« Wissen ist Macht - Bilanzierung erhält diese | Hauptseite | Nervt "Web 2.0" oder doch bloss die Veränderung? »

27.01.2009

Der K(r)ampf der Medien

Das Internet hat sich in Rekordzeit zum neuen Leitmedium aufgeschwungen und die Finanzkrise rüttelt an den Grundfesten der Traditionshäuser: Die alteingesessenen Medienunternehmen sehen sich zwangsläufig mit völlig neuen Denk- und Strategieansätzen konfrontiert. Zur Ausgangslage schrieb die NZZ anlässlich der Verlegertagung ("Die Zukunft der Medien"):

"(...) Es ist noch nicht so lange her, da konnten Schweizer Tageszeitungen auf den beiden Säulen Lesermarkt und Werbemarkt gut bestehen. Neben der gegenwärtigen Krise machen ihnen nun auch die Veränderungen in der Medienbranche zu schaffen. Vor kurzem lauerte die Gefahr noch in Form von Gratiszeitungen und dem Internet. Die Wirtschaftskrise hat die Probleme noch verstärkt, doch nun drängen auch noch neue Akteure in den Markt, weshalb rasch effiziente Geschäftsmodelle gefragt sind."
Die Financial Times Deutschland verdeutlicht die Thematik und schreibt im Artikel "Die Zukunft der Medien - Welt ohne Verleger":
"(...) Ein Zwei-Fronten-Krieg für die alteingesessenen Medienkonzerne: Sie werden von großen aber auch von kleinen, unabhängigen Inhalteanbietern attackiert, die Neuigkeiten über ihre Blogs oder Netzwerke verbreiten und praktisch keine Distributionskosten haben. Und sie konkurrieren um die Werbekunden im Netz nicht mehr nur mit den alten Wettbewerbern, sondern mit einer Fülle neuer Anbieter, die bei der Nutzung der neuen Möglichkeiten oftmals innovativer sind - etwa, wenn es gilt, die Werbung gezielt zu platzieren und mit dem Konsumenten zu kommunizieren."
Werden die inhaltliche Kompetenz und die Möglichkeiten der neuen Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten kombiniert und daraus neue, auf individuelle User-Bedürfnisse abgestimmte Inhalte aggregiert, haben hätten die traditionellen Medienunternehmen aber zweifelsohne eine hervorragende Ausgangslage.

Verfasst von Hans Fischer um 27.01.09 10:59