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10.05.2007

Virtuelle Welten & Wissensmanagement & Zukunft

Manager Magazin Online informiert im Artikel "Was kommt nach Second Life?" in sehr zu empfehlender Weise über den aktuellen Stand und mögliche Entwicklungen der Parallelwelt - by the way: Second Life wird als Prototyp betrachtet. Eine interessante Passage betrifft den Bereich Wissensmanagement:

"(...)Auch bei der Wissenskommunikation punktet 3D. Die Ressource Wissen ist immer häufiger in Visualisierungen codiert. Das unaufhaltsam wachsende Universum zweidimensionaler Bilder, Filme, Chartgrafiken könnte – in 3D-Wolken schlüssig ausgebreitet und semantisch geordnet – einfacher als heute zu durchforsten sein."
Und:
"(...) Es eröffnen sich also vielfältige Möglichkeiten für neuartige Wertschöpfungsstrukturen. Besonders viel versprechend ist dabei das Cybersourcing, die Auslagerung von Funktionen und Services in eine 3D-Welt.

Hier könnte es beispielsweise sinnvoll sein, die Nutzer in virtuelle Beratungssituationen einzubinden, insbesondere bei Dienstleistungen, die gegenwärtig medial und äußerst unpersönlich erbracht werden. Statt der Stimme eines Callcenter-Agenten erwartet uns dann ein virtueller Spaziergang durch das Urlaubsparadies zusammen mit dem Reisebüro-Avatar.

Zu Ende gedacht entsteht die Vision von Myriaden Service-Avataren, die mit allen möglichen Diensten bereitstehen. Während wir bisher vor allem Dokumente und Wissensspeicher im Netz benutzen, sind dann die lebendigen Wissensträger als Problemlöser nur einen Klick entfernt."

Diesbezüglich hat Rolotec für den Fachartikel " Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren" (verfasst für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007) folgende Passage geschrieben:
"(...) Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 10.05.07 10:00