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04.03.2010
Das schleichende Sterben von Social Media-Initiativen
Der Titel ist nicht allgemeingültig. Etablierte Social Media-Anwendungen erfreuen sich respektabler Vitalität und - im Sinne des Namens - regelmässig eingestellter Inhalte durch die User. Abseits der Massen, ob im Internet oder in Intranets, fristen Social Media-Initiativen oftmals aber ein kümmerliches Dasein. Gestartet mit grossem Trara, viel Einsatz, Enthusiasmus und häufig auch unter wohlwollendem User-Beifall werden Projekte lanciert und warten dann meist vergeblich auf das Einsetzen der für Social Media kennzeichnenden Kollaboration. Wenn sich in solchen Fällen nicht Einzelpersonen unermüdlich um die Inhalte zu Gunsten der teilweise durchaus sehr zahlreichen Konsumenten solcher Angebote kümmern, schläft die Sache schnell ein und setzt Patina an.
Mit dem WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki erleben wir das sehr direkt. 2006 im Rahmen einer MBA-Ausbildung mit drei Kollegen gestartet, wurde das Wiki mit einem Kraftakt ins Web gehoben, 2008 von einer Nachfolgeklasse weiterbearbeitet und seither inhaltlich kaum mehr weiterbearbeitet. Trotz hohen Zugriffsraten, vielen Verlinkungen und teilweise hervorragenden Inhalten, z.B. zur Symbiose von Wissensmanagement und Web 2.0 zu Wissensmanagement 2.0, wurde die inhaltliche Arbeit nie sozial mitgetragen. Dann veralten Links, steht nachwievor "Web 2.0" statt "Social Media", respektive "Social Networking" und das schleichende Social Media-Sterben setzt ein. C'est la (fin de la) vie.
Verfasst von Hans Fischer um 04.03.10 11:05

