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30.04.2008

Update zu Finance 2.0

... respektive zum Beitrag von gestern über die Web 2.0 Expo. Die Welt fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Expo und des aktuellen Web 2.0-Geschehens im Artikel "Das Web 2.0 ist aktueller denn je" zusammen und schreibt:

"(...) Kaum einer mag den abgedroschenen Begriff Web 2.0 heute noch verwenden. Doch das sogenannte Mitmach-Internet ist bedeutender denn je, wie ein Besuch der "Web 2.0 Expo" in San Francisco zeigt: Das Internet vernetzt Unternehmen und Kunden in bislang unbekanntem Ausmaß."
Oder in Kurzform: Wer es ignoriert, verliert.

Verfasst von Hans Fischer um 09:15

29.04.2008

Neues zu Finance 2.0

Die Presse.com schreibt im Artikel "Web 2.0 steht erst am Beginn" über die Web 2.0 Expo vergangene Woche in San Francisco unter anderem über den Finance 2.0-Bereich. Erwähnt sind Wesabe (kollektives Wissen für bessere individuelle Anlageentscheide) und Prosper.com (Kreditvermittlungsplattform von und für User).

Communities können für Banken eine gewisse Rolle spielen, vor allem bei der Kundengewinnung und -akquisition. Der öffentlich-transparente Gemeinschaftsgeist kollidiert aber auch mit regulatorischen und strategischen Rahmenbedingungen. Web 2.0-Anwendungen entfalten ihre positive Wirkung denn vor allem im internen Bereich als Wissensmanagement- und Kommunikations-Katalysatoren.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 14:35

"a digital lifestyle - leben und arbeiten mit social software"

... heisst das von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg publizierte Buch, das in der Online-Version kostenlos zur Verfügung steht. Wie dem Inhaltsverzeichnis entnommen werden kann, bietet das Buch neben Lifestyle-Aspekten auch Themen wie "social software im wissensmanagement 2.0" oder "wikis - die wissensmanagement-lösung".

Weiterführende Information zur Thematik findet sich im Roloblog und im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 10:20

28.04.2008

Web 2.0-Nachhilfe für Lehrer

Golem.de nimmt ein wichtiges Thema auf: Die massiv erhöhte Technologie- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen ("Lehreraufklärung: So funktioniert das Web 2.0"):

"(...) Schülerstreiche sind heutzutage immer häufiger elektronischer Natur. Um die Lehrer zu wappnen, hat der Verbund Europäisches Schulnetz (EUN) - ein Zusammenschluss von 28 europäischen Bildungsministerien - eine Internetseite namens teachtoday.eu ins Leben gerufen."
Andererseits hilft die Site beim Unterricht und soll Kindern und Jugendlichen zudem die notwendigen Fähigkeiten vermitteln, damit sie die Internet-Angebote sicher nutzen und vor möglichem Schaden bewahrt bleiben.

Verfasst von Hans Fischer um 13:28

Was kommt nach den heutigen Suchmaschinen?

... oder in den Worten von TechCrunch: "Is Keyword Search About To Hit Its Breaking Point?" Eine absolut zentrale Frage. Denn, obwohl es nicht ständig geschrieben wird, funktionieren Web 2.0, Wissensmanagement, Wissensmanagement 2.0, das Internet und immer mehr Intranets nur, wenn eine fallweise passende Suchmaschine zur Verfügung steht. Welche Nachhaltigkeit haben Grafiken, Abhandlungen, Analysen, Aktennotizen oder CRM-Bemerkungen, wenn sie nicht mehr gefunden werden? Keine. Eine gute Suchmaschine verhindert diese - in Arbeitsstunden gemessen - unendlich teuren Verluste.

In besagtem Artikel wird der Fakt beschrieben, dass die auf der Eingabe von Schlüsselwörtern basierenden Suchmaschinen wie Google der stetig wachsenden Datenmenge und auch den gestiegenen Anforderungen der Suchenden kaum mehr gerecht werden können. Keyword-Search generiere Heuhaufen und nicht die eigentlich benötigten Nadeln darin als Resultate, schreiben die Autoren.

Pauschal gilt diese Aussage sicherlich nicht. Als Enterprise Search-Spezialist wissen wir um die unterschiedlichen Anforderungen im Unternehmensbereich. Während eine "normale" Indexsuche in einem Fall optimal sein kann, braucht es anderenorts semantische Funktionalität, die Aggregation von strukturierten und unstrukturierten Daten oder die enge Verknüpfungen mit Business Intelligence-Anwendungen.

Wie die Keyword basierte Suche abgelöst werden könnte, zeigt nachfolgende Grafik:

keyword-search-slide.png
(Bildquelle: TechCrunch)

Wer meint, der aktuelle Marktführer schaue der Entwicklung tatenlos zu, irrt sich natürlich. Passend zum Thema der heutige Beitrag "Google’s Vision of the Future of Image Search" vom Search Engine Journal.

Verfasst von Hans Fischer um 10:40

25.04.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit der Hosen-Tastatur von Yanko Design; gesehen bei ZDNet.de ("Designer entwerfen Hosen mit eingenähter Tastatur").

keyboardhose.jpg
(Bildquelle: ZDNet.de)

Verfasst von Hans Fischer um 14:45

«Capitol»-Neubau im Hochparterre

Der Architekturwettbewerb des Neubaus «Capitol», dem künftigen Unternehmenssitz der Rolotec AG, wird in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins Hochparterre ausführlich beschrieben und visualisiert.

Die bisherigen Beiträge über den Neubau an bester Passantenlage im Zentrum von Biel, über die Geschichte des Areals oder die Mietmöglichkeiten (max. 870 m2) von Gewerbefläche finden sich hier.

capitol_ biel_s.jpg
(Bildquelle: Sollberger Bögli Architekten)

Verfasst von Hans Fischer um 08:44

24.04.2008

Wikis in Unternehmen

Dass Wikis in Unternehmen wertvolle Dienste leisten können, haben wir vor zwei Jahren schon geschrieben ("Social Software im Untenrehmen"), seither immer mal wieder in Erinnerung gerufen (z.B. "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt") und selbstverständlich auch selber angewendet - in Intranet und Internet ("WM 2.0-Wissensmanagement Wiki").

Echo Online bringt im Artikel "Teamleistung zählt mehr als persönliche Erfolge" Erfahrungsberichte deutscher Unternehmen mit ein und endet mit der Idealvorstellung:

"(..) Während der Informationsaustausch entlang der Hierarchien oft langsam und fehleranfällig ist, kann ein Unternehmens-Wiki direkt in den Arbeitsablauf der Mitarbeiter integriert werden. Im Idealfall verbessert jeder einzelne permanent sowohl die Struktur, als auch die Inhalte der Informationsplattform."

Verfasst von Hans Fischer um 10:22

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

Telekurs Financial Information (TKF) macht auf diverse Änderungen der Marktdaten-Produkte aufmerksam. Die gesamte Liste können Sie als PDF in Deutsch oder PDF in Englisch herunterladen

Verfasst von Hans Fischer um 09:20

23.04.2008

Der Social Content Spitze

Social Content, von Usern erarbeitete Inhalte für die Web-Gemeinschaft, ist wichtiger Bestandteil der Web 2.0-Erfolgsgeschichte. Welche Höhen - respektive Niederungen - solcherlei soziales Publizieren erreichen kann, beschreibt Spiegel Online im Artikel "Meine Freundin hat die Katze geköpft". Es geht um die französische Seite Vie de merde und von Usern geschriebenen Texten wie diesem:

"Ich habe heute zwei SMS von meiner Freundin bekommen. In der ersten teilte sie mir mit, dass alles aus ist. In der zweiten, dass sie sich mit dem Adressaten vertan hat. Scheiß Leben."

Verfasst von Hans Fischer um 13:56

22.04.2008

Nachhaltiger Erfolg nur mit Social Networking

Laut Forrester Research werden Web 2.0-Anwendungen und insbesondere Social Networking zu den wichtigsten Anforderungen für die Unternehmen überhaupt ("Forrester: Social networking will be biggest enterprise 2.0 priority by 2013; Smaller businesses reticent"). ZDNet hat die Forrester-Studie illustriert, beschrieben und als Kernaussage festgehalten:

"(...) In Forrester’s view, the key hallmark of Web 2.0 is efficiency for end users, and the ultimate goal is to use technology like Ajax, rich Internet applications, blogs, wikis, and social networks to foster productive, advantageous behavior among employees, customers, partners, and other networks such as Social Computing, the Information Workplace, and collective intelligence."

Die Investitionen in Web 2.0-Awendungen werden sich laut Forrester Research bis zum Jahr 2013 verzehnfachen:

FR_web20.jpg
(Bildquelle: Forrester Research)

Erklärungen zu Begriffen wie RSS, etc. finden sich unter anderem im Wissensmanagement-Wiki.

Verfasst von Hans Fischer um 10:05

21.04.2008

Collaboration, E-Learning und Portale

"Collaboration und E-Learning setzen sich durch", titelt CIO und schreibt:

"(...) Durch den Einsatz von Collaboration, E-Learning und Portalen können Unternehmen eine Reihe von Zielen erreichen: Sie sparen Reisezeit und -kosten und ermöglichen ein räumlich und zeitlich unabhängiges Arbeiten. Zudem treffen so Menschen aufeinander, die sonst nur schwer zusammenzubringen wären. Die neuen Formen der Zusammenarbeit können außerdem inhaltlich und funktional auf individuelle Anforderungen eines Mitarbeiters oder Teams zugeschnitten werden."
Kommen natürlich viele weitere Aspekte des Wissensmanagements - resp. Wissensmanagements 2.0 - dazu, wie wir sie u.a. in der entsprechenden Blogkategorie regelmässig beleuchten.

Weitere Beiträge zum Thema:

Verfasst von Hans Fischer um 09:57

18.04.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem USB-Hamster, erhältlich bei getDigital.de für € 29.90. Je schneller man tippt, desto schneller rennt der Hamster. Jö.

usb-hamster.jpg
(Bildquelle: getDigital.de)

Verfasst von Hans Fischer um 16:39

Abstrafung von Websites durch Google

Schliessen wir unsere kleine Google-Trilogie mit dem Beitrag "Checkliste: Wann Google Websites abstraft" von Internet World Business ab.

Die Sanktionen werden unterschieden in Abstrafung (Penalty) und Ausschluss (Ban). Bei der Abstrafung wird der Index negativ beeinflusst und die Website findet sich weiter hinten in den Trefferlisten. Beim Ausschluss wird die Site ganz aus dem Index gestrichen und erscheint auf den Suchresultatseiten nicht mehr.

Als häufigste Ursachen für Sanktionen nennt Internet World Business:

Weiterführende Informationen zum Thema Suchmaschinenoptimierung finden sich unter anderem bei Wikipedia.

Verfasst von Hans Fischer um 13:45

Update zu den Google Quartalszahlen

"Google meldet sich zurück", titelt Spiegel Online und schreibt:

"(...) Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber steigerte seinen Nettogewinn im ersten Quartal um 31 Prozent und verdiente 1,31 Milliarden Dollar. Noch bessere Zahlen zeigte das Unternehmen beim Umsatz, der im Vergleich zum Vorjahr sogar um 42 Prozent auf 5,19 Milliarden Dollar kletterte."
Nix da mit Google-Krise, wie das im Vorfeld, unter anderem auch im Beitrag gestern, zu lesen war. Bezüglich der erwähnten Klickraten schreibt der Spiegel:
"(...) Doch die für Googles Erlöse entscheidende Zahl der bezahlten Klicks auf Suchanzeigen stieg im ersten Quartal um rund 20 Prozent. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr deutlich."

Verfasst von Hans Fischer um 08:50 | Kommentare (1)

17.04.2008

Monopoly der Neuzeit - Googolopoly

Internet World Business macht auf Googolopoly aufmerksam und schreibt:

"(...) Nach Herzenslust darf man Google-Aktien benutzen, um andere Firmen aufzukaufen und sich so die Weltherrschaft im Internet zu sichern. Doch Vorsicht. Wer in der Börsencrash-Falle landet, wird das ganze Imperium auch ganz schnell wieder los."
Die Spielvorlage kann als PDF heruntergeladen werden.

Googolopoly.jpg
(Bildquelle: Googolopoly.pdf)

Apropos Google: Heute nach Börsenschluss legt Google die Quartalszahlen vor. Manager Magazin Online schreibt dazu im Vorfeld: "Google: Klickrate bricht ein".

Verfasst von Hans Fischer um 09:05

16.04.2008

Geschlechterspezifischer Passwort-Umgang

Nach den sexualhormongesteuerten Börsenhändlern eine nächste Studie ohne Gewähr: In "Studie: Frauen verraten Passwörter eher als Männer" schreibt ZDNet Security:

"(...) In einer vom Veranstalter der gleichnamigen Konferenz Infosecurity Europe durchgeführten Studie wurden 576 Probanden in einem Interview aufgefordert, den ihnen völlig unbekannten Interviewern Passwörter zu nennen. (...) Insgesamt 21 Prozent der Befragten verrieten ihr Passwort, ohne zu zögern. Bei den Frauen betrug der Anteil 45 Prozent, bei den Männern 10 Prozent."

Verfasst von Hans Fischer um 16:41

Die Datenmenge aller jemals gesprochenen Worte

... auf der Erde beträgt 5 Exabyte. Was wie viele Exa-, Peta-, Tera-, Giga-, Mega- oder Kilobyte umfasst, beschreibt der Physiker John Baez unter dem Stichwort "Information".

Und falls Sie auf den Geschmack von grossen Zahlen gekommen sind, findet sich nachfolgend die Visualisierung von 315 Milliarden Dollar.

Angefangen bei einem einzigen ...

1$.jpg

... über 9 Millionen davon ...

9 mio$.jpg

... und aufgehört bei 315'000'000'000 ...

315mrd$.jpg
(Bildquelle: A Little Perspective on 315 Billion Dollars)

Tipp: Ganz unten rechts befinden sich Mensch und Auto ;-)

Verfasst von Hans Fischer um 10:35

15.04.2008

"Ein Sexualhormon steuert die Börse"

... schreibt die Welt und vermittelt für einmal einen anderen Blick auf die Börsenwelt, die wir vor allem als Finanzsoftware-Hersteller kennen. Die ach so menschliche Betrachtungsweise kommt zum Schluss:

"(...) Männliche Broker werden von ihrem Testosteron-Spiegel getrieben: Britische Forscher haben jetzt herausgefunden, dass ein hoher Wert des männlichen Sexualhormons für steigende Gewinne sorgt. Doch bei zuviel Testosteron werden aus den Gewinnern große Verlierer – und ein anderes Hormon übernimmt die Kontrolle."
Damit das Testosteron nicht überbordet, entwickeln wir seit vielen Jahren u.a. Software für Profi-Display-Produkte oder Online-Börsenkurzanzeigen für Banken und Medienhäuser.

Ps. Es ist uns selbstvertändlich klar, dass auch Börsenmaklerinnen sehr erfolgreich sind; nur waren sie nicht Thema der Studie der Universität Cambridge.

Verfasst von Hans Fischer um 10:37 | Kommentare (2)

14.04.2008

"Näher beim Kunden mit Web 2.0"

... titelt InfoWeekOnline und schreibt über das Grundsätzliche:

"(...) Dass es sich bei Web 2.0 nicht nur um einen PR-lastigen Hype wie um Second Life handelt, unterstreicht auch Gartner in einer aktuellen Studie: Die Analysten bewerten Web-2.0-Technologien in ihrem «Hype Cycle 2007» als Top-IT-Thema der nächsten Jahre."
Es folgt die - in diesem Blog oder im WM 2.0-Wiki schon oft gemachte - Verknüpfung von Web 2.0 und Wissensmanagement (zu Wissensmanagement 2.0):
"(...) Unternehmen stehen kontinuierlich vor der Aufgabe, Informationen und vor allem Wissen besser zu vernetzen. Vorausschauende Unternehmen wollen darüber hinaus das Wissen ihrer Mitarbeiter langfristig erhalten. (...) Bislang schlummert solches Know-how in Köpfen, Ablagen, Meeting-Protokollen und E-Mail-Archiven der Experten jeweiliger Abteilungen. Das Wissen ist streng hierarchisch und an Personen gebunden abgelegt. Der direkte Zugriff für andere ist nicht möglich. Der Einzelne hat die Wissenshoheit. Wer dieses Wissen braucht, muss zum Telefonhörer greifen oder eine E-Mail schreiben – sofern er überhaupt weiss, wer über das Wissen im Unternehmen verfügt. Einen Ausweg versprechen Web-2.0-Technologien und webbasierte soziale Netzwerke."
Und für die Skeptiker noch folgende Passage:
"(...) Wie hätte man wohl vor zehn Jahren auf folgende Wette reagiert? «Ich wette, dass in den nächsten zehn Jahren eine lose Web-Community die gesamte Encyclopaedia Britannica (und noch mehr) quasi ohne Budget und ohne zentrale Erfolgskontrolle im Web mittels einer recht simplen Technologie abbilden und kontinuierlich weiterentwickeln wird.» Das Beispiel Wikipedia veranschaulicht die Kraft der Veränderung, die darin liegt, Nutzermassen in Entwicklungsprozesse zu involvieren und diese so durch Nutzer lenken zu lassen. Diese Kraft wird in vielen Bereichen Auswirkungen haben."

Verfasst von Hans Fischer um 09:02

11.04.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem solarenergiegekühlten Tropenhelm von Hammacher Schlemmer für heisse $49.95.

solarhut.jpg
(Bildquelle: Hammacher Schlemmer

Verfasst von Hans Fischer um 13:45

Kommunikation & Internet in 15 Jahren

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat die Delphi-Studie "So kommunizieren wir in 25 Jahren" (PDF-Download) publiziert. Eine wichtige Erkenntnis der befragen 400 Experten:

"Vieles sei technisch machbar, sagen die Experten, aber nicht alles sei auch wünschenswert."
Die wichtigsten Eckpfeiler hat der Branchendienst heise online zusammengefasst.

Verfasst von Hans Fischer um 11:20

Nachtrag zum ECM forum 2008

... wie versprochen: Neben interessanten Lösungspräsentationen, verteilt über den ganzen Tag, boten insbesondere die beiden Panels am Nachmittag Substanz. Das deutschsprachige Panel "WM Studie deutschsprachiges Europa 2008" basierte auf Zwischenergebnissen der (von Rolotec unterstützten) Online-Umfrage, die noch bis am 25. April läuft. Die Essenz: 55 Prozent der Befragten betreiben aktiv Wissensmanagement, 15 Prozent planen entsprechende Massnahmen und 35 Prozent haben nichts in Planung. Als wichtigste Anforderung gilt der notwendige kulturelle Wandel in den Unternehmen oder Organisationen. So brauche es die Unterstützung von den Führungsspitzen genauso, wie die grundlegende Bereitschaft der Belegschaft, Wissen zu teilen. Peter Dahinden von KPMG Ltd. brachte in die Diskussion ein, dass eine neue Generation an Mitarbeitenden in die Berufswelt einsteige, die mit Web 2.0-Anwendungen sehr vertraut und in ständigem Kontakt mit ihrem social network sei. Die grundsätzliche Bereitschaft, Wissen zu teilen, sei diesbezüglich sicherlich nicht (mehr) das Problem - dafür rückten nun Sicherheitsprobleme und Regulationsfragen in den Vordergrund.

Das zweite Panel widmete sich internationalen Trends. Zentrales Themen neben Unternehmenskultur war u.a. die Messbarkeit von Wissensmanagementmassnahmen. Während Yvonne Ackermann von Ernst & Young meinte, grössere Investitionen in diesen Bereich würden wenig Sinn machen, hielt Dr. Geoff Turner von der European University Cyprus entgegen, dass unbedingt und zwingend in Bewertungsmöglichkeiten investiert werden müsse: "Wenn Wissensmanagement als strategische Anforderung definiert wird, muss auch eine Bewertung stattfinden." Das wäre sonst wie ein Mensch, der einen Marsch beschliesse, während des Laufens aber nicht feststellen könne, in welche Richtung er ginge, hielt Turner fest. Dr. Ashof Jashapara von der Royal Halloway University of London bezeichnete Balanced Scorecards als mögliches Mittel im sehr schwierigen Bereich. Jashapare erklärte zudem die Visualisierung von Wissen, respektive von aggregierter Information als wichtigen Zukunftstrend.

Verfasst von Hans Fischer um 10:53

09.04.2008

ECM forum 2008

Morgen besuchen wir das ECM forum 2008 im Kongresshaus Zürich. Das Programm wartet u.a. mit zwei wohl klingend angekündigten Panel-Gesprächen mit Wissensmanagement-Fokus auf. Mehr - wenn's denn wirklich so wohl klingt, wie angekündigt - am Freitag.

Apropos: Die Definition von ECM lautet gemäss Wikipedia:

"Enterprise-Content-Management (ECM) umfasst die Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen im Unternehmen."

Verfasst von Hans Fischer um 17:50

Konsumenten-Vernetzung & Unternehmer-Pflicht

Im Fachartikel "Blind ist, wer Web 2.0 keine Beachtung schenkt" (2007) haben wir geschrieben:

"(...) Dass das Internet die Kraft hat, mittels Vernetzung die Märkte und das Konsumverhalten zu beeinflussen, wurde bereits 1999 von den erfassern des berühmten «Cluetrain Manifesto» prophezeit."
Der starke Einfluss von Web 2.0-Aspekten auf das Konsumverhalten wurde im Fachartikel "Drei virtuelle Thesen zum Bankkunden von morgen" aus Finanzbranchen-Sicht erläutert.

Im Artikel "Social Commerce - Das Netz-Kaufhaus" bezieht sich Manager Magazin Online heute ebenfalls auf die Cluetrain Manifesto-Aussagen und hält ganz grundsätzlich fest:

"(...) So wie sich das Internet von der ersten Version zum Web 2.0 entwickelte, verändert sich nun auch das Einkaufen im Netz. Der Kunde wird vom passiven Nutzer zum Berater, Verkäufer oder gar Produzenten. Klick für Klick ergreift er die Macht und stellt damit die herkömmlichen Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Kunden auf den Kopf."
Die Unternehmensverantwortlichen sind in der Pflicht - ausser ...

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(Bildquelle: Uni Giessen)

Verfasst von Hans Fischer um 09:23

08.04.2008

Virtuelles Recht

Roloblog berichtet regelmässig über verschiedene Aspekte virtueller Welten. Abgesehen von der leidigen Abmahnerei in Nachbarländern geht der Aspekt Recht in virtuellen Welten oft vergessen. Diesem Thema hat sich laut heise online die Virtual Law Conference jüngst gewidmet. heise schreibt im Artikel "Virtual Law: Was ist Recht in virtuellen Welten?" über die Erkenntnisse.

Ähnliche Thematiken behandeln die heutigen Artikel "Soziale Netzwerke im Visier der Kriminellen" von heise online und "Soziale Netzwerke sind jetzt Unterrichtsfach" von Welt Online.

Verfasst von Hans Fischer um 16:28

07.04.2008

Financial Blogs

BusinessWeek beschreibt im Artikel "Financial Blogs: The Best of the Bunch" die vielfältige, englischsprachige Finanzblogger-Szene und nennt konkrete Tipps im jeweils inhaltlichen Kontext.

Im deutschsprachigen Raum ist das Angebot weniger üppig. Viele Finanz-, Aktien- oder Anlegerblogs publizieren während einigen Wochen oder Monaten und verschwinden dann wieder. Ausdauernd waren bisher unter anderem die Schweizer Blogs Finanzblog und Philipp Vontobel Investment Blog sowie die deutschen Pendants Aktien-Blog, Börsennotizbuch oder Börsenweblog.

Verfasst von Hans Fischer um 10:20 | Kommentare (1)

03.04.2008

"Auf dem Weg zum Hypernet"

Auf die Schnelle einen Hinweis auf einen kompakten und spannenden Beitrag zur Internet-Zukunft: "Auf dem Weg zum Hypernet". Don Tapscott, Bestsellerautor und Managementberater, erklärt:

"(...) Das alte Internet drehte sich um Websites, Klicks und passives Zuschauen. Es diente lediglich der Informationsbeschaffung und glich in vielen Bereichen den alten einseitig übertragenden Medien als dem modernen interaktiven Web. Mit der Vervielfachung der Rechenleistung und der Nutzerzahlen stehen nun einfach anzuwendende Werkzeuge zur Verfügung, sodass sich das Internet zu einem globalen, lebendigen Computer entwickelt, den jeder Nutzer praktisch selbst programmieren kann."
Die Auswirkungen - unter anderem auf Userverhalten, Marketing oder Geschäftsmodelle - sind enorm.

Verfasst von Hans Fischer um 09:33

02.04.2008

Kurzblogpause ...

... schweizermilizarmeesystemabwesenheitsbedingt bis nächsten Montag. Aus diesem Grund erscheint das "Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht" bereits heute und im inhaltlich adäquaten Kontext:

schweizer+armee.jpg
(Bildquelle: Lupe, der Satire Blog)

Verfasst von Hans Fischer um 16:18

Internetkrankheit Cyberchondrie

Das Web hat viele Facetten. Widmen wir uns heute der Cyberchondrie. Laut einem Fach-Glossar handelt es sich dabei um:

"(...) hypochondrische Ängste die durch das ständige Stöbern in Internet Krankheitsseiten geschürt werden und entstehen. Als Variante der Hypochondrie, die psychiatrisch als psychische Störung angesehen wird."
In "Hypochonder und das Netz: Krank durch und im Web" nimmt heise online das Internet-Krankheitsbild auf und schreibt:
"(...) Das Web ist dabei nicht nur die perfekte Fundgrube für Hypochonder, manchen macht es erst zum eingebildeten Kranken. So könnten die vielen Krankheitsgeschichten im Netz auch Ängste bei Menschen wecken, die sich bisher keine übermäßigen Gedanken über ihre Gesundheit machten, sagt Bleichhardt. Das beobachtet auch Prof. Detlev Nutzinger, der in einer Klinik in Bad Bramstedt Betroffene behandelt. "Das Problem ist ja, dass Laien zwar unglaublich viele medizinische Informationen im Netz bekommen, ihren Wahrheitsgehalt aber kaum einschätzen können. Das verunsichert viele."
Es gibt eine Reihe so genannter Internetkrankheiten. Über Ego-Surfing, Blog Streaking, Wikipediholism & Co. gibt u.a. 3sat Auskunft.

Verfasst von Hans Fischer um 10:51

01.04.2008

Zum 1. April

... kein Scherz. Nein. Dafür aber Hintergründe zum Scherztag. Die Welt schreibt in "Das Lügen gehört zum Leben":

"(...) Kein Mensch weiß, woher der Brauch vom 1. April stammt. Eine Anekdote immerhin, die man in dem Zusammenhang hört, klingt zumindest schön: Heinrich der IV., im 16. Jahrhundert Schürzenjäger und König von Frankreich, soll einst von einer unbekannten 16-jährigen Schönen zu einem Rendezvous in ein diskretes Lustschloss gelockt worden sein. Als der Monarch am Abend, es war der 1. April, die Freitreppe zum Palais hinangeeilt sei, erotisch aufgeladen, habe dort – „Überraschung“ – sein ganzer Hofstaat gestanden, angeführt von Heinrichs Gemahlin persönlich. Allesamt hoch vergnügt und mit der Begrüßung: „Willkommen zum Narrenball“."
Weitere mögliche Erklärungen laut Wikipedia:
  • Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht.
  • Ein weiterer möglicher Ursprung des Brauchs ist auf ein Ereignis während des Achtzigjährigen Krieges in Holland zurückzuführen. Der verhasste, auf Burg Brill in Holland residierende spanische Statthalter Fernando Álvarez de Toledo, wurde an einem 1. April in Abwesenheit - auch seiner Hausmacht - von Freibeutern / Likedeelers vertrieben. In Holland „drehte man ihm daraufhin eine Nase“, was sich bis heute in den holländischen Geschichtsbüchern manifestiert: „Am 1. April verlor Alba sein Brill!“
  • Der 1. April gilt, je nach Überlieferung, als Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot, der Jesus Christus verraten hatte. Zudem sei der 1. April angeblich der Tag des Einzugs Luzifers in die Hölle und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse.
  • Auch das bekannte Aprilwetter („April, April, der tut was er will“) wird als Erklärung herangezogen.
An der Spitze der "Top 100 April Fool's Day Hoaxes Of All Time" steht übrigens ein Schweizer Scherz: Die Schweizer Spaghetti Ernte.

Wie gewohnt, platzieren viele Zeitungen und Magazine Aprilscherze in den Print- und Onlineausgaben. Viel Spass bei der Suche.

Verfasst von Hans Fischer um 09:54