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27.10.2009

Schweizer Banken tun sich schwer mit Finance 2.0

"Die Jugend lebt im Netz - Finance 2.0 wird Pflicht", haben wir jüngst geschrieben. Eine Pflicht, die Bankverantwortliche aller Länder angeht. In den Postings "Konkreter Schritt in die (Twitter-)Banken-Zukunft", "Finance 2.0: Eine weitere Bank auf Twitter" oder "Social Media im Bankeneinsatz" wird auf Entwicklungsschritte in diese Richtung aufmerksam gemacht. Die Beiträge haben eine Gemeinsamkeit: Schweizer Banknamen tauchen darin nicht auf.

Eine Feststellung, die finnews.ch im Beitrag "Mobile Banking: Verpassen die Schweizer den Trend?" recherchiert hat und schreibt:

"Beim Einsatz von neuen Internet-Technologien wie Corporate-Twitter oder iPhone-Apps sind viele Schweizer Banken noch zögerlich. (...) Viele Banken ziehen den Einsatz von Twitter erst gar nicht in Betracht, wie Recherchen von finews.ch ergaben. Die Kundensicherheit habe Vorrang, heisst es bei den meisten Instituten. (...) Einzig die ZKB hält sich die Corporate–Twitter-Option offen: «Wir beobachten die Szene und könnten jederzeit am Markt auf diesem Kanal aktiv werden», heisst es von der Pressestelle. (...) Dass mobile Geräte kein grösseres Sicherheitsrisiko als das konventionelle Online-Banking darstellen, hat eine Schweizer Bank bereits erkannt: Swissquote. Diese bietet seit wenigen Monaten eine iPhone-Applikation an. Über diese können die Bankgeschäfte von Apples Mobiltelefon verrichtet werden."
Und im Schlussabschnitt wird auf die kommenden Kundengenerationen verwiesen. Diesbezüglich haben wir im Beitrag "Second Life? Vielleicht. Virtuelle Welten? Logisch!" festgehalten:
"Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. Kommt dazu, dass die Speicherung der Daten und Interessen eine Komplett-Betreuung ermöglicht. Die grössten Anforderungen sind im regulatorischen Bereich anzusiedeln. Dass die Generation an potenziellen Nutzern solch virtueller Bankwelten heranwächst, steht ausser Zweifel."

Verfasst von Hans Fischer um 27.10.09 14:52


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