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01.02.2007

"Der Kampf um das Usenet"

Vor einigen Jahren war das Usenet ultimativer Interaktionskick der digitalen Kommunikation. Ein technisch simples, inhaltlich jedoch höchst erspriessliches Universum. Im Artikel "Der Kampf ums Usenet" schreibt Focus Online unter anderem:

Als das Netz Mitte der 90er-Jahre zum Superstar wurde, war es das Usenet, das den Ruf des Internets als Hort der Anarchie, aber auch eines weltweiten Laboratoriums radikaler Demokratie festigte. Was heute “kollaborative Projekte” heißt und zu Unternehmungen wie Wikipedia und vielen Web-2.0-Ideen geführt hat, hat seine Wurzeln im Usenet.
Und zur Gegenwart:
Kostenpflichtige Usenet-Zugangsanbieter wie “Alphaload”, “Firstload” oder “Usenext” bewerben aggressiv ihre Angebote. (...) Das Usenet im herkömmlichen Sinn interessiert die Klientel der neuen Usenet-Provider nicht, viele Kids halten es einfach für eine neue Art von Tauschbörse. Zu den klassischen Text-Arealen des Usenet gibt es freie Zugänge, beispielsweise in Gestalt der Google Groups. Bei den Bezahldiensten müssen – als wäre Meinungsfreiheit eine Frage der Menge – Datenvolumina im höheren Gigabyte-Bereich abonniert werden (zur Orientierung: der ganze Koran umfasst, in komprimierter Form, knapp 400 Kilobyte, also nicht einmal ein halbes Tausendstel Gigabyte). Da Tauschbörsen und ihre Nutzer zunehmend unter Druck geraten, verheißen Geschäftsmodelle ordentlichen Erfolg, die der geplagten Klientel Unterschlupf versprechen und gleich noch mit Nachteilen der P2P-Netze aufzuräumen vorgeben.
Weitere Informationen finden sich u.a. bei usenet-infos.de.

Verfasst von Hans Fischer um 01.02.07 10:52