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22.12.2009

Rezession vor Conficker und Taschenrechner

Es ist Listen-Saison (s. auch "30 willkürlich angeordnete Prognosen 2010" oder "Auch Top 10-Listen können top sein"). Diesbezüglich interessierte, welche Blog-Beiträge 2009 am häufigsten geklickt wurden. Ich tippte auf "Müssen oberste Chefs wirklich twittern?" oder eine andere Meldung aus dem Social Media-Bereich. Doch weit gefehlt. Nachfolgend die Auswertung:

Verfasst von Rolotec AG um 09:14

18.12.2009

The Not so Good-Aktienindex

Bekanntlich wird Rolotec im nächsten Jahr einen selber berechneten Index mit besonders ethischen und nachhaltigen Aktien gegen das Pendant mit eher unethischen oder wenig nachhaltigen Titeln antreten lassen. Nachdem die Aktien für "The Good Index" seit August bestimmt sind, haben wir auf der Basis der User- und Mitarbeitermeinungen nun auch die Constituents des frisch umgetauften "The Not so Good Index" ;-) festgelegt. Es sind dies:

  • American Intl Group - CDS-Albtraum (Credit Default Swaps)

  • Allergan - Botox-Verunstalter

  • Anheuser-Busch InBev SA - Bier-Schwemmer

  • BlackStone Grp - Heuschreckendebatten-Star

  • Corrections America - US-Gefängnismarkt-Primus

  • Goldman Sachs Group - Top-Bad-Banker-Image

  • Halliburton - Irak-Profiteur

  • Lockheed Martin - Rüstungs-Highflyer

  • McDonald's - Fast-Food-Turbo

  • Monsanto - Genfood-Guru

  • Northrop Grumman - Tarnkappenbomber-Spezialist

  • Philip Mrrs Int - Zigarretten-King

  • Smith & Wesson Hldg - Handfeuerwaffen-Leader

  • Textron Inc - Kluster-Bomben

  • Wal-Mart Stores - Margen-Drücker
Die Slogans haben wir aus Meldungen zusammengetragen und ergänzt.

Verfasst von Rolotec AG um 14:31

16.12.2009

30 willkürlich angeordnete Prognosen 2010

Verfasst von Rolotec AG um 14:38

14.12.2009

Focus-Community, Social Investing, Mobile Förderung, Zukunftsmärkte, Bankkunden 2.0

Sammelpublikation zum hoffentlich fantastischen Wochenstart:

  • Focus startet Fragen-Community, Welt Online
    "User fragen, User antworten: Von diesem Prinzip will jetzt auch Focus Online profitieren und hat eine neue Community gestartet. Die Nutzerinhalte will das Nachrichtenportal auch auf der eigenen Website einblenden."


  • "Social Investing Doesn't Quite Click", Barron's
    "If your believe you're an investing genius, you most likely already have a system to choose your trades. If you're not an investing genius, a site called kaChing, which styles itself as "the Web's largest marketplace for investing talent," is there to help you out."


  • Mobile phone English lessons a hit in Bangladesh, AFP/Yahoo! News
    "Every morning, Ahmed Shariar Sarwar makes it his daily ritual to call number 3000 on his mobile phone to get lessons in English -- his passport to a better life in impoverished Bangladesh. (...) He is among hundreds of thousands of young men who have turned to the novel English teaching service since it was launched last month by a charity arm of the BBC."


  • Kommunikationstechnologie - Zukunftsfähig dank IKT und Medien, Financial Times Deutschland
    "Unabdingbar für eine langfristige Sicherstellung des IKT-Standorts Deutschland sind nach Ansicht internationaler IKT-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nachfolgende konkrete Handlungsempfehlungen: Überwindung der Digitalen Spaltung (...) Medienkompetenz fördern (...) Deutschland als Land der Ideen stärker fordern und fördern (...) Ausbau der Netze (...) Datenschutz als Chance."


  • Studie: Banken setzen auf Kundenpflege im Web 2.0, firmenpresse
    "Dass die neuen Facebook-Filialen jedoch dazu führen, dass analog der Einführung des Bankomats und des Telefonbankings nun das große Filialensterben beginne, glaubt Haarhaus nicht: „Die Banken werden den persönlichen Kontakt zum Kunden zunächst nicht aufgeben, weil ja nach wie vor die Mehrheit der Kunden gar nicht im Social Web aktiv ist: 25 Millionen Social Web-Aktivisten in Deutschland stehen eben auch 55 Millionen Verbraucher entgegen, die diesen Kanal noch gar nicht für sich entdeckt haben.“ Dennoch sei es richtig, wenn die Banken ihre Prioritäten schon heute auf das Social Web ausrichteten, so Haarhaus: „Neben engeren, besseren Bindungen zu ihren bereits im Web 2.0 aktiven Kunden gewinnen die Vorreiter jetzt natürlich tiefe Einblicke in die Prozesse, Technologien und Applikationen von morgen: Spätestens mit der Realisierung des Ubiquitous Web, des allgegenwärtigen, mobilen und breitbandigen Webs in einigen Jahren werden sich die weitaus meisten Interaktionen zwischen Banken und Kunden virtuell abspielen."
Wir twittern @rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 16:08

11.12.2009

Murks versus Leichtigkeit - Wissensmanagement heute

Ich habe es unzählige Male schon geschrieben und wiederhole es gerne wieder: Wir leben in der Informationsgesellschaft (manche nennen sie auch Wissensgesellschaft). Wer persönliches und unternehmerisches Wissen nicht bewirtschaftet, erlebt das Schicksal eines Bauern, der während der Agrargesellschaft mit seinem Grund und Boden liederlich umgegangen ist.

Klar, bisherige Wissensmanagement-Inititativen sind oft gescheitert. Oftmals waren sie zu akademisch, nicht auf Prozesse und Bedürfnisse der Mitarbeitenden zugeschnitten, zu umständlich oder ganz einfach ohne erkennbaren Nutzen. Die etablierte, webbasierte soziale Interaktion hat nun aber völlig neue Grundlagen geschaffen: Wo früher Kommunikationsverweigerung (Wissen war ja schliesslich Macht) an der Tagesordnung war, wird heute via Social Media-Anwendungen nahezu schrankenlos Information ausgetauscht. Vernünftige Such- und Mustererkennungssoftware sowie das unternehmerische Grundverständnis für die existenzielle Wichtigkeit vorausgesetzt und das Wissensmanagement hat beste Erfolgschancen. Ok, das war massiv verkürzt dergestellt. Für Details gibt es Literatur, Webseiten, das WM 2.0 Wiki oder das Roloblog-Archiv.

Fakt ist, dass sich die Leichtigkeit und Freiwilligkeit der neuen Wissensmanagement-Möglichkeiten mit der Schwere der alten Denk- und Verhaltensmuster noch duelliert. Zur Illustration dieser Aussage zwei Blog-Beiträge von gestern Donnerstag:

Interview Wissensmanagement – Teil I, T-Systems: "Die früheren universitären Ansätze von Wissensmanagement sind i.d.R. durchweg gescheitert. Einer der Hauptgründe war die mangelnde Veränderung der Unternehmenskultur. Jeder schrieb einfach auf was er wusste. Das Zwischenmenschliche ist dabei aber oft zu kurz gekommen. Der Aufschreibende tat dies meist in einem anderen Kontext als der Wissenssuchende, insofern war die Wissensverwertung schwierig. Oft fehlte schlichtweg auch die Zeit für Wissensmanagement. Mit Web 2.0 haben sich die Menschen mehr vernetzt und das hat vieles leichter gemacht. Wissensmanagement ist nicht mehr Aufschreiben und Konsumieren, sondern Kommunizieren."

Wissen und seine unterschiedlichen Aggregatszustände, EduMu:
"Informationswissen ist in einem starken Maße an die technische Verarbeitung geknüpft, daran muss sich auch der Managementstil ausrichten. Es muss mehr Wert auf Regelhaftigkeit gelegt werden – algorihmisches Denken ist die Leitidee, da die Natur des Wissens über einen hohen Grad an „Berechenbarkeit“ verfügt.

Dem gegenüber steht der Versuch, beim Fokus auf das Handlungswissen mehr Bezug zur menschlichen Seite zu nehmen und damit auf eine verbesserte Mitarbeiterführung achten. In diesem Fall ist eher eine heuristische Herangehensweise gefragt, denn die Vorhersagbarkeit ist in diesem Fall deutlich geringer und fraglicher. Man muss also zwischen Informations – und Kompetenzmanagement trennen."

Verfasst von Rolotec AG um 09:31

09.12.2009

Auch Top 10-Listen können top sein

Zurzeit wimmelt es im Web von Top 10- oder Top X-Listen. Meistens dienen sie einzig der Traffic- und Aufmerksamkeitsgenerierung bei möglichst geringem Aufwand: 1 bis 10, einige Stichworte, in Sekunden ohne Anstrengung konsumierbar und daher für viele interessant. Dank inhaltlich oberflächlichen Kanälen wie Twitter verbreiten sich solcherlei Top Listen innert Rekordzeit.

Top Listen können aber auch viel Substanz haben. So sind unter anderem die "The Top 10 Everything of 2009" von Time sehr viel aussagekräftiger als zum Beispiel gängige Listen wie die "Top Search Terms for 2009". Time bietet eine tolle Auswahl mit tollen Texten und adäquaten Illustrationen. Schmökern lohnt sich.

Verfasst von Rolotec AG um 09:34

08.12.2009

Twitter: Follower-Übersicht mit RSS-Feed

Wer mit einem Newsreader arbeitet, findet mit der Anwendung RSSFriends eine so einfache wie effiziente Möglichkeit, die Bewegungen bei den Followern des Twitter-Accounts zu beobachten.

Klar, es gibt Anwendungen wie Refollow, Twitter Karma und Co. RSSFriends ist aber sehr schlank und dynamisch - RSS-like halt. So schlank und dynamisch, dass man Follow-/Unfollow-Muster zeitlicher und inhaltlicher Natur erkennt. Sie reichen von hochprofessionell cool bis krampfhaft um Anerkennung (respektive Followers) ringend.

Verfasst von Rolotec AG um 16:29

"Capitol"-Rohbau ist (auf-)gerichtet

Der Bau unseres künftigen Geschäftssitzes "Capitol" (s. Archivbeiträge) schreitet planmässig voran. Jüngst konnte die "Aufrichte" mit rund 150 Anwesenden gefeiert werden.

Bild 344.jpg

Wussten Sie, dass die Aufrichte, respektiv das Richtfest, bereits im 14. Jahrhundert erwähnt worden ist? Wikipedia schreibt:

"Der Brauch geht auf rituelle Formen der Zinszahlung und der Abgeltung von Arbeitsleistungen zurück, wie sie im Mittelalter nicht ungewöhnlich waren. Die festlichen Zusammenkünfte, die zum Abschluss der einzelnen Arbeiten abgehalten wurden, müssen als rechtsverbindliche symbolische Handlungen betrachtet werden, für die der Kontakt zwischen Untertan und Obrigkeit kennzeichnend war."

Verfasst von Rolotec AG um 14:22

07.12.2009

Finance-Twitter, IT-Trends, Anbiederung, eCommerce, ePolitik, Finance Streams

  • Twitter: Banken wollen Kunden mit Gezwitscher locken, Welt Online "Banken entdecken soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook für ihre Kommunikation. Viele Geldhäuser kommunizieren bereits über das Community-Banking mit ihren Kunden. Das bietet langfristig Chancen und viel Transparenz – wenn es den Anbietern gelingt, für Sicherheit zu sorgen."

  • Technologie-Trends 2010 - So sichern Sie Ihr Wachstum, Computerwoche "1. In den Wolken schweben / 2. 360 Grad Sicherheit / 3. High-IQ-Netze / 4. Green IT / 5. IP-basierte Investitionen"

  • "Anbiederung wird sofort entlarvt", Welt Online "Der Kontakt zum Kunden wird immer häufiger auch über das Internet gesucht. Mehr und mehr Banken nutzen dafür Blogs oder die sogenannten sozialen Netzwerke, also Angebote wie Facebook oder Twitter. Schaut man sich dort um, hat man den Eindruck, als hätten auch hier die unkonventionellen, oft jungen Banken einen Vorsprung."

  • Fröhliche Weihnachten für [E-] Händler, Internet World Business "Den Internethandel erwartet ein rosiges Weihnachtsgeschäft: 78 Prozent der Onlinshopper wollen auch in der Weihnachtszeit wie gewohnt oder mehr online einkaufen. Rund ein Viertel (26 Prozent) möchte noch intensiver nach Geschenken im Internet suchen als ein Jahr zuvor."

  • Wirtschaft wünscht sich neuen Ausschuss für Netzpolitik, heise online "Konkret verwies der IT-Experte auf Fragen der Reglementierung und inhaltlichen Kontrolle des Internet, die Debatte über Zugangs- oder Webseitensperren, die weitere Reform des Urheberrechts oder eine Festschreibung der Netzneutralität. Es gelte, die noch verbreitete Sicht des Internet als Hort des Verbrechens zurechtzurücken und Strategien zur Stärkung der allgemeinen Medienkompetenz voranzutreiben."

  • Google Finance Streams Real-Time News, Search Engine Journal "After putting real-time and streaming quotes to its financial site, Google is again at it, this time adding real-time, self-updating financial news stream to Google Finance, the hopes that financial workers would turn to their financial services site to give them the edge in the market."
Wir twittern @rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 13:06

04.12.2009

Megatrends: Finance 2.0 und Finance-KM

Electrouncle schreibt im Posting "Chancen und Risiken für Volksbanken und Raiffeisenbanken":

Wie Social Media auf die Finanzdienstleistungsindustrie Einfluss nimmt und welche Auswirkungen dies gerade auch für Bankenmärkte haben kann, zeigen folgende Beispiele:
  • Facebook und andere soziale Plattformen experimentieren mit eigenen sozialen Währungen.
  • Immer mehr Banken integrieren Inhalte oder ihre gesamte Onlinebanking Anwendung in Facebook (mymoneyApp).
  • Neue Geschäftsmodelle entstehen (zum Beispiel Fidor Bank AG oder Plattformen zur Kreditvergabe zwischen Privatpersonen wie smava) und können Geldinstitute als Finanzintermediäre ersetzen.
Für Interessierte: Die Thematik haben wir u.a. im Fachartikel "Finance 2.0 – unumgänglich und trotzdem nicht dringlich" und in vielen Blog-Beiträgen aus unterschiedlicher Warte betrachtet und beschrieben.

Apropos Megatrends: Im Beitrag "Guck, der Unterschied von Informations- und Wissensmanagement" habe ich auf die erweiterte Wissenstreppe von Thomas Auer, Herausgeber des Standardwerks „ABC der Wissensgesellschaft", hingewiesen. Der Inhaber von Auer Consulting & Partner machte mich auf das sehr interessante und kostenlos zugängliche Dossier "Wissen in der Finanzwelt" aufmerksam. Thomas Auer hält darin einleitend fest:

"Immaterielle Unternehmenswerte gewinnen zunehmend mehr Beachtung in der Finanzwelt. Nachstehend finden Sie einige Beiträge zum Spannungsfeld «Corporate Finance und buchhalterisch nicht erfassbare Werte»."
Das "KM" im Titel steht übrigens für Wissensmanagement. In Zeiten von Micro Blogging und Short Messaging müssen sich halt auch die Titel dem Zeitgeist beugen. BTW: Wir twittern @rolotec.

Verfasst von Rolotec AG um 11:02

02.12.2009

"Das Web 2.0 hat seine besten Tage hinter sich"

... titelt Welt Online und schreibt:

"Es mehren sich die Hinweise darauf, dass das zumal von seinen Aktivposten gefeierte Web 2.0 in eine Akzeptanz-Krise geraten ist. Grund für den ruchbaren Niedergang des Mitmach-Netzes ist nicht das kulturpessimistische Lamento des "FAZ"-Herausgebers Frank Schirrmacher, der in seinem neuen Buch "Payback" das Internet generell zeiht, es mache süchtig, sei der Konzentration abträglich und zermansche das Hirn wie sonst nur harte Drogen. Grund für die miese Sozialprognose, die virtuellen Netzwerken gestellt wird, sind vielmehr Zahlen, die vom Niedergang interaktiver Beteiligung künden."
Nun, Argumente und weiterführende Links zu dieser Einschätzung habe ich jüngst im Beitrag "Twitter-Gegner freuen sich (umsonst) zu früh" aufgeführt - "Twitter" steht selbstverständlich für "Web 2.0", respektive für "Social Media".

Egal, die Situation lässt sich auch mit dem "Hype Cycle Special Report 2009" von Gartner, respektive dessen typischer Visualisierung widerlegen. Teilweise sind Social Media-Anwendungen noch voll im Hype. So zum Beispiel Micro Blogging. Andere, wie Corporate Blogging, haben den Absturz und die Desillusionierung bereits hinter sich und befinden sich auf dem Weg zur Produktivität.

Der Eindruck, dass Web 2.0-, respektive Social Media-Anwendungen kurzer aber heftiger Spuk ohne Nachhaltigkeit sein werden, ist definitiv falsch. Wie mehrfach schon geschrieben (s. auch "Dresscode für corporate Avatare"), ist it-basierte Sozialisierung und Interaktion insbesondere für jüngere User-Generationen Teil des Alltags. Angebote und Medien werden sich wandeln, die Grundfesten nicht.

hypecycle09.jpg
(Klick ins Bild für Grossansicht; Bildquelle: Computerwoche)

Verfasst von Rolotec AG um 13:59

Online Adventskalender

Wikipedia schreibt zu Adventskalendern:

"Aus einem deutschen lutherischen Ursprung heraus, gehören Adventskalender heute weltweit in christlich geprägten Ländern zur Vorbereitung auf das weihnachtliche Geburtstagsfest der 2. Person des christlichen Gottes, Jesus Christus. Ebenso ist eine zunehmende allgemein kommerzielle Vermarktung von Adventskalendern, auch in nicht-christlich geprägten Ländern, zu beobachten."
Für die meisten Online-Adventskalender kommt der angesprochene kommerzielle Hintergrund zum Tragen. Es gibt aber auch andere Beweggründe. Anyway, anbei eine Auswahl:

Verfasst von Rolotec AG um 10:09

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