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11.04.2006

MySpace - Wahnsinn, neue Welt, neue Geschäftsmodelle

"Wahnsinn im Kinderzimmer", hat Welt am Sonntag (Wams) - im Kultur-Ressort notabene - den Artikel über Plattformen wie MySpace, YouTube oder FaceBook getitelt. Wer also wissen will, wo sich der Nachwuchs im Internet tummelt, findet in besagtem Artikel einschlägige Hinweise.

Zur Grundcharakteristik dieser Web 2.0-Anwendungen schreibt Wams:

Ursprünglich 2004 als Plattform für Nachwuchsmusiker und Schauspieler gegründet, funktioniert MySpace im Grunde sehr einfach. Jeder kann kostenlos Mitglied werden und sich ein Profil zulegen. Das heißt: Bilder laden, Hobbys, Interessen und Persönliches eintragen. Und vor allem: Nachrichten verschicken, eine Art Tagebuch (Blog) führen, Freunde finden.
Die Anzahl der "Friends" und die Regelmäßigkeit, mit der diese sich zu Wort melden, ist die entscheidende Währung auf MySpace.

Doch weit gefehlt wer glaubt, dass sich bloss Teenager in den virtuellen Social Networks tummeln:
(...) Denn natürlich ist MySpace auch ein gigantischer Marktplatz. Der eine möchte Pornoproduzent werden, der nächste Platten verkaufen, die andere ihre Nacktfotos an die Männer bringen. Und Talkmasterin Ophra Winfrey, wie viele Prominente MySpace-Mitglied, will ihre Zeitschrift und Tickets für ihre Show bewerben.

Unter "The MySpace Economy" schreibt Wired News:
Like mega-sites eBay and Google before it, MySpace is creating its own economic ecosystem, populated by small businesses that do everything from helping users decorate their profiles to creating tools that let advertisers target MySpace users.

Gekennzeichnet sind MySpace und verwandte Plattformen von der Tatsache, dass die User nahezu hemmungslos persönliche Informationen preisgeben. Dass solcherlei Offenheit nicht nur gut gesinnte Freunde anlockt, ist klar. MySpace-Besitzerin News Corporation hat gemäss heise online jüngst über 200'000 Profil-Seiten gelöscht.

Wer sich für business-orientierte Social Network-Lösungen* wie OpenBC oder LinkedIn interessiert, findet hier eine Angebotsliste.

*Selbstredend, dass auf diesen Plattformen das Preisgeben persönlicher Information individuell gesteuert wird und grundsätzlich recht dezent gehalten ist.

Verfasst von Hans Fischer um 11.04.06 13:10

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