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26.01.2010
Social Media: Twitter & Co. in der Finanzindustrie
Auf GoldwynReports ist unser aktualisierter Fachartikel "Social Media: Twitter & Co. in der Finanzindustrie" zu finden. Ein Auszug:
"Twitter, Facebook, Blogs oder andere Social-Media-Anwendungen haben gemein, dass sie insbesondere von den kommenden Kundengenerationen sehr ernst genommen werden. Es ist kein Geheimnis, dass User der Meinung anderer User mehr vertrauen als den unkommentierten Aussagen von Unternehmen – Hochglanzpostille hin oder her. Der Einsatz von Social Media im Unternehmensbereich dürfte für viele Finanzinstitute deshalb von vitalem Interesse sein. Die Implementierung ist aber keinesfalls einfach. Sie sollte gut geplant sein (s. Handlungstipps unten). Zeit dazu ist noch vorhanden: Gemäss der Bankentrendstudie des Fraunhofer Innovationsforums Bank&Zukunft verfügen derzeit erst gut 25 Prozent der befragten deutschen Banken über Social Media-Anwendungen im Test- oder Live-Einsatz. Eine Übersicht über internationale Finance 2.0-Initiativen findet sich unter anderem im Roloblog."
Auswahl früherer Beiträge zur Thematik:
- Finance 2.0 (Social Finance) nimmt Fahrt auf
- Finance-Twitter, IT-Trends, Anbiederung, eCommerce, ePolitik, Finance Streams
- Megatrends: Finance 2.0 und Finance-KM
- Schweizer Banken tun sich schwer mit Finance 2.0
- Die Jugend lebt im Netz - Finance 2.0 wird Pflicht
- Konkreter Schritt in die (Twitter-)Banken-Zukunft
- Finance 2.0: Eine weitere Bank auf Twitter
- Social Media im Bankeneinsatz
- Banken und Social Media ...
- Finance 2.0 - "Die erste Google-Bank"
- User stehen auf Finanzen - Banken gefordert
- Finance 2.0 – neues Wissen aus alten Dokumenten
- CH-Banken tun sich schwer mit Web 2.0
Verfasst von Rolotec AG um 14:40
Corporate Twitter leidet an virtuellem ADS
Coporate Twitter hier, Berater-Heerscharen da. Grundaussagen zur Notwendigkeit und zur Unternehmensstrategie haben wir unter anderem im Beitrag "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?" geäussert.
Angesichts der täglich zunehmenden Statements zum Thema, meistens basierend auf mantrahafter Wiederholung ewiggleicher Aussagen, interessierten Zahlen. Essenz: Nimmt man z.B. den Rolotec-Webauftritt (Website und Blog) der letzten drei Monate, dann verhalten sich die Durchschnittswerte der Parameter Besuchsdauer und Besuchstiefe verschiedener Zugangsquellen wie folgt:
| Zugang | Verweildauer | Intensität |
|---|---|---|
| Direkt | 2.35 Minuten | 3.59 Seiten |
| Externer Link | 2.15 Minuten | 1.71 Seiten |
| Suchmaschine | 2.20 Minuten | 1.80 Seiten |
| 1.12 Minuten | 1.50 Seiten |
Via Twitter kommende Blog- oder Sitebesucher nehmen sich also sehr viel weniger Zeit, referenzierte Unternehmenswebsites und -blogs zu besuchen. Eine kleine Recherche bei befreundeten Twitter-Usern bestätigten die Richtgrösse dieser Werte (die Besuchslängen* und Seitenaufrufe variierten zwar relativ stark, die Verhältniszahlen präsentierten sich aber erstaunlich ähnlich).
Nun, dass Twitter sehr oberflächlich ist und der Grossteil der Beiträge kaum gelesen wird, ist ja bekannt. Genauso wie die Potenziale, die Corporate Twitter trotzdem bietet. Als flankierendes Kommunikationsmedium und für Monitoringzwecke eignet sich die Anwendung hervorragend. Für alles andere leidet Twitter - ohne probate Mustererkennung und Inhaltsfilter - aus Unternehmenssicht zu sehr noch am virtuellen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
*Der Tiefstwert der twitter-referenzierten durchschnittlichen (!) Besuchslänge lag bei 19 Sekunden.
Wir twittern unter @rolotec.
Verfasst von Rolotec AG um 10:32
25.01.2010
Unternehmen, wollt ihr ewig suchen?
CIO.de schreibt im Artikel "Enterprise Search - Suchlösungen schlecht eingesetzt":
"Mitarbeiter verbringen immer noch unnötig viel Zeit mit der Suche nach Informationen. Dadurch sinkt die Produktivität, während die Kosten im Kunden-Service steigen."So weit, so gut. Solcherlei haben wir u.a. im Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart" detailliert geschrieben und seither in vielen Postings à jour gehalten. Interessant ist die Aussage von CIO.de, dass vorhandene Suchlösungen oftmals nicht effizient genug und ohne unternehmensweite, strategische Grundlage eingesetzt werden. Das Marktforschungsinstituts Aberdeen hat die Evaluationskriterien für Enterprise Search untersucht und kommt zu folgenden Schlüssen:
"Erstens: Die Klassenbesten fokussieren sich bei Auswahl und Kauf von Lösungen für Enterprise Search auf die Wertschöpfung. Die Nachzügler schauen dagegen vor allem auf die Kosten. (...)Zweitens: Für einige der Klassenbesten ist der Einsatz von Such-Technologien inzwischen zu einem geschäftskritischen Faktor geworden. Sie konnten dadurch zum Beispiel die Produktivität von Mitarbeitern deutlich erhöhen sowie die Qualität im Kundenservice spürbar verbessern. (...)
Drittens: Je mehr in Unternehmen die Abhängigkeit von Suchtechnologien steigt, desto höher muss auch die Verfügbarkeit der eingesetzten Suchlösung sein. (...)"
Verfasst von Rolotec AG um 14:32
22.01.2010
Visuelle Essenz der perfekten Homepage
Im Zusammenhang mit der Börseninformationswebsite eines Kunden diskutierten wir über die perfekte Homepage - also die Startseite seiner Webpräsenz. Nun, die Userbedürfnisse scheinen schlicht zu facettenreich, um eine eindeutige Antwort geben zu können. So weiss man zum Beispiel aus der Didaktik um auditiv, visuell oder kinästhetisch veranlagte Menschen (s. "Lernstile") und deren unterschiedliche Bedürfnisse.
Dann könnte ja eventuell die Essenz der gängigen Web-Usability-Methoden zu Rate gezogen und die Homepage darauf basiert werden. Nein. Diese Erkenntnisse fliessen zwar in die Darstellung und Programmierung ein, die Bandbreite ist aber zu gross. Ausserdem richten sich die einzelnen Online-Börseninformationsanbieter an unterschiedliche Kundensegmente.
Was nun? Wir fokussieren bei der Frage auf zwei Elemente: Visualisierung und Individualisierung. Bezüglich Visualisierung habe ich im Posting "Napoleons Scheitern als Vorbild für Börsen-Visualisierung" geschrieben, dass Charles Joseph Minards Darstellung von Napoleons Russlandfeldzug aus dem Jahr 1869 fünf Ebenen darstellt und nach wenigen Blicken einen hervorragenden Überblick über den Feldzug vermittelt.
(Für Grossansicht aufs Bild klicken; Bildquelle: York University)
Wer am Nutzen dieser Visualisierung zweifelt, möge diesen Informationsgehalt doch kurz mal mit Worten zu vermitteln versuchen.
Zurück zur Börseninformation: Die Inhalte einer Börsen-Website sind immens. Eine "perfekte" Startseite würde also diese Daten- und Informationsmenge auf wenige, prägnante Visualisierungen reduzieren, die als Ausgangspunkt für das bewusste, vertikale Eintauchen in Informationsdetails und -zusammenhänge dienen würde. Dies ist aber nur mit der erwähnten Individualisierung sinnvoll. Denn erfahrene Anleger werden insbesondere eigene Portfolios, bestimmte Indizes und Auffälligkeiten auf der Startseite visualisiert haben wollen, während Anfänger den Gesamtüberblick und Hinweise schätzen, die ihnen für geplante oder getätigte Investments das Gefühl der Unsicherheit mildern.
Ein Kollege meinte, dass eine Börsen-Homepage ohne die parallele Anordnung von Tabellen, Charts, Newsspalten etc. als Informationsquelle nicht glaubwürdig genug sein könnte. Nun, mitentscheidend für den Google-Erfolg war unter anderem die Tatsache, dass deren maximal reduzierte Homepage mit Logo und Eingabefenster von jedem User verstanden wurde. Börseninformationseinstiegsseiten können sicherlich nicht so stark reduziert werden. Das Prinzip bleibt sich aber gleich.
Verfasst von Rolotec AG um 13:45
21.01.2010
Zertifikat-Warrant-Kombinationen und Börsenwissen (2.0)
Unser Schwesterunternehmen Scoach beschreibt in der aktuellen Magazin-Ausgabe einige Kombinationsmöglichkeiten von Anlageinstrumenten. Die Grundlage:
"Discount-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Warrants und Mini-Futures – dies sind nur einige der fest etablierten Produkttypen am Derivatemarkt. Isoliert betrachtet besitzen solche klassischen Zertifikatetypen und Hebelprodukte bereits attraktive Chance-Risiko-Profile und sind in nahezu jedem Depot sinnvoll einsetzbar. Anleger und Berater sollten jedoch auch überprüfen, ob sich nicht durch eine Kombinationvon unterschiedlichen Produkttypen die Anlageziele noch besser verfolgen lassen. Auf diese Weise wird es beispielsweise möglich, mit minimierten Verlustrisiken auf eine bestimmte Entwicklung eines Index oder einer Aktie zu setzen und dabei ansehnliche Renditen anzusteuern. Ebenso lassen sich richtungslose Marktbewegungen vortrefflich in stattliche Gewinne verwandeln."Details sind in besagtem Scoach Magazin zu finden.
Angesichts der Tatsache, dass Privatanleger erstaunlich oft äusserst eindimensionale Strategien anwenden, sind entsprechende Hinweise manchal ganz nützlich. Literatur und Webangebote zum Wissenserwerb gäbe es zu dieser Thematik ja ausreichend. Mittlerweile stehen diesbezüglich aber auch Social Media-Angebote wie zum Beispiel KaChing, Sharewise oder Stockprickr zur Verfügung.
Verfasst von Rolotec AG um 14:29
20.01.2010
Gesucht: Informatiker und Vekraufs-Ingenieur
Wer Referenzen und Tätigkeitsbereiche kurz studiert, wird erkennen, dass eine Anstellung bei Rolotec AG ordentlich Potenzial und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Aktuell bieten wir geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten Anstellungen als:
- Software Engineer ETH/FH (w/m)
- System Engineer (w/m)
- Verkaufs-Ingenieur (w/m)
Verfasst von Rolotec AG um 14:32
Neue Börseninformations-Website für die LLB
Im Rahmen unseres Tätigkeitsbereiches "Börseninformation" durften wir für die Liechtensteinische Landesbank (LLB) den Online-Börseninformationsbereich technisch überarbeiten, neu gestalten und heute live schalten.
Sie sind zum Eröffnungssurfausflug herzlich eingeladen.
(Klick ins Bild für Grossansicht)
Verfasst von Rolotec AG um 10:44
19.01.2010
Corporate Twitter: na ja / Mobiles Internet: unbedingt
Während Corporate Twitter von den Rahmenbedingungen abhängt und keinesfalls zwingend ist (s. "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?"), wird mobiles Internet sehr bald schon für unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg mitentscheidend sein (s. auch frühere Beiträge zum Thema).
Persoenlich.com zitiert im Artikel "Handys lösen Computer ab" eine Gartner-Studie, wonach ab 2013 Handies den Computern in Sachen Internetzugang den Rang abgelaufen haben werden. Jedes Unternehmen mit Internet-Schnittstellen ist folglich in zeitlich dringlicher Pflicht, sich auf die Veränderung einzustellen. E-Commerce, E-Communication oder Social Media Marketing ohne adäquate Zugänge und Anwendungen für mobiles Internet werden zur vergeblichen Liebesmüh.
Und welche Mobile Internet-Bereiche sind besonders angesagt? In einer anderen Publikation hält Gartner als "Top 10 Consumer Mobile Applications for 2012" fest.
- Money Transfer: This service allows people to send money to others using Short Message Service (SMS). Its lower costs, faster speed and convenience compared with traditional transfer services have strong appeal to users in developing markets, and most services signed up several million users within their first year. However, challenges do exist in both regulatory and operational risks. Because of the fast growth of mobile money transfer, regulators in many markets are piling in to investigate the impact on consumer costs, security, fraud and money laundering. On the operational side, market conditions vary, as do the local resources of service providers, so providers need different market strategies when entering a new territory.
- Location-Based Services: Location-based services (LBS) form part of context-aware services, a service that Gartner expects will be one of the most disruptive in the next few years. Gartner predicts that the LBS user base will grow globally from 96 million in 2009 to more than 526 million in 2012. LBS is ranked No. 2 in Gartner’s top 10 because of its perceived high user value and its influence on user loyalty. Its high user value is the result of its ability to meet a range of needs, ranging from productivity and goal fulfillment to social networking and entertainment.
- Mobile Search: The ultimate purpose of mobile search is to drive sales and marketing opportunities on the mobile phone. To achieve this, the industry first needs to improve the user experience of mobile search so that people will come back again. Mobile search is ranked No. 3 because of its high impact on technology innovation and industry revenue. Consumers will stay loyal to some search services, but instead of sticking to one or two search providers on the Internet, Gartner expects loyalty on the mobile phone to be shared between a few search providers that have unique technologies for mobile search.
- Mobile Browsing: Mobile browsing is a widely available technology present on more than 60 percent of handsets shipped in 2009, a percentage Gartner expects to rise to approximately 80 percent in 2013. Gartner has ranked mobile browsing No. 4 because of its broad appeal to all businesses. Mobile Web systems have the potential to offer a good return on investment. They involve much lower development costs than native code, reuse many existing skills and tools, and can be agile — both delivered and updated quickly. Therefore, the mobile Web will be a key part of most corporate business-to-consumer (B2C) mobile strategies.
- Mobile Health Monitoring: Mobile health monitoring is the use of IT and mobile telecommunications to monitor patients remotely, and could help governments, care delivery organizations (CDOs) and healthcare payers reduce costs related to chronic diseases and improve the quality of life of their patients. In developing markets, the mobility aspect is key as mobile network coverage is superior to fixed network in the majority of developing countries. Currently, mobile health monitoring is at an early stage of market maturity and implementation, and project rollouts have so far been limited to pilot projects. In the future, the industry will be able to monetize the service by offering mobile healthcare monitoring products, services and solutions to CDOs.
- Mobile Payment: Mobile payment usually serves three purposes. First, it is a way of making payment when few alternatives are available. Second, it is an extension of online payment for easy access and convenience. Third, it is an additional factor of authentication for enhanced security. Mobile payment made Gartner’s top 10 list because of the number of parties it affects — including mobile carriers, banks, merchants, device vendors, regulators and consumers — and the rising interest from both developing and developed markets. Because of the many choices of technologies and business models, as well as regulatory requirements and local conditions, mobile payment will be a highly fragmented market. There will not be standard practices of deployment, so parties will need to find a working solution on a case-by-case basis.
- Near Field Communication Services: Near field communication (NFC) allows contactless data transfer between compatible devices by placing them close to each other, within ten centimeters. The technology can be used, for example, for retail purchases, transportation, personal identification and loyalty cards. NFC is ranked No. 7 in Gartner’s top ten because it can increase user loyalty for all service providers, and it will have a big impact on carriers' business models. However, its biggest challenge is reaching business agreement between mobile carriers and service providers, such as banks and transportation companies. Gartner expects to see large-scale deployments starting from late 2010, when NFC phones are likely to ship in volume, with Asia leading deployments followed by Europe and North America.
- Mobile Advertising: Mobile advertising in all regions is continuing to grow through the economic downturn, driven by interest from advertisers in this new opportunity and by the increased use of smartphones and the wireless Internet. Total spending on mobile advertising in 2008 was $530.2 million, which Gartner expects to will grow to $7.5 billion in 2012. Mobile advertising makes the top 10 list because it will be an important way to monetize content on the mobile Internet, offering free applications and services to end users. The mobile channel will be used as part of larger advertising campaigns in various media, including TV, radio, print and outdoors.
- Mobile Instant Messaging: Price and usability problems have historically held back adoption of mobile instant messaging (IM), while commercial barriers and uncertain business models have precluded widespread carrier deployment and promotion. Mobile IM is on Gartner’s top 10 list because of latent user demand and market conditions that are conducive to its future adoption. It has a particular appeal to users in developing markets that may rely on mobile phones as their only connectivity device. Mobile IM presents an opportunity for mobile advertising and social networking, which have been built into some of the more advanced mobile IM clients.
- 10: Mobile Music: Mobile music so far has been disappointing — except for ring tones and ring-back tones, which have turned into a multibillion-dollar service. On the other hand, it is unfair to dismiss the value of mobile music, as consumers want music on their phones and to carry it around. We see efforts by various players in coming up with innovative models, such as device or service bundles, to address pricing and usability issues. iTunes makes people pay for music, which shows that a superior user experience does make a difference.
Verfasst von Rolotec AG um 09:26
15.01.2010
Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?
Kaum ein Tag, an dem nicht die Frage "Wann sollen Unternehmen twittern?'" gestellt wird. Ist ja gut und recht. Wir haben unter anderem im Beitrag "Müssen oberste Chefs wirklich twittern?" auch schon zu ähnlicher Fragestellung gegriffen. Die jüngst massiv steigende Quantität der Fragen korreliert aber keinesalls positiv mit der Qualität der Antworten. Häufig zielen letztere einzig auf den Hinweis, dass Unternehmen unbedingt die schreibenden Einzelexperten oder Agenturen mit der Corporate Twitter-Konzeption beauftragen müssten, ansonsten Imageschäden und weiss Gott was alles drohten.
Quatsch! Hey, es geht hier "nur" um Twitter, eine Microblogging-Anwendung. Für den Unternehmenseinsatz ist folgende Grundlage unabdingbar: Die Offenheit und Unterstützung der Unternehmensleitung sowie entsprechend motivierte und befähigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das reicht für den Anfang, der ohnehin bescheiden sein sollte. Ausser natürlich, Twitter ist Versuchsballon im Rahmen eines konzentrierten, marketingstrategisch abgestimmten Einsatzes verschiedener Social Media-Anwendungen. Dann braucht es eingehende Vorbereitungen, für die unter anderem folgende Handlungsempfehlungen ein mögliches Raster bilden:
Potenzialanalyse: Den Einsatz von Social Media-Tools gilt es eingehend auf ihre Kompatibilität mit der Unternehmensstrategie und den daraus abgeleiteten Zielen (Marketingstrategie) zu analysieren. Insbesondere hat die Segmentierung der relevanten Zielgruppen unter Berücksichtigung der Dimension «Onlineaffinität» zu erfolgen.
Zieldefinition: Social Media-Anwendungen sind mittlerweile so bekannt, dass Trial and Error als Vorgehensweise nicht (mehr) zu empfehlen ist. Es ist unumgänglich, konkrete Ziele für den Einsatz zu setzen, darauf die Weiterentwicklung und -planung zu basieren und die Ziele nach Inbetriebnahme der Lösungen auch zu kontrollieren.
Toolevaluation: Je nach Strategie, Zielsetzung und vor allem auch Unternehmenskultur sind individuell passende Tools zu evaluieren.
Risikobewusstsein: Auch im Internet gelten Gesetze und es existiert kriminelle Energie. Generell unterschätzt werden auch immaterialgüterrechtliche Belange. Es ist ein absolutes Muss, dass sich Unternehmen weitreichende Sicherheitsgedanken machen und diese in Form von verbindlichen Richtlinien festhalten.
Personalschulung: Es gibt nichts Langweiligeres, als schlecht geschriebene Corporate Blogs, Twitter, Wikis oder andere Anwendungen. Ein Unternehmen kann sich äusserst schnell einen Imageschaden einhandeln, wenn die Inhalte nicht von entsprechend befähigten Mitarbeitenden verfasst werden.
Pilotanwendungen: Die zielkonformen Anwendungen müssen ausgiebig getestet werden. Idealerweise wird ein Teilnehmerkreis gewählt, der die künftigen Ziel- und Anwendergruppen gut repräsentiert. Bei Tests wird in der Regel viel Optimierungspotenzial gefunden, was unter anderem auch die gefühlte Toleranz gegenüber den neuen Anwendungen signifikant erhöhen kann. Die Mitarbeitermotivation, entscheidend für den Erfolg des Social Media-Einsatzes, steigt damit entscheidend.
Lösungsetappierung: Nach den Testläufen kristallisieren sich Bereiche heraus, deren Implementierung sich aus Sicht von Machbarkeit, Potenzial und Interessenlage aufdrängen. Die Implementierung einer möglichst umfassenden, endgültigen Lösung ergibt wenig Sinn. Schrittweises Implementieren, daraus lernen und weiterentwickeln, ist die Grundlage der Erfolgsgeschichte
Mitarbeitereinbezug: Die tangierten Mitarbeitenden müssen zwingend eingehend instruiert und geschult werden. Weiter ist stetige, kommunikative Begleitung unumgänglich, um Interesse, Akzeptanz und Interaktion erzeugen zu können. Wie bereits erwähnt, ist die Mitarbeitermotivation entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.
Zielgruppenkommunikation: Kommunikation und Interaktion mit den Zielgruppen (intern, extern oder gemischt) sind absolut zentral. Ohne entsprechendes Engagement der zuständigen Manager und Mitarbeitenden kann sich kein Erfolg einstellen. Wenn User-Anregungen oder -Fragen nicht prompt, authentisch, transparent und kompetent bearbeitet werden, verpufft der Effekt.
Zielüberprüfung: Nichts ist für die Ewigkeit, und im Internet wäre die Ewigkeit sowieso endlich und kurz. In diesem Kontext ist klar, dass auch webbasierte Lösungen eine relativ kurze Halbwertszeit besitzen. Die Wettbewerbs- und Internetentwicklung muss laufend im Auge behalten und analysiert werden. Die Zielsysteme sind entsprechend zu adjustieren und die Massnahmen anzupassen. Wer die Kapazität oder Ressourcen für diesen laufenden Prozess nicht hat, sollte sich mit Social Media nicht die Finger (oder das Kapital) verbrennen.
Wir twittern @Rolotec.
Verfasst von Rolotec AG um 09:30
14.01.2010
Finance 2.0 (Social Finance) nimmt Fahrt auf
Obwohl der Begriff "Web 2.0" im Sinne eines Komplexes aus sozialen Nutzungsmustern und modernen Online-Technologien nachwievor passend wäre, wird heute vorab von Social Media, respektive Social Media-Anwendungen gesprochen, geschrieben, gebloggt und gezwitschert. Finance 2.0 hin, Social Finance her, über den Einfluss auf die Finanzbranche schreiben wir unter dem Stichwort "Finance 2.0" wir ja schon eine ganze Weile; unter anderem auch im "Fachartikel über Finance 2.0 & Corporate Twitter".
In jüngster Zeit hat die publizitische Tätigkeit in dieser Sache spürbar zugenommen. Aus inhaltlicher Sicht wird aktuell vor allem die Wichtigkeit mobiler Anwendungen betont. Gestern fokussierten zum Beispiel Computerwoche.de im Artikel "Mobile Banking - Wie Banken sich App-setzen" und finews.ch im Beitrag "Online-Banking war vorgestern" (der Beitrag ist besser als der Titel) auf diesen Aspekt.
Weltweite Finance 2.0-Aktivitäten werden unter anderem bei VisibleBanking im "The Directory of Social Media Initiatives in Financial Services" aufgelistet.
Verfasst von Rolotec AG um 14:22
13.01.2010
Wie sichert man das Wissen beim Jobwechsel?
Das Swiss Knowledge Management Forum führt am 20. Januar an der Uni Basel einen interessanten, kostenlosen Round-Table zum Thema "Wissenssicherung bei Jobwechsel" durch. Die Veranstalter schreiben:
"Ein Mitarbeiter verlässt einen Betrieb und mit ihm auch sein Wissen und seine Erfahrungen.In der Wissensgesellschaft (s. "Schwerpunkt Denken und Wissen") eine sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer höchst interessante Fragestellung.Wie kann ein Nachfolger auf das Wissen des zurückgreifen?
An diesem Roundtable diskutieren wir die Herausforderungen, die sich dabei für Organisationen und Vorgesetzte stellen. Ausserdem werden Methoden und Prozesse vorgestellt, mit denen sich das Wissen gezielt sichern und transferieren lässt."
Wie Social Media-Anwendungen den Wissenstransfer unterstützen oder gar initiieren können, habe ich unter anderem im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" geschrieben.
Verfasst von Rolotec AG um 12:56
11.01.2010
Mobile Internet, realer Cash/virtuelle Welt, Apps, corporate Barcamps, Green Marketing
Newsreader-Ausbeute mit vielerlei interessanten Artikeln aus dem Umfeld unserer Tätigkeitsgebiete:
- Mobile Trends 2010, ECIN.de
"Wie die Experten von Juniper Research erwarten, soll die Anzahl mobiler Downloads mit Augmented-Reality (AR)-Inhalten von weniger als einer Million im Jahr 2009 auf mehr als 400 Milionen bis 2014 ansteigen. Diese interaktiven Inhalte dienen Kunden unter anderem zur Unterhaltung, zur Navigation oder zur Bereitstellung von Informationen. Zu dem enormen Anstieg führen soll die weitere Verbreitung von App-Stores unter Netzbetreibern und Betriebssystem-Herstellern, die zunächst in einer großen Anzahl neuer Anwendungen resultieren werden." - Money for Nothing? Virtual Goods Market Takes off, PCWorld/Yahoo! News
"Social networking and multiplayer online games are fueling dramatic growth in hard cash earned from goods that exist only in the world of online make-believe, according to companies in that market gathered at the Consumer Electronics Show in Las Vegas." - iPhone: Verleger hoffen - App in die Zukunft!, Süddeutsche.de
"Spötter sagen, Fans des amerikanischen Apple-Konzerns werden vor Dankbarkeit auf die Knie fallen und ihre Geldbörsen zücken, sobald wieder ein neues Produkt kommt. Ende Januar wird Apple-Chef Steve Jobs offenbar den "iSlate" präsentieren. Das könnte ein iPhone im XL-Format sein - und auch den Journalismus im Internet zu einem profitableren Geschäft machen." - Wissens-Management 2.0 - Gedankenaustausch einmal anders, Computerwoche.de
"Barcamps zählen zum Format der sogenannten "Unkonferenzen". Dies sind auf dem Prinzip der Selbstorganisation basierende, inhaltlich und formal relativ offene Diskussionsveranstaltungen. (...) Auch Unternehmen erkennen zunehmend den Wert von Unkonferenzen, um den internen und externen Wissensaustausch zu fördern." - Aufblühen mit Green Marketing, ECIN.de
"In einer Untersuchung des Business-Umweltmagazins Environmental Leader wurden Ideen für grünes, nachhaltiges Marketing unter die Lupe genommen. Zusammenfassendes Ergebnis: Nachhaltiges Marketing lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das praktizierende Unternehmen."
Verfasst von Rolotec AG um 14:47
08.01.2010
Macht Social Media blöd? Zwei substanzielle Antworten
Andy Oram nimmt im O'Reilly Radar-Beitrag "Pew Research asks questions about the Internet in 2020" die nachfolgend aufgeführten Fragen auf. Für die eiligen Leserinnen und Leser ist ein Kurzfazit angefügt. Da die Antworten aber sehr interessant sind, empfehle ich die ausführliche Variante.
Wenn wir schon bei Empfehlungen interessanter Beiträge sind, dann möchte ich auch auf "How Social Media Has Changed Us" von Mike Laurie für Mashable aufmerksam machen. Die Eckpfeiler lauten (zusammengefasst und frei übersetzt):
- Will Google make us stupid? => nein
- Will we live in the cloud or the desktop? => sowohl als auch
- Will social relations get better? => ja und nein (individuell)
- Will the state of reading and writing be improved? => nein
- Will those in GenY share as much information about themselves as they age? => ja
- Will our relationship to key institutions change? => ja
- Will online anonymity still be prevalent? => ja
- Will the Semantic Web have an impact? => ja (theoretisch)
- Are the next takeoff technologies evident now? => ja
- Will internet still be dominated by the end-to-end principle? => ja
Die Konklusion im Originalwortlaut:
- Child Literacy - Die Benutzung von Social Media-Anwendungen und die Affinität zu Literatur korreliert bei Kindern. Desweitern zeigten Studien auch auf, dass sich Online-Aktivität auch auf Offline-Aktivitäten positiv auswirken kann.
- Ambient Intimacy - Im Gegensatz zu früheren Kommunikationstechnologien wie Telefon, Morsen etc. sind die aktuellen Möglichkeiten viel präsenter. Sie erlauben ortsunabhängig regelmässige und intensive Interaktion.
- Knowledge Was Power - Lord Francis Bacon prägte die Weisheit "Wissen ist Macht". Durch die Demokratisierung des Wissens durch Social Media-Anwendungen können viel mehr Menschen auf notwendiges Wissen zurückgreifen. Zu Bacons Zeit hatten verhältnismässig wenige Zugriff auf Wissensquellen.
- The Reinvention of Politics - Laut einer PEW-Studie fördert Social Networking das politische Interesse jüngerer Menschen. Unter anderem hätten das Blog-Initiativen und Twitter-Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen im Iran etc. gezeigt.
- Marketing Flux - Marketing und Marketing Kommunikation müssen sich dem veränderten Konsumentenverhalten mit deren Interaktionsbedürfnissen anpassen. Das bedingt unter anderem eher kleinere, klar segmentierte Aktivitäten.
- News as Cultural Currency - News werden nicht (mehr) passiv konsumiert. Das von den Usern kreierte Netzwerk beeinflusst die Inhalte.
"Clearly there are skeptics. Susan Greenfield thinks that social networking is turning us into babies, shrinking our attention spans, our ability to empathize, and eroding our identity. She even suggests a correlation between the rise in prescriptions for drugs used to treat ADHD with an increase of time spent at computers. Similarly, Vincent Nichols, the Roman Catholic Archbishop of Westminster recently suggested that social networking causes increasingly “transient relationships,” is “dehumanising” community life and, as a consequence, we are 'losing social skills.'I think they couldn’t be further from the truth. Anyone with the slightest experience of using social media knows that it’s about being more social. We are more engaged with friends, we are more literate, more connected, more open to creating new relationships, and generally more interested in the world around us."
Verfasst von Rolotec AG um 14:42
07.01.2010
Such-Zukunft: Die Crux mit unstrukturierten Daten
Roloblog-Leserinnen und -Leser haben von der Schwierigkeit der gängigen Suchmaschinen mit unstrukturierten Daten schon gelesen. Da unstrukturierte Daten (z.B. E-Mail, Word-Texte, etc.) sehr viel häufiger sind als strukturierte Daten (z.B. in Unternehmensapplikationen und Datenbanken) und die Datenmenge rasend schnell zunimmt, kommt der Verbesserung der relativ simpel funktionierenden index- und keywortbasierten Suchmaschinen höchste Bedeutung zu. Im Artikel "Nicole Kidman ist keine kosmische Gaskugel" geht Autonomy-Gründer Michael Lynch auf die Problematik zeitgemässer Suchmaschinen ein:
"Generell gibt es zwei Ansätze für Systeme, die lernen können, wie sich Konzepte zueinander verhalten, ohne diese vorher definieren zu müssen. Der erste, sehr intuitive Ansatz verwendet semantische Verfahren. Ein Computer ist in der Lage, die Regeln der Grammatik zu verstehen und damit in gewisser Weise Dinge zu analysieren. Dabei gibt es aber ein grundsätzliches Problem. Wenn ich Ihnen sage „Die Katze rennt in die Scheune, und sie hat ein Fell“, können Sie das „sie“ definieren. Aber nur, weil Sie über einiges Wissen verfügen. Sie wissen, dass Katzen – statistisch gesehen – mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Fell haben als Scheunen.Siehe auch "Was kommt nach den heutigen Suchmaschinen?" oder "Semantische Suche ist kein Wundermittel".Also finden sich Leute, die an solchen Problemen arbeiten, dabei wieder, dass sie Doktoranden in Hinterzimmern damit beschäftigen, die Eigenschaft „hat ein Fell“ für Katzen zu definieren. Das läuft irgendwann aus dem Ruder, weil die Beziehungen zwischen Konzepten nicht absolut gelten, sondern von Bedingungen abhängen.
Der zweite Ansatz, den wir nutzen, ist hingegen kontraintuitiv: Man behandelt die ganze Sache als ein mathematisches Problem."
Verfasst von Rolotec AG um 11:22
06.01.2010
Wie kam die Plastikfigur in den Königskuchen?
Die angestammten Themen dieses Blogs in Ehren, heute widmen wir uns aus gegebenem Anlass einer spezifischen Backware. Genau, dem Dreikönigskuchen. Anlass ist das christliche Fest Epiphanias, das unter anderem bei Wikipedia beschreiben ist und im Kern als Tag der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gilt.
So weit so gut. Doch was hat es mit dem Kuchen auf sich und wie kam es, dass eine Plastikfigur für Eintages-Könige sorgt? Livenet.ch schreibt dazu:
"In der Schweiz wurde das Dreikönigsfest in den Zünften nachweislich schon seit 1311 gefeiert. Es wurde dabei eine Bohne im Dreikönigskuchen versteckt und wer sie fand, war dann König für einen Tag. Andere Quellen zeigen, das dieser Brauch in ähnlicher Form auch in England üblich war. Im Mittelalter ging dieser Brauch dann mehr und mehr verloren.(...) Der Brauch wurde erst vor etwa einem halben Jahrhundert wiederbelebt, als Max Währen aufgrund seiner Recherchen nach dem Krieg auf diese alte Tradition stiess und von der Fachschule für Bäcker schliesslich einen modernen Königskuchen entwerfen liess. Die Bäcker nahmen den alten Brauch dann aber erst 1952 wieder auf."
Verfasst von Rolotec AG um 09:21
05.01.2010
Post-Xmas-Geschenk für Sie: "Alles Bahnhof"
Rolotec schenkt nicht nur an Weihnachten ;-) Wir verschenken aktuell unsere letzten "ALLES BAHNHOF GARE GARE MAI DIRE STAZIONE". Das wunderschöne Fotolesebuch wurde von Christoph "Stöh" Grünig (Photos) und Klaus Koch (Text) gestaltet und unter anderem auch durch Rolotec unterstützt. Der Verlag editionbellevues hielt bei der Lancierung fest:
ALLES BAHNHOF - ein Photolesebuch mit emotionalen Aufnahmen von Bahnhöfen und aus dem Bahnhofsleben, vervollständigt durch einen kompletten Photokatalog aller Bahnhöfe der Schweiz mit Ortsnamen, Kanton, Bahngesellschaft, Höhenmeter und Postleitzahl. Begleitende Texte berichten in deutsch, französisch und italienisch vom Leben rund um den Bahnhof und lassen zeitnahe wie historische Persönlichkeiten in regional relevanten, aber fikitven Geschichten auftreten.

(Photo: Christoph "Stöh" Grünig)
Interessierte können sich gerne via E-Mail melden. Die Distribution erfolgt nach dem Motto: First-come, first-served.
Verfasst von Rolotec AG um 11:03
04.01.2010
Visualisierung von "The Boom of Social Sites"
Nicht mehr ganz taufrisch, nichtsdestotrotz aber ohne weitere Erklärungen sehr interessant und erst noch in Blog-Layout-Passform ;-)

(Via Clemens Blog; Bildquelle: Focus)
Verfasst von Rolotec AG um 15:48




