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30.09.2008

Web 2.0-Erfahrungsbericht von Cisco

Readers Edition bringt mit "Das Web 2.0 ist eine Chance" einen sehr informationen Einblick in die Cisco-Web 2.0-Unternehmenswelt:

"(...) Instant Messaging, Telefon- und Webkonferenzen seien an der Tagesordnung und auch oder besser gesagt gerade in der Aus- und Weiterbildung spielen sie mittlerweile eine entscheidende Rolle. “Web 2.0 bedeutet für mich, nicht hierarchisch Inhalte vorzugeben, sondern dass jeder welche dazu gibt”, erklärt er vor allem mit Blick auf das Erfindungsmanagement bei Cisco. Jeder könne dort seine Ideen und Vorschläge eingeben, die dann, ab einer gewissen Popularität, auf die nächste Stufe gestellt werden würden: “Survival of the Fittest” in Sachen Technologie und Kreativität, sozusagen.

(...) Auch könne jeder auf diese Weise sein eigenes Wissensmanagement zusammenbauen und die Infoströme auf seine speziellen Bedürfnisse hin filtern. Doch genau hier lägen auch die Probleme, gibt er zu. “Für uns ist es eine große Herausforderung die große Anzahl an Inhalten zu bewältigen.” Ideal wäre es, wenn die richtige Information zur richtigen Zeit den richtigen erreichen würde."

Verfasst von Hans Fischer um 10:08

29.09.2008

"Ohne soziale Netzwerke geht nichts mehr"

Wenn CIO - ein nicht unbedingt Trend setzendes Medium - so titelt, müssten nun langsam aber sicher auch die letzten Köpfe aus dem Sand gezogen werden. CIO schreibt in besagtem Artikel über die Folge von Ignoranz:

"(...) Unternehmen sind fester Bestandteil einer immer stärker vernetzten Gesellschaft. Das Beratungshaus Gartner warnt: Reagieren Firmen gar nicht oder zu langsam, kann das sehr teuer werden. Im schlimmsten Fall kann es das Ende des Unternehmens bedeuten."
Wer vertiefte Informationen und weiterführende Links sucht, findet diese hier.

Verfasst von Hans Fischer um 09:35

26.09.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem USB-Chamäleon - die augenrollende Zierde für jeden Arbeitsplatz.

usb_chameleon.jpg

(Bildquelle: ITmedia)

Wer das USB-Tierchen im Rahmen der Kaufentscheidungsphase in Aktion sehen möchte, kann sich dieses YouTube-Videos bedienen.

Verfasst von Hans Fischer um 16:14

Sicherheit und/versus Social Networking

Das Thema "Sicherheit und Datenschutz" wird insbesondere im Zusammenhang mit Social Networks (wie z.B. XING, LinkedIn, Facebook, StudiVZ, MySpace & Co.) zum Dauerbrenner. Heute stellt heise online in "Social-Networking-Portale gefährden Privatsphäre" eine Fraunhofer Studie vor und schreibt:

"(...) Social-Networking-Plattformen verlangen von ihren Nutzern bei der Registrierung viele private Daten, bieten aber nur wenig Möglichkeiten, diese persönlichen Informationen vor ungewollten Zugriffen zu schützen."

Irgendwie paradox, da geben Menschen bewusst private Daten auf öffentlichen Web-Portalen ein und fürchten sich dann um deren Sicherheit. Klar sind Schutzmassnahmen notwendig. Im Bereich von mehr oder weniger öffentlichen Social Networks sollte aber schon das Bewusstsein vorherrschen, dass die eingebenen Daten auch mehr oder weniger öffentlich sind. Anders verhält es sich selbstverständlich im Intranet.

Wer unsicher ist, sollte z.B. das Buch "Karrierefalle Internet. Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor andere es tun!" von Klaus Eck lesen. In die "Imagefalle Web 2.0" tappen laut Financial Times Deutschland übrigens auch Promis.

Jüngst habe ich im Posting "Seien Sie unbescheiden im Netz" erwähnt, dass eine völlige Abstinenz vom solcherlei Web-Angeboten auch nicht empfehlenswert sei:

(...) Zunehmend irritiert es Personalverantwortliche, wenn Sie nichts über jemanden im Netz finden. „Was haben Sie die letzten Jahre denn online gemacht? Können Sie nicht mit dem Internet umgehen oder waren Sie gar im Gefängnis?“ Mit derartigen Fragen werden heute in den USA Bewerber konfrontiert."

Verfasst von Hans Fischer um 14:19

25.09.2008

Semantik auf dem Weg in die Praxis

Im Zusammenhang mit Wissensmanagement und Suchmaschinen wurde der Begriff "Semantik" im Blog mehrfach schon erwähnt (s. Sammelbeitrag "Semantisches Web - wenn's so einfach wäre"). Vereinfacht gesagt, geht es im Kontext mit dem Internet darum, dass Webinhalte so aufbereitet werden, dass nicht nur Schlüsselwörter erkannt werden, sondern die Bedeutung des Contents. Man kann sich leicht vorstellen, wie u.a. die Internet- oder Intranetsuche revolutioniert würde.

Im Artikel "Semantik (nicht nur) für das Militär" schreibt heise online über die European Semantic Technology Conference (ESTC2008) und bringt ein konkretes Beispiel:

"(...) Aber auch Normalsterbliche sollen laut Davies von semantischen Anwendungen profitieren. Seiner Einschätzung nach wird es in ein bis drei Jahren wesentlich einfacher sein, einen Urlaub im Internet zu buchen. Anstatt zahlreiche Webseiten persönlich durchstöbern zu müssen, werde der Reisewillige nur Parameter wie gewünschtes Klima und bevorzugte Hotelkategorie angeben müssen. Ein Computer werde dann selbstständig im Web nach passenden Angeboten suchen. Herman ist sicher, dass heute noch manuell durchzuführende Abfragen verschiedener Datenbanken mit jeweils unterschiedlicher Struktur in Zukunft automatisiert erfolgen könnten. Allerdings dürften semantische Techniken nicht mit künstlicher Intelligenz verwechselt werden."

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

Enterprise 2.0-Erfolg mit passender Unternehmenskultur

Computerwelt.at bringt unter "Web 2.0 und das Business der Zukunft: Wiki, Facebook und Youtube für mehr Unternehmenserfolg" einen Rückblick auf den "talk the future"-Kongress in Form von Gedankensplittern weltweit führender Experten wie Don Tapscott, Andrew McAfee oder Bret Swanson. Ein kurzer Ausschnitt:

"(...) Enterprise-2.0-Technologien eröffnen den Unternehmen neue, innovative Wege zum Businesserfolg und ermöglichen es, neue Personengruppen anzusprechen, die über normale Netzwerke nie erreicht werden können. Interne Strukturen eines »Enterprise 2.0«, wie Funktionen, Workflow oder Informationsmanagement, sind nicht von vornherein festgelegt, sondern können von den Usern bzw. Mitarbeitern modifiziert werden. Will ein Unternehmen zum Enterprise 2.0 werden, muss es grundlegende Änderungen in der Firmenkultur vornehmen, so McAfee, der in den nächsten Jahren noch sehr viel mehr Innovationen kommen sieht."

Verfasst von Hans Fischer um 09:35

24.09.2008

Seien Sie unbescheiden im Netz

... rät PR Blogger Klaus Eck im Posting "Verzichten Sie lieber auf jegliche Bescheidenheit!". Einige Aussagen:

"(...) Wer seine persönliche Reputation im Berufsleben ernst nimmt, sollte lieber darauf verzichten, „bescheiden“ zu sein. Denn wer sich im Internet zurückhält und darauf achtet, keine digitalen Spuren zu hinterlassen, der verhält sich vermutlich ehrenwert, findet dann aber auch nicht statt oder tritt hinter andere Suchtreffer bei Google zurück.

(...) Zunehmend irritiert es Personalverantwortliche, wenn Sie nichts über jemanden im Netz finden. „Was haben Sie die letzten Jahre denn online gemacht? Können Sie nicht mit dem Internet umgehen oder waren Sie gar im Gefängnis?“ Mit derartigen Fragen werden heute in den USA Bewerber konfrontiert."


Ausgewählte Links rund um die Marketing 2.0-Thematik finden sich auch auf meiner Google Reader Empfehlungsseite.

Verfasst von Hans Fischer um 13:27

23.09.2008

Social Media- und Web 2.0-Trends

Awareness stellt einige interessante Whitepapers zur Verfügung. So jüngst "Trends and Best Practices in Adopting Web 2.0 in 2008". Wissensmanagement-Crack Bill Ives schreibt dazu:

"(...) The number of organizations that allow social networking for business purposes has increased dramatically to 69 percent in 2008 up from 37 percent last year.

Employers are finding the benefits of using social media: 63 percent are using social media to build and promote their brand, 61 percent are using it to improve communication and collaboration, and 58 percent re using it to increase consumer engagement.

Seventy five percent of employees are already using social networking sites such as Facebook, MySpace and LinkedIn for business purposes, up 15 percent from 2007. (...)

Use of internal-facing communities is on the rise with 6 percent of organizations already reporting they deployed internal-facing communities, while 33 percent indicate their organization plans to implement internal-facing social media initiatives.

Similarly external-facing communities are increasing: 27 percent of respondents said their companies were planning to deploy external-facing communities while only 13 percent indicated their organizations already have external-facing communities.

Online communities directed at specific interests and groups of people allow for more targeted marketing techniques and better results so for this reason 37 percent of organizations have specific areas of focus for their communities.

"

Verfasst von Hans Fischer um 16:24

22.09.2008

Kuchengrafik 2.0

Börseninformationsangebote werden laufend erweitert. Im Bereich der Darstellung von Kuchengrafiken haben wir nun die ultimative Visualisierung gefunden:

pie_chart.gif
(Gesehen und Bildquelle: Clemens Blog)

Verfasst von Hans Fischer um 10:41

Finanzkrise und Web 2.0

Netzwertig.com beschreibt im Beitrag "Die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Web" Chancen und Risiken (wobei die Risiken zuerst genannt werden), verlinkt auf weiterführende Artikel und kommt zu folgendem Fazit:

"(...) Egal welche dieser Risiken und Chancen sich letztendlich bewahrheiten, so ist eines sicher: Auch das Web wird von den Folgen der Finanzkrise und des weltweiten konjunkturellen Abschwungs betroffen sein. Doch das Internet ist kein vorübergehender Trend sondern eine Wachstumsbranche mit enormem Potenzial für alle, Privatpersonen wie Unternehmen. Deshalb darf angenommen werden, dass Online einer schwachen Wirtschaftslage erheblich mehr entgegenzusetzen hat als andere Branchen.

Für Startups ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich für turbulentere Zeiten in Form zu bringen. Anders als zum Höhepunkt des New-Economy-Hypes vor acht Jahren sind heute nur sehr wenige Webunternehmen börsennotiert, weshalb ein weiterer Niedergang der Aktienkurse keine direkte Gefahr darstellt. Das ein oder andere Startup wird die kommenden Monate vermutlich trotzdem nicht überleben. Doch eine Konsolidierung würde in jedem Fall geschehen - mit oder ohne Finanzkrise. Dieser Prozess könnte nun beschleunigt werden; und wer gut gerüstet ist, wird am Ende profitieren."

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

19.09.2008

Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0 Web 2.0

Drei Tage nicht im Büro und der Newsreader quilt über. Der Term "Web 2.0" dominiert in den Headlines. Als "Web 2.0" am 1. September 2006 in diesem Blog zum ersten Mal erwähnt wurde ("Web 2.0 zwischen Bashing und Euphorie"), musste man sich die Informationen noch relativ umständlich zusammensuchen. Wie geschrieben, sind Web 2.0-News und Studien heute Massenware. Viel davon ist natürlich Stuss, das liegt ob dem Hype 2.0 auf der Hand. Während der Kurzabwesenheit sind aber natürlich auch einige spannende Headlines aufgetaucht. Anbei eine Auswahl:

Verfasst von Hans Fischer um 10:44

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

SIX Telekurs macht auf diverse Änderungen der Marktdaten-Produkte aufmerksam. Die gesamte Liste können Sie als PDF herunterladen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:45

Krisenresistente IT-Branche

Geprügelt nach dem Platzen der Dotcom-Blase, resistent in Zeiten der Finanzkrise - einige Hintergründe und Aussichten finden sich im Artikel "Diesmal ist alles anders" bei Manager Magazin Online. Die Essenz:

"(...) Natürlich gibt es von Bereich zu Bereich Unterschiede. Aber es wird deutlich, dass Unternehmen Ausgaben für Informationstechnologie nicht vermeiden können, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen - trotz des wirtschaftlichen Abschwungs. (...)

Am stärksten wachsen die Bereiche Software und Services, während es für das Hardwaregeschäft insbesondere bei Servern und Druckern nicht so rosig aussieht."

Verfasst von Hans Fischer um 08:55

15.09.2008

Kurzblogpause bis Freitag, 19. September

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Verfasst von Hans Fischer um 17:05

Resultate der Wissensmanagement-Studie

Wie geschrieben, hat Rolotec als Co-Sponsor die Studie “Wissens-Management – Lehren aus 20 Jahren Erfahrung“ unterstützt. Die Studie wurde nun publiziert und kann bei sieber&partners bestellt werden. Anbei Auszüge aus dem Management Summary:

"(...) Die Antworten der Teilnehmer dieser Studie suggerieren, dass das Motivationstief durch überhöhte Erwartungen durchschritten ist und dass diese Management-Disziplin wieder an Aktualität gewinnt. (...)

Gleichwohl ist die Thematik noch nicht breit akzeptiert: Die grössten Herausforderungen für ein aktives Wissens-Management scheinen nach wie vor die Verankerung im Geschäftsalltag und in der Organisationskultur sowie die Rechtfertigung der Aufwendungen mittels adäquater Erfolgsmessungen und daraus abgeleiteten Darstellungen des Nutzens zu sein. (...)

Insgesamt zeichnet sich ein ziemlich eindeutiges Bild des Wissens-Managements im deutschsprachigen Europa ab: Diese Management-Disziplin wird vor allem zur Effizienz- und Qualitätssteigerung eingesetzt. Eine grosse strategische Bedeutung im Sinne des ressourcenbasierten Strategieansatzes wird ihr – nach wie vor – nicht beigemessen. Die Ressourcenausstattung und die Selbständigkeit des Wissens-Managements sind eher gering. Das Wissens-Management wird vor allem von den Mitarbeitenden und den unteren Kaderstufen mitgetragen. Dank deren Engagement ist die methodische Integration auf einem guten Stand, verglichen mit der organisationalen, prozessualen und kulturellen Integration, die ausserhalb ihrer Einflussmöglichkeiten liegen.

Vielfältige Informationen über Wissensmanagement und Wissensmanagement 2.0 bietet auch das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 15:14

"Tage des Umsturzes an der Wall Street"

... titelt Financial Times Deutschland und bringt damit die Tragweite der aktuellen Geschehnisse auf den Punkt:

"(...) Lehman Brothers bereitet die Insolvenz vor, Bank of America kauft Merrill Lynch, AIG kämpft ums Überleben: Die Wall Street hat sich so sehr verändert wie noch nie an einem einzigen Wochenende."
Weitere Artikel zur Thematik:

Verfasst von Hans Fischer um 11:15

12.09.2008

Weekend-Special - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit der Laser-Schere bei Get Organized für $19.98.

Laser_Scissors.jpg

(Bildquelle: Get Organized)

Wenn der Laserstrahl schneiden würde, wäre das Gadget ja cool (obwohl es dann die Schere nicht mehr bräuchte ;-)

Verfasst von Hans Fischer um 17:17

In eigener Sache

Wie SIX Telekurs Ltd informiert hat, verlässt CEO Marc Carletti das Unternehmen. Rolotec-Geschäftsführer Jörg Buser übernimmt interimistisch:

"(...) Jörg Buser, CEO Rolotec, wird die Führung der Division Financial Information interimistisch übernehmen und in dieser Funktion auch Einsitz in die Konzernleitung nehmen. Er ist dank der langjährigen intensiven Zusammenarbeit zwischen SIX Telekurs und Rolotec ein profunder Kenner des Finanzdatengeschäfts. Die 1985 gegründete Rolotec AG gehört zu den führenden IT- und Softwareunternehmen der Schweiz."

Verfasst von Hans Fischer um 16:43

Banken + Web 2.0 = interimistische Ratlosigkeit

Das Thema Finance 2.0 finden Sie facettenreich dokumentiert. Was fällt am schnellsten auf? Genau, die Widersprüchlichkeit der Expertenmeinungen. "Banken und Web 2.0 geht gar nicht", die einen, "Gerade Banken können dank Web 2.0 User an sich binden", die anderen. Die Unsicherheit im Umgang mit dem sozialisierten Web spiegelt sich auch in der Studie von Datamonitor wieder, die unter "Banken scheuen Web-2.0-Technologien" bei pressetext zusammengefasst wird.

Fakt ist, dass sehr viele Banken Web 2.0-Anwendungen wie Social Networks, RSS für Dokumenten-Push, Weblogs oder Wikis im Intranet einsetzen, im Bereich des Internets aber noch sehr zögerlich agieren. In welcher Art sich das ändern könnte, ist in den "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen" festgehalten. Einige Auszüge:

"(...) In letzter Konsequenz sammeln Suchroboter selbständig passende Inhalte, gewichten sie nach Aktualität und Bedeutung, stellen sie zu einer Newsshow zusammen und lassen sie von virtuellen Moderatoren, die nach eigenem Gusto gestaltet werden können, zur individuell gewünschten Tageszeit vortragen. Aus den heutigen Börseninformationsseiten werden Zugangsportale zur Steuerung persönlicher Börsennews-Shows. (...)

Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gerne wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die sogenannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden. Es braucht nicht viel Phantasie, die Folge dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird. Ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte. (...)

Der Blick in die nahe Zukunft: Schreibt ein Analyst einen Report über eine Branche oder ein Unternehmen, erkennt die semantische Suchmaschine im Hintergrund die Bedeutung der Aktivität und liefert laufend zum Kontext passende Informationen. Dabei handelt es sich um Dokumente aus dem eigenen Unternehmen, um Kolleginnen und Kollegen mit passender Expertise und Informationen aus dem Internet. Eine Reizüberflutung wird nicht stattfinden, da die Anwender die virtuellen Helfer tunen können. Mittels einfachen Klickbewegungen werden angezeigte Treffer markiert, von unnötig bis sehr wertvoll. Das System merkt sich die Parametrisierung und wendet die Erkenntnisse in Zukunft an. Die Kollaboration von Mensch und Maschine erreicht hocheffiziente Sphären."

Und dann gibt es natürlich noch viele, viele Marketingeffekte.

Verfasst von Hans Fischer um 10:04

10.09.2008

Die 3. Revolution der Texteingabe

... propagiert das Unternehmen Swype auf der TechCrunch50, die heute in San Francisco zu Ende geht. Golem.de schreibt:

"(...) Die Texteingabe erfolgt bei Swype, indem der Finger oder Stift ohne abzusetzen von Buchstabe zu Buchstabe geführt wird. Auf diese Weise sollen sich Texte deutlich schneller eingeben lassen als auf herkömmlichem Weg durch Antippen der Buchstaben. Mehr als 50 Wörter pro Minute sollen erreichbar sein, so Swype. Kommt ein Buchstabe zweimal hintereinander vor, wird auf der Stelle gekritzelt. Ist das Wort nicht eindeutig erkennbar, zeigt die Software eine Auswahl an passenden Wörtern an."
Die Swype-Macher taxieren ihre Software als "dritte Revolution der Texteingabe" - nach der Schreibmaschine und der Handytastatur-Texteingabe. Für Interessierte steht ein Demo-Film zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 13:49

09.09.2008

Off topic btw, aber mit cooler Tonality

Hä? Wetten, Sie kennen 90 Prozent der unter "Rollout ist asap" – So reden die Manager" erwähnten Ausdrücke?

Wer es anspruchsvoller mag, findet u.a. bei Double-Tongued Dictionary oder dann ganz ganz sicher in den Yahoo! Slang Dictionaries passende Quellen.

Verfasst von Hans Fischer um 15:56

08.09.2008

Social Network für Spione

Jüngst in "10 Gründe für Banken gegen Social Media" und diverse Male zuvor haben wir über Nützlichkeit und Effizienz von Social Networks als Kommunikationsmassnahme geschrieben. Von der Nützlichkeit sind nun offensichtlich auch die US-Geheimdienste überzeugt. Golem.de schreibt in "Social Network für US-Agenten":

"(...) Das System sei "ein Facebook und Youtube für Spione", erklärte Michael Wertheimer, Assistant Deputy Director of National Intelligence for Analysis bei CNN. Aber es sei auch viel mehr: Über das Portal sollen Agenten Überlegungen über Belange ihres Metiers wie Terrorismus oder Truppenbewegungen anstellen können. "Das ist ein Ort, wo Spione sich nicht nur treffen, sondern auf bisher nie dagewesene Art und Weise Informationen austauschen können. Das gibt ihnen zum ersten Mal die Möglichkeit, unter dem Schutz des A-Space unter ihresgleichen laut nachzudenken."

Verfasst von Hans Fischer um 13:01

05.09.2008

10 Gründe für Banken gegen Social Media

Wir sehen bekanntermassen grosses Potenzial für Finance 2.0 und haben eine ganze Reihe von Argumenten, Dokumenten und Links zusammengetragen. In Sachen Finanzbranche + Web 2.0 ist Christophe Langlois von Visible Banking in den USA und in Europa unterwegs , sieht enormes Potenzial und eben so grosse Widerstände.

Obwohl Opportunitäten wie Interakation mit Kunden, Markensupport (durch Kunden), Transparenz, Authentizität oder kundenbindendes Engagement auf der Hand lägen, gebe es immer noch viel zu wenig Social Media-Know-how und Web 2.0-Fürsprecher in der Branche. Langlois hat sich deshalb entschlossen, fortan 10 Gründe aufzulisten, warum Finanzunternehmen sich von Web 2.0, respektive Social Media, fernhalten sollten. In "Banking 2.0: 10 "good" reasons not to embrace social media" nennt er:

"1. We have already tried!
2. UGC is too risky (Anm. d. Red: UGC = user generated content)
3. No clear ROI
4. Limited Marketing budget, limited resources
5. Only good for small financial institutions and direct banks
6. The mighty Press Office and L&C departments
7. Personal branding & external blogging: loosing our best people
8. Wait! Our new online channel will deliver everything... eventually
9. Intranet 2.0 & Enteprise Search: confidential documents made visible
10. Focus on the basics: investment portfolio, single view of the customer...

Verfasst von Hans Fischer um 10:52

"Web 2.0 macht Google zu schaffen"

... titelt boerse.ARD.de und lässt im Interview Ralf Steinmetz, Leiter des Fachgebietes Multimedia Kommunikation der Technischen Universität Darmstadt, u.a. sagen:

"(...) Es ist uns noch nicht möglich tatsächlich Fragen zu stellen. Dazu arbeiten auch wir selbst in der Forschung an verschiedenen Ansätzen. Die Technologien der semantischen oder strukturellen Analyse spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich bin mir sicher, dass auch Google daran arbeitet. (...)

Meine Prognose lautet, dass Google noch in vielen neuen Feldern aktiv werden wird, die wir heute noch kaum kennen. Zudem, das zeigen die aktuellen Aktivitäten der Entwicklung des Browsers Chrome, adressiert Google auch etablierte Felder. Ich vermute aber, dass der Erfolg der Suchmaschine nicht erneut gelingen wird. Aber ich glaube, dass Google auch in fünf Jahren noch die Suchmaschine Nr. 1 sein wird. Ob das auch in zehn Jahren noch gilt, vermag ich nicht zu sagen."

Verfasst von Hans Fischer um 09:44

Wie viel Wert hat das Wissen der Mitarbeitenden?

Kurzversion der Antwort: Ohne Wissen der Mitarbeitenden kann man einpacken. Punkt.

Die ausführlichere Variante: perspektive mittelstand schreibt:

"(...) Das immaterielle Vermögen, bestehend aus den Fähigkeiten der Mitarbeiter, den Strukturen des Unternehmens und den externen Beziehungen trägt massgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei, findet sich aber in keiner herkömmlichen Bilanz. Die Wissensbilanz schliesst diese Lücke."
Wissensbilanz, was auf den ersten Blick abschreckend klingen mag, ist eine so smarte wie effiziente Sache. perspektive mittelstand zeigt die Grundlagen und Möglichkeiten in der sechsteiligen Serie zum Thema Wissensmanagement und -bilanzierung auf. Bisher erschienen sind:
Im WM 2.0 Wissensmanagement Wiki finden sich Erklärungen zu Begriffen wie Wissen, Wissensmanagement, Bilanzierung von Wissen oder Wissensmanagement 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 09:14

02.09.2008

"Chrome" - Googles Webbrowser

"Google greift Microsoft jetzt auch mit eigenem Browser an", so oder ähnlich titeln heute FAZ.net und viele andere Medien. Der Google-Browser wird die bisherige Hackordnung ordentlich aufmischen, das ist klar. Welchen Browser-Ansatz die Google-Leute verfolgen, zeigen sie im Google Chrome Comic oder im Official Google Blog.

Updates

"(...) Das verheerende ist: Fast alles, was Google tut, ist so verdammt nützlich. So nützlich, dass Milliarden Menschen auf der Welt nicht auf die Dienste des Internet-Konzerns verzichten möchten, und Millionen Unternehmen Google dafür bezahlen, kleine Textanzeigen zu platzieren. Und es hört nicht auf. Kein Monat vergeht, in dem Google nicht einen neuen Dienst anbietet, von dem man noch gar nicht wusste, das man in Zukunft nicht mehr ohne ihn leben kann. Und nun das: ein Internet-Browser von Google."

Verfasst von Hans Fischer um 10:54

01.09.2008

Haue für IT-Branche und Softwareentwickler

Manager Magazin lässt Claude Roeltgen, IT-Leiter der Banque LBLux, im Interview "Die IT-Industrie ist unreif" ziemlich austeilen. Einige Beispiele:

"(...) Eine Software muss so programmiert sein, dass sie nicht abstürzt. Aber das ist die Schwäche vieler Programme: Sie werden nicht ausreichend getestet. Die Hersteller gehen einfach davon aus, dass der Nutzer das Programm oder sogar den Rechner nochmal startet und darauf hofft, dass es beim nächsten Mal besser läuft. (...)

Die IT-Industrie ist unreif. Das Thema Qualität spielt bei der Softwareentwicklung eine untergeordnete Rolle. Es geht in erster Linie darum, neue Funktionalitäten schnell auf den Markt zu bringen, um sie schnell zu verkaufen. Wenn dann Fehler auftauchen, profitieren die Hersteller ja nur davon: Sie kassieren von den Kunden obendrein 20 Prozent Wartungsgebühren - für die Fehler, die sie selbst erzeugt haben. (...)

Viele Probleme in unserer Branche entstehen dadurch, dass wir anfangs zu optimistisch sind. Aber dass Schwierigkeiten auftreten werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wenn man das, was man versprochen hat, nicht halten kann, ist das für alle hochgradig frustrierend.

Details und Änderungsvorschläge finden sich in besagtem Artikel, kompetente und reife Softwareentwicklung findet sich u.a. bei Rolotec.

Verfasst von Hans Fischer um 09:43