12.03.2010

"Online-Banking gewinnt zunehmend an Bedeutung"

... titelt der Netzticker, bezieht sich dabei auf die "Bankenstudie 2015" von Accenture und Verband Schweizer Kantonalbanken und schreibt:

"Online- und Direktbanken verschärfen den Verdrängungswettbewerb im Retail Banking: Sinkende Erträge und steigende Kosten würden Online-, Direkt- und Low-Cost-Banken das Feld öffnen und die Banken dazu zwingen, sich wegen Margendrucks, erhöhter Regulierungsdichte und veränderten Kundenbedürfnisse auch in der Zeit nach der Krise neu zu positionieren, so die Bankenstudie 2015."
Tipp: Diverse Postings zu Finance 2.0.

Verfasst von Hans Fischer um 12:43


12.03.2010

Corporate Twitter: Von Profis, Posern, Kuschlern und Unsozialen

"Macht ein Corporate Twitter Account Sinn?", fragte sich ein Freund und beobachtete in Folge das Micro Blogging-Geschehen während knapp eines Jahres. Er fokusierte dabei auf Corporate Accounts der Sektoren Banken, ICT, Konsumgüter und Medien in gemischten Sprachgruppen. Gestern hat er über die Erkenntnisse seiner Privatinitiative informiert. Als Essenz unterteilt er die beobachteten Accounts, ohne repräsentativen Anspruch natürlich, in vier Hauptgruppen:

  • Die Profis: Meistens mit journalistischem Background oder profunden PR-Kenntnissen. Tipp: Einfach weiter so.
  • Die Poser: Missbrauchen Corporate Twitter meist für Ego-Trips. Tipp: Besser privat twittern.

  • Die Kuschler: Informieren relativ breit und gut, drehen sich bezüglich Interaktion aber auf Schmusekurs in den immergleichen Kreisen. Tipp: Etwas cooler.

  • Die Unsozialen: Twittern professionell, halten sich an Unternehmensrichtlinien, kümmeren sich dabei aber kaum um Interaktion. Tipp: Den Begriff "Social Media" reflektieren.
Selbstverständlich gibt es viele Mischformen - die beschriebenen Grundtendenzen haben aber auf jeden Fall was an sich.

Ps. Die Eingangs gestellte Frage haben wir unter anderem im Beitrag "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?" behandelt.

Verfasst von Hans Fischer um 11:21


11.03.2010

Achtung Abzocke: "Datenmeldung an www.google.ch"

Eben kam ein Fax rein. Es locken der Titel "Datenmeldung an www.google.ch" und die Subzeile "Ohne zusätzliche Kosten für registrierte Unternehmen". Im Kleingedruckten findet man dann die Crux, respektive die happige monatliche Gebühr zu Gunsten des Auftragnehmers Yellow Publishing Ltd. in Manchester.

Nun, die Masche ist alt. Auf die oben beschriebene Aktion hat unter anderem der Tages Anzeiger ("Adressbuchschwindler nutzt Popularität von Google aus") im Januar aufmerksam gemacht. Nach Angaben von Verbraucherzentralen wurde nun eine neue Welle in Deutschland, der Schweiz und in Österreich lanciert. Also, aufgepasst und solcherlei Dokumente immer sorgfältig lesen.

Diese und andere Abzockereien sind bei den einschlägigen Informations- und Verbraucherseiten dokumentiert. Nach Eingabe entsprechender Keywords wie "Adressbuchschwindel" bei Suchmaschinen finden sich die einschlägigen Seiten.

Verfasst von Hans Fischer um 09:03


10.03.2010

Happy Birthday Dotcom-Blasen-Crash

Heute vor 10 Jahren markierte die NASDAQ mit 5,132.52 Punkten die Spitze des Dotcom-Booms und damit auch die Initialzündung für das Platzen der Dotcom-Blase. Einige Meinungen zum denkwürdigen Tag (der durchaus auch Gutes hinterlassen hat):

  • Where were you on 10 March 2000?, BBC News
    "But even though the end was sobering, the enthusiasm and the optimism remained. Sure, it was more tempered. But riding the dotcom wave is now a badge of honour.

    Anyone who lived through those times learned many a life lesson and are valued for having had that experience, not tarnished as failures as they might be in other parts of the world."

  • FTD-Serie: 10 Jahre Dotcom-Blase, Financial Times Deutschland
    "Der tatsächliche Höhepunkt bleibt dagegen fast unbemerkt: Am 10. März 2000 ist es eher ruhig am Neuen Markt, kein schlechter Handelstag, aber auch kein spektakulärer. Noch einmal geht es um gut 200 Zähler nach oben. Bis auf 8583 Punkte steigt der Nemax All Share, dann fällt der Index bis Börsenschluss wieder ein wenig.(...)

    Viele Unternehmer aber sind geblieben. Seriengründer wie Sarik Weber, der nach dem Platzen der Blase am Aufbau des Netzwerks Xing und des Handysoftware-Anbieters Cellity beteiligt war und inzwischen nach Greentech-Geschäftsideen Ausschau hält. Der irrationale Überschwang ist Pragmatismus gewichen. Die Euphorie der Jahrtausendwende möchte Weber dennoch nicht missen. "Damals ist die Basis geschaffen worden für zahlreiche Unternehmensgründungen, auch in den darauf folgenden Jahren", sagt er. "Und viele davon sind heute hoch erfolgreich."

  • When Bubble Burst: Companies Won, Investors Lost, The Wall Street Journal
    "Most of the consensus favorites among tech stocks turned out to be investing disasters. But in an odd way, the Internet bubble has left all of us better off, as its benefits have percolated throughout the economy and produced huge productivity gains across all sectors. The same cannot be said for all bubbles; many homeowners aren't better off just because the real-estate frenzy put millions of people into homes they couldn't afford."

Verfasst von Hans Fischer um 10:03


09.03.2010

Keine Frage: Grundrecht Internet

ZDNet.de schreibt im Artikel "Studie: 79 Prozent der Erwachsenen sehen Internetzugang als Grundrecht an":

"Vier von fünf Erwachsenen sehen einen Zugang zum Internet als Grundrecht an. Das ist das Ergebnis einer Umfrage (PDF) von BBC World Service unter 27.900 volljährigen Internetnutzern in 26 Ländern. (...) In Finnland und Estland gibt es schon einen gesetzlichen Anspruch auf einen Breitband-Internetanschluss. Auch das Europäische Parlament sprach sich im Mai 2009 dafür aus, dass der Zugang zum Internet, ähnlich wie die Meinungsfreiheit, zu einem Grundrecht in Europa wird."
Wer akademische Publikationen durchstöbert, findet eine Riesenvielfalt an thematisierten Internet-Einflüssen - auf das Gesundheitssystem, die Lehre, das Lernen, die politische Meinungsbildung, die Kommunikation, das Freizeitverhalten, die Produktinnovation, das Konsumverhalten, die Sozialarbeit, die Sprachentwicklung, den Detailhandel, das Kulturschaffen, die Ethik und und und und und. Absolut logisch also, dass ein Internet-Zugang, wenn gewünscht, zugänglich sein muss.

Die Internet-Geschichte haben wir im Beitrag "Sturmlauf vom Freak- zum Leitmedium" beschrieben.

Verfasst von Hans Fischer um 11:19


05.03.2010

Wirtschaftskriminalität, Geldwäsche und Terrorfinanzierung

Üble Substantive im Titel. Kein Zweifel. Unser Steckenpferd ist ja bekanntlich die Börseninformation, doch je länger je mehr nimmt auch unsere Software PEP-Check, entwickelt wider ebendiese Titel-Wörter, Fahrt auf. Die neueste Version, die wir gemeinsam mit SIX Telekurs vertreiben, erlaubt den Finanzinstituten eine manuelle oder automatische Prüfung bestehender und interessierter Kunden anhand von eigenen und öffentlichen Listen.

Und wie fing alles an? Zur Geschichte der Geldwäsche schreibt Wikipedia:

"Einer Legende nach geht der Begriff auf den Gangsterboss Al Capone zurück, der das durch illegale Betätigungen erworbene Geld tatsächlich in Waschsalons investierte und somit die wahre Herkunft verschleierte. Als diese Form des auch mit Steuerhinterziehung verbundenen Betruges aufgedeckt wurde, musste Al Capone dafür ins Gefängnis.

Weitere Kriminelle gründeten daraufhin Geschäfte, die Münzgeld in größeren Beträgen produzieren konnten, ohne dass der tatsächlich durch das Geschäft generierte Betrag von den Behörden überprüft werden konnte. Zwar musste auf diese Weise für den erzielten Betrag Steuer bezahlt werden, das Geld konnte jedoch auf das Geschäftskonto eingezahlt werden, ohne weiteres Aufsehen zu erregen. Eine beliebte Gewerbeart für Geldwäsche waren vor allem Casinos mit Münzspielautomaten.

Ein anderes - auch in der Gegenwart praktiziertes - Verfahren ist es, mit einem legalen Betrieb (z. B. einem Restaurant) "sauberes" Geld einzunehmen. Dieser Betrieb muss lediglich seine Kosten (z. B. beim Weinhändler) bar bezahlen. Selbst wenn diese Rechnungen die Einnahmen übersteigen, kann die illegale Herkunft des Bargeldes kaum nachgewiesen werden; die Einnahmen dagegen sind "sauber"."

Verfasst von Hans Fischer um 15:53


04.03.2010

Das schleichende Sterben von Social Media-Initiativen

Der Titel ist nicht allgemeingültig. Etablierte Social Media-Anwendungen erfreuen sich respektabler Vitalität und - im Sinne des Namens - regelmässig eingestellter Inhalte durch die User. Abseits der Massen, ob im Internet oder in Intranets, fristen Social Media-Initiativen oftmals aber ein kümmerliches Dasein. Gestartet mit grossem Trara, viel Einsatz, Enthusiasmus und häufig auch unter wohlwollendem User-Beifall werden Projekte lanciert und warten dann meist vergeblich auf das Einsetzen der für Social Media kennzeichnenden Kollaboration. Wenn sich in solchen Fällen nicht Einzelpersonen unermüdlich um die Inhalte zu Gunsten der teilweise durchaus sehr zahlreichen Konsumenten solcher Angebote kümmern, schläft die Sache schnell ein und setzt Patina an.

Mit dem WM 2.0 Wissensmanagement-Wiki erleben wir das sehr direkt. 2006 im Rahmen einer MBA-Ausbildung mit drei Kollegen gestartet, wurde das Wiki mit einem Kraftakt ins Web gehoben, 2008 von einer Nachfolgeklasse weiterbearbeitet und seither inhaltlich kaum mehr weiterbearbeitet. Trotz hohen Zugriffsraten, vielen Verlinkungen und teilweise hervorragenden Inhalten, z.B. zur Symbiose von Wissensmanagement und Web 2.0 zu Wissensmanagement 2.0, wurde die inhaltliche Arbeit nie sozial mitgetragen. Dann veralten Links, steht nachwievor "Web 2.0" statt "Social Media", respektive "Social Networking" und das schleichende Social Media-Sterben setzt ein. C'est la (fin de la) vie.

Verfasst von Hans Fischer um 11:05


03.03.2010

Börseninformation für das Strategie-Magazin

Für das Strategie-Magazin haben wir den Börseninformationsteil für die Darstellung der 10 Musterdepots mit unterschiedlichen Anlagestrategien entwickelt und betreiben die Website.

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(Bildquelle: Strategie-Magazin)

Als Verleger und Chefredaktor zeichnet Peter Berger verantwortlich, der unter anderem während mehreren Jahren Chefstratege beim Anlegermagazin stocks war.

Verfasst von Hans Fischer um 14:10


01.03.2010

"Der schwerfällige Weg der Banken in das 2.0-Zeitalter"

... titelt Blicklog und schreibt über die CeBIT-Veranstaltung "Finanzsektor & das Web 2.0":

"Aktuell spricht wieder viel dafür, dass sich die Geschichte wiederholt. Die etablierten Institute ignorieren den Social Media-Prozess zu 99%. Sie übersehen dabei, dass derzeit eine Generation heranwächst und in Entscheidungspositionen drängt, für die Social Media nichts mit Sozialleistungen, sondern mit Einbeziehung, Transparenz und Beteiligung der Kunden zu tun hat (...).

Und mit Bloomberg existiert sein vielen Jahren die größte 2.0-Finanzcommunity, die bei geringerer Nutzerzahl mächtiger ist als Google, Twitter, Facebook und Microsoft zusammen. Über diese “Community” werden Informationen in Echtzeit verbreitet, Finanztitel gehandelt und natürlich miteinander kommuniziert. Und längst gibt es hier mobile Service für Blackberry oder IPhone. (...) Das einzig für 2.0 fehlende konstituierende Merkmal ist eigentlich die Offenheit für weitere Teilnehmer."

Weitere Beiträge zur Thematik:

Verfasst von Hans Fischer um 09:37


26.02.2010

Weekend-Spezial - Dinge, die die Welt nicht braucht

Der Roloblog musste diese Woche leider etwas vernachlässigt werden. Wir entschuldigen uns mit einem Weekend-Spezial-Revival, respektive mit einer Möglichkeit, dem Arbeitsplatz eine wohnlich-wohlige Note zu geben. Die USB-Lampe ist bei JTT Online Shop für 1280 Yen (CHF 15.50) zu kaufen. Soweit die japanischen Schriftzeichen eine Interpretation zulassen, müssen die Möbel wohl separat erstanden (oder selber gebastelt) werden.

usb_bulb.jpg

(Bildquelle: JTT Online Shop)

Verfasst von Hans Fischer um 15:32


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