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01.05.2009
Buchbesprechung: Digital Natives und Immigrants
Im Artikel "Wie Wikis der Wirtschaft nutzen" rezensiert Die Zeit die Bücher "Wenn Anzugträger auf Kapuzenpullis treffen" und "Die Kunst, loszulassen", greift dabe interessante Aspekte auf und macht auf die Kluft zwischen Digital Natives und Digital Immigrants aufmerksam (s. auch Beitrag "Mitarbeiter-Loyalität dank Web 2.0-Toleranz").
Kleiner Exkurs zu Digital Natives und Digital ImmigrantsAm Finance Forum 08 nannte Prof. Dr. Ewald Wessling die Generation der „Digital Natives“, also mit Internet und anderen Medien seit Kindheit an vertraute Konsumenten, als grosse Herausforderung für die Unternehmen und insbesondere für deren Marketing. Während die „Digital Immigrants“ früher im Schnitt 1,6 verschiedene Medien genutzt hätten, gelte für die Digital Natives (resp. die Web Generation) ein Schnitt von 5,4 parallel genutzter Medien.
Ein nicht „im Internetzeitalter Geborener“ könne trotz allergrösster IT- oder Gadget-Affinität nie zum Digital Native werden. Umso schwieriger gestalte sich die Aufgabe für Entscheidungsträger heutiger Marketingstrategien.Leitmedium für Digital Natives – und damit für aktuelle und kommenden Kundengenerationen – ist laut Wessling das Internet. Nachfolgende Grafik zeigt das veränderte Medienverhalten:
(Bildquelle: Wessling, Ewald (2008): Präs. Revolution 2.0, Seite 11)Als Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Web 2.0-Anwendungen, respektive Interaktion und Mitarbeit der Digital Natives, nannte er:
- Einfach – interaktiv – selbsterklärend (EIS)
- Permanente Verfügbarkeit
- Personalisierung
- Authentische Kommunikation
- Schnelle Kommunikationswege (zum Beispiel wird Instant Messaging der E-Mail vorgezogen)
- Glaubwürde Marken
- Gleichberechtigte Anerkennung aller User/Konsumenten/Prosumenten
- Respekt
Verfasst von Hans Fischer um 01.05.09 09:58


