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10.02.2010

Medienhäuser brauchen Social Network-Bypass

Am heutigen Google Buzz-Tag - erste Eindrücken via iPhone haben den Pulsschlag noch nicht erhöht- widmen wir uns übergeordneter Veränderung, respektive dem Posting "The Information Divide: The Socialization of News" von Brian Solis.

Der Social Media-Vordenker geht davon aus, dass die rasch wachsende Menge von News und vor allem deren Verbreitungsgeschwindigkeit die Massenmedien-Infrastruktur derzeit schlicht überfordert. Dies, weil aktuelle Ereignisse via Social Graphen (~Repräsentation der jeweiligen Netzwerkkontakte einzelner User) rasend schnell verbreitet werden.

Die laut Solis durch Verwirrung, Furcht und Ignoranz paralisierten klassischen Medienhäuser müssten für die Revitalisierung ihrer Geschäftsfelder weit mehr tun, als auf den Erfolg von iPad, Kindle & Co. zu hoffen. Grund:

"(...) News no longer breaks, it tweets - demonstrating the efficiency, momentum, and influence of the human network. With every new iterative update, social graphs transform into a highly organized information distribution system that resembles an “Amber Alert” network for the social Web – with far greater speed, reach, impact, and resonance."
Da News durch Soziale Netzwerke so schnell distribuiert werden, ist ein Graben zwischen der schieren Vermeldung und der (nachwievor wertvollen und geschätzten) journalistischen Aufbereitung von Ereignissen entstanden:
"The information divide describes the chasm that exists between information as it rapidly spreads through attention dashboards of connected individuals and the primary reporting of news by mainstream media reinforced through the emergence of trending topics within each network. It is distanced by the time required to discern, document, fact check, and publish material information, competing with citizen media whether or not it is completely or only partially based on facts."
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich Medienunternehmen in die Sozialen Netzwerke einklinken müssen, damit sie, seismographenähnlich, (r)echtzeitig die neuesten Trends realisieren. Letztere müssen dann sehr viel schneller als heute journalistisch bearbeitet und publiziert werden. Oder anders: Die klassischen Medien müssen sich veränderten Kommunikationsformen anpassen, die vom (ehemaligen oder potenziellen) Publikum initiiert und gestaltet werden.

Verfasst von Rolotec AG um 10.02.10 15:26


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