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30.06.2008

"Web 2.0 ist erst der Anfang"

... titelt silicon.de ein Interview mit Wolfgang Wahlster, CEO des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) und Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Themen sind u.a. semantisches Web, Web 2.0 und Web 3.0.

Semantisch passend, ein Suchmaschinen-Test von Telepolis ("Semantische Suchmaschinen - Ein Test") mit folgendem Fazit:

"(...) es steht zu vermuten, dass Google die Forschung etwa an einer "sematischen" Auswertung der Wikipedia verstärkt hat, seit Powerset hier viel Geld investiert. Aber Powerset ist nicht nur vom Index her wesentlich beschränkter als Google, sondern auch wesentlich langsamer - und Google findet selbst bei Wikipedia die genauer der Frage entsprechenden Ergebnisse. Cluuz bietet ein neuartiges Interface für eher visuell orientierte Benutzer, für die es sinnvoll ist, sich große Mengen an Dokumenten als miteinander vernetzte Icons anzeigen zu lassen und navigieren zu können; die Qualität des Top-Ergebnisses liegt jedoch unter der von Google, und auch Cluuz ist erheblich langsamer. Die interessantesten Alternativ-Dokumente im Vergleich zu Google liefert Hakia, die auch geschwindigkeitsmäßig gut mithält (...)."

Verfasst von Hans Fischer um 15:58

Börsenperspektive im historischen Kontext

Die Zeit zieht in ihrem Börs-o-Meter ("Düstere Aussichten") einen Vergleich der aktuellen Börsensituation mit Geschehnissen der letzten 113 Jahre und kommt für das zweite Semester 2008 zum hypothetischen Schluss:

"(...) Da noch keine Anzeichen für ein Ende der Krise sichtbar sind, sondern die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession und eine Verschärfung der Bankenkrise sogar heruntergespielt wird, sind die Aussichten eher düster. Zwar kann es auch in einem Bärenmarkt vorübergehende Rallyes geben. Doch die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Aufschwung sind noch nicht gegeben. Dieser Sommer wird noch turbulent werden. Die ersten Anzeichen dafür sind schon da."
Wie auch immer: Entscheidend für richtiges Agieren sind optimale Informationen. Ein Gebiet, in dem die Rolotec seit vielen Jahren Dienstleistungen erbringt - ob Displaylösungen für Profis, Online-Börseninformationsapplikationen für Banken und finanzaffine Medien oder mobile Lösungen (bald auch fürs iPhone).

Verfasst von Hans Fischer um 13:22

Pimp your Browser, hyperconnected Mitarbeiter & Co.

Der Newsreader macht bekanntlich keine Pausen und durchwühlt das Web auch übers Wochenende nach passenden Inhalten. Und da ein Corporate Weblog nicht bloss Kommunikationsmedium ist, sondern auch persönliches Wissensmanagementtool (Wiederauffinden von Links), folgt eine kleine Auswahl an Stories:

  • Versteckte Entwicklerspäße: Die schrägsten Web-Geheimnisse
    "Der Google-Ninja, ein Jodler bei Yahoo und der fiese Firefox-Roboter – wer die richtigen Geheimcodes kennt, enthüllt im Web so manchen amüsanten Programmierer-Gag. SPIEGEL ONLINE zeigt die kuriosesten Web-Schätzchen."

  • Der Mitarbeiter der Zukunft ist hyperconnected
    "Sieben verschiedene Endgeräte und neun Anwendungen - damit gilt ein Mitarbeiter als "hyperconnected". Derzeit zählen weltweit 16 Prozent der Belegschaft als Extremnutzer moderner Kommunikationsmittel, bis 2013 sollen es vierzig Prozent sein." (CIO)

  • Fünf Vorurteile über den Kapitalisten Bill Gates
    "Im Alter von 52 Jahren hat Bill Gates den Vorsitz seiner Firma Microsoft niedergelegt. Gates ist ein großer kapitalistischer Menschenfreund in der Tradition der Rockefeller, Rothschild und Krupp. Doch nicht wie er sein Geld ausgibt, macht Gates zu einer überragenden Gestalt, sondern wie er es verdient hat." (Welt)

  • The next revolution in advertising? Peer39 thinks it’s semantics
    "Though still arguably in its juvenile stages, the online advertising market has already been through several major technological shifts, with the introduction of behavioral, contextual and demographic targeting for ads. What’s next has been a subject for debate. Several early pioneers have bet that it’s semantic technology (...)." (VentureBeat)

  • Rechtsexperten kritisieren freie Top-Level-Domainnamen
    "Internetrechtler und Analysten haben die Entscheidung der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) kritisiert, wonach Top-Level-Domainnamen (TLD) künftig frei wählbar sein sollen. Vor allem Inhaber von Markennamen müssten zahllose neue Domains registrieren, um sich vor Cybersquatting zu schützen und dem Missbrauch ihrer Marken vorzubeugen, so die Experten." (ZDNet.de)

Verfasst von Hans Fischer um 08:58

27.06.2008

Börsenfilm für Einsteiger mit Frauke Ludowig

Die Börse Frankfurt hat "Aktien und Co. - Ein Börsenfilm für Einsteiger" produziert und bietet diesen zum kostenlosen Konsum an.

Die Verantwortlichen schreiben dazu:

"(...) Sind Sie neu an der Börse? Dann bietet Ihnen dieser Film wertvolles Know-how für Ihre zukünftige Kapitalanlage und will Ihnen den Einstieg erleichtern.

Dorothea und Daniel sind ein junges Paar und haben sich vorgenommen, Geld an der Börse zu investieren. (...) Schritt für Schritt lernen Dorothea und Daniel, was es bei Wertpapieren und beim Handel zu beachten gilt.

Die TV-Moderatorin Frauke Ludowig führt durch den Film und macht immer wieder Abstecher auf das Parkett der Börse Frankfurt, wo sie mit Experten und Händlern spricht."

Unten sehen sie Kapitel 5 "Fonds und ETFs":


(Videoquelle: Youtube)

Verfasst von Hans Fischer um 14:04

Banken-Business Networks

In "Verwunderliche Studie zu Banken und Web 2.0" wurde zuletzt auf das Thema Finance 2.0 aufmerksam gemacht. Obwohl Beiträge wie "Die Unternehmen halten noch nichts von Web 2.0" (Medianet.at von heute) immer wieder zu fundamentaler Kritik (u.a. wegen Mediengewohnheiten künftiger Kunden) Anlass geben könnten, verweisen wir im Sinne einer Inspiration lieber auf den netbanker-Beitrag "Small Business Networks from American Express, Capital One, Advanta, Bank of America, QuickBooks, and HSBC" und damit auf Versuche von US-Finanzunternehmen mit Social Networks. Wie heisst es doch so schön: "Der Fortschritt geht nicht rückwärts."

Verfasst von Hans Fischer um 11:14

26.06.2008

Transparenz beim Suchmaschinenmarketing?

In "Bessere Suchmaschinen-Platzierung" berichteten wir jüngst über Google-Tipps (s. auch "Hilfe für Webmaster"), einen interessanten Focus der Hotel Revue und damit über Suchmaschinenmarketing*.

Horizont.net schreibt nun, dass Focus-Online-Chef Jochen Wegner Transparenz beim Suchmaschinenmarketing fordere:

"(...) Manche Redaktionen, so will Wegner wissen, kauften derzeit für hohe fünf- oder gar sechsstellige Summen pro Monat Reichweite bei Google und anderen Anbietern, „ohne diesen Traffic auch nur entfernt refinanzieren zu können“.
"So what?", ist man geneigt, sich angesichts dieser durchaus legitimen und in sich sicherlich auch schlüssigen Marketingstrategie(n) zu fragen.

*Was genau ist Suchmaschinenmarketing (SEM)? SEM wird in die Bereiche Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Optimization (SEO) unterschieden. SEA steht für Suchmaschinenwerbung und damit für die Schaltung von Kleinanzeigen bei Suchmaschinen. Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass die eigene Webseite möglichst weit vorne auf den Resultatseiten erscheint.

Verfasst von Hans Fischer um 13:46

25.06.2008

Wider Community-Hysterie

Logisch, virtuelle Gemeinschaften sind absolut zeitgeistig und wichtig. Geht es um Risikofinanzierungen, haben Jungunternehmer mit Social Networking-Projekten auch mit Abstand die besten Karten. Wer aber glaubt, dass eine Community schnell aufgebaut und Garant für geschäftlichen Erfolg sei, sieht die Welt durch die rosarote Brille. Tausende von virtuellen Communities formieren sich aus einigen wenigen Teilnehmern. Und viele Communities haben zwar ansprechenden Zulauf, generieren damit aber bloss Kapitalerhöhungsbedarf.

Interessant sind die Bestrebungen verschiedener Medienhäuser. Sie reichen von Community-Hysterie bis bis zur totalen Verweigerung. Josef Joffe, Herausgeber der Zeit, gibt in "Klasse, nicht Klicks" einige interessante Gedankenanstösse wie zum Beispiel:

"(...) Aus Community lässt sich Cash machen (siehe Facebook), aber noch nicht Journalismus, jedenfalls kein guter. Wüten und Jubeln machen noch keine Öffentlichkeit".

Verfasst von Hans Fischer um 15:17

24.06.2008

Bessere Suchmaschinen-Platzierung

Matt Cutts von Google gibt in USA Today ("Google's Cutts: Good directions drive traffic to your website") 5 Tipps für bessere Suchmaschinen-Platzierungen.

1. Spotlight your search term on the page.
2. Fill in your "tags."
3. Get other sites to "link" back to you.
4. Create a blog and post often.
5. Register for free tools.
Zum Thema hat Rolotec in der aktuellen Hotel Revue Auskunft gegeben ("Wer sucht, der findet"). Im facettenreichen Suchmaschinen-Fokus sind ausserdem erschienen:

Verfasst von Hans Fischer um 09:32

23.06.2008

Web 2.0 und die Tradition von Fehleinschätzungen

Kurzer Nachtrag zu der "Verwunderlichen Studie zu Banken und Web 2.0", respektive zur Tatsache, dass kapitale Fehleinschätzungen eine grosse Tradition haben. TEC CHANNEL listet "Die zehn größten IT-Irrtümer und -Fehlprognosen" auf:

  • „Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.“
    Manager von Western Union, 1876

  • „Die drahtlose Musikbox hat keinen denkbaren kommerziellen Wert.“
    Ein potenzieller Investor zur Erfindung des Radio in den 1920ern.

  • „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“
    Thomas Watson, IBM-Vorsitzender, 1943

  • „Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird ein Computer Schachweltmeister werden und innerhalb der nächsten zehn Jahre ein wichtiges und neues mathematisches Theorem entdecken und beweisen.“
    Herbert Simon, KI-Forscher und Nobelpreisträger, 1957

  • „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde.“
    Ken Olson, Präsident, Vorsitzender und Gründer von Digital Equipment Corp., 1977

  • „Das zeitraubende Hin- und Hergeschiebe von Papier wird im Büro der Zukunft durch Informationsverarbeitung mit Computer ersetzt.“
    Prognose des Palo Alto Research Center , 70er Jahre

  • „Bill Gates hat MS-DOS entwickelt“
    Verbreitete „Binsenweisheit“

  • „E-Mail is a totally unsaleable product.”
    Ian Sharp, Sharp Associates, 1979

  • „OS/2 will be the platform for the 90s.“
    Bill Gates, Microsoft, 1989

  • „’Strg’ auf der deutschen PC-Tastatur steht für’String’“
    Binsenweisheit deutschsprachiger PC-Nutzer
Eine weitere Sammlung an Irrtümern hat janko.at zusammengestellt.

Verfasst von Hans Fischer um 13:16

Verwunderliche Studie zu Banken und Web 2.0

"Web 2.0 wird von Banken weitgehend ignoriert", titelt ECIN und zitiert eine Studie eines Beratungs- und Softwareunternehmens. Wie sollen die Befragten visionäre Antworten geben, wenn die Studienurheber Web 2.0 bloss als Sammelbegriff für Techniken und Anwendungen verwenden (und wohl auch verstehen)?

Web 2.0 bedeutet vor allem auch Sozialisierung des Webs, vermehrte Interaktion unter den Usern, Diskussionen über Produkte und die Tatsache, dass die User nicht einfach mehr nur willig konsumieren, was kommunikationsdiktatorische Manager ihnen vorzusetzen gedenken (s.auch "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen").

Fazit: Web 2.0 bedeutet vor allem, dass die Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten keine lineare Sender-Empfänger-Geschichte mehr ist. Und wer das nicht kapiert, kommuniziert an den Kunden - vor allem der jüngeren Generation mit dem ausgeprägten Web-Interaktionsverständnis - vorbei. Studien, die den Fokus auf Fragen à la "Setzen Sie Weblogs ein?" oder "Steigern Wikis ihren Return on Investment?" legen, sind zu simpel.

Ps. Die Finanzbranche setzte sehr früh schon Web 2.0-Anwendungen wie Wikis oder Social Networks ein. Das ist in relevanten Studien seit Jahren festgehalten.

PPs. Hier geht's zu diversen "Finance 2.0-Beiträgen und -Hinweisen"

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

20.06.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit der Web-Dienstleistung gratispinkeln.de.

Und falls die Welt die gratispinkeln-Website doch braucht, finden sich unten einige der kostenlosen Toiletten - leider nur in Deutschland.

gratispinkeln2.jpg
(Bildquelle: gratispinkeln.de)

Ps. Marketingtechnisch hervorragend gemacht; die Site generiert eine entsprechende Presseaufmerksamkeit.

Verfasst von Hans Fischer um 17:08

19.06.2008

Und täglich locken die Social Networks

Wer einen Newsreader installiert hat (leiser Tipp: auch hier bietet DAS US-Suchmaschinenunternehmen wohl die beste Dienstleistung) und sich für Web 2.0, eMarketing und dergleichen interessiert, wird täglich mit Meldungen über Social Networking beglückt oder belästigt (leider können die Newsreader qualitativ gute von schlechten Nachrichten und Postings leider noch nicht unterscheiden). Wie auch immer: Die virtuellen Gemeinschaften nehmen einen zunehmend wichtigen Platz im sozialen Gefüge der User ein. Werbeanzeige.de schreibt dazu heute über die deutschen Nachbarn:

"(...) Neun Millionen Deutsche präsentieren sich in Online-Netzwerken: Bereits 12 Prozent der Bürger ab 14 Jahren veröffentlichen persönliche Infos in Communitys – eine Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr."
Etwas aussagekräftiger ist die Erhebung von Nielsen Online zu den "Top 10 U.S. Social Network Sites for May 2008":

nielsen-top-10-social-networks-may-2008.jpg
(Quelle Nielsen Online; Bildquelle: Search Engine Journal)

Wer es lieber in deutscher Sprache mag, findet neben den Grossen wie XING oder StudiVZ hier ein Verzeichnis mit 100 weiteren Social Networks.

Die virtuellen, sozialen Netzwerke haben längst auch schon den Weg in die Unternehmen selber gefunden. Ob eigene Applikation im Intranet oder in Miete bei einer Plattform, die Netzwerkerei fördert die Kommunikation und damit viele Wissensbausteine wie z.B. Wissenstransfer, -verteilung und -generierung - und natürlich auch Bottom-up-Verbesserungsvorschläge (wenn Entscheider aufgeschlossen genug sind).

Relevant ist die kaum zu übersehende Entwicklung selbstverständlich auch für Marketingabteilungen. Dazu mehr in einem späteren Beitrag.

Verfasst von Hans Fischer um 13:40

17.06.2008

"Bedrohen Wikis die Macht von Managern?"

... fragt Manager Magazin Online heute. Selbstverständlich nicht. Wikis festigen die Macht von Managern. Manager Magazin Online lässt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales im Interview über Chancen und Ängste sprechen. Ein Auszug:

"(...) Sie nutzen sie für jede Art von Wissensmanagement, bei der es auf offene, flexible und schnelle Zusammenarbeit ankommt - insbesondere wenn Mitarbeiter an weit entfernten Standorten arbeiten und gute Beziehungen zueinander aufbauen müssen.

(...) Ein Wiki ist ein wunderbares Werkzeug, mit dessen Hilfe Menschen schnell zu einem einvernehmlichen Beschluss kommen. Das funktioniert sowohl beim Entwurf einer Tagesordnung für das nächste Meeting als auch bei der Frage, wie man die Kunden am besten zufriedenstellt.

(...) Wikis können bei Führungskräften Bauchschmerzen auslösen, insbesondere in Unternehmen mit einer stark hierarchisch geprägten Kultur. (...) Aber es entwickelt ein vages Unbehagen, wenn es sieht, wie Mitarbeiter Probleme unter sich lösen, statt auf die Anweisungen ihrer Vorgesetzten zu warten."

Tja, den Zeitgeist gilt es zu antizipieren. Wikis sind aber keinesfalls für alle Inhalte geeignet. Es gibt verschiendenste Anwendungen für verschiedenste Anforderungen. Allen ist gemeinsam, dass sie preiswert, anwenderfreundlich und kollaborationsfördernd sind.

Im WM 2.0-Wiki finden sich viele weiterführende Informationen und Links zur Thematik.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

16.06.2008

Fantastische Medien-Archive frei zugänglich

Die New York Times stellt seit Herbst letzten Jahres 92 Archiv-Jahrgänge und alle Kolumnen kostenlos im Internet zur Verfügung. Der Spiegel folgte im Februar dieses Jahres mit Spiegel Wissen und dem Zugriff auf das Archiv (ab dem Gründungsjahr 1947). Seit wenigen Tagen ist nun auch The Times Archiv mit über 20 Mio. Artikel aus den letzten 200 Jahren frei im Internet verfügbar.

Selbstverständlich gibt es viele weitere Beispiele. Und in der Schweiz? Mehrheitlich beharren die Verantwortlichen auf dem Bezahl-Modell für Archivbeiträge - das Modell, das viele der führenden Weltverlage über Bord geschmissen haben oder noch schmeissen werden.

Verfasst von Hans Fischer um 10:52

13.06.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit: Triskaidekaphobie. Der Begriff mit Zungenbrecherpotenzial bedeutet laut Wikipedia:

"(...) abergläubische Furcht vor der Zahl dreizehn."
Und warum brauchen wird das weder im Allgemeinen noch heute im Speziellen? =>

freitag13.jpg
(Bildquelle: BlogIssues)

Verfasst von Hans Fischer um 17:44

25 Jahre Handy

Heute vor 25 Jahren lancierte Motorola das "Motorola Dynatac 8000 X". Manager Magazin Online schreibt dazu ("Der Knochen, der um die Welt ging"):

Er kostete 3500 Dollar, wog mit 800 Gramm fast so viel wie eine Wasserflasche, war länger als eine Din-A4-Seite und gab nach 30 Minuten Redezeit den Geist auf. Trotzdem hat der bimmelnde Knochen, den Motorola am 13. Juni 1983 auf den Markt brachte, die Welt verändert.

dynatac.jpg
(Handy-Erfinder Dr. Martin Cooper; Bildquelle: Wikipedia)

Und zum Erfinder (Bild oben), den viele angesichts der Mobiltelefonie-Idee als völlig verrückt abgestempelt hatten, hält der Artikel u.a. fest:

"Unser Traum war es, dass eines Tages niemand mehr über ein gewöhnliches Telefon anrufen wird", erinnert sich der Erfinder des ersten tragbaren Telefons, Martin Cooper. Der damalige Motorola- Ingenieur arbeitete Anfang der 70er Jahre an einem mobilen Gerät für den Polizeifunk, als es bei ihm klingelte: "Warum nicht Mobilfunk für alle?", fragte er sich.

Verfasst von Hans Fischer um 09:08

09.06.2008

Kurzblogpause bis und mit 12. Juni

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Verfasst von Hans Fischer um 16:40

Apropos Zukunft: "Business-Webs ersetzen Unternehmen"

Solcherlei äussert Don Tapscott in der FAZ:

"(...) Der kanadische Managementguru hat die Entwicklung im Internet zum Web 2.0, in dem Unternehmen mit Nutzern und Partnern viel stärker zusammenarbeiten als in der Alten Welt, auf Unternehmen übertragen. "Enterprise 2.0" heißt sein Modell folgerichtig, in dem Informationstechnik und speziell die Vernetzung im Internet eine zentrale Rolle spielen: Forschung, Produktentwicklung oder Innovationen finden nach seiner Ansicht künftig vor allem in Netzwerken statt. "Die Kosten der Kollaboration zwischen Unternehmen sinken im Internet. Unternehmen, die weiterhin alles allein machen wollen, fallen im Wettbewerb zurück", argumentiert Tapscott."
Und der Kunde? Dieser Aspekt sei besonders wichtig, hält Tapscott fest. Neu würden die Kunden nicht bloss Produkte kaufen, sondern diese mitunter auch mitentwickeln - dies insbesondere mittels Diskussion in Online-Communities.

Ein toller Artikel ("Business-Webs ersetzen Unternehmen") über die sich definitiv ändernden Rahmenbedingungen.

Verfasst von Hans Fischer um 13:42

"Equity Research in the Age of Web 2.0"

Im O'Reilly Radar nennt Robert Passarella als einen wichtigen Grund für die Beachtung von Web 2.0 durch tangierte Banking-Bereiche u.a. die Expertise der User:

"(...) In certain domains, enthusiasts and experts are better informed than most analysts on the actual products, goods or services a company may provide. And they are sharing this knowledge and information with each other in open forums. And if you decide to graduate from lurker to participant the gains are even greater. An informed investment professional, that knows his tickers and sectors, can quickly digest this information into his investment process, just like his phone calls with a Gerson Lehman or Coleman Research expert. This type of high quality information can be found if you know where and how to look."
Die Schwierigkeit ist die Unterscheidung in gute und schlechte Quellen, automatisierte Alarmierung und Mustererkennungen sowie passende Aggregation der identifizierten Informationen. Dafür braucht es Erfahrung und passende Tools. Verzichtbar? Kurzfristig ja - Sie holen die Verspätung gegenüber den bereits agierenden Mitbewerbern irgendwann ja bestimmt wieder auf ;-)

Verfasst von Hans Fischer um 10:24

06.06.2008

EURO2008-Mind Map for free

mmap_em08.jpg
(Bildquelle: Mindjet)

Zu Web 1.0-Zeiten waren Mind Map-Kritzeleien während Sitzungen en vogue. Heute ist das eher selten zu beobachten. Und wenn, dann werden die Mind Maps meistens online erstellt. Einer der Anbieter, Mindjet, hat nun eine EM-Mind Map gefertigt und stellt die Visualisierung des EURO2008-Geschehens kostenlos zur Verfügung. Eine tolle Marketingaktion für den Hersteller, eine schöne Anwendung für die Fans. Computer Zeitung schreibt im Artikel "Mindmap behält bei der Fußball-EM den Überlick" über die Details und die Tatsache, dass für den Mindmap-Konsum ein kostenloser Viewer installiert werden muss.

Verfasst von Hans Fischer um 11:30

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

Telekurs Financial Information (TKF) macht auf diverse Änderungen der Marktdaten-Produkte aufmerksam. Die gesamte Liste können Sie als PDF in Deutsch oder PDF in Englisch herunterladen.

Verfasst von Hans Fischer um 10:55

05.06.2008

Tupperware, E-Marketing und Web 2.0

Warum Web 2.0 Marketing beflügeln kann, erklärt für einmal nicht eine lange Abhandlung, sondern ein Beispiel, das auf den ersten Blick trivial erscheinen mag, spätestens auf den zweiten aber viel erklärt:

"(...) Tupperware-Chef Rick Goings setzt auf die Anziehungskraft der Stars, um seine Dosen zu verkaufen. Die Direktvertriebsfirma hat die Schauspielerin Brooke Shields für eine groß angelegte Marketingkampagne verpflichtet. Shields vermarktet für den US-Konzern die Internetseite "Chain of Confidence" (Kette des Vertrauens) - eine Art soziales Netzwerk, auf der Frauen sich über Alltagsprobleme wie Finanzen, Gesundheit oder Aussehen austauschen können. Ab sofort geben dort professionelle Finanz- und Ernährungsberaterinnen Tipps. Das Internetprojekt soll helfen, der Firma ein jüngeres Image zu verpassen. "Wir planen, demnächst auch eine deutsche Version der Seite ins Leben zu rufen", sagte Goings der WELT. "Momentan suchen wir nach dem richtigen deutschen Prominenten, der helfen kann, unser Image zu verjüngen."
(Quelle: Die Welt, Menschen und Märkte, Stand: 5.6.2008)

Verfasst von Hans Fischer um 10:24

04.06.2008

"Die gefährlichsten Surfplätze der Welt"

Wer bei dem Titel an Hai-Attacken denkt, liegt insofern falsch, als dass im Artikel vom Internet World Business "lediglich" die Möglichkeit virtuell verursachter Blessuren thematisiert wird:

"(...) Internet-User, die sich auf Websites unter den Top-Level-Domain Hongkongs (.hk) aufhalten, surfen derzeit am gefährlichsten. Das ergab die aktuelle Untersuchung „Mapping the Mal Web“ des IT-Sicherheits-Spezialisten McAfee. Demnach beeinhalten 19,2 Prozent aller Websites, die auf „.hk“ enden, ein Sicherheitsrisiko, gefolgt von China (.cn) mit 11 Prozent. Unter den als sicher eingestuften Domains hat Finnland (.fi) mit nur 0,05 Prozent riskanten Websites den letztjährigen Spitzenreiter Irland (.ie) abgelöst."
Weitere Informationen zur Thematik - von visualisierten Trojanern bis hin zu Spamalot - finden sich der der entsprechenden Blog-Kategorie.

Verfasst von Hans Fischer um 17:29

03.06.2008

Tastenkombinationen für den BlackBerry

CIO hat "Die besten Tricks für den Blackberry" aufgelistet. Am Anfang der Lektüre mögen die meisten noch milde lächeln, das dürfte sich dann aber schnell mal ändern ;-)

Mit BlackBerrys haben sich Rolotec und Telekurs Financial Information Ltd. intensiv auseinandergesetzt. Seit dem Jahr 2005 wird eine umfangreiche Börseninformationslösung ("Börsenkurse für BlackBerry") für den BlackBerry angeboten, die auf Telekurs-Daten basiert und von Rolotec entwickelt wurde.

Verfasst von Hans Fischer um 11:00

02.06.2008

"The 100 Best Products of 2008" ...

... zusammengestellt von PC World. Die Liste ist schon eine Woche alt, doch unvermindert inspirierend.

Die Nummer 1 ist in der Schweiz noch wenig bekannt. Hinter Hulu steht aber u.a. Rupert Murdoch und als Mission wird angegeben: "Hulu's mission is to help people find and enjoy the world's premium video content when, where and how they want it."

Nummer 2 wird in der Schweiz bereits über 40'000 Mal verwendet, obwohl offiziell noch nicht erhältlich. Genau, Apples iPhone - ein fürwahr begeisterndes Gagdet.

Alles weitere auf der Liste "The 100 Best Products of 2008".

Verfasst von Hans Fischer um 09:19