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16.06.2006

Behavioral Finance - oder wie man sich (nicht) selber täuscht

Sie werfen neun Mal eine Münze und immer erscheint Kopf. Wie wahrscheinlich ist, dass der nächste Wurf Zahl anzeigt? Bei den allermeisten Menschen schwirren jetzt Wahrscheinlichkeitszahlen durch die Köpfe. Die richtige Antwort lautet 50 Prozent. Egal ob Sie das erste Mal eine Münze werfen oder schon 99 Mal in Serie. Die Wahrscheinlichkeit Kopf oder Zahl zu erhalten, ist und bleibt 1:1.

Vom Monte-Carlo-Effekt und anderen ähnlichen Aspekten lassen sich auch Börsianer immer wieder zu Aktionen verleiten, die keinen Ehrenplatz in der Performance-Historie erhalten - und vor allem widerspricht solcherlei Gebaren den modernen Finanzmarktkonzepten, die davon ausgehen, dass sich die Kapitalmarktteillnehmer jederzeit rational verhalten. Mit der Anwendung der Psychologie auf das Finanzverhalten [Shefrin, Hersh: Börsenerfolg mit Behavioral Finance. Stuttgart 2000, Seite 3] beschäftigt sich "Behavioral Finance".

In nächster Zeit beschreiben wir im Blog verschiedene Aspekte von Behavioral Finance. Zudem können wir unseren Finanzinformations-Kunden demnächst ein Informations-Tool zur Verfügung stellen, das auf Erkentnissen von Behavioral Finance basiert.

Passend zum Thema der Artikel "Die sieben Todsünden bei Anlageentscheidungen" aus der FAZ.

Verfasst von Hans Fischer um 16.06.06 16:35

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