03.02.2010
Kernaussagen zu Social Media im Finanzbereich
Unter "Social Media: Twitter & Co. in der Finanzindustrie" haben wir jüngst Finance 2.0-Beiträge aufgelistet. Bank 2.0 bringt im Posting "Banking 2.0 Lernen mit Social Software - Teil 1" nun interessante Aspekte aus dem Workshop der Uni Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz zum Thema “Banking 2.0- Lernen mit Social Software“. Die Kernaussagen lauten:
- Es gibt Pilotanwendungen; Banken nähern sich Social Media aber relativ zögerlich an.
- Insbesondere im Bereich des Ideenmanagements wurden erfolgreiche Initiativen registriert.
- Uneinigkeit herrscht ob der Kulturgrundsatzfrage, ob sich Banking und Social Media vertragen oder nicht.
- Killerkriterien sind oftmals regulatorischer Natur.
- Der Respekt vor möglichen Reputationsschäden ist relativ gross.
Es gibt viele Argumente pro und natürlich auch einige contra Social Media im Finanzbereich. Die Essenz bleibt aber unverändert: Webbasierte Kommunikation wird für den nachhaltigen Unternehmenserfolg unabdingbar.
Verfasst von Hans Fischer um 14:47
01.02.2010
iPad - Stimmen zur Web- und Kommunikationszukunft
Aus Marketingsicht ist die iPad-Ankündigung ein (sich wiederholendes Apple-) Phänomen. Abertausende Zeitungs-, E-Zine-, Blog- und Twitterbeiträge später, erscheinen interessante Zusammenzüge verschiedener Meinungen, versehen mit teilweise Visionärem. Anbei eine kleine Auswahl:
- iPad: Entwickler müssen ihre Apps neu erfinden, heise online
"Doch wer seine App das erste Mal im enthaltenen Simulator [im iPAD SDK] startet, bemerkt bald, dass er nicht nur einen Bildschirm in völlig ungewohnten Ausmaßen vor sich hat, sondern auch sein bisheriges Bedienkonzept über den Haufen schmeißen muss, um den Anforderungen der "iPad Human Interface Guidelines" an eine "Beautiful App" gerecht zu werden. Es gilt, eine Applikation neu zu erfinden, ihr Bedien-Interface komplett anders zu gestalten, um nicht den Anschluss zu verlieren – und von dem erneuten Goldrausch zu partizipieren, den Apple vorhersagt."
- Wie Tablets das Zeitunglesen revolutionieren können, Manager Magazin Online
"Die Presseverlage erhoffen sich von Tablets wie dem iPad ihre Rettung. Doch Gedrucktes einfach digital zu verkaufen, wird nicht reichen: Jetzt braucht es Kreativität. Denn auf den neuen Geräten gibt es plötzlich starke Konkurrenz von Fernsehsendern, Web-Medien und ganz neuen Wettbewerbern."
- Apples Macht: Die Politik des iPad, FAZ.net
"Schon während der geradezu buddhistischen Präsentation des neuen iPad füllte sich das Netz mit Protesten darüber, was Apples neuer Computer alles nicht kann. Buchstäblich bei jedem Fingertipp von Steve Jobs hielt eine neue Phalanx von Demonstranten virtuelle Transparente hoch: keine Tastatur, keine Kamera, keine Entwicklungswerkzeuge, keine sinnvollen Anschlussbuchsen, kein Multitasking! Steve Jobs, der Revolutionär des Computerzeitalters, gab seine Regierungserklärung ab, und plötzlich dämmerte es großen Teilen seiner Mitrevolutionäre, dass die Zukunft sie womöglich nicht mehr braucht. Ungefähr einen Tag später wurde klar, dass genau darin die revolutionäre Dynamik des neuen Geräts liegen könnte."
- Wie Apple und Google um die Herrschaft im Web kämpfen, wiwo.de
"Das iPad, Apples neues kultiges Zwischending aus iPod und Laptop fürs mobile Internet, beschleunigt die Metamorphose des Webs zur allgegenwärtigen virtuellen Zweitwelt. Jetzt entscheidet sich, wer die Vorherrschaft über das künftige Netz gewinnt und Milliardengeschäfte macht."
Verfasst von Hans Fischer um 13:04
01.02.2010
Spezialwurst für die Rolotec AG
Starten wir die Woche mal nicht mit Finanzinformation, Corporate Twitter, Wissensmanagement oder Software & Co: Starten wir mit Rolotec-Kolleginnen und -Kollegen (56 sind es ingesamt) beim Treberwurstessen letzten Freitagabend. Treberwurst? Weinbauregion Bielersee schreibt zur regionalen Spezialität der Monate Januar bis März:
"(...) Die Saucisson, die auf dem Brennhafen des Schnapsproduzenten während dem Destillieren von feinstem Marc erwärmt wird, gilt als traditionelle Nachahmung. So sollen früher die Rebbauern, während ihrer Arbeit im winterlichen Rebberg, ihre Pausenwurst ebenso in der Schnapsbrennerei aufgewärmt haben. Mit Kartoffelsalat, Gratin oder ganz einfach mit Brot serviert, ist die würzige Wurst für Kenner zu einem stets aussergewöhnlichen und fröhlichen Gemeinschaftsessen am Bielersee geworden.".... und für die Rolotec AG zur Tradition.

Verfasst von Hans Fischer um 11:15
26.01.2010
Social Media: Twitter & Co. in der Finanzindustrie
Auf GoldwynReports ist unser aktualisierter Fachartikel "Social Media: Twitter & Co. in der Finanzindustrie" zu finden. Ein Auszug:
"Twitter, Facebook, Blogs oder andere Social-Media-Anwendungen haben gemein, dass sie insbesondere von den kommenden Kundengenerationen sehr ernst genommen werden. Es ist kein Geheimnis, dass User der Meinung anderer User mehr vertrauen als den unkommentierten Aussagen von Unternehmen – Hochglanzpostille hin oder her. Der Einsatz von Social Media im Unternehmensbereich dürfte für viele Finanzinstitute deshalb von vitalem Interesse sein. Die Implementierung ist aber keinesfalls einfach. Sie sollte gut geplant sein (s. Handlungstipps unten). Zeit dazu ist noch vorhanden: Gemäss der Bankentrendstudie des Fraunhofer Innovationsforums Bank&Zukunft verfügen derzeit erst gut 25 Prozent der befragten deutschen Banken über Social Media-Anwendungen im Test- oder Live-Einsatz. Eine Übersicht über internationale Finance 2.0-Initiativen findet sich unter anderem im Roloblog."
Auswahl früherer Beiträge zur Thematik:
- Finance 2.0 (Social Finance) nimmt Fahrt auf
- Finance-Twitter, IT-Trends, Anbiederung, eCommerce, ePolitik, Finance Streams
- Megatrends: Finance 2.0 und Finance-KM
- Schweizer Banken tun sich schwer mit Finance 2.0
- Die Jugend lebt im Netz - Finance 2.0 wird Pflicht
- Konkreter Schritt in die (Twitter-)Banken-Zukunft
- Finance 2.0: Eine weitere Bank auf Twitter
- Social Media im Bankeneinsatz
- Banken und Social Media ...
- Finance 2.0 - "Die erste Google-Bank"
- User stehen auf Finanzen - Banken gefordert
- Finance 2.0 – neues Wissen aus alten Dokumenten
- CH-Banken tun sich schwer mit Web 2.0
Verfasst von Hans Fischer um 14:40
26.01.2010
Corporate Twitter leidet an virtuellem ADS
Coporate Twitter hier, Berater-Heerscharen da. Grundaussagen zur Notwendigkeit und zur Unternehmensstrategie haben wir unter anderem im Beitrag "Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?" geäussert.
Angesichts der täglich zunehmenden Statements zum Thema, meistens basierend auf mantrahafter Wiederholung ewiggleicher Aussagen, interessierten Zahlen. Essenz: Nimmt man z.B. den Rolotec-Webauftritt (Website und Blog) der letzten drei Monate, dann verhalten sich die Durchschnittswerte der Parameter Besuchsdauer und Besuchstiefe verschiedener Zugangsquellen wie folgt:
| Zugang | Verweildauer | Intensität |
|---|---|---|
| Direkt | 2.35 Minuten | 3.59 Seiten |
| Externer Link | 2.15 Minuten | 1.71 Seiten |
| Suchmaschine | 2.20 Minuten | 1.80 Seiten |
| 1.12 Minuten | 1.50 Seiten |
Via Twitter kommende Blog- oder Sitebesucher nehmen sich also sehr viel weniger Zeit, referenzierte Unternehmenswebsites und -blogs zu besuchen. Eine kleine Recherche bei befreundeten Twitter-Usern bestätigten die Richtgrösse dieser Werte (die Besuchslängen* und Seitenaufrufe variierten zwar relativ stark, die Verhältniszahlen präsentierten sich aber erstaunlich ähnlich).
Nun, dass Twitter sehr oberflächlich ist und der Grossteil der Beiträge kaum gelesen wird, ist ja bekannt. Genauso wie die Potenziale, die Corporate Twitter trotzdem bietet. Als flankierendes Kommunikationsmedium und für Monitoringzwecke eignet sich die Anwendung hervorragend. Für alles andere leidet Twitter - ohne probate Mustererkennung und Inhaltsfilter - aus Unternehmenssicht zu sehr noch am virtuellen Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
*Der Tiefstwert der twitter-referenzierten durchschnittlichen (!) Besuchslänge lag bei 19 Sekunden.
Wir twittern unter @rolotec.
Verfasst von Hans Fischer um 10:32
25.01.2010
Unternehmen, wollt ihr ewig suchen?
CIO.de schreibt im Artikel "Enterprise Search - Suchlösungen schlecht eingesetzt":
"Mitarbeiter verbringen immer noch unnötig viel Zeit mit der Suche nach Informationen. Dadurch sinkt die Produktivität, während die Kosten im Kunden-Service steigen."So weit, so gut. Solcherlei haben wir u.a. im Fachartikel "Wer sucht, der findet, der richtig viel Geld spart" detailliert geschrieben und seither in vielen Postings à jour gehalten. Interessant ist die Aussage von CIO.de, dass vorhandene Suchlösungen oftmals nicht effizient genug und ohne unternehmensweite, strategische Grundlage eingesetzt werden. Das Marktforschungsinstituts Aberdeen hat die Evaluationskriterien für Enterprise Search untersucht und kommt zu folgenden Schlüssen:
"Erstens: Die Klassenbesten fokussieren sich bei Auswahl und Kauf von Lösungen für Enterprise Search auf die Wertschöpfung. Die Nachzügler schauen dagegen vor allem auf die Kosten. (...)
Zweitens: Für einige der Klassenbesten ist der Einsatz von Such-Technologien inzwischen zu einem geschäftskritischen Faktor geworden. Sie konnten dadurch zum Beispiel die Produktivität von Mitarbeitern deutlich erhöhen sowie die Qualität im Kundenservice spürbar verbessern. (...)
Drittens: Je mehr in Unternehmen die Abhängigkeit von Suchtechnologien steigt, desto höher muss auch die Verfügbarkeit der eingesetzten Suchlösung sein. (...)"
Verfasst von Hans Fischer um 14:32
22.01.2010
Visuelle Essenz der perfekten Homepage
Im Zusammenhang mit der Börseninformationswebsite eines Kunden diskutierten wir über die perfekte Homepage - also die Startseite seiner Webpräsenz. Nun, die Userbedürfnisse scheinen schlicht zu facettenreich, um eine eindeutige Antwort geben zu können. So weiss man zum Beispiel aus der Didaktik um auditiv, visuell oder kinästhetisch veranlagte Menschen (s. "Lernstile") und deren unterschiedliche Bedürfnisse.
Dann könnte ja eventuell die Essenz der gängigen Web-Usability-Methoden zu Rate gezogen und die Homepage darauf basiert werden. Nein. Diese Erkenntnisse fliessen zwar in die Darstellung und Programmierung ein, die Bandbreite ist aber zu gross. Ausserdem richten sich die einzelnen Online-Börseninformationsanbieter an unterschiedliche Kundensegmente.
Was nun? Wir fokussieren bei der Frage auf zwei Elemente: Visualisierung und Individualisierung. Bezüglich Visualisierung habe ich im Posting "Napoleons Scheitern als Vorbild für Börsen-Visualisierung" geschrieben, dass Charles Joseph Minards Darstellung von Napoleons Russlandfeldzug aus dem Jahr 1869 fünf Ebenen darstellt und nach wenigen Blicken einen hervorragenden Überblick über den Feldzug vermittelt.
(Für Grossansicht aufs Bild klicken; Bildquelle: York University)
Wer am Nutzen dieser Visualisierung zweifelt, möge diesen Informationsgehalt doch kurz mal mit Worten zu vermitteln versuchen.
Zurück zur Börseninformation: Die Inhalte einer Börsen-Website sind immens. Eine "perfekte" Startseite würde also diese Daten- und Informationsmenge auf wenige, prägnante Visualisierungen reduzieren, die als Ausgangspunkt für das bewusste, vertikale Eintauchen in Informationsdetails und -zusammenhänge dienen würde. Dies ist aber nur mit der erwähnten Individualisierung sinnvoll. Denn erfahrene Anleger werden insbesondere eigene Portfolios, bestimmte Indizes und Auffälligkeiten auf der Startseite visualisiert haben wollen, während Anfänger den Gesamtüberblick und Hinweise schätzen, die ihnen für geplante oder getätigte Investments das Gefühl der Unsicherheit mildern.
Ein Kollege meinte, dass eine Börsen-Homepage ohne die parallele Anordnung von Tabellen, Charts, Newsspalten etc. als Informationsquelle nicht glaubwürdig genug sein könnte. Nun, mitentscheidend für den Google-Erfolg war unter anderem die Tatsache, dass deren maximal reduzierte Homepage mit Logo und Eingabefenster von jedem User verstanden wurde. Börseninformationseinstiegsseiten können sicherlich nicht so stark reduziert werden. Das Prinzip bleibt sich aber gleich.
Verfasst von Hans Fischer um 13:45
21.01.2010
Zertifikat-Warrant-Kombinationen und Börsenwissen (2.0)
Unser Schwesterunternehmen Scoach beschreibt in der aktuellen Magazin-Ausgabe einige Kombinationsmöglichkeiten von Anlageinstrumenten. Die Grundlage:
"Discount-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Warrants und Mini-Futures – dies sind nur einige der fest etablierten Produkttypen am Derivatemarkt. Isoliert betrachtet besitzen solche klassischen Zertifikatetypen und Hebelprodukte bereits attraktive Chance-Risiko-Profile und sind in nahezu jedem Depot sinnvoll einsetzbar. Anleger und Berater sollten jedoch auch überprüfen, ob sich nicht durch eine Kombinationvon unterschiedlichen Produkttypen die Anlageziele noch besser verfolgen lassen. Auf diese Weise wird es beispielsweise möglich, mit minimierten Verlustrisiken auf eine bestimmte Entwicklung eines Index oder einer Aktie zu setzen und dabei ansehnliche Renditen anzusteuern. Ebenso lassen sich richtungslose Marktbewegungen vortrefflich in stattliche Gewinne verwandeln."Details sind in besagtem Scoach Magazin zu finden.
Angesichts der Tatsache, dass Privatanleger erstaunlich oft äusserst eindimensionale Strategien anwenden, sind entsprechende Hinweise manchal ganz nützlich. Literatur und Webangebote zum Wissenserwerb gäbe es zu dieser Thematik ja ausreichend. Mittlerweile stehen diesbezüglich aber auch Social Media-Angebote wie zum Beispiel KaChing, Sharewise oder Stockprickr zur Verfügung.
Verfasst von Hans Fischer um 14:29
20.01.2010
Gesucht: Informatiker und Vekraufs-Ingenieur
Wer Referenzen und Tätigkeitsbereiche kurz studiert, wird erkennen, dass eine Anstellung bei Rolotec AG ordentlich Potenzial und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Aktuell bieten wir geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten Anstellungen als:
- Software Engineer ETH/FH (w/m)
- System Engineer (w/m)
- Verkaufs-Ingenieur (w/m)
Verfasst von Hans Fischer um 14:32
20.01.2010
Neue Börseninformations-Website für die LLB
Im Rahmen unseres Tätigkeitsbereiches "Börseninformation" durften wir für die Liechtensteinische Landesbank (LLB) den Online-Börseninformationsbereich technisch überarbeiten, neu gestalten und heute live schalten.
Sie sind zum Eröffnungssurfausflug herzlich eingeladen.
(Klick ins Bild für Grossansicht)
Verfasst von Hans Fischer um 10:44
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