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12.10.2009

"Für Facebook während der Arbeitszeit"

Gesperrte Social Media-Seiten wie Facebook oder Twitter gibt es relativ häufig. Sicherheitsaspekte oder allfällige Unproduktitvität werden als Hauptgründe genannt. Nun, die Social Media-Interessierten weichen ganz einfach auf Smart Phones aus oder umgehen die Sperre via zahlreichen Dienstleistungsseiten im Web.

Es liegt auf der Hand, dass Verbote in eine Sackgasse führen und die Diskussion ernsthaft(er) geführt werden müsste. Inbesondere da jüngere Arbeitnehmer schlicht und einfach nicht mehr bereit sind, auf Social Media-Anbebote während der Arbeitszeit zu verzichten. Warum? Weil das Teil ihres Kommunikationsverhaltens ist, wie unter anderem auch Beratungsunternehmen vor einiger Zeit schon festgestellt haben (s. auch Beitrag "Mitarbeiter-Loyalität dank Web 2.0-Toleranz").

Einen interessanten Beitrag zur Diskussion trägt die Computerwoche im Artikel "E-Mail stirbt: Für Facebook während der Arbeitszeit", respektive der zitierte "Wikinomics"-Autor Don Tapscott, bei:

"Ein großes Problem in Europa ist der fehlende Nachwuchs. Der Kampf um Fachkräfte wird sich weiter verstärken. Gewinnen werden ihn die Unternehmen, die sich auf die jetzt in die Arbeitsgesellschaft eintretenden "Digital Natives" einstellen. Das heißt in erster Linie, ihre auf das Internet und dessen Möglichkeiten fokussierte vernetzte Denk- und Arbeitsweise verstehen zu lernen. Das fängt schon damit an, dass die Unternehmen aufhören müssen, die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook während der Arbeitszeit zu verbieten."
Und das den im Titel erwähnten Tod der E-Mail anbelangt, ist Tapscott überzeugt:
"Die E-Mail ist eine sehr primitive Art, sich miteinander auszutauschen - ich nutze sie seit 1977. Sie hat nur so lange überlebt, weil modernere Kommunikationsformen erst in den vergangenen Jahren entstanden sind."
Im Frühling wird sein neues Buch zur Thematik erscheinen.

Verfasst von Hans Fischer um 12.10.09 10:19


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