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31.03.2008

"Die Welt ist eine Google"

Ein Stück Zeitgeschichte "Die Welt ist eine Google" von 3Sat; zu sehen bei Youtube:


(Quelle: Youtube)

Verfasst von Hans Fischer um 09:24

28.03.2008

Gewinner und Verlierer der Finanzkrise

... präsentiert die Zeit unter "Der große Riss" in zehn Teilen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:32

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem Wedding Ring Coffin - dem Ehering-Sarg - für $ 29.95.

Und lasset uns nun dem Hersteller lauschen:

"(...) When a marriage dies, what should be done with the wedding ring? Until now, millions of wedding rings have been banished to remote corners of sock and underwear drawers. Now you can give these wedding rings the proper final resting place they deserve."

eheringsarg.gif
(Bildquelle: weddingringcoffin.com)

Verfasst von Hans Fischer um 11:03

27.03.2008

Kostenlose Photoshop Version

Die jüngst im Beitrag "Tipps für kostenlose Software & Anwendungen" publizierten Tipps können um eine kostenlose Version des Photoshops ergänzt werden. Manager Magazin Online schreibt dazu im Artikel "Photoshop zum Nulltarif":

"(...) Seit heute ist das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop in einer abgespeckten Version kostenlos im Internet verfügbar. Hersteller Adobe will damit vor allem die junge Web-2.0-Generation erreichen."

Verfasst von Hans Fischer um 11:30

26.03.2008

Web 2.0: "Gründerboom und leere Kassen"

Wer die regelmässige Berichterstattung über Web 2.0 oder z.B. den Fachartikel "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" gelesen hat, wurde auf Grundtendenzen aufmerksam gemacht, die zweifelsohne nachhaltig sein werden. So zum Beispiel der Willen der User zu mehr Interaktion und das damit gekoppelte Bedürfnis nach mehr Information und bedienungsfreundlichen Anwendungen - und auch Websites. Viele dieser Aspekte werden auch im spezialisierten Wiki WM 2.0 Wissensmanagement beschrieben.

Das Ganze hat natürlich auch Kehrseiten. Eine davon hat mehrere Facetten: Nur dank dem Unternehmergeist möglichst vieler Gründer, werden laufend neue Innovationen generiert. Andererseits können schlicht und einfach nicht alle dieser Start-ups erfolgreich sein. Kurz mal eine Community-Idee abzukupfern und auf die von selber hereinflutende Masse an Usern zu warten, geht in den meisten Fällen fürchterlich schief. ZDF hat diese Tatsache im Beitrag "Gründerboom und leere Kassen" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 14:15

Zwischenstand Wissensmanagement-Studie

Rolotec und das WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki unterstützen bekanntlich die Online-Umfrage zu Wissensmanagement von iKnowledge und sieber&partners.

Von 599 Personen, welche die Startseite der Studie bisher besuchten, haben 122 alle der tw. anspruchsvollen Fragen beantwortet. Das ist ein sehr erfreulicher Wert.

Die Umfrage läuft noch bis am 27. April und richtet sich vorab an eine Zielgruppe, die sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt hat.

Verfasst von Hans Fischer um 10:55

25.03.2008

Gesucht: Informatiker (WM & Web 2.0)

Wie auf unserer Job-Site zu sehen, suchen wir aktuell eine Informatikerin oder einen Informatiker, die/der sich auf die so zukunftsträchtigen Felder Wissensmanagement und Web 2.0 spezialisieren will - oder das bereits getan hat.

Informationen zu den Tätigkeitsbereichen finden sich im WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki oder in den Blogkategorien Web 2.0 und Knowledge Management.

Verfasst von Hans Fischer um 09:46

Tipps für kostenlose Software & Anwendungen

Computerworld bietet im Artikel "The Web's best free stuff" einige wirklich äusserst nützliche Freeware-Tipps.

Verfasst von Hans Fischer um 09:17

20.03.2008

By the way noch schnell: Don't panic!

... wegen der Börse, schreibt Die Zeit so ausführlich wie erhellend in "Nur keine Panik". Wie auch immer: Ostertage geniessen!

Weiterführende Oster-Informationen: pfeil.jpg

Verfasst von Hans Fischer um 10:59

Frohe Ostertage

Nach viel Zukunftsträchtigem, Wissenswertem, Unnützem oder Finanzfokussiertem braucht es als Kontrapunkt nostalgischen Kitsch:

easter.jpg
(Bildquelle: Visipix)

Tipps am Rand: Visipix bietet rund 1,3 Millionen Bilder und Clips kostenlos an.

Sollten bezüglich Ostern Wissenslücken entstanden sein, dann helfen unter anderem Wikipedia, reformierte Medien oder das Ökumenische Heiligenlexikon.

Verfasst von Hans Fischer um 09:43

19.03.2008

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

Telekurs Financial Information (TKF) macht auf diverse Änderungen der Marktdaten-Produkte aufmerksam. Die gesamte Liste können Sie als PDF in Deutsch oder PDF in Englisch herunterladen

Verfasst von Hans Fischer um 15:06

18.03.2008

Tipps: Top Tools von Top Cracks

Im Newsletter E-Learning des Learning Center IWI-HSG (Universität St. Gallen) wird auf die Liste " Top 10 Tools for Learning Spring 2008" aufmerksam gemacht.

Die Aufstellung hat aber keinesfalls nur mit E-Learning zu tun. Die empfohlenen Tools der 128 internationalen Experten sind vielmehr eine wunderbare Inspirationsquelle für Web 2.0, E-Learning, Wissensmanagement & Co.

Viele der empfohlenen Anwendungen sind kostenlos.

Verfasst von Hans Fischer um 09:34

17.03.2008

Nigeria Connection-Masche zieht noch immer

Man glaubt es kaum, aber die Internet-Betrugsmasche der Nigeria Connection, respektive der Vorschussbetrug, zieht noch immer. Heute schreibt heise online:

"(...) 4,3 Milliarden US-Dollar haben E-Mail-Betrügereien voriges Jahr an Verlusten verursacht. Noch immer ist der Nigeria-Betrug oder 419-Scam am erfolgreichsten, obgleich er seit den 70er-Jahren zunächst mit Briefen, dann mit Fax-Sendungen und schließlich mit E-Mails betrieben wird, die zu Millionen versendet werden. Dabei wird den Empfängern in einem "Geschäftsvorschlag" versprochen, sie könnten große Summen verdienen, wenn sie helfen, ein Geschäft, meist ein Geldtransfer, in die Wege zu leiten und einen gewissen Betrag vorschießen. Auf das große Geld warten die Betrogenen dann ebenso vergeblich wie auf eine Rückzahlung des Vorschusses."
Anbei eine Sammlung an typischen Nigeria Connection-Texten.

Falls bei einem Mail Zweifel bestehen, kann der Inhalt in den Scam-O-Matic eingefügt und auf Nigeria-Betrug überprüft werden (ohne Gewähr).

Verfasst von Hans Fischer um 14:27 | Kommentare (1)

Tim Berners-Lee zur Internet-Privatsphäre

Dass sich das Internet rasend schnell weiterentwickelt, ist für dessen "Erfinder", Tim Berners-Lee, keine Frage:

"But he promised that what web scientists would produce over the coming years "will blow our minds"
Das hält er im Artikel "Web creator rejects net tracking" gegenüber der BBC fest. Was die Bedeutung des Artikel-Titels anbelangt, steht Berners-Lee ganz klar gegen eine umfassende und vor allem automatische Verfolgung der Internet-User. Provider würden die Vorteile - zum Beispiel den Interessen angepasste Werbung - hervorstreichen. Die möglichen Nachteile könnten aber gravierend sein. Theoretisch könnten in Zukunft die Versicherungsprämien steigen, wenn die automatische User-Profilierung Internetbesuche auf Krebs-Bücher-Seiten feststellen würde.

Bezüglich Gegenwart rät Tim Berners-Lee zum angemessenen Umgang mit persönlichen Daten, insbesondere auf Social Networking-Sites:

"(...) "Imagine that everything you are typing is being read by the person you are applying to for your first job. Imagine that it's all going to be seen by your parents and your grandparents and your grandchildren as well."

But he said he had tried out several of the sites, and thought they might in the end be even more popular with the elderly than with young people. "

Verfasst von Hans Fischer um 10:36 | Kommentare (1)

14.03.2008

Impressionen von der Capitol-Projekt-Ausstellung

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Und die Presseberichterstattung am 14.3.2008:

Verfasst von Hans Fischer um 14:52

Bond Calculator für Telekurs Financial

Für Telekurs Financial hat Rolotec den Bond Calculator (Factsheet als PDF, 414 KB) programmiert. Ein Ausszug:

"(...) Der Bond Calculator von Telekurs iD bietet bei jeder beliebigen Anleihe eine Fülle von Zusatzinformationen auf einer übersichtlich gegliederten Ansicht. Andererseits ermöglicht der Bond Calculator von Telekurs iD dem Experten mit bestimmten Simulationen festzustellen, wie eine Anleihe auf wichtige Marktfaktoren reagieren könnte."

Verfasst von Hans Fischer um 09:20

Pi Day-Jubiläum (Apropos: 3,14159...)

Laut heise online ("Festtag der Mathematik: Ein 3,14159...-faches Hoch auf pi") feiert der Pi Day heute seinen 20. Geburtstag.

Wem die Hintergründe des heise-Artikels nicht reichen, findet u.a. bei Wikipedia weitere Informationen.

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(Bildquelle: Wikipedia Commons)

Verfasst von Hans Fischer um 08:55

13.03.2008

1000 Dollar: Ein goldiger Moment ...

... je nach Anlagestrategie. "Goldpreis knackt 1000-Dollar-Marke", schreibt Spiegel Online. Wer sich für laufende Notierungen, Analysen und News zum Thema interessiert, findet bei Kitco ein Eldorado.

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(Bildquelle: Wikipedia Commons)

Verfasst von Hans Fischer um 16:18

Jetzt: Projektausstellung Neubau «Capitol» Biel

S. auch bisherige Beiträge über den Neubau auf dem Areal des ehemaligen Kinos Capitol und Presseberichterstattung.

Für Informationen betreffend den Mietmöglichkeiten der individuell gestaltbaren Gewerbefläche stehen wir gerne zur Verfügung.

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Verfasst von Hans Fischer um 10:50

12.03.2008

Unternehmen investieren in Web 2.0

Wer sein Unternehmen längerfristig nicht auf Grund fahren will, muss sich mit Web 2.0 auseinandersetzen. Warum dem so ist, wird unter anderem im Beitrag "Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0" erläutert. Im Artikel "Web 2.0 sichern statt blocken" bestätigt die Computer Zeitung diese Aussage und zitiert eine Gartner-Studie:

"(...) Das benutzerzentrierte Internet der nächsten Generation hält verstärkt in Firmen Einzug. Laut einer Gartner-Umfrage unter 1500 CIOs weltweit plant die Hälfte der Firmen, im Jahr 2008 zum ersten Mail Investitionen in das Web 2.0. Gartner rät daher: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter vom Web 2.0 nicht ausschließen, wenn sie von der beachtlichen Kreativität profitieren möchten, die das Next-Generation-Web 2.0 freisetzt."

Verfasst von Hans Fischer um 15:23

11.03.2008

Antworten zur Wissensgesellschaft 2.0

Was ist Wissensmanagement, wie wird es durch Web 2.0 wiederbelebt und wie wirkt sich das Ganze in naher Zukunft auf unsere Gesellschaft aus? Nachfolgend einige Antworten:
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Web 2.0 ist Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels. Eine Entwicklung, die der Wissensgesellschaft neue Bedeutung und Aufgaben gibt. Werden sie nicht umgesetzt, scheitern Personen und Organisationen. Das zeigt eine Reise von den Anfängen bis hin zur total vernetzten Wissensgesellschaft.

Grundsätzliche Zweifel an Wissensmanagement sind nicht angebracht. Management-Visionär Peter F. Drucker brachte die Notwendigkeit im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar. (…) Nur wer über Informationen verfügt, kann sein Wissen einsetzen». Oder mit den Worten des englischen Philosophen Lord Francis Bacon (1561-1626) ausgedrückt: «Wissen ist Macht».

Boden, Arbeit, Kapital und Wissen

Wir leben im Informationszeitalter. Informationen und das darauf basierende Wissen hat sich neben Boden, Arbeit und Kapital zu einem klassischen Produktionsfaktor entwickelt. Was, wenn ein Bauer in der Agrargesellschaft dem Boden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hätte? Obwohl Antwort und Analogie zur Gegenwart auf der Hand liegen, schenken viele Unternehmensverantwortlichen der Information – und dem darauf basierenden Wissen – nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Zweifelsohne verschenken sie dadurch einen Teil des möglichen Erfolges oder verbauen sich eine wirtschaftlich prosperierende Zukunft ganz. Mit den Worten von Sokrates verdeutlicht: «Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiss schon alles besser.»

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Über die Frage, was denn Wissen genau ist und ob man Solcherlei überhaupt managen kann, sollte man sich aus Unternehmerperspektive nicht allzu lange aufhalten. Die vermeintlich einfachen Fragen sind philosophischer Natur und werden in entsprechenden Kreisen auch mit Verve diskutiert. Kurz: Eine schlüssige Definition für Wissen gibt es nicht. Es steht aber fest, dass Daten die Grundlage für Informationen sind und diese wiederum die Grundlage für Wissen.

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Wissen ist nicht definiert, Wissensmanagement aber schon: Eine etablierte Version von Bukowitz und Williams (1999) lautet: «Wissensmanagement ist der Prozess, durch den eine Organisation Wohlstand aus ihren intellektuellen oder wissensbasierten Ressourcen schöpft». Da Wissen immer Kopfsache ist, stehen die Angestellten im Zentrum aller entsprechenden Anstrengungen. Vereinfacht gesagt, geht es vorrangig um die Förderung von Kommunikation und Interaktion mit Zielsetzungen wie Wissensidentifikation, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Wissensbewahrung und Wissensbewertung. Oder noch anders: Vorhandene Informationen werden so aufbereitet, dass sie den Mitarbeitenden im richtigen Moment in passender Form zur Verfügung stehen.

Mehrwert von Wissensmanagement

Für Unternehmensverantwortliche steht naturgemäss die Frage nach dem betrieblichen Mehrwert an oberster Stelle. Wissensmanagement-Spezialist Klaus North von der Fachhochschule Wiesbaden hat auf der Webseite «Modellprojekt zur Erprobung von Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen» den konkreten Nutzen von Wissensmanagement aus verschiedenen Perspektiven aufgelistet.

  • Prozessperspektive: Prozessbeschleunigung, Vermeidung von Redundanzen, Steigerung Prozesstransparenz, Re-Use von internem Wissen, Reduzierung von Fehlern, Zeitersparnis bei Routinearbeiten
  • Mitarbeiterperspektive: Motivationssteigerung, Verbessertes Teamwork, kürzere Einarbeitungszeiten, Kompetenzentwicklung, Steigerung persönlicher Marktwert, Erweiterung persönliche Wissensbasis
  • Kundenperspektive: Kürzere Reaktionszeiten, Qualitätssteigerungen (Produkte & Service), verbesserte Kommunikation, Steigerung Kundenzufriedenheit, Steigerung Kundenbindung, gesteigerte Informationstransparenz, Innovationsperspektive, Generierung neuer Geschäftsfelder, Angebot neuer Produkte/DL, Anwendung neuer Technologien, Trendforschung
  • Finanzperspektive: Steigende Umsätze, bessere Einschätzung von Risikofaktoren, höherer Marktanteil, sinkende Verwaltungskosten
Aus Mitarbeitersicht fehlt ein wichtiger Punkt: Betriebliches Wissensmanagement reduziert den sogenannten «Brain Drain». Fluktuationen erodieren die Wissensbasis eines Unternehmens. Geeignete Wissensmanagement-Massnahmen können diese – zumindest zeitweilige – Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit mildern. So oder so braucht es wenig Fantasie, um zu erkennen, dass für beinahe jede Unternehmensform potenzieller Nutzen vorhanden ist.

Dass Wissensmanagement positive Effekte auf Produktivität, Effizienz, Einnahmen und Kosten haben kann, ist seit längerer Zeit bekannt. Die erste grosse, softwareunterstützte Wissensmanagement-Welle ist trotzdem fundamental gescheitert; und das, obwohl enorme Summen in Datenbankanwendungen investiert wurden. Warum der Misserfolg? Profilangaben von sich oder spezifisches Prozesswissen in eine Datenbank einzugeben, widerspricht vielen Mitarbeitenden ganz grundsätzlich: Aus den Profilangaben könnten nämlich Schwächen herausgelesen werden und durch Bekanntgabe von spezifischem Wissen macht man sich zweifelsohne leichter ersetzbar. Wenn zu diesen fundamentalen Bedenken noch die Tatsache dazukommt, dass die Applikationen mühsam zu bedienen sind, wäre alles andere als ein Scheitern der Wissensmanagement-Initiativen eine Überraschung.

Warum soll nun aber funktionieren, was früher gescheitert ist? Warum sollen die Angestellten nun plötzlich gerne und freiwillige Wissen mit den Kolleginnen und Kollegen teilen oder persönliche Daten von sich abspeichern? Das Zauberwort heisst «Web 2.0».

Web 2.0 fördert die soziale Interaktion

Eines vorweg: Web 2.0 ist keinesfalls bloss Schlagwort und die viel beschworene Blase wird lediglich (wieder) im Kapitalbereich platzen. Wenn alle renommierten Beratungsunternehmen einhelliger Meinung sind, dürfte die Wichtigkeit einer Entwicklung bewiesen sein. Und wenn diese Entwicklung sowohl den Technologiebereich als auch die Gesellschaft - und damit das Kundenverhalten – beeinflusst, sollten Unternehmensverantwortlichen hinhören, adaptieren und profitieren. Der Begriff selber beschreibt laut dem Namensgeber Tim O’Reilly eine Haltung, einen qualitativen Wandel des Internets. Andréa Belliger, Co-Leiterin des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, konkretisiert: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet. Das klassische Sender-Empfänger-Kommunikationsmodell wird aufgebrochen. Die vollständige Kontrolle der Unternehmenskommunikation hat als Zielsetzung ausgedient. Es geht nun vielmehr um Kooperations- und Kritikfähigkeit. User-Diskussionen über Produkte und Unternehmen lassen sich kaum mehr verhindern. Die Unternehmenskommunikation ist gefordert, die Diskussionen zu beobachten und wenn immer möglich positiv zu beeinflussen. Letzteres in transparenter Weise. Falschinformationen oder getarntes Mitdiskutieren von Unternehmensangestellten sorgen nach dem Auffliegen für in Windeseile ausgebreitetes Negativfeedback im sozialisierten Internet.

«Andere arbeiten lassen»

Diese Sozialisierung bietet aber viele Chancen. Denn bei Web 2.0 geht es auch um das «Aal-Prinzip» («Andere arbeiten lassen»). Ein Klassiker: Der Siegeszug von Amazon beruht unter anderem auf der Tatsache, dass die durch Kunden verfassten Buchbesprechungen einen enormen Mehrwert gegenüber Mitbewerbern darstellen. Ausgenutzt wird bei diesem und vielen anderen E-Business-Beispielen die Schwarmintelligenz. Marktvorsprung hat, wer das Wissen der Belegschaft, der Kunden und der Partnern zu Nutzen lernt. Wird dieses Wissen intensiv ausgetauscht, analysiert und angewendet, werden unter anderem Produkte verbessert, Markttests verkürzt, Streuverluste bei Werbung und Kommunikation verringert, Motivation erhöht und neue Ideen kreiert. Klassische Web 2.0-Unternehmen wie Threadless gehen soweit, dass sie die bestehenden und potenziellen Kunden in den Produktionsprozess einbeziehen. Konkret: Erst wenn ein T-Shirt-Motiv genügend User-Resonanz erzielt, geht es in die Produktion. «Social Commerce» in Reinkultur.

Communities als selbst organisierende Netzwerke

«Social» ist denn auch ein Web 2.0-Schlüsselbegriff. User vernetzen sich in «Social Networks», publizieren «Social Bookmarks» und generieren Inhalte dank «Social Software». Jede Interaktion, jeder neue Eintrag, jeder neue Inhalt stärkt die Netzwerke oder Communities. David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern verdeutlicht: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um ‚Hubs’ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen. Kriegers Aussage wird von Tim O’Reilly gestützt. In seinem berühmten Artikel «What Is Web 2.0?» hat er neben anderen Punkten als Kernkompetenzen von Unternehmen die Nutzung kollektiver Intelligenz und Errechen des «Long Tail» mittels Bildung von Communities festgehalten.

Finanzunternehmen adaptieren Web 2.0

Wenig Berührungsangst vor Web 2.0 zu Gunsten der Unternehmensmaximierung haben unter anderem Finanzunternehmen. Die deutsche Bank Dresdner Kleinwort setzt seit einigen Jahren schon Wikis und Weblogs ein. Während Wikis laut watersonline.com vor allem von der IT-, Compliance- und der Trading-Abteilung genutzt werden, tauschen sich Analysten, Händler und ausgesuchte Kunden auf über 120 verschiedenen Intranet-Weblogs aus. Selbstredend, dass mit jedem Beitrag und jedem Kommentar wertvolles Wissensmanagement betrieben wird.

Dem stellvertretend genannten Beispiel werden viele folgen, ist Andréa Belliger überzeugt: «Web 2.0 verändert Arbeitsprozesse, Unternehmensstrukturen und Kommunikationsverhalten.» Warum gibt sich die Kommunikationsforscherin so sicher? Warum schreiben so viele Bankangestellte in Wikis oder Weblogs? Warum bestehen die Hemmungen der Preisgabe von persönlichem Wissen nicht mehr? Im Grunde genommen, ist es eine Frage der Motivation und des gesellschaftlichen Wandels. Als Beispiel sei die realativ simple Web 2.0-Anwendung «Social Bookmarking» genannt: Hunderte, wenn nicht Tausende Favoriten oder Bookmarks waren bisher in den Browsern der Angestellten gespeichert. Darunter immer auch solche, die genau den Informationsbedürfnissen einer Kollegin oder eines Kollegen entsprochen hätten – wenn denn danach gefragt worden wäre. Dank Web 2.0 ist das nun anders: Favoriten lassen sich einfach speichern, mit Stichworten («Tags») etikettieren und für bestimmte Zielgruppen frei geben. Wenn nur ein Bruchteil der Belegschaft mitmacht, entsteht mit der Zeit ein Universum an qualifizierten, etikettierten Bookmarks – und damit klarer Mehrwert für das Unternehmen durch Förderung und Nutzung kollektiver Intelligenz.

Kleine Investitionen mit grossem Mehrwert

Beim genannten Beispiel müssen die Mitarbeitenden noch nicht einmal Texte verfassen. Dank Tools wie Weblogs oder Wikis ist aber auch das kein Hinderungsgrund für erfolgreiches Aggregieren von Informationen mehr. Insbesondere Weblogs, vor Jahrzehnten schon als Instrument zum Hinweis auf interessante Presseartikel erfunden, haben eine richtiggehende Schreibmanie ausgelöst. Im Unternehmen können Blogs verschiedenen Zielen dienen. Weblogs für externe Kommunikation bieten Mehrwert in den Bereichen Suchmaschinen-Marketing, Image und Branding, Produktinformation, Krisenkommunikation und Kundenbindung. Belebende Wirkung zeigen Weblogs im Bereich der internen Kommunikation. Dank attraktiver Aufmachung und Interaktionsmöglichkeit mittels Kommentarfunktion werden hierarchieübergreifende Diskussionen, Motivation und Innovationsprozesse gefördert. Im Gegensatz zu Foren oder auch zu Wikis bleibt bei Weblogs die publizistische Hierarchie unangetastet. Es gibt klar festgelegte Autoren, die sich in Layout und Gewichtung von den Lesern respektive den Kommentatoren abgrenzen. Der Wissenstransfer ist einfach im Handling und vor allem verschwinden die Informationen nicht in diversen E-Mail-Boxen. Sie sind vielmehr zentral in den Weblogs festgehalten und damit auch gleich archiviert. Ähnlich verhält es sich mit Projekt-Weblogs. Statt an alle tangierten Personen E-Mails Informationen zu senden, lesen die Berechtigten die Unterlagen im spezifischen Projekt-Weblog und schreiben ihre Kommentare direkt zu den Beiträgen. Auch nach Abschluss des Projektes kann die gesammelte Information mittels integrierter Suchfunktion abgefragt werden. Weblogs bieten eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten. Echter Mehrwert entsteht aber nur, wenn sie mit den Marketingstrategien der Unternehmen korrespondieren, die Inhaltsverantwortlichen entsprechende Fähigkeiten mitbringen und die Integration technisch optimiert ist.

Gleich verhält es sich mit Wikis. Die thematisch strukturierte und stark vernetzte Darstellung von Informationen ist äusserst effizient. Im Gegensatz zu Weblogs müssen sich die Mitarbeitenden für die inhaltliche Bearbeitung aber mit der spezifischen Syntax vertraut machen. Bei der Lancierung von Wikis ist ausserdem zu beachten, dass die Struktur sorgfältig geplant wird. Wenn nicht, wird die Navigation innerhalb des Wikis zu umständlich. Gut gemachte Wikis sind aber hervorragende und extrem preiswerte Wissensmanagement-Instrumente.

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Knowledge Worker haben andere Bedürfnisse

Neben dem Einsatz der passenden Tools ist die Rücksichtnahme auf die veränderten Eigenschaften der Angestellten für den Erfolg entscheidend. Laut David J. Krieger zeichnen sich die Knowledge Workers, Angestellte die für ihre Leistungserbringung vorab auf Wissen basieren, durch folgende Eigenschaften aus: «Sie identifizieren sich primär mit ihrem Beruf und nicht mit ihrem Arbeitgeber. Sie sind mobil und wechseln häufig die Stelle. Ihre Hauptmotivation ist Stolz in Bezug auf ihre eigenen Leistungen. Sie reagieren sensibler auf Anerkennung durch Peers als durch das Management. Sie haben eigene Meinungen und starke Persönlichkeiten und werden lieber ‚pulled’ als ‚pushed’. Sie kontrollieren und benchmarken sich selbst durch informelles Networking mit Peers innerhalb und ausserhalb der eigenen Firma.» In diesem Zusammenhang wichtig ist auch die Unterstützung von Wissensmanagement durch E-Learning. Knowledge Workers wollen und müssen sich laufend weiterbilden. Im Gegensatz zu klassischen Schulungen im Präsenzunterricht erlaubt E-Learning inhaltlich und zeitlich individuelles Lernen. Als Nebeneffekt können die Fähigkeitsprofile der Angestellten laufend adjustiert werden.

Mensch und Maschine verschmelzen

Wird die Menschheit durch das wachsende Neben- und Miteinander von Web 2.0, Wissensmanagement und E-Learning als Ganzes intelligenter? Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften. Und die nahe Zukunft? Der Kommunikationsforscher erklärt: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein ‚Leben’ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Hans Fischer, März 2008

Websites

Verfasst von Hans Fischer um 10:11 | Kommentare (1)

10.03.2008

Social Networking: Positives Marketingbeispiel

Viele Social Networks von Unternehmen oder Organisationen liegen bereits brach oder stehen kurz davor - weil sie den Usern schlicht und einfach zu wenig Mehrwert bringen oder die eigentliche Zielsetzung allzu plump verpackt ist.

Dass aus Communities positiver Marketingnutzen gezogen werden kann, beweist u.a. Nike mit seiner Community für Läuferinnen und Läufer. Internet World schreibt dazu im Artikel "Nike: Web-2.0-Community kurbelt Turnschuhverkauf an":

"(...) weltweit sind es eine halbe Million Sportler, die sich untereinander über ihre Trainingserfolge auf dem Laufenden halten. Und das macht sich am Umsatz bemerkbar. Seit dem Sommer 2006 stieg der Marktanteil an verkauften Sportschuhen von Nike in den USA von 47,4 auf 58 Prozent. Auch in Deutschland stiegen die Umsätze."

Verfasst von Hans Fischer um 11:04

Ausstellung Neubau «Capitol» Biel

Wie geschrieben, bauen die Rolotec und die ebenfalls zur Swiss Financial Market Services AG gehörende Telekurs Card Solutions AG die Geschäftsaktivitäten am Standort Biel weiter aus. Die Personalvorsorgestiftung Telekurs Holding AG errichtet aus diesem Grund an der Spitalstrasse 32, auf dem Grundstück des ehemaligen Kinos Capitol, ein neues Geschäftshaus mit Wohnungen, Büros und Gewerbefläche.

Für die Realisierung des Bauvorhabens wurde ein Gesamtleistungswettbewerb durchgeführt, den Losinger Construction AG (Bern) mit Sollberger Bögli Architekten (Biel) gewonnen haben. Das Siegerprojekt, die Projekte der Mitbewerber und die Mietmöglichkeiten der Gewerbeflächen werden nun präsentiert. Die öffentliche Ausstellung findet im Foyer des Kongresshauses CTS, Zentralstrasse 60, in Biel statt und hat am 13. März (10 bis 20 Uhr) und am 14. März (8 bis 20 Uhr) geöffnet.

Gerne laden wir zur Ausstellung ein. Mietinteressenten für die Gewerbefläche (s. "Gewerbefläche im Stadtzentrum von Biel") können auf Anfrage gerne einen Termin mit einem der Projektverantwortlichen vereinbaren.

Die bisherige Berichterstattung über das Capitol-Projekt findet sich auch unter "Presse".

Verfasst von Hans Fischer um 10:27

07.03.2008

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit der selbst umrührenden Tasse "MUG01-ST", erhältlich beim EFX Online Shop für £7.50.

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(Bildquelle: EFX Online Shop)

Weitere Weekend-Spezials

Verfasst von Hans Fischer um 15:50

Wesentliches für Web 2.0 in Unternehmen

Ob Google Alerts, Newsreader, klassisches Surfen oder Lesen in Printmedien: Auf die Thematik Web 2.0 für Unternehmen - auch Enterprise 2.0 genannt - stösst man unweigerlich und oftmals im Kontext mit komplexen Analysen und weitreichenden Erklärungen. Gelegentlich macht eine Reduktion auf Basisfakten Sinn. Der Branchendienst ECIN hat dies auf der Grundlage einer Gartner-Studie getan und "Fünf Punkte für Web 2.0 in Unternehmen" beschrieben. Zusammengefasst lauten diese:

  • Der Einsatz sozialer Software muss vorgängig grundlegend untersucht werden

  • Die Bereitstellung von Web 2.0-Anwendungen alleine bringt nichts; sie müssen weiterentwickelt werden und die Angestellten müssen Verständnis dafür entwickeln können

  • Öffentliche Aufregung um das Gelingen oder das Scheitern von Web 2.0-Portalen (wie Facebook & Co.) ist für den Unternehmenseinsatz nicht relevant

  • Einige Anwender im Unternehmen werden sich "schlecht" verhalten; dagegen helfen vor allem Mitarbeitende, welche die Einhaltung der internen Regeln erwarten und fordern

  • Web 2.0-Anwendungen weichen die Trennlinien zwischen Freizeit und Arbeitszeit auf; entsprechende Regelungen müssen laufend evaluiert und angepasst werden

Verfasst von Hans Fischer um 09:27

06.03.2008

Hacken fürs CeBIT-Publikum

Dass viele Unternehmen keine adäquaten Rezepte für IT-Sicherheit haben, ist bekannt. An der CeBIT zeigt ein Show-Hacker, wie einfach Firmenserver geknackt werden können. Im Zeit-Artikel "Datendiebe gesucht" werden aber auch sehr viel profanere, doch mitunter nicht weniger schädliche, Probleme wie zum Beispiel der Diebstahl von USB-Sticks beschrieben. Ein interessanter Artikel mit relativierendem Schluss:

"(...) Dem Cebit-Besucher kommen leise Zweifel: Könnte der digitale Sicherheitsboom vielleicht ein wenig übertrieben sein? Oder zumindest teilweise gar unnötig? Zumindest die digitale Unterschrift ist ein Beispiel dafür, dass nicht alle Geschäfte im Internet besser laufen als in der guten alten analogen Welt. Ein Stift auf Papier, mit seinem guten Namen unterschreiben — leichter geht es einfach nicht."

Verfasst von Hans Fischer um 09:47

Was macht Wissensmanagement erfolgreich?

Sehr kompakt beantwortet der Weekly Knowledge Management blog by Stan Garfield diese Frage:

  • Focus on the people, bring them together, get them comfortable with each other and match behaviors

  • Create opportunities for collaboration on activities that deliver value and make their jobs easier

  • Show how the knowledge management activities align with business priorities and generate benefits

  • Build an identity around your knowledge program to get people to feel part of it

  • Communicate widely and often, especially success stories

  • Develop Knowledge Platforms and capabilities in background (Networks, Behaviors, Processes, Tools and Infrastructure)

  • Find senior sponsors and lead facilitators who can transfer ownership and build a self-supporting network

  • Introduce fun and social aspects to your teams
Im Beitrag "What Good KM Looks Like, Why KM, Midwest KM Community Meeting, Here Comes Everybody" sind weitere interessante Aspekte zu finden; zum Beispiel bezüglich Fokus auf Menschen und Verhalten.

Viele der erwähnten Aspekte sind ausserdem in der Roloblog-Kategorie "Knowledge Management" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 09:00

05.03.2008

«Maximal mögliches Bauvolumen»

Unser Bauprojekt «Capitol» wurde von hochparterre.wettbewerbe präsentiert und mit drei Fragen an den Architekten Lukas Bögli (Sollberger Bögli Architekten) ergänzt:

"(...)Wie verhält sich der Bau zur Umgebung?
Der Bau befindet sich an Stelle des 1986 abgerissenen Kinokomplexes Capitol. Es galt, innerhalb eines städtischen Blocks eine der letzten grossen Baulücken im Bahnhofsquartier von Biel zu schliessen. Diese wird aus drei eigenständigen, aus unterschiedlichen Epochen stammenden Gebäuden gebildet. Durch die Verwendung architektonischer Elemente aus der näheren Umgebung und ihrer Übersetzung in die heutige Zeit entsteht ein selbstbewusster Baukörper, welcher die bestehende Blockrandbebauung stärkt.

Was ist die Erfindung beim Siegerprojekt?
Wir haben versucht, die bestehende Bautypologie des nahen Quartiers in die Gestaltung des Neubaus zu integrieren und daraus eine zeitgenössische Antwort auf die gestellte Bauaufgabe zu entwickeln.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Die Bauherrschaft stellte an Raumprogramm und Rendite sehr hohe Anforderungen. Das daraus resultierende maximal mögliche Bauvolumen führte zu einer grossen Gebäudetiefe. Geschosshohe Verglasung in den Bürogeschossen und innen liegende Höfe im Wohngeschoss gewährleisten eine ausreichende natürliche Belichtung der einzelnen Räume."

Die Projekte des Gesamtleistungswettbewerbs können an einer öffentlichen Ausstellung im Foyer des Kongresshauses CTS in Biel eingesehen werden. Die Ausstellung ist am 13. März (10 bis 20 Uhr) und am 14. März (8 bis 20 Uhr) geöffnet.

Verfasst von Hans Fischer um 09:48