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27.11.2009
Rezession schlägt den Heuhaufen vor der Kuh-Plattform
Lässt man Sammelansichten sowie Kategorien- und Archivseiten weg, ergibt sich bezüglich der seit September 2005 am häufigsten angeklickten Blog-Postings eine durchmischte und teilweise überraschende Hitparade:
- Was ist eigentlich eine Rezession?, 22.01.2008
- Wider der unscheinbaren Existenz im Heuhaufen, 26.09.2005
- Brunanet - Plattform für die Kuh, 7.10.2005
- Am 1. April soll Conficker-Virus loslegen, 23.3.2009
- Bang - und die Cyborgs rücken näher, 29.05.2006
- Suchen & Übersetzen mit Google, 24.05.2007
- Tasten-Kombinationen zur Mausentlastung, 9.1.2006
- Web 2.0 zwischen Bashing und Euphorie, 9.1.2006
- Bill Gates - gute Zahlen zum 50. Geburtstag, 28.10.2005
- Abnehmen mit der NZZ, 4.10.2005
Verfasst von Hans Fischer um 10:50
26.11.2009
Guck, der Unterschied von Informations- und Wissensmanagement
Im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki haben wir unter "Reifegrade wissensorientierter Unternehmensführung" die Wissenstreppe publiziert. Sie zeigt den Aufstieg von Zeichen über Daten, Informationen und Wissen bis hin zu Wettbewerbsfähigkeit. Wissenswerk hat im Posting "Die 'erweiterte Wissenstreppe'" nun eine sehr interessante Ergänzung angebracht, die von Thomas Auer, Herausgeber des Standardwerks „ABC der Wissensgesellschaft" und Inhaber der Schweizer Beratung Auer Consulting & Partner, stammt.

(Bildquelle: Auer Consulting & Partner)
Insbesondere die so oft verwechselten oder nicht bekannten Zuordnungen von explizitem und implizitem Wissen sowie Informations- und Wissensmanagement werden augenscheinlich. Die Details sind in besagtem Posting beschrieben.
Verfasst von Hans Fischer um 15:42
24.11.2009
Twitter-Gegner freuen sich umsonst (zu früh)
"Twitter im Sinkflug", "Jetzt beginnt der Twitter-Abschwung". So und ähnlich lauteten jüngste Schlagzeilen. Kamen sich Twitter-Gegner wohl zunehmend immer mehr auf verlorenem Posten vor, muss diese Meldung wie ein Befreiungsschlag gewirkt haben: Minus 27,8 Prozent an Traffic von September auf Oktober. Dass dabei von Nielsen die Zugriffe via Smartphones nicht berücksichtigt wurden, lassen wir so stehen, denn so oder so war ein Rückgang festzustellen. Ausserdem muss auch berücksichtigt werden, dass nur die Spitze des Twitter-Eisbergs länger als einen Monat lang aktiv zwitschert. Aber auch diese Spitze hat eine stattliche Grösse. Und zum Tagesgeschäft übergehen, können die Twitter-Verhinderer sowieso nicht: Das Kommunikationsverhalten hat sich definitiv verändert und wird dies noch weiter tun.
Twitter steht für Micro Blogging, respektive die Möglichkeit, sehr einfach relativ klar zu bestimmende Segmente anzusprechen. Dieses Bedürfnis wird sich weder im privaten noch im unternehmerischen Bereich wieder zurückbilden - egal, ob das nun via Twitter, Facebook, LinkedIn, Intranet, private Netzwerke, virtuelle Welten oder was auch immer geschieht. Technisch einfache, Interaktion initiierende, direkte Kommunikation ist die Essenz der Entwicklung der letzten Jahre. Twitter und Co. sind nur Ausprägungen. Die ändern stetig.
Weitere Beiträge zur Thematik:
- "Führen im Zeitalter des Informationsüberflusses"
- Müssen oberste Chefs wirklich twittern?
- Fachartikel über Finance 2.0 & Corporate Twitter
- Schweizer Banken tun sich schwer mit Finance 2.0
- Viel Geschwafel um Web 2.0 alias Social Media
- Second Life? Vielleicht. Virtuelle Welten? Logisch!
- "Für Facebook während der Arbeitszeit"
- Die 5 Phasen des Social Media-Leid(en)s
- Warum scheitern Corporate Blogs (und Twitter)?
- Social Media im Bankeneinsatz
- Internet: Sturmlauf vom Freak- zum Leitmedium
Verfasst von Hans Fischer um 11:03
23.11.2009
Social Media-Plädoyer und -Trends, Irrationalität, Mobile Zukunft, Enterprise 2.0
Kleines News-Aggregator-Sammelsurium:
- Plädoyer für die Sozialen Medien im Internet, Spiegel Online
"Das Netz der Netze ist in seiner noch kurzen Geschichte nicht nur zu einem immer erfolgreicheren Kommunikations- und Informationsmedium geworden; es ist zugleich das digitale Herz der globalisierten Welt: Über seine technische Infrastruktur fließen die transnationalen Geldflüsse ebenso wie logistische Steuerungsprozesse des internationalen Waren- und Güterverkehrs. Doch nicht nur die Wirtschaft, auch Wissenschaft und Forschung, Politik und Kultur finden längst zu einem nicht geringen Teil im oder über das Internet statt. Tendenz steigend. " - "Welche Online-Trends kommen 2010?", IT Times
"Facebook wird relevanter / Die Wolke wird kommen / Bezahlen wir bald nur noch mobil? / Ein Login, der überall passt / Das Marketing investiert in Social Networks / Wertvolle Daten sammeln, verstehen und aufbereiten." - Riding the Waves of Irrational Behavior, TIME
"But mainstream economists, who had long dismissed market cycles as nonsense, have begun to come around at least a little. Yale's Robert Shiller describes market booms and busts as the product of fashion and animal spirits. A trio of academics revisited a famous 1934 paper that debunked the predictions of Dow theorist Hamilton and found that, adjusted for risk, Hamilton's predictions beat the market. MIT's Andrew Lo, a top finance scholar, has made technical analysis one of his main research topics. So maybe there is something to it. Or maybe this is just evidence of a social wave in action." - Die zehn Gebote: mobile Anwendungen der Zukunft, ECIN
"Die Liste der zehn wichtigsten mobilen Anwendungen der Zukunft wird, laut Gartner, angeführt von den Bankgeschäften. Vor allem der Geldtransfer, beispielsweise per SMS, ist schneller, einfacher und vor allem weitaus weniger kostenintensiv für die Geldinstitute. Diese Vorteile werden über Preise an die Benutzer weiter gegeben. Allerdings geben die Marktbeobachter zu bedenken, dass noch Fragen der Sicherheit und der Breitbandkapazitäten zu klären sein werden, da sich schon in den frühen Systemen Millionen von Menschen angemeldet haben." - The Role of Social Techniques in Search & How It Impacts Your Organization , Portals and KM
"Social technologies are transforming the way that people use the web and, with it, the way that companies engage with their customers and employees. Search is certainly being affected by the increasingly social nature of online activities. Impacting the socialization of search are the factoring in of the social graph and social activities into search results. Also, online people increasingly turn to their social networks when seeking information, recognizing that these people are likely to lead them to results. Li, a former Forrester analyst, provides insights into how social technologies are transforming the way people search for and discover information and how you can prepare your organization for—and create business advantage with—this shift."
Wir twittern @rolotec.
Verfasst von Hans Fischer um 10:44
20.11.2009
Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht
Heute mit der "Oak Classic DayClock" für $39.95. Computer sollen ja angeblich das Gehirn beeinflussen, doch so übel, dass man sich eine solche Uhr ins Büro hängen müsste, wird es hoffentlich nie kommen.

(Bildquelle: DayClocks)
Verfasst von Hans Fischer um 14:03
18.11.2009
Schwerpunkt Denken und Wissen
Das Wirtschaftsmagazin brand eins 11/2009 widmet sich im November dem "SCHWERPUNKT: DENKEN". Wer sich jetzt schon denkfaul und gelangweilt fühlt, sollte sich wenigstens den Titel der Publikation kurz zu Gemüte führen und über dessen Tragweite reflektieren:
"Wissen ist der erste Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt."
Das Zitat stammt von Betty Zucker und Christof Schmitz (2000): Wissen gewinnt. In diesem Kontext entfaltet brand eine thematische Vielfalt mit Überschriften wie "Die Besserwisser", "Das Gehirn denkt nicht", "Vom Schlachten heiliger Kühe", "Die Eselstreiber", "Projekt Vernunft", "Wie wär's mit Argumenten?" oder "Denken ist böse". Chefredakteurin Gabriele Fischer schreibt im Editorial:
"Fast scheint es, als habe die zunehmende Verfügbarkeit von Information den Denker endgültig ins Abseits gedrängt [resp. an Consultingunternehmen ausgelagert; Anm. des Bloggers]. Wozu noch selber denken, wenn alles, was jemals gedacht wurde, mit einem Mausklick abrufbar ist? Wozu noch grübeln, lernen, sich auseinandersetzen und mutig in Diskurse gehen, wenn Meinung längst wichtiger ist als Verstand?"Die Inhalte liefern Antworten auf die editoriale Provokation und unterscheiden sich wohltuend von den meistens äusserst nüchtern gehaltenen Wissensmanagement-Beiträgen etablierter Fachzeitschriften oder Websites.
Dass die Ressource Wissen in der Wissensgesellschaft zu den klassischen Produktionsfaktoren gehört, haben wir unter anderem im Beitrag "Arbeit, Boden, Kapital und Wissen" festgehalten. Management-Guru Peter F. Drucker machte während Jahrzehnten auf die Wichtigkeit von Wissen und Informationen aufmerksam. 2005 publizierte Manager Magazin Druckers "Vorsprung durch Wissen". Er hielt darin unter anderem fest:
"Wirtschaftliches Wachstum kann nicht länger, wie das in der Vergangenheit meist der Fall war, durch mehr Beschäftigung - das heißt durch erhöhten Einsatz von Arbeitskräften oder durch gesteigerte Verbrauchernachfrage - erzielt werden. Allein durch eine drastische und fortgesetzte Steigerung der Produktivität der Ressource Wissen kann für weiteres Wachstum gesorgt werden. Nur bei Wissensarbeit beziehungsweise Wissensarbeitern verfügen die entwickelten Länder noch über einen komparativen Wettbewerbsvorsprung. Und daran wird sich wohl in den nächsten Jahrzehnten auch nichts ändern."
Verfasst von Hans Fischer um 10:38
16.11.2009
Dresscode für Corporate Avatare
Da diskutieren viele Unternehmen noch darüber, ob sie Social Media-Anwendungen einsetzen sollten (s. "Müssen oberste Chefs wirklich twittern?"), da kommt Gartner laut Computerwoche.de mit der Steigerung und der für viele verwirrenden Aussage "Unternehmen müssen Avatare kontrollieren":
"Social Networking wird laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner für Unternehmen immer wichtiger (...). Als Repräsentanten der Unternehmen fungieren dabei so genannte Avatare. Diese virtuellen Mitarbeiter präsentieren die Unternehmen in der virtuellen Gesellschaft. (...). Daher müssen diese virtuellen Kollegen den gleichen Regeln unterworfen werden, die auch für real existierenden Mitarbeiter gelten. Laut Gartner-Prognosen werden bis Ende 2013 etwa 70 Prozent der Unternehmen, die in virtuellen Umgebungen vertreten sind, auch Verhaltensregeln für Avatare aufgestellt haben. Das umfasst Dress-Codes, aber auch konkrete Empfehlungen für die passenden IT-Plattformen."Da scheinen wir mit folgender Aussage aus dem Posting "Second Life? Vielleicht. Virtuelle Welten? Logisch!" nicht allzu falsch zu liegen:
"Es kann durchaus sein, dass «Second Life» wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden. Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gern wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die so genannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden.Es braucht nicht viel Fantasie, die Folgen dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel."
Verfasst von Hans Fischer um 15:58
13.11.2009
"Führen im Zeitalter des Informationsüberflusses"
... titelt IBM-Mann Dr. Peter Schütt seinen aktuellen Beitrag in der jüngsten Ausgabe von wissensmanagement - Das Fachmagazin für Führungskräfte. Ein höchst interessanter (online nicht verfügbarer) Artikel. Die Grundlage:
"(...) Früher war die Welt einfach: Hatte man den entsprechenden Selektionsprozess im Unternehmen bestanden und wurde zur Führungskraft ernannt, dann verschaffte einem das Unternehmen auch den Status, der mit der im hierarchischen Führungssystem notwendigen Autorität verbunden wurde. Status bedeutete unter anderem (...) ein vom Unternehmen permanent gefütterter Wissensvorsprung, ganz nach dem Motto: Wissen ist Macht".Und die Konsequenz im Zeitalter der digitalen Kommunikation:
"(...) merkten die Unternehmen, dass Mitarbeiter (...) nur gute Entscheidungen fällen können, wenn sie die prinzipiell zur Verfügung stehende Information bekommen und das notwendige Wissen haben, um die Dinge eigenständig zu interpretieren."Die daraus resultierende Konsequenz und Frage:
"(...) Im Unternehmen 2.0 tauschen Mitarbeiter Informationen ohne den Filter des Managements miteinander aus, was Prozesse verschlankt, qualitativ verbessert und letztlich sogar Kosten spart. Und wo bleiben die Führungskräfte und ihr Wissensvorsprung?"Letztere werden laut dem Autor zu herausragend kommunizierenden und netzwerkenden Coaches, die unter anderem übergeordnete Entscheidungen treffen, Rahmenbedingungen abstecken, Zusammenhänge im Auge behalten sowie strategische und personelle Ziele festlegen. Wichtiger Aspekt sei zudem die Fähigkeit der Moderation von Communities.
Wie gesagt, toller Artikel. Das Einzelheft kann hier bestellt werden.
Verfasst von Hans Fischer um 16:01
12.11.2009
Müssen oberste Chefs wirklich twittern?
"Ja", erklärte laut Kleinreport die Social Media-Spezialistin Nicole Simon gestern an der Trendtagung Fach- und Spezialmedien in Zürich. Sie begründete:
"Noch bis vor kurzem sei das Internet nicht wirklich allgemein anerkannt gewesen, was jetzt definitiv anders sei. Es sei darum nötig, dass alle Verlagsfachleute, die ihr Publikum wirklich erreichen wollen, sich mit dem Internet und seinen Möglichkeiten gründlich befassen. «Es genügt nicht, wenn sich die IT-Abteilung mit Online befasst, auch die obersten Manager müssen twittern, um zu verstehen, was da abgeht», betonte sie."Nun, meines Erachtens ist das Internet schon ziemlich lange allgemein anerkannt. Mit Social Media-Anwendungen verhält es sich natürlich anders. Guten CEOs traue ich persönlich aber durchaus zu, Strategiekonformität, Opportunitäten und Nachhaltigkeit von Twitter & Co. aus theoretischer Warte beurteilen zu können. Was natürlich nicht heissen soll, dass C-Level-Verantwortliche nicht Bloggen, Twittern oder sonstwie Social Networken sollen - wenn sie mögen und die Zeit dazu finden.
Viel wichtiger als twitternde Chefs sind meines Erachtens aber Vorgesetzte, die offen sind für den Einsatz von Social Media und die befähigten Mitarbeitenden genügend Spielraum für die Umsetzung lassen. Wenn dabei noch folgende Handlungstipps, die wir bei anderer Gelegenheit schon propagiert haben, beachtet werden, bestehen gute Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg:
Potenzialanalyse: Den Einsatz von Social Media-Tools gilt es eingehend auf ihre Kompatibilität mit der Unternehmensstrategie und den daraus abgeleiteten Zielen (Marketingstrategie) zu analysieren. Insbesondere hat die Segmentierung der relevanten Zielgruppen unter Berücksichtigung der Dimension «Onlineaffinität» zu erfolgen.
Zieldefinition: Social Media-Anwendungen sind mittlerweile so bekannt, dass Trial and Error als Vorgehensweise nicht (mehr) zu empfehlen ist. Es ist unumgänglich, konkrete Ziele für den Einsatz zu setzen, darauf die Weiterentwicklung und -planung zu basieren und die Ziele nach Inbetriebnahme der Lösungen auch zu kontrollieren.
Toolevaluation: Je nach Strategie, Zielsetzung und vor allem auch Unternehmenskultur sind individuell passende Tools zu evaluieren.
Risikobewusstsein: Auch im Internet gelten Gesetze und es existiert kriminelle Energie. Generell unterschätzt werden auch immaterialgüterrechtliche Belange. Es ist ein absolutes Muss, dass sich Unternehmen weitreichende Sicherheitsgedanken machen und diese in Form von verbindlichen Richtlinien festhalten.
Personalschulung: Es gibt nichts Langweiligeres, als schlecht geschriebene Corporate Blogs, Twitter, Wikis oder andere Anwendungen. Ein Unternehmen kann sich äusserst schnell einen Imageschaden einhandeln, wenn die Inhalte nicht von entsprechend befähigten Mitarbeitenden verfasst werden.
Pilotanwendungen: Die zielkonformen Anwendungen müssen ausgiebig getestet werden. Idealerweise wird ein Teilnehmerkreis gewählt, der die künftigen Ziel- und Anwendergruppen gut repräsentiert. Bei Tests wird in der Regel viel Optimierungspotenzial gefunden, was unter anderem auch die gefühlte Toleranz gegenüber den neuen Anwendungen signifikant erhöhen kann. Die Mitarbeitermotivation, entscheidend für den Erfolg des Social Media-Einsatzes, steigt damit entscheidend.
Lösungsetappierung: Nach den Testläufen kristallisieren sich Bereiche heraus, deren Implementierung sich aus Sicht von Machbarkeit, Potenzial und Interessenlage aufdrängen. Die Implementierung einer möglichst umfassenden, endgültigen Lösung ergibt wenig Sinn. Schrittweises Implementieren, daraus lernen und weiterentwickeln, ist die Grundlage der Erfolgsgeschichte
Mitarbeitereinbezug: Die tangierten Mitarbeitenden müssen zwingend eingehend instruiert und geschult werden. Weiter ist stetige, kommunikative Begleitung unumgänglich, um Interesse, Akzeptanz und Interaktion erzeugen zu können. Wie bereits erwähnt, ist die Mitarbeitermotivation entscheidend für den nachhaltigen Erfolg.
Zielgruppenkommunikation: Kommunikation und Interaktion mit den Zielgruppen (intern, extern oder gemischt) sind absolut zentral. Ohne entsprechendes Engagement der zuständigen Manager und Mitarbeitenden kann sich kein Erfolg einstellen. Wenn User-Anregungen oder -Fragen nicht prompt, authentisch, transparent und kompetent bearbeitet werden, verpufft der Effekt.
Zielüberprüfung: Nichts ist für die Ewigkeit, und im Internet wäre die Ewigkeit sowieso endlich und kurz. In diesem Kontext ist klar, dass auch webbasierte Lösungen eine relativ kurze Halbwertszeit besitzen. Die Wettbewerbs- und Internetentwicklung muss laufend im Auge behalten und analysiert werden. Die Zielsysteme sind entsprechend zu adjustieren und die Massnahmen anzupassen. Wer die Kapazität oder Ressourcen für diesen laufenden Prozess nicht hat, sollte sich mit Social Media nicht die Finger (oder das Kapital) verbrennen.
Wir twittern @rolotec.
Verfasst von Hans Fischer um 14:05
10.11.2009
Evolution oder Regression, das ist hier die Banken-Frage
Ein Highlight am Finance Forum 09 war das Referat "Wie Banking der Zukunft geht" von Brand:Trust-Mann Achim Feige. Der Markenführungsspezialist basierte dabei auf dem Spiral Dynamics-Modell von (Obama-Berater) Don Beck und Chris Cowan.
(Klick ins Bild für Grossansicht; Bildquelle: Achim Feige: "Wie Banking der Zukunft geht")
Während Conan der Barbar noch ums schiere Überleben kämpfte, widmete sich der Pate Familien-(Stammes-)Banden und dem Horizont von G.W. Bush entsprach das Streben nach Dominanz. Sein Nachfolger setzte einige Stufen höher auf der Integrationsebene ein.
Und was soll das im Kontext mit Banken? Ganz einfach: Grenzsituationen (wie wir mit der Finanzkrise seit längerer Zeit schon eine haben) forcieren Sprünge. Geht's nach oben, spricht man von Evolution; umgekehrt von Regression. Achim Feige hat dies bankenspezifisch folgendermassen dargestellt.
(Klick ins Bild für Grossansicht)
Die Grafik ist m.E. eindeutig und braucht keine weiteren Erklärungen. Speerspitzen-Beispiele sind real. Einige sind in diesem Blog bereits beschrieben, weitere werden folgen.
Verfasst von Hans Fischer um 14:34
09.11.2009
Intranet wird dreidimensional - und vital
Im Fachartikel "Finance 2.0 - unumgänglich und doch nicht dringlich" ist festgehalten, dass "Generationen an potenziellen Nutzern von virtuellen Bankwelten heranwachsen". Und:
"Wird ein heute Jugendlicher finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute, virtuelle Welt dem Gang in eine reale Bankfiliale vorziehen. Die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft wird Begegnungszonen für Kunden und Interessierte genauso bieten wie Diskussionsebenen mit Bankangestellten."Meldungen wie "Betatest von Second Life für Firmen gestartet" (ZDNet.de), die am Wochenende die Runde machten, deuten in ebendiese Richtung. Ok, die virtuelle Welt dient in diesem Kontext noch nicht als Begegnungszone für bestehende und potenzielle Kunden mit Mitarbeitenden. Der erste Schritt ist vielmehr die Wandlung des Intranets vom gepimpten White Board zur virtuellen Unternehmenswelt. MIt Second Life Enterprise steht demnächst ein sehr gutes Übungsfeld zur Verfügung: Second Life für's Intranet, virtueller Meetingraum für corporate Avatare hinter der Firefall. Linden Lab schreibt zur Beta-Version:
"Unternehmen und Regierungsbehörden können Second Life jetzt direkt in ihre IT-Infrastruktur einbinden und auf diese Weise die Ressourcen, die sie in den Bau ihrer virtuellen Präsenz investiert haben, optimal nutzen. Unternehmen und Organisationen wie IBM, Northrop Grumman, Intel, New Media Consortium, Case Western Reserve, das Naval Undersea Warfare Center und zahlreiche weitere Militär- und Nachrichtendienstbehörden, verwenden gegenwärtig Second Life Enterprise Beta, um Besprechungen und Veranstaltungen abzuhalten und Trainingsumgebungen zu simulieren."
Verfasst von Hans Fischer um 10:20
06.11.2009
Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht
Heute mit dem Videobeitrag "Will It Blend?" - oder anders: Kann man das iPhone mixen? Nicht ganz neu, aber allemal unnütz genug, um in dieser Blog-Kategorie erwähnt zu werden.
(Quelle: YouTube)
Verfasst von Hans Fischer um 14:22
05.11.2009
Visualisierung von Börsen-Informationen
Das Finance Forum 09 ist Geschichte. Wir hatten viele gute Gespräche. Herzlichen Dank den Besucherinnen und Besuchern.
Die Mehrheit der zufälligen Gesprächspartner wurden durch unsere Visualisierungen von Börseninformationen angezogen. Auf einen Blick das Big Picture der Märkte zu bekommen, ohne Listen, News und Charts zu lesen und zu vergleichen, leuchtet als Dienstleistung ja auch zweifelsohne ein. Für alle, die's live verpasst haben, das Bild einer Visualisierung mit vier Dimensionen (die Parameter könnten selbstverständlich angepasst werden).

Auf dem Bild die Visualisierung der SMI-Titel nach Tagesperformance (y-Achse), Jahresperformance (x-Achse), Tagesumsatz (absolute Grösse der Bubbles) und Tagesumsatz im Verhältnis zum historischen Durchschnitt (rot = relativ bescheidener Umsatz / grün = überdurchschnittlich grosser Umsatz).
Die Darstellung ist in Echt natürlich dynamisch. User, die regelmässig damit arbeiten, kennen sehr schnell die entsprechenden Marktmuster. Fällt eine Konstellation oder ein Titel auf, reicht ein Klick und man kommt zum Beispiel auf die passende News-Selektion (oder die individuell angepassten Inhalte).
Ps. Getwittere Eindrücke vom Finance Forum.
Verfasst von Hans Fischer um 13:34
02.11.2009
Trading Schnittstelle, Visualisierung, Reference Data & Co.
Morgen Dienstag und am Mittwoch finden Sie uns am Finance Forum 09 im Kongresshaus Zürich an Stand 5.14.
Neben unseren bekannten individuellen Dienstleistungen für die Finanzbranche präsentieren wir Ihnen dieses Jahr sehr gerne auch den neuen Tätigkeitsbereich Referenzdaten Management, Dienstleistungserweiterungen wie die Trading- und Portfolio Management-Lösung "Patio" mit Schnittstelle für unsere Kunden mit Börseninformationslösungen (SHARK), Kalkulationslösungen für basketbasierte Produkte, Compliance-Anwendungen wie PEP-Check oder zeitgeistige Visualisierungsmöglichkeiten von komplexen Börsendaten.
Wegweisende Software-Lösungen, deren Anwendungsspektrum und Individualisierungsmöglichkeiten wir Ihnen gerne zeigen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Verfasst von Hans Fischer um 08:34




