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03.05.2007

"Datenschutz als Generationenkonflikt"

Eine sehr interessante These ist bei heise online zu lesen: "Datenschutz als Generationenkonflikt". Ein Auszug:

"(...) Die traditionellen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen realer und virtueller Welt verschwämmen immer mehr. (...) Junge Leute stellten bedenkenlos alles über ihre Person ins Netz (...) So betrachtet, hätten die jungen Leute dann auch weniger Probleme mit staatlicher Überwachung: Da man selbst ja angeblich nichts zu verbergen habe und sich umfänglich in der Öffentlichkeit präsentiere, sehe man sich nicht als Opfer behördlicher Beobachtung und empfinde sie nicht als Beschneidung von individuellen Bürgerrechten."
Dann folgt ein kühner Link zur "Elterngeneration" mit Rock'n'Roll, Drogen und freier Liebe und schliesslich das finale Ende mit der Akzentuierung eines wichtigen Generationen-Unterschiedes:
"(...) dass es vor 40 Jahren noch die "Gnade des Vergessens" gegeben habe. Heute hingegen sei das, was einmal im Netz dokumentiert ist, dort für ewig gepostet und auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch abrufbar. Was die jungen Leute, die den "feinen Unterschied" heute ignorieren oder einfach nicht mitbekommen, dann sagen werden, wenn sie bei einer Bewerbung, Beförderung oder Berufung mit ihren eigenen Privatstories und Partyvideos von "anno dazumal" konfrontiert werden, stehe auf einem anderen Blatt."

Verfasst von Hans Fischer um 03.05.07 17:32


Vorhandene Kommentare:

Es wird sicher nur eine Frage der Zeit sein, bis entweder einige findige Nerds oder Informatikstudenten den sich aufstauenden Bedarf an Tools zum Aufspüren und vor allem Beseitigen solcher Ich-lege-mir-selber-Steine-in-den-Weg-Veröffentlichungen in eine Geschäftsidee umsetzen. Oder Google selber vereinfacht das Löschen eigener Daten und bietet das künftig als Service an. ;)

Verfasst von: Renée Schauecker um 07.05.07 11:08