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02.12.2009
"Das Web 2.0 hat seine besten Tage hinter sich"
... titelt Welt Online und schreibt:
"Es mehren sich die Hinweise darauf, dass das zumal von seinen Aktivposten gefeierte Web 2.0 in eine Akzeptanz-Krise geraten ist. Grund für den ruchbaren Niedergang des Mitmach-Netzes ist nicht das kulturpessimistische Lamento des "FAZ"-Herausgebers Frank Schirrmacher, der in seinem neuen Buch "Payback" das Internet generell zeiht, es mache süchtig, sei der Konzentration abträglich und zermansche das Hirn wie sonst nur harte Drogen. Grund für die miese Sozialprognose, die virtuellen Netzwerken gestellt wird, sind vielmehr Zahlen, die vom Niedergang interaktiver Beteiligung künden."Nun, Argumente und weiterführende Links zu dieser Einschätzung habe ich jüngst im Beitrag "Twitter-Gegner freuen sich (umsonst) zu früh" aufgeführt - "Twitter" steht selbstverständlich für "Web 2.0", respektive für "Social Media".
Egal, die Situation lässt sich auch mit dem "Hype Cycle Special Report 2009" von Gartner, respektive dessen typischer Visualisierung widerlegen. Teilweise sind Social Media-Anwendungen noch voll im Hype. So zum Beispiel Micro Blogging. Andere, wie Corporate Blogging, haben den Absturz und die Desillusionierung bereits hinter sich und befinden sich auf dem Weg zur Produktivität.
Der Eindruck, dass Web 2.0-, respektive Social Media-Anwendungen kurzer aber heftiger Spuk ohne Nachhaltigkeit sein werden, ist definitiv falsch. Wie mehrfach schon geschrieben (s. auch "Dresscode für corporate Avatare"), ist it-basierte Sozialisierung und Interaktion insbesondere für jüngere User-Generationen Teil des Alltags. Angebote und Medien werden sich wandeln, die Grundfesten nicht.

(Klick ins Bild für Grossansicht; Bildquelle: Computerwoche)
Verfasst von Hans Fischer um 02.12.09 13:59


