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26.01.2010
Corporate Twitter leidet an virtuellem ADS
Coporate Twitter hier, Berater-Heerscharen da. Grundaussagen zur Notwendigkeit und zur Unternehmensstrategie haben wir unter anderem im Beitrag "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?" geäussert.
Angesichts der täglich zunehmenden Statements zum Thema, meistens basierend auf mantrahafter Wiederholung ewiggleicher Aussagen, interessierten Zahlen. Essenz: Nimmt man z.B. den Rolotec-Webauftritt (Website und Blog) der letzten drei Monate, dann verhalten sich die Durchschnittswerte der Parameter Besuchsdauer und Besuchstiefe verschiedener Zugangsquellen wie folgt:
| Zugang | Verweildauer | Intensität |
|---|---|---|
| Direkt | 2.35 Minuten | 3.59 Seiten |
| Externer Link | 2.15 Minuten | 1.71 Seiten |
| Suchmaschine | 2.20 Minuten | 1.80 Seiten |
| 1.12 Minuten | 1.50 Seiten |
Via Twitter kommende Blog- oder Sitebesucher nehmen sich also sehr viel weniger Zeit, referenzierte Unternehmenswebsites und -blogs zu besuchen. Eine kleine Recherche bei befreundeten Twitter-Usern bestätigten die Richtgrösse dieser Werte (die Besuchslängen* und Seitenaufrufe variierten zwar relativ stark, die Verhältniszahlen präsentierten sich aber erstaunlich ähnlich).
Nun, dass Twitter sehr oberflächlich ist und der Grossteil der Beiträge kaum gelesen wird, ist ja bekannt. Genauso wie die Potenziale, die Corporate Twitter trotzdem bietet. Als flankierendes Kommunikationsmedium und für Monitoringzwecke eignet sich die Anwendung hervorragend. Für alles andere leidet Twitter - ohne probate Mustererkennung und Inhaltsfilter - aus Unternehmenssicht zu sehr noch am virtuellen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
*Der Tiefstwert der twitter-referenzierten durchschnittlichen (!) Besuchslänge lag bei 19 Sekunden.
Wir twittern unter @rolotec.
Verfasst von Hans Fischer um 26.01.10 10:32

