« Interviews mit Battelle, O'Reilly & Co. | Hauptseite | Social Tagging - Wissensmanagement 2.0 »

14.02.2007

Virtueller Einfluss auf reales Leben

Im Artikel ""Wie ein Urmensch, der einen Düsenjet steuert" erklärt der Kommunikationsforscher Tilo Hartmann gegenüber Spiegel Online unter anderem:

"Aus der Wahrnehmungsforschung wissen wir, dass Virtualität als real empfunden wird, weil die reale Welt selbst virtuell ist. Realität ist nur ein Wahrnehmungskonstrukt unserer Sinne. Wir wissen nicht genau, wie es da draußen aussieht. Wir können nur darauf vertrauen, dass das, was wir wahrnehmen, aussieht wie die Wirklichkeit. Virtuelle Welten funktionieren nach demselben Muster."
Die im Blog gelegentlich schon erwähnten Parallelwelten wie SecondLife oder die Avatarkultur wirken sich spürbar auf unser soziales Verhalten aus. Dazu Hartmann:
"Normalerweise würden wir wohl Techniken, die wir in Cyberszenarien gelernt haben, nicht in der Wirklichkeit anwenden. Aber in der Forschung ist der "Sleeper-Effekt" bekannt: Die Information, wo man etwas gelernt hat, wird relativ leicht vergessen, während das Gelernte selbst haften bleibt."
Eine spannende, sehr dynamische Entwicklung, die sich auf viele Bereiche auswirkt - nicht bloss auf Unternehmen und Schulen.

Verfasst von Hans Fischer um 14.02.07 11:20