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31.05.2007

Pishing - Passwort-Fischerei im grossen Stil

Roloblog-Leser wissen um die Gefahren der "Eskalation der Cyberkriminalität". Im ausführlichen - am besten: ausdrucken und im Zug oder Liegestuhl lesen - Artikel "Pishing: Denn sie wissen, was sie tun" von Manager Magazin Online werden der Begriff, die aktuellen Methoden der Cyberbösewichte und die künftigen Gefahren beschrieben. Für Nicht-Sicherheitsexperten und ambitionierte Privat-PC-User sicherlich eine gute Gelegenheit der Informationsauffrischung.

Ps. Wer beim Rapid Reading des Artikel-Titels gestolpert ist, der wurde unbewusst an den Klassiker mit dem Originaltitel "Rebel Without a Cause" erinnert.

Verfasst von Hans Fischer um 11:15

30.05.2007

Web 3.0 - alles dreht sich ums Wissen

Semantic Web ist kein Nischenthema mehr. Auch der Begriff Web 3.0 erstaunt nicht mehr grundlegend. Im Roloblog finden sich verschiedene Beiträge zu den Thematiken. Im Artikel "Der Link zu präziserem Wissen" bringt der Österreichische Standard ein aussagekräftiges, griffiges Interview zum Thema mit Mark Greaves von Investor Vulcan. Ein Auszug:

"(...) Web 1.0 hat auf geschäftlichen Transaktionen und der Verbreitung von Content für ein breiteres Publikum aufgebaut. Web 2.0 dreht sich um Anwender und deren Einbindung in Netzwerke, die für Interaktion gedacht sind. Web 3.0 möchte jetzt Wissen flexibler verlinken."
Und auf die Frage, welche Rolle die Semantik dabei spiele antwortet Greaves:
"(...) Wenn ich heute meine Postadresse in einem Blog oder auf der Homepage anführe, ist das eine nur für Menschen lesbare Reihe von Zahlen und Buchstaben. Die neue Technologie erlaubt es, Zahlen und Buchstaben so zu verarbeiten, dass die Adresse ebenso von anderen Computern im Netz automatisch als solche erkannt und behandelt wird. So passiert das auch mit Produktnamen, Preisen oder Wetterinfos. Durch diese Labels werden gewisse Anwendungen im Internet gleich viel effizienter, wie beispielsweise Suche, E-Commerce oder Werbung."
Zweifel an den Zweifeln an der Wichtigkeit von Wissensmanagement sind mehr als nur angebracht.

Verfasst von Hans Fischer um 15:08

25.05.2007

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit den Tree Faces von Online Discount Mart; als Beispiel das Baumverzierungs-Modell "Elch" für schlappe $89.95.

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(Bildquelle: Online Discount Mart)

Verfasst von Hans Fischer um 15:54 | Kommentare (1)

24.05.2007

Suchen & Übersetzen mit Google

Babelfish von Altavista - der für Internet-Begriffe uralte Übersetzungsdienst - kennt Ihr bestimmt. Mittlerweile gibt es viele weitere (hier eine kleine Auswahl). Nun gibt es "Google Translate" (resp. "Google Übersetzung"). Man kann von Google halten was man will, es wäre nicht objektiv den Machern nicht eine ungeheure Innovationskraft zuzuschreiben. Wie auch immer, Spiegel Online schreibt im Artikel "Kanzler rühmt jetzt sich stratospheric Zustimmung" zum neuen Service:

"(...) Translate präsentiert sich nun zunächst als fast normale Suchmaske, bei der man nur die eigene Sprache festlegen muss, sowie in welcher Sprache die durchsuchten Dokumente abgefasst sind. Als Resultat erhält man eine übersetzte Ergebnisliste und fortan auch die Navigation in der eigenen Muttersprache. Alternativ zur freien, übersetzten Suche bietet Translate dazu unter "Text and Web" nach wie vor die Möglichkeit, ausgeschnittene Textpassagen oder konkrete Webadressen zu übersetzen.
Hä? Ausprobieren!

Verfasst von Hans Fischer um 16:31 | Kommentare (1)

Service-Information: Marktdaten-Änderung

ACHTUNG: Verantwortliche Finanzinformations-Sites

Telekurs Financial Information (TKF) macht auf diverse Änderungen der Marktdaten-Produkte aufmerksam. Die gesamte Liste können Sie als PDF in Deutsch oder PDF in Englisch herunterladen.

Ausführliche Informationen zu Highlights des Datenangebots erhalten Sie mit dem Newsletter "DATAFLASH", der auf der TKF-Website abonniert werden kann.

Verfasst von Hans Fischer um 15:07

23.05.2007

"Nie mehr unentdeckt in eine Bankfiliale"

Die Welt schreibt im Artikel "Nie mehr unentdeckt in eine Bankfiliale über die Zukunftsvision des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation:

"(...) Kameras im Eingangsbereich erfassen ihn, als er die Filiale betritt, und gleichen seine Gesichtszüge mit den Bildern in der Kundendatei ab. Daraufhin geht eine Meldung auf den kleinen Handcomputer der jungen Frau - sofort leuchten dort sein Name und persönliche Informationen auf, wie die über den bevorzugten Kaffeegeschmack und die dreijährige Tochter. Zeitgleich erhält der Kundenberater eine Meldung, dass Herr Schulz im Haus ist, und kann seine Kollegin bitten, noch einige Minuten zu überbrücken, bevor sie mit ihm vorbeikommt."
Allzu lange wird Solcherlei nicht auf sich warten lassen; genauso wenig wie die jüngst beschriebenen, allgemeinen Änderungen im Umgang mit Wissen und Information.

Verfasst von Hans Fischer um 09:52

21.05.2007

Web 2.0 Zwischenbilanz aus CEO-Perspektive

Logisch, dass McKinsey schlussendlich auch auf den Web 2.0-Zug aufgesprungen ist. Wie der Branchendienst ECIN ("Web 2.0 als gelungene Unternehmensstrategie") geschrieben hat, publizierte McKinsey nun das Resultat einer Umfrage über Web 2.0-Investitionen unter 2847 CEOs. Ein Auszug:

"(...) Mehr als die Hälfte der Befragten war mit ihren Investitionen zufrieden, und beinahe drei viertel der Befragten planen, die Web 2.0-Investitionen auf einem gleich bleibenden Niveau zu belassen oder zu intensivieren. (...)

Auf die Frage, warum sie auf Web 2.0 setzten, antworteten die Befragten, um die Kundenbeziehungen zu intensivieren und um die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern im eigenen Unternehmen zu beflügeln. So setzen über ein fünftel der Befragten auf Blogs, um schnelles und ehrliches Feedback von ihren Kunden zu erhalten. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt auf Web 2.0-Technologien, um die Zusammenarbeit im Unternehmen voranzutreiben. Web-Services, P2P-Networking und RSS werden vor allen Dingen genutzt, um die Zusammenarbeit mit den Business-Partnern zu optimieren."

Verfasst von Hans Fischer um 10:22

16.05.2007

Wenn die Wissensgesellschaft zum Cyborg mutiert

Für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007 haben wir folgenden Report (PDF, 201 KB) verfasst:

Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren

Web 2.0 dreht sich nicht bloss um Technologie. Web 2.0 ist auch Ausdruck eines dynamischen, gesellschaftlichen Wandels: Vernetzung total von Menschen und Informationssystemen. Eine Entwicklung, die auch Arbeitgeber und Pädagogen in die Pflicht nimmt.

Von Hans Fischer

Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Die Zukunft hat begonnen

Und heute? Die Entwicklung läuft bereits. Als Etikette wird oft und gerne der Begriff «Web 2.0» strapaziert. Wikipedia umschreibt den Begriff als «unscharf umrissener Oberbegriff für die Beschreibung einer Reihe neuer interaktiver Techniken und Dienste des Internets – speziell des WWW – und einer geänderten Wahrnehmung des Internets». Wichtig, wie im ersten Absatz geschrieben, ist insbesondere der zweite Teil: Die geänderte Wahrnehmung. IKF-Co-Leiterin Andréa Belliger verdeutlicht: «Das Internet selbst wird die Anwendung. Nutzergenerierte Inhalte werden Mainstream.» Dank der Vernetzung und sozialen Interaktion werden laut Belliger Informationen flexibler, effizienter und kostengünstiger generiert, gespeichert, abgerufen und angewendet.

Es gibt selbstverständlich Experten, welche Web 2.0 vorab auf Technologie reduzieren. Jüngst erklärte Professor Clemens Cap von der Universität Rostock, dass die wesentlichen technologischen Elemente bereits seit 2000 bekannt seien. Das stimmt durchaus. Doch werden diese Elemente von den Anbietern und den Usern heute mit einer völlig anderen Selbstverständlichkeit eingesetzt. Warum eröffnen Unternehmen wie Daimler Chrysler, Coca-Cola oder der Axel Springer Verlag Dependencen in der virtuellen Parallelwelt SecondLife? Bei weitem geht es dabei nicht bloss um Image-Building. Die Unternehmen interagieren mit den Usern, betreiben Markt- und Produktforschung und akquirieren neue Kundschaft. Die Technologie ist bei solchen Marketing- und Kommunikationsstrategien eher sekundär.

Basis für Wissensaustausch

Technisch wird noch viel Altes angepasst und Neues entwickelt werden, um die fortschreitende Vernetzung und das wachsende Bedürfnis nach Interaktion zu unterstützen. Diesbezüglich hält Lars Hinrichs, Gründer der Social Networking-Plattform XING (vormals OpenBC), fest: «Jedes Mal, wenn sich ein neues Mitglied XING anschiesst, wachsen Dynamik und Nutzen des Netzwerkes, jedes Mal vergrössert sich das Potenzial, passende Geschäftskontakte rund um die Welt zu finden und Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.» David J. Krieger führt Hinrichs Gedanken weiter aus: «Über diese Verbindungen unter Menschen mit gleichgelagerten Interessen entstehen neuartige Communities, die selber wie Netzwerke organisiert sind. Wissen und Information sammeln sich um „Hubs“ und organisieren sich durch Links zwischen den Akteuren.» Die Communities seien selbstorganisierende Netzwerke und Basis für einen funktionierenden Wissensaustausch und informelles Lernen.

Wird die Menschheit durch diesen Wissensaustausch nun intelligenter? Theorien von kollektiver Intelligenz scheiden seit langer Zeit schon die Geister. Krieger glaubt nicht an eine vernetzte, anonyme Masse, die per se als Supergehirn funktioniert. Er ist aber überzeugt, dass die neuen Kommunikationsverbindungen die Kreativität der vernetzten Individuen ansteigen lässt. Er spricht von einer «emergenten Intelligenz»; eine Intelligenz also, die durch das Zusammenführen einzelner Elemente gesteigert wird. Dies aber immer innerhalb von mehr oder weniger fest umrissenen Gemeinschaften.

Unternehmer sind doppelt gefordert. Peter F. Drucker, einer der bedeutendsten Management-Visionäre des 20. Jahrhunderts, bringt die Notwendigkeit entsprechender Massnahmen im Buch «Management im 21. Jahrhundert» mit folgender Aussage auf den Punkt: «Besonders für Führungskräfte stellen Informationen die Schlüsselressource schlechthin dar». Unternehmen müssen um Informations- und Wissensmanagement besorgt sein, sonst verlieren sie den Anschluss. Wir leben im Informationszeitalter. Information oder Wissen, je nach Definition, werden heute zu den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital dazugezählt.

Schule unter Anpassungsdruck

Neben infrastrukturellen Anpassungen sind Unternehmen auch im Personalbereich gefordert. Die Kids und Jugendliche wachsen mit der Vernetzung und mit grosser Medienerfahrung auf. Wer jugendlichen Nachwuchs hat, weiss um deren Aktivitäten in Cyberwelten, Online-Games, Weblogs, Wikis, Foto- und Videoplattformen. Noch stärker als Arbeitgeber werden Pädagogen in die Pflicht genommen. Kommunikationsforscherin Andréa Belliger ist überzeugt, dass die Rolle der Neuen Medien in der Informations- und Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind: «Nach einer Rangliste des OECD Projekts “Definition und Auswahl von Schlüsselkompetenzen“, die im Zusammenhang mit PISA entstanden ist, gehört Medienkompetenz zu den wichtigsten Kompetenzen in allen Bereichen der Gesellschaft.» Die Schule stehe in Bezug auf die Vermittlung von Medienkompetenz und die gezielte und wirksame Anwendung von Neuen Medien unter permanentem Anpassungsdruck. Rasante technologische Entwicklungen und neue Produkte ermöglichten es Jugendlichen, immer neuere Möglichkeiten der Informationsfindung und Kommunikation zu nutzen. Ziel müsse es sein, diese Kompetenzen für Bildungszwecke zu nutzen. Und das Fazit von Belliger: «Pädagogen und Schulen sollten sich die diese Nutzungsgewohnheiten und Medienkompetenzen orientieren und Lernumgebungen an denen anpassen, statt zu versuchen, Jugendliche in eine Welt, die schon vorbei ist, zu sozialisieren.» Darf nicht vergessen werden, dass diesbezüglich auch Eltern eine wichtige Rolle spielen.

Verfasst von Hans Fischer um 14:59

15.05.2007

Finanzplatz-Schweiz-Fusion

Unsere Mehrheitsaktionärin Telekurs Group plant den Zusammenschluss mit der SWX Group und der SIS Group. Telekurs schreibt dazu in einer Pressemitteilung:

Zürich, 15.05.2007- Die Verwaltungsräte der SWX Group, SIS Group und der Telekurs Group haben einer Absichtserklärung zum Zusammenschluss der drei Unternehmen zugestimmt. Im Rahmen der vorgesehenen Fusion sollen die Geschäftsaktivitäten der drei Unternehmen unter einem Dach gebündelt werden. Unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Eigentümer und die zuständigen Behörden wird die Transaktion Anfang 2008 wirksam.
Und als Vorteile werden aufgezählt:
  • Die Zusammenfassung der Aktivitäten von SWX, SIS und Telekurs stärkt die Finanzplatzinfrastruktur und steigert die Effizienz und Innovationskraft über die gesamte Wertschöpfungskette.
  • Eine integrierte Finanzmarktinfrastruktur mit vereinfachter Governance-Struktur, gebündelter Kapitalstärke und gesteigerter Innovationskraft ist positiv für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz.
  • Die vereinigte Unternehmensgruppe pflegt eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und verfügt weiterhin über eine offene Architektur mit freiem Zugang zu Handel, Clearing und Settlement.
  • Die Eigentümerstruktur ist deshalb auf langfristige Stabilität ausgerichtet und umfasst die bisherigen in- und ausländischen Finanzmarktteilnehmer, die auch Nutzer der Unternehmen sind.

Verfasst von Hans Fischer um 14:16

14.05.2007

Wissen & Ignoranz & Wissens-Wiki

InfoWeekOnline schreibt im Artikel "Web 2.0 goes Enterprise":

"(...) Die Wirtschaftswelt ist sich einig: Wissen – und zwar genau das Wissen, das für eine Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird – ist einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Eine technische, organisatorische und kulturelle Infrastruktur, die den nutzbringenden Wissensaustausch erleichtert, ist dementsprechend für Unternehmen aller Grössen und Branchen heute ein Muss."
Ein tolles Zitat, wir streichen Informations- und Wissensmanagement auch regelmässig als Must Have hervor. Entgegen der gemachten Aussage ist die Wirtschaft aber über die Notwendigkeit überhaupt noch nicht einig. Obwohl wir längst in der Informations- respektive Wissensgesellschaft angelangt sind, erfolgt die Bewirtschaftung der (mittlerweile) klassischen Produktionsfaktoren Information und Wissen häufig liederlich oder überhaupt nicht. Die Bemerkung sei erlaubt: Welche Überlebenschance hätte ein Bauer der Agrargesellschaft gehabt, der den damaligen klassischen Produktionsfaktor Boden ebenfalls liederlich oder überhaupt nicht bewirtschaftet hätte?

Aber, alles wird besser. Wissensmanagement erlebt insbesondere durch den Einbezug von Web 2.0-Anwendungen ein Revival (s. auch "Das Wissen vom Wissen im Unternehmen von RP Online"). Im Zusammenhang mit einer Nachdiplomausbildung entsteht derzeit übrigens ein auf die Schnittmenge von Wissensmanagement und Web 2.0 spezialisiertes Wiki.

Informationsquellen gibt es ausreichend, Grund zum Handeln ebenfalls.

Verfasst von Hans Fischer um 14:11

11.05.2007

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Heute mit dem künftigen Handy mit Körperfettanzeige von BenQ. Handy mit Körperfettanzeige? Echt wahr. Lesen Sie die Patentinformationen oder den golem.de-Artikel.

Verfasst von Hans Fischer um 14:35

10.05.2007

Virtuelle Welten & Wissensmanagement & Zukunft

Manager Magazin Online informiert im Artikel "Was kommt nach Second Life?" in sehr zu empfehlender Weise über den aktuellen Stand und mögliche Entwicklungen der Parallelwelt - by the way: Second Life wird als Prototyp betrachtet. Eine interessante Passage betrifft den Bereich Wissensmanagement:

"(...)Auch bei der Wissenskommunikation punktet 3D. Die Ressource Wissen ist immer häufiger in Visualisierungen codiert. Das unaufhaltsam wachsende Universum zweidimensionaler Bilder, Filme, Chartgrafiken könnte – in 3D-Wolken schlüssig ausgebreitet und semantisch geordnet – einfacher als heute zu durchforsten sein."
Und:
"(...) Es eröffnen sich also vielfältige Möglichkeiten für neuartige Wertschöpfungsstrukturen. Besonders viel versprechend ist dabei das Cybersourcing, die Auslagerung von Funktionen und Services in eine 3D-Welt.

Hier könnte es beispielsweise sinnvoll sein, die Nutzer in virtuelle Beratungssituationen einzubinden, insbesondere bei Dienstleistungen, die gegenwärtig medial und äußerst unpersönlich erbracht werden. Statt der Stimme eines Callcenter-Agenten erwartet uns dann ein virtueller Spaziergang durch das Urlaubsparadies zusammen mit dem Reisebüro-Avatar.

Zu Ende gedacht entsteht die Vision von Myriaden Service-Avataren, die mit allen möglichen Diensten bereitstehen. Während wir bisher vor allem Dokumente und Wissensspeicher im Netz benutzen, sind dann die lebendigen Wissensträger als Problemlöser nur einen Klick entfernt."

Diesbezüglich hat Rolotec für den Fachartikel " Wissensgesellschaft 2.0 – Mitmachen oder Verlieren" (verfasst für das Schweizer ICT-Jahrbuch 2007) folgende Passage geschrieben:
"(...) Bevor die Gegenwart behandelt wird, sei ein Ausflug in die nahe Zukunft mit folgender Frage erlaubt: Wie sieht die Wissensgesellschaft im Jahr 2012 aus? David J. Krieger, Co-Leiter des Instituts für Kommunikationsforschung (IKF) in Luzern, antwortet: «Die Wissensgesellschaft in fünf Jahren wird ein riesiges Netzwerk aus Menschen und intelligenten Informationssystemen sein, dessen Vernetzung sehr intensiv sein wird.» Er ergänzt, dass künftig ein Grossteil der Gebrauchsgegenstände permanent Informationen von der Umwelt ablesen, speichern, miteinander austauschen und mit den Menschen zusammenarbeiten würden. Diese Form der Vernetzung ist unter dem Begriff «Pervasive Computing» bekannt. Seine Zukunftsbetrachtung geht noch einen Schritt weiter: «Das Netzwerk als Ganzes ist eine weltumspannende Wissensmanagement-Maschine.» Da Menschen Teil davon seien, folgert er: «Das Ganze ist folglich keine eigentliche Maschine, sondern viel eher ein Cyborg, ein bio-kybernetisches Wesen. Sein „Leben“ besteht darin, Wissen in allen Formen zu schaffen, zu bewahren, zu verteilen und zu nutzen.»

Verfasst von Hans Fischer um 10:00

08.05.2007

Wir sind am FAST Search Summit '07

Falls Sie morgen Mittwoch zufälligerweise in der Nähe von Zürich-Regensdorf sind und sich für Suchtechnologie und Wissensmanagement interessieren - was Sie grundsätzlich sollten - besuchen Sie uns doch am FAST Search Summit '07 im Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf. Sie können sich noch last-minute-Registrieren oder einfach vorbeischauen. Sie finden uns im Partner-Pavilion.

Verfasst von Hans Fischer um 19:45

07.05.2007

Web 2.0 basierte Geschäftsmodelle

Über Web 2.0-Anwendungen als Beimischung für Wissensmanagement oder Unternehmenskommunikation informieren wir in der entsprechenden Blog-Kategorie regelmässig. Die FAZ nennt im Artikel "Gutes Geld für gute Inhalte" konkrete "Geschäftsmodelle 2.0". Ein Beispiel:

"(...) Geld mit Web 2.0 möchten aber auch traditionelle Unternehmen verdienen, zum Beispiel Nike. Der Sportartikelhersteller hat eine Läufer-Gemeinschaft aufgebaut. Dort können Läufer ihre Daten auswerten, neue Strecken herausfinden oder sich mit anderen Läufern verabreden können. „Die Marke wird zum täglichen Begleiter. Mit Web 2.0 lässt sich eine bisher nicht gekannte Nähe zum Konsumenten aufbauen."

Verfasst von Hans Fischer um 10:36

04.05.2007

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Dinge, die die Welt (eigentlich) nicht braucht, können durchaus auch mal cool sein. So auch der Service "musicovery". Gewählt wird nach Gemütsverfassung "positiv, electric, calm, dark) und dann mittels wunderbar visualisierter Titelauswahl.

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Verfasst von Hans Fischer um 15:42

Return on Investment von Wissensmanagement

Einige werden sich nach dem Lesen des Titels sagen: "Gibt es nicht". Nun, wie soll "Wissen" - für das es noch nicht einmal eine verbindliche Definition gibt - denn auch gemessen werden können? Kommt dazu, dass wir von Peter F. Drucker gelernt haben:

"If you can’t measure it, you can’t manage it."
Besagter Peter F. Drucker hat aber auch auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass eine Organisation ohne ausreichendes Informations- und Wissensmanagement dem Untergang geweiht sein wird. Fazit: Berechnungsmöglichkeiten müssen her.

Da Wissen immer kontextgebunden und bereichsübergreifend ist, fällt die Bilanzierung schwer. Am geläufigsten sind Methoden wie Wissensbilanz, Wissensaudit, Balanced Scorecard oder die Markt-Buchwert-Relationen. Einen umfassenden Überblick bietet die Arbeit "Wissensbewertungsmethoden" (PDF, 976 KB) von Claus Schönleber.

Francoise Tourniaire beschreibt im Artikel "Paying for Knowledge Management" bei SSPA News einen durchaus pragmatischen Ansatz. Wer in den Suchmaschinen passende Begriffe eingibt, wird viele spannende Artikel und akademische Arbeiten entdecken. Wer sich ohne Suchmaschinen-Umweg informieren will, dem können wir ein Gespräch mit uns oder u.a. folgende Bücher empfehlen:

Wissenskapital - das unentdeckte Vermögen
Karl Erik Sveiby, verlag moderne industrie, 1998

Wissensbilanzen - Intellektuelles Kapital erfolgreich nutzen und entwickeln
Kai Mertins / Kay Alwert / Peter Heisig, Springer-Verlag GmbH, 2005

Wissensbewertung in Unternehmen - Bilanzierung von intellektuellem Kapital
Wladimir Bodrow / Philipp Bergmann, Erich Schmidt Verlag, 2003

Verfasst von Hans Fischer um 15:30

03.05.2007

"Datenschutz als Generationenkonflikt"

Eine sehr interessante These ist bei heise online zu lesen: "Datenschutz als Generationenkonflikt". Ein Auszug:

"(...) Die traditionellen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem, zwischen realer und virtueller Welt verschwämmen immer mehr. (...) Junge Leute stellten bedenkenlos alles über ihre Person ins Netz (...) So betrachtet, hätten die jungen Leute dann auch weniger Probleme mit staatlicher Überwachung: Da man selbst ja angeblich nichts zu verbergen habe und sich umfänglich in der Öffentlichkeit präsentiere, sehe man sich nicht als Opfer behördlicher Beobachtung und empfinde sie nicht als Beschneidung von individuellen Bürgerrechten."
Dann folgt ein kühner Link zur "Elterngeneration" mit Rock'n'Roll, Drogen und freier Liebe und schliesslich das finale Ende mit der Akzentuierung eines wichtigen Generationen-Unterschiedes:
"(...) dass es vor 40 Jahren noch die "Gnade des Vergessens" gegeben habe. Heute hingegen sei das, was einmal im Netz dokumentiert ist, dort für ewig gepostet und auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch abrufbar. Was die jungen Leute, die den "feinen Unterschied" heute ignorieren oder einfach nicht mitbekommen, dann sagen werden, wenn sie bei einer Bewerbung, Beförderung oder Berufung mit ihren eigenen Privatstories und Partyvideos von "anno dazumal" konfrontiert werden, stehe auf einem anderen Blatt."

Verfasst von Hans Fischer um 17:32 | Kommentare (1)

"Rezept für Wissensmanagement 2.0"

Ein spannender Artikel bietet Financial Times Deutschland über die Kombination von Wissensmanagement und Web 2.0-Anwendungen. Einige Auszüge:

"(...) Die Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass vom personengebundenen Wissen höchstens 10 bis 15 Prozent überhaupt in ein Informationssystem übertragen werden können.

(...) Das reicht allerdings nicht als Grund dafür aus, sich vom Thema Wissensmanagement komplett zu verabschieden. Fehler sind ja dazu da, um aus ihnen zu lernen. So sehen es jene Unternehmen, die intern das Wissensmanagement 2.0 eingeläutet haben."

Wie im Roloblog mehrfach schon erwähnt, wird in der Folge auf potenzielle Fehlinvestitionen (Datenbank-Friedhöfe) und den Einsatz von Wikis und andere Web 2.0-Anwendungen aufmerksam gemacht, die Mitarbeiter zu Interaktion und damit zu wertsteigernder Wissensarbeit motivieren können. Warum "wertsteigernd"? FTD schreibt dazu:
"Wissen ist in einer rohstoffarmen Hightech-Wirtschaft ein äußerst wichtiges Element im Wettbewerb und sollte daher in den Unternehmen zukünftig angemessen als Produktionsfaktor betrachtet werden."
Das haben wir den Management-Guru Peter F. Drucker im Beitrag "Informations- und Wissensmanagement - Must Have" auch schon verkünden lassen.

Verfasst von Hans Fischer um 11:31

Fortsetzung: Banken & Web 2.0

Am 1. Mai haben wir auf einen entsprechenden Artikel des Handelsblatts aufmerksam gemacht, nun folgt CIO mit einer best practice-Berichterstattung ("Web 2.0 bietet Banken und Wertpapierhändlern Chancen"). Towergroup-Analyst Matt Nelson nennt 4 Hauptvorteile:

Informationsbeschaffung und Investment Research: Finanzdienstleister sollten regelmäßig Blogs beobachten - und sei es nur, um die Stimmungslage ihrer Kunden zu kennen.

Informationsverbreitung: Einige Wertpapierhändler haben bereits Podcasts, Blog Posts und RSS-Feeds eingerichtet. Damit sind sie auf dem Desktop der Kunden präsent.

Interaktion der Kunden: Das "programmierbare Netz" ermöglicht Kunden, über ein lightweight Interface Informationen über Portfolios, News und anderen user-spezifischen Content abzufragen und sich ein eigenes Bild zu machen. Zwar werden Finanzdienstleister nicht im engen Sinne innerhalb ihrer Kundenportale eigene soziale Netzwerke aufbauen können, aber Web 2.0 bringt die Usability solcher Kanäle voran.

Interaktion mit Geschäftspartnern: Software-Anwendungen für Verkäufer profitieren ebenfalls von Web 2.0, weil dadurch Benutzerschnittstellen entwickelt werden können, ohne die Funktionalitäten der installierten Desktop-Applikationen zu opfern.

Unseres Erachtens liegen die Hauptvorteile des Web 2.0-Einsatzes aber im Bereich Wissenstransfer. Diesen Aspekt hat Towergroup in einer früheren Studie (s. Posting "Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0") hervorgehoben.

Kurz ein Fazit gezogen: Web 2.0-Anwendungen können - bei gezieltem Einsatz - zur verstärkter Interaktion, Kommunikation und damit zur Kodifizierung von Wissen beitragen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Fachartikel-Sammlung oder natürlich auf Anfrage

Verfasst von Hans Fischer um 10:58

02.05.2007

Web 3.0 wird zum Thema

Viele haben sich eben erst an den Allerwelts-Term "Web 2.0" gewöhnt und schon gewinnt die Berichterstattung über die nächste Entwicklungsstufe an Intensität. Nach der Web 3.0-Formel (Web 3.0 = 4C + P + VS) fragt sich nun Readers Edition: "Ist Web 2.0 schon wieder out?" und schreibt:

"(...) Denn wenn die jüngste Evolutionsstufe des Internets “Web 2.0″ heißt, dann lugt schon der nächste Trend um die Ecke: “Web 3.0″."
Und:
"(...) Das semantische Web wird das Web 3.0. Zweck dieses neuartigen Webs ist es, das Internet “intelligenter” zu machen. Mit Hilfe der Deutung von Inhalten sollen Daten auf Rechnern und im Internet zugewiesen werden. (...)

Trend wird zum Beispiel der Abruf von Daten, die bestimmten komplexen Bedeutungen entsprechen. Suchmaschinen sind dann so “clever”, dass sie zum Beispiel diese Fragestellung bearbeiten können: “Ich will an einem warmen Platz Urlaub machen, habe ein Budget von 3000 Dollar und ein 11-jähriges Kind”. Im Idealfall erstellt das Web 3.0 dann ein komplettes Ferienpaket, das so akribisch geplant ist, als hätte es ein persönlicher Berater im Reisebüro erstellt."

Verfasst von Hans Fischer um 08:49

01.05.2007

"Banken sollten Chancen von Web 2.0 nutzen"

... schreibt Handelsblatt.com im gleichnamigen Artikel. Der Kern der - für einen Handelsblatt-Artikel eher mauen - Feststellungen:

"Finanzdienstleistungsinstitute sollten die mit Web 2.0 aufkommende Technologie vor allem zur Erweiterung und Modernisierung der Methoden in der Marktforschung, zur Optimierung der Strategien im Online-Marketing und zur Ergänzung herkömmlicher Vertriebsmaßnahmen nutzen", erläutert Günther. Auf der Basis der über die verschiedenen Web 2.0-Instrumente gewonnenen Informationen ließen sich ferner das Qualitätsmanagement verbessern sowie ein Wissenspool für Mitarbeiter und Kunden aufbauen."
Siehe auch den Beitrag "Finanzer & Wissensmanagement & Web 2.0".

Verfasst von Hans Fischer um 14:52 | Kommentare (3)

Sei ein Netz-Visionär

Das Internet der Zukunft war und ist immer mal wieder Thema im Roloblog. Im Sinne der Web 2.0-eigenen Interaktion ruf Die Zeit nun zur persönlichen Mitwirkung auf. Unter "Das Netz der Zukunft" steht geschrieben:

"Die Online-Welt ist ständig im Wandel. Helfen Sie uns, einen Blick in die Zukunft des Internets zu werfen - schreiben Sie uns Ihre Vision!"
Dann mal los.

Verfasst von Hans Fischer um 14:24