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08.02.2008

Absturzuntersuchungsbehörde für Finanzmärkte

Der Branchendienst heise online zitiert im Artikel "Absturzdetektive für Finanzmärkte gefordert" eine Idee des MIT-Börsenforschers Andrew Lo:

"(...) Der Forscher plädiert (...) für die Einführung einer neuen Stelle in den USA, die ähnlich der Luftverkehrssicherheitsbehörde NTSB nach einem Absturz der Märkte ermitteln könnte, was die wahre Ursache war."
Ausschlaggebend für die Forderung ist die Anfälligkeit der Finanzmärkte gegenüber globalen Kettenreaktionen, die u.a. durch Vorfälle wie jüngst bei der Société Générale ausgelöst werden (können).

Verfasst von Hans Fischer um 08.02.08 14:26


Vorhandene Kommentare:

Ein Kollege, Chefpilot bei der heute übernommenen Fluggesellschaft hat mir vor kurzem gesagt: «Wenn die Ärzte genau gleich wie wir Piloten unsere Fehlern,gemeinsam besprechen würden, egal wie klein oder gross sie waren, gäbe es in Zukunft sehr viel weniger Fehler.»

Das wäre der richtige Ansatz, aber aus Konkurrenzgründen sind wir in der Finanzbranche vermutlich noch viel weiter entfernt als im Gesundheitswesen. Zum Glück gibt es Computer, da können wir intelligente Systeme implementieren.

Verfasst von: Stephan Marti um 08.02.08 18:04

Viele Menschen müssten schon in der Familie, während der Schule und in den ersten Tagen ihrer Ausbildung, den Anstand einer fehlerfreien Arbeit erlernen.
Zitat: sinngemäss nach Joseph M. Wallner

"(...)Fehlerfrei zu arbeiten ist (trotz der Erkenntnis, dass Irren menschlich ist) keine Hexerei, sondern Frage primitiven Anstandes.
In der Industrie hat sich die sonderbare Gepflogenheit eingebürgert, dass es "zulässig" ist und als durchaus normal gilt, einen bestimmten Anteil an Ausschuss zu erzeugen, das heisst also, einen Teil seiner Arbeit aus Faulheit, Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit usw. falsch zu machen. Wenn die Ausschussquote in den letzten Jahren auch stark zurückgeschraubt wurde, so ist es immer noch unverständliche Tatsache, dass man einem Mitarbeiter (selbst einem Facharbeiter, der viele Jahre gelernt und mehrere Prüfungen abgelegt hat) trotz seines Berufsstolzes einen gewissen Prozentsatz fehlerhafte Arbeit, die entweder kostspielige Nacharbeit verursacht oder gar verschrottet werden muss, zubilligt.

Die Aussage gilt nicht nur für den Mitarbeiter in der Produktion eines Industriebetriebes sondern generell für die Erledigung der meisten Berufstätigkeiten, vom Hofarbeiter bis zum Generaldirektor - und auch für "Fianazakrobaten"!

Verfasst von: hodermatt um 10.02.08 11:37