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29.04.2010

Generation Y - BerufskollegInnen 2.0 ticken anders

"Zwischen iPod und Learning 2.0" titelt Financial Times Deutschland und fasst zusammen:

"Die Berufseinsteiger von heute lernen und arbeiten anders als vorige Generationen. Das müssen Arbeitgeber berücksichtigen, wenn sie neue Mitarbeiter einstellen. Gleichzeitig gilt es, ihre Eigenheiten als Chance für das Unternehmen zu nutzen."
Der Artikel ist eine detaillierte und sehr lesenswerte Auseinandersetzung mit der Generation Y. Eine Auseinandersetzung, die im Sinne des nachhaltigen Unternehmenserfolges keinesfalls verdrängt werden darf.

Bisherige Beiträge zum Thema:

Verfasst von Rolotec AG um 14:56

28.04.2010

Visualisierung der Staatsverschuldungen

Nach den Meldungen zur jüngsten Abstufung Griechenlands und Portugals durch S&P (s. "Krise in Euro-Ländern - Jetzt brennt auch noch Portugal", FTD.de) und der stetig lauter werdenden Warnungen bezüglich weiteren überschuldeten Staaten, ist diese Visualisierung von "Worldmapping beyond mere description" der Universität Sheffield ganz hilfreich. Sie zeigt die Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (Farbabstufung) und die proportionale Ländergrössendarstellung im Verhältnis zur absoluten Verschuldung:

Worlddebt2010_b.jpg

(Klick ins Bild für Grossansicht; Bildquelle: "Worldmapping beyond mere description, University of Sheffield)

Verfasst von Rolotec AG um 10:17

26.04.2010

Capitol - Abnahme des neuen Geschäftssitzes

In zwei Wochen werden die ersten Kolleginnen und Kollegen im neuen Geschäftssitz auf dem Gelände des ehamaligen Kinos "Capitol" ihre Arbeitsplätze beziehen. Heute hat die Bauabnahme stattgefunden. Anbei einige Impressionen:

Capitol_26.4.2010 L1.jpg Capitol_26.4.2010 L2.jpg Capitol_26.4.2010 L3.jpg
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Verfasst von Rolotec AG um 13:36

23.04.2010

Wir unterstützen die «i-days 2010»

Verkehrshaus.ch informierte (s. Pressemitteilung) über die «i-days 2010», die wir als Sponsor sehr gerne unterstützen werden:

"Vom 18. bis 20. November 2010 finden unter dem Motto „Informatik bewegt die Schweiz“ die «i-days 2010» im Verkehrshaus der Schweiz statt. An diesen drei Tagen steht Informatik erleben und erfahren im Vordergrund. Das Verkehrshaus eröffnet mit der «i-factory» eine neue permanente Informatik-Ausstellung und die Informatik-Branche zeigt in einer Sondershow einem breiten Publikum auf anschauliche und spielerische Weise, wie sie die Schweiz bewegt."
Wir freuen uns sehr auf die Tage im Verkehrshaus.

Verfasst von Rolotec AG um 16:51

Lesetipp: "Wie das Internet Machtverhältnisse verändert"

Social Networks und Social Media sind in aller Munde, laufen auf allen Kanälen und sind Teil des gesellschaftlichen Lebens geworden. Gestern haben wir (mal wieder) über den Einfluss auf die Finanzwelt geschrieben, einige Tage vorher über Wissensmanagement-Auswirkungen. Einen übergeordnet interessanten Aspekt beleuchtet heute Welt Online im Artikel "Wie das Internet Machtverhältnisse verändert":

"Nach dem auf Faszination basierenden "Zugangsboom" der späten 90er-Jahre (...) und dem Nutzungsboom der späten 00er-Jahre mit der rasanten Verbreitung der Sozialen Netzwerke folgt jetzt eine Welle, in der sich Internetnutzer machtvoll zu Bewegungen zusammenschließen. Sie hätten die politische Agenda gesetzt, und zwar ohne einen Rückgriff auf etablierte Strukturen und die etablierten Massenmedien, sagte Kruse."
Besagter "Kruse" ist Peter Kruse, Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen. In besagtem Artikel gibt er abschliessend zu bedenken:
"'Die Social Software des Web 2.0 ist ein Angriff auf die etablierten Regeln der Macht und erzwingt ein grundlegendes Umdenken', sagt der Professor. Er rät Politikern oder Managern: Raus aus Expertengremien. Rein in die Netze. 'Das soziale Web ist eine Lawine, die bereits zu Tal donnert', ist seine Mahnung."

Verfasst von Rolotec AG um 10:34

22.04.2010

Bank der Zukunft: Traditionsbank oder Social Network?

Nach dem Beitrag "Derivate-Emittenten erobern Soziale Netzwerke" mit vielen weiterführenden Links auf Finance 2.0-Themen heute nun der Hinweis auf den sehr interessanten Beitrag "Banking: Online, Social, Facebook?", geschrieben von Marcel Bernet für den Extrablog auf NZZ Online. Die Ausgangslage:

"Drei Stufen der Evolution bedrohen Margen und Marktanteile der Banken: 1. Online Banking, 2. Social Banking, 3. Facebook, Google, Sonstwer. Die dritte Stufe scheint im Augenblick noch die visionärste, auf Stufe eins startet gleich Wegelin durch und Stufe zwei ist schon ziemlich verbreitet."
Der Autor stellt bezüglich der 3. Stufe die finale Frage, wer sein Geld einem Technologiekonzern oder einer Sozialen Plattform anvertrauen würde? Nun, klassische Banken sind selber zu spezifischen "Technologiekonzernen" geworden und Soziale Netzwerk-Projekte sind vielerorts Thema (s. unter anderem Fachartikel "Finance 2.0 - User machen Druck oder springen ab").

Zentral sind die sich fundamental verändernden Kundenbedürfnisse und Kommunikationsverhalten. Wer sich am besten daran anpasst, gewinnt die Zukunft und Kundenvertrauen - egal ob ursprünglich Traditionsbank, Social Netzwerk oder Fusionsprodukt.

Verfasst von Rolotec AG um 14:05

20.04.2010

Wissensmanagement 1.0 bis 3.0

Tolle Übersicht von PpcSoft im Beitrag "KM 3.0: This time it's personal" über die Essenz von Wissensmanagement 1.0 bis 3.0 (s. auch WM 2.0 Wiki):

km30.jpg
(Bildquelle: PpcSoft)

Und zur Unterscheidung halten die Verfasser folgende Essenzen fest:

  • KM 1.0 focused on collecting knowledge "before it walked out the door".
  • KM 2.0 KM 2.0 focused on sharing knowledge using web-enabled and social media tools.
  • KM 3.0 KM 3.0 focus on using existing knowledge to help people get their job done !

Verfasst von Rolotec AG um 11:17

19.04.2010

"Derivate-Emittenten erobern Soziale Netzwerke"

... titelt Financial Times Deutschland und schreibt:

"Videos gibt es auch auf Youtube. Formate wie Bosse & Meinel von der Deutschen Bank oder eine tägliche Chartanalyse des Dax finden sich im World Wide Web überdies auch von BNP Paribas. Neben Youtube setzen die Franzosen mit ihrer Präsenz auf Twitter und Facebook neue Standards um auch jüngere Anleger anzusprechen. "Für uns ist das ein Versuch zu testen, wie es beim Nutzer ankommt und um frühzeitig in den neuen Kanälen positioniert zu sein", sagt Grégoire Toublanc, Derivatefachmann der BNP Paribas."
Wer zweifelt da noch grundsätzlich ob Potenzial und Notwendigkeit für die ganze Branche?

Weitere Beiträge zu Finance 2.0:

Wir twittern @Rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 09:22

16.04.2010

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Unsere Wochenend-Rubrik heute mit dem PC EZ-Bake Oven für $29.99 bei THINKGEEK. Laufwerk raus, Mini-Ofen rein et voilà, Ihre PC-Bäcker-Zukunft kann beginnen.

pc-ez-bake.jpg
(Bildquelle: THINKGEEK)

Hey, ist natürlich ein Gag. Klickt man auf "Buy", erscheint ein 1. April-Text. Der Fool's Day Ist zwar schon eine Weile her, aber der Tipp aus der Leserschaft (vielen Dank an dieser Stelle) war gut. Und angesichts bisheriger "Dinge, die die Welt nicht braucht" würde es noch nicht mal allzu sehr überraschen, wenn es das Ding wirklich geben würde.

Verfasst von Rolotec AG um 15:17

14.04.2010

IT-Talente für Praktika, Diplomarbeit oder Festanstellung

In eigener Sache: Wir sind spezialisiert auf Börseninformation, Referenzdaten, Datenverarbeitung, Wissensmanagement und Operating, betreuen Kunden in verschiedendsten Ländern und suchen laufend IT-Talente für Praktika, Diplomarbeit oder Festanstellung.

Überdurchschnittliche Leistungen werden überdurchschnittlich gefördert und belohnt.

Interessierte melden sich bitte bei unserer HR-Abteilung.

Verfasst von Rolotec AG um 10:28

13.04.2010

Benchmark für twitternde Unternehmen

CNBC.com hat "The Top 10 Companies on Twitter" veröffentlicht. Trotz US-Fokus sind die Beispiele und Kommentare durchaus auch für Unternehmen in unserem Sprachraum interessant. Warum? Viele Unternehmen werden sich dereinst Mikroblogging zuwenden oder bereits bestehende Accounts professionalisieren müssen. Da scheint guter Rat teuer (genug).

Verwandte Beiträge:

Wir twittern @Rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 14:34

09.04.2010

Börsen-Apps für iPhone und iPad

Die erste mobile Börsen-Applikation haben wir 2005 entwickelt (s. "Börsenkurse für den BlackBerry"). Nach einigen individuellen Lösungen für das iPhone haben wir für unsere Börseninformationskunden nun eine Basis-Applikation entwickelt, deren Grundfunktionen in einer Flash-Demo gezeigt werden.

Wie gesagt, handelt es sich um eine Demo: Selbstredend wird das Layout an die jeweilige Corporate Identity unserer Kunden angepasst und Inhalte können weggelassen oder mit bankenspezifischem Content ergänzt werden. Ausserdem werden Portfolios und Watchlisten der User übernommen und müssen im jeweiligen Banken-App nicht neu erfasst werden. Der Einbau einer Trading-Schnittstelle ist ebenfalls möglich und wurde im Zusammenhang mit einem Kundenprojekt bereits realisiert.

Für iPads wird eine entsprechend optimierte Version entwickelt.

Anbei ein Bild der Basisanwendung für das iPhone (ohne kundenspezifische Corporate Identity):

iapp1.jpg

Verfasst von Rolotec AG um 10:44

08.04.2010

"Mit Marketing 2.0 Kunden gewinnen" & Handlungstipps

"Wissensmanagement - Das Magazin für Führungskräfte" hat mit "Mediennutzung - Mit Marketing 2.0 Kunden gewinnen" einen interessanten Artikel frei zugänglich publiziert. Der Artikel beginnt mit der Feststellung, dass ohne passende Strategie kein Blumentopf zu gewinnen sei. Deren Essenz lautet:

  1. Lerne alles über Digitale und Soziale Medien
  2. Entwickle einen eigenen Web-2.0-Marketingplan
  3. Nutze „Word-of-mouth-Marketing“
  4. Öffne Deine Kommunikation! Genieße den Austausch mit Kunden
  5. Mache etwas Neues, an das sich Kunden erinnern
  6. Vergiss nicht, aus Deinen Aktivitäten zu lernen (Tracking, Monitoring, Learning)
Und das Fazit?
"Die Zukunft der Kundengewinnung liegt in der Integration realer und virtueller Kundengewinnungsstrategien. Die Verschmelzung beider Marketingwelten wird künftig in immer mehr Unternehmen Realität sein. Die nächste Herausforderung lautet: die Marken für das mobile Internet attraktiv machen."
Diverse Artikel mit weiterführenden Links zum Thema Social Media Marketing finden Sie auch in unserem Archiv. Zur Erinnerung noch mal unsere konkreten Handlungstipps für corporate Social Media-Aktivitäten:

Potenzialanalyse: Den Einsatz von Social Media-Tools gilt es eingehend auf ihre Kompatibilität mit der Unternehmensstrategie und den daraus abgeleiteten Zielen (Marketingstrategie) zu analysieren. Insbesondere hat die Segmentierung der relevanten Zielgruppen unter Berücksichtigung der Dimension «Onlineaffinität» zu erfolgen.

Zieldefinition: Social Media-Anwendungen sind mittlerweile so bekannt, dass Trial and Error als Vorgehensweise nicht (mehr) zu empfehlen ist. Es ist unumgänglich, konkrete Ziele für den Einsatz zu setzen, darauf die Weiterentwicklung und -planung zu basieren und die Ziele nach Inbetriebnahme der Lösungen auch zu kontrollieren.

Toolevaluation: Je nach Strategie, Zielsetzung und vor allem auch Unternehmenskultur sind individuell passende Tools zu evaluieren.

Risikobewusstsein: Auch im Internet gelten Gesetze und es existiert kriminelle Energie. Generell unterschätzt werden auch immaterialgüterrechtliche Belange. Es ist ein absolutes Muss, dass sich Unternehmen weitreichende Sicherheitsgedanken machen und diese in Form von verbindlichen Richtlinien festhalten.

Personalschulung: Es gibt nichts Langweiligeres, als schlecht geschriebene Corporate Blogs, Twitter, Wikis oder andere Anwendungen. Ein Unternehmen kann sich äusserst schnell einen Imageschaden einhandeln, wenn die Inhalte nicht von entsprechend befähigten Mitarbeitenden verfasst werden.

Pilotanwendungen: Die zielkonformen Anwendungen müssen ausgiebig getestet werden. Idealerweise wird ein Teilnehmerkreis gewählt, der die künftigen Ziel- und Anwendergruppen gut repräsentiert. Bei Tests wird in der Regel viel Optimierungspotenzial gefunden, was unter anderem auch die gefühlte Toleranz gegenüber den neuen Anwendungen signifikant erhöhen kann. Die Mitarbeitermotivation, entscheidend für den Erfolg des Social Media-Einsatzes, steigt damit entscheidend.

Lösungsetappierung: Nach den Testläufen kristallisieren sich Bereiche heraus, deren Implementierung sich aus Sicht von Machbarkeit, Potenzial und Interessenlage aufdrängen. Die Implementierung einer möglichst umfassenden, endgültigen Lösung ergibt wenig Sinn. Schrittweises Implementieren, daraus lernen und weiterentwickeln, ist die Grundlage der Erfolgsgeschichte

Mitarbeitereinbezug: Die tangierten Mitarbeitenden müssen zwingend eingehend instruiert und geschult werden. Weiter ist stetige, kommunikative Begleitung unumgänglich, um Interesse, Akzeptanz und Interaktion erzeugen zu können. Wie bereits erwähnt, ist die Mitarbeitermotivation entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.

Zielgruppenkommunikation: Kommunikation und Interaktion mit den Zielgruppen (intern, extern oder gemischt) sind absolut zentral. Ohne entsprechendes Engagement der zuständigen Manager und Mitarbeitenden kann sich kein Erfolg einstellen. Wenn User-Anregungen oder -Fragen nicht prompt, authentisch, transparent und kompetent bearbeitet werden, verpufft der Effekt.

Zielüberprüfung: Nichts ist für die Ewigkeit, und im Internet wäre die Ewigkeit sowieso endlich und kurz. In diesem Kontext ist klar, dass auch webbasierte Lösungen eine relativ kurze Halbwertszeit besitzen. Die Wettbewerbs- und Internetentwicklung muss laufend im Auge behalten und analysiert werden. Die Zielsysteme sind entsprechend zu adjustieren und die Massnahmen anzupassen. Wer die Kapazität oder Ressourcen für diesen laufenden Prozess nicht hat, sollte sich mit Social Media nicht die Finger (oder das Kapital) verbrennen.

Wir twittern @Rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 16:25

06.04.2010

Corporate Twitter kostet jährlich rund CHF 16,4 Milliarden

"Zeitverschwendung", nannte ein Bekannter an einem Osteranlass Twitter und zeigte sich überzeugt, dass die "unproduktive Twitterei" die Milliarden kosten würde. Ohne auf den Nutzen von corporate Twitter wie Markenführung, Marktforschung, Kommunikation oder Wissensmanagement (s. auch "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?") einzugehen, wenden wir uns den Zahlen und einer kleinen - maximal reduzierten und keinesfalls allzu ernst zu nehmenden - Überschlagsrechnung zu:

Ende Februar ging die News um die Welt, dass täglich rund 50 Millionen Tweets verfasst würden. Nehmen wir nun (grosszügig) an, dass davon ein Drittel entweder im Auftrag von Unternehmen oder aber während der Arbeitszeit geschrieben werden. Das entspricht folglich rund 16,7 Millionen "corporate" Tweets weltweit. Werden für jeden Tweet 2 Minuten gerechnet, ergibt das täglich 556'667 Stunden. Bei einem (ebenfalls grosszügig gerechneten) internationalen (Netto-)Durchschnittsstundensatz von CHF 40.- erreichen wir Kosten von täglich CHF 22,3 Millionen. Berücksichtigt man noch die Zeit der Follower fürs Lesen während der Arbeitszeit, dürfte eine Verdoppelung auf insgesamt täglich rund CHF 45 Mio. in etwa hinkommen. Der Betrag entspricht alles in allem rund 4 Prozent der täglichen Werbeaussagen weltweit. Beachtet man die Öffentlichkeitswirkung von Twitter, dann scheint der Return on Investment ziemlich gut sein - doch das ist wiederum ein ganz anderes Thema (s. auch "Wie Marketing-Budgets effektiv arbeiten").

Noch zur einleitend erwähnten Milliardenbehauptung des Bekannten: Gemäss Überschlagsrechnung sind es (ohne Infrastrukturkosten etc.) jährlich rund CHF 16,4 Milliarden.

Wir twittern unter @rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 10:05

01.04.2010

Olympia ab 2018 exklusiv in der Schweiz ...

... und andere erstaunliche Schlagzeilen machen heute die Runde. Warum? 1. April. So gut wie die im Titel angetönte Olympia-Story der htr hotel revue, sogar mit echten Expertenzitaten versehen, sind aber längst nicht alle Aprilscherze.

Was den Ursprung dieses Brauches anbelangt, schreibt Wikipedia zu möglichen Erklärungen:

  • Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht.

  • Angeblich bat an einem 1. April ein sechzehnjähriges Mädchen, dessen Name unbekannt ist, Heinrich IV., König von Frankreich in den Jahren 1589–1610, der sich jungen Damen geneigt zeigte, schriftlich um ein heimliches Rendezvous in einem diskreten Lustschloss. Als Heinrich zu dem Tête-à-tête erschienen sei, habe ihn überraschend der versammelte Hofstaat begrüßt, vorgestanden von seiner Gemahlin Maria von Medici, welche ihm untertänigst dafür gedankt haben soll, dass er ihrer Einladung zum „Narrenball“ gefolgt sei.

  • Ein weiterer möglicher Ursprung des Brauchs ist auf ein Ereignis während des Achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden zurückzuführen. Am 1. April 1572 wurde Brielle als erste holländische Stadt von den Wassergeusen erobert. Dem verhassten spanischen Statthalter Fernando Álvarez de Toledo „drehte man daraufhin eine Nase“, was sich bis heute in den holländischen Geschichtsbüchern manifestiert: „Op 1 april verloor Alva zijn bril“ (Am 1. April verlor Alba seine Brille!).

  • Der 1. April gilt, je nach Überlieferung, als Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot, der Jesus Christus verraten hatte. Zudem sei der 1. April angeblich der Tag des Einzugs Luzifers in die Hölle und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse.

  • Der französische König Karl IX. führte 1564 durch das Edikt von Roussillon eine umfangreiche Kalenderreform durch und verlegte den offiziellen Jahresanfang auf den 1. Januar. In einigen Regionen Frankreichs feierten die Menschen aber – zum Teil aus Unwissenheit – weiter Ende März. Sie sollen als „Aprilnarren“ verspottet worden sein.

  • Auch das bekannte Aprilwetter („April, April kann tun, was er will …“) wird als Erklärung herangezogen.
Der Top-1. April-Scherz der "The Top 100 April Fool's Day Hoaxes of All Time" hat übrigens einen Schweizbezug: 1957 berichtete die BBC von der Schweizer Spaghetti-Baum-Ernte.

Verfasst von Rolotec AG um 10:31

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