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18.03.2009

Heiss begehrte ETFs

Die Welt titelt heute "Indexfonds sind die Verkaufsrenner in der Krise" und schreibt:

"(...) Die Indexprodukte sind quasi die einzigen Investmentfonds, die sich derzeit in der Krise überhaupt noch verkaufen. Das gilt besonders für Aktienportfolios. Während die hiesigen Investoren seit Januar 2008 rund 15 Milliarden Euro aus den klassischen aktiv gemanagten Produkten abzogen, verzeichneten die passiven Aktien-ETF Zuflüsse in etwa gleicher Höhe."
Als Gefahr nennen die Redaktoren die Emission von immer komplizierteren ETFs, deren Zusammensetzung kaum mehr verstanden werden könne:
"Doch damit geht der Grundgedanke des Produktes verloren, und die ETF könnten schnell ganz irdisch daherkommen."
Wie angesagt ETFs derzeit sind, zeigen auch die Spekulationen um den Verkauf der Barclays-Tochter iShares. Handelsblatt.com schreibt dazu unter "Barclays verkauft ETF-Sparte iShares":
"(...) Die britische Großbank Barclays will die Sparte für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) abstoßen, um ihre Unabhängigkeit zu erhalten. Barclays ist weltweit sowohl größter Vermögensverwalter als auch in diesem stark wachsenden Teilsegment mit einem Kapital von 271 Mrd. Dollar Ende Februar die Nummer eins."
Rolotec beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Exchange Traded Funds und berechnete zu Pionierzeiten schon die indikativen Net Asset Values für die ETFs der UBS (s. Fachartikel "ETF-Berechnung made in Switzerland für die USA").

Verfasst von Hans Fischer um 18.03.09 11:07