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28.08.2008

Marketing 2.0-Beispiele

1. Virales Marketing

Werbeanzeige.de: „Obwohl laut Jupiter Research bereits 24 Prozent der Werbeagenturen virales Marketing eingesetzt haben, gibt es keine Garantie für erfolgreiche Kampagnen. Marketingagenturen wollen jedoch weiterhin am Ball bleiben und versuchen, virale Werbekampagnen in Gang zu setzen. Virales Marketing wird meist zusätzlich zu traditionellen Werbeformen eingesetzt. Auch YouTube sei dabei behilflich. In der Werbebranche sehen 14 Prozent das Videoportal als den wichtigsten Ausgangspunkt für virales Marketing. Weniger Bedeutung wird hingegen MySpace, Yahoo und Open Social zugeschrieben. MSN wird sogar nur von drei Prozent als Nummer Eins für virale Kampagnen genannt.
Bei Facebook werden vor allem Fanseiten zum viralen Marketing genutzt. User können in dem Social Network diesen Seiten beitreten, die unter anderem Filme, Musik oder aber auch Konsumgüter zum Thema haben. So bekommen diese Produkte gratis Werbefläche auf den Profilseiten der Fans. Zudem profitiert die Marke von dem Image ihrer Fans, wenn diese beliebt sind und in ihrem Freundeskreis Vorbildwirkung haben.“

PR Blogger: „Auch wenn Marketing mit Hilfe von Social Tools darauf abzielt, virale Effekte auslösen, entstehen diese nicht von selbst. Stattdessen muss eine Grundaufmerksamkeit geschaffen werden. Dazu eigne sich vor Allem der Einsatz von bezahlten Onlineanzeigen. Erst wenn mit deren Hilfe eine kritische Masse erreicht wurde, verbreitet sich die Kampagne im Anschluss viral von alleine.“

Search Engine Journal: „Viral marketing is a technique that falls into that low risk high reward scenario, but the problem is it can also have a painfully high failure rate. Still many marketers swear by this form of online advertising because one home run campaign can be worth more than a number of failed campaigns combined would cost.
There are a number of key elements marketers need to take into account when they plan a viral marketing campaign including audience, message, distribution, and metrics. Marketers who have a solid grasp on these four key elements will have a better chance of launching a successful viral campaign than those marketers that neglect one or more of these items.“

Wikipedia – Virales Marketing: “Vor allem im Internet kann virale Verbreitung von Marketingbotschaften funktionieren. Ein besonders bekanntes Beispiel ist das kostenlose Werbespiel Moorhuhn, das ein Marketing-Instrument der Firma Johnnie Walker war. Das Spiel konnte auf der Internetseite der Firma kostenlos heruntergeladen werden und wurde zu einem absoluten Hit im Internet. (Es muss allerdings kritisch angemerkt werden, dass das Spiel sich zwar bemerkenswert weit verbreitet hat, ob bzw. in wie weit dies jedoch zu einer positiven Marketingwirkung für die Marke "Johnnie Walker" geführt hat, kann nicht beziffert werden.)
Weitere Beispiele sind der Film Blair Witch Project, der als Log-Budget-Produktion 1999 in die Kinos kam und ein großer Erfolg wurde. Der Erfolg beruhte darauf, dass es den Filmemachern gelang, für sehr viel Mundpropaganda im Internet, per E-Mail und auf Foren, zu sorgen. Ähnliche Methoden wurden auch von J. J. Abrams für sein Film-Projekt Cloverfield angewendet: es wurden viele Hinweise zur Vorgeschichte des Plots im Internet, u.a. im Sozialen Netzwerk MySpace verstreut. So wurde der Film noch vor seinem Start berühmt. Ebenso das Projekt Napster, eine Musik-Tauschbörse, die innerhalb kürzester Zeit 70 Millionen Nutzer vorweisen konnte. In letzter Zeit schafften auch manche Videos auf Video-Plattformen wie YouTube.com einen plötzlichen Aufstieg ins Rampenlicht.“

2. RSS-Feed-Werbung

Heise online: „Suchmaschinen-Betreiber Google hat am vergangenen Freitag den Werbedienst Adsense for Feeds ohne ausdrückliche Ankündigung gestartet. Bereits seit Mai 2008 war der Dienst einer kleinen Gruppe von Adsense-Benutzern zugänglich. Adsense for Feeds baut kontextabhängige Werbung in die RSS-Feeds ein und zeigt diese in RSS-Readern wie dem Google Reader an.
RSS-Autoren können mit Adsense for Feeds die Frequenz und die Platzierung der Werbung festlegen. Außerdem lässt sich bestimmen, ab welcher Länge der RSS-Nachrichten Werbung eingeblendet wird. Für die Auswertung steht den Adsense-Kunden das gleiche Channel-Tool bereit, das auch Werbeeinblendungen auf Webseiten analysiert.“

Internet World Business: „Nur mit aktuellen und wirklich relevanten Produkt- und Marktinformationen können Sie Besucher dauerhaft an Ihren Shop binden. Aber selbstgeschriebene Berichte kosten Zeit – und somit Geld. Hier kann die Einbindung von Fremdinhalten helfen, natürlich unter Beachtung der Urheberrechte. Viele bekannte Informationsquellen erlauben bereits heute die Anzeige der verlinkten Überschriften und bieten einen sogenannten RSS-Feed an.“

Internet World Business: „Wenn Sie einen Blog oder zusätzliche News-Seiten haben, die Sie regelmäßig mit neuen Inhalten füllen, sollten Sie in jedem Newsletter auf die Möglichkeit eines RSS-Feeds hinweisen - entweder mit einem prominenten Banner oder als Hinweis in der Kopf- oder Fußleiste. So bekommen Sie Kontakt zu Kunden, auch wenn Sie gerade keine Newsletter verschicken.“

3. Virtuelle Welten

Crealogix: „INOUK ist die faszinierende virtuelle Welt des Reiseunternehmers Kuoni. Die Namensgebung lässt auch schon einiges erahnen. So ist der Name INOUK die Umkehrschreibweise für KUONI. Hinter dem Konzept verbirgt sich der Anspruch, ein kompetenter Partner in allen Fragen zum Thema "Reiseerlebnisse" nicht mehr nur ausschliesslich in der realen sondern ab sofort auch in der virtuellen Welt gerecht zu werden.
So findet der interessierte Besucher auf der INOUK-Insel einem überdimensionalen "3D-Globe", welcher hilfreiche Reiseinformationen zu diversen Destinationen in Second Life aber auch in der realen Welt preisgibt. Ein frei verfügbares "Travel Book" versorgt seinen Besitzer in stets topaktuell mit den neusten Sehenswürdigkeiten aus dem First wie auch Second Life.
Wer den kurzen Spass für zwischendurch sucht kommt auf der INOUK-Insel ebenfalls nicht zu kurz. Der grosse Community-Bereich hält bereits heute diverse Attraktionen für seine Besucher bereit. So gilt es einen verborgenen Schatz in "The Labyrinth" zu entdecken und beim "Snowball Battle" wird die zu Ende gehende Winterzeit noch etwas verlängert. Dieser Bereich soll auch in Zukunft Platz für Ideen kreativer Zeitgenossen im Universum von Second Life bieten.“

WM 2.0 Wissensmanagement Wiki: „Web 2.0 und virtuelle Welten erfordern auch eine Anpassung seitens der Unternehmen. Nach Angaben des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner entwickelt sich virtuelle Erfahrung in den kommenden zehn Jahren zum größten Einflussfaktor in Bezug auf wirtschaftliches Handeln. So wird bis 2015 mehr Geld für Online- als für Offline-Marketing und -Vertrieb ausgegeben. Für die "Generation V" liefert die virtuelle Umgebung faire, wettbewerbsbedingte Voraussetzungen, wo Alter, Geschlecht, Klasse oder Einkommen eines Individuums weniger wichtig sind als Kompetenz, Motivation und Fleiss. Schließlich prognostiziert Gartner für 2017 mehr als 20 Millionen „Bots“ allein in den USA. Bots sind automatisch handelnde Avatare, die für eine reale Person stehen. Gartner rät Unternehmen, ihrerseits Bots einzusetzen, um Marketing, Kundenservice und Verkauf für diese Käufergruppe angemessen zu gestalten.“
Netzguide IT in Finance 2008: „’Second Life’ ist bei vielen Webverantwortlichen ein Reizwort. Einerseits testen Unternehmen wie die Deutsche Bank (Q110), IBM, Daimler Chrysler oder Axel Springer die Möglichkeiten eingehend aus, andererseits schaden sexuelle oder rassistische Pöbeleien innerhalb der dreidimensionalen, virtuellen Welt der Reputation. Es kann durchaus sein, dass «Second Life» wieder von den Bildschirmen verschwinden wird. Es steht aber kaum zur Debatte, dass neue virtuelle Parallelwelten entstehen werden.
Die kommenden Bankkunden bewegen sich nämlich so gern wie engagiert in den Spielwelten. Sie investieren viel Geduld und manchmal auch Geld in die Gestaltung ihrer Spielfiguren, die so genannten Avatare. Die Identifikation mit ihnen ist so gross, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt perforiert werden.
Es braucht nicht viel Fantasie, die Folgen dieser Entwicklung zu abstrahieren. Wird ein heute Jugendlicher in einigen Jahren finanziell selbstständig und will ein reales Konto eröffnen, wird er die ihm vertraute Welt mit Interaktionsmöglichkeiten dem realen Gang in eine Bankfiliale vorziehen. Wer diesen Gedanken beim Lesen sofort negiert, sollte nicht vergessen, dass die virtuelle, dreidimensionale Bank der Zukunft Begegnungszonen für Kunden und Interessierte, Diskussionsebenen mit Bankangestellten und Besuchsmöglichkeiten von Trading-Räumen oder Hypothekenabteilungen beinhalten wird – ein Rundum-Wohlfühlpaket für virtuell Geübte.“

4. Social Networks / Community Marketing

Handelsblatt.com: „Während einer Bank bei der Beobachtung und Analyse von Blogs und Communities eher eine passive Rolle zukommt, steht beim Chat mit internen Finanzexperten der unmittelbare Kontakt mit dem Kunden im Fokus. Dieser ist nach Ansicht der WG-Data durchaus wünschenswert - und auch die befragten Personen sehen hier ein großes Potenzial.“

BusinessWeek: „Greg Sterling, of Sterling Market Intelligence, considers social network sites primarily for meeting people, asking for advice or referrals and, carefully, doing online marketing. The uses vary by application or site, he notes: "Sites such as LinkedIn can be helpful in connecting with people you want to meet for one reason or another. Twitter and Facebook can be helpful when you're trying to notify a group of people about something you want to promote or about a happening of some kind.”

Internet World Business: „Unter www.n-lounge.de hat der Versandhändler Neckermann.de jetzt eine interaktive Kundencommunity gelauncht. Darauf können Mitglieder eigene Profile anlegen und individuell den eigenen Stil präsentieren. Um gleichzeitig aber auch den Produktverkauf im eigenen Onlineshop anzukurbeln, will die Plattform aber auch Mehrwert bei der Kaufentscheidung liefern: User finden auf der nLounge alle Multimedia-Inhalte des Unternehmens: Produktpräsentationen aus dem Online-Shop ebenso wie Imagefilme und Reportagen rund um neckermann.de. Diese können in die individuellen Profile und Lifestyle-Listen übernommen und mit persönlichen Videos und Fotos ergänzt werden.“

Persoenlich.com: „Obwohl knapp zwei Drittel der Jugendlichen und Twens in Deutschland Social Networks wie Facebook, MySpace oder SchülerVZ meist täglich besuchen, sind die möglichen Werbeeinnahmen solcher Plattformen zu relativieren. Dies ergibt eine Online-Erhebung des Jugend-Marktforschungsinstituts Youngcom. 63.6 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, oft oder sehr oft Social Communities zu besuchen. Ob es auf der Lieblings-Community Werbung für Unternehmen oder Produkte gibt, beantwortete knapp die Hälfte (47.1 Prozent) mit "Weiss nicht/achte nicht darauf".
54.4 Prozent geben an, Werbung in Social Communities noch nie angeklickt zu haben. Knapp ein Drittel (29.9 Prozent) klickt immerhin monatlich eine Werbung an. Noch weniger Anklang finden zugeschickte Werbeclips oder Links zu einer Website. 61.8 Prozent klicken solche nicht an oder können sich nicht daran erinnern, je einen solchen benutzt zu haben. Die Erhebung wurde im April bei 974 Jugendlichen zwischen 13 und 29 Jahren durchgeführt.“

Presse Box: „(…)„Soziale Netzwerke wie XING sind nicht nur nützlich, wenn man auf der Suche nach einem neuen Job oder alten Studienfreunden ist“, erklärt Elmar Bransch weiter. „Im Business-Bereich habe ich hier die Chance, Geschäftspartner wiederzufinden, die das Unternehmen gewechselt haben, oder gezielt nach bestimmten Dienstleistungen und Qualifikationen zu suchen.“

Werbeanzeige.de: „(…) „Kunden nutzen digitale Medien heute virtuos. In Communities bewerten sie Produkte und Firmen. Das Machtverhältnis zwischen Marketing und Konsumenten verlagert sich so klar zugunsten der Verbraucher”, so Gregor Harter, Marketing- und Vertriebsexperte und Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton. In der Praxis ziehen Marketer daraus jedoch noch nicht die nötigen Konsequenzen. Sie müssen Bedürfnisse und Verhaltensmuster von Kunden durch direkten Dialog erfassen und in harte, belastbare Daten umwandeln. “Ziel ist ein Marketing, das seinen Medienmix dem Verhalten der Verbraucher in Echtzeit anpasst”, so Harter.“

5. Handel & Shopping 2.0

Internet World Business: „Noch zögerlicher verhalten sich die Händler beim Thema Web 2.0: Insgesamt 60,1 Prozent der Befragten gaben an, in Web-2.0-Diensten Gefahren und Risiken zu sehen. Von allen sozialen Features haben in der Gunst der Händler interaktive Bewertungssysteme die Nase vorn. Sie haben 9,4 Prozent der Händler bereits integriert, bei weiteren 16,5 Prozent sind sie geplant. Auch Tag-Wolken, News-Feeds und Foren finden sich zumindest in einem kleinen Teil der Shops wieder.“

Fudder: „H&M, Zara, Esprit, Vero Moda, Mango: Eine handvoll Bekleidungsfirmen liefert nicht nur deutschland- sondern weltweit die gleichen Kollektionen aus. Und alle ziehen sie an. Abhilfe vom Einheitsbrei im Kleiderschrank schafft das Internet. Caro verschafft Euch den Überblick über die Modeseiten des Netzes.“
Ecin: „Unter den routinierten Online-Einkäufern sind 50 Prozent der Meinung, dass Produktbewertungen anderer Nutzer glaubhaft seien. Unter den Gelegenheits-Shoppern vertraut jedoch nur jeder Dritte solchen Informationsquellen. Während bei den Nutzern im Alter unter 20 Jahre rund 60 Prozent auf nutzergenerierte Produktbewertungen vertrauen, ist es bei den Usern ab 50 Jahre nur noch jeder Dritte. Immerhin 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass von Nutzern erzeugte Online-Inhalte manchmal bewusst manipuliert werden. Fast zwei Drittel bemängeln, dass der Wahrheitsgehalt dieser Inhalte schwer zu überprüfen sei.
Trotzdem bewerten ein Drittel der Befragten die nutzergenerierten Informationen oft als detaillierter und vielfältiger. Ein Grund weshalb auch die Bedeutung von nutzergenerierten Inhalten als Informationsquellen im Vorfeld eines Online-Kaufes relativ hoch ist. So sind für 47,8 Prozent der Befragten Nutzerkauflisten bei Online-Shops und für 45,7 Prozent Meinungsportale von Bedeutung. Die Statistik wird angeführt von den unabhängigen Testberichten mit 78,9 Prozent und Preisvergleich-Websites mit 58,7 Prozent.“

Ecin: „Für registrierte Nutzer ist es möglich, bis zu neun Freunde oder Bekannte in sein eigenes schnellig.de-Rudel einzuladen. Das Rudel kann einfach nach dem Einloggen angelegt, oder potenzielle Mitglieder mittels Formular angeschrieben werden. Rudelmitglieder bekommen bei Kaufabschluss eines Mitgliedes die Möglichkeit den gekauften Artikel zum selben Preis zu erlangen. Dazu muss man wissen, dass schnellig.de nicht wie andere Live-Shopping-Angebote neue Artikel um Mitternacht einstellt und zum Festpreis verkauft. Stattdessen startet es zu einer willkürlichen Tageszeit mit einem Preis , der sich mit jedem getätigten Kauf durch einen User sukzessive erhöht.“

6. Interaktion / Partizipative Werbung

Werbeanzeige.de: „Auch immer mehr Firmen und Werbeagenturen setzen auf die Macht der Partizipation und machen damit potenzielle Kunden zum Werbebotschafter für sich selbst.
Mit wenigen Klicks können Internet-User bei Online-Kampagnen von McDonald’s, Nokia oder Ballantineskann zum schuhplattelnden Bajuwaren, zum coolen Street-Dancer oder gleich zum Hauptdarsteller eines Werbespots für Whiskey werden. Das Prinzip ist einfach, der Effekt erstaunlich: Internetuser laden ihr Foto hoch, das persönliche Konterfei wird dann automatisch in Animationen oder Filme integriert.
(…) Doch selbst die witzigsten Kampagnen brauchen in der Regel Schützenhilfe, um zum Erfolg zu werden: “Partizipative Online-Werbung funktioniert meist nur in Kombination mit anderen Marketingmaßnahmen, die als Katalysator dienen.
(…) Dabei ist der partizipative Ansatz keineswegs auf Spaßelemente beschränkt. Zahllose Fachforen, Wikis und Communities auf Unternehmenswebsites zeigen, dass auch Kosumenten gerne zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Vorausgesetzt, man lässt sie und nimmt die so entstehenden Beziehungen ernst.
Am Ende zeigen partizipative Online-Kampagnen aber vor allem eines: Das klassische Ansprachemodell “Werbung trifft auf Konsumenten” ist in der Online-Welt durchlässiger denn je zuvor. Wenn der Konsument gleichzeitig Produzent, Hauptdarsteller und Zuschauer von Werbung wird, sind Produkt und Käufer, Markenidentität und Persönlichkeit schon vor dem Kauf vereinigt. Es entsteht eine Beziehung, mit der klassische Werbung kaum konkurrieren kann. Auch wenn aktuelle Web-Kampagnen diesen Effekt meist mit Ironie und Witz nutzen, wird hier eine tiefere Entwicklung sichtbar: Partizipation der Konsumenten wird immer mehr zu einem der wichtigsten Marketinginstrumente für Unternehmen.“

OpenPR: „(…) Werber und Marketingstrategen traditioneller Unternehmen neigen dazu, sich ausschließlich zu präsentieren. Dabei geht es in den sozialen Netzwerken ums Mitmachen, Mitarbeiten, Teilen und Kommunizieren.“
Der Nutzer beziehungsweise „Prosumer“ (aus Producer und Consumer) sei es gewohnt, in dieser Form aktiv zu sein. Diese Plattform müssten ihm die Unternehmen bieten: (…) „In Online-Kampagnen in sozialen Netzwerken entsteht immer ein Dialog zwischen dem Werbetreibenden und seiner Zielgruppe. Das kann verschiedene Formen haben: ein tatsächlicher Dialog, ein Wettbewerb oder ein Gewinnspiel. Auf jeden Fall geht es darum, eine Interaktion, eine Einbindung oder eine Begegnung mit der Marke herzustellen“, bestätigt Joel Berger, Deutschlandchef von MySpace.
Anzeigen haben gegenüber der Werbung 2.0 einen deutlichen Nachteil. Bewegt man sich in den Online-Gemeinschaften richtig, dann kommt man mit den potenziellen Kunden auch ins Gespräch. „Wenn ein Unternehmen zuhört und die Kunden ernst nimmt, kann es sich auf diese Weise teuer Marktforschung sparen“, sagte Klemens Skibicki, Marketing-Professor an der Europäischen Fachhochschule in Brühl, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) www.faz.net. Eifrige Internetbenutzer schreiben nämlich manchmal von selbst auf, was sie an einem Produkt schätzen und was sie geändert haben möchten. Die FAS nennt Beispiele, wie sich Unternehmen im Web engagieren: „BMW lädt Fahrer seiner Sportwagen-Serie ‚M’ in der ‚M Power World’ zum Chat mit Ingenieuren, der Autovermieter Sixt organisiert Fahrsicherheitstrainings für die Mitglieder seiner Online-Welt ‚Carmondo’, und der Tiernahrungshändler Fressnapf hat inzwischen 200.000 Mitglieder in seine Gemeinschaft für Tierfreunde gelockt.“

7. Corporate Weblogs

Handelsblatt.com: „Von besonderem Interesse seien die Bloggingfunktionen, die sich sehr gut als Marktforschungs- und Qualitätssicherungsinstrument einsetzen ließen. Dazu sollten die in den Blogs von Kunden geäußerten Ansichten genauestens analysiert werden, um anschließend gezielte Online-Marketing-Maßnahmen zu starten beziehungsweise die Qualität von Produkten und der Kundenbetreuung zu verbessern.“

Oetting, Martin (2008): „Um sich mit neuen Methoden der Internetkommunikation auseinander zu setzen, begann Frosta Ende Juni 2005 damit, ein eigenes Weblog einzurichten. Im ersten Blog-Eintrag erklärte Marketing- und Vertriebsvorstand Felix Ahlers damals: „Vor einigen Monaten las ich im ‚Economist‘ zum ersten Mal über das ‚Blogging‘ und dachte gleich, dass so ein ‚Internet-Tagebuch‘ gut zu unserer Markenphilosophie passen würde. Zwar sind wir bei FRoSTA alles andere als erfahrene ‚Blogger‘, aber seit wir bei unseren FRoSTA Produkten auf sämtliche Zusatzstoffe verzichten, möchten wir so direkt und so offen wie möglich über unsere tägliche Arbeit mit Lebensmitteln berichten und damit noch transparenter werden.”
Von Anfang an haben viele Blogger diesen mutigen Kommunikationsansatz des Unternehmens begrüßt und wohlwollend kommentiert - mit der Folge, dass das Blog sehr viel Aufmerksamkeit im Internet gefunden hat.“

8. Social Media Monitoring

PR Blogger: „Wenn Sie ein aktives Blog-Monitoring betreiben, lernen Sie neue Informationsquellen kennen und können proaktiv auf die Kundenwünsche eingehen und zeigen, dass Sie erreichbar sind. Dadurch wächst Ihre positive Online Reputation.“

Presseportal: „Noch nie war es so einfach, seine Zielgruppen kennen zu lernen: Im Mitmach-Internet geben Menschen unzählige Informationen über sich preis - freiwillig. Dennoch nutzen laut einer Studie des Software-Anbieters SPSS bisher nur zehn Prozent aller europäischer Unternehmen Informationen aus dem Web 2.0. Dies geht aus einem Bericht des Fachmagazins acquisa hervor.
Spezielle Programme durchsuchen das Internet oder zuvor definierte Websites und filtern Informationen über die Nutzer automatisch. Den meisten Nutzern ist nicht bewusst, dass sie im Web viele Spuren hinterlassen, die ausgewertet werden können. Das ist ein enormer Wissensschatz für Unternehmer, denn er verrät viel über die Interessen des einzelnen Kunden. So können mit den Daten aus dem Web 2.0 Marketing und Vertrieb optimiert werden.“

Webreputation: „Foren und Blogs liefern wichtige Informationen, wie Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte von Konsumenten gesehen und bewertet werden. Technische Unzulänglichkeiten Ihrer Produkte lassen sich durch diese Informationen früh identifizieren sowie Kundenwünsche und Bedürfnisse einfach erkennen.
Ein kontinuierliches Internet-Monitoring hilft Ihnen, rechtzeitig kritische Artikel zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dabei reicht die Nutzung von Suchmaschinen allein nicht aus, da diese nur einen kleinen und veralteten Teil wiedergeben (siehe Deep- Web).“

Online Marketing Blog: „Social media has simplified the art of the soapbox shout. Information is shared with the masses now using easy-to-use Web 2.0 tools and is recorded and cached for infinity. A shout out loud in social media has no geographic boundaries and is not time-limited. These two points make the non-stop monitoring of social media an important to-do for any brand owner. And monitoring social media does not just mean blogs. It should include video and image sharing sites and microblogging sites like Twitter, along with opinion and discussion forums.“

Presse Box: „(…) „Web-2.0-Funktionalitäten bieten den Unternehmen Möglichkeiten, die Nutzer interaktiv in Anwendungen einzubinden und dadurch einen tiefen Kundeneinblick zu erhalten“, erklärt der Geschäftsführer von Minkenberg Medien, Elmar Bransch, die Marketing-Aspekte der zweiten Web-Generation. „Außerdem kann man die in Blogs und Nutzerforen geäußerten Ansichten kompakt einfangen, um herauszufinden, wie die öffentliche Meinung zum Unternehmen oder zu bestimmten Fragestellungen ist.“ Dies eröffne ganz neue Chancen, aktive Marktforschung zu betreiben.“

Verfasst von Hans Fischer um 28.08.08 10:38