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13.02.2009

Auf ein Wort zum Freitag, dem 13.

Lassen wir Technik und Kommunikation mal sein und widmen uns dem heutigen Tag, respektive dem Freitag, dem 13. Warum eigentlich erschreckt die Kombination von "Freitag" und "13" so viele Menschen?

Die abergläubische Furcht vor der Zahl 13 ("Triskaidekaphobie") geht laut verschiedenen Quellen auf das letzte Abendmahl Jesu Christi zurück - Judas Ischariot war der dreizehnte Anwesende (was aus logischer Sicht keinen Sinn macht, sich aber trotzdem durchgesetzt hat). Dazu kommt, dass Jesus Christus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Zusammen gibt das die Nährlösung für die "Paraskavedekatriaphobie" - der krankhaften Angst vor dem Freitag, dem 13.

Selbstverständlich gibt es auch milde Formen dieser Angst. Je nach Quelle zwischen 30 und 50 Prozent der Bevölkerung zollen diesem speziellem Datum höchsten Respekt und dosieren die Risiken des Alltags auf ein Minimum. Völlig unbegründeterweise, wie viele Studien zeigen wollen. So kommt zum Beispiel "Die Folgen von 'Freitag, dem 13.' auf das Unfallgeschen in Deutschland" zu folgenden Schlüssen:

"(...) An der zu Beginn referierten Erzählung „Freitag, der 13.“ ist so gut wie alles falsch. Es handelt sich nicht um einen „alten Aberglauben“, sondern um eine Erfindung der allerjüngsten Vergangenheit, ein wirkliches Produkt der Moderne. Menschen begegnen dieser von den Massenmedien eingeführten Folklore nicht mit Furcht und Angst, sondern höchstens mit einem amüsierten Kokettieren zu den Themen Glück und Unglück. Phänomene „selbst-erfüllender Prophezeiungen“ im Sinne von Merton (1948) sind vor diesem Hintergrund von vornherein unwahrscheinlich. So verwundert es nicht, dass eine die Zahl der Verkehrsunfälle steigernde Wirkung von „Freitag, dem 13.“ auch nicht nachgewiesen werden
kann. An der so harmlosen Erzählung „Freitag, der 13.“ kann man jedoch lernen, dass es auch so etwas wie einen „Aberglauben über den Aberglauben“ gibt, die Folklore der Spötter und „Aufklärer“."

Verfasst von Hans Fischer um 13.02.09 10:11