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04.07.2006

MiFID und die Schweiz

Die EU-Richtlinie MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) wird für signifikante Veränderungen in der Finanzbranche sorgen. Boerse.ARD.de erklärt die wichtigsten Inhalte unter "Die MiFID kommt". Ein Auszug:

Die EU-Richtlinie "Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) soll für mehr Transparenz bei der Anlageberatung sorgen. Sie verpflichtet die Bank dazu, "ehrlich, redlich und professionell im besten Interesse eines Kunden zu handeln". Im Klartext: Die Banken müssen erstmals die Kosten für die Finanzdienstleistungen schonungslos offen legen. Besonders heikel ist dabei die Ausweisung der Provisionen.

Wer nun denkt, die EU-Richtlinie tangiere die Schweiz nicht, liegt falsch. Die NZZ schreibt heute im Artikel "«Mifid» geht alle an":
Schweizer Banken und andere hiesige Finanzdienstleister sind zwar nicht in der Umsetzungspflicht einer EU-Gesetzgebung. Mifid kann jedoch unter anderem in folgenden Bereichen zu einer Marktveränderung führen:

  • Verstärkter grenzüberschreitender Wettbewerb im Wertpapiergeschäft in Europa.

  • Einbeziehung der Schweizer Märkte in die «Best Execution»-Prozesse von Banken mit Sitz in der EU.

  • Einfluss von Mifid auf Marktteilnehmer, Preisgestaltung und Transaktionskosten.

  • Veränderte Kundenerwartungen auch im Schweizer Finanzmarkt.
Nicht zuletzt ist davon auszugehen, dass auch die Schweizer Finanzaufsicht prüfen wird, inwieweit sie die nationalen Aufsichtsregeln den im EU- Gebiet geltenden neuen Mifid-Regeln anpasst.

Verfasst von Hans Fischer um 04.07.06 09:57

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