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29.10.2006

Gedankenanstösse zum Wissensmanagement

Zweifelsohne pauschalisiert und zugespitzt, entbehrt der Artikel "Jenseits der Datenbanken" von Financial Times Deutschland aber keinesfalls interessanter Gedankenanstösse zum Thema Wissensmanagement in Zusammenhang mit Sozialer Software. Ein Auszug:

Damit steckt Wissensmanagement in einer Zwangslage: Es gibt einerseits zu viel unnützes Wissen oder andererseits zu viel nutzbares Wissen, auf das Unternehmen keinen direkten Zugriff haben. Die Wissensarbeiter wissen durchaus, dass es ihr Wissen ist, das sie in Lohn und Brot hält. Zugleich sind sie darauf angewiesen, ihr Wissen auf den aktuellen Stand zu halten. Entsprechend wichtig ist ihnen der Austausch in Netzwerken, wobei die Unternehmensgrenzen oft zweitrangig sind. Die Arbeitgeber sind gefordert, wird in der Bitkom-Studie gewarnt, "mit zunehmender Aufmerksamkeit auf ungewollten Wissens- und Informationstransfer zu achten".

Hier baut sich ein Interessengegensatz auf. Die Unternehmen setzen nach wie vor primär auf Datenakkumulation. Das aber sei kein Wissen, kritisiert Schneider: "Für die Umsetzung in Können oder gar für souveräne Professionalität ist eine tiefer gehende Verarbeitung erforderlich." Genau die aber unterlaufen Unternehmen, wenn sie Arbeitspfade vorgeben, die Schritt für Schritt abzulaufen sind. Die "Taylorisierung der Wissensarbeit" schimpft Schneider, führe zu einem "Können ohne Hirn". Das sei das genaue Gegenteil eines Lern- und Wissensideals, das auf Verstehen zielt.

Patente Lösungen und Beispiele gibt es in der Praxis viele. Für Fragen oder weiterführende Information stehen wir und unsere Partner sehr gerne zur Verfügung.

Verfasst von Hans Fischer um 29.10.06 13:25

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