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28.10.2009
Enterprise Search: Wichtig und doch kein Renner
Das deutsche Fachmagazin Datenbank Spektrum hat im (öffentlich leider nur als Abstract zugänglichen) Artikel "Enterprise-Search-Systeme im internen Wissensmanagement: Ergebnisse einer Studie zu Perspektiven der Unternehmen" die von uns mitgesponserte Studie "Enterprise Search - Katalysator für den internen Informations- und Wissensfluss" (s. auch "Enterprise Search mit Finanzbranchen-Fokus") zusammengefasst. Anbei einige Schlüsselaussagen:
"Mitarbeiter sind in immer stärkerem Maße als Informations- und Wissensarbeiter tätig, die Informationen suchen, bewerten, produzieren und anwenden. Ihre Produktivität kann durch geeignete Wissensmanagement-Werkzeuge stark erhöht werden. Einen wichtigen Bestandteil stellen Suchlösungen für interne Daten dar. (...)Weiterführende Informationen zu Retrieval, Wissensmanagement oder die Kombination von Wissensmanagement mit Web 2.0-Anwendungen finden sich u.a. auch im frei zugänglichen WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.Dank Enterprise-Search-Lösungen werden Inhalte schneller gefunden, überhaupt gefunden und/oder zu neuen Inhalten aufbereitet. Die Qualität einer Enterprise-Search-Lösung zeigt sich an der Abdeckung der Quellen sowie an der Aktualität, Präsentation und insbesondere an der Relevanz der Resultate, die möglichst unabhängig von der Qualität der Frageformulierung ist. (...)
Die Problematik bei Enterprise-Search besteht darin, aus einer großen Anzahl unstrukturierter Dokumente verschiedener Herkunft relevante (nützliche) Treffer zu finden, welche ein Informationsbedürfnis des Anwenders möglichst gut befriedigen. So werden wissensintensive Geschäftsprozesse optimal unterstützt. Die zugrunde liegende Methodik hinter Enterprise-Search-Lösungen ist als "Information Retrieval" bekannt (...).
Bezüglich der Nutzer haben Untersuchungen ergeben, dass Nutzer auf dem Web oft faktenorientiert sind, und wenige Treffer mit simplen Antworten bevorzugen. In Unternehmungen mit wissensintensiven Geschäftsprozessen werden dagegen tendenziell komplexere Informationsbedürfnisse formuliert, die dann so vollständig und ausführlich wie möglich durch die gefundene Information zu unterstützen sind. (...)
Die Entprise-Search berührt noch weitere Aspekte wie Visualisierung, Social Search und Kategorisieren und Information aggregieren. (...)
Das Bewusstsein für die Nutzenpotenziale ist derzeit als gering zu bewerten. Die Hälfte der Studienteilnehmer weiß nicht, wie viel Zeit die Mitarbeitenden mit Suchen verbringen, wie intensiv vorhandene Suchfunktionen genutzt werden und ob die Suchfunktionen die richtigen, beziehungsweise relevanten Inhalte liefern (...).
Der wichtigste Grund gegen Enterprise-Search-Systeme sind die erwarteten Investitionskosten – wobei fast gleiche viele Studienteilnehmern keine Barrieren sehen und weniger als 10% argumentieren, dass sie keinen Bedarf hätten, weil sie finden, was sie suchen. Weitere Barrieren sind Sicherheitsbedenken, die technische Komplexität, die Betrieb- und Wartungskosten sowie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Fachabteilungen
Insgesamt ergibt sich das Bild, dass einerseits die Probleme durch eine fehlende Enterprise-Search bisher als zu wenig gravierend eingeschätzt wurden, und dass andererseits vor allem der nicht-finanzielle Nutzen durch Qualitätssteigerungen und höhere Arbeitsmotivation angesichts der befürchteten Investitionskosten unterschätzt wurde."
Verfasst von Hans Fischer um 28.10.09 11:05

