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30.05.2008

Schwerpunkt der IT-Entwicklung bis 2014

Nach "Irrtümer und der Siegeszug von mobile Internet" noch ein Zukunftsthema: CIO schreibt im Artikel "So wird das Jahr 2014":

"(...) Einer der Megatrends ist dabei die Orientierung weg von der technischen IT hin zum business-orientierten Informations-Management; die laufende Reflexion über das Standing der eigenen IT-Organisation und die enge Verbindung zu den Business-Treibern werden dabei zur Kernaufgabe."
Weitere Einschätzungen gibt Günter Weinrauch, CIO des Bezahlfernsehsenders Premiere, im erwähnten CIO-Artikel.

Verfasst von Hans Fischer um 10:53

Irrtümer und der Siegeszug von mobile Internet

Es ist wie bei vielen Neuerungen, viele Zweifler geben mobilem Internet - also Webzugang via mobilem Endgerät - wenig Chancen. Solcherlei hat Geschichte. Zu den bekanntesten Zweiflern gehören der IBM-Vorsitzende Thomas Watson mit der 1943 geäusserten Aussage, dass das Weltmarktpotenzial für Computer "vielleicht fünf Computer" betrage oder die Weissagung von Bill Gates 1989, wonach dem Internet keine grosse Beachtung geschenkt werden müsse.

Item: Während Zweifler an mobilem Internet zweifeln, nehmen Dienstleistungsumfang und Kundenakzeptanz stetig zu. Das Marktforschungsinstitut M:Metrics hat das Wachstum untersucht. Im mobilen Web sind Wetter-, Unterhaltung-, Spiele- und Musiksites die am schnellsten wachsenden Angebote. Im stationären Web sind es laut Internet World Business ("Studie: Mobile Surfer surfen anders") Pharmazie-, Ernährungs-, Kosmetik- und Jobsites.

Absolut relevant wird mobiles Internet auch für Finanzunternehmen. Seit vielen Jahren schon werden zum Beispiel Börsenkurse via Handy abgerufen. Umso besser, wenn das Mobiltelefon auch die direkte Bewirtschaftung von Portfolios erlaubt.

Wichtiger Aspekt ist die Tatsache, das die jungen Generationen mit mobilem Internet und sozialen Netzwerken vertraut sind. Entsprechender Bedarf besteht bei Marketingstrategien und Marketingplanung. Dass diesbezüglich noch ein Vakuum besteht, zeigt u.a. eine Studie von In-Stat (ECIN:"Mobile soziale Netzwerke ziehen junge Nutzer").

Verfasst von Hans Fischer um 09:10

29.05.2008

Service-Information: NYSE nur 15 Min. verzögert

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

Telekurs Financial Information (TKF) informiert über eine Praxisänderung im Zusammenhang mit der New York Stock Exchange (NYSE): Ab dem 1. Juni wird die delayed Zeit bei bei den verzögerten Kursinformationen von bisher 20 auf neu 15 Minuten reduziert. Die Site-Verantwortlichen sind gebeten, ihre Disclaimer entsprechend anzupassen.

Verfasst von Hans Fischer um 09:59

27.05.2008

Sie finden uns morgen Mittwoch ...

... am Search Summit in Zürich. Spontanbesuche sind zweifelsohne möglich. Wir würden uns freuen.

Verfasst von Hans Fischer um 17:40

Wissensmanagement-Wiki wird ausgebaut

Das WM 2.0 Wissensmanagement Wiki, das vor Jahresfrist im Rahmen des Nachdiplomstudiums NDK Wissensmanagement (IKF Luzern) initiiert und gestaltet worden ist, erfreut sich mit vielen Besuchen und hervorragenden Suchmaschinenplatzierungen grosser Beliebtheit. Derzeit widmet sich eine zweite NDK-Gruppenarbeit der inhaltlichen Weiterentwicklung. Speziell am Wiki ist sicherlich die Tatsache, dass neben Wissensmanagement und Web 2.0 auch die Synthese Wissensmanagement 2.0 beschrieben wird.

Surfen Sie bei Gelegenheit vorbei und profitieren Sie von der für nachhaltigen Unternehmenserfolg so wichtigen Thematik. Zweifel?

Verfasst von Hans Fischer um 14:22

26.05.2008

Veraltete Tools im Informationszeitalter

Im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" haben wir geschrieben:

"(...) Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte?"
Obwohl anders gefragt, geben zwei aktuelle Studien eine Antwort. ZDNet.de schreibt im Artikel "Studie: Kommunikationstechnik in vielen Firmen veraltet":
"(...) "Ein Unternehmen muss heute als die Summe seiner erfolgreich gelösten Aufgaben betrachtet werden. Doch das Aufgabenmanagement wird mit Werkzeugen bewältigt, die zum Teil über 20 Jahre alt sind. Das führt zu E-Mail-Fluten, sinnlosen Konferenzmarathons und telefonischen Abstimmungsorgien, die in der Summe kontraproduktiv sind, weil sie die Projektverantwortlichen ebenso wie die Arbeitsebene von der eigentlichen Arbeit abhalten, Aufgaben zu lösen", sagt Karl-Heinz Land, Chef des IT-Dienstleisters Exsolut."
Wie mehrfach schon im Roloblog erwähnt und mit Praxisbeispielen untermauert, setzen zeitgemässe Kommunikations- und Kollaborationsmassnahmen nicht zwingend Riesenbudgets voraus. Insbesondere interaktionsfördernde, leicht zu bedienende und vor allem auch preiswerte Web 2.0-Anwendungen haben - für Unternehmen jeder Grösse - neue Möglichkeiten eröffnet.

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

23.05.2008

Virtuelle Welt ist Pflicht - Second Life nicht

Spricht man von virtuellen Welten, denken die meisten an Second Life (s. diverse Beiträge) und rümpfen die Nase. Dabei geht nicht um Second Life per se, sondern vielmehr um die Tatsache, dass dreidimensionale Web-Darstellungen mit Interaktionsmöglichkeiten neue Kundenbeziehungen erlauben und notwendig machen. Oder verkürzt ausgedrückt: Es geht um die Zukunft. Nebensächlich, ob diese bei Second Life oder in einer unternehmenseigenen Umgebung stattfindet.

Ecin schreibt im Artikel "Vorsicht: Virtuelle Welt" über das Scheitern vieler Unternehmenslösungen, weil klare Zielvorstellungen und vertieftes Verständnis über Demographie, Einstellungen und Erwartungen der Nutzer virtueller Welten fehlen würden. Die Forscher von Gartner gehen mittelfristig aber davon aus, dass die Mehrheit der Unternehmen sich virtuell engagieren muss:

"(...) Unternehmen haben drei Möglichkeiten sich in virtuellen Welten zu engagieren. Zum einen gibt es die Möglichkeit auf bereits bestehende Angebote wie Second Life oder There zurückzugreifen. Zum zweiten eigene öffentliche Welten aufzubauen oder drittens eigene firmeninterne Welten zu kreieren. Bis 2012, so schätzt Gartner, sollen 70 Prozent der Unternehmen eigene, interne virtuelle Welten im Einsatz haben. Diese Welten sollen dann, aufgrund niedrigerer Erwartungen, klareren Zielen und besseren Randbedingungen auch erfolgreicher sein."
Über mögliche virtuelle Lösungsansätze für Finanzunternehmen haben wir u.a. im Fachartikel "Drei virtuelle Thesen zum Bank-Kunden von morgen" geschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 08:53

22.05.2008

Exchange Traded Product Day 08 im Dolder Grand

Über "Die Dynamik des ETF-Marktes" haben wir jüngst berichtet. Am gestrigen Exchange Traded Product Day 08 im grandios umgebauten Dolder Grand wurde die bisherigen, beeindruckenden Umsatzsteigerungen und ebensolchen Zukunftsaussichten für ETFs und strukturierte Produkte von den Fachleuten bestätigt.

Als Trends im ETF-Markt wurden unter anderem genannt:

  • Ausdehnung des ETF-Angebots in Rohstoffe, Emerging Markets und alternative Anlagen (ermöglicht u.a. ETF basierte Core-Satellite-Strategien)
  • Exchange Trades Structured Funds nehmen an Fahrt auf und kombinieren die Vorteile von strukturierten Produkten und ETFs
  • Portfolio-Diversifikation mit signifikanten Kostenvorteilen dank fixed income ETFs (u.a. Stempelsteuer-Einsparung)
Dazu kamen - je nach Gusto der Teilnehmenden - hoch spezialisierte Fachreferate. So oder so: Der Aufmarsch von rund 380 Besucherinnen und Besuchern hat gezeigt, dass sich ETFs innert weniger Jahre zu wichtigen Instrumenten entwickelt haben.

Wie im Blog festgehalten, hat sich Rolotec vor Jahren schon zum Wachstumsmarkt bekannt: Für UBS ETF haben wir eine Software zur realtime Berechnung der indikativen Net Asset Values von ETFs entwickelt. Die Applikation ist mittlerweile auch in den USA und in Asien im Einsatz.

ETF-Emittenten und auch Market Makern geben wir auf Anfrage gerne Auskunft über die Einsatz- und Anpassungsmöglichkeiten der flexiblen Berechnungslösung.

Verfasst von Hans Fischer um 15:09

Reminder: Einladung an den Suchmaschinen-Gipfel

Weil es für den künftigen Unternehmenserfolg so wichtig ist, erinnern wir gerne noch einmal an den Suchmaschinen-Gipfel von nächstem Mittwoch.
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Die Kombination von unternehmensinterner Suche in strukturieren UND unstrukturierten Datenbeständen war gestern ein Blog-Thema (und ist ein künftiges Must-have). Am diesjährigen FAST forward Search Summit am 28. Mai wird diese Thematik - neben anderen Aspekten - vertieft behandelt. Die Details finden sich in der nachfolgenden Einladung (gültig für alle Interessierten):

Suchmaschinen beschränken sich nicht auf die Anwendung im Internet. Auch im Unternehmenseinsatz bieten sie enormes Potenzial. Dies, wenn sie optimal auf die Unternehmenskultur und IT-Infrastruktur abgestimmt sind. Über Möglichkeiten, Bedingungen und Visionäres informiert der FAST forward Summit am 28. Mai im Hilton Zürich Airport Hotel. Zweiter Themenschwerpunkt ist die User Revolution – oder etwas griffiger ausgedrückt: das augenscheinlich veränderte Verhalten der User und die damit verbundenen Konsequenzen für Unternehmen. Führende Experten fesseln mit spannenden Referaten und stehen für Diskussionen oder Einzelgespräche zur Verfügung.

Gerne laden wir Sie nach Zürich ein. Bitte bestätigen Sie mit einer kurzen Rückmeldung per E-Mail an uns oder direkt im Anmeldeforumular bei unseren Partner Fast Search & Transfer.

Verfasst von Hans Fischer um 14:17

20.05.2008

Online-Marketing als must-have

Das Online-Marketing Magazin werbeanzeige.de fasst eine Studie von Booz Allen Hamilton mit folgendem Fazit zusammen:

"(...) Marketingentscheider, die den Anschluss nicht verlieren wollen, müssen ihre Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich digitale Medien zügig stärken. Denn Marken, die digitale Kanäle nicht intensiv nutzen, haben über kurz oder lang keine Chance, für medial emanzipierte Verbraucher attraktiv zu bleiben."
Die Ausgangslage war - genauso wie das Fazit - in anderen Worten gelegentlich schon in diesem Blog zu finden:
"(...) Marketingverantwortliche erkennen Neue Medien wie Online Communities oder Blogs und damit einhergehende radikale Änderungen des Konsumentenverhaltens als Herausforderung. Die Praxis hinkt dieser Erkenntnis jedoch gefährlich hinterher."
Details finden sich im Artikel "Online-Marketing: Weiter massive Kluft zwischen Theorie und Praxis".

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

Chance: Sales-Ingenieur, PM Finanzprodukte und Informatiker

Wir bauen aus und bieten im Rahmen von drei neu geschaffenen Stellen die Chance auf Mitarbeit in unserem etablierten, international tätigen Softwareunternehmen.

Anbei die Details der ausgeschriebenen Jobs als Verkaufs-Ingenieur /-in, Product Manager - Finanzprodukte und Informatiker Uni/FH/TS (m/f).

Für Fragen stehen die aufgeführten Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 10:41

"One BlackBerry Per Child"

... fordert Paul Lamb in seiner Computerworld-Kolumne. Nicht, dass er sich über die 100-Dollar-Laptops, respektive über das "One Laptop Per Child"-Programm lustig machen würde. Er fusst mit seiner Meinung vielmehr auf der allgemein anerkannten Prognose, dass bis zum Jahr 2010 rund die Hälfte der Weltbevölkerung mobilen Internetzugang haben wird. Demgegenüber dürfte der PC- und Laptop-Markt keine grossen Wachstumsraten generieren. Lamb folgert daher:

"(...) A cheap phone with Web access and locally relevant applications may be a better driver for bringing the developing world online. Phones are much simpler to use, allow people to leverage voice as a preferred means of communication and are certainly easier and safer to carry."
Und für Menschen, die sich über den Gedankenansatz empören, fügt der Autor an:
"(...) One BlackBerry Per Child may sound like a ludicrous notion, but so did a global distribution of cheap laptops just a few short years ago."

Verfasst von Hans Fischer um 09:18

19.05.2008

Visionäres zur Computer-Zukunft

Dass sich das Wissen aller User zu einer Art Cyborg vermengen wird, wissen die Blogleser. Und über die Zukunft des Internets haben wir gelegentlich auch schon geschrieben. Spiegel Online widmet sich im Artikel "So sieht die Computer-Zukunft aus" nun dem Computer selber. Anbei die 14 "aussichtsreichsten und originellsten Designideen":

Verfasst von Hans Fischer um 13:34

Wie profitiert Marketing von Wissensmanagement?

Wenn wir die Begriffe Marketing zu "alle marktgerechten und marktgerichteten Aktivitäten eines Unternehmens" und Wissensmanagement zu "alle auf die Wissensbasis eines Unternehmens Einfluss nehmenden Aktivitäten" extrem komprimieren, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Zusammenspiel dieser beiden so erfolgsentscheidenden Bereiche.

Stan Garfield ist dieser Frage in seinem Weekly Knowledge Management blog nachgegangen und kam zu folgenden (gekürzten Schlüssen):

Using Web 2.0 technologies often associated with knowledge management, corporate marketing can better engage with both employees and customers. Here are ten ways to do so:

1. Threaded discussions: forums for carrying on discussions among subscribers on a specific subject, including online and email posts and replies, searchable archives, and discussions grouped by threads to show the complete history on each topic

2. Social software: a range of tools which facilitate social networking, typically personal web pages including bios, photos, interests, audio and video, links to friends, messages from friends, and personal networks; often referred to as Web 2.0 to include a broad range of tools such as blogs, wikis, and RSS feeds

3. Bookmarks and tags: information about information – data fields added to documents, web sites, files, or lists which allow related items to be listed, searched for, navigated to, syndicated, and collected

4. Community spaces: Collaboration sites to share files, hold meetings, conduct polls, and maintain lists

5. Portals: Unified user access interfaces and repositories of documents and information

6. Wikis: Web pages which can be edited by any user for interactive content development by multiple people

7. Webcasts and webinars: Web-based broadcasts of video, audio, and slides; allow questions to be entered anonymously

8. Blogs: Web logs to post news updates, solicit comments, and take advantage of RSS syndication capability

9. Podcasts: Recorded broadcasts available on demand or by subscription for those who prefer audio, like to listen while performing other tasks, or who are not usually connected to the network and subscribe for automatic downloads of the broadcasts through RSS syndication

10. Videos: Recorded videos available on demand for those who prefer video, when there is important visual content, or for special occasions

Die Ausführungen zu den internen und externen Aspekten aller Punkte finden sich im Originalbeitrag "What can knowledge management processes and tools do for corporate marketing?".

Verfasst von Hans Fischer um 10:57

16.05.2008

Einladung an den Suchmaschinen-Gipfel

Die Kombination von unternehmensinterner Suche in strukturieren UND unstrukturierten Datenbeständen war gestern ein Blog-Thema (und ist ein künftiges Must-have). Am diesjährigen FAST forward Search Summit am 28. Mai wird diese Thematik - neben anderen Aspekten - vertieft behandelt. Die Details finden sich in der nachfolgenden Einladung (gültig für alle Interessierten):

Suchmaschinen beschränken sich nicht auf die Anwendung im Internet. Auch im Unternehmenseinsatz bieten sie enormes Potenzial. Dies, wenn sie optimal auf die Unternehmenskultur und IT-Infrastruktur abgestimmt sind. Über Möglichkeiten, Bedingungen und Visionäres informiert der FAST forward Summit am 28. Mai im Hilton Zürich Airport Hotel. Zweiter Themenschwerpunkt ist die User Revolution – oder etwas griffiger ausgedrückt: das augenscheinlich veränderte Verhalten der User und die damit verbundenen Konsequenzen für Unternehmen. Führende Experten fesseln mit spannenden Referaten und stehen für Diskussionen oder Einzelgespräche zur Verfügung.

Gerne laden wir Sie nach Zürich ein. Bitte bestätigen Sie mit einer kurzen Rückmeldung per E-Mail an uns oder direkt im Anmeldeforumular bei unseren Partner Fast Search & Transfer.

Verfasst von Hans Fischer um 11:10

Rolotec am Swiss Compliance Officers Meeting

Die 23. SCOM-Austragung findet am 21. Mai im Seminarhotel Spirgarten, Zürich, statt. Zusammen mit Telekurs Financial Information Ltd. wird Rolotec mit einem Informationsstand und einem Referat (13.45 Uhr) über die Produkte- und Dienstleistungslinie PEP-Check informieren.

Bei PEP-Check handelt es sich um eine skalierbare Anti Money Laundering-Lösung an, die vollständig in die bestehende Systemarchitektur integrierbar ist und problemlos sowohl Account-Eröffnungen, Transaktionen als auch Kundenstämme zu überprüfen vermag.

Interessierte finden hier weiterführende Informationen. Gerne stehen wir auch für persönliche Gespräche bereit.

Verfasst von Hans Fischer um 10:42

15.05.2008

E-Mail aus dem Jahr 2050

... mit dem Betreff "Seid keine Netz-Neandertaler!", gelesen in der Zeit, geschrieben von der Schriftstellerin Juli Zeh und versehen mit einigen spannenden Visionen über die Zukunft des Internets, über Virtualität und unter anderem mit dieser Feststellung:

"(...) Als die ersten Züge fuhren, glaubten Eure Vorfahren, dass Reisende bei Geschwindigkeiten über 50 km/h dem Wahnsinn verfallen müssten, weil die menschlichen Sinnesorgane mit der Informationsflut nicht zurechtkämen. Nun glaubt Ihr eben, die neue Informationsflut im Internet werde den Menschen eines Tages isoliert, realitätsfern, soziopathisch, kurz: wahnsinnig machen. Warum ausgerechnet Kommunikation zur Vereinsamung führen soll, hat bis heute niemand verstanden."

Verfasst von Hans Fischer um 16:34

Finden in strukturierten und unstrukturierten Inhalten

Suchmaschinen für den Unternehmenseinsatz (Enterprise Search) gibt es einige. Über die grundätzliche Notwendigkeit (wir leben im Informationszeitalter!) haben wir im Blog oder auch im Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart" geschrieben.

Wirklich effizient sind Suchmaschinen im Unternehmenseinsatz, wenn strukturierte Daten (z.B. XML, Datenbanken) und unstrukturierte Daten (z.B. Word-Dokumente, E-Mail-Texte) gefunden und dargestellt werden können. So könnte eine Anfrage zum Beispiel auf einem Data Warehouse basieren und dann mittels vertiefter Recherche in der unternehmenseigenen Dokumentenablage, E-Mails oder ausgesuchten Internet-Seiten fortgesetzt werden. Die Resultate werden zweifelsohne gehaltvoller. Ausserdem geht das in Dokumenten kodifizierte Wissen von Mitarbeitern nicht verloren. Hand aufs Herz: Ohne entsprechende Suchmaschinenfunktion - oder äusserst diszipliniertes Content Management - werden die meisten Unternehmensarchive sonst sehr schnell zur Terra incognita.

Ps. Zum Thema noch der Hinweis auf die aktuelle Studie "Nur wenige Unternehmen dokumentieren ihr vorhandenes Wissen und verspielen damit viele Chancen" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.

Verfasst von Hans Fischer um 14:58

Zukunft gehört dem mobilen Web 2.0

... meinen die Marktforscher von Juniper Research. Der Branchendienst Ecin zitiert diese im Artikel "Großes Wachstum im mobilen Web 2.0":

"(...) wird der Markt für mobiles Web 2.0 und mobilen User-Generated-Content von 1,8 Mrd. US-Dollar in 2008 auf bis zu 11,2 Mrd. US-Dollar in 2012 emporschießen. Ian Chard von Juniper Research begründet dies mit der Entwicklung des Konsumenten zum Prosumenten. Das Mobiltelefon sei, so fährt er fort, durch seine ständige Erreichbarkeit die logische Erweiterung von sozialen Netzwerken und anderen Web 2.0-Anwendungen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:54

14.05.2008

Die Dynamik des ETF-Marktes

Seit den Pioniertagen ist Rolotec im ETF-Bereich tätig. Initiiert wurde dieser Tätigkeitsbereich durch die Entwicklung eines Kalkulators für die laufende Berechnung des indikativen Nettoinventarwertes für die ETFs der UBS (s. auch frühere Beiträge).

Anlässlich der Umstellung der Benchmark-Indices einiger ETFs auf MSCI Barra, informierten die SWX und UBS ETF über den stark wachsenden Markt mit diesen börsengehandelten Fonds.

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(Bildquelle: SWX/UBS ETF)

Der ETF-Umsatz an der SWX/SWX Europe steigert sich massiv. 2007 wurden insgesamt über CHF 28 Milliarden umgesetzt. Im April 2008 resultierte bereits wieder ein Plus von über 50 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat.

Als Markttrends nennt die UBS:

  • Entwicklung und Wachstum von Anlageprodukten/-programmen, die ETFs zur Steuerung des Beta einsetzen (stärkere Trennung zwischen Alpha und Beta)

  • Als Bestandteile von Core-Satellite-Strategien werden passive Instrumente/ETFs zunehmend als Basisbausteine im Produktvertrieb an institutionelle Kunden verwendet

  • Immer mehr institutionelle und private Anleger betrachten ETFs als nützliche Instrumente («Popularitätsbonus bei den Medien»)

  • Aufgrund regulatorischer Änderungen (OGAW III) investieren Anlagefonds mehr Geld in ETFs als in der Vergangenheit

  • Neben den rein passiven Indizes entstehen neue Indexformen (Fundamentalindizes, halbaktive Indizes usw.)

  • Morgan Stanley prognostiziert einen Anstieg des im Rahmen von ETFs verwalteten Vermögens auf über 2 Billionen USD im Jahr 2011.

Verfasst von Hans Fischer um 15:26

Warum geben Menschen ihre Daten preis?

Spiegel Online geht im Artikel "Tiefes menschliches Bedürfnis" der Frage nach, warum viele Menschen im Rahmen von Web 2.0-Anwendungen persönliche Daten scheinbar hemmungslos preisgeben. Eine Tatsache, die viele Marketingstrategien beeinflussen wird. Der Soziologie-Professor Nicholas Christakis erklärt im Spiegel-Interview:

"(...) die Vorstellung von Privatsphäre befindet sich gerade in einem Umbruch. Junge Leute finden es völlig in Ordnung, alle möglichen persönlichen Informationen ins Netz zu stellen, ihr Tagebuch mit der Welt zu teilen oder Fotos von sich zugänglich zu machen, aber es gibt durchaus Verhaltensweisen, die sie nicht akzeptabel finden, etwa dass sie jemand online auf Schritt und Tritt verfolgt. Dann kann man zwar zu ihnen sagen: Warte mal, du selbst hast schließlich dein ganzes Leben ins Netz gestellt! Aber sie beharren darauf, dass das nicht Teil der Abmachung war"
Weitere Artikel zum aktuell so angesagten Social-Aspekt finden sich hier.

Verfasst von Hans Fischer um 13:39

13.05.2008

"Semantische Suchmaschine gestartet" ....

... titelt heise online, verweist auf Powerset und schreibt:

"(...) Die Startup-Firma Powerset aus San Francisco hat am Montag erstmals ihre Suchmaschine im Internet angeworfen. Der Start des Dienstes wurde seit Monaten erwartet, über die Erfolgschancen des wechselweise als "Google-Killer" oder Übernahmeziel für Microsoft gehandelten Dienstes bereits in zahlreichen US-Medien spekuliert."
Bei allem Respekt: Vom "Google-Killer" ist Powerset noch sehr weit entfernt. Nach einigen Testsuchläufen könnte man zudem den Eindruck bekommen, dass auch die Semantik bisher ziemlich bedeutungslos sei.

Weiterführende Informationen und Links zum Semantic Web finden sich unter anderem hier.

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

09.05.2008

Software ersetzt menschliche Schreibkunst

Man fragt sich, ob dieser Beitrag nicht eher in die Blogkategorie "Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht" gehört? Financial Times Deutschland schreibt im Artikel "Ein Mann sieht Code":

"Philip M. Parker, 47, Professor an der Wirtschaftshochschule Insead, hat ein Computerprogramm erfunden, das automatisch Inhalte verfassen kann."
Etwas konkreter:
"(...) Parker füllt ein paar Masken aus, und wie von Geisterhand erscheinen Tabellen, Grafiken, Textbausteine, die sich von selbst in Word kopieren und formatieren. (...) das Schreiben selbst ist aber eine Sache von Minuten."
Wie gesagt, wenn man die Sache weiterdenkt (oder liest), stellt man sich mitunter die einleitend erwähnte Frage. Andererseits hat auch die Meinung von Schriftsteller und Sprachbloggeur P.J. Blumenthal ("Der Neue und der Alte") etwas an sich:
"(...) Genau genommen, ist er ein Verwerter von "Daten“, die sonst keine Verwendung mehr finden. Sie wissen, was Daten“ sind, oder? Es sind quasi die Abfälle des Informationszeitalters. Wenn man im Zustand des Informationsüberflusses lebt (wie wir es tun), so türmen sich die überflüssigen Fakten wie wahre Müllberge. Philip M. Parker ist einer der ersten, der entdeckt hat, dass man "Daten“ ebenso "recyclen“ kann wie alte Milchkartons und sonstige Verpackungen, Essensreste usw."

Verfasst von Hans Fischer um 16:29 | Kommentare (1)

Virtueller Friedhof als Social Network

Wer den Titel gelesen hat, wird die Stirn in Falten gelegt haben. Die Sache ist laut Internet World Business ("Tribute: Social Networking für Tote") aber todernst und wurde vom Monster-Gründer initiiert:

"(...) Jeff Taylor geht im Juni mit einer Social-Networking-Plattform für Verstorbene an den Start. Aktiv werden sollen aber natürlich die Hinterbliebenen, die dem Toten im Netz eine Gedenkstätte errichten. Geplant ist nicht nur, dort Traueranzeigen zu veröffentlichen, sondern auch eine Datenbank zu integrieren, in der nach Informationen über Verstorbene recherchiert werden kann. Hauptgeldgeber der Plattform ist das 'Wall Street Journal'."
Wenn sogar die Toten in den Social Networking-Fokus geraten, sollte eine Information über Möglichkeiten von vitalem Interesse sein. Sie finden diese u.a. im Beitrag "Nachhaltiger Erfolg nur mit Social Networking" oder im Kontext mit weiteren Web 2.0-Aspekten im Artikel "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0".

Verfasst von Hans Fischer um 10:58

05.05.2008

"Community = Vertrauen = Verkauf" ...

... titelt ECIN und schreibt über Preisvergleichsseite eDrugSearch.com, respektive über die positiven Effekte nach der Einführung von Community-Funktionen:

"(...) Mit der Community-Funktion bekommen Besucher auf eDrugSearch.com die Möglichkeit Medikamente und Apotheken zu bewerten sowie Einschätzungen zu verfassen oder zu lesen. Zudem können sie neueste Veränderungen in den Verordnungen der US Food and Drug Administration, den Medikamentenpreisen und anderen Neuigkeiten in Bezug auf Medikamentenbehandlungen einsehen. Ein Austausch der User untereinander über Behandlungen und Erfahrungen mit Medikamenten kann aber auch ganz direkt stattfinden."
Das Potenzial von Communities (resp. Social Networking) haben wir unter anderem in den Beiträgen "Konsumenten-Vernetzung & Unternehmer-Pflicht" oder "Kundenvertrauen 2.0" beschrieben.

Seit längerer Zeit eine Vorreiterrolle spielen diesbezüglich Hotelbewertungsangebote wie Cooleferien.com, HolidayCheck.de, Hotelcheck.de, Hotelkritiken.de, Travel-and-guide.de, Votello.de, Trivago.dehotelkritiken.de oder TripAdvisor. Wie eine Studie des Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH Anfang Jahr ergeben hat, sind die Onlinerezensioinen beim Management aber nicht beliebt:

"(...) Nur 30 Prozent der Hotelmanager klicken regelmäßig durch die Bewertungsportale, um die jüngsten Bewertungen ihrer Häuser in Erfahrung zu bringen."
Nun, diese Haltung wird sich zwangsläufig ändern.

Verfasst von Hans Fischer um 10:29

Nach Second Life - Büros werden virtuell(er)

Wie künftige Bankkunden virtuelle Welten nutzen könnten, haben wir unter anderem im Fachartikel "Drei Thesen zum Bankkunden von morgen" (Netzguide IT in Finance 2007) beschrieben.

Dass die von vielen Unternehmen in Second Life (s. frühere Postings zum Thema) getesteten Möglichkeiten nun in den Intranet-Bereich Einzug halten, erstaunt wenig. BusinessWeek schreibt dazu im Beitrag "The (Virtual) Global Office", dass Second Life als Marketingplattform viele Unternehmen enttäuscht habe, virtuelle Welten aber hervorragende Möglichkeiten im unternehmensinternen Bereich - z.B. für Ausbildung, interne Kommunikation, Personalrekrutierung - bieten würden.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34

02.05.2008

Visualisierte Viren, Würmer und Trojaner

CIO zeigt im Artikel "Das Gesicht von Viren" visualisierte Schädlinge und schreibt:

"Viren und Trojaner treten auf dem Betriebssystem normalerweise unsichtbar in Erscheinung. Der Computerkünstler Alex Dragulescu visualisierte erstmals diese PC-Eindringlinge: Er gab die vom IT-Dienstleister Message Labs bereitgestellten Quellcodes in ein selbst entwickeltes Computer-Programm ein. Heraus kam ein bunter Strauß an dreidimensionalen Objekten."

myDoom_visualisierung.jpg
(Der Rekord-Wurm MyDoom; Bildquelle: CIO)

Verfasst von Hans Fischer um 14:38

Gutenberg, Berners-Lee, Denkpause und die Suche

Im Newsreader hat sich über Auffahrt wortwörtlich Wissenswertes angesammelt. Ein (selten genug) lesenswerter Artikel über den Internet-Erfinder Tim Berners-Lee in der Rhein-Zeitung ("Web 2.0 ist ein alter Hut") beginnt mit folgenden Worten:

"Mit der Druckpresse des Johannes Gutenberg konnte man vor 550 Jahren erstmals Wissen schnell kopieren. Mit dem World Wide Web (WWW) des Tim Berners-Lee kann man es so einfach mit­ein­ander ver­knüp­fen, dass jeder daraus schlau werden kann. Kein Wunder also, dass der Brite Berners-Lee gele­gent­lich mit dem Mainzer ver­gli­chen wird, auch wenn sich sein Netz erst seit 15 Jahren rund um den Globus spinnt."
Die von Gutenberg und Berners-Lee so stark beeinflusste Wissensarbeit stösst aber an Grenzen. Pressetext schreibt dazu im Artikel "Denk-Pause für Wissensarbeiter":
"(...) Wissensarbeiter sind heute mit allen Methoden und elektronischen Werkzeugen ausgestattet um für andere in einer möglichst geringen Zeitspanne einen hohen Nutzen zu erbringen. Eingebettet in Meeting-Strukturen, zugeschüttet mit E-Mails und festgenagelt in fix programmierten Workflow-Prozessen laufen wir in Organisationen Gefahr intelligente Menschen zu überzüchteten "Wissensfließbandarbeitern" zu degradieren."
Und damit Wissensarbeiter ("Mitarbeiter, der mit Informationen, Ideen und Fachkenntnissen arbeitet", onpulson.de) arbeiten - effizient sein können, werden die Ansprüche an eine bestimmte Anwendung immer grösser: Die innerbetriebliche Suchmaschine. KM World schreibt dazu in "Whither Enterprise Search?":
"(...) Sue Feldman from IDC conducted a study called "The Hidden Costs of Information Work" This study revealed that knowledge workers spent the bulk of their time searching for, analyzing and assembling information. This process is incredibly inefficient. Workers must locate information in disparate systems, analyze it using various application interfaces and then compile the relevant and related pieces."
Moderne Suchsoftware verhindert solche Infeffizienz, kann mit strukturierten und unstrukturierten Daten umgehen, diese sinnvoll aggregieren, Muster erkennen und Beziehungen visualisieren. Zu viel Information auf ein Mal? Gerne zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten konkret und unverbindlich.

Verfasst von Hans Fischer um 10:12