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06.07.2010
Juristisches zu Social Media im Unternehmen
Im Mai haben wir im Posting "Social Media im Unternehmen - regeln statt verbieten" geschrieben, dass es für den Einsatz von Social Media im Unternehmen keine Verbote, sondern vielmehr Regeln und Strategien brauche. Zeit Online bringt nun ein interessantes Interview mit dem Juristen Carsten Ulbricht (u.a. Blog Rechtzweinull) zum Thema. Ein Auszug aus "Soziale Netzwerke - 'Verbote sind keine Lösung'":
"Es wird noch sehr lange dauern, bis auch im Graubereich zwischen Privatleben und Arbeitswelt rechtliche Grundlagen geschaffen sind, die den Interessen des Arbeitgebers, des Arbeitnehmers und auch dem Datenschutz angemessen Rechnung tragen. Ich halte es daher für vorausschauend, wenn Unternehmen eigene Regeln einführen, statt sich vor den Arbeitsgerichten einem ungewissen Ergebnis auszusetzen. Auch Arbeitnehmern nützen klare Regelungen. Sie können die Transparenz fördern und bei den Mitarbeitern mehr Kompetenz im Umgang mit sozialen Netzwerken schaffen. Ohnehin entstehen die meisten Konflikte nicht durch böse Absicht, sondern durch Unwissenheit und die unbedachte Veröffentlichung von Inhalten im Internet. Die Mitarbeiter, die mit einem anonymen Kommentar ihrem Arbeitgeber schaden wollen, wird man mithilfe der Richtlinien sowieso nicht davon abhalten können. Entsprechende Regeln können aber als Leitplanken dienen, um den überwiegenden Teil der Mitarbeiter rechtliche Grenzen aufzuzeigen."
Verfasst von Hans Fischer um 06.07.10 13:36


