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26.01.2009
Wissen ist Macht - Bilanzierung erhält diese
"Wissen ist Macht", wusste der englische Philosoph Lord Francis Bacon (1561-1626) zu sagen. Dies gilt insbesondere auch in unternehmerischem Umfeld. Doch Macht ist vergänglich, wenn dem organisatorischen Wissen nicht Sorge getragen wird.
Ein taugliches Instrument wider die Wissens- und Machterosion sind Wissenbilanzen. Laut WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki stellen diese das intellektuelle Kapitals einer Organisation dar und unterstützen die Weiterentwicklung. Ausserdem zeigen Wissenbilanzen die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf.
Der 6. und letzte Teil" der Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung" von perspektive mittelstand widmet sich einem Expertengespräch mit der Schlussfrage, wie sich die Wissensbilanzierung bei den mittelgrossen Unternehmen in den nächsten drei Jahren durchsetzen wird:
"Kriessl: Ich bin der Meinung, dass die Wissensbilanzierung an Bedeutung erheblich gewinnen wird. Insbesondere in den Unternehmen, in denen Know-how erforderlich und Wissen ein ganz entscheidendes Gut ist. Also somit auch bei jedem Mittelständler.Die Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung":Koch: Ich wünsche der Wissensbilanz eine ähnlichen Erfolg wie der Balanced Score Card. Erfolgsfaktor zur weiteren Verbreitung ist eine wirtschaftliche Erstellung. Die Wissensbilanz hat das Potenzial, sich als integratives Tool zu entwickeln. Da die Verständlichmachung von Produkten und Verfahren immer schwieriger wird, weil die Wirtschaft sich in Bereiche verlagert, die nicht mehr so anschaulich materiell sind wie vor Jahrzehnten, könnte ein solches oder ähnliches Tool für die „neue Ökonomie“ erfolgreich werden.
Schütterle: Ich denke, dass der Anteil der Unternehmen, die mit einer Wissensbilanz arbeiten, sich erhöht, auch wenn die Unternehmen immer wieder andere Probleme zu lösen haben. Veranstaltungen wie diese werden dazu beitragen, die Wissensbilanz stärker in den Köpfen zu verankern.
Augenstein: In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird gesagt, dass der Produktionsfaktor Wissen an Bedeutung zunimmt. Unternehmen, die kein Wissensmanagement betreiben, werden früher oder später nicht mehr überleben. Ich denke, dass strukturierte Verfahren, wie die Wissensbilanzierung, in der unternehmerischen Wirklichkeit stark verankert sein werden.
Hirschmann: Ich denke, die Wissensbilanz wird sich durchsetzen. Auch deshalb, weil das Thema mehr in die Öffentlichkeit kommen wird und die Banken die Wissensbilanz als Teil des Ratings ansehen werden. Die Wissensbilanzierung wird sich entwickeln, allerdings nicht so stürmisch, weil der Mittelstand sich primär mit anderen Aufgaben zu beschäftigen hat."
- Teil I: Grundlagen der Wissensbilanzierung
- Teil 2: Status Quo im Mittelstand
- Teil 3: Erstellung einer Wissensbilanz
- Teil 4: Erfahrungsbericht IT-Dienstleister
- Teil 5: Von der Theorie zur Praxis
Verfasst von Hans Fischer um 26.01.09 10:47


