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30.01.2009

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem USB Parrot für £14.99 bei thumbsUp. Der USB-Papagei schnappt maximal acht Phrasen auf, die er dann - unterstützt von Flügelschlägen - von sich gibt. Wollen wir das wirklich?

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(Bildquelle: thumbsUp)

=> Alle Weekend-Spezials.

Verfasst von Hans Fischer um 16:47

Kundenbindung im Online-Handel

Jüngst haben wir geschrieben:

"(...) Web 2.0 steht im Kern für ein verändertes User- und Kommunikationsverhalten. (...) Tools und Anwendungen verändern sich stetig, der veränderte Stellenwert des Internets als Kommunkations- und Interaktionsplattform, als Community-Arrangeur, als Wissensmanagement-Katalysator oder als Grundlage für Konsumentscheide aber bleibt."
Wem das zu wenig griffig ist, findet im Beitrag "Fünf Tipps zur Kundenbindung im Handel" von IT-Business handfeste Beispiele für die Auswirkungen der veränderten Internetwahrnehmung und -handhabung auf die reale Wirtschaft. Einige Auszüge:
"Der potenzielle Kunde möchte selber wählen, wie er sich informiert. Deshalb ist für einen professionellen Online-Auftritt die Kommunikation über mehrer Kanäle ein Muss. (...)

Potenzielle Käufer informieren sich heutzutage erst einmal im Internet über das Produkt. Dabei vertrauen sie den Ratschlägen von Dritten eher als denen des Anbieters. (...)

Mit der Recommendation-Funktion, wie beispielsweise Amazon sie eingesetzt, werden dem Kunden automatisch Produkte empfohlen, die mit dem aktuellen Suchbegriff oder einem zuvor schon einmal gekauften Artikel verwandt sind. (...)"

Die im letzten Zitat angesprochene Longtail-Thematik haben wir unter anderem im Posting "Verleger, Web 3.0 und Semantik-Wirrnisse" beschrieben und illustriert.

Verfasst von Hans Fischer um 15:24

1000 Roloblog-Postings

"Das deutsche Zahlwort Tausend hat sich aus dem althochdeutschen thûsunt, thûshundi, dieses aus germanisch þûsundi entwickelt. Dies wiederum ist eine Verbindung aus dem Zahlwort Hundert – hundi mit einer Vorsilbe *thus, welche „viel“ oder „groß“ bedeutet und sich aus einer indogermanischen Wurzel *tÐu-, *týu- gebildet hat, die ursprünglich „schwellen“ bedeutet. Tausend bedeutet also wörtlich ursprünglich „großhundert“." (Wikipedia)
Wir feiern heute also ganz spontan und bescheiden den grosshundertsten Beitrag im Roloblog. Was am 2.9.2005 als kleines Experiment begann, wird heute täglich von mehreren Hundert Lesern besucht.

Am meisten Traffic generierte übrigens der Beitrag "Was ist eigentlich eine Rezession" vom 22.1.2008. Damals lag der US-Leitzins noch bei sagenhaften 3,5 Prozent und nicht wenige Experten gaben sich bloss moderat pessimistisch. Aktuell hält die Fed ja an einer Zinsspanne von 0,00% bis 0,25% fest.

Auf die nächsten 1000, anyway.

Verfasst von Hans Fischer um 14:02

28.01.2009

Mitarbeiter-Loyalität dank Web 2.0-Toleranz

Im Posting "Web 2.0: Unternehmen-Nutzen und Talent-Garantie" haben wir geschrieben, dass gewisse Web 2.0-Anwendungen für jüngere Arbeitnehmer schlicht und einfach ein Must seien. ZDNet.de zitiert im Artikel "Studie: Internet-Generation nutzt im Büro eigene Tools" nun eine Studie von Accenture mit folgenden Worten:

"(...) 14- bis 32-Jährige wollen im Beruf ihre eigenen Anwendungen verwenden und über Instant Messaging sowie Social-Network-Plattformen wie Facebook kommunizieren. Mindestens jeder dritte Berufstätige in dem Alter nutzt diese Kanäle für seine Arbeit. Etwa jeder zweite davon tut es ohne Wissen seines Arbeitgebers."
Das wussten (oder vermuteten) wir ja. Interessant ist die Schlussfolgerung:
"(...) "Der Umgang von Millennials mit Technologie fördert die Entwicklung, dass Unternehmen mehr Interaktionen und Prozesse internetbasiert und in Echtzeit abwickeln." (...) "Die Millennials werden den Wandel hin zu einer flexibleren und internetorientierten IT vorantreiben."
Und wenn man die Möglichkeiten der Millennials (oft auch "Digital Natives" genannt) einschränkt? Dann werden sie sich nach Kräften einen passenderen Arbeitgeber suchen, zeigen sich sowohl die Accenture-Verantwortlichen als auch andere Consultingsunternehmen überzeugt.

Verfasst von Hans Fischer um 15:51

Nervt "Web 2.0" oder doch bloss die Veränderung?

Seit die Finanzkrise wütet, richtet sich immer häufiger Frust gegen den Begriff "Web 2.0". "Nervig", "unnütz", "völlig überbewertet", etc. lautet der Kontext.

Nun, Web 2.0 steht im Kern für ein verändertes User- und Kommunikationsverhalten. Ob dies nun von Social Network-Anwendungen, Blogs, Wikis, Mashups oder was auch immer getragen wird, ist völlig egal. Tools und Anwendungen verändern sich stetig, der veränderte Stellenwert des Internets als Kommunkations- und Interaktionsplattform, als Community-Arrangeur, als Wissensmanagement-Katalysator oder als Grundlage für Konsumentscheide aber bleibt. So gesehen, kann der Begriff "Web 2.0" eigentlich nicht nerven. Ausser, man ärgert sich über die gesellschaftliche Veränderung an sich, was - aus subjektiver Sicht und entsprechend formuliert - natürlich absolut legitim ist.

Selbstverständlich gibt es auch sehr viele positive Artikel zu lesen (denen es gelegentlich ebenfalls an kritischer Distanz mangelt). Anbei eine kleine Sammlung neuerer Artikel beider Couleur:

Verfasst von Hans Fischer um 13:57

27.01.2009

Der K(r)ampf der Medien

Das Internet hat sich in Rekordzeit zum neuen Leitmedium aufgeschwungen und die Finanzkrise rüttelt an den Grundfesten der Traditionshäuser: Die alteingesessenen Medienunternehmen sehen sich zwangsläufig mit völlig neuen Denk- und Strategieansätzen konfrontiert. Zur Ausgangslage schrieb die NZZ anlässlich der Verlegertagung ("Die Zukunft der Medien"):

"(...) Es ist noch nicht so lange her, da konnten Schweizer Tageszeitungen auf den beiden Säulen Lesermarkt und Werbemarkt gut bestehen. Neben der gegenwärtigen Krise machen ihnen nun auch die Veränderungen in der Medienbranche zu schaffen. Vor kurzem lauerte die Gefahr noch in Form von Gratiszeitungen und dem Internet. Die Wirtschaftskrise hat die Probleme noch verstärkt, doch nun drängen auch noch neue Akteure in den Markt, weshalb rasch effiziente Geschäftsmodelle gefragt sind."
Die Financial Times Deutschland verdeutlicht die Thematik und schreibt im Artikel "Die Zukunft der Medien - Welt ohne Verleger":
"(...) Ein Zwei-Fronten-Krieg für die alteingesessenen Medienkonzerne: Sie werden von großen aber auch von kleinen, unabhängigen Inhalteanbietern attackiert, die Neuigkeiten über ihre Blogs oder Netzwerke verbreiten und praktisch keine Distributionskosten haben. Und sie konkurrieren um die Werbekunden im Netz nicht mehr nur mit den alten Wettbewerbern, sondern mit einer Fülle neuer Anbieter, die bei der Nutzung der neuen Möglichkeiten oftmals innovativer sind - etwa, wenn es gilt, die Werbung gezielt zu platzieren und mit dem Konsumenten zu kommunizieren."
Werden die inhaltliche Kompetenz und die Möglichkeiten der neuen Marketing- und Kommunikationsmöglichkeiten kombiniert und daraus neue, auf individuelle User-Bedürfnisse abgestimmte Inhalte aggregiert, haben hätten die traditionellen Medienunternehmen aber zweifelsohne eine hervorragende Ausgangslage.

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

26.01.2009

Wissen ist Macht - Bilanzierung erhält diese

"Wissen ist Macht", wusste der englische Philosoph Lord Francis Bacon (1561-1626) zu sagen. Dies gilt insbesondere auch in unternehmerischem Umfeld. Doch Macht ist vergänglich, wenn dem organisatorischen Wissen nicht Sorge getragen wird.

Ein taugliches Instrument wider die Wissens- und Machterosion sind Wissenbilanzen. Laut WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki stellen diese das intellektuelle Kapitals einer Organisation dar und unterstützen die Weiterentwicklung. Ausserdem zeigen Wissenbilanzen die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf.

Der 6. und letzte Teil" der Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung" von perspektive mittelstand widmet sich einem Expertengespräch mit der Schlussfrage, wie sich die Wissensbilanzierung bei den mittelgrossen Unternehmen in den nächsten drei Jahren durchsetzen wird:

"Kriessl: Ich bin der Meinung, dass die Wissensbilanzierung an Bedeutung erheblich gewinnen wird. Insbesondere in den Unternehmen, in denen Know-how erforderlich und Wissen ein ganz entscheidendes Gut ist. Also somit auch bei jedem Mittelständler.

Koch: Ich wünsche der Wissensbilanz eine ähnlichen Erfolg wie der Balanced Score Card. Erfolgsfaktor zur weiteren Verbreitung ist eine wirtschaftliche Erstellung. Die Wissensbilanz hat das Potenzial, sich als integratives Tool zu entwickeln. Da die Verständlichmachung von Produkten und Verfahren immer schwieriger wird, weil die Wirtschaft sich in Bereiche verlagert, die nicht mehr so anschaulich materiell sind wie vor Jahrzehnten, könnte ein solches oder ähnliches Tool für die „neue Ökonomie“ erfolgreich werden.

Schütterle: Ich denke, dass der Anteil der Unternehmen, die mit einer Wissensbilanz arbeiten, sich erhöht, auch wenn die Unternehmen immer wieder andere Probleme zu lösen haben. Veranstaltungen wie diese werden dazu beitragen, die Wissensbilanz stärker in den Köpfen zu verankern.

Augenstein: In Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird gesagt, dass der Produktionsfaktor Wissen an Bedeutung zunimmt. Unternehmen, die kein Wissensmanagement betreiben, werden früher oder später nicht mehr überleben. Ich denke, dass strukturierte Verfahren, wie die Wissensbilanzierung, in der unternehmerischen Wirklichkeit stark verankert sein werden.

Hirschmann: Ich denke, die Wissensbilanz wird sich durchsetzen. Auch deshalb, weil das Thema mehr in die Öffentlichkeit kommen wird und die Banken die Wissensbilanz als Teil des Ratings ansehen werden. Die Wissensbilanzierung wird sich entwickeln, allerdings nicht so stürmisch, weil der Mittelstand sich primär mit anderen Aufgaben zu beschäftigen hat."

Die Serie "Wissensmanagement und –bilanzierung":

Verfasst von Hans Fischer um 10:47

23.01.2009

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem "Digital Photo Frame Keyring" für £11.99 bei Gadgetshop.

digital_schluessel_foto.jpg

(Bildquelle: Gadgetshop)

Rund 56 Bilder können auf das potthässliche Ding geladen werden. Das Ganze erinnert ein wenig an diese kleinen Bilderrahmen für Passfötelis, die früher (oder heute noch?) auf Autoarmaturen prangten.

Ps. Sammlung an weiteren Dingen, die die Welt nicht braucht

Verfasst von Hans Fischer um 15:32

22.01.2009

Plattform für Fachwissen und Fachartikel

Die Goldwyn Partners Group hat die GoldwynReports-Portallösung für Fachartikel lanciert und schreibt dazu:

"GoldwynReport dient als nachhaltige Wissensplattform, welche für jede karriereorientierte Fach- und Führungskraft einen erfrischenden Mix aus interessantem Fachwissen, hilfreichen Ratschlägen und Dienstleistungen bereithält. (...)

Die Zusammenarbeit mit namhaften Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft gewährleistet neutrale markt- und karriererelevante Fachbeiträge."

Da Rolotec regelmässig Fachartikel verfasst, sind wir natürlich sehr gerne mit von Partie. Der erste Beitrag ist "Finance 2.0 - User machen Druck oder springen ab".

Verfasst von Hans Fischer um 14:41

21.01.2009

"Die skurrilsten Abkürzungen für SMS-Texte"

Nach der modernen Evolutionstheorie ist leichte Kost angesagt: Die Welt hilft mit dem Artikel "Die skurrilsten Abkürzungen für SMS-Texte". Dass "CU" für "see you" steht, wissen die meisten. Überraschender: Sollte ein "DUWIPA" gesendet werden, würde das bedeuten: "Du wirst Papa".

Verfasst von Hans Fischer um 14:48

Cyborgs und die Versklavung durch Maschinen

Ein ziemlich abgefahrener Titel, zugegeben. Aber über Cyborgs haben wir ja schliesslich gelegentlich schon geschrieben. Unter anderem im Fachartikel "Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert" oder im Posting "Bang - und die Cyborgs rücken näher".

Nun wird es aber richtig spacig: Spiegel Online lässt im Artikel "EVOLUTION 3.0 - Wie Maschinen uns eines Tages versklaven könnten" die Evolutionstheoretikerin Susan Blackmore sagen:

"(...) Haben wir ungewollt einen dritten Replikator freigesetzt, der auf menschlichen Memen huckepack reitet? Ich glaube ja. Die Informationen, die diese Maschinen kopieren, sind nicht menschliche Sprache oder Bewegungsabläufe. Es sind digitale Informationen, die um den verfügbaren Platz in riesigen Servern und elektronischen Netzwerken konkurrieren, wobei sie durch elektronische Prozesse mit extrem hoher Güte kopiert werden. Wenn erst einmal alle drei Vorgänge – Kopieren, Variation und Selektion – von diesen Maschinen durchgeführt werden, wird meiner Meinung nach tatsächlich ein neuer Replikator entstanden sein. Wir könnten diese Replikatoren der dritten Ebene als "Teme" (technische Meme) oder "Treme" (tertiäre Meme) bezeichnen. Egal wie wir sie nennen, sie und ihre Kopiermaschinen sind nun da. Wir dachten, wir hätten schlaue Werkzeuge erfunden, die unserem eigenen Vorteil dienen, doch in Wirklichkeit haben uns blinde, unaufhaltsame evolutionäre Prozesse ausgenutzt, als Sprungbrett zur nächsten Ebene der Evolution."
Das ist doch mal wieder ein intellektueller Challenge ;-) Die Details finden sich in besagtem Artikel. Als "Mem" wird laut Wikipedia eine Gedankeneinheit bezeichnet, die sich durch soziologisch-dynamische Prozesse vervielfältigt (reproduziert) und auf diesem Weg ihre Existenz (als Replikator) sichert; z.B. ein Gerücht, das weiterverbreitet wird.

Verfasst von Hans Fischer um 14:35

20.01.2009

Was bringen unternehmensinterne Suchmaschinen?

.... Viel, sind wir überzeugt (s. Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart"). Heute startet eine Befragung zum Thema Enterprise Search und soll Antworten liefern zu Fragen wie: Geht wirklich 30 Prozent der Arbeitszeit für Suchen verloren oder welche Möglichkeiten bieten Suchtechnologien heute und in Zukunft?

Die Studie "Enterprise Search - Suchen&Finden" wird von sieber&partners durchgeführt und von Rolotec unterstützt. Wir würden uns freuen, wenn Sie bei der Online-Befragung (Zeitaufwand ca. 15 Minuten) mitmachen würden. Als Dank für Ihre Teilnahme erhalten Sie die Studienresultate kostenlos.

Verfasst von Hans Fischer um 13:35

Virtuelle Ersatzeltern für Soldatenkinder

Klingt ziemlich abstrus, nicht? Heise online liefert die Erklärung im Artikel "Pentagon: Virtueller Ersatz für Vater oder Mutter im Kampfeinsatz":

"(...) Daher überlegt man sich auch, wie man mehr für die Kinder und Partner machen kann, wenn Vater oder Mutter bzw. Partner im Einsatz sind (...) Die Defense Centers of Excellence for Psychological Health and Traumatic Brain Injury glauben, eine Lösung gefunden zu haben. Besonders für die Kleinen könne es gut sein, wenn sie während der Abwesenheit des realen Elternteils zumindest einen virtuellen Ersatz hätten. In einer Ausschreibung (...) wird um Vorschläge für die Entwicklung eines multimedialen Computerprogramms gebeten, das es Kindern erlauben soll, mit dem virtuellen Elternteil zumindest einfache, aber überzeugende Gespräche führen zu können."
Da sässe John-Boy also vor dem Bildschirm und würde von seinem virtuellen Soldatenelternteil ein "Ich Dich auch, Süsser" auf die "Ich liebe Dich"-Aussage zu hören bekommen.

Diese Pentagon-Anfänge klingen zweifelsohne etwas plump. Sie läuten aber eine neue Qualität der Kommunikation ein, die in Science Fiction-Filmen in vielfältiger Art und Weise schon thematisiert wurde.

Verfasst von Hans Fischer um 11:26

19.01.2009

"20 Web-Applikationen, die das Leben erleichtern"

... titelt CHIP Online eine Sammlung von kostenlosen Web-Anwendungen aus verschiedensten Bereichen wie Bild- und Textarbeit, Videobearbeitung oder Kollaboration, die wirklich sehr interessant sind.

Verfasst von Hans Fischer um 09:22

16.01.2009

Hudson - und plötzlich machte Twitter(n) Sinn

Nicht zu Unrecht fragen sich viele, warum den meistens so unglaublich belanglosen, maximal 140 Zeichen langen Twitter-Inhalten überhaupt Beachtung geschenkt wird. Nun, Mikro-Blogging im unternehmensinternen oder -externen Einsatz hat fallweise natürlich absolut seine Berechtigung. Grösstmehrheitlich ist das Ganze aber Privatgezwitscher ohne Anspruch auf öffentliches Interesse.

Mit der Airbus-Notlandung auf dem Hudson River hat Twitter nun aber eine neue Dimension betreten. Spiegel Online schreibt im Artikel "Da ist ein Flugzeug im Hudson River. Verrückt.":

"(...) Es war eine Sternstunde für Twitter, den seltsamen Kurznachrichtendienst: Viel schneller als über die professionellen Medien verbreiten sich dort erste Informationen und Fotos über die Notlandung eines Airbus auf dem Hudson River. Schlägt nun die Stunde des Bürgerjournalismus?"
In besagtem Artikel wird detailliert auf die "Feuertaufe als echtes Nachrichtenmedium" eingegangen. Letzteres bezieht sich vor allem auf die Geschwindigkeit der Nachrichtendistribution nach der Notwasserung, denn inhaltlich wurden schon einige Krisen- und Unglückssituation über Twitter kommuniziert.

Verfasst von Hans Fischer um 16:07

Update von der Capitol-Baustelle

Das Bild von heute 13 Uhr zeigt: jetzt geht es richtig zur Sache beim Bau des künftigen Rolotec-Sitzes im Zentrum von Biel.

capitol_160109.jpg

(Bildquelle: Capitol-Webcam)

Verfasst von Hans Fischer um 13:26

"Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube"

Eine spannende Ausstellung "Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube" hat von heute bis am 15. Februar in der kestnergesellschaft, Hannover, geöffnet - und ist auch im Internet mit spannenden Inhalten präsent. Die Verantwortlichen schreiben zur Ausstellung:

"Das Internet verändert unseren Umgang mit Wissen radikal. Wie wir Wissen heute schaffen und ihm eine Form geben, es verbreiten, archivieren und darauf zugreifen, unterscheidet sich in vielfältiger Weise von früheren Verfahren. Zugleich setzen die digitalen Möglichkeiten neben partizipativen Elementen auch eine Ästhetisierung in Gang, die vielfältige Erscheinungen von Wissen und neue Formen der ästhetischen Erfahrung schafft.

In Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) und der Leibniz Universität Hannover entzündet die Ausstellung »bookmarks | wissenswelten von der keilschrift bis YouTube« eine Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Wissenskultur am Beispiel ihrer populärsten Ausprägung YouTube – und konfrontiert sie mit 42 wertvollen Büchern, Schriften und Exponaten der vergangenen Jahrhunderte aus der Schatzkammer der GWLB, sowie einer Keilschrift aus der Sammlung des Museums August Kestner (MAK). Viele dieser Schätze können in der Form erstmals öffentlich gezeigt werden – Originale, die von Paradigmenwechseln in der Wissensproduktion vergangener Zeiten erzählen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:07

Social Senior Networking

Spiegel Online fasst im Artikel "Ansturm der Älteren" eine Studie des PEW Internet & American Life Project zusammen und hält fest:

"(...) Während sich die Zahl der Jugendlichen unter 18 Jahre in den sozialen Netzen nicht mehr groß verändert, ziehen also die Älteren nach - und das immer schneller.

(...) Eine Veränderung des Nutzerprofiles in Richtung einer zahlungskräftigeren, älteren Kundschaft käme ihnen [den Werbetreibenden] gelegen. In Bezug auf die US-Dienste scheinen sogar noch ganz andere Dinge möglich: Laut PEW-Studie bieten sich MySpace und Co. für die gezielte Ansprache spezifischer ethnischer Gruppen an. Denn in Social Networks seien Minoritäten überproportional vertreten. (...) Das alles, argumentiert Douglas MacMillan in einem aktuellen Beitrag der "Business Week", eröffne Chancen für zielgruppenspezifische Werbung."

Höchste Zeit, sich mit Marketing 2.0 - oder "interaktivem Marketing" für alle, welche die 2.0-Endung nicht mögen - beschäftigen.

Social Network für Senioren-Links finden sich u.a. im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 09:21

15.01.2009

Die 25 gefährlichsten Programmierfehler

Rolotec geniesst ja einen untadeligen Ruf, nichtsdestotrotz machen wir an dieser Stelle gerne auf die "Top 25 Most Dangerous Programming Errors" aufmerksam, die von Common Weakness Enumaration (Sponsored by National Cyber Security Division) aufgelistet werden. NZZ schreibt dazu im Artikel "Für mehr Computersicherheit":

"Die Liste unterteilt die 25 gefährlichsten Fehler in drei Gruppen: 9 Fehler sind die Folge unsicherer Interaktion zwischen Softwarekomponenten (zum Beispiel mangelhafte Überprüfung der Dateneingabe, SQL-Injection, Cross-Site-Scripting); weitere 9 Fehler werden als riskantes Ressourcen-Management (fehlerhafte Initialisierung, Buffer-Overflows, Rechnungsfehler) beschrieben; eine dritte Gruppe umfasst löchrige Schutzmassnahmen (ungenügende Zugangskontrollen, Verwendung von unsicheren Verschlüsselungsalgorithmen)."

Verfasst von Hans Fischer um 13:49

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

SIX Swiss Exchange informierte im November 2008 (s. Pressemitteilung) über die Konzentration des Handels von Schweizer Blue Chips in Zürich - und die Aufgabe des Handelsortes London.

SIX Telekurs hält fest, dass als erster Schritt nun den Handel der „non-Swiss pan-European Securities“ per 30. Januar 2009 eingestellt werde. Für Datenkunden von SIX Telekurs bedeutet dies, dass der Börsenplatzcode 380 aufgelöst und die relevanten Titel zu BC 4 migriert werden. Gelöscht werden per 30. Januar 2009 folgende vorkonfigurierten Listen: DKK BluechipsN, EUR Bluechips, NOK Bluechips, SEK Bluechips, Petroleum / Oil & Gas, Traffic & Transportations

SIX Telekurs hat eine Liste der betroffenen Instrumente zum Download zur Verfügung gestellt.

Über alle weiteren Schritte wird fortlaufend informiert.

Verfasst von Hans Fischer um 09:17

13.01.2009

Internet-Taschenrechner vom Feinsten

news.de verweist im Surftipp "Rechnen mit dem Web 2.0-Taschenrechner" auf den abgebildeten Web2.0-Calc und den vor allem bei Mathematikern und Informatikern beliebten eCalc.

web20ecalc.bmp

(Bildquelle: Web2.0calc.com)

Der erste Rechner trägt seinen "Web 2.0"-Namenszusatz übrigens aus folgendem Grund:

"(...) Bereits gelöste Probleme können unter einem selbstgewählten Namen samt Beschreibung abgespeichert werden. Auch der Vernetzungsgedanke trägt hier Früchte: Dem Anwender steht es mit der Funktion «Shared Calculations» frei, seine Ergebnisse mit anderen zu teilen oder Rechenweisen anderer Nutzer zu verfolgen."

Verfasst von Hans Fischer um 14:27

Marketing-Trends 2009 & Web 2.0-Bashing

Anderson Analytics hat die rund 2000 Mitglieder der Marketing Executives Networking Group nach den Marketing-Top-Trends 2009 befragt. Im Resultat der Befragung findet sich u.a. dieser Punkt:

"(...) Twice as many marketers are “sick” of hearing about Web 2.0 and related buzzwords such as “blogs” and “social networking” compared to last year’s survey; however, marketers still admit they don’t know enough about it. This was evident in the results of a social media study MENG released on November 6, 2008 showing 67% of executive marketers consider themselves beginners when it comes to using social media for marketing purposes."
Interessant ist nun, wie der Fachdienst ECIN das im Artikel "Fünf Marketing-Trends für 2009" übersetzt und zusammenfasst:
"(...) Der große Hype ums „Web 2.0“ ist für viele Marketer ein rotes Tuch geworden; Trend Nummer vier ist eine wachsende Ablehnung von Begriffen wie „Blog“ oder „soziales Netzwerk“. Die Diskussion über das Web 2.0 sei übersättigt und hat viele Erwartungen nicht erfüllt."
Den zweiten Teil, wonach die Marketingspezialisten grossen Nachholbedarf an Wissen um ebendiese Anwendungen und daraus resultierenden Marketingopportunitäten äusserten, haben die ECIN-Journalisten nicht mitgeliefert - was die Aussage verzerrt. Wahrscheinlich ist es zurzeit halt einfach opportun, die neueren, etablierten Internet-Verhaltensweisen und -Anwendungen zu bashen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:33

12.01.2009

Finance 2.0-Update

Derzeit muss man schon etwas genauer hinsehen, um die Finance 2.0-Aktivitäten von (fast allen) Banken zu beobachten. Ein spannendes, öffentliches Beispiel ist der "The Well Fargo - Wachovia Blog", der die Integration von Wachovia (es entsteht die 4. grösste Bank in den USA) begleitet.

Viele weitere Aspekte des unverrückbar wichtigen (wenn derzeit auch weniger leicht kapitalisierten) Themas Finance 2.0 finden sich im Fachartikel "Finance 2.0 - User machen Druck oder springen ab" und in den nachfolgend aufgelisteten Links zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 16:14

09.01.2009

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit einem kleinen USB-Kälte-Spezial:

  1. USB Warming Mouse Pad (Bildquelle: electrobeans)

  2. usb_gadget_handwaermer.jpg

  3. USB Handschuhe Äffchen (Bildquelle: enjoymedia.ch)

  4. usb_hand_affe.jpg

  5. USB heated slippers (Bildquelle: fosfor Gadgets)

  6. usb_slippers.jpg

Verfasst von Hans Fischer um 14:57

08.01.2009

Krise: Web-Giganten und One Laptop per Child

Auf seiner Website schreibt das ZDF im Artikel "Krise setzt auch Internet-Giganten zu":

"(...) In der IT-Branche stehen die Zeichen auf Krise: Branchenvertreter revidieren ihre Prognosen nach unten. Auch Internetkonzerne wie Google, Amazon und eBay trifft die Wirtschaftskrise. Besonders zittern müssen Web 2.0-Portale - vielen droht das Aus."
Letzteres liegt auf der Hand: Unter der Web 2.0-Flagge brach eine richtiggehende Start-up-Hysterie aus. Wie damals beim Platzen der Dotcom-Blase wird unter Verursachung schmerzlicher Kollatoralschäden der Markt nun bereinigt. Am Ende werden sich die marktgerechten Bereiche und Anwendungen gestärkt präsentieren.

Apropos Kollatoralschäden: Die Krise verschont auch karitative Anliegen nicht. Heise online schreibt im Artikel "Projekt One Laptop per Child entlässt die Hälfte der Mitarbeiter":

"(...) Die Nonprofit-Organisation entlässt 50 Prozent ihrer Belegschaft. Den verbleibenden 32 Mitarbeitern wird das Gehalt gekürzt, teilt der OLPC-Initiator Nicholas Negroponte mit. Das Projekt, das alle armen Kinder auf der Welt mit kostengünstigen Notebooks versorgen will, gehe wie andere Nonprofit-Organisationen auch durch schwierige Zeiten und müsse wegen unzureichender finanzieller Mittel gestutzt werden."

Verfasst von Hans Fischer um 10:25

07.01.2009

Atomkrieg, Massentötungswaffen, Cyberspace

... in diese Reihenfolge bringt Shawn Henry, FBI-Verantwortlicher für Cyber-Sicherheit, die grössten Gefahren für die USA. Im Artikel "FBI sieht ernsthafte Bedrohungen aus dem Cyberspace" schreibt heise online:

"(...) Auf der International Conference on Cyber Security (ICCS), die derzeit in New York stattfindet, ordnete er die Bedrohung an dritter Stelle hinter einem Atomkrieg und Massentötungswaffen ein. Terroristen seien dabei, ein "virtuelles 9/11" zu planen, erläuterte Henry laut US-Medienberichten während der Konferenz."
Henry's Meinung teilen nicht alle: Spiegel Online hat im Artikel "Wecke keine schlafenden Hunde" Stephen Cummings, Chef der britischen Behörde zum Schutz kritischer Infrastrukturen, mit den Worten "Cyberterrorismus ist ein Mythos" zitiert. Die Erklärung:
"(...) Cummings bestreitet dabei gar nicht, dass es zahlreiche aggressiv und destruktiv gemeinte politische Attacken im Web gibt. Er sieht aber die qualitativen Unterschiede zu dem, was Terroristen in der physischen Welt verbrechen."
Der Artikel verheimlicht aber keinesfalls das Potenzial künftiger Gefahren.

Verfasst von Hans Fischer um 14:50

Verleger, Web 3.0 und Semantik-Wirrnisse

Die NZZ in allen Ehren, aber in der Berichterstattung über die gestrige Verlegertagung ("Die Zukunft der Medien") ist folgende Passage wenig gelungen:

"(...) Der Schlüsselbegriff dazu heisst Web 3.0. Gemeint ist damit ein semantisches Verfahren, das die Bedürfnisse der Nutzer, etwa auf Grund des Klickverhaltens, erfasst. So bietet etwa der Online-Buchhändler Amazon den Kunden jeweils eine maschinell generierte Liste weiterer Bücher an, die sie interessieren könnten.

Die Daten errechnen sich in Sekundenschnelle aus Hunderttausenden von Kundenprofilen und die Trefferquote, das heisst die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein zusätzliches Buch gekauft wird, ist hoch. Der Vorteil eines solchen Verfahrens ist, dass auch Marginalien gefördert oder gefunden werden."

Was Web 3.0 dereinst wirklich sein könnte, ist unter anderem im Beitrag "Web 3.0 und die Bedeutung der Bedeutung" oder im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki festgehalten. Der Begriff "Semantik" selber steht für Bedeutungslehre. Beim Semantic Web geht es um:
"(...) Die Vision des semantischen Web von Tim Berners-Lee, dem Begründer des World Wide Web, sieht eine Erweiterung des WWW um maschinenlesbare Daten vor, die die Bedeutung der Inhalte beschreiben. Hinter die sichtbaren Online-Daten soll also eine zweite unsichtbare Informationsebene treten. Diese liefert in einer für Computersysteme verständlichen Sprache semantische Annotationen, letztlich genaue Definitionen von den online publizierten Daten und deren Zusammenhänge."
Und was im NZZ-Artikel im Zusammenhang mit Amazon und den Büchervorschlägen genannt wird, hat mit Web 3.0 nichts zu tun, sondern nennt sich The Long Tail:

long tail_422px.jpg

Im Zentrum steht die Ausnützung der Kostenvorteile im Internet. Bis zu einem gewissen Grenzkostensatz (vertikale Linie in der Abbildung oben) ist klassischer (stationärer) Versandhandel ökonomisch sinnvoll. Wenn eine Internetplattform gebaut und in Betrieb ist, sind die Kosten für den Verkauf von zusätzlichen Produkten minimal. Konkret: Ob eBay 1'000’000 oder 1'000'001 Produkte anbieten, resultiert in gleich hohen Betriebs- und Unterhaltskosten. Deshalb können Long Tail-Produkte angeboten werden. Bestellt man zum Beispiel bei Amazon einen Beststeller, werden Bücher als Tipps angezeigt, die teilweise Kleinstauflagen haben. Die Masse solcher Long Tail-Produkt-Bestellungen generiert aber enorme Umsätze ausserhalb der Bestsellerbereiche.

Verfasst von Hans Fischer um 09:43

06.01.2009

1'200'000'000 Börsenkursabfragen

1,2 Milliarden Mal wurden im vergangenen Jahr Börsenkurse über von Rolotec entwickelte und betriebene Software abgefragt. Dieser Wert entspricht einer Verachtfachung innerhalb von fünf Jahren. Mitentscheidend für den Rekordwert war sicherlich auch das erhöhte Informationsbedürfnis im Kontext der Finanzkrise.

Die Zahl 1'200'000'000 und die nachhaltigen Kundenbeziehungen sind uns Motivation, Lösungen und Dienstleistungen laufend weiterzuentwickeln. Aktuell ergänzen wir zum Beispiel die klassischen Börseninformationsinhalte mit neuen Visualisierungs- und Aggregationsformen. So können SMI-Titel unter anderem auf der Basis von News-Quantität und -Stimmung dargestellt werden:

bubbles_smi.jpg

(Bild: Teilbereich SMI im Tagesverlauf)

Verfasst von Hans Fischer um 14:32

05.01.2009

Vertrauensseeligkeit 2.0

Web 2.0 charakterisiert sich ja unter anderem durch die aus Kundensicht selbstverständliche und aus Unternehmersicht notwendige User-Interaktion. Wie Interaktion unter Kunden und Interessenten das Konsumverhalten beeinflussen kann, zeigt exemplarisch die Hotelbranche (s. "Web 2.0 in der Hotellerie"). Auch wenn sich Kaufentscheide vermehrt auf aggregierte Konsumentenmeinungen und nicht mehr auf Hochglanzpostillentexte der Unternehmen stützen, sollte der gesunde Menschenverstand dabei nicht vergessen werden. Welt Online schreibt dazu im Artikel "Bei Online-Empfehlungen ist Vorsicht geboten":

"(...) Viele Beiträge in Verbraucherforen, in denen jeder von der Auspuffanlage bis zur Zahnarztpraxis alles bewerten kann, lesen sich wie Werbebotschaften aus dem Prospekt. Zufall? Verbraucherschützer beklagen gezielte Manipulationen durch Unternehmen. "Man sollte diese Foren sehr kritisch nutzen", sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen."
Allzu offensichtlich "manipulierte" Angebote setzen sich langfristig ehedem nicht durch. Nachhaltiger Marketingnutzen wird nur erzielt, wenn die Angebote glaubwürdig und transparent sind und von den Usern entsprechend wahrgenommen und weitergereicht werden.

Verfasst von Hans Fischer um 09:55