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06.03.2009

Börsen-Regeln und Anleger-Psyche

Als Softwareunternahmen, das Finanzinformationssysteme entwickelt, scannen wir das Web selbstverständlich auch auf Börsennachrichten. In den deutschsprachigen Medien sind heute unter anderem zwei interessante Artikel aufgefallen. NZZ Online zitiert unter "Alte Börsenweisheiten ausser Kraft gesetzt" UBS-Chefökonom Klaus Wellershoff mit:

"(...) So schnell wird sich die Lage in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten nicht verbessern: Wie der UBS-Chefökonom Klaus Wellershoff im Impulse-Interview gegenüber NZZ Online ausführt, muss man sich darauf einstellen, dass man sich erst am Anfang einer grossen globalen Rezession befinde und dass noch monatelang schlechte Nachrichten kommen dürften. (...)

Man könne berechnen, wie gross die Übertreibungen gewesen seien, und deshalb auch abschätzen, wie gross der Korrekturbedarf ausfallen dürfte. Lediglich für die zeitliche Dimension der Korrektur griffen die ökonomischen Instrumente nicht."

Die Welt schreibt unter "Börsen-Psychologen warnen vor erneutem Crash":
"(...) Die Eine-Million-Euro-Frage lautet nun: Wie tief können die Märkte noch fallen? Vor allem vielen Investoren, die 2008 noch vor der Abgeltungsteuer teuer eingestiegen sind, brennt diese Frage unter den Nägeln. An der Antwort scheiden sich die Geister: Während etwa Crash-Prophet Roland Leuschel dem Dax erst bei 2000 Punkten eine Wende zutraut, trommeln andere Marktbeobachter bereits auf dem aktuellen Niveau zum Einstieg.
Da es eine Krise wie die jetzige noch nie gegeben hat, helfen Fundamentaldaten wie Bewertungen kaum weiter. Aufschlussreicher ist da schon ein Blick in die Psyche der Anleger. Und der ist alles andere als ermutigend."

Verfasst von Hans Fischer um 06.03.09 17:32