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16.11.2009
Dresscode für Corporate Avatare
Da diskutieren viele Unternehmen noch darüber, ob sie Social Media-Anwendungen einsetzen sollten (s. "Müssen oberste Chefs wirklich twittern?"), da kommt Gartner laut Computerwoche.de mit der Steigerung und der für viele verwirrenden Aussage "Unternehmen müssen Avatare kontrollieren":
"Social Networking wird laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner für Unternehmen immer wichtiger (...). Als Repräsentanten der Unternehmen fungieren dabei so genannte Avatare. Diese virtuellen Mitarbeiter präsentieren die Unternehmen in der virtuellen Gesellschaft. (...). Daher müssen diese virtuellen Kollegen den gleichen Regeln unterworfen werden, die auch für real existierenden Mitarbeiter gelten. Laut Gartner-Prognosen werden bis Ende 2013 etwa 70 Prozent der Unternehmen, die in virtuellen Umgebungen vertreten sind, auch Verhaltensregeln für Avatare aufgestellt haben. Das umfasst Dress-Codes, aber auch konkrete Empfehlungen für die passenden IT-Plattformen."Da scheinen wir mit folgender Aussage aus dem Posting "Second Life? Vielleicht. Virtuelle Welten? Logisch!" nicht allzu falsch zu liegen:
"Es kann durchaus sein, dass «Second Life» wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden. Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gern wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die so genannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden.Es braucht nicht viel Fantasie, die Folgen dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel."
Verfasst von Hans Fischer um 16.11.09 15:58

