Beispiel einen Schalter mit dieser Auswahl sehen: „Zeige mir, was Webmaster für wichtig halten“ oder „Zeige mir, was Ärzte für wichtig halten“ – oder auch „Zeige mir, was meine Nachbarn wichtig finden“. Oder seine Freunde. Das ist soziale Suche.

Wenn wir das Internet maschinell durchsuchen, ist das ja immer ein Wettrüsten: Die andere Seite versucht ständig, unsere Algorithmen für sich auszunutzen, sie baut gefälschte Link-Netzwerke und so weiter, die wir entdecken müssen.

Es entwickelt sich gerade eine neue Wissenschaft, die sich damit befasst, stabile und erweiterbare Algorithmen zu entwickeln, die mit den neuen Faktoren zurechtkommen, die soziale Suche ins Spiel bringt. Gleichzeitig werden auch die bisherigen Beurteilungskriterien einer Suchmaschine – wie komplett, aktuell, relevant und verständlich präsentiert sind ihre Ergebnisse – erhalten bleiben.

Sicher werden alle Suchmaschinen in naher Zukunft Audio- und Video-Inhalte zu verstehen lernen.

Was die letzte Bemerkung anbelangt, gehört ebendieser Bereich zu den Spezialitäten unseres Knowledge Management-Partners Autonomy/Verity.

Am 3. Februar war in der Technology Review (in Deutsch) ein Interview mit Horowitz unter dem Titel "Kultur des Mitmachens" erschienen. Die Aussagen überschneiden sich teilweise - was die Titelgebung vermuten lässt. Der Artikel von Technology Review bietet aber nachwievor genügend Substanz, um ihn als empfehlenswert einzustufen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:30 | TrackBack

01.02.2006

Wider die Geldvernichtung - 2. Suchen & Finden

Das Management von Daten, Informationen und Wissen (=> Unterscheidung) bringt direkten Nutzen, das ist wenig bestritten und wurde im Beitrag gestern umrissen. Im Idealfall resultiert ein integrierter Managementprozess.

Vielen Unternehmen oder Organisationen ist aber bereits mit einem Teilbereich sehr geholfen. Konkret: Wenn sämtliche je in einem Unternehmen abgelegten Briefe, Offerten, Preistabellen, Analysen, Präsentationen, E-Mails, E-Mail-Anhänge und Ähnliches prompt wiedergefunden werden, spart das Unternehmen ohne jeden Zweifel Zeit und Geld. Nebst einfach zu bedienender Suchfunktion und nach Relevanz geordneten Resultatlisten können Erweiterungen integriert werden - zum Beispiel die automatische Anzeige von zum jeweiligen Suchbegriff passenden Fachexperten. Wir beraten Sie gerne individuell.

Verfasst von Hans Fischer um 15:20 | TrackBack

31.01.2006

Wider die Geldvernichtung - 1. Einführung

cashdrain.gifNicht, dass wir Ihnen mit der Titelgebung zu Nahe treten möchten. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass diese Aussage zutrifft, ist zumindest bei der grossen Mehrheit der Unternehmen sehr hoch. Falls Sie Wissensmanagement (Knowledge Management) in Ihrem Unternehmen erfolgreich praktizieren, können Sie entspannt zurücklehnen und weitersurfen. Für die anderen zeigen wir künftig in loser Folge von Beiträgen Inhalte und Einsatzmöglichkeiten von Wissensmanagement auf. Warum? Das im Titel angetönte Sparpotenzial und die potenziellen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit sind enorm - wir sind ja Teil der "Wissensgesellschaft".

"Wissen ist der entscheidende Produktionsfaktor unserer Zeit", sagt HSG-Professor Fredmund Malik. Mit dem Begriff "Wissensmanagement" an sich steht er aber auf Kriegsfuss:

Es gibt keinerlei Möglichkeit, in irgendeinem vernünftigen Wortsinn Wissen als solches zu managen. Was aber möglich und nötig ist und gleichzeitig durch die modernistische Fixierung auf Wissensmanagement übersehen wird, ist das Management von Menschen, die mit Wissen arbeiten, also die Kopfarbeiter, wie man sie nennen kann, und ihre eigentliche Tätigkeit, die Kopfarbeit.
Wer sich für Solcherlei interessiert, findet die Replik auf Maliks Thesen von Professor Marco C. Bettoni. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage eine Auswahl an Links zu beiden Standpunkten.

Und wie wird "Wissensmanagement" abseits dieses Disputs definiert?
Wissensmanagement bezeichnet den bewussten und systematischen Umgang mit der Ressource Wissen und den zielgerichteten Einsatz von Wissen in der Organisation. Damit umfasst Wissensmanagement die Gesamtheit aller Konzepte, Strategien und Methoden zur Schaffung einer "intelligenten", also lernenden Organisation. In diesem Sinne bilden Mensch, Organisation und Technik gemeinsam die drei zentralen Standbeine des Wissensmanagements (nach Reinmann-Rothmeier et al. 2001, S. 18)

Zur Einstimmung auf die nächsten Beiträge ein Modell des integrierten Managementsprozesses.
KM_basics-5.jpg
(Bildquelle: "Einführung in das Wissensmanagement" (PDF 67,9 KB)

Verfasst von Hans Fischer um 17:15 | TrackBack

28.11.2005

Semantic Web on the move

Seit längerer Zeit fordern Internet-Erfinder Tim Berners-Lee und das World Wide Web Consortium (W3C) alle Verantwortungsträger auf, die Hindernisse für die Entwicklung des Semantic Web wegzuräumen. Argumentation und Grundgedanken wurden u.a. vor Jahresfrist in einem Interview mit der Technology Review festgehalten.

Das hartnäckige Fordern zeitigt positive Folgen, wie heise online unter dem Titel "Das Semantic Web auf dem Weg in die Praxis" schreibt.

Information zum Semantic Web und dem Einfluss auf Knowledge Management-Lösungen findet sich u.a. bei Wissensmanagement/community of knowledge (anschaulich erklärt und mit weiterführenden Links) oder bei Wikipedia.

Verfasst von Hans Fischer um 10:56

04.11.2005

Verity und Autonomy bilden Power-Couple

Wie erwähnt, arbeitet Rolotec im Bereich der Knowledge Management-Dienstleistungen mit dem US-Softwareanbieter Verity zusammen. Heute wurde bekannt gegeben, dass die beiden Branchenführer Verity und Autonomy künftig zusammengehen werden. Autonomy bietet den Verity-Aktionären laut Dow Jones Newswires (u.a. Newsfeed von Telekurs iD Intelligent Display) $13.50 je Aktie (Schlusskurs am 3. November 2005 war $10.37). Wenn Sie die ganze Pressemitteilung lesen wollen, klicken Sie bitte auf "mehr" am Schluss dieses Textes.

Was bedeutet das Zusammengehen der beiden Branchenführer für uns und unsere Kunden? Nun, ohne allzu blauäugig sein zu wollen, dürfte das Produktangebot zweifelsohne aufgewertet werden. Spezialitäten der beiden Anbieter sind unter anderem die sprachunabhängige Analyse von unstrukturierten Informationen durch Autonomy oder die automatisierte Klassifizierung durch Verity. Wir informieren zu gegebener Zeit über die konkreten Auswirkungen der Übernahme auf die Produkte- und Servicepalette von Autonomy/Verity.

Ps. Nebst Anpassung und Integration von Verity-Software bieten wir im Bereich des Wissensmanagements auch Eigententwicklungen und Einsatzmöglichkeiten von Alternativ-Software an - immer optimal zugeschnitten auf die Bedürfnisse unserer Kunden.

DOW JONES NEWSWIRES

PRESS RELEASE: Autonomy Corporation plc Announces Agreement to Acquire Verity, Inc.

CAMBRIDGE, England, November 4 /PRNewswire-FirstCall/ -- Autonomy Corporation plc (LSE: AU. or AU.L), a global leader in infrastructure software, and Verity, Inc., a leading provider of business search and process management software, today announce that they have entered into a definitive agreement under which Autonomy will acquire Verity.

Acquisition Highlights

- Under the terms of the Acquisition Agreement, it is proposed that Verity stockholders will receive $13.50 in cash for each outstanding Verity share, representing a premium of 30% to the closing share price of $10.37 on 3 November 2005.

- Aggregate consideration of approximately $500 million (assuming exercise of all vested in-the-money Verity share options), funded by certain capital raising measures, a term loan and a portion of Verity and Autonomy's cash reserves. Post-closing Autonomy expects to have a cash balance of at least $65 million.

- Dr. Mike Lynch, Autonomy group CEO and co-founder, will continue as Chief Executive Officer of the expanded group. Anthony Bettencourt, CEO of Verity, will assume the position of CEO, Autonomy, Inc., the U.S. subsidiary of Autonomy. Stouffer Egan, current CEO, Autonomy, Inc., will move to Autonomy group and assume the position of Autonomy group Chief Strategy Officer

- All shareholding directors and executive officers of Autonomy and Verity have agreed to vote in favour of the Acquisition

- The Transaction is expected to complete in late 2005 and is subject to Autonomy and Verity shareholder and regulatory approvals and other customary closing conditions

Commenting on the Acquisition, Dr. Mike Lynch, Group CEO of Autonomy, said: "This is a transformational acquisition for Autonomy. The combination of Verity's core competencies within IDOL will extend the adoption of our Intelligent Data Operating Layer as the standard for handling all forms of unstructured information. We are bringing together two world-class companies that will substantially increase our scale and diversify our revenue streams. We believe the Acquisition will enable us to provide a significantly enhanced product offering to both companies' clients, whilst continuing to lead innovation in the industry. We are looking forward to working together with the extremely talented teams at Verity and offering all of our customers the benefits of automation."

"By Verity uniting with Autonomy, our combined 16,000 customers will benefit from the blend of technology leadership and customer-facing strengths in sales, support and professional services, all under one corporate banner," said Anthony Bettencourt, Verity Chief Executive Officer. Mr. Bettencourt continued: "Autonomy's technology has been designed over the years to be compatible with Verity's products as is evidenced in existing joint customers. The combination will make available to each company's customers the next generation technology and most advanced suite of functionality, whilst protecting investments in Verity's products."

Acquisition Terms

Under the terms of the Acquisition Agreement, Verity stockholders will receive $13.50 in cash for each outstanding Verity share, representing aggregate consideration of approximately $500 million (assuming exercise of all vested in-the-money Verity share options). The cash portion of the consideration will be funded through the proceeds of a rights issue (which is not open to US shareholders, subject to certain exceptions), a term loan of up to $60 million and Verity's and Autonomy's existing cash resources. The Acquisition is conditional upon, inter alia: (i) approval by Verity shareholders; (ii) approval by Autonomy shareholders at an Extraordinary General Meeting, notice of which will be sent to Autonomy shareholders in due course; and (iii) regulatory approvals, including antitrust approvals. The terms of the Acquisition have been unanimously approved by the Boards of Directors of both companies. Verity has agreed to pay a break-up fee to Autonomy of $12 million payable under the Acquisition Agreement upon certain termination events. Autonomy may be required to pay a break-up fee to Verity of $6.7 million under the Acquisition Agreement in limited circumstances relating to breach of financing obligations.

Timetable

Autonomy intends to send materials to Autonomy shareholders in due course. Assuming all conditions are satisfied, Autonomy currently expects the Acquisition to complete in late 2005.

Verfasst von Hans Fischer um 09:29 | TrackBack

05.09.2005

Resource Center für Knowledge Management

KPMG hat festgestellt:

Fortune500-Firmen verlieren bis zu 500'000 Dollar pro Stunde aus Mangel an präziser Information

Unternehmen verlieren 12'500 Dollar pro Mitarbeiter aufgrund der alljährlichen Vervielfachung an Texten

Rolotec hilft gerne und kompetent, dass in Ihrem Unternehmen diese Kostenfaktoren minimiert werden. Wir sind darauf spezialisiert, Knowledge Management-Lösungen auf Ihre Bedürfnisse - inhaltlich und finanziell - masszuschneidern.

Weiterführende Informationen finden Sie u.a. bei Knowledge Management Resource Center (Englisch), Competence Center zum Thema Wissensmanagement (Deutsch) und natürlich auch bei Wikipedia.

Verfasst von Hans Fischer um 09:04 | TrackBack